DE4224509A1 - Wirkstoff zur Hemmung der Proliferationsrate von Leberzellen - Google Patents
Wirkstoff zur Hemmung der Proliferationsrate von LeberzellenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Wirkstoff zur Hemmung der
Proliferationsrate von Leberzellen.
Die Rate der Leberzellproliferation ist in erwachsenen
Säugetieren normalerweise sehr niedrig. Wird jedoch bei jungen
Versuchstieren ein Teil der Leber entfernt (Teilhepatektomie),
steigt die Proliferationsrate sprunghaft auf das Zehn- bis
Zwanzigfache an, um nach Erreichen der ursprünglichen Zellzahl
(d. h. nach sechs bis acht Tagen) wieder auf den Normalwert
abzufallen. Dieser Verlauf der Leberregeneration (Hepatopoese)
ist bereits häufig untersucht worden.
Die Erforschung der molekularen Mechanismen dieses Regelkreises
führte zur Identifizierung einer ganzen Reihe
wachstumsfördernder und -hemmender Faktoren (vgl. die
Zusammenfassung in: MICHALOPOULOS, G.K., "Liver Regeneration:
Molecular Mechanisms of Growth Control"; FASEB J.4 (1990),
S. 176-187). Ein solcher wachstumsfördernder Faktor, der in den
siebziger Jahren isoliert wurde, ist das Hormon Hepatopoetin
(vgl. die DE-PS 28 14 981, 29 14 903, 30 37 600).
In der Folge zeigte es sich, daß das Hepatopoetin auch im
Ascites des Rattenlebertumors YOSHIDA AH 130 enthalten ist
(S. VOGL et al., J. Hepatol. 11, Suppl. 2 (1990), S. 118). Danach
hat es den Anschein, daß dieser Leberzelltumor sein eigenes
Proliferationshormon dauernd erzeugt. Andere Versuche ergaben,
daß die Injektion eines hepatopoetinhaltigen Extrakts in Mäuse,
deren Leberzellen durch Galaktosamin geschädigt waren, zu einer
zusätzlichen Schädigung führt, so daß die Dosis Letalis 50 des
Galaktosamins vermindert ist. Offensichtlich wird eine
vorhandene Leberschädigung durch eine Leberzellproliferation
noch vergrößert.
Man hat ferner festgestellt, daß ein dem Hepatopoetin sehr
ähnlicher Faktor aus dem Blutplasma von Patienten, die an
Leberkrebs oder chronischer Hepatitis leiden, nachgewiesen
werden kann (TOPIC, E. et al., Fresenius J. of Anal. Chemistry,
in Druck). Das deckt sich mit der Tatsache, daß Leberkrebs
offenbar in engem Zusammenhang mit Hepatitis und Leberzirrhose
steht (Okuda, K., Hepatol. 15 (1992), S. 948-963).
Es ist auch bekannt, daß sich menschliche Hepatozyten in
Gewebekultur sehr ähnlich wie tierische Zellen verhalten
(vgl. ISMAIL, T. et al., J.Biol. Chem. 14 (1991), S. 1076-1082).
Die Suche nach einem Hemmstoff, der an dem oben beschriebenen
Hepatopoese-Regelkreis beteiligt ist, führte zur Isolierung des
Tetrapeptids N-Acetyl-Ser-Asp-Lys-Pro (N-Ac-SDKP; LOMBARD,
M.-N. et al., Cell Tissue Kinet. 23 (1990), S. 99-103). Die
Hemmwirkung wurde jedoch nur bei teilhepatektomierten
erwachsenen Ratten und bei Jungtieren nachgewiesen (a.a.O.).
Es ist bekannt (THIERRY, J. et al., J. Med. Chem. 33 (1990),
S. 2122-2127), daß das Tripeptid Ser-Asp-Lys (entsprechend SDK
in der nachfolgend benutzten Nomenklatur, vgl. z. B. KARLSON,
"Kurzes Kehrbuch der Biochemie", Georg Thieme Verlag Stuttgart,
12. Aufl. 1984, S. 23) die Rosettenbildung aufgrund einer
Wechselwirkung von menschlichen T-Zellen (weiße Blutkörperchen)
und Schaferythrozyten verhindert. Hinweise auf eine andere
Wirksamkeit des SDK gibt es jedoch nicht.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Wirkstoff zur Hemmung der
Proliferationsrate von Leberzellen zu schaffen. Er soll sowohl
die Hepatopoese nach einer Teilhepatektomie als auch das
Wachstum von Leberzelltumoren hemmen.
Die Lösung der Aufgabe besteht in der Bereitstellung eines
Wirkstoffs in Form des freien Tripeptids Ser-Asp-Lys (SDK) oder
eines Salzes desselben, insbesondere mit einem Äquivalent einer
salzbildenden Säure, wie Essigsäure, Zitronensäure oder einer
anorganischen Säure.
Das Tripeptid kann sowohl in seiner freien Form als sog.
Zwitterion (die COOH-Gruppe wirkt als Säure, die NH3-Gruppe als
Base) als auch in kristalliner Form als Salz der Essigsäure,
Zitronensäure oder einer anorganischen Säure dargestellt und
eingesetzt werden. Ein besonders gut kristallisierendes Salz
ist leichter auf zureinigen und zu lösen.
Das Tripeptid SDK zeigt, anders als das Tetrapeptid SDKP,
überraschenderweise schon bei geringen Konzentrationen eine
stark proliferationshemmende Wirkung. Es entfaltet diese
Wirkung nicht nur im Tierversuch an teilhepatektomierten
Ratten, sondern auch an YOSHIDA-Lebertumorzellen. Das bedeutet,
daß Lebertumorzellen, soweit sie autokrin Hepatopoetin
erzeugen, durch das Tripetid SDK in ihrer Proliferation sehr
stark gehemmt werden. In Gewebekulturen menschlicher
Hepatomzellen konnte eine signifikante proliferationshemmende
Wirkung nachgewiesen werden. Der mögliche Zusammenhang zwischen
Leberkrebs, Hepatitis und Leberzirrhose stützt außerdem die
These, daß bei all diesen Krankheiten das Tripetid SDK wirksam
sein könnte.
Im folgenden werden die Versuche, die zu den genannten
Ergebnissen führten, unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren näher beschrieben. Es stellen dar:
Fig. 1 die Wirkung des bekannten Tetrapeptids SDKP;
Fig. 2 die Wirkung des Tripeptids gemäß der Erfindung.
Für die Versuche wurden weibliche, 100 g schwere Wistar-Ratten
verwendet, die aus dem SPF-Bereich des Tierhauses des MPI für
Biochemie in W-8033 Martinsried bezogen wurden.
Sieben Gruppen von Ratten wurden einer 66%igen
Teilhepatektomie unterzogen. Je Versuchsgruppe wurden 4 Tiere
verwendet. Die Ratten wurden in leichter Abänderung der Methode
von Higgins und Anderson (Higgins, G.M., Anderson, R.M.,
Archives of Pathology 12 (1931), S. 186-202) zwischen 13.00 und
13.30 Uhr teilhepatektomiert. Je drei Gruppen wurde das in 1 ml
0,9% NaCl gelöste, auf übliche Weise synthetisierte Tetrapeptid
SDKP sofort nach der Operation bzw. 10 Stunden nach der
Operation in verschiedenen Mengen (500 µg, 8 µg, 1 µg)
intraperitoneal (i.p.) injiziert. Die siebte Gruppe diente als
Kontrollgruppe und erhielt nur das Lösungsmittel. Nach 19
Stunden (ab 8.00 Uhr des nächsten Tages) wurde den Ratten i.p.
50 µl 6-3H-Thymidin (1,85 MBq) i.p. appliziert. Exakt eine
Stunde später wurden die Tiere mittels Diethylether (Äther)
getötet und die Restleber in flüssigem Stickstoff
schockgefroren. Die Lebern wurden bis zur Bestimmung der
spezifischen Radioaktivität der DNA der Leberzellkerne
bei -20°C aufbewahrt.
Diese spezifische Radioaktivität diente als Marker für das
Proliferationsverhalten der Leberzellen: Thymidin wird nur in
DNA eingebaut (und nicht z. B. in RNA), und eine signifikante
DNA-Synthese findet nur während der Zellproliferation statt.
Die spezifische Radioaktivität der DNA (in dpm/µg DNA) ist
der Quotient aus dem Ergebnis der Radioaktivitätsmessung einer
Probe (in dpm, d. h. Zerfälle pro Minute) und dem DNA-Gehalt
dieser Probe (in µg) Die proliferationsfördernde bzw.
proliferationshemmende Eigenschaft des Peptids (abhängig von
der Applikationsdosis und dem Zeitpunkt der Verabreichung nach
der Teilhepatektomie) wurde dadurch bestimmt, daß die
spezifische Radioaktivität der DNA der Leberzellkerne der
Versuchsgruppe mit der spezifischen Radioaktivität der bei
jedem Versuch mitgefahrenen Kontrollgruppe prozentual ins
Verhältnis gesetzt wurde.
Zur Bestimmung der spezifischen Radioaktivität wurde zuerst die
DNA aus der Leber extrahiert. Dazu wurde jede Leber mit der
7fachen Menge einer Saccharoselösung (0,32 M Saccharose, 3 mM
MgCl2, pH 7,3) gepottert (12 Schläge/1200 rpm), d. h.
homogenisiert. Nach Filtrierung durch einen 150 µ-Gazefilter
wurde 1 ml des Homogenats in der Minifuge (Heraeus-Christ,
Osterrode/Harz) bei 800 rpm (120×g) zentrifugiert. Der
Überstand wurde verworfen. Das Pellet wurde in 200 µl der
Saccharoselösung aufgenommen und in ein Eppendorfröhrchen
überführt. Dann wurde je 1 ml einer 60%igen Saccharoselösung
dazugegeben und 5 min in einer Eppendorfzentrifuge
zentrifugiert. Der Überstand wurde verworfen. Das Pellet wurde
in 3×1 ml 0,25 M Perchloressigsäure (PCA) suspendiert und in
ein Glasröhrchen überführt. Dann wurde mindestens 30 min bei
4°C gekühlt. Anschließend wurde 15 min in der Minifuge bei
maximaler Drehzahl (Vmax) zentrifugiert und der Überstand
verworfen. Zum Pellet wurde 1 ml 0,5 M NaOH gegeben und 30 min
bei Raumtemperatur geschüttelt. Dann wurde kurz gemischt und
der Inhalt auf zwei Röhrchen verteilt. Zu je
0,5 ml (d. h. zu jedem Röhrchen) wurde 4,5 ml 0,5 M PCA gegeben
(ein Röhrchen diente als Reserve). Die Proben wurden mindestens
30 min (oder über Nacht) bei 4°C gehalten und dann 15 min in
der Minifuge bei höchster Drehzahl (Vmax) zentrifugiert. Der
Überstand wurde verworfen. Zum Pellet wurde je 3 ml 0,5 M PCA
gegeben und 20 min bei 95°C im Wasserbad gekocht. Nach dem
neuerlichen Abzentrifugieren wurden beide Überstände zu einer
Probe vereinigt und gemischt.
Für die Radioaktivitätsmessung wurde 1 ml des Extrakts mit 5 ml
Szintillationsflüssigkeit versetzt und auf 3H gemessen. Der
DNA-Gehalt des Extrakts wurde nach Burton gemessen (Burton, K.,
Biochem. 62 (1956), S. 315-323). Zur Herstellung der
Farbreaktionsmischung wurde 1,5 g Diphenylamin mit wenig
Eisessig gelöst, dann 1,5 ml H2SO4 dazugegeben. Darauf wurde
auf 100 ml mit Eisessig aufgefüllt. Kurz vor Gebrauch wurde 0,5
ml einer Acetaldehydlösung dazugegeben. Zur Herstellung der
Acetaldehydlösung wurde 2 ml Acetaldehyd mit H2Odest bei 4°C
auf 100 ml aufgefüllt. Zu 0,5 ml des Extrakts wurde 1 ml der
Farbreaktionsmischung gegeben. Danach wurden die Proben bei
Raumtemperatur im Dunkeln aufbewahrt und nach 22-24 h bei 590 nm
gemessen.
Sowohl für die Radioaktivitätsmessung als auch für die
DNA-Messung wurden je Probe drei Parallelmessungen
durchgeführt.
Die in Fig. 1 dargestellte Analyse zeigt, daß das bekannte
Tetrapeptid SDKP stark proliferationsfördernd wirkt, wenn es
direkt nach der Operation injiziert wird (zwischen 20 und 50%).
10 Stunden nach der Operation injiziert wirkt es in hohen
Mengen (500 µg) proliferationsfördernd, in niedrigen Mengen
(8 µg) leicht proliferationshemmend und in noch geringeren
Mengen (1 µg) so gut wie gar nicht (vgl. Fig. 1).
Sechs Gruppen von Ratten wurden einer 66%igen Teilhepatektomie
unterzogen. Jedem Tier wurde 1 µg des in 1 ml 0,9% NaCl
gelösten, auf übliche Weise synthetisierten Tripeptids SDK
injiziert, und zwar bei der ersten Gruppe direkt nach der
Operation, bei den weiteren Gruppen jeweils 1 Stunde, 3
Stunden, 6 Stunden und 10 Stunden nach der Operation. Die
sechste Gruppe diente als Kontrollgruppe und erhielt nur das
Lösungsmittel. Der Versuchsablauf entsprach genau dem unter
Punkt 1 beschriebenen Schema.
Die in Fig. 2 dargestellte Analyse zeigt, daß das Tripeptid
SDK zwar eine leicht proliferationsfördernde Wirkung hat, wenn
es direkt nach der Operation injiziert wird. Bei Wahrung eines
gewissen Zeitabstands ergibt sich jedoch eine hemmende Wirkung,
die mit wachsendem Zeitabstand zunimmt. Zehn Stunden nach der
Operation beträgt die Minderung der Proliferation etwa fünfzig
Prozent (vgl. Fig. 2).
Der Vergleich beider Figuren zeigt also deutlich die
überraschend unterschiedliche Wirkung des Tetrapeptids SDKP und
des Tripeptids SDK auf die Leberzellproliferation von
teilhepatektomierten Ratten. Das Tripeptid SDK wirkt praktisch
proliferationshemmend, und zwar schon in geringsten
Konzentrationen.
Zwei Gruppen von je fünf weiblichen, zirka hundert Gramm schweren
Wistar-Ratten wurden mit den YOSHIDA-Ascites AH 130 einer 8
Tage zuvor infizierten Ratte geimpft. Jedem Tier wurden 0,5 ml
Ascites-Flüssigkeit intraperitoneal (i.p.) injiziert. Ab dem
siebten Tag der Ascites-Überimpfung wurde einer Gruppe (fünf
Ratten) vier Tage lang je ein 1 µg SDK pro Tier (gelöst in je
1 ml 0,9% NaCl-Lösung) i.p. injiziert. Darauf wurden die Tiere
beider Gruppen getötet.
Es wurden folgende Parameter bestimmt:
- a) Gewicht bzw. Volumen der Ascitesflüssigkeit
Die toten Ratten wurden gewogen, dann der Ascites möglichst vollständig abgesaugt und die Tiere wieder gewogen. Die Differenz der beiden Wägungen entsprach dem Ascites-Volumen (1 g ≈ 1 ml). - b) Anzahl der Tumorzellen im Ascites
Pro Tier wurden 2 ml des abgesaugten Ascites in ein EDTA-Röhrchen gegeben, um ein Verklumpen der Zellen zu vermeiden. Mit einem Aliquot davon wurde in einem Coulter-Counter die Tumor-Zellzahl gemessen und auf das Gesamtvolumen hochgerechnet.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.
Die erste Spalte zeigt das Volumen der Ascitesflüssigkeit als
Differenz des Gewichts der Ratten vor und nach dem Absaugen,
jedoch abzüglich der 2 ml, die für die Messung der Zellzahl
benötigt wurden. In der dritten und vierten Spalte sind jeweils
die Ergebnisse von Doppelmessungen aufgeführt.
Aus einem Vergleich der Ergebnisse ergibt sich:
Es kommt zu einer dramatischen Verringerung sowohl der
Gesamtzahl der Tumorzellen als auch der Ascitesmenge.
Die mittlere Zahl der Tumorzellen beträgt bei den mit dem
Tripeptid SDK behandelten Ratten nur 19,1% der bei den
Kontrolltieren gefundenen Zahl.
Die Wirkung des Tripeptids auf menschliche Tumorzellen wurde in
einem In-vitro-Modell untersucht. Dazu dienten Hep G2-Zellen.
Bei dieser Zellinie handelt es sich um ein menschliches Hepatom
aus der Tumorzellbank des deutschen Krebsforschungszentrums
Heidelberg, das als Monolayer in 90% DMEM (Dulbecco′s modified
Eagle′s medium)/10% FKS (fötales Kälberserum) in einem
Subkulturintervall von drei bis fünf Tagen kultiviert wird. Es
wurden je sechzig Schalen Versuchs- und Kontrollkultur
eingesetzt. Eine Lösung von 20 mg SDK in 0,2 ml 0,9% NaCl
diente als Stammlösung, die dann je nach Bedarf mit
physiologischer Kochsalzlösung verdünnt wurde.
Einen Tag nach dem Passagieren der Zellen wurden pro 10 ml
Nährmedium 0,2 ml in 0,9% NaCl gelöstes Tripeptid SDK
(Konzentration: 1 µg/ml) zugegeben. Die Kontrollschalen
erhielten 0,2 ml Lösungsmittel. Die Beobachtungszeit betrug
sieben Tage. Dabei wurde in den Versuchschalen eine fünf- bis
zehnprozentige Hemmung des Zellwachstums im Vergleich zu den
Kontrollschalen beobachtet.
Damit ist auch eine signifikante Wirkung des Tripeptids SDK auf
menschliche Zellen nachgewiesen.
Claims (4)
1. Wirkstoff zur Hemmung der Proliferationsrate von
Leberzellen, dadurch gekennzeichnet, daß er durch ein freies
Tripeptid der Zusammensetzung- SDK (Serin-Asparaginsäure-
Lysin) oder ein Salz desselben gebildet wird.
2. Wirkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er
durch ein Salz des Tripeptids der Zusammensetzung SDK
(Serin-Asparaginsäure-Lysin) mit einem Äquivalent
Essigsäure, Zitronensäure oder anorganischer Säure gebildet
wird.
3. Medikament, dadurch gekennzeichnet, daß es als Wirkstoff das
Tripeptid SDK (Serin-Asparaginsäure-Lysin) oder
pharmazeutisch akzeptable Salze davon enthält.
4. Medikament nach Anspruch 3 zur Behandlung von Leberkrebs,
Leberzirrhose und chronischer Virushepatitis.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4224509A DE4224509C2 (de) | 1992-07-24 | 1992-07-24 | Wirkstoff zur Hemmung der Proliferationsrate von Leberzellen |
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4224509A1 true DE4224509A1 (de) | 1994-01-27 |
| DE4224509C2 DE4224509C2 (de) | 1995-04-20 |
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ID=25916900
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4224509A Expired - Fee Related DE4224509C2 (de) | 1992-07-24 | 1992-07-24 | Wirkstoff zur Hemmung der Proliferationsrate von Leberzellen |
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|---|---|
| US (1) | US5589461A (de) |
| DE (1) | DE4224509C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1997028183A1 (en) * | 1996-02-01 | 1997-08-07 | Societe De Conseils De Recherches Et D'applications Scientifiques S.A. (S.C.R.A.S.) | Peptide inhibitors of hematopoietic cell proliferation |
| RU2297239C1 (ru) * | 2006-05-30 | 2007-04-20 | Общество С Ограниченной Ответственностью "Сиа Пептайдс" | Пептид, стимулирующий регенерацию ткани печени, фармацевтическая композиция на его основе и способ ее применения |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| FR2814076B1 (fr) * | 2000-09-21 | 2002-12-20 | Centre Nat Rech Scient | Agent angiogenique et ses utilisations |
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|---|---|---|---|---|
| DE4007605A1 (de) * | 1989-03-11 | 1990-09-13 | Scras | Sdk-peptide, verfahren zu ihrer herstellung und diese enthaltende therapeutischen zusammensetzungen |
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1992
- 1992-07-24 DE DE4224509A patent/DE4224509C2/de not_active Expired - Fee Related
-
1994
- 1994-05-17 US US08/243,873 patent/US5589461A/en not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
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Non-Patent Citations (2)
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|---|
| LOMBARD, M.-N. et al.: Cell Tissue Kinet. 23, 1990, 99-103 * |
| THIERRY, J. et al.: J.Med.Chem. 33,1990,2122-2127 * |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4224509C2 (de) | 1995-04-20 |
| US5589461A (en) | 1996-12-31 |
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