[go: up one dir, main page]

DE4222598A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Entsorgen von Mikrofilmen - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Entsorgen von Mikrofilmen

Info

Publication number
DE4222598A1
DE4222598A1 DE19924222598 DE4222598A DE4222598A1 DE 4222598 A1 DE4222598 A1 DE 4222598A1 DE 19924222598 DE19924222598 DE 19924222598 DE 4222598 A DE4222598 A DE 4222598A DE 4222598 A1 DE4222598 A1 DE 4222598A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solvent
container
salt
films
film
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19924222598
Other languages
English (en)
Inventor
Ahmet Akpinar
Rolf Gehrer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mcs Microfilm Computer Se GmbH
Original Assignee
Mcs Microfilm Computer Se GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mcs Microfilm Computer Se GmbH filed Critical Mcs Microfilm Computer Se GmbH
Priority to DE19924222598 priority Critical patent/DE4222598A1/de
Publication of DE4222598A1 publication Critical patent/DE4222598A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C11/00Auxiliary processes in photography
    • G03C11/24Removing emulsion from waste photographic material; Recovery of photosensitive or other substances
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B09DISPOSAL OF SOLID WASTE; RECLAMATION OF CONTAMINATED SOIL
    • B09BDISPOSAL OF SOLID WASTE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B09B3/00Destroying solid waste or transforming solid waste into something useful or harmless
    • B09B3/70Chemical treatment, e.g. pH adjustment or oxidation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29BPREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
    • B29B17/00Recovery of plastics or other constituents of waste material containing plastics
    • B29B17/02Separating plastics from other materials
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29KINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES B29B, B29C OR B29D, RELATING TO MOULDING MATERIALS OR TO MATERIALS FOR MOULDS, REINFORCEMENTS, FILLERS OR PREFORMED PARTS, e.g. INSERTS
    • B29K2067/00Use of polyesters or derivatives thereof, as moulding material
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29LINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS B29C, RELATING TO PARTICULAR ARTICLES
    • B29L2007/00Flat articles, e.g. films or sheets
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29LINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS B29C, RELATING TO PARTICULAR ARTICLES
    • B29L2009/00Layered products
    • B29L2009/005Layered products coated
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29LINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS B29C, RELATING TO PARTICULAR ARTICLES
    • B29L2017/00Carriers for sound or information
    • B29L2017/008Tapes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/62Plastics recycling; Rubber recycling

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und dazugehörige Lösungsmittel und Be­ hälter zur Entsorgung von Filmen, insbesondere Mikrofilmen.
Das Entsorgen von Filmmaterial jeglicher Art und im speziellen von Mikrofilmen mit vertraulicher Information ist mit Schwierigkeiten verbunden, da sicher­ gestellt werden muß, daß die vertrauliche Information nicht in falsche Hände gerät. Das Zerschneiden von Mikrofilmen vor der Müllverwertung bringt nur teilweise Abhilfe, da bei den üblichen Schnitzelgrößen bei Mikrofilmen aufgrund der hohen Informationsdichte immer noch zusammenhängende Information bestehen bleibt.
Man behalf sich deshalb bisher mit der Verbrennung von zu beseitigenden Mikrofilmen. Dies ist umweltbelastend, da giftige Gase freigesetzt werden und kann deshalb nur als Behelfslösung angesehen werden. Die Beseitigung der Information vor der Entsorgung war bisher auch nicht möglich, da man dafür die Filme mit aggressiven Substanzen aufkochen mußte. Das ist gefährlich und für die Verwendung in Büroräumen ungeeignet.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein leicht und sicher zu handhabendes Verfahren und die dazugehörigen Hilfsmittel zu schaffen, mit denen Filmmaterial entsorgt und einer Wiederverwertung zugeführt werden kann, ohne daß die darauf befindliche Information in falsche Hände gelangen kann.
Die Aufgabe wird durch das Verfahren nach Anspruch 1 gelöst. Die dazuge­ hörigen Hilfsmittel und Lösungen sind Gegenstand weiterer Ansprüche.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird dem Anwender ein Behälter mit einem Lösungsmittel zugesandt, in das der Benutzer den Film hineinlegt, den Behälter verschließt und an eine Entsorgungsfirma zurücksendet. In dem Behälter wird die auf dem Film befindliche Information sofort für den Anwender beobachtbar aufgelöst, so daß keine besonderen Vorkehrungen bezüglich des Datenschutzes getroffen werden müssen. Die Weiterbearbeitung ist dann mit Standardverfahren mit nicht sicherheitsüberprüftem Personal möglich.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die im Behälter verwendeten Lösungsmittel für den Menschen ungefährlich sind. Gemäß der erfinderischen Idee des geschilder­ ten Verfahrens ist es zwar auch möglich, aggressive Stoffe zur Lösung zu benut­ zen, wenn beim kurzzeitigen Öffnen, Einlegen des Films und wieder Verschließen die nötigen Sicherheitsbestimmungen beachtet werden; es kann aber wegen des Sicherheitsaspekts nur unbefriedigend sein. Deswegen werden in einer vorteilhaf­ ten Weiterbildung der Erfindung für den Menschen ungefährliche Lösungsmittel verwendet.
Den verwendbaren Lösungsmitteln ist dabei besondere Beachtung zu schenken. Es müssen hier vier Filmtypen unterschieden werden, nämlich Diazofilme, Vesi­ kularfilme, Trockenfilme und Silberfilme, von denen jeder auf eine anderen Wel­ lenlängenbereich des Lichts empfindlich ist und auf eine unterschiedliche Art ent­ wickelt wird.
Bei Diazofilmen, Trockenfilmen und Vesikularfilmen sind lichtempfindliche Schichten auf einem Trägerfilm, meist Polyäthylenterephtalat (PET) mittels eines Bindemittels aufgebracht. Erfindungsgemäß wird das Bindemittel zur Vernichtung der Information aufgelöst. Dazu eignen sich organische Lösungs­ mittel.
Es ist nach den bisherigen Versuchen nicht klar, ob das Auflösen des Binde­ mittels wirklich der dominierende Effekt ist, es hat sich jedoch gezeigt, daß organische Lösungsmittel, insbesondere Alkohole oder Aceton in der Lage sind, die Information durch Ablösung zu zerstören. Wegen der Ungefährlichkeit ist Äthylalkohol für Trockenfilme und Diazofilme vorzuziehen. Bei Vesikularfilm zeigte Äthylalkohol dagegen keine Wirkung. Hier wurden jedoch gute Ergebnisse mit Aceton erzielt. Es hat sich gezeigt, daß auch bei Diazofilmen mit Aceton eine gute Ablösung der Information erfolgt. Somit steht für Diazofilme und Vesikular­ filme ein gemeinsames Lösungsmittel, nämlich Aceton, zur Verfügung.
Auch für Trockenfilme und Diazofilme gibt es ein gemeinsames Lösungsmittel, nämlich Alkohol. Es steht zu erwarten, daß durch eine Alkohol-Acetonmischung ein Lösungsmittel geschaffen werden kann, daß bei allen drei Filmarten verwen­ det werden kann.
Die Informationsablösung bei Diazofilm und Trockenfilm erfolgt schon bei kleinen Mengen Äthylalkohol. Es ist aber eine drastische Geschwindigkeitssteigerung in Abhängigkeit von der Alkoholmenge festzustellen. Für ein Beseitigen der Infor­ mation innerhalb eines Tages sind mehr als 50% des Alkohols zweckmäßig. Eine drastische Erhöhung der Geschwindigkeit, bei der innerhalb einer Stunde oder sogar in weniger Zeit eine Auflösung eintritt, wird mit mehr als 80% Alkohol er­ reicht. Insbesondere sind 95% empfehlenswert, um zu lange Auflösungszeiten zu vermeiden. Je schneller die geheimzuhaltende Information verschwindet, desto unwahrscheinlicher ist es, daß Unbefugte noch von der Information Kenntnis er­ halten können.
Für die Beseitigung von Silberschichten wurden die Filme bisher in aggressiven Säuren aufgekocht. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird ein Oxida­ tionsmittel benutzt, welches das Silber oxydiert und ablöst. Als Oxydationsmittel kann H2O2 verwendet werden, das besonders wegen seiner Ungefährlichkeit vor­ teilhaft ist. Dieses sollte mit deionisiertem Wasser statt unbehandeltem Wasser vermischt sein, damit eventuell vorhandene unerwünschte Ionen im Wasser nicht die Wirksamkeit des Oxidationsmittels herabsetzen.
Versuche haben gezeigt, daß schon bei einer Konzentration von 4% Oxydations­ mittel eine merklich schnelle Ablösung der Information erfolgt. Zur Geschwindig­ keitssteigerung sind entsprechend höhere Anteile des Oxidationsmittels verwend­ bar. Eine Steigerung der Oxydationsmittelmenge sogar über 30% hinaus wird als zweckmäßig angesehen.
Der Prozeß kann weiter beschleunigt werden, wenn ein Salz hinzugefügt wird. Der negative Säurerest des Salzes kann sich dann mit dem Silber verbinden und so das Silber z. B. durch Ausfällung aus der Lösung beseitigen. Die geringe Was­ serlöslichkeit von Silberchlorid ist bekannt. Deshalb sollte als Salz für die Ausfäl­ lung ein Chlorid verwendet werden. Wegen der Ungefährlichkeit und der leichten Erhältlichkeit wird Kochsalz NaCl bevorzugt.
Da das Salz mit dem Wasserstoffperoxyd zusammenwirkt, sind die günstigsten Verhältnisse aufeinander abzustimmen. Bei 4% H2O2 in deionisiertem Wasser hat sich eine Menge von 2% NaCl als effektiver Reaktionsbeschleuniger erwiesen. Man wird als Salzmenge also ungefähr die Hälfte der Menge des Oxidationsmit­ tels im Lösungsmittel vorsehen.
Besonders gute Ergebnisse wurden mit einer Mischung von 4% H2O2, 2% NaCl und 94% deionisiertem Wasser erzielt. Wie vorstehend erläutert, wird die Ablöse­ geschwindigkeit der Informationsschicht durch mehr Wasserstoffperoxyd erhöht. Die Menge des Salzes sollte dann zur Einstellung von Optimalbedingungen in gleichem Maße erhöht werden.
Erfindungsgemäß wird zur Durchführung des Verfahrens und um das Lösungs­ mittel aufzubewahren, ein Behälter benutzt. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sollte der Behälter durchsichtig sein, damit der Anwender überprüfen kann, wann die Information abgelöst ist, damit der Behälter mit dem Film den Geheimhaltungsbereich verlassen kann.
Für den Transport ist es zweckmäßig, wenn der Behälter fest verschließbar ist. Außerdem sind z. B. Alkoholgerüche in den Firmen und Behörden, bei denen die Entsorgung stattfindet, üblicherweise unerwünscht.
Durch die chemischen Reaktionen können Volumenänderungen auftreten. Um eine Bersten des Behälters zu vermeiden, sollten mindestens Teile des Behälters aus nachgiebigem Material sein, damit diese Volumenänderung aufgefangen werden kann. Besonders vorteilhaft dafür ist es, wenn am Behälter Teile vorge­ sehen sind, die durch eine Formänderung das Innenvolumen verändern können. Derartige Teile können beispielsweise Bälge oder ein hochgezogener Boden­ abschnitt sein.
Es empfiehlt sich, die Behälter einstückig aus einem nachgiebigen Kunststoff zu fertigen. Als Material eignet sich dafür besonders Polyäthylen.
Weitere Vorteile ergeben sich auch aus der Beschreibung von Ausführungs­ beispielen in Verbindung mit der Zeichnung und den Ansprüchen. Die Zeichnung zeigt einen Behälter, der beim erfindungsgemäßen Verfahren Verwendung finden kann.
Die dargestellte Figur zeigt einen Behälter 10 mit einem über das Gewinde 13 aufschraubbaren Deckel 15. Der Behälter 10 ist oben am Rand 14 offen. Der Deckel 15 hat auf seiner Innenseite eine Dichtung, gegen die im zugeschraubten Zustand der obere Behälterrand 14 dicht anliegt.
Bei Lieferung des Behälters enthält dieser ein Lösungsmittel 18. Um Volumen­ expansionen bei chemischen Reaktionen ausgleichen zu können, sind am Behälter 10 Maßnahmen vorgesehen, die eine Volumenänderung kompensieren können. Zu den Maßnahmen im gezeichneten Ausführungsbeispiel gehören einmal ein in Teilbereichen nach oben gewölbter Behälterboden 24 und/oder ein Balg 22 in hal­ ber Höhe des Behälters. Die Zeichnung zeigt weiter einen Mikrofilm 30 nach Ein­ tauchen in das Lösungsmittel 18, nachdem die Information schon abgelöst ist.
Die Flasche ist aus durchsichtigem Polyäthylen hergestellt. Die Durchsichtigkeit erlaubt dem Anwender, das Ablösen der Informationsschicht zu beobachten, da­ mit eine Kontrolle darüber besteht, wann der Ablösevorgang beendigt ist und der Filminhalt an mit der Weiterverarbeitung befaßte Personen abgegeben werden kann.
Für Diazofilm und Vesikularfilm kann als Lösungsmittel in den Behälter Aceton eingefüllt werden. Bei Diazofilm und Trockenfilm hat sich dagegen die Verwen­ dung von Alkoholen als besonders günstig erwiesen.
Das Lösungsmittel für Diazo- und Trockenfilme ist vorzugsweise eine Mischung von Äthylalkohol und Wasser. Es hat sich gezeigt, daß Äthylalkoholanteile von 50% genügen, um eine Ablösung der Information zu gewährleisten. Für ein gewünschtes schnelleres Ablösen ist es zweckmäßig, die Alkoholmenge zu erhöhen. Vorzugsweise wird mit mehr als 80% Alkohol gearbeitet. Für eine sehr schnelle Ablösung der Schicht wird man sogar Anteile über 95% Alkohol wählen.
Es wird vermutet, daß die organischen Lösungsmittel vor allem mit dem Bindemittel reagieren. Deshalb können die angegebenen Zahlen nur Anhalts­ punkte sein, da die bei verschiedenen Filmherstellern unterschiedlichen Binde­ mittel mit unterschiedlicher Reaktionsgeschwindigkeit aufgelöst werden.
Für das Ablösen von Silber hat eine Mischung aus 4% H2O2, 2% NaCl und 94% deionisiertem Wasser gute Erfolge gezeigt. Das Wasserstoffsuperoxyd dient dabei als Oxydationsmittel zum Binden des Silbers. Mit einer Erhöhung der Menge des Oxydationsmittels kann die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht werden.
Das NaCl dient vor allem als Reaktionsbeschleuniger. Es wird angenommen, daß sich in einer Austauschreaktion Silberchlorid bildet, welches im Lösungsmittel ausfüllt. Damit wird das Silber aus der Lösung ausgeschieden und das Lösungs­ mittel steht praktisch unverbraucht für das Ablösen weiterer Silberatome zur Verfügung. Der optimale Salzgehalt hängt von der Menge des Wasserstoffsu­ peroxyds ab. Die Menge des Kochsalzes NaCl sollte ungefähr die halbe Menge des Wasserstoffsuperoxyds sein.
Für das erfindungsgemäße Verfahren werden die Behälter 10 mit dem entsprechenden Lösungsmittel 18 angeliefert. Bei Gebrauch wird der Deckel geöffnet, der zu entsorgende Film eingelegt und der Deckel wieder zugeschraubt. Aufgrund der durchsichtigen Wand kann beobachtet werden, wie die Information auf dem Film verschwindet. Wenn das Ablösen der Information beendet ist, kann der Behälter zur Weiterverwendung, wie z. B. zur Wiederverwertung des Träger­ films, abgegeben werden. Praktischerweise wird man die Behälter mit dem Film an den Vertreiber des Behälters und der Lösungsmittelfüllung zurückgeben, der dann die einzelnen Substanzen, wie Lösungsmittel, Filme, Schichtsubstanzen und Flaschen den einzelnen Entsorgungszweigen bzw. Wiederverwertungen zuführt.
Die Erfindung weist gegenüber dem herkömmlichen Verfahren eine Menge Vorteile auf. Insbesondere ist die Ungefährlichkeit hervorzuheben, die es auch gestattet, den Behälter im Büroraum oder Safe aufzubewahren, bis sichergestellt ist, daß vor der Weitergabe alle Information abgelöst ist. Das Verfahren ist einfach zu handhaben, kostengünstig durchführbar und umweltfreundlich, da keine Schadstoffe durch Verbrennen in die Luft gelangen und die verwendeten Lösungsmittel nicht aggressiv sind.

Claims (25)

1. Verfahren zum Entsorgen von als Informationsträger verwendeten Filmen, dadurch gekennzeichnet, daß zu vernichtende Filme zum Ablösen der Informationsschicht in einen Behäl­ ter mit einem Lösungsmittel gelegt werden und daß der behandelte Film einer Entsorgung oder Wiederverwertung zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete Lösungsmittel für den Menschen ungefährlich ist.
3. Lösungsmittel für Vesikular- und Diazofilme oder Trockenfilme zur Verwendung bei einem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel das Bindemittel zwischen dem Filmträger und der Infor­ mation tragenden Schicht auflöst.
4. Lösungsmittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es ein organisches Lösungsmittel enthält.
5. Lösungsmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es als organisches Lösungsmittel Aceton enthält.
6. Lösungsmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es als organisches Lösungsmittel Alkohol, insbesondere Äthylalkohol, enthält.
7. Lösungsmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß es mehr als 50% Alkohol enthält.
8. Lösungsmittel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß es mehr als 80% Alkohol enthält.
9. Lösungsmittel nach Anspruch 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß es mehr als 95% Alkohol enthält.
10. Lösungsmittel für Silberfilme zur Verwendung bei einem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Oxidationsmittel enthält.
11. Lösungsmittel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxidationsmittel H2O2 ist.
12. Lösungsmittel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß es mehr als 4% Oxidationsmittel enthält.
13. Lösungsmittel nach Anspruch 10-12, dadurch gekennzeichnet, daß es mehr als 30% Oxidationsmittel enthält.
14. Lösungsmittel nach Anspruch 10-13, dadurch gekennzeichnet, daß es auch ein Salz enthält.
15. Lösungsmittel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der negative Säurerest des Salzes mit Silber ein Salz bildet, das aus dem Lösungsmittel ausfüllt.
16. Lösungsmittel nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet< daß der negative Säurerest Chlor enthält.
17. Lösungsmittel nach Anspruch 14-16, dadurch gekennzeichnet, daß das Salz NaCl ist.
18. Lösungsmittel nach Anspruch 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Salz in einer Menge in dem Lösungsmittel vorliegt, welche ungefähr die Hälfte der Menge des Oxidationsmittels ist.
19. Lösungsmittel nach Anspruch 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Salz und das Oxidationsmittel in deionisiertem Wasser gelöst sind.
20. Lösungsmittel nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel 4% H2O2, 2% NaCl und 94% deionisiertes Wasser enthält.
21. Behälter zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 2, zur Aufnahme eines der Lösungsmittel nach Anspruch 3 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (10) durchsichtig ist.
22. Behälter nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (10) dicht verschließbar ist.
23. Behälter nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (10) zumindest teilweise aus einem elastischen Material besteht, so daß aufgrund chemischer Reaktionen auftretende Volumenänderungen aus­ geglichen werden können.
24. Behälter nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß im elastischen Material Teile (22, 24), wie Bälge (22) vorgesehen sind, die ei­ ne Volumenexpansion zulassen.
25. Behälter nach einem der Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (10) aus Polyäthylen besteht.
DE19924222598 1992-07-09 1992-07-09 Vorrichtung und Verfahren zum Entsorgen von Mikrofilmen Withdrawn DE4222598A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19924222598 DE4222598A1 (de) 1992-07-09 1992-07-09 Vorrichtung und Verfahren zum Entsorgen von Mikrofilmen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19924222598 DE4222598A1 (de) 1992-07-09 1992-07-09 Vorrichtung und Verfahren zum Entsorgen von Mikrofilmen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE4222598A1 true DE4222598A1 (de) 1994-01-20

Family

ID=6462862

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19924222598 Withdrawn DE4222598A1 (de) 1992-07-09 1992-07-09 Vorrichtung und Verfahren zum Entsorgen von Mikrofilmen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE4222598A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6688221B1 (en) * 1998-04-30 2004-02-10 Giesecke & Devrient Gmbh Valuable document with a security element
WO2017118975A1 (en) * 2016-01-05 2017-07-13 Yissum Research Development Company Of The Hebrew University Of Jerusalem Ltd. A process for treating plastic waste

Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE582104C (de) * 1929-08-27 1933-08-08 C Schleussner Akt Ges Dr Verfahren zur Wiedergewinnung von Celluloseestern als Loesung aus belichteten oder unbelichteten Filmen
DE888203C (de) * 1942-05-17 1953-08-31 Kurt Dr Bratring Verfahren zur Aufarbeitung von gebrauchten Filmen und Filmabfaellen
DE1023669B (de) * 1955-09-13 1958-01-30 Dr Kurt Bratring Verfahren zur Entfernung aller Schichten von gebrauchten Filmen, insbesondere von Sicherheitsfilmabfall
DE2356393A1 (de) * 1973-11-12 1975-05-15 Horizons Research Inc Verfahren zur wiedergewinnung wertvoller bestandteile von filmen
GB1430713A (en) * 1973-06-28 1976-04-07 Fuji Photo Film Co Ltd Method of cleaning photographic processing devices
DE3617148A1 (de) * 1986-05-22 1987-11-26 Theilemann Horst Recycling-verfahren
DD295029A5 (de) * 1986-04-25 1991-10-17 Filmfabrik Wolfen Ag,De Verfahren zur rueckgewinnung der unterlage von fotografischen filmen

Patent Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE582104C (de) * 1929-08-27 1933-08-08 C Schleussner Akt Ges Dr Verfahren zur Wiedergewinnung von Celluloseestern als Loesung aus belichteten oder unbelichteten Filmen
DE888203C (de) * 1942-05-17 1953-08-31 Kurt Dr Bratring Verfahren zur Aufarbeitung von gebrauchten Filmen und Filmabfaellen
DE1023669B (de) * 1955-09-13 1958-01-30 Dr Kurt Bratring Verfahren zur Entfernung aller Schichten von gebrauchten Filmen, insbesondere von Sicherheitsfilmabfall
GB1430713A (en) * 1973-06-28 1976-04-07 Fuji Photo Film Co Ltd Method of cleaning photographic processing devices
DE2356393A1 (de) * 1973-11-12 1975-05-15 Horizons Research Inc Verfahren zur wiedergewinnung wertvoller bestandteile von filmen
DD295029A5 (de) * 1986-04-25 1991-10-17 Filmfabrik Wolfen Ag,De Verfahren zur rueckgewinnung der unterlage von fotografischen filmen
DE3617148A1 (de) * 1986-05-22 1987-11-26 Theilemann Horst Recycling-verfahren

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Chemical Abstract: Vol.83, Ref.Nr. 1557246,1975 *

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6688221B1 (en) * 1998-04-30 2004-02-10 Giesecke & Devrient Gmbh Valuable document with a security element
US6874414B2 (en) 1998-04-30 2005-04-05 Giesecke & Devrient Gmbh Method and apparatus for screen printing
WO2017118975A1 (en) * 2016-01-05 2017-07-13 Yissum Research Development Company Of The Hebrew University Of Jerusalem Ltd. A process for treating plastic waste
US10961368B2 (en) 2016-01-05 2021-03-30 Yissum Research Development Company Of The Hebrew University Of Jerusalem Ltd. Process for treating plastic waste

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2738812A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum behandeln von waessrigem abfallmaterial
DE69701810T2 (de) Verfahren zum schutz eines sicherheits- oder identifikationsdokument aus papier
DE69702321D1 (de) Verbesserungen in bezug auf sicherheitsdokumente
DE2823300C2 (de) Verfahren zur Herstellung von klebfreien Oberflächen von photopolymeren Reliefdruckformen
DE4031609A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur aufbereitung von fluessigen rueckstaenden aus photographischen prozessen
EP1082728B1 (de) Verfahren zum abbau der radioaktivität eines metallteiles
DE69419058T2 (de) Verfahren zur Dechlorierung von Polyvinylchlorid und Vorrichtung dafür
DE4222598A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Entsorgen von Mikrofilmen
DE69411316T2 (de) Verfahren zur Behandlung von Abwasser aus Photoprozessen mit UV und Wasserstoffperoxid
EP0165269A1 (de) Verfahren zur verwertung von verbrauchten fotografischen filmen und flüssigkeiten
DE4138473A1 (de) Verfahren zum entfaerben von abwasser
DE2723025C3 (de) Verfahren zum Aufbereiten von Borsäure, radioaktives Antimon und weitere radioaktive Nuklide enthaltendem Abwasser
DE69711930T2 (de) Verfahren zur behandlung von gefährlichen abfallstoffen
DE2554256A1 (de) Verfahren zur entsorgung eines kernkraftwerkes
DE3310117A1 (de) Verfahren zur photochemischen entseuchung
DE60001422T2 (de) Beschriftungsverfahren für sicherheitsdokumente
DE707365C (de) Verfahren zum raschen, nachhaltigen Sterilisieren von Fluessigkeiten
DE2120754C2 (de) Verfahren zum Dekontaminieren radioaktiver Wässer mit Schaumbildung verursachenden Störsubstanzen durch Verdampfung
DE2429833A1 (de) Verfahren zur reinigung von photographischen behandlungseinrichtungen
DE4319974A1 (de) Verfahren zur Verringerung der Schadstoffgefährlichkeit von Cr(VI)-kontaminierten festen und flüssigen Abfallstoffen
Berry et al. Decentralization of risk management: the case of drinking water
DE69706115T2 (de) Verfahren zur Behandlung und Rückgewinnung von Materialien aus der Produktion und Entwicklung photographischer Filme und Röntgenfilme
DE2306445A1 (de) Kontinuierliches verfahren zum aetzen von kupfer unter regenerierung der dafuer verwendeten aetzloesung
DE4342828A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Entsorgen von Mikrofilmen
DE3879997T2 (de) Verfahren zur beseitigung von festen abfallstoffen durch aufloesung in saeure und abschliessende abfallverbrennung.

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
8139 Disposal/non-payment of the annual fee