DE4220900A1 - Vorrichtung zur Prüfung von Hohlräumen - Google Patents
Vorrichtung zur Prüfung von HohlräumenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur
Prüfung von Hohlräumen, wie Kanälen, Rohrleitungen, Kaminen
und dgl., die mindestens einen Prüfkopf und eine mit dem
Prüfkopf verbundene Vorschubeinrichtung aufweist, um den
Prüfkopf in den zu inspizierenden Hohlräumen zu verschieben.
Bei Hohlräumen mit engem Querschnitt, wie z. B. Abwasser
kanäle, Trinkwasserleitungen, Pipelines, Kamine und ähn
liches, sind regelmäßige Überprüfungen erforderlich, um
Erosions- und Korrosionsschäden rechtzeitig zu entdecken,
so daß Leckagen aufgrund von Undichtigkeiten bzw. Brüchen
und die damit verbundenen Umweltbeeinträchtigungen bzw.
Fluidverluste rechtzeitig verhindert werden.
Aus dem DE-GM 91 03 870 ist eine Anordnung zum Prüfen von
Rohrleitungen auf Dichtigkeit bekannt, mit einem in der
zu prüfenden Rohrleitung verfahrbaren, fernsteuerbaren
Gerät, das mit wenigstens zwei in einem Abstand voneinander
vorgesehenen Abdichteinrichtungen versehen ist, wobei das
Gerät mit einer an- und abkuppelbaren Abdichteinheit ver
sehen ist, auf der die eine Abdichteinrichtung angebracht
ist, während die andere Abdichteinrichtung mit dem verfahr
baren Gerät fest verbunden ist. Bei dieser bekannten An
ordnung kann das Gerät an einer gewünschten Stelle in der
zu überprüfenden Rohrleitung positioniert werden, wonach
das zweite abkuppelbare Gerät an eine andere Stellung ver
fahren wird, um so den Hohlraum zwischen den beiden Geräten
auf Dichtigkeit zu überprüfen. Das in der Rohrleitung ver
fahrbare Gerät ist dabei ein sogenannter Selbstfahrer,
der mit Rädern versehen ist, die über einen im Gerät einge
bauten Motor antreibbar sind. Der Motor wird dabei ent
weder über ein Kabel oder über Funk gesteuert und rollt
damit auf dem Boden der zu prüfenden Rohrleitung. Ein er
heblicher Nachteil bei dieser bekannten Anordnung ist darin
zu sehen, daß z. B. infolge Schlammablagerungen die Reibung
zwischen den Antriebsrädern des verfahrbaren Gerätes und
der Rohrinnenfläche derart vermindert ist, daß ein Vor
schub des Gerätes mit dem Schleppkabel innerhalb der Rohr
leitung nicht mehr gewährleistet ist. Sofern der Vorschub
dabei durch die Anzahl der Umdrehungen der Antriebsräder
gemessen wird, erhält man eine Verfälschung der Meßergeb
nisse, da ein und derselbe Abschnitt mehrfach auf Dichtig
keit überprüft wird, ohne daß dies in der Auswertezentrale
auffällt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es,
eine technisch einfache, aber sehr
betriebssichere, universell einsetzbare Vorrichtung zur
Prüfung von Hohlräumen zu schaffen, die aufgrund ihrer
hohen Mobilität an vielen Orten einsetzbar ist, die eine
schnelle und kostengünstige Prüfung von Hohlräumen ermög
licht und die sich auch unabhängig von den Reibwerten an
den Innenwänden der zu prüfenden Hohlräume problemlos ver
schieben läßt.
Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs näher genannten
Art, erfolgt die Lösung dieser Aufgabe mit den im kenn
zeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen;
vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich für Hohlräume
unterschiedlichen Durchmessers, die einfach, schnell und
kostengünstig auf eine Länge von mehreren hundert Metern
zu überprüfen sind. Die biegeflexible aber schubsteife
Vorschubeinrichtung in Form z. B. eines armierten Schlauches,
an dessen vorderen Ende der Prüfkopf mit der zugehörigen
Dichtungseinrichtung befestigt ist, wird für den Transport
auf einer Aufwickelhapsel aufgerollt, die z. B. auf der
Ladefläche eines Transportfahrzeuges angeordnet ist. Während
des Einsatzes wird der biegeflexible Schlauch mit Hilfe
eines mechanischen Antriebs über einen Schwenkausleger
und eine an ihm befestigte Umlenkrolle über eine Einführ
einrichtung in den zu inspizierenden Hohlraum z. B. einen
Abwasserkanal, eingeführt. Sofern der Zugangsschacht zu
diesem Abwasserkanal einen erheblich größeren Durchmesser
aufweist als die Vorschubeinrichtung, wird eine oder mehrere
Stützen in diesen Schacht eingebracht, die der axialen
Ausrichtung der Vorschubeinrichtung dient, um so deren
Verformungen aufgrund eines mangelnden seitlichen Haltes
zu verhindern.
Aufgrund der hohen Biegeflexibilität kann die Vorschubein
richtung aus ihrer ursprünglichen Vorschubrichtung bis
zu 90° abgelenkt werden, um so z. B. in den eigentlichen
zu inspizierenden Hohlraum eingeführt zu werden. Dem Prüf
kopf ist dabei vorteilhafterweise ein zweiter Prüfkopf
zugeordnet, der mit einer zweiten Vorschubeinrichtung ver
sehen ist, welche innerhalb der ersten Vorschubeinrichtung
geführt ist und unabhängig vom ersten Prüfkopf bewegt werden
kann. Innerhalb der beiden Vorschubeinrichtungen können
die Energieversorgungs- und Datenleitungen für sämtliche
Meß-, Prüf-, Aufzeichnungs- und Arbeitsgeräte verlaufen.
Erfindungsgemäß kann ferner die Vorschubeinrichtung in
mehrere Teilstücke unterteilt werden, die jeweils über
ein Verbindungselement miteinander verbunden sind, welches
derart ausgestaltet ist, daß es bei Beaufschlagung mit
einer Kraft ein Ringteil in Bewegung setzt, welches sich
zumindest auf einem Teil der Innenwand des zu untersuchenden
Hohlraums abstützt und eine raupenförmige Bewegung dahingehend
erzeugt, daß der Schlauchabschnitt zwischen dem Verbindungs
element und dem Prüfkopf in Vorschubrichtung um eine gewisse
Strecke bewegt wird, wonach die Kraftbeaufschlagung abgebaut
wird bzw. umgekehrt wird, so daß unter Beibehaltung der
Lage des Ringteils der rückwärtige Abschnitt der Vorschubein
richtung nachgezogen wird.
Diese Vielzahl von Verbindungselementen, die in vorgege
benen Abständen entlang der Vorschubeinrichtung vorgesehen
sind, bewirken auch bei sehr glatten Innenwänden, z. B.
von verschlammten oder verölten Rohrleitungen, einen siche
ren Vorschub des Prüfkopfes, aufgrund der großen Gesamt
fläche, mit der die Ringteile der einzelnen Verbindungs
elemente mit der Innenwand in Verbindung stehen sowie der
auf diesen Ringteilen angeordneten, den Reibungswiderstand
in einer Richtung erhöhenden Bauteile.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert, in der vorteilhafte Ausführungsbeispiele dargestellt
sind. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Ansicht einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung während des Einsatzes,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung zweier Prüfköpfe mit
den zugehörigen Vorschubeinrichtungen und
Fig. 3 bis 5 verschiedene Varianten von Verbindungsele
menten für die unterteilten Abschnitte der Vorschub
einrichtung.
In den Fig. 1 und 2 bedeuten 1 ein Fahrzeug, z. B. ein
Kleintransporter, der mit einer Meßkabine 2 versehen ist,
in dem die zugehörige Energieversorgungsanlage sowie die
zentrale Auswerteeinheit für die erfindungsgemäße Vorrich
tung unterbracht sind. Auf der Ladefläche des Fahrzeuges
1 ist ein um eine waagrechte Achse drehbare Aufwickelhaspel
3 vorgesehen, wobei sich an das rückwärtige Ende des Fahr
zeugs ein Schwenkausleger 4 mit einer daran befestigten
Umlenkrolle 5 anschließt. Auf der Aufwickelhaspel 3 ist
eine biegeflexible schubsteife Vorschubeinrichtung 6, z. B.
ein armierter Schlauch, aufgerollt, der zum Einsatz, d. h.
zur Prüfung eines Hohlraums 15 von der Haspel 3 abgespult
und nach geeigneter Verschwenkung des Schwenkauslegers
4 und Richtungsänderung von z. B. 90° durch die Umlenkrolle
5 über eine Einführeinrichtung 14 in einen senkrecht ange
ordneten Hilfsschacht 16 eingeführt wird, der den Zugang
zu dem waagrecht angeordneten Hohlraum 15, z. B. einen
Abwasserkanal ermöglicht. Sofern der Schacht 16 einen erheblich
größeren Durchmesser als die Vorschubeinrichtung 6 aufweist,
ist es vorteilhaft, eine oder mehrere Stützen 17 in den
Schacht einzubringen, um eine Verformung des biegeflexiblen
Schlauches 6 innerhalb des Schachtes 16 zu verhindern.
Wie Fig. 1 erkennen läßt, wird die abgesenkte Vorschubein
richtung 6 samt dem an ihrem vorderen Ende befestigten
Prüfkopf 8 um etwa 90° aufgrund ihrer hohen Biegeflexibilität
abgelenkt und dringt in den Hohlraum 15 ein. Innerhalb
der Vorschubeinrichtung 6 kann eine zweite konzentrische
Vorschubeinrichtung 7 angeordnet sein, die ebenfalls durch
eine (nicht dargestellte) mechanische Antriebseinrichtung
in Längsrichtung verfahrbar ist und an deren vorderen Ende
ein zweiter Prüfkopf 9 angeordnet ist. Auch die zweite
Vorschubeinrichtung 7 kann aus einem biegeflexiblen aber
schubsteifen armierten Schlauch geringeren Durchmessers
als derjenige der Vorschubeinrichtung 6 bestehen.
Die beiden Prüfköpfe 8 und 9 sind nun mit geeigneten Geräten
versehen, wie z. B. Videokamera, Beleuchtungskörper, Dich
tungen, Prüfsensoren für Luftdruck und Lufttemperatur sowie
Arbeitsgeräten, wie z. B. Fräsen und zusätzlich Ventilen
für die Luftführung, wobei innerhalb der beiden Vorschubeinrich
tung 6, 7 die entsprechenden Kabel für die Energieversorgung
der Geräte sowie die Übertragung der von den Geräten abgege
benen Ausgangssignale zur zentralen Auswerteeinheit in
der Meßkabine 2 vorgesehen sein können. Die beiden Vorschubein
richtungen 6, 7 können ferner mit Markierungen für die
Längenmessung versehen sein, mit deren Hilfe die jeweilige
Lage der beiden Prüfköpfe 8 und 9 innerhalb des Hohlraums
15 feststellbar ist.
Im zweiten Prüfkopf 9, der zum ersten Prüfkopf 8 relativ
verschiebbar ist, kann eine Rolle angeordnet, auf welcher
ein elektrisches Kabel aufgespult ist für die Übertragung
des Stromes und der Daten zwischen den beiden Prüfköpfen,
so daß ein Durchziehen dieser elektrischen Leitung durch
die gesamten Vorschubeinrichtungen entfällt. Die Zuleitungen
zur Vorschubeinrichtung 6 vom Fahrzeug 1 aus, können vorteil
hafterweise an der Achse der Aufwickelhaspel 3 über elektri
sche und pneumatische Schleifringübertragungen erfolgen.
Fig. 2 stellt eine vergrößerte Darstellung des Endes der
Vorschubeinrichtung 6 mit den beiden Prüfköpfen 8 und 9
dar. Zur Fortbewegung in dem z. B. zylindrischen Hohlraum
15 können entsprechend angepaßten Kufen 10 oder Räder vorge
sehen sein; mit 11 ist eine in ihrem Durchmesser variable
Dichtung bezeichnet, die über eine nicht dargestellte pneuma
tische, hydraulische oder elektrische Vorrichtung in ihrem
Durchmesser dergestalt veränderbar ist, daß sie an der
Innenwand des Hohlraums 15 anliegen kann. Am Prüfkopf 9
sind entsprechende Kufen 12 oder Räder vorgesehen sowie
eine, ebenfalls in ihrem Durchmesser variable Dichtung
13.
Der als Vorschubeinrichtung dienende armierte Schlauch
6 kann nun beliebig oft und an beliebigen Stellen in Teil
stücke unterteilt sein, die über Verbindungselemente mit
einander verbunden sind, wie sie in den Fig. 3 bis 5 darge
stellt sind. Diese Verbindungselemente, deren Außendurch
messer im wesentlichen demjenigen der Vorschubeinrichtung
6 entspricht, dienen einem verbesserten Vorschub der Prüf
köpfe gemäß dem Prinzip einer sich vorwärts bewegenden
Raupe. Sie weisen vorteilhafterweise ein konzentrisch zum
Schlauch gelagertes in Längsrichtung verschiebbares Ring
teil auf, das mit zwei an den Enden zweier benachbarter
Schlauchteilstücke befestigten Verbindungsflanschen zusammen
wirkt.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel eines
Verbindungselementes ist der aufgeschnittene Schlauch mit
6 bezeichnet, wobei die beiden Enden benachbarter Schlauch
abschnitte jeweils druckdicht mit einem Verbindungsflansch
23, 23′ verbunden sind. Die fest miteinander verbundenen
Verbindungsflansche sind konzentrisch von einem verschieb
bar gelagerten Ringteil 18 in Form einer Schiebemuffe um
geben, dessen Führungsring in einen in die Verbindungs
flansche eingearbeiteten Druckraum 19 eingreift. In diesem
Druckraum ist ferner eine Druckfeder 20 vorgesehen, die
durch Verschiebung der Schiebemuffe 18 in Richtung des
Pfeiles F1 (Arbeitshub) zusammengedrückt wird und sich
bei Verschiebung der Schiebemuffe in Richtung des Pfeiles
F2 (Leerhub), der zugleich der Vorschubrichtung der Prüf
köpfe entspricht, wieder entspannt. Mit 21 ist ein Ventil
block bezeichnet und mit 22 eine Druckluftleitung, mit der
der Raum 19 mit Druckluft beaufschlagt werden kann. Mit
24 ist eine den Reibungswiderstand zwischen der Schiebe
muffe 18 und der Innenwand des Hohlraums 15 erhöhende Vor
richtung, z. B. eine Bürste, eine aufblasbare Gummimanschette,
unter einem Winkel zur Vorschubrichtung angeordnete Wider
haken etc., bezeichnet.
Wird nun über den Ventilblock der Raum 19 mit Druckluft
beaufschlagt, so bewegt sich die Schiebemuffe 18 in Richtung
des Pfeiles F1 (Arbeitshub), wobei die Druckfeder 20 zusammen
gedrückt wird. Nach Überschreiten eines Druckschwellwertes
im Druckraum 19 erfolgt eine Umsteuerung des Ventils im
Ventilblock 21, so daß der Druckraum über den Raum, in
dem die Druckfeder angeordnet ist, entlüftet wird. Die
Druckfeder 20 schiebt dadurch die Schiebemuffe 18 im Leer
hub (F2) zurück in ihre Ausgangsstellung. In Fig. 3 ist
in der oberen Hälfte diese Stellung der Schiebemuffe darge
stellt und in ihrer unteren Hälfte die Stellung der Schiebe
muffe bei zusammengedrückter Druckfeder.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel eines
Verbindungselementes für die beiden Enden eines aufgetrenn
ten Schlauches 6 ist anstelle einer Schiebemuffe ein Kolben
25 vorgesehen, der verschiebbar an den beiden miteinander
fest verbundenen Verbindungsflanschen 23, 23′ gelagert
ist. Auch hier erfolgt eine Druckbeaufschlagung des zwischen
dem Kolbeninnenrandes und konzentrisch zum Mittelteil der
Verbindungsflansche vorgesehenen Druckraumes 19, so daß
sich der Kolben von seiner Ausgangsstellung (obere Hälfte
von Fig. 4) in seine Endstellung (untere Hälfte von Fig.
4) verschiebt, wobei gleichzeitig durch den Druckaufbau
der flexible Faltenbalg 26 sich nach außen wölbt und dadurch
zumindest teilweise an der Innenwand des zu untersuchenden
Hohlraums anliegt. Vorteilhafterweise ist noch die Außen
wandung des Faltenbalges 26 mit einer seine Rauhigkeit
erhöhenden Anordnung 32 versehen, um so den Reibungswider
stand zwischen Balgaußenwandung und Hohlrauminnenwandung
in Vorschubrichtung der Prüfköpfe zu erhöhen. Hierbei wird
also durch Druckaufbau im Druckraum 19 zumindest der zy
lindrische Teil des Faltenbalges 26 aufgeblasen und durch
den ringförmigen Kolben 25 verschoben. Bei Druckabbau ver
schwindet die Wölbung des Faltenbalges und der Schlauch
6 verringert seinen Durchmesser so weit, daß er im Leerhub
durch die sich entspannende Druckfeder 20 verschoben werden
kann.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel eines
Verbindungselementes zwischen den Enden zweier benachbarter
Schlauchteilstücke 6 ist ein elektrischer oder pneumatischer
Motor 30 vorgesehen, der mit zwei Ringteilen 27 und 31
zusammenwirkt, die mit gegenläufig gewundenen schneckenför
migen Außengewinden versehen sind. Bei Betätigung des An
triebsrades 29 durch den Motor 30 erfolgt eine gegenläufige
Relativverdrehung der beiden Teile 27, 31 zueinander und
damit ebenfalls ein Vorschub in der gewünschten Richtung,
wobei zur Erhöhung des Reibungswiderstandes zwischen den
Außenflächen der Teile 27 und 31 und der Innenfläche des
Hohlraums Reibbeläge 28 vorgesehen sein können.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Prüfung von Hohl
räumen ermöglicht auf technisch einfache, aber betriebssichere
Weise eine kostengünstige schnelle Prüfung von sonst nicht
zugänglichen, vor allem unterirdischen Hohlräumen, um so
rechtzeitig Beschädigungen aufspüren zu können und entweder
eine Stillegung des Hohlraums, z. B. einer Trinkwasserleitung,
anzuordnen oder eine Reparatur in Angriff zu nehmen, um
so Umweltgefährdungen auf ein Minimum zu verringern. Auf
grund der raupenförmigen Vorwärtsbewegung der Verbindungs
elemente erfolgt auch dann ein sicherer Vorschub, wenn
die Innenwandung des zu untersuchenden Hohlraum z. B. durch
Schlamm oder Ölablagerungen nur eine geringe Reibung auf
weist.
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Prüfung von Hohlräumen, wie Kanälen,
Rohrleitungen, Kaminen und dgl., die mindestens einen
Prüfkopf und eine mit dem Prüfkopf verbundene Vor
schubeinrichtung aufweist, um den Prüfkopf in den zu
inspizierenden Hohlräumen zu verschieben, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung aus einem
biegeflexiblen aber schubsteifen Hohlkörper besteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlkörper ein armierter Schlauch oder Glieder
hohlkörper ist und daß der Prüfkopf mit einer Videokamera,
einer Beleuchtungsanordnung, Dichtungen, Prüfsensoren
für eine Dichtigkeitsprüfung oder Arbeitsgeräten versehen
ist.
3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich
net, daß jedes Meßgerät im Prüfkopf über eine eigene
Stromversorgungsleitung und eine eigene Datenleitung,
die innerhalb der Vorschubeinrichtungen verlaufen, mit
einer zentralen Stromversorgung und einer Auswerteeinheit
verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß der Hohlkörper als Druckluftzuführungsleitung
zum Prüfkopf dient und der Innendruck eine Stabilisierung
des Hohlkörpers bewirkt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner ein Fahrzeug
aufweist, auf dem die zentrale Stromversorgung, Druckver
sorgung und die Auswerteeinheit angeordnet sind und
das mit einer Aufwickelhaspel für die Vorschubeinrichtung
versehen ist sowie mit einem Schwenkausleger, an dem
eine Umlenkrolle befestigt ist zum punktgenauen Ausfahren
und Abspulen der Vorschubeinrichtungen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung
für den Prüfkopf mit einer Einführeinrichtung versehen
ist, die eine Fixierung der Vorschubeinrichtung am Einlaß
des zu untersuchenden Hohlraums gewährleistet.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung mit min
destens einer Stütze zur seitlichen Abstützung der Vor
schubeinrichtung beim Einfahren in den zu untersuchenden
Hohlraum versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung
mit Markierungen versehen ist, die in einem vorgegebenen
Abstand in Längsrichtung angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch in Teilstücke
unterteilt ist, die über Verbindungselemente miteinander
verbunden sind.
10. Vorschubeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Verbindungselement ein konzentrisch
zum Schlauch gelagertes, in Längsrichtung verschiebbares
Ringteil aufweist, das mit zwei an den Schlauchenden
befestigten Verbindungsflanschen zusammenwirkt.
11. Vorschubeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Ringteil eine Schiebemuffe ist, die
mit einer Druckfeder und einem Ventilblock zusammenwirkt.
12. Vorschubeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Ringteil aus zwei zylindrischen Ab
schnitten mit gegenläufigen Außengewinden besteht,
die über ein Antriebsrad mit einem Motor zusammenwirken,
so daß die Abschnitte gegenläufig drehen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungselement ein Ringkolben ist, der
mit einer Druckfeder und einem aufblasbaren Balg zusammen
wirkt.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19924220900 DE4220900A1 (de) | 1992-06-25 | 1992-06-25 | Vorrichtung zur Prüfung von Hohlräumen |
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