DE4219103A1 - Behälter, z. B. Tube mit einer perforierbaren Membran - Google Patents
Behälter, z. B. Tube mit einer perforierbaren MembranInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Behälter gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1. Derartige Behälter sind in der Form be
kannt, daß mit dem Aufschrauben des Verschlusses auf den
Hals des Behälters, insbesondere einer Tube, das Perfora
tionselement die Membran durchsticht. Hierzu wird verwiesen
auf DE-PS 23 32 155, DE-GM 17 82 307 und den Gegenstand der
nachveröffentlichten deutschen Patentanmeldung 41 00 894.
Gegenüber vorbekannten Ausführungen, bei denen der Verschluß
zwar mit einem Perforationselement in Form eines Dornes
versehen ist, jedoch für das Durchstoßen der Membran in
umständlicher Weise auch nachteiliger Weise gehandhabt
werden muß, werden diese Nachteile bei den Gegenständen der
vorgenannten Schutzrechte bzw. Schutzrechtsanmeldungen zwar
vermieden. Hierbei besteht aber beim Gegenstand von DE-PS 23 32 155
und DE-GM 17 82 307 die Gefahr, daß entweder beim
automatischen Aufbringen des Verschlusses auf den Behälter
oder auch durch eine ungeschickte Handhabung ein nicht
gewolltes Durchstoßen oder Zerschneiden der Membran ge
schieht. Ferner ist dem Gegenstand dieser beiden Literatur
stellen und dem der nachveröffentlichten deutschen Patentan
meldung 41 00 894 der Nachteil zu eigen, daß die Handhabung
relativ umständlich ist, indem der Verschluß sowohl in
Längsrichtung des Behälters gedrückt als auch zugleich
gedreht werden muß.
Die Aufgaben- bzw. Problemstellung der Erfindung liegt
demgegenüber darin, ausgehend von einem Behälter gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1, der also von vornherein eine
feste Verbindung zwischen Verschluß und Behälter vorsieht,
dafür zu sorgen, daß die Handhabung des Verschlusses für das
Durchstoßen oder Auftrennen der Membran wesentlich verein
facht wird.
Die Lösung dieser Aufgaben- bzw. Problemstellung wird zu
nächst, ausgehend vom Oberbegriff des Anspruches 1, in den
Merkmalen des Kennzeichens des Anspruches 1 gesehen. Der
Verschluß ist mittels des Befestigungsteiles ab Fabrik fest
mit dem Hals des Behälters verbunden. Der Durchdrückteil des
Verschlusses muß lediglich aus seiner ab Fabrik eingenom
menen Ausgangsposition, in welcher er von der Stülpmanschet
te gehalten wird, von der Bedienungsperson in Längsrichtung
des Behälters gedrückt oder geschlagen werden, um die Per
foration der Membran dabei zu durchstoßen und in die Endpo
sition zu gelangen. Die Stülpmanschette verbindet den Befe
stigungsteil und den Durchdrückteil des Verschlusses dicht
miteinander in sämtlichen Positionen und zentriert dabei den
Durchdrückteil in Relation zum Befestigungsteil und hiermit
auch zur Längsachse des Behälters, bevorzugt einer Tube. Die
Stülpmanschette hat aufgrund ihrer Elastizität diese Zen
trierfunktion auch in der Phase des Überganges des Durch
drückteiles von der Ausgangsposition in die Endposition.
Aufgrund der dichten Verbindung der Stülpmanschette mit dem
Befestigungsteil und dem Durchdrückteil ist damit in der
Ausgangsposition, in der Übergangsphase und auch in der
Endposition ein vom Hals über den Befestigungsteil und die
Stülpmanschette bis zum Durchdrückteil sich erstreckender
dichtender Abschluß des Raumes oberhalb der Halsmündung des
Behälters geschaffen. Dies bedeutet, daß in der Endposition
des Durchdrückteiles, in der nach erfolgter Perforation der
Membran die Entnahme des im Behälter befindlichen Gutes
erfolgt, das Gut nur durch den Durchtrittskanal des Durch
drückteiles nach außen treten kann.
Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung ist Gegenstand des
Anspruches 3. Diese konische Form der Stülpmanschette sowohl
in der Ausgangsposition als auch in der Endposition des
Durchdrückteiles gibt einerseits eine in beiden vorgenannten
Positionen genügend starke Zentrierung des Durchdrückteils,
die aber andererseits eine solche Elastizität aufweist, daß
sie beim Übergang von der Ausgangsposition in die Endposi
tion sich entsprechend abwölben kann.
Gemäß der weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
nach Anspruch 4 bildet der Befestigungsteil zugleich einen
Anschlag für eine den Durchdrückteil umgebende Abschlußkap
pe.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind den weite
ren Unteransprüchen, sowie der nachfolgenden Beschreibung
und der zugehörigen Zeichnung von erfindungsgemäßen Ausfüh
rungsmöglichkeiten zu entnehmen. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 im Längsschnitt den oberen Teil einer Tube
mit einem Verschluß nach der Erfindung,
wobei sich der Durchdrückteil in der Aus
gangsposition befindet,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung gemäß Fig. 1, wobei
der Durchdrückteil in die Endposition ge
bracht ist.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Behälter in Form einer z. B.
aus Aluminium bestehenden Tube 1 mit einem Hals 2. Der
Verschluß besteht aus einem Durchdrückteil 3 und einem
Befestigungsteil 4, die über eine Stülpmanschette 5 mit
einander verbunden sind. Bevorzugt sind die vorgenannten
Teile 3, 4 und 5 miteinander einstückig aus dem gleichen
Kunststoff hergestellt.
Der Befestigungsteil 4 ist in seinem in Fig. 1, 2 unteren
Bereich mit einer nach innen ragenden umlaufenden Wulst 6
versehen, die durch Aufdrücken oder Aufschlagen des Befesti
gungsteiles in Pfeilrichtung 7 hinter eine nach außen ragen
de Gegenwulst 8 des Halses 2 schnappt. In dieser Lage sind
Hals 2 und Befestigungsteil 4 unlösbar und dicht miteinander
verbunden. Ferner kann zwischen Hals 2 und Befestigungsteil
4 eine Verdrehsicherung 9 vorgesehen sein.
Zumindest der Verschluß besteht aus einem elastisch nachgie
bigen Kunststoff, welcher das Einschnappen der Ringwulst 6
in die dargestellte Lage ermöglicht. Ferner ist durch diese
Eigenschaft des Kunststoffes des Verschlusses der Stülpman
schette 5 eine entsprechende Eigenelastizität und Nachgie
bigkeit gegeben. In der Ausgangsposition gemäß Fig. 1 ver
jüngt sich die Stülpmanschette 5 von ihrer Übergangsstelle
zur Stirnfläche 10 des Befestigungsteiles in Richtung zur
Austrittsöffnung 11 des Durchdrückteiles 3 konisch zusammen
laufend und hält somit den Durchdrückteil 3 in der in Fig. 1
dargestellten Ausgangsposition. Dabei befindet sich das der
Austrittsöffnung 11 des Durchdrückteiles entgegengesetzte,
als Perforationselement ausgebildete Ende 12 des Durchdrück
teiles 3 in einem geringfügigen Abstand über einer aus dem
Werkstoff des Halses 2, z. B. Aluminium, bestehenden Membran
13, die das Behälterinnere nach außen abdichtet. Die Ver
schlußkappe 14 ist mit Hilfe eines Schraubgewindes 24 auf
den Durchdrückteil 3 aufschraubbar. Der Durchdrückteil 3 ist
von einer Verschlußkappe 14 umgeben, welche mit einem Dicht
zapfen 15 die Austrittsöffnung 11 abschließt. Wird nun in
Pfeilrichtung 7 ein Druck oder Schlag auf die Stirnfläche 16
der Verschlußkappe 14 ausgeübt, so drückt die Kappe 14 den
Durchdrückteil 3 in Richtung zum Behälter, wobei die Stülp
manschette 5 als Führung und Zentrierung dient, d. h. dafür
sorgt, daß bei der vorgenannten Bewegung aus der Ausgangspo
sition der Fig. 1 in die Endposition der Fig. 2 der Durch
drückteil 3 im wesentlichen zentrisch zur Längsmittelachse
17 des Behälters verbleibt. Bei dem vorgenannten Übergang
aus der Ausgangsposition in die Endposition kann sich die
Stülpmanschette 5 aufgrund ihrer eigenen Elastizität auswöl
ben, bis sie dann in der Endposition der Fig. 2 eine Form
und Lage aufweist, in der sie sich von der Übergangsstelle
an der o.g. Stirnfläche 10 in Richtung zum Behälter hin
konisch verjüngt. Bei der vorgenannten Bewegung des Durch
drückteiles 3 hat dessen Perforationselement 12 mit seiner
Schneid- oder Stoßkante 18 die Membran 13 durchtrennt (siehe
Fig. 2). Damit besteht eine Verbindung vom Behälterinnern 19
durch einen Kanal 20 im Innern des Durchdrückteiles 3 und
dessen Austrittsöffnung 11 nach außen.
Da der Befestigungsteil 4 mit Dichtsitz am Hals 2 angebracht
ist, und da ferner die Stülpmanschette 5 sowohl mit dem
Durchdrückteil am Manschettenende 5′ (erste Verbindungsstel
le) als mit der Stirnfläche 10 am Manschettenende 5′′ (zweite
Verbindungsstelle) umlaufend fest und zugleich dicht verbun
den ist (wie oben erwähnt, sind die Teile 4, 5, 3 bevorzugt
miteinander einstückig), wird hiermit eine Abdichtung der
Mündung des Halses 2 und des Raumes unterhalb der Manschette
5 nach außen erreicht. Somit kann das im Behälter 1 befind
liche Gut nur durch den Durchtrittskanal 20 und dessen
Austrittsöffnung 11 nach außen gelangen.
Ferner bildet in einer bevorzugten Ausführung der Erfindung
die Stirnfläche 22 des Befestigungsteiles 4 einen Anschlag
für die in Richtung zum Behälter gelegenen Stirnfläche 23
der Abschlußkappe 14, wobei diese Anlage zugleich der Ab
dichtung dienen kann.
Alle dargestellten und erläuterten Merkmale, sowie ihre
Kombinationen untereinander, sind erfindungswesentlich,
soweit sie nicht ausdrücklich als bekannt bezeichnet sind.
Claims (5)
1. Behälter, z. B. Tube, mit einem Hals, der eine perforier
bare Membran aufweist und mit einem Verschluß, der durch
eine feste Verbindung, bevorzugt einer Rast- oder
Schnappverbindung, am Hals angebracht ist, wobei der
Verschluß behälterseitig ein Perforationselement, z. B.
Kegelstumpf, Vorsprung, Dorn oder dergleichen Ansatz,
aufweist, das aus einer im Abstand von der Membran gele
genen Ausgangsposition zur Perforierung der Membran
gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß
aus einem Durchdrückteil (3), einem am Behälterhals (2)
mit Dichtwirkung angebrachten Befestigungsteil (4) sowie
aus einer Stülpmanschette (5) besteht, die am Durch
trittsteil und am Befestigungsteil diese miteinander
verbindend angebracht und elastisch nachgiebbar ist,
wobei die Verbindungsstellen (5′, 5′′) zwischen der Stülp
manschette (5) und dem Durchdrückteil (3) sowie dem
Befestigungsteil (4) des Verschlusses dicht sind, und daß
der Durchdrückteil (3) aus seiner Ausgangsposition in
Behälterlängsrichtung zum Behälter hin in eine Endposi
tion verschiebbar ist, in der sein Perforationselement
(12, 18) durch die Membran (13), diese perforierend,
hindurchragt, womit eine durchgehende Verbindung vom
Behälterinnern (19) über einen Durchtrittskanal (20) des
Durchdrückteiles (3) und dessen Austrittsöffnung (11)
nach außen gegeben ist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stülpmanschette (5), der Befestigungsteil (4) und der
Durchdrückteil (3) in sich einstückig aus einem elasti
schen Kunststoff sind.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
eine Formgebung und Dimensionierung der Stützmanschette
(5) , des Durchdrückteiles (3) und des Befestigungsteiles
(4), daß in der Ausgangsposition sich die Stützmanschette
vom Befestigungsteil (4), bevorzugt von deren dem Behäl
ter abgewandten Stirnfläche (10) her in Richtung zur
Austrittsöffnung (11) des Durchdrückteiles konisch ver
jüngt und mit dem Teil (5′) geringsten Durchmessers
dieser konischen Verjüngung am Durchdrückteil angebracht
ist, während in der Endposition die konische Verjüngung
der Stützmanschette sich vom Befestigungsteil, bevorzugt
deren o.g. Stirnfläche (10) her in Richtung zum Behälter
(1) hin erstreckt.
4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Befestigungsteil (4) mit seiner dem
Behälter (1) abgewandten Stirnfläche (10) einen Anschlag
für die dem Behälter zugewandte Stirnfläche einer mit dem
Durchdrückteil lösbar verbundenen Abschlußkappe (14)
bildet.
5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Ende (5′) geringsten Durchmessers
der konischen Verjüngung der Stülpmanschette (5) an der
Außenwand des Perforationselementes des Durchdrückteiles
(3) angebracht ist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE9218350U DE9218350U1 (de) | 1992-06-11 | 1992-06-11 | Behälter, z.B. Tube mit einer perforierbaren Membran |
| DE19924219103 DE4219103A1 (de) | 1992-06-11 | 1992-06-11 | Behälter, z. B. Tube mit einer perforierbaren Membran |
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| DE19924219103 DE4219103A1 (de) | 1992-06-11 | 1992-06-11 | Behälter, z. B. Tube mit einer perforierbaren Membran |
Publications (1)
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| DE4219103A1 true DE4219103A1 (de) | 1993-12-16 |
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ID=6460785
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4219103A1 (de) |
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- 1992-06-11 DE DE19924219103 patent/DE4219103A1/de not_active Ceased
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