DE4218795A1 - Optisches system mit laserdiode und kollimator - Google Patents
Optisches system mit laserdiode und kollimatorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein optisches System,
bestehend aus einer Laserdiode und einem aus zwei
diffraktiv-optischen Elementen gebildeten,
achromatisierten Kollimator, wobei der
Abstrahlpunkt der Laserdiode auf der Symmetrieachse
des Kollimators angeordnet ist.
Laserdioden strahlen in einem schmalen
Wellenlängenband aus. Dieses Band variiert
produktionsbedingt von Charge zu Charge. Außerdem
hängt die Lage des Bandes bei einer gegebenen Diode
von der jeweiligen Betriebstemperatur ab. Wegen der
großen Farbzerstreuung (Dispersion)
diffraktiv-optischer Elemente muß ein solcher
Kollimator achromatisiert, d. h. gegen begrenzte
Wellenlängenvariationen unempfindlich gemacht
werden.
Ein gattungsgemäßes System ist aus der US-Z.
"Applied Optics", Vol. 28, No. 4, 15. Febr. 1989
(M. Kato, S. Maeda, F. Yamagishi, H. Ikeda und
T. Inagaki: "Wavelength independent grating lens
system") bekannt. Das bekannte System weist zwei
Elemente mit jeweils konzentrischer,
rotationssymmetrischer Linienstruktur auf, wobei
die Rotations- oder Symmetrieachsen dieser Elemente
zusammenfallen und die Symmetrieachse des
Kollimators bilden. Der Abstrahlpunkt der
Laserdiode liegt auf der Symmetrieachse des
Kollimators und die Laserdiode strahlt symmetrisch
zu dieser Symmetrieachse ab. Anders ausgedrückt:
Die optische Achse der Laserdiode und die
Symmetrieachse des Kollimators fallen bei dem
bekannten System zusammen.
Ein Verfahren zur Konstruktion eines aus zwei
diffraktiv-optischen Elementen bestehenden
achromatisierten Kollimators ist in der angegebenen
Literaturstelle "Applied Optics" beschrieben. Die
beiden diffraktiv-optischen Elemente (abgekürzt:
DOE) eines achromatisierten Kollimators weisen
eine radial variierende Ortsfrequenzverteilung auf,
deren Verlauf sich nach der Wellenlänge und der
Geometrie der einzelnen Elemente des optischen
Systems einschließlich des Abbildungspunktes
richtet.
Laserdioden emittieren ein divergentes
Strahlenbündel (im folgenden auch nur kurz als
Bündel bezeichnet), das ein elliptisches
Intensitätsprofil aufweist, wobei die
Halbachsenverhältnisse der Ellipsen im allgemeinen
zwischen 1 : 2 bis 1 : 5 liegen. Aufgrund der
umfassenden Rotationssymmetrie kann die
Elliptizität des einfallenden Bündels mit dem
bekannten System aber nicht verändert werden. Für
viele Anwendungen, insbes. Meßaufgaben ist es aber
notwendig, das elliptische Intensitätsprofil in ein
kreisförmiges Profil zu transformieren, um von der
Ausrichtung der Laserdiode unabhängig zu sein.
Aus dem Aufsatz "Characteristics of efficient laser
diode collimators" von John F. Forkner und
David W. Kuntz, Irvine, California 92 714 (US):
Melles Griot, 1983, ist es zwar bekannt, das
elliptische Intensitätsprofil einer Laserdiode nach
dem Kollimieren des divergenten Bündels mit
Glaslinsen durch zwei geeignete Prismen aus Glas in
einen Strahl mit kreisförmigem Querschnitt zu
transformieren. Diese Lösung ist aber mit einem
erheblichen apparativen Aufwand verbunden und
erfordert zudem auch einen entsprechenden
Einbauraum.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
gattungsgemäßes System dahingehend zu verbessern,
daß aus einem zentralen Teil des von der Laserdiode
ausgesandten Lichtkegels nach dem Kollimieren ein
Bündel mit annähernd kreisförmiger, vom Zentrum zum
Rand hin monoton abfallender Intensität entsteht.
Das Kollimieren des divergenten Lichtkegels kann
dabei das Überführen in ein konvergentes, ein
paralleles oder in ein Bündel mit definierter
Divergenz umfassen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die optische Achse der Laserdiode innerhalb der
gedachten Ebene, die durch die jeweils kleinere
Achse der Intensitätsverteilung des Lichtkegels und
die Symmetrieachse des Kollimators gebildet ist,
derart gegen die Symmetrieachse des Kollimators
geneigt ist, daß der zentrale Teil des Lichtkegels,
auf dessen Mantelfläche die Intensität der Hälfte
der maximalen Intensität entspricht, beim
Auftreffen auf das erste diffraktiv-optische
Element des Kollimators einen endlichen Abstand von
der Symmetrieachse des Kollimators aufweist, und
daß die Ortsfrequenzverteilung des ersten
diffraktiv-optischen Elements derart ist, daß der
von diesem gebeugte, oben angegebene Lichtanteil
beim Auftreffen auf dem zweiten
diffraktiv-optischen Element ebenfalls einen
endlichen Abstand von der Symmetrieachse des
Kollimators aufweist.
Durch das Neigen der optischen Achse der Diode
gegenüber der Symmetrieachse des Kollimators in dem
angegebenen Maße wird die konstruktions- bzw.
systembedingte Unstetigkeit der
Ortsfrequenzverteilung im Zentrum der diffraktiv-
optischen Elemente bei der Transformation bzw.
Kollimierung des wesentlichen, lichtintensiven
Teils des Lichtkegels ausgespart, und es entsteht
so ein kollimierter Strahl mit zum Rand hin monoton
abfallender Intensitätsverteilung.
Um den von der Laserdiode ausgesandten Lichtkegel
beim Kollimieren noch besser ausnutzen zu können,
ist nach einer vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung vorgesehen, die optische Achse der
Laserdiode gegen die Symmetrieachse des Kollimators
sogar so weit zu neigen, daß der zentrale Teil des
ausgesandten Lichtkegels, auf dessen Mantelfläche
die Intensität dem (1/e2)-fachen der maximalen
Intensität entspricht, beim Auftreffen auf dem
ersten diffraktiv-optischen Element einen endlichen
Abstand zur Symmetrieachse des Kollimators
aufweist.
Es ist allgemein üblich, die Kreisgitterstruktur
der diffraktiv-optischen Elemente auf dünnen
Glasscheiben aufzubringen. Bei einer besonders
vorteilhaften Ausbildung des Systems ist jedoch
vorgesehen, den Raum zwischen der
Kreisgitterstruktur der diffraktiv-optischen
Elemente durch einen Körper aus durchsichtigem
Material ganz auszufüllen. Bei dieser
Ausführungsform besteht der Kollimator lediglich
aus einem einzigen, kompakten Bauteil, so daß die
Montage des gesamten Systems wesentlich erleichtert
wird.
Um den Anteil der Lichtreflexe an der ersten
Glasfläche möglichst gering zu halten, ist als
weitere vorteilhafte Ausbildung vorgesehen,
zwischen der Laserdiode und dem ersten
diffraktiv-optischen Element ein Prisma anzuordnen,
dessen eine Fläche sich unmittelbar an dem
diffraktiv-optischen Element befindet und von dem
eine weitere Fläche senkrecht zur optischen Achse
der Diode steht.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein optisches System in einer
Seitenansicht,
Fig. 2 die Laserdiode des Systems mit dem
von ihr ausgesandten Lichtkegel mit
verschiedenen
Lichtintensitätsbereichen in einer
perspektivischen Darstellung,
Fig. 3 einen Blick von der Laserdiode auf
die diffraktiv-optischen Elemente in
Richtung der Symmetrieachse mit
Darstellung der durch die
diffraktiv-optischen Elemente
gehenden Lichtanteile,
Fig. 4 eine Darstellung zur
Veranschaulichung des
Iterationsverfahrens zur
Achromatisierung des Kollimators,
Fig. 5 eine Kennlinie für Strahlen
mit einer ersten Wellenlänge mit den
längenbezogenen Radien der
Durchstoßpunkte auf dem zweiten
diffraktiv-optischen Element in
Abhängigkeit von den
längenbezogenen Radien der
Durchstoßpunkte derselben Strahlen
auf dem ersten diffraktiv-optischen
Element,
Fig. 6 eine Ausführungsform des optischen
Systems mit jeweils in zwei
Glasträgern eingebetteten
diffraktiv-optischen Elementen,
Fig. 7 eine Ausführungsform des optischen
Systems, bei dem der Raum zwischen
den diffraktiv-optischen Elementen
durch einen Glaskörper ausgefüllt
ist,
Fig. 8 eine Ausführungsform des optischen
Systems, bei dem vor dem ersten
diffraktiv-optischen Element ein
Prisma angeordnet ist, und
Fig. 9 eine Darstellung eines Schrittes des
Iterationsverfahrens bei einem
optischen System gemäß Fig. 6.
Das optische System gemäß Fig. 1 weist eine
Laserdiode 10 (im folgenden auch nur kurz als Diode
bezeichnet) und ein erstes und zweites
diffraktiv-optisches Element (abgekürzt: DOE) 11
bzw. 12 auf. Beide diffraktiv-optischen Elemente
11, 12 bilden zusammen einen Kollimator 13.
Die diffraktiv-optischen Elemente 11, 12 weisen
jeweils eine konzentrische Kreisstruktur auf. Der
radiale Abstand der einzelnen Kreise ist nicht
konstant. Die Anzahl der Kreise, die einen
gedachten Radius innerhalb einer Längeneinheit
(z. B. mm) schneiden, wird als Ortsfrequenz F
(z. B. mm-1) bezeichnet. Die Ortsfrequenz bestimmt
das Beugungsverhalten eines Lichtstrahls bestimmter
Wellenlänge durch das betreffende DOE.
Die diffraktiv-optischen Elemente 11, 12 sind
parallel zueinander angeordnet. Die beiden
Mittelachsen dieser Elemente fluchten miteinander
und bilden gemeinsam die Symmetrieachse 15 des
Kollimators 13.
Die Kreisstruktur der diffraktiv-optischen Elemente
11, 12 ist jeweils als Oberflächenrelief auf einem
dünnen planparallelen (in Fig. 1 mit
strichpunktierten Linien angedeuteten) Glasträger
21 bzw. 22 aufgebracht. Die beiden Kreisstrukturen
sind in einem Abstand l1 voneinander angeordnet.
Die Laserdiode 10 sendet einen Lichtkegel 16 mit
einer Nenn-Wellenlänge λ0=675 nm und elliptischer
Intensitätsverteilung aus. In einer vorgebbaren
Entfernung 1 vom Abstrahlpunkt 17 der Laserdiode
10, der gleichzeitig den Ausgangspunkt des
Lichtkegels 16 bildet, liegen alle Strahlen
gleicher Lichtintensität jeweils auf einer
senkrecht zur optischen Achse 18 der Laserdiode 10
ausgerichteten Ellipse.
In Fig. 2 ist für einen (beliebigen) Abstand 1 in
ausgezogenen Linien die Verteilung für die
Lichtintensität I=e-2 I0 und in strichpunktierten
Linien die Lichtintensität I=0,5 I0 dargestellt.
Im vorliegenden Fall weist der von der Laserdiode
10 ausgesandte Lichtkegel 16 für den durch die
Lichtintensität I=0,5 I0 gegebene elliptische
Kegel in der durch die große Halbachse a gegebenen
Ebene einen Abstrahlwinkel αa (auch Öffnungs- oder
Kegelwinkel genannt) von 30° und in der durch die
kleine Halbachse b gegebenen Ebene einen
Abstrahlwinkel αb von 10° auf.
Der Abstrahlpunkt 17 der Laserdiode 10 ist in einem
Abstand l2 von der Kreisgitterstruktur des ersten
DOE 11 auf der Symmetrieachse 15 des Kollimators 13
angeordnet (Fig. 1). Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist l2=l1 gewählt. Die
optische Achse 18 der Laserdiode 10 ist um den
Kippwinkel γ=30° gegen die Symmetrieachse 15
geneigt, und zwar derart, daß der kleine
Durchmesser des Lichtkegels (entsprechend der
kleinen Halbachse b, vgl. Fig. 2), die optische
Achse 18 und die Symmetrieachse 15 gemeinsam eine
(gedachte) Ebene bilden bzw. in dieser liegen. In
Fig. 1 ist die optische Achse 18 in der
Zeichenebene oberhalb der Symmetrieachse 15
dargestellt. Die Ebene, in der die optische Achse
18 liegt, kann aber jede beliebige Lage im Raum
einnehmen, wenn sie nur durch die Symmetrieachse 15
geht. In Fig. 1 ist der Lichtkegel 16 lediglich in
der durch die Intensitätsverteilung I/I0=e-2
definierten Begrenzung dargestellt. In Fig. 3 ist
in der oberen Bildhälfte der Schnitt des
Lichtkegels 16 mit dem DOE 11 dargestellt, und zwar
in ausgezogener Linie bei der Intensitätsverteilung
I/I0=e-2 und in strichpunktierter Linie bei der
Intensitätsverteilung I/I0=0,5. Es ist deutlich
zu erkennen, daß der Lichtkegel 16 bei der
Intensitätsverteilung I/I0=e-2 einen Abstand
R1.28 von der Symmetrieachse 15 aufweist. Die
strichpunktiert angedeutete Intensitätsverteilung
I/I0=0,5 weist einen noch größeren Abstand von
der Symmetrieachse 15 auf.
Mit dem vorliegenden optischen System soll der
divergente Lichtkegel 16 der Laserdiode 10 in ein
in sich paralleles Bündel 19 kollimiert werden, das
gleichzeitig parallel zu der Symmetrieachse 15
ausgerichtet ist. In der unteren Bildhälfte von
Fig. 3 ist der 1/e2-Rand dieses Bündels 19 beim
Durchgang bzw. beim Verlassen des DOE 12
dargestellt.
Zur Ermittlung der hierfür erforderlichen
Verteilung der Ortsfrequenzen F1=F1(R1) und
F2=F2(R2) auf dem ersten bzw. zweiten DOE 11, 12
wird das in der NL-Z. "Optics Communications"
58 (1986) 6, S. 385-388 (Elsevier Science Publishers
B. V., North-Holland Physics Publishing Division.
I. Weingärtner: "Real and achromatic imaging with
two planar holographic elements") beschriebene
Iterationsverfahren herangezogen. Die dem
Iterationsverfahren zugrundegelegten (auch als
Design-Wellenlängen bezeichneten) Wellenlängen λ1
und λ2 liegen mit 670 und 680 nm um jeweils 5 nm
unter bzw. über der Nenn-Wellenlänge λ0.
Als Startstrahl für das in Fig. 4 angedeutete
Iterationsverfahren ist ein für die betrachteten
Intensitätsverteilungen im Lichtkegel 16 nicht mehr
enthaltener gedachter Strahl 23 mit der Wellenlänge
λ1=670 nm gewählt, der auf dem DOE 11 in einem
Abstand R1=0,9 l1 von der Symmetrieachse 15 in
dem (auch als Durchstoßpunkt bezeichneten) Punkt 24
auftrifft. In diesem Punkt 24 wird die Ortsfrequenz
F1=F1(R1=0,9 l1)=0 gesetzt, so daß der Strahl
23 ungebeugt als Strahl 23′ auf dem DOE 12 zu einem
Punkt 25 gelangt, der einen Abstand R2 von der
Symmetrieachse 15 von 1,8 l1 hat. Die ermittelte
Ortsfrequenz F1 gilt wegen der koaxialen
kreisrunden Struktur der diffraktiv-optischen
Elemente für alle Punkte auf dem DOE 11, die von
der Symmetrieachse 15 den gleichen Abstand 0,9 l1
haben.
Im Punkt 25 wird eine Ortsfrequenz
F2=F2(R2=1,8 l1) ermittelt, die den Strahl 23′
in einen parallel zur Symmetrieachse 15
verlaufenden Strahl 23′′ beugt. Durch den
Startstrahl 23, 23′ wird der größte, durch die
Iteration auf dem DOE 12 erreichbare Radius R2
festgelegt.
Im zweiten Iterationsschritt wird ein entgegen dem
Strahl 23′′ im Punkt 25 ankommender Strahl 26′′ mit
der Wellenlänge λ2=680 nm verfolgt. Durch die
Wellenlänge λ2 und die im Punkt 25 bereits
ermittelte Ortsfrequenz F2 ergibt sich für diesen
Strahl der durch die Linie 26′ angedeutete Verlauf.
Der Strahl 26′ trifft im Punkt 27 auf das DOE 11
auf, und hier wird wieder diejenige Ortsfrequenz F1
bestimmt, bei der der Strahl 26′ - in der
Fortsetzung als Strahl 26 - zum Abstrahlpunkt 17
der Laserdiode 10 gebeugt wird.
Beim nächsten Iterationsschritt wird ein vom
Abstrahlpunkt 17 ausgehender Strahl 32 mit der
Wellenlänge λ1 durch den Punkt 27 verfolgt, der bei
der dort bereits ermittelten Ortsfrequenz F1 als
Strahl 32′ einen errechenbaren Weg zum DOE 12
nimmt. Im Durchstoßpunkt des DOE 12 wird wieder
diejenige Ortsfrequenz F2 ermittelt, die einen
parallel zur Symmetrieachse 15 verlaufenden Strahl
ergibt, usw.
Bei weitergeführter Iteration ergibt sich für die
beiden diffraktiv-optischen Elemente 11, 12 eine
Ortsfrequenzverteilung F1=F1(R1) bzw.
F2=F2(R2), die für jede der beiden Wellenlängen
λ1, λ2 einen vom Abstrahlpunkt 17 der Laserdiode
ausgesandten Lichtkegel in ein parallel
ausgerichtetes Lichtbündel überführt.
In Fig. 5 sind alle von dem Abstrahlpunkt 17
ausgehenden Strahlen der Wellenlänge λ1 durch die
durch das DOE 11, 12 parallel zur Symmetrieachse 15
kollimiert werden, als Kennlinie der auf die Länge
l1 bezogenen Radien R2 der Durchstoßpunkte auf dem
DOE 12 in Abhängigkeit von dem auf die Länge l1
bezogenen Radien R1 der Durchstoßpunkte auf dem DOE
11 aufgetragen.
Die Iteration liefert zu jedem Punkt R1 (außer den
Extremalwerten) auf dem DOE 11 zwei mögliche Punkte
R2, zu deren Erreichen je eine
Ortsfrequenzverteilung F1, F1, notwendig ist. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel wird diejenige der
beiden Ortsfrequenzverteilungen, F1, auf dem DOE 11
ausgewählt, die die von der Diode 10 ausgehenden
Strahlen nach der Beugung durch das DOE 11 zum
Schneiden der Symmetrieachse 15 des Kollimators 13
bzw. zum Kreuzen mit ihr bringt, so daß jedem
Durchstoßpunkt eines vom Abstrahlpunkt 17
ausgehenden Strahls auf dem DOE 11 ein - bezogen
auf die Symmetrieachse 15 - diametral
gegenüberliegender Durchstoßpunkt auf dem DOE 12
entspricht.
Der unterste und der oberste Durchstoßpunkt des
Lichtkegels 16 auf dem DOE 11 sind für die
Intensitätsverteilung I/I0=e-2 mit 28 und 29, die
zugehörigen Radien mit R1.28 und R1.29 bezeichnet.
Aus Fig. 5 ist (in Übereinstimmung mit Fig. 1 und
3) ersichtlich, daß sich für den Strahl mit der
Wellenlänge λ1=670 nm durch den Punkt 28 mit dem
(kleineren) bezogenen Radius R1.28/l1 auf dem DOE
12 ein Durchstoßpunkt 30 mit dem (größeren)
bezogenen Radius R2.30/l1 und für den Strahl durch
den Punkt 29 mit dem (größeren) bezogenen Radius
R1.29/l1 auf dem DOE 12 ein Durchstoßpunkt 31 mit
dem (kleineren) bezogenen Radius R2.31/l1 ergibt
und daß die Bereiche der DOE 11, 12 unmittelbar an
der Symmetrieachse 15 (R1=0, R2=0) von der
1/e2-Intensität des Lichtkegels nicht erfaßt
werden.
In Fig. 3 sind noch für zwei weitere, beliebige
Durchstoßpunkte 33, 34 auf dem DOE 11 die
entsprechenden Durchstoßpunkte 35 bzw. 36 auf dem
DOE 12 eingezeichnet, wobei die dazu angezogenen,
mit gestrichelten Linien dargestellten Hilfs- oder
Bezugsebenen jeweils durch die Symmetrieachse 15
gehen. Die für die Ortsfrequenz F1 bzw. F2
maßgeblichen Radien R1 bzw. R2 dieser Punkte
erstrecken sich jeweils in Richtung der
gestrichelten Linien. Insgesamt ergibt sich bei den
genannten Parametern für den kollimierten,
parallelen Strahl 19 ein im wesentlichen
kreisrunder Querschnitt, der lediglich an seinem
der Symmetrieachse 15 nahen Ende zwei "Zipfel"
aufweist, die durch geeignete Maßnahmen,
beispielsweise durch eine Blende hinter dem zweiten
DOE 12 oder eine Begrenzung der Gitterstruktur des
DOE 12, eliminiert werden können. Auch der
kollimierte Strahl 19 weist - wie der Lichtkegel 16
- einen Abstand zur Symmetrieachse 15 auf.
In Abwandlung des beschriebenen
Ausführungsbeispiels ist die Gitter- bzw.
Kreisstruktur der diffraktiv-optischen Elemente 11,
12 des Kollimators 43 gemäß Fig. 6 als
Volumenhologramm jeweils zwischen zwei (mit
strichpunktierten Linien angedeuteten)
planparallelen Glasträgern 41, 41′ bzw. 42, 42′
angeordnet.
Bei dem Ausführungsbeispiel des Kollimators 53
gemäß Fig. 7 ist der gesamte Raum zwischen der
Gitter- bzw. Kreisstruktur der diffraktiv-optischen
Elemente 11, 12 durch einen (mit strichpunktierte
Linien angedeuteten) Körper 51 aus Glas oder einem
anderen geeigneten durchsichtigen Material
vollständig ausgefüllt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 ist das
erste DOE 11 als Volumenhologramm ausgebildet und
zwischen einem der Laserdiode 10 zugewandten
Glasprisma 64 und einem planparallelen Glasträger
61 angeordnet. Das zweite DOE 12 ist ebenfalls als
Volumenhologramm ausgebildet und zwischen zwei
planparallelen Glasträgern 62, 62′ eingebettet.
Das Prisma 64 weist eine dreieckige Form auf, wobei
der untere Winkel ϕ dem Neigungs- oder Kippwinkel γ
der optischen Achse 18 der Diode 10 gegenüber der
Symmetrieachse 15 des Kollimators 63 entspricht.
Das Prisma 64 ist mit seiner größeren
Kathetenfläche 65 unter Aufnahme des ersten DOE 11
fest mit dem Glasträger 61 verbunden, so daß die
Hypotenusenfläche 67 senkrecht zur optischen Achse
18 der Diode 10 ausgerichtet ist. Das Prisma 64
kann selbstverständlich auch mit dem Glaskörper 51
des Kollimators 53 kombiniert werden.
Die Glasträger 21, 22, 41, . ., 51, 61, . . und das
Prisma 64 üben jeweils einen Einfluß auf das
optische Verhalten des Kollimators 13, 43, 53 bzw.
63 aus, d. h. die von der Diode 10 ausgesandten
Strahlen haben je nach der Anordnung der Glasträger
einen unterschiedlichen Verlauf. Zur Verdeutlichung
ist in Fig. 9 der Verlauf je eines Strahls mit der
Wellenlänge λ2 und - entgegengesetzt - mit der
Wellenlänge λ1 durch einen Kollimator 43 gemäß Fig.
6 dargestellt. Die Darstellung ist nicht
maßstäblich.
Ein von der Diode 10 (Abstrahlpunkt 17) ausgehender
Strahl 71 der Wellenlänge λ2, wird
- - beim Auftreffen auf den ersten Glasträger 41′ im Punkt 72 gebrochen,
- - beim Durchgang durch die Kreisgitterstruktur des ersten DOE 11 (Punkt 73) gebeugt,
- - beim Austritt aus dem Glasträger 41 im Punkt 74 und bei Auftreffen auf dem Glasträger 42 im Punkt 75 gebrochen und
- - beim Durchgang durch die Kreisgitterstruktur des zweiten DOE 12 im Punkt 76 parallel zur Symmetrieachse 15 des Kollimators 43 gebeugt.
Dieser Strahl tritt - als Strahl 71′′ senkrecht zur
Oberfläche des Glasträgers 42′ aus, so daß hier
keine Brechung stattfindet. In Fig. 9 ist weiter
ein dem Strahl 71′′ entgegengerichteter Strahl 77′′
der Wellenlänge λ1 eingetragen, dessen zum
Ausgangspunkt 17 gerichteter Verlauf etwas tiefer
liegt.
Zur Vervollkommnung der oben beschriebenen
Berechnung der Ortsfrequenzen F1, F2 werden bei den
einzelnen Iterationsschritten der
Strahlenberechnung das Brechungsverhalten an den
Luft-/Glas- bzw. Glas-/Luft-Flächen und das
modifizierte Beugungsverhalten der in Glas
eingebetteten diffraktiv-optischen Elemente 11, 12
in Abhängigkeit von den Wellenlängen λ1, λ2
berücksichtigt, wie dies z. B. in W. T. Welford:
"Aberrations of Optical Systems", Bristol (GB) und
Philadelphia (US): Adam Hilger, 1989, S. 50-78,
beschrieben ist.
Zur weiteren Vervollkommnung der Berechnung der
Ortsfrequenzen F1, F2 kann auch der Einfluß eines
Deckglases der Laserdiode und des Astigmatismus des
von ihr emittierten Laserlichtes durch Modifizieren
der Gitterstruktur mit einem handelsüblichen
Rechenprogramm, einem sog. Lens-Design-Programm,
kompensiert werden, was zu einer leichten
Abweichung der Gitterstruktur der
diffraktiv-optischen Elemente (DOE) von der
Rotationssymmetrie führt.
Claims (4)
1. Optisches System, bestehend aus einer Laserdiode
und einem aus zwei diffraktiv-optischen Elementen
gebildeten, achromatisierten Kollimator,
wobei der Abstrahlpunkt der Laserdiode auf der
Symmetrieachse des Kollimators angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die optische Achse (18) der Laserdiode (10)
innerhalb der Ebene, die durch die jeweils kleine
Achse (Halbachse a) der Intensitätsverteilung des
Lichtkegels (16) und die Symmetrieachse (15) des
Kollimators (13; 43; 53; 63) gebildet ist, derart
gegen die Symmetrieachse (15) des Kollimators
geneigt ist, daß der zentrale Teil des Lichtkegels
(16), auf dessen Mantelfläche die Intensität (I)
der Hälfte der maximalen Intensität (I0)
entspricht, beim Auftreffen auf das erste
diffraktiv-optische Element (11) des Kollimators
(13; 43; 53; 63) einen endlichen Abstand von der
Symmetrieachse (15) des Kollimators aufweist,
und daß die Ortsfrequenzverteilung (F1) des ersten
diffraktiv-optischen Elements (11) derart ist, daß
der von diesem gebeugte, oben angegebene
Lichtanteil beim Auftreffen auf das zweite
diffraktiv-optische Element (12) ebenfalls einen
endlichen Abstand von der Symmetrieachse (15)
aufweist.
2. Optisches System nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die optische Achse (18) der
Laserdiode (10) gegen die Symmetrieachse (15) des
Kollimators (13; 43; 53; 63) derart geneigt ist,
daß der zentrale Teil des Lichtkegels (16), auf
dessen Mantelfläche die Intensität (I) dem (1/e2)-
fachen der maximalen Intensität (I0) entspricht,
beim Auftreffen auf das erste diffraktiv-optische
Element (11) des Kollimators (13; 43; 53; 63) einen
endlichen Abstand (R1.28) von der Symmetrieachse
(15) des Kollimators aufweist.
3. Optisches System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Raum zwischen den
Kreisgitterstrukturen der diffraktiv-optischen
Elemente (11, 12) durch einen Körper (51) aus
durchsichtigem Material ausgefüllt ist.
4. Optisches System nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Laserdiode
(10) und dem ersten diffraktiv-optischen Element
(11) ein Prisma (64) angeordnet ist, wobei sich
eine Fläche (66) unmittelbar an dem diffraktiv-
optischen Element (11) befindet und eine weitere
Fläche (67) senkrecht zur optischen Achse (18) der
Laserdiode ausgerichtet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924218795 DE4218795A1 (de) | 1992-06-06 | 1992-06-06 | Optisches system mit laserdiode und kollimator |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924218795 DE4218795A1 (de) | 1992-06-06 | 1992-06-06 | Optisches system mit laserdiode und kollimator |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4218795A1 true DE4218795A1 (de) | 1992-10-15 |
Family
ID=6460592
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924218795 Withdrawn DE4218795A1 (de) | 1992-06-06 | 1992-06-06 | Optisches system mit laserdiode und kollimator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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