DE4212492A1 - Klemm- und haftbaustein - Google Patents
Klemm- und haftbausteinInfo
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- Preparing Plates And Mask In Photomechanical Process (AREA)
Description
Die Erfindung befaßt sich mit Klemmbausteinen gemäß dem
Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Als Spielzeug sind schon seit Jahrzehnten Klemmbausteine
auf dem Markt, deren Oberseite Noppen und deren Unterseite
Hohlräume aufweist, in die die Noppen eines anderen Bau
steins eingreifen und festklemmen. Die Bausteine können
beim Aufbau innerhalb eines vorgegebenen Rastermaßes ver
schoben oder um geradzahlige Vielfache von 90° verdreht
gegeneinander aufeinandergesetzt werden. Solche Klemmbau
steine werden als LEGO-System vertrieben und sind als
solche einer breiten Öffentlichkeit bekannt.
Nachteilig bei den bekannten handelsüblichen Klemm
bausteinen ist, daß sie nach einiger Zeit nicht mehr gut
gegeneinander verklemmen. Dies ist schon früher erkannt
worden, und man hat dem abgeholfen, indem man in der
ursprünglich nur rechteckigen Unterseite mit rechteckigem
Hohlraum runde Zwischenglieder eingesetzt hat. Die Zwi
schenglieder werden auch an die Noppen gedrückt und sorgen
so für einen besseren Halt. Trotzdem ist diese Lösung
unbefriedigend, da auch hier durch Abnutzung die
Klemmfähigkeit so stark erniedrigt wird, daß innerhalb des
für Bausteine empfänglichen Alterszeitraums eines Kindes
eine Klemmfähigkeit nur unzureichend gewährleistet ist.
Eine andere Art von Klemmbausteinen ist durch die
Schutzrechtsanmeldungen DE-OS 14 78 461, DE-GM 19 12 847,
DE-GM 18 23 227, DE-GM 18 14 664 und FR 22 69 988 bekannt
geworden. Bei den Bausteinen, die in diesen Anmeldungen
dargestellt sind, ist ein formschlüssiger Eingriff zwischen
den Noppen an der Oberseite und den Wänden der Hohlräume in
der Unterseite vorgesehen. Die Noppen liegen also flächig
an.
Die bekannten handelsüblichen Bausteine haben dagegen
runde Noppen, die an geraden oder umgekehrt gewölbten
Flächen anliegen. Dadurch werden die Noppen - bei ideali
sierter Betrachtungsweise - nur entlang von Linien fest
gehalten. Dagegen ist bei den formschlüssig eingreifenden
Klemmbausteinen ein flächenhaftes Aneinanderliegen vorge
sehen. Bei diesen Bausteinen ist also nicht nur Klemmung,
sondern auch Adhäsion für die gegenseitige Befestigung
zweier Bausteine wesentlich ist. Das hat den Vorteil, daß
man auch andere Kunststoffe mit z. B. geringerer Elas
tizität aussuchen kann, und so flächenhaft anliegende
Klemmbausteine billiger herstellen kann. Obwohl bei flächig
angreifenden Klemmbausteinen die Haftung der wesentliche
Effekt gegenüber der Verklemmung sein kann, soll der
Baustein weiterhin als Klemmbaustein und nicht als Haft
baustein bezeichnet werden.
Wenn beim Aufeinandersetzen eines handelsüblichen
Klemmbausteins beispielsweise ein Staubkorn mit eingeklemmt
wird, so beschädigt dieses beim Auseinandernehmen die Noppe,
die beim nächsten Zusammensetzen nicht mehr genügend greift.
Bei einem flächig angreifenden Klemmbaustein steht auch bei
Auftreten eines Kratzers noch immer genügend Fläche zur
Haftung zur Verfügung, da mehr als ungefähr die Hälfte der
Nockenmantelfläche mechanischen Kontakt hat. Bei Verwendung
flächig angreifender Klemmbausteine im Vergleich zu
handelsüblichen Bauelementen liegen also millimeterbreite
Flächen gegenüber zehntel Millimetern breiten Flächen an.
Flächenhaft angreifende Klemmbausteine bedeuten daher eine
Verbesserung in der Lebensdauer durch Verringerung derar
tiger Effekte von mehr als ein Faktor 10. Man kann also
erwarten, daß bei flächig angreifenden Klemmbausteinen die
Lebensdauer des Spielzeugs größer als mehrere Spielkinder
generationen ist.
Trotz der dargestellten großen Vorteile flächig angrei
fender Klemmbausteine, haben diese sich bisher nicht als
marktfähig erwiesen. Nachteilig bei flächenhaft anliegenden
Klemmbausteinen nach dem Stand der Technik für form
schlüssige Steckverbindung ist nämlich, daß sie in einer
genauen Position aufgesteckt werden müssen. Kleine Winkel
änderungen gegenüber der definierten, zu einer Passung
führenden Aufsetzposition zwischen zwei Bausteinen hindern
das Zusammensetzen. Das kann besonders bei kleinen Kindern
eine Überforderung bedeuten. In ähnlicher Weise wird die
Spielfreude bei kleineren Kindern beeinträchtigt, wenn sehr
viele Bausteine zusammengesteckt werden müssen, ehe das
Bauwerk fertig ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, Klemmbausteine zu schaffen,
die aufgrund von Formschlüssigkeit zwischen Eingriffteilen
zweier Bausteine einen Halt erzeugen, die aber auch klein
sten Kindern ein einfaches Zusammenstecken erlauben.
Die Aufgabe wird durch Klemmbausteinen nach dem Haupt
anspruch gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegen
stand von Unteransprüchen.
Dadurch, daß die Noppen bei erfinderischen Klemmbau
steinen sich nach außen ballig verjüngen, bilden die Noppen
selbst eine Führung. Die ballige Verjüngung führt den auf
die Noppen aufgesteckten Baustein, so daß ein einfaches
Aufstecken auch bei einer großen Winkeldifferenz relativ
zur optimalen Aufsetzposition ermöglicht wird.
Ein ballig verjüngter Teil auf den Noppen vermeidet
Kanten an den Noppen und verringert so vorteilhaft eine
eventuelle Verletzungsgefahr. Außerdem sieht ein balliger
Noppenabschluß besser aus.
Beide, der die Klemmflächen ausbildende Teil und der
sich verjüngende Teil, werden für die Schaffung einer
Ausführungsform zweckmäßigerweise nach ergonomischen Ge
sichtspunkten bemessen. Das bedeutet, daß der sich ver
jüngende Teil ungefähr so hoch ist wie der Noppenteil mit
Anlagenflächen, also die Höhe des sich verjüngenden Teils
ungefähr 50% der Gesamthöhe beträgt.
Es hat sich gezeigt, daß sich die erfinderische Idee,
die ergonomisch günstige Aufsetzbarkeit bei gleichzeitig
guter Haftung noch mit Verhältnissen verwirklichen läßt,
wenn die Höhe des verjüngten Teils zur Gesamtnoppenhöhe
ungefähr 25% beträgt. Es ist also zweckmäßig das Verhältnis
von Höhe des verjüngten Teils zur Gesamtnoppenhöhe zwischen
90% und 25% zu wählen.
Formschlüssigkeit kann dadurch hergestellt werden, daß
die Noppen im wesentlichen eine rechteckige Form haben und
die Unterseite der Bausteine dementsprechend einen recht
eckigen Hohlraum aufweist, wobei dann die Noppen nach
Zusammenstecken zweier Bausteine mit mindestens einer Seite
an der Wand des Hohlraums zum Anliegen kommen. Die Er
findung kann aber noch weiter verbessert werden, indem man
in die Unterseite Stege einführt, an denen auch weitere
Flächen der Noppen anliegen. Dadurch ist ein noch besserer
Halt gewährleistet.
Je dichter Unterteil und Oberteil aneinanderliegen,
desto besser schließen sie auch gegeneinander ab. Das
bedeutet, daß beim Zusammendrücken zweier Bausteine die Luft
im Zwischenraum schlechter entweichen kann und der entste
hende Luftdruck dem Zusammendrücken von Bausteinen ent
gegenwirkt. Deshalb ist es zweckmäßig, Entlüftungsein
richtungen vorzusehen, durch die beim Zusammensetzen Luft
entweichen kann. Dies können entweder Freiräume zwischen
Noppen und der Vertiefung im Unterteil sein; dafür können
aber auch Entlüftungslöcher oder Schlitze vorgesehen werden.
Die Freiräume können z. B. als Abrundungen der Noppenecken
ausgebildet sein.
Die Form der Noppen sollte bei vorteilhaften Aus
gestaltungen der Erfindung eine möglichst große Anlage
fläche mit der Unterseite bilden. Deshalb können auch andere
als einfache rechteckige Formen verwendet werden. Es sind
zum Beispiel auch Rechtecke mit zusätzlichen Einschnitten
oder auch Sternformen als Noppen verwendbar. Statt eckiger
Formen können die Noppenformen auch mit Hilfe von runden
Teilabschnitten ausgestaltet sein. Entsprechend sind auch
Formen möglich, die aus mehreren Teilkreisen zusammen
gesetzt sind.
Zweckmäßigerweise kann man vorsehen, daß bei jeder mögli
chen Zusammensetzungsart die gleiche Symmetrie zwischen den
Noppen und der zugehörigen Vertiefung in der Unterseite
eingestellt wird. Bei Bausteinen, die um Vielfaches von 90°
gegeneinander verdreht aufeinandersetzbar sind, kann auch
eine entsprechende Symmetrie für die Noppen gewählt werden.
Das heißt, bei zwei aufeinander senkrecht stehenden Symme
trieachsen ist auch Spiegelsymmetrie möglich. Außerdem ist
dann zweckmäßigerweise die Noppenform gegenüber 90°
Drehungen invariant.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus der Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Zusam
menhang mit den Ansprüchen und der Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 Oberseite eines erfindungsgemäßen Klemmbau
steines;
Fig. 2 Unterseite eines erfindungsgemäßen Klemmbau
steines;
Fig. 3 Oberseite eines erfindungsgemäßen Klemmbau
steins mit Entlüftungslöchern;
Fig. 4 Unterseite eines erfindungsgemäßen Klemmbau
steines mit Stegen;
Fig. 5 Vorderansicht eines der Bausteine nach Fig. 1
oder Fig. 3;
Fig. 6 a-d: Verschiedene mögliche Noppenformen mit
großer Mantelfläche;
Fig. 7 Wand zusammengesetzt aus erfinderischen
Bausteinen verschiedener Größe mit Aufdruck.
Aus Fig. 1, Fig. 3 und Fig. 5 sind die wesentlichen
Eigenschaften eines erfindungsgemäßen Klemmbausteins
erkennbar. Während aus Fig. 1 und Fig. 3 die Ausführung von
erfinderischen Noppenformen perspektivisch dargestellt sind,
zeigt Fig. 5 eine Vorderansicht, durch die der
erfindungsgemäße ballig verjüngte Teil besser erkennbar
wird. Die Bausteine haben Noppen 12, die mit Seitenflächen
14 nach Zusammensetzen an entsprechende Seitenflächen im
Unterteil anliegen und durch den ausgeübten Druck auf die
Seitenwand haften. Um ein einfaches Zusammensetzen zu
erleichtern, sind die Noppen mit einem balligen verjüngten
Teil 17 abgeschlossen. Beim Aufeinandersetzen zweier Bau
steine führen die balligen verjüngten Teile 17 den aufge
setzten Baustein, so daß die Flächen 14 parallel zu den
Seiten zu liegen kommen, an denen der aufgesetzte Baustein
nach Zusammensetzen haftet. Der aufgesetzte Baustein
rutscht dann automatisch aufgrund der Führung durch die
Teile 17 auf die Noppen 12. Dadurch ist das Aufsetzen auch
kleinsten Kindern ohne Probleme möglich.
Zweckmäßigerweise wird für eine optimale Wirkung die
Höhe des balligen Teils 17 ungefähr der Hälfte der Ge
samthöhe gewählt. Es sind aber auch andere Verhältnisse zur
Verwirklichung der erfinderischen Idee wählbar. Es zeigt
sich, daß die einfache Aufsetzbarkeit auch dann gegeben ist,
wenn das Verhältnis der Höhe des Teils 17 zur Gesamthöhe
der Noppe zwischen 90% und 25% liegt.
Für eine gute Haftung müssen Noppen und die ent
sprechenden Vertiefungen bezüglich der Formschlüssigkeit
der Bausteine optimiert werden. Zur kostengünstigen Her
stellung ist es zweckmäßig, Noppenformen auszuwählen, bei
denen der Materialverbrauch möglichst gering wird. Ent
sprechende Ausführungsbeispiele sind in Fig. 1 bis Fig. 5
gezeigt.
Fig. 1 und Fig. 3 zeigen eine Oberseite 10 eines erfin
dungsgemäßen Bausteins, dessen Unterseite 11 z. B. ent
sprechend Fig. 2 gestaltet sein kann. Die Oberseite weist
Noppen 12 mit Mantelflächen 14 auf. Die Unterseite 11 hat
in diesem Beispiel eine Vertiefung 13. Die hier als innerer
Hohlraum ausgebildete Vertiefung 13 weist Seitenflächen 16
auf. Beim Zusammenstecken liegen die Seitenflächen 16 eines
Bausteins an Mantelflächen 14 von einigen Noppen eines
anderen Bausteins an, wobei die Anzahl der anliegenden
Mantelflächen 14 von der Position abhängt, in der mit
einander verbundenen Steine aufeinandergesetzt sind. Wich
tig ist bei einem erfindungsgemäßen Baustein jedoch, daß
eine möglichst große Teilfläche der Mantelfläche 14 der
Hoppe 12 eines Bausteins an der Innenfläche 16 eines
anderen Bausteins anliegt, damit die Haftkräfte möglichst
groß sind.
Die Anlagefläche ist noch größer, wenn die Unterseite
entsprechend Fig. 4 Stege 20 aufweist, an deren Sei
tenflächen 22 die Noppen 12 ebenfalls mit ihren Mantel
flächen 14 anliegen können. Bei einer derartigen Kon
struktion muß berücksichtigt werden, daß die Noppen 12 in
den Hohlräumen des Unterteils zu dicht abschließen können.
Das bedeutet, daß beim Zusammendrücken zweier Bausteine ein
erhöhter Luftdruck in den Lücken zwischen Noppen und
Unterteil entsteht, der die Bausteine wieder auseinan
derdrückt. Deshalb ist es zweckmäßig, Entlüftungseinrich
tungen vorzusehen, die ein Entweichen der Luft aus dem
Zwischenraum gestatten.
Solche Entlüftungseinrichtungen können als Abrundungen
18 an den Noppenecken ausgeführt sein, wie sie z. B. in der
Oberseite von Fig. 1 zu sehen sind. Eine andere
Ausführungsform wird durch Schlitze oder Luftlöcher in
Noppen 12 oder Seitenteilen 16 verwirklicht. In Fig. 3 ist
eine entsprechende Ausführungsform gezeigt, bei der Luft
löcher 24 in den Noppen 12 vorgesehen sind. Eine Oberseite
10 nach Fig. 3 hat den Vorteil, daß man Spezialbausteine
vorsehen kann, die die Luftlöcher 24 verschließen. Solche
Spezialbausteine können am Abschluß eines Baues aufgesetzt
werden, so daß das Bauwerk durch Verhindern eines Luft
austausches eine größere Festigkeit erhält.
Aber auch ohne Spezialbausteine wird bei genügender
Kleinheit der Luftlöcher 24 ein günstiger Effekt erzielt.
Sind die Löcher nämlich so klein gewählt, daß sie eine Luft
strömung drosseln, werden, wenn mehrere Bausteine über
einandergesteckt sind, durch die Erzeugung eines Unter
drucks beim Auseinandernehmen die unteren Bausteine fester
aufeinanderliegen als die unteren. Das bedeutet eine bes
sere Stabilität von Bauwerken. Das erhöht in vorteilhafter
Weise die Spielfreude bei erfindungsgemäßen Bausteinen
verglichen mit konventionellen Bausteinen.
Nach der vorstehenden Beschreibung von Klemmbausteinen
ist deutlich geworden, daß es für eine gute Haftung darauf
ankommt, daß die Anlagefläche einer Noppe gegenüber der
Unterflächen des daraufsitzenden Bausteins möglichst groß
ist. Im Prinzip kann die Noppenform beliebig gewählt werden,
wenn die Unterseite des Bausteins der Noppenform ent
sprechend angepaßt wird.
Die Formfreiheit ist durch die Bedingung eingeschränkt,
daß die Bausteine um das Vielfache von 90° verdreht auf
einandersetzbar seien sollen. Neben der so geforderten
Drehinvarianz der Form ist es zur Hebung der Asthetik
zweckmäßig, die Noppenform so zu wählen, daß entsprechend
zweier aufeinanderstehender Symmetrieachsen Spiegelsymmetrie
besteht.
In Fig. 6 a-d sind Formen gezeigt, die sowohl invariant
gegenüber Drehungen um 90° als auch spiegelsymmetrisch
gegenüber Spiegelungen an den strichpunktiert eingezeich
neten x-und y-Achsen sind.
Alle in Fig. 6 gezeigten Formen sind als Grundformen für
die Noppen 12 bei erfindungsgemäßen Bausteine verwendbar.
Dabei ist die Grundform der Umrisse der Noppen in Draufsicht
unter Auslassung möglicher Entlüftungseinrichtungen gezeigt.
Die in Fig. 6 gegebenen Formen erzeugen bei gleicher
maximaler Ausdehnung aber größere Mantelflächen 14 als bei
quadratischen Noppen 12 möglich ist, wie sie in Fig. 1 und
3 gezeigt sind, da ihr Umfang größer ist.
Fig. 6a entsteht dadurch, daß bei einem Quadrat
dreieckförmige Einschnitte in den Seiten angebracht sind.
In Fig. 6b sind schwalbenschwanzartige Einschnitte in den
Noppen vorgesehen, wodurch auch eine bessere Stabilität
gegen Verschiebung erreicht wird. In Fig. 6c ist eine
sternförmige Struktur gezeigt. Die Fig. 6d zeigt eine
Noppenform, die nur aus Teilkreisen zusammengesetzt ist.
Die Beispiele zeigen, daß viele verschiedene Noppenfor
men mit unterschiedlichen Halteeigenschaften möglich sind.
Ist aber Materialersparnis ein für die Form ausschlag
gebender Grund, wird man auf eine Ausgestaltung entsprechend
Fig. 1 bis Fig. 4 zurückgehen, da hier der Materialbedarf
innerhalb der Bausteine durch den größeren Hohlraum der
Vertiefung 13 kleiner ist als bei anderen Formen.
Für ein Baukastensystem mit erfindungsgemäßen Klemm
bausteinen können Bausteine verschiedener Länge und Breite
vorgesehen werden. Der größere Halt erfindungsgemäßer Bau
steine gegenüber handelsüblichen Systemen erlaubt aber auch
Bausteine verschiedener Höhe, wie es beispielhaft an einer
Wand in Fig. 7 dargestellt ist.
Auf einer Grundplatte 35 ist eine Mauer mit Grund
bausteinen 31, wie sie vorstehend beschrieben wurden, und
halben Grundbausteinen, den sogenannten Halbbausteinen 30,
aufgebaut. In diesem Baubeispiel ist ein größerer Baustein 33
erkennbar, welcher zwei Schichten von Bausteinen in der
Grundhöhe ersetzt. In gleicher Weise sind vier Schichten
durch einen einzigen Baustein 32 verwirklicht. Beide Bau
steine 32 und 33 weisen ebenso wie die Bausteine 31 und 30
auf der Oberseite Noppen und auf der Unterseite ent
sprechende Vertiefungen auf. Dem Gesamtbauwerk wird Halt
durch eine weitere darüberliegende Schicht von Grund
bausteinen 31 gegeben. Höhe und Breite von solchen höheren
Bausteinen 32 und 33 sind zweckmäßigerweise ganzzahlige
Vielfache der Höhe und Breite des Grundbausteins 31 bzw.
des Halbbausteins 30, da sich dann in einfacher Weise
beliebige ganzzahlige Vielfache der Grundbausteinhöhe mit
dem Bausteinsystem erzielen lassen.
Die Möglichkeit von Klemmbausteinen mit größeren Ab
messungen als die Grundeinheit ist zwar auch bei anderen
Klemmbausteinarten möglich, aber nur empfehlenswert bei
Bausteinen, die mit guten Halt gewährenden Noppen versehen
sind. Bausteine die nur geringeren Halt gäben, wären wegen
des größeren wirksamen Hebelarms nur schlecht gegen angrei
fende Stoßkräfte gesichert. Mit erfindungsgemäßen Bau
steinen läßt sich die Idee höherer Bausteine jedoch ver
wirklichen.
Im Extremfall lassen sich ganze Wände als vergrößerte
Bausteine 32 ausführen. Es ist dann auch zweckmäßig solche
größeren Wandbausteine mit Fenstern und Türen auszustatten,
bzw. ein besonderes äußeres Design vorzusehen, z. B. nach
Art eines Fachwerkhauses oder z. B mit Efeu bedruckt, um
eine Schloß oder eine Burgwand aufzubauen.
In Fig. 7 sind die Bausteine so bedruckt, daß das
Bauwerk den Eindruck einer Wand eines Fachwerkhauses er
weckt. Dazu müssen, wie aus Fig. 7 ersichtlich die Bau
steine mit Balken 40 bedruckt sein und einen Rand 42
erhalten, der die Seitenfläche des Bausteins umgibt und die
halbe Breite eines Balkens 40 hat.
Erfindungsgemäße Klemmbausteine haben unter anderem ge
genüber handelsüblichen Bausteinen den Vorteil, daß sie mit
einer großen Fläche aneinanderhaften. Das heißt, kleine
Beschädigungen der Oberfläche wirken sich nicht so leicht
auf die Klemmfähigkeit aus, was die Lebensdauer erhöht.
Einen ähnlichen vorteilhaften Effekt hat die größere Haft
fläche, da für gleiche Haftkraft erfindungsgemäß eine
kleinere Kraft pro Flächeneinheit vorgesehen werden muß.
Das wirkt sich direkt in einer geringeren Materialermüdung
aus. Man könnte deshalb auch Grundmaterialien geringerer
Qualität verwenden, was die Bausteine verbilligen würde.
Trotz der guten Formschlüssigkeit ist ein leichtes
Aufeinandersetzen der Bausteine möglich, da der ballige
oder elipsoidische Teil 17 dafür sorgt, daß beim Aufsetzen
ein Baustein auf den anderen geführt wird.
Durch die erhöhte, aufgrund der Formschlüssigkeit ge
gebenen Stabilität, ist es auch möglich, ein System von
Bausteinen zu schaffen, bei dem nicht nur Bausteine ver
schiedener Länge und Breite vorgesehen sind, sondern das
auch Bausteine verschiedener Höhe enthält. Die so erzeug
ten größeren Flächen eignen sich besser als handelsüb
liche Bausteine zum Bedrucken, so daß eine reizvollere
Ausgestaltung von Bausteinen für spezielle Bauwerke durch
die Erfindung verwirklicht werden kann.
Claims (17)
1. Klemmbaustein mit einer zum Klemmen eingerichteten
Oberseite (10) und Unterseite (11), bei dem ein oder mehrere
Noppen (12) auf der Oberseite (10) und ein oder mehrere
Vertiefungen (13) an der Unterseite (11) angeordnet sind,
derart, daß die Noppen (12) eines Bausteins in Vertiefungen
(13) eines anderen Bausteins klemmend eingreifen können,
so daß nach Zusammenfügen zweier Bausteine die Mantelfläche
(14) mindestens einer Noppe (12) mit einem wesentlichen
Anteil, insbesondere mit mehr als ungefähr der Hälfte der
Mantelfläche (1.4), flächenhaft an Seitenflächen (16) der
Vertiefungen (13) anliegen
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Oberseite der Hoppen (12) sich ein Teil
(17) befindet, der sich vom Baustein weg in der Höhe verjüngt.
2. Klemmbaustein nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Teil (17) ballig oder elipsoidartig verjüngt ist.
3. Klemmbaustein nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Höhe des Teils (17) ungefähr die Hälfte der Gesamthöhe
einer Noppe ist.
4. Klemmbaustein nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Höhe des Teils (17) kleiner als 90% der Gesamthöhe
der Noppe ist.
5. Klemmbaustein nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Höhe des Teils (17) größer als 25% der Gesamthöhe
der Noppe ist.
6. Klemmbaustein nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterseite Stege (20) aufweist, die nach dem
zusammenfügen ebenfalls an Hoppen (12) mit einer Teilfläche
(22) anliegt, wobei die Teilfläche (22) so groß ist, daß
nach Zusammenfügen fast die gesamte Mantelfläche (14) von
mindestens einer Noppe (12) eines Bausteins von Flächen
(1.6) der Vertiefung (13) und von Stegflächen (14) berührt
werden.
7. Klemmbaustein nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Klemmbaustein Entlüftungseinrichtungen (18,
24) vorgesehen sind.
8. Klemmbaustein nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Entlüftungseinrichtungen (18, 24) sich an den
Noppen (12) befinden.
9. Klemmbaustein nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Entlüftungseinrichtungen (18, 24) Aussparungen
oder Abrundungen (18) vorgesehen sind.
10. Klemmbaustein nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Entlüftungseinrichtung (18, 24) Löcher (24) vor
gesehen sind.
11. Klemmbaustein nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Noppen (12) eine im wesentlichen rechteckige
Grundform aufweisen, die durch die Form von Entlüftungs
einrichtungen modifiziert sein kann.
12. Klemmbaustein nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Noppen (12) eine rechteckige Grundform mit
Einschnitten aufweisen, die auch durch die Form von Entlüf
tungseinrichtungen modifiziert sein kann.
13. Klemmbaustein nach mindestens einem der Ansprüche 1
bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Grundform der Noppen (12) aus Teilkreisen zusam
mensetzbar ist.
14. Klemmbaustein nach mindestens einem der Ansprüche 1
bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Grundform der Noppen (12) gegenüber zwei senkrecht
aufeinanderstehenden Achsen (x, y) spiegelsymmetrisch ist und
gegenüber Drehungen um 90° Rotationssymmetrie aufweist.
15. Klemmbaustein nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Höhe des Bausteins ein ganzzahliges Vielfaches
einer Grundeinheit ist.
16. Klemmbaustein nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bausteine auf den Außenflächen bedruckt sind,
insbesondere mit Efeublättern für eine Burg oder ein Schloß
oder nach Art eines Fachwerks für ein Fachwerkhaus.
17. Klemmbaustein nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß für ein Fachwerkhaus aufgedruckte Balken (40) einer
vorgegebenen Dicke vorgesehen sind, und an den Seiten
flächen ein Rand (42) mit derselben Balkenstruktur vorgesehen
ist, der ungefähr die Hälfte der vorgegebenen Balkendicke
hat.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4212492A DE4212492A1 (de) | 1991-04-15 | 1992-04-14 | Klemm- und haftbaustein |
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Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4112289 | 1991-04-15 | ||
| DE4125736 | 1991-08-02 | ||
| DE4212492A DE4212492A1 (de) | 1991-04-15 | 1992-04-14 | Klemm- und haftbaustein |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4212492A1 true DE4212492A1 (de) | 1992-10-22 |
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ID=27202393
Family Applications (2)
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| DE9218687U Expired - Lifetime DE9218687U1 (de) | 1991-04-15 | 1992-04-14 | Klemm- und Haftbaustein |
| DE4212492A Withdrawn DE4212492A1 (de) | 1991-04-15 | 1992-04-14 | Klemm- und haftbaustein |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9218687U Expired - Lifetime DE9218687U1 (de) | 1991-04-15 | 1992-04-14 | Klemm- und Haftbaustein |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE9218687U1 (de) |
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