DE4212397A1 - Vorrichtung zum dichten Anschrauben eines Rohres - Google Patents
Vorrichtung zum dichten Anschrauben eines RohresInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum dichten
Anschrauben eines Rohres, bestehend aus einem Anschlußkörper,
der mit einer ein Endstück des Rohres aufnehmenden Bohrung
versehen ist. Diese verkleinert sich konisch von einer dem
Rohr zugewandten Stirnseite des Anschlußkörpers aus über ein
Bohrungsteilstück. Die Vorrichtung besteht weiterhin aus
einer auf den Anschlußkörper aufschraubbaren Gewindekappe
nach Art einer Überwurfmutter. Diese ist mit einer Bohrung
versehen, die sich zu der dem Anschlußkörper abgewandten
Stirnseite hin gleichfalls über ein Bohrungsteilstück konisch
verkleinert. Die Vorrichtung besteht schließlich aus einem
zwischen dem Anschlußkörper und der Gewindekappe
einspannbaren Schneidring, der mit mindestens einer in den
Mantel des Rohres ringförmig einpreßbaren Schneidkante
versehen ist.
Bei einer derartigen aus der DE 33 41 726 A1 bekannten
Vorrichtung ist der Schneidring zur Erhöhung seiner axialen
und zur Verringerung seiner radialen Steifigkeit mit
gleichmäßig über seinen Außenumfang verteilt angeordneten
axial ausgerichteten Rippen versehen. Die Rippen enden in
einem Abstand von der kegelstumpfförmigen Stirnseite des
Schneidringes, die eine gegen die Gewindekappe gerichtete
Druckschulter bildet. Deren Außendurchmesser ist zwangsläufig
um die zweifache Rippenhöhe reduziert. Dadurch verbleibt ein
Schulterbereich mit einer relativ kleinen Druckfläche, die
einer entsprechend hohen spezifischen Flächenpressung
ausgesetzt ist. Dies kann dazu führen, daß der schwache
Schulterbereich nicht in der Lage ist, die von der
Gewindekappe gegen Ende des Schraubvorganges auf die
Schneidkanten auszuübende hohe Axialkraft mit möglichst
geringem Verlust zu übertragen, um ein optimales Einschneiden
der Schneidkanten in den Rohrmantel zu garantieren. Auch die
über den Außenumfang des Schneidringes verteilt angeordneten
Rippen sind insgesamt zu biegeempfindlich, um bei axialer
Belastung des Schneidringes dessen Aufbeulen gänzlich
auszuschließen. Durch eine derartige Verformung des
Schneidringes geht ein entsprechender Anteil der Kraft und
des Anzugweges für das Eindringen der Schneidkanten in den
Rohrmantel verloren.
Die Druckfläche des Schulterbereichs ungeachtet der Rippen
des Schneidringes zu vergrößern, würde jedoch zu dem Nachteil
führen, daß der Schneidring seine in diesem Endbereich
angestrebte radiale Verformbarkeit einbüßt und das
betreffende Bundende des Schneidringes das Rohr nicht bzw.
nicht genügend fest einspannt und infolgedessen das Rohr auch
nur unzureichend abgestützt wird. In diesem Fall können
Schwingungen des Rohres, die aus Biege- und
Lastwechselbeanspruchungen herrühren, nicht aufgefangen
werden, sondern übertragen sich bis in den
Schneidkantenbereich. Die Folge sind Rohrbrüche in diesem
Bereich, welche insbesondere bei dünnwandigen Rohren
auftreten, da deren radiales Widerstandsmoment im
eingeschnittenen Bereich besonders gering ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs beschriebenen Art vorzuschlagen, deren
Schneidring sich durch eine hohe axiale Steifigkeit,
insbesondere gegen ein Ausbeulen auszeichnet und folglich
eine voll wirksame Kraftübertragung zum Einschneiden
ermöglicht sowie eine solche Radialsteifigkeit aufweist, die
eine gezielte Durchmesserreduzierung im Bereich der
Druckschulter erlaubt, damit eine sichere Rohrhalterung auch
bei dünnwandigen Rohren gewährleistet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einer Vorrichtung der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art ausgegangen, welche
erfindungsgemäß die in seinem kennzeichnenden Teil
angegebenen Merkmale aufweist.
Durch die erfindungsgemäße Verstärkung des zylindrischen
Mittelbereichs des Schneidringes unter Beibehaltung seiner
Rotationssymmetrie auch in diesem Bereich wird dort eine
plastische Verformung und insbesondere ein Ausbeulen
verhindert, so daß die von der Gewindekappe auf die
Druckschulter des Schneidringes ausgeübte Axialkraft
verlustfrei bis auf die Schneidkanten übertragen werden kann
und damit ein gutes Einschneiden gewährleistet ist.
An den verstärkten zylindrischen Mittelbereich des
Schneidringes schließt sich gemäß einer Ausgestaltung der
Erfindung beidseitig je ein durch eine Verkleinerung des
Außendurchmessers geschwächter zylindrischer Übergangsbereich
an.
Durch diese Ausgestaltung ist der Schneidring an seinen
beiden konisch ausgebildeten Randbereichen mit einer je nach
der gewählten Wandstärke der Übergangsbereiche definierbaren
radialen Elastizität ausgestattet, die einerseits ein gutes
kraft- und formschlüssiges Einschneiden mit den Schneidkanten
in das Rohr und andererseits eine reib- und formschlüssige
Einfassung des Rohres sicherstellt, dem insbesondere bei
dünnwandigen Rohren erhebliche Bedeutung zukommt.
Die axiale Kraftübertragung wie auch die gegen Ende des
Schraubvorganges angestrebte jeweilige radiale Verformung der
Randbereiche des Schneidringes läßt sich nach einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung optimieren, indem der an den die
konische Druckschulter bildenden Randbereich anschließende
Übergangsbereich einen größeren Außendurchmesser aufweist als
der an den die Schneidkanten anschließenden Randbereich
angeschlossene Übergangsbereich.
Um die zum Einschneiden erforderliche radiale Verformbarkeit
des mit den Schneidkanten versehenen Randbereichs nicht im
gleichen Ausmaß auf den sich anschließenden Übergangsbereich
zu erstrecken und dessen Formstabilität soweit erforderlich
beizubehalten, geht dieser nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung mit einem konisch vergrößerten Teilstück
bogenförmig in eine Stirnseite des Mittelbereichs über.
Der an dem die Druckschulter bildende Randbereich
anschließende Übergangsbereich ist vorzugsweise unmittelbar
rechtwinklig an eine Stirnseite des Mittelbereichs
angeschlossen, da dieser Übergangsbereich mit seinem
Außendurchmesser dem Außendurchmesser des Mittelbereichs am
nächsten kommt und deshalb keiner zusätzlichen Verstärkung
bedarf.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung läßt sich dem insgesamt
von derartigen Vorrichtungen geforderten Verhalten Rechnung
tragen, unter Anwendung eines definierten Drehmoments eine
kontrollierte Schneidringmontage bis zur Fertigmontage bzw.
Endmontage zu bewerkstelligen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Vorrichtung abgebrochen dargestellt. Es
zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung in einem
Längsschnitt und
Fig. 2 einen Schneidring in einem gegenüber Fig. 1
größeren Maßstab.
Die Vorrichtung besteht aus einem Anschlußkörper 1, der als
ein beidseitig mit Außengewinde versehenes Kupplungsstück
ausgebildet ist, einer Gewindekappe 2, die als Überwurfmutter
auf einem Endstück des Anschlußkörpers 1 aufschraubbar ist,
und einem Schneidring 3, der mit der Gewindekappe 2 auf ein
Endstück eines in dem Anschlußkörper 1 eingeschobenen
Rohres 4 aufgeschoben und zwischen dem Anschlußstück 1 und
der Gewindekappe 2 verspannbar ist.
Wie der in Fig. 2 gegenüber dem in Fig. 1 in vergrößertem
Maßstab dargestellte Schneidring 3 verdeutlicht, weist dieser
zwei konische Randbereiche 5 und 6 auf.
Der Randbereich 5, dessen Konizität der eines konischen
Bohrungsteilstückes 7 in der Gewindekappe 2 entspricht,
bildet eine Druckschulter, über welche die axiale Spannkraft
von der Gewindekappe 2 aus in den Schneidring 3 eingeleitet
wird.
Der Randbereich 6, dessen Konizität sich mit fortschreitender
Verpressung des Schneidringes 3 der Konizität des
Bohrungsteilstückes 8 in dem Anschlußkörper 1 durch
Kontraktion zunehmend anpaßt, ist auf seiner Innenseite mit
zwei Schneidkanten 9, 10 versehen, die gegen Ende des
Schraubvorganges - wie Fig. 1 zeigt - in das Rohr 4 ringsum
eingedrungen sind.
Ein zylindrischer Mittelbereich 11 des Schneidringes 3 ist
gegenüber den Randbereichen 5, 6 durch eine Vergrößerung
seines Außendurchmessers erheblich verstärkt und widersetzt
sich dadurch insbesondere auch einer radialen Verformung, wie
sie für die Randbereiche 5, 6 erwünscht ist.
Zwischen dem zylindrischen Mittelstück 11 und den beiden
konischen Randbereichen 5, 6 ist jeweils ein Übergangsbereich
13 bzw. 14 vorgesehen.
Der Übergangsbereich 13 zwischen dem konischen Randbereich 5
und dem zylindrischen Mittelbereich 11 ist gleichfalls
zylindrisch, jedoch mit einem kleineren Außendurchmesser als
der Mittelbereich 11 ausgebildet und schließt an diesen so
an, daß der Schneidring 3 dort eine stufenförmige
Durchmesserveränderung erhält.
Der Übergangsbereich 14 zwischen dem konischen Randbereich 6
und dem zylindrischen Mittelbereich 11 ist über eine am
konischen Randbereich 6 anschließende Teillänge zylindrisch
und über eine am Mittelbereich 11 anschließende Teillänge
leicht konisch ausgebildet, wobei der Übergangsbereich 14
über einen Bogen 15 an eine Stirnseite des Mittelstücks 11
angeschlossen ist.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum dichten Anschrauben eines Rohres,
bestehend aus
- - einem Anschlußkörper, der mit einer ein Endstück des Rohres aufnehmenden Bohrung versehen ist, die sich von einer dem Rohr zugewandten Stirnseite des Anschlußkörpers aus über ein Bohrungsteilstück konisch verkleinert,
- - einer auf den Anschlußkörper auf schraubbaren Gewindekappe, welche mit einer Bohrung versehen ist, die sich zu der dem Anschlußkörper abgewandten Stirnseite der Gewindekappe hin gleichfalls über ein Bohrungsteilstück konisch verkleinert,
- - und einem zwischen dem Anschlußkörper und der
Gewindekappe einspannbaren Schneidring mit konisch
ausgebildeten Randbereichen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der insgesamt rotationssymmetrisch ausgebildete Schneidring (3) zwischen dem mindestens eine Schneidkante (9, 10) umschließenden, dem Anschlußkörper (1) zugewandten konischen Randbereich (6) und dem eine Druckschulter bildenden, der Gewindekappe (2) zugewandten konischen Randbereich (5) einen durch eine Vergrößerung seines Außendurchmessers erzeugten verstärkten zylindrischen Mittelbereich (11) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schneidring (3) am verstärkten zylindrischen
Mittelbereich (11) beidseitig je einen durch eine
Verkleinerung des Außendurchmessers geschwächten
zylindrischen Übergangsbereich (13 bzw. 14) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der an dem die konische Druckschulter
bildenden Randbereich (5) anschließenden
Übergangsbereich (13) einen größeren Außendurchmesser
aufweist als der Außendurchmesser des
Übergangsbereichs (14), der an dem die Schneidkanten (9,
10) einschließenden Randbereich (6) anschließt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der an dem die Schneidkanten (9, 10)
einschließende Randbereich (6) anschließende
Übergangsbereich (14) mit einem konisch vergrößerten
Teilstück bogenförmig in eine Stirnseite des
Mittelbereichs (11) übergeht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der an dem die Druckschulter bildenden
Randbereich (5) anschließende Übergangsbereich (13)
unmittelbar rechtwinklig an eine Stirnseite des
Mittelbereichs (11) anschließt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9218739U DE9218739U1 (de) | 1992-04-13 | 1992-04-13 | Vorrichtung zum dichten Anschrauben eines Rohres |
| DE19924212397 DE4212397A1 (de) | 1992-04-13 | 1992-04-13 | Vorrichtung zum dichten Anschrauben eines Rohres |
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| DE19924212397 DE4212397A1 (de) | 1992-04-13 | 1992-04-13 | Vorrichtung zum dichten Anschrauben eines Rohres |
Publications (1)
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|---|---|
| DE4212397A1 true DE4212397A1 (de) | 1993-10-14 |
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ID=6456747
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4212397A1 (de) |
Cited By (1)
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