DE4209923A1 - Flüssige Reinigungsmittel für harte Oberflächen - Google Patents
Flüssige Reinigungsmittel für harte OberflächenInfo
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Description
Moderne Fertigbauweisen, pflegeleichte Küchen-, Badezimmer- und Keller
einrichtungen, kunststoffurnierte Möbel, die zunehmende Ausstattung der
Haushalte mit Tiefkühltruhen, Kühlschränken, Wasch- und Geschirrspülma
schinen, d. h. Geräten mit emaillierten oder kunststoffbeschichteten groß
flächen Metallwänden sorgen weiterhin für die Nachfrage nach flüssigen
Allzweckreinigungsmitteln für die Anwendung im Haushalt. Aber auch in Ge
werbetrieben hält die Bedeutung der Anwendung derartiger Mittel an. Dabei
wird unverändert eine möglichst einfache und problemlose Anwendbarkeit
gefordert. Meist werden die Mittel als vorzugsweise wäßrige Konzentrate in
den Handel gebracht. Sie lassen sich verdünnt oder unverdünnt auf ein
feuchtes saugfähiges Tuch beliebiger Beschaffenheit oder einen Schwamm
aufbringen, mit dem dann die harten Oberflächen aus Metall, lackiertem
Holz, Kunststoff, keramischen Erzeugnissen wie Porzellan, Fliesen, Kacheln
und dergleichen abgewischt und dadurch Staub, Fettschmutz und Flecken ent
fernt werden. Dabei wird gewünscht, daß diese Oberflächenbehandlung keine
Reinigungsmittelflecken und -streifen zurückläßt und keine Nachbehandlung
mit einem mit klarem Wasser getränkten, feuchten Tuch erfordert.
Vom Markt her und aus der Literatur sind bereits zahlreiche derartige Rei
nigungsmittel bekannt, darüber hinaus ist auch aus der Patentliteratur
bekannt, diesen Reinigungsmitteln zur Verstärkung ihrer Reinigungskraft
verschiedene Polymere zuzusetzen.
So sind aus der AT-PS 2 78 216 flüssige Reinigungsmittel bekannt, die was
serlösliche hochmolekulare Substanzen als Schmutzträger enthalten können.
Als Beispiele werden u. a. wasserlösliche Salze der Polyacrylsäure genannt.
In den deutschen Patentanmeldungen 28 40 463 und 28 40 464 wird der Ein
satz hochmolekularer Polyethylenglykole und in der deutschen Patentanmel
dung 29 13 049 der Einsatz von u. a. Polyvinylalkoholen, Polyvinylpyrroli
donen und Polyacrylamiden als Reinigungsverstärkerzusätze beschrieben.
Nach der britischen Patentschrift 10 73 947 verbessern u. a. Polyacrylamide
das Schmutztragevermögen von flüssigen Reinigungsmitteln für harte und
schwer zugängliche Oberflächen.
In der deutschen Patentanmeldung 22 20 540 werden Polymere aus monovinyl
aromatischen Monomeren mit ungesättigten Dicarbonsäuren und in der europä
ischen Patentanmeldung 66 342 dieselbe Verbindungsklasse, jedoch in teil
veresterter Form, zur Verbesserung des visuellen Rückstandbildes der ge
reinigten Oberflächen bzw. zur Vermeidung des Beschlagens von Glas durch
Wasserdampf beschrieben.
Aus der britischen Patentanmeldung 21 04 091 sind flüssige Reinigungsmit
tel bekannt, die zusammen mit üblichen anionischen, nichtionischen, katio
nischen oder amphoteren Tensiden einen Zusatz an einer amphoteren Polymer
verbindung, hergestellt durch Polymerisieren eines kationischen Vinylmono
meren mit einem anionischen Vinylmonomeren, enthalten. Dieser Zusatz, der
gegenüber dem Tensid in untergeordneten Mengenanteilen eingesetzt wird,
soll eine Verbesserung der Waschkraft bewirken.
Aus der DE 37 20 262 sind schließlich flüssige Reinigungsmittel für harte
Oberflächen bekannt, die ein reinigungsverstärkendes Gemisch aus Poly
acrylamiden und hochpolyethoxylierten ein- oder mehrwertigen Alkanolen mit
12 bis 22 Kohlenstoffatomen im Molekül enthalten.
Diese teilweise schon lange bekannten Polymeren haben überwiegend keine
nennenswerte Bedeutung als Zusätze zu den in großen Mengen verwendeten
Haushaltsreinigern erlangt. Einige Nachteile dieser bekannten Polymeren
sind z. B. unzureichende Löslichkeit im Reinigungsmittel, zu starke Ver
dickungswirkung oder Rückstands-, d. h. Schlieren- oder Filmbildung bei der
Anwendung der Mittel, wenn diese die Polymeren in den Mengen enthalten,
die zu einer Reinigungsverstärkung notwendig ist. Aber auch eine aufwen
dige Herstellungsweise oder mangelnde Lagerstabilität schränkten die pro
blemlose Anwendbarkeit der bekannten Polymeren zum Teil ein.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß man zu einer völlig unerwar
teten Steigerung der Reinigungsleistung flüssiger Reinigungsmittel für
harte Oberflächen kommt, wenn man mit den oder anstelle der bekannten Zu
sätze an schmutztragenden Verbindungen wesentlich geringere Mengen an an
ionischen Co-Polymeren aus Ethylacrylat, Methacrylsäure und/oder Acryl
säure zusetzt. Da das hohe Molekulargewicht solcher Co-Polymeren manchmal
schwierig zu bestimmen ist, empfiehlt sich zu deren Charakterisierung die
Angabe ihrer Grenzviskosität (η), bestimmt in Tetrahydrofuran (THF) bei
20°C. Zwischen der Grenzviskosität und dem Molekulargewicht besteht die
Beziehung (η)=k·Mα; k und α sind Konstanten; wenn sie für die jewei
ligen Co-Monomeren der Zusammensetzung bekannt sind, kann das Molekular
gewicht numerisch bestimmt werden (vgl. B. Vollmert Zitat im Versuchs
teil).
Die vorliegende Erfindung betrifft daher ein flüssiges Reinigungsmittel
für harte Oberflächen auf Basis vorzugsweise wäßriger Lösungen mit einem
Gehalt an anionischen und/oder nichtionischen Tensiden, Reinigungsverstär
kern, gegebenenfalls organischen und/oder anorganischen Gerüstsubstanzen,
wasserlöslichen Lösungsmitteln oder Lösungsvermittlern sowie sonstigen
üblichen Bestandteilen derartiger Reinigungsmittel, das dadurch gekenn
zeichnet ist, daß es als Reinigungsverstärker 0,001 bis 2, vorzugsweise
0,005 bis 1,0 Gew.-% Co-Polymere aus a) Estern der Acryl- und/oder Meth
acrylsäure mit 1-8 Kohlenstoffatomen im Alkoholrest und b) Acrylsäure
und/oder Methacrylsäure mit einer Grenzviskosität (η) 100 ml·g--1, be
stimmt in THF bei 20°C enthält. Bei diesen Einsatzmengen, die eine un
erwartete Reinigungsverstärkung bewirken, ist keiner der obengenannten
Nachteile der bekannten Polymeren zu beobachten.
Die genannten anionischen Co-Polymeren werden in bekannter Weise durch
Emulsionspolymerisation hergestellt, wie beispielsweise in US 47 95 772
oder EP 184 785 beschrieben. Besonders geeignet sind Copolymere aus a)
etwa 80 bis 20, vorzugsweise etwa 60 bis 40 Gew.-% Estern der Acryl-und/-
oder Methacrylsäure mit 1 bis 4, insbesondere 1 bis 2 Kohlenstoffatomen im
Alkoholrest und etwa 20 bis 80, vorzugsweise etwa 40 bis 60 Gew.-%, b)
Acryl- und/oder Methacrylsäure mit einer Grenzviskosität (η) 100 ml·g-1,
bestimmt in THF bei 20°C. Sie sind praktisch nicht vernetzt. Insbesondere
kommen Co-Polymerisate aus 55 Gew.-% Ethylacrylat, 35 Gew.-% Methacryl
säure und 10 Gew.-% Acrylsäure und einer Grenzviskosität (η) 200, spe
ziell 400 ml·g-1, bestimmt in THF bei 20°C, in Betracht.
Die Co-Polymerisate können auch noch in untergeordneten Mengen von bis zu
etwa 5 Gew.-% andere radikalisch polymerisierbare Vinylmonomere wie z. B.
Styrol, Vinylacetat, Acrylamid, Methacrylamid oder substituierte Meth
acrylamide oder (Meth)acrylate wie Ethylhexylacrylat enthalten. Die Co-
Polymerisate sind saure Dispersionen und können zweckmäßig in dieser Form
eingesetzt werden. Bei der Einarbeitung in die Reinigungsmittel, die im
allgemeinen einen neutralen bis leicht alkalischen pH-Wert aufweisen,
tritt eine teilweise oder vollständige Neutralisation und Lösung der
Co-Polymeren ein, so daß sie nicht mehr in Dispersionsform vorliegen.
Wegen der geringen Menge an den erfindungsgemäß verwendeten Polymeren be
trägt das Gewichtsverhältnis der Gesamttensidmenge zu dem Polymeren min
destens etwa 10 : 1, insbesondere mindestens etwa 20 : 1.
Co-Polymere aus den auch erfindungsgemäß verwendeten Monomeren sind schon
in der DE 31 29 262 beschrieben. Ihr Säureanteil ist jedoch erheblich ge
ringer und die Co-Polymeren werden dort zum flächigen und langwirksamen
Beschichten von Kunststoffen verwendet.
Ähnliche Co-Polymerisate, die durch mehrwertige Kationen vernetzt wurden,
sind als Beschichtungs- und Konservierungsmittel für Metalloberflächen
verwendet worden (vergleiche US 27 54 280, US 27 95 564, EP 14 035, DE
30 24 727 und DE 34 34 668). Wiederum ähnliche Co-Polymerisate sind als
Verdickungsmittel für wäßrige Flüssigphasen oder als Flockungsmittel be
kannt (DE 38 13 651 und DE 31 30 992). Daraus ließ sich nicht ableiten,
daß die erfindungsgemäß eingesetzten Co-Polymerisate weder verdicken noch
als Flockungsmittel wirken, sondern zur Reinigungsverstärkung beitragen.
Ein weiterer Zusatz an hochpolymeren Polyethylenoxiden mit 600 000
kann vorteilhaft sein.
Es können praktisch in Mengen von etwa 0,05 bis 40, vorzugsweise 5 bis 30
Gew.-% alle üblichen Tenside und Gemische von Tensiden eingesetzt werden,
die im Molekül wenigstens einen hydrophoben organischen Rest und einen
wasserlöslich machenden anionischen, nichtionischen oder kationischen Rest
enthalten. Bei dem hydrophoben Rest handelt es sich meist um einen alipha
tischen Kohlenwasserstoffrest mit 8-26, vorzugsweise 8-22 und insbe
sondere 8-18 C-Atomen oder um einen alkylaromatischen Rest mit 6-18,
vorzugsweise 8-16 aliphatischen C-Atomen. Bei den Tensidgemischen wäre
die bekannte Unverträglichkeit der meisten anionischen und kationischen
Tenside miteinander zu beachten.
Bevorzugt verwendet man in Mengen von etwa 5-30 Gew.-% Tenside aus der
Gruppe der anionischen Tenside, einschließlich der Seifen, und der nicht
ionischen Tenside und deren Gemische. Besonders bevorzugt sind Tensidkom
binationen aus anionischen Tensiden aus der Gruppe der Sulfonat- und Sul
fattenside und den nichtionischen Tensiden vom Typ der ethoxylierten Alka
nole, Alkenole und Alkylphenole. Als weitere Komponente kann eine Seife
enthalten sein.
Als anionische Tenside sind z. B. Seifen aus natürlichen oder syntheti
schen, vorzugsweise gesättigten Fettsäuren, gegebenenfalls auch aus Harz-
oder Naphthensäuren brauchbar. Geeignete synthetische anionische Tenside
sind solche vom Typ der Sulfonate, Sulfate und der synthetischen Carboxy
late.
Als Tenside vom Sulfonattyp kommen Alkylbenzolsulfonate (C9-15-Alkyl),
Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten sowie Disulfonaten, wie man
sie beispielsweise aus Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppel
bindung durch Sulfonieren mit gasförmigem Schwefeltrioxid und anschlie
ßende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsgruppe erhält, in
Betracht. Weiter eignen sich Alkansulfonate, die aus Alkanen durch Sulfo
chlorierung oder Sulfoxydation und anschließende Hydrolyse bzw. Neutrali
sation bzw. durch Bisulfitaddition an Olefine erhältlich sind.
Weitere brauchbare Tenside vom Sulfonattyp sind die Ester von α-Sulfofett
säuren, z. B. die α-Sulfonsäuren aus hydrierten Methyl- oder Ethylestern
der Cocos-, Palmkern- oder Talgfettsäure.
Geeignete Tenside vom Sulfattyp sind die Schwefelsäuremonoester primärer
Alkohole (z. B. aus Cocosfettalkoholen, Talgfettalkoholen oder Oleylalko
hol) und diejenigen sekundärer Alkohole. Weiterhin eignen sich sulfatierte
Fettsäurealkanolamide, Fettsäuremonoglyceride oder Umsetzungsprodukte von
1-4 Mol Ethylenoxid mit primären oder sekundären Fettalkoholen oder Al
kylphenolen. Weitere geeignete an ionische Tenside sind die Fettsäureester
bzw. -amide von Hydroxy- oder Amino-carbonsäuren bzw. -sulfonsäuren, wie
z. B. die Fettsäuresarcoside, -glycolate, -lactate, -tauride oder -isethio
nate.
Die anionischen Tenside können in Form ihrer Alkali- Erdalkali- und Ammo
niumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono- Di- oder
Triethanolamin vorliegen. Die Natriumsalze werden meist aus Kostengründen
bevorzugt.
Als nichtionische Tenside sind Anlagerungsprodukte von 2-40, vorzugs
weise 2-20 Mol Ethylenoxid oder Ethylenoxid und Propylenoxid an 1 Mol
Fettalkohol, Alkandiol, Alkylphenol, Fettsäure, Fettamin, Fettsäureamid
oder Alkansulfonamid verwendbar. Besonders wichtig sind die Anlagerungs
produkte von 3-16 Mol Ethylenoxid oder Ethylen- und Propylenoxid an Co
cos- oder Talgfettalkohole, an Oleylalkohol oder an sekundäre Alkohole mit
8-18 sowie an Mono- oder Dialkylphenole mit 6-14 C-Atomen in den
Alkylresten. Neben diesen wasserlöslichen Nonionics sind aber auch nicht
bzw. nicht vollständig wasserlösliche Polyglycolether mit 1-4 Ethylen
glycoletherresten im Molekül von Interesse, insbesondere, wenn sie zusam
men mit wasserlöslichen nichtionischen oder anionischen Tensiden einge
setzt werden. Auch Alkylglycoside sind eine Klasse erfindungsgemäß ver
wendbarer nichtionischer Tenside.
Weiterhin sind als nichtionische Tenside die wasserlöslichen 20-250
Ethylenglycolethergruppen und 10-100 Propylenglycolethergruppen enthal
tenden Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid an Polypropylenoxid, Alkylen
diaminpolypropylenglycol und Alkylpolypropylenglycole mit 1-10 C-Atomen
in der Alkylkette brauchbar, in denen die Polypropylenglycolkette als hy
drophober Rest fungiert. Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide
sind verwendbar. Typische Vertreter sind beispielsweise die Verbindungen
N-Dodecyl-N,N-dimethylaminoxid, N-Tetradecyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid,
N-Hexadecyl-N,N-bis-(2,3-dihydroxypropyl)-aminoxid.
Für die erfindungsgemäßen flüssigen Reinigungsmittel werden als Gerüst
substanzen bis zu etwa 10, vorzugsweise etwa 1 bis 6 Gew.-% in ihrer Ge
samtheit alkalisch reagierende anorganische oder organische Verbindungen,
insbesondere anorganische oder organische Komplexbildner verwendet, die
bevorzugt in Form ihrer Alkali- oder Aminsalze, insbesondere der Kalium
salze vorliegen. Zu den Gerüstsubstanzen zählen hier auch die Alkalihy
droxide. Als anorganische komplexbildende Gerüstsubstanzen eignen sich
besonders die alkalisch reagierenden Polyphosphate, insbesondere die Tri
polyphosphate sowie die Pyro- und Orthophosphate. Sie können ganz oder
teilweise durch organische Komplexbildner ersetzt werden. Weitere erfin
dungsgemäß brauchbare anorganische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise
Bicarbonate, Carbonate, Borate und Silikate der Alkalien.
Zu den organischen Komplexbildnern vom Typ der Aminopolycarbonsäuren ge
hören unter anderem die Nitrilotriessigsäure, Ethylendiamintetraessigsäu
re, N-Hydroxethyl-ethylen-diamintriessigsäure und Polyalkylen-polyamin-
N-polycarbonsäuren. Als Beispiele für Di- und Polyphosphonsäuren seien
genannt: Methylendiphosphonsäure, 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure, Pro
pan-1,2,3-triphosphonsäure, Butan-1,2,3,4-tetraphosphonsäure, Polyvinyl
phosphonsäure, Mischpolymerisate aus Vinylphosphonsäure und Acrylsäure,
Ethan-1,2-dicarboxy-1,2-diphosphonsäure, Ethan-1,2-dicarboxy-1,2-dihy
droxy-diphosphonsäure, Phosphonobernsteinsäure, 1-Aminoethan-1,1-diphos
phonsäure, Aminotri-(methylenphosphonsäure), Methyl-amino- oder Ethylen
amino-di-(methylenphosphonsäure) sowie Ethylendiamin-tetra-(methylenphos
phonsäure).
In jüngerer Zeit sind in der Literatur verschiedenste, meist N- oder P-
freie Carbon- und Polycarbonsäuren als Gerüstsubstanzen vorgeschlagen
worden, wobei es sich vielfach, wenn auch nicht ausschließlich, um Carb
oxylgruppen enthaltende Polymerisate handelt. Eine große Zahl dieser Car
bon- und Polycarbonsäuren besitzen ein Komplexbildungsvermögen für Cal
cium. Hierzu gehören z. B. Gluconsäure, Citronensäure, Weinsäure, Benzol
hexacarbonsäure, Tetrahydrofurantetracarbonsäure usw.
Da Reinigungsmittel für den Haushalt im allgemeinen fast neutral bis
schwach alkalisch eingestellt sind, d. h. ihre wäßrigen Gebrauchslösungen
bei Anwendungskonzentrationen von 2-20, vorzugsweise von 5-15 g/l Was
ser oder wäßriger Lösung einen pH-Wert im Bereich von 6-11, vorzugsweise
7,0-10,5, besitzen, kann zur Regulierung des pH-Wertes ein Zusatz saurer
oder alkalischer Komponenten erforderlich sein.
Als saure Substanzen eignen sich übliche anorganische oder organische Säu
ren oder saure Salze, wie beispielsweise Salzsäure, Schwefelsäure, Bisul
fate der Alkalien, Amidosulfonsäure, Phosphorsäure oder andere Säuren des
Phosphors, insbesondere die anhydrischen Säuren des Phosphors bzw. deren
saure Salze oder deren sauer reagierende feste Verbindungen mit Harnstoff
oder anderen niederen Carbonsäureamiden, Teilamide der Phosphorsäuren oder
anhydrischen Phosphorsäure, Gluconsäure, Citronensäure, Weinsäure, Milch
säure und dergleichen.
Sofern der Gehalt an alkalischen Gerüstsubstanzen nicht zur Regulierung
des pH-Wertes ausreicht, können auch noch alkalisch wirkende organische
oder anorganische Verbindungen wie Alkanolamine, nämlich Mono-, Di- oder
Triethanolamin oder Ammoniak zugesetzt werden.
Außerdem kann man an sich bekannte Lösungsvermittler einarbeiten, wozu
außer den wasserlöslichen organischen Lösungsmitteln wie insbesondere nie
dermolekularen aliphatischen Alkoholen mit 1-4 Kohlenstoffatomen auch
die sogenannten hydrotropen Stoffe vom Typ der niederen Alkylarylsulfonate
beispielsweise Toluol-, Xylol- oder Cumolsulfonat gehören. Sie können auch
in Form ihrer Natrium- und/oder Kalium- und/oder Alkylaminosalze vorlie
gen. Als Lösungsvermittler sind weiterhin wasserlösliche organische Lö
sungsmittel verwendbar, insbesondere solche mit Siedepunkten oberhalb von
75°C wie beispielsweise die Ether aus gleich- oder verschiedenartigen
mehrwertigen Alkoholen -oder die Teilether aus mehrwertigen Alkoholen.
Hierzu gehören beispielsweise Di- oder Triethylenglycolpolyglycerine sowie
die Teilether aus Ethylenglycol, Propylenglycol, Butylenglycol oder Glyce
rin mit aliphatischen, 1-4 Kohlenstoffatome im Molekül enthaltenden ein
wertigen Alkoholen.
Als wasserlösliche oder mit Wasser emulgierbare organische Lösungsmittel
kommen auch Ketone, wie Aceton, Methylethylketon sowie aliphatische, cy
cloaliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, ferner die Terpenal
kohole in Betracht.
Zur Regulierung der Viskosität empfiehlt sich gegebenenfalls ein Zusatz
von höheren Polyglycolethern mit Molgewichten bis etwa 600 oder Polyglyce
rin. Weiterhin empfiehlt sich zur Regulierung der Viskosität ein Zusatz an
Natriumchlorid und/oder Harnstoff.
Außerdem können die beanspruchten Mittel Zusätze an Farb- und Duftstoffen,
Konservierungsmitteln und gewünschtenfalls auch antimikrobiell wirksamen
Mitteln beliebiger Art enthalten.
Als zu verwendende antimikrobielle Wirkstoffe kommen solche Verbindungen
in Betracht, die in den erfindungsgemäßen flüssigen Mitteln stabil und
wirksam sind.
Brauchbare antimikrobielle Wirkstoffe sind die sowohl durch Brom als auch
durch die Nitrogruppe substituierten niederen Alkohole bzw. Diole mit 3-
5 Kohlenstoffatomen wie z. B. die Verbindungen 2-Brom-2-nitropropandiol-
1,3, 1-Brom-1-nitro-3,3,3-trichlorpropanol, 2,2-Brom-2-nitro-butanol-1.
Ferner eignen sich auch Bis-diguanide wie z. B. das 1,6-Bis-(p-chlorphenyl
diguanido)-hexan in der Form des Hydrochlorids, Acetats oder Gluconats
sowie auch N,N′-disubstituierte 2-Thion-tetrahydro-1,3,5-thiadiazine wie
z. B. das 3,5-Dimethyl-, 3,5-Diallyl-, 3-Benzyl-5,5-methyl- und insbesondere
das 3-Benzyl-5-carboxymethyl-tetrahydro-1,3,5-thiadiazin als zusätzliche
antimikrobielle Wirkstoffe.
Es können auch Formaldehyd-Aminoalkohol-Kondensationsprodukte zum Einsatz
kommen. Die Produkte werden durch Umsetzung einer wäßrigen Lösung von For
maldehyd mit Aminoalkoholen, z. B. 2-Aminoethanol, 1-Amino-2-propanol, 2-
Aminoiso-butanol, 2(2′-Aminoethyl)-aminoethanol hergestellt.
Darüber hinaus kann es für weitere Anwendungsbereiche vorteilhaft sein,
zusätzlich noch weitere antimikrobiell wirksame Substanzen etwa vom Typ
der quaternären Ammoniumverbindungen, beispielsweise ein Benzylalkyldime
thylammoniumchlorid zuzusetzen.
Zum Nachweis der Vorteile der erfindungsgemäßen gegenüber den bekannten
Reinigungsmitteln für harte Oberflächen wurden Vergleiche hinsichtlich
ihres Reinigungsvermögens angestellt.
Zur Prüfung des Reinigungsvermögen diente die unten nach "Seifen-Öle-Fet
te-Wachse", 112, 371, (1986) beschriebene Testmethode, die sehr gut repro
duzierbare Ergebnisse liefert. Danach wurde das zu prüfende Reinigungsmit
tel auf eine künstlich angeschmutzte Kunststoffoberfläche gegeben. Als
künstliche Anschmutzung für die verdünnte Anwendung des Reinigungmittels
wurde ein Gemisch aus Ruß, Maschinenöl, Triglycerid gesättigter Fettsäuren
und niedersiedendem aliphatischen Kohlenwasserstoff verwendet. Bei konzen
trierter Reinigungsmittelanwendung wurde als Testanschmutzung eine Mi
schung aus Vaseline®, Fettsäureglycerinestern und Pigmenten eingesetzt.
Die Testfläche von 26×28 cm wurde mit Hilfe eines Flächenstreichers
gleichmäßig mit 2 g der künstlichen Anschmutzung beschichtet.
Ein Kunststoffschwamm wurde jeweils mit 10 ml der zu prüfenden 0,1 gew.-%
igen Reinigungsmittellösung getränkt und mechanisch auf der ebenfalls mit
10 ml der zu prüfenden Reinigungsmittellösung beschichteten Testfläche
bewegt. Bei 10 gew.-%igen Reinigungsmittellösungen wurde nur die Test
fläche mit 10 ml dieser Reinigungsmittellösung beschichtet. Nach 10 Wisch
bewegungen wurde die gereinigte Testfläche unter fließendes Wasser gehal
ten und der lose sitzende Schmutz entfernt. Die Reinigungswirkung, d. h.,
der Weißgrad der so gereinigten Kunststoffoberfläche wurde mit einem
Farb-Differenz-Meßgerät "Microcolor" (Dr. B. Lange) gemessen. Als Weiß-
Standard diente die saubere weiße Kunststoffoberfläche.
Da bei der Messung der sauberen Oberfläche auf 100% eingestellt und die
angeschmutzte Fläche mit 0 angezeigt wurde, waren die abgelesenen Werte
bei den gereinigten Kunststoff-Flächen mit dem Prozentgehalt Reinigungs
vermögen (% RV) gleichzusetzen. Bei den nachstehenden Versuchen sind die
angegebenen % RV-Werte die nach dieser Methode ermittelten Werte für das
Reinigungsvermögen der untersuchten Reinigungsmittel. Sie stellen jeweils
Mittelwerte aus 3-fachen Bestimmungen dar.
Die Meßwerte wurden in Relation zum Reinigungsergebnis einer als Standard
benutzten Tensidlösung gesetzt:
Als Standard diente eine Lösung aus:
8% C12/14-Fettalkohol umgesetzt mit 6 Mol Ethylenoxid (EO), 2% C12/14- Fettalkoholethersulfat mit 2 EO, 2% Na-Gluconat, 0,5% NaHCO3, 2% Cumol sulfonat, Rest destilliertes Wasser. Bei der verdünnten Anwendung wurden entsprechend 0,1 Gew.-% AS-Tensid und bei der konzentrierten Anwendung 10 Gew.-% AS-Tensid eingesetzt. Es zeigte sich, daß die Reinigungsleistung von tensidhaltigen Reinigerformulierungen durch den Zusatz von geringen Anteilen der erfindungsgemäßen Verbindungen signifikant erhöht werden kann.
8% C12/14-Fettalkohol umgesetzt mit 6 Mol Ethylenoxid (EO), 2% C12/14- Fettalkoholethersulfat mit 2 EO, 2% Na-Gluconat, 0,5% NaHCO3, 2% Cumol sulfonat, Rest destilliertes Wasser. Bei der verdünnten Anwendung wurden entsprechend 0,1 Gew.-% AS-Tensid und bei der konzentrierten Anwendung 10 Gew.-% AS-Tensid eingesetzt. Es zeigte sich, daß die Reinigungsleistung von tensidhaltigen Reinigerformulierungen durch den Zusatz von geringen Anteilen der erfindungsgemäßen Verbindungen signifikant erhöht werden kann.
Bestimmung der Grenzviskosität:
Die Grenzviskosität wird gemäß der in B. Vollmert: "Grundriß der makromo lekularen Chemie", Band III, Seite 55 ff, E. Vollmert Verlag, Karlsruhe 1988 beschriebenen Methode bestimmt. Bei Co-Polymeren, die ionische Grup pen enthalten, nimmt die spezifische Viskosität bei hohen Konzentrationen proportional mit der Konzentration zu, während bei niedrigen Konzentrati onen die Viskosität mit steigender Konzentration abnehmen kann. Die Grenz viskositäten dieser Co-Polymeren werden mit Hilfe von Diagrammen, in denen auf der Abzisse die Konzentration und auf der Ordinate die spezifische Viskosität aufgetragen ist, durch Extrapolation des bei hohen Konzentra tionen linear ansteigenden Teils auf die Konzentration 0 ermittelt.
Die Grenzviskosität wird gemäß der in B. Vollmert: "Grundriß der makromo lekularen Chemie", Band III, Seite 55 ff, E. Vollmert Verlag, Karlsruhe 1988 beschriebenen Methode bestimmt. Bei Co-Polymeren, die ionische Grup pen enthalten, nimmt die spezifische Viskosität bei hohen Konzentrationen proportional mit der Konzentration zu, während bei niedrigen Konzentrati onen die Viskosität mit steigender Konzentration abnehmen kann. Die Grenz viskositäten dieser Co-Polymeren werden mit Hilfe von Diagrammen, in denen auf der Abzisse die Konzentration und auf der Ordinate die spezifische Viskosität aufgetragen ist, durch Extrapolation des bei hohen Konzentra tionen linear ansteigenden Teils auf die Konzentration 0 ermittelt.
In einem 1 l Dreihalskolben mit Rührer, Rückflußkühler, Innenthermometer,
Stickstoffeinleitung und Tropftrichter wurden
55 g Ethylacrylat
35 g Methacrylsäure
10 g Acrylsäure
8,3 g C14-Fettalkohol × 10 EO-Sulfat, Na-Salz, 30% in H2O
8,3 g Nonylphenol × 9,5 EO-Sulfosuccinat, Na-Salz, 30% in H2O
0,1 g t-Butylhydroperoxid
378 g destilliertes Wasser
gegeben. Unter Rühren wurde das Gemisch durch Evakuieren und Belüften mit Stickstoff von Sauerstoff befreit. Das Gemisch wurde auf 25°C erwärmt. Bei dieser Temperatur wurden 130 mg Na-Formaldehydsulfoxylat, gelöst in 3 ml H2O, durch den Tropftrichter zugegeben. Die Polymerisation setzte spontan ein. Dabei stieg die Temperatur auf 55°C an. Man erhielt eine koagulatfreie, feinteilige Emulsion mit 20 Gew.-% Polymergehalt. Das Co- Polymer hat eine Grenzviskosität (η) von 455 ml·g-1, bestimmt in THF bei 20°C.
55 g Ethylacrylat
35 g Methacrylsäure
10 g Acrylsäure
8,3 g C14-Fettalkohol × 10 EO-Sulfat, Na-Salz, 30% in H2O
8,3 g Nonylphenol × 9,5 EO-Sulfosuccinat, Na-Salz, 30% in H2O
0,1 g t-Butylhydroperoxid
378 g destilliertes Wasser
gegeben. Unter Rühren wurde das Gemisch durch Evakuieren und Belüften mit Stickstoff von Sauerstoff befreit. Das Gemisch wurde auf 25°C erwärmt. Bei dieser Temperatur wurden 130 mg Na-Formaldehydsulfoxylat, gelöst in 3 ml H2O, durch den Tropftrichter zugegeben. Die Polymerisation setzte spontan ein. Dabei stieg die Temperatur auf 55°C an. Man erhielt eine koagulatfreie, feinteilige Emulsion mit 20 Gew.-% Polymergehalt. Das Co- Polymer hat eine Grenzviskosität (η) von 455 ml·g-1, bestimmt in THF bei 20°C.
Verfahren wie Beispiel A, anstelle des Nonylphenol-Sulfosuccinats wurde
jedoch 8,3 g eines C10-Fettalkohols × 6 EO-Sulfosuccinats eingesetzt.
Grenzviskosität (η) in THF bei 20°C: 525 ml·g-1.
Verfahren wie Beispiel A, anstelle von Ethylacrylat wurden 55 g
Ethylmethacrylat eingesetzt. Grenzviskosität (η) in THF bei 20°C: 460
ml·g-1.
Verfahren wie Beispiel A, als Monomere wurden
60 g Ethylacrylat
40 g Methacrylsäure
eingesetzt. Grenzviskosität (η) in THF bei 20°C: 235 ml·g-1.
60 g Ethylacrylat
40 g Methacrylsäure
eingesetzt. Grenzviskosität (η) in THF bei 20°C: 235 ml·g-1.
Mit den vorstehend genannten erfindungsgemäßen Co-Polymeren als Reini
gungsverstärker wurden Haushaltsreinigerrahmenrezepturen, die auch für die
Anwendung als Sprühreiniger geeignet sind, sowohl in der verdünnten als
auch konzentrierten Anwendung geprüft.
Der pH-Wert der Formulierungen war je nach Bedarf entweder mit Natronlauge
oder mit Citronensäure auf 7,0 eingestellt worden.
Die Mengenangaben beziehen sich auf Gew.-% des reinen Wirkstoffs.
Die in der Tabelle verwendeten Abkürzungen haben folgende Bedeutung:
ABS: C10/13-Alkylbenzolsulfonat, Na-Salz
Niotensid: Umsetzungsprodukt von C12/14-Alkylepoxid + Ethylenglycol + 10 mol EO
FAS: C12/14-Fettalkoholsulfat, Na-Salz
FAEOS: C12/14-Fettalkoholethersulfat mit ca. 2 EO, Na-Salz
rel. RV (verd.): Reinigungsvermögen bei verdünnter Anwendung
rel. RV (konz.): Reinigungsvermögen bei konzentrierter Anwendung. Die Ergebnisse zeigen, daß die Reinigungsleistung durch Zusatz von rin gen Mengen des erfindungsgemäßen Co-Polymerisats verstärkt werden kann.
ABS: C10/13-Alkylbenzolsulfonat, Na-Salz
Niotensid: Umsetzungsprodukt von C12/14-Alkylepoxid + Ethylenglycol + 10 mol EO
FAS: C12/14-Fettalkoholsulfat, Na-Salz
FAEOS: C12/14-Fettalkoholethersulfat mit ca. 2 EO, Na-Salz
rel. RV (verd.): Reinigungsvermögen bei verdünnter Anwendung
rel. RV (konz.): Reinigungsvermögen bei konzentrierter Anwendung. Die Ergebnisse zeigen, daß die Reinigungsleistung durch Zusatz von rin gen Mengen des erfindungsgemäßen Co-Polymerisats verstärkt werden kann.
Die Mengenangaben beziehen sich auf Gew. -% des reinen Wirkstoffs.
Die in der Tabelle verwendeten Abkürzungen sind im Beispiel 1 erklärt.
Die Rezepturen 7 bis 12 zeigen in Verbindung mit den Rezepturen 1-6, daß
die reinigungsverstärkende Wirkung des Polyacrylats unabhängig von der
Wahl des Emulgators ist.
Die Mengenangaben beziehen sich auf Gew.-% des reinen Wirkstoffs.
*Bei diesen Beispielen wurde bei der verdünnten Anwendung eines 0,06 g
gew.-%ige Tensidmischung und bei der konzentrierten Anwendung eine 6
gew.-%ige Tensidmischung eingesetzt.
Alkansulfonat: sek. C9/15-Alkansulfonat, Na-Salz
Niotensid 2: C14/15-Alkoholethoxylat mit 7 EO.
Niotensid 2: C14/15-Alkoholethoxylat mit 7 EO.
Die Rezeptur 13 entspricht der Zusammensetzung eines handelsüblichen
Haushaltsreinigers. Die Leistung dieses Reinigers kann, wie es in Rezeptur
14 gezeigt werden konnte, durch Zusatz eines geringen Anteils hochmoleku
laren Polyacrylats stark verbessert werden.
In einer Informationsbroschüre über Polymere und Dispergiermittel von BASF
ist beschrieben, daß Polyacrylate vom Sokalan® CP/PA-Typ auch in tech
nischen Reinigern Anwendung finden. Sie verstärken aufgrund ihrer ausge
prägten dispergierenden Eigenschaften die Reinigungswirkung.
Die Mengenangaben beziehen sich auf Gew.-% des reinen Wirkstoffs.
Die in den Tabellen verwendeten Abkürzungen haben folgende Bedeutung:
FAS: C12/14-Fettalkoholsulfat, Na-Salz
FAEOS: C12/14-Fettalkoholethersulfat mit ca. 2 EO, Na-Salz
Polymer 1: Polymerisat aus Maleinsäure und Acrylsäure, mittleres MG ca. 70 000 (Sokalan® CP5)
Polymer 2: Polymerisat - auf Acrylsäurebasis, mittleres MG ca. 100 000 (Schlichte® S)
rel. RV(1): Reinigungsvermögen bei verdünnter Anwendung in %
rel. RV(2): Reinigungsvermögen bei konzentrierter Anwendung in %.
FAS: C12/14-Fettalkoholsulfat, Na-Salz
FAEOS: C12/14-Fettalkoholethersulfat mit ca. 2 EO, Na-Salz
Polymer 1: Polymerisat aus Maleinsäure und Acrylsäure, mittleres MG ca. 70 000 (Sokalan® CP5)
Polymer 2: Polymerisat - auf Acrylsäurebasis, mittleres MG ca. 100 000 (Schlichte® S)
rel. RV(1): Reinigungsvermögen bei verdünnter Anwendung in %
rel. RV(2): Reinigungsvermögen bei konzentrierter Anwendung in %.
Bei den Rezepturen 16-28 wurden statt der erfindungsgemäßen Verbindungen
die kommerziell erhältlichen Polyacrylate Polymer 1 (Sokalan® CP5) bzw.
Polymer 2 (Schlichte® S) eingesetzt. Die Ergebnisse zeigen, daß diese
Polyacrylate bei kleinen Einsatzmengen keinen reinigungsverstärkenden Effekt
aufweisen. Deshalb ist die reinigungsverstärkende Wirkung der erfin
dungsgemäßen Verbindungen als überraschend anzusehen.
Die Wirkung von hochmolekularem Polyethylenoxid als Reinigungsverstärker
in tensidhaltigen Formulierungen ist in den deutschen Patentschriften
28 40 463 und 28 40 464 beschrieben.
Die unten aufgeführten Rezepturen 29-40 zeigen, daß die Reinigungslei
stung einer polyethylenoxidhaltigen Rahmenrezeptur durch Zusatz der
erfindungsgemäßen Verbindung noch weiter verstärkt werden kann.
Die Mengenangaben beziehen sich auf Gew.-% des reinen Wirkstoffs.
Die in der Tabelle verwendeten Abkürzungen haben folgende Bedeutung:
FAS: C12/14-Fettalkoholsulfat, Na-Salz
FAEOS: C12/14-Fettalkoholethersulfat mit ca. 2 EO, Na-Salz
Polymer 3: Polyethylenoxid mittleres Molekulargewicht ca. 600 000
rel. RV (verd.): Reinigungsvermögen bei verdünnter Anwendung
rel. RV (konz.): Reinigungsvermögen bei konzentrierter Anwendung.
FAS: C12/14-Fettalkoholsulfat, Na-Salz
FAEOS: C12/14-Fettalkoholethersulfat mit ca. 2 EO, Na-Salz
Polymer 3: Polyethylenoxid mittleres Molekulargewicht ca. 600 000
rel. RV (verd.): Reinigungsvermögen bei verdünnter Anwendung
rel. RV (konz.): Reinigungsvermögen bei konzentrierter Anwendung.
Formulierungen mit den erfindungsgemäßen Verbindungen lassen sich auch als
Sprühreiniger verwenden.
Die Mengenangaben beziehen sich auf Gew.-% des reinen Wirkstoffs.
Die in der Tabelle verwendeten Abkürzungen haben folgende Bedeutung:
FAS: C12/14-Fettalkoholsulfat, Na-Salz
FAEOS: C12/14-Fettalkoholethersulfat mit ca. 2 EO, Na-Salz.
FAS: C12/14-Fettalkoholsulfat, Na-Salz
FAEOS: C12/14-Fettalkoholethersulfat mit ca. 2 EO, Na-Salz.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch in Reinigerkonzentraten
(z. B. 1+3 Verdünnungskonzentrate eingearbeitet werden.
Formel Nr. 37
24% Alkansulfonat
16% Niotensid 2
1% Verb. aus Beispiel B
10% Butylglycol
Rest dest. Wasser.
24% Alkansulfonat
16% Niotensid 2
1% Verb. aus Beispiel B
10% Butylglycol
Rest dest. Wasser.
Die Mengenangaben beziehen sich auf Gew.-% des reinen Wirkstoffs.
Alkansulfonat: sek. Alkansulfonat, Na-Salz
Niotensid 2: C14/15-Alkoholethoxylat mit 7 EO.
Niotensid 2: C14/15-Alkoholethoxylat mit 7 EO.
Claims (7)
1. Reinigungsmittel für harte Oberflächen auf Basis vorzugsweise wäßriger
Lösungen von Tensiden, Reinigungsverstärkern, gegebenenfalls Gerüst
substanzen, wasserlöslichen Lösungsmitteln oder Lösungsvermittlern so
wie sonstigen üblichen Bestandteilen derartiger Mittel, dadurch ge
kennzeichnet, daß es als Reinigungsverstärker 0,001 bis 2 Gew.-%. Co-
Polymere aus a) Estern der Acryl- und/oder Methacrylsäure mit 1-8
Kohlenstoffatomen im Alkoholrest und b) Acrylsäure und/oder
Methacrylsäure mit einer Grenzviskosität (η) 100 ml g-1, bestimmt in
THF bei 20°C, enthält.
2. Reinigungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als
Reinigungsverstärker 0,005 bis 1,0 Gew.-% Co-Polymere enthält.
3. Reinigungsmittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Co-Polymeren eine Grenzviskosität von (η) 200, vorzugsweise 400,
bestimmt in THF bei 20°C, aufweisen.
4. Reinigungsmittel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Co-Polymeren aus a) etwa 80 bis 20, vorzugsweise etwa 60 bis 40 Gew.-%
Estern der Acryl- und/oder Methacrylsäure mit 1 bis 4, insbesondere 1
bis 2 Kohlenstoffatomen im Alkoholrest und b) etwa 20 bis 80, vorzugs
weise etwa 40 bis 60 Gew.-% Acryl- und/oder Methacrylsäure bestehen.
5. Reinigungsmittel nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Co-Polymeren aus 55 Gew.-% Ethylacrylat, 35 Gew.-% Methacrylsäure und
10 Gew.-% Acrylsäure bestehen und eine Grenzviskosität (η) 200, vor
zugsweise 400 ml·g-1, bestimmt in THF bei 20°C, aufweisen.
6. Reinigungsmittel nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie
als weiteren Reinigungsverstärker hochmolekulare Polyethylenoxide mit
MG 600 000 enthalten.
7. Reinigungsmittel nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie
0,05 bis 40, vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-% an Tensiden und
Tensidgemischen, 0 bis 10, vorzugsweise 1 bis 6 Gew.-% an organischen
und/oder anorganischen Gerüstsubstanzen, 0,001 bis 2, vorzugsweise
0,005 bis 1,0 Gew.-% an Reinigungsverstärkern, sowie bis zu insgesamt
100 Gew.-% Gesamtgewicht sonstiger üblicher Bestandteile und Mengen
derartiger Mittel und Wasser enthalten.
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| 8141 | Disposal/no request for examination |