DE4206523A1 - Vorrichtung zur verstellung einer drosselklappe - Google Patents
Vorrichtung zur verstellung einer drosselklappeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Ver
stellung einer im Ansaugstutzen einer Brennkraftmaschine
drehbar gelagerten Drosselklappe, bestehend im wesentlichen
aus
einer gegen die Kraft einer ersten Rückstellfeder zwischen einem Anschlag für Leerlauf und einem Anschlag für Vollast mittels Gaspedal und Gestänge bzw. Seilzug verstellbaren und mit der Welle der Dros selklappe koppelbaren Seilscheibe,
einem elektromotorischen Stellantrieb mit Getriebe und Kupplung
einer elektronischen Regeleinrichtung,
einer gegen die Kraft einer zweiten Rückstellfeder drehbaren Drosselklappe mit einem ersten, mit der Drosselklappenwelle drehfest verbundenen Hebel für die Ankupplung an die Seilscheibe und einem zweiten, mit der Drosselklappenwelle drehfest verbundenen Hebel zur Ankopplung an den Stellantrieb sowie
einem Kopplungsglied zwischen Seilscheibe und erstem Hebel.
einer gegen die Kraft einer ersten Rückstellfeder zwischen einem Anschlag für Leerlauf und einem Anschlag für Vollast mittels Gaspedal und Gestänge bzw. Seilzug verstellbaren und mit der Welle der Dros selklappe koppelbaren Seilscheibe,
einem elektromotorischen Stellantrieb mit Getriebe und Kupplung
einer elektronischen Regeleinrichtung,
einer gegen die Kraft einer zweiten Rückstellfeder drehbaren Drosselklappe mit einem ersten, mit der Drosselklappenwelle drehfest verbundenen Hebel für die Ankupplung an die Seilscheibe und einem zweiten, mit der Drosselklappenwelle drehfest verbundenen Hebel zur Ankopplung an den Stellantrieb sowie
einem Kopplungsglied zwischen Seilscheibe und erstem Hebel.
Eine derartige Vorrichtung ist aus VDI-Bericht Nr. 819
(1990) S. 741-763 bekannt. Dabei ist das Kopplungsglied
zwischen Seilscheibe und dem ersten, mit der Drosselklap
penwelle fest verbundenen Hebel mittels einer Feder (FR1A
und FR1B) in Leerlaufrichtung der Drosselklappe gegen die
Seilscheibe vorgespannt. Außerdem sind am Kopplungsglied
zwei Anschläge zur Definition des Leerlaufregelbereichs
(LLR-Bereich) vorgesehen. Zwischen diesen Anschlägen ist
der erste mit der Drosselklappenwelle fest verbundene Hebel
durch das Zusammenwirken des elektromotorischen Stellan
triebs und der Rückstellfeder (FR3) hin- und herbewegbar,
ohne daß das Kopplungsglied seine Position verändert. Mit
anderen Worten, wenn das Gaspedal völlig entlastet ist und
das Kopplungsglied am Leerlaufanschlag anliegt, ist über
den elektromotorischen Stellantrieb nach Maßgabe der elek
tronischen Regeleinrichtung eine Regelung der Drosselklap
penstellung zwischen kleinstmöglicher und größtmöglicher
Leerlaufposition (LLmin, LLmax) durchführbar. Will man die
bekannte Vorrichtung jedoch auch für die elektromotorische
Regelung der Drosselklappenstellung zwischen Leerlauf und
Vollast benutzen, d. h. für die automatische Einstellung
einer vorgegebenen Geschwindigkeit (ohne Benutzung des
Gaspedals) dann muß der Stellantrieb so stark ausgelegt
werden, daß er auch die Rückstellfeder am Kopplungsglied
spannen kann, die aus Redundanzgründen doppelt ausgeführt
ist (FR1A, FR1B). Verglichen mit einer reinen Leerlaufrege
lung müßte der Antrieb bei der bekannten Vorrichtung für
ein etwa 50 bis 60% größeres Drehmoment ausgelegt werden.
Das heißt, man müßte einen entsprechend größeren Antriebs
motor, ein größeres Getriebe und eine stärkere Kupplung
vorsehen, was zwangsläufig ein größeres Bauvolumen und ein
höheres Gewicht bedingt.
Darüber hinaus wirkt sich ein größerer elektromotorischer
Stellantrieb auch auf die Auslegung der Rückstellfedern
aus, wodurch eine weitere Vergrößerung des elektromotori
schen Stellantriebs notwendig werden kann.
Es besteht somit die Aufgabe, die bekannte Vorrichtung so
weiterzubilden, daß der elektromotorische Stellantrieb auch
für den Regelbereich zwischen Leerlauf und Vollast benutzt
werden kann, ohne daß man auf einen wesentlich stärkeren
Antrieb zurückgreifen muß.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschla
gen, daß
- a) die Rückstellfeder direkt an der Seilscheibe angreift,
- b) das Kopplungsglied mittels einer Kopplungsfeder gegen den ersten Hebel der Drosselklappenwelle vorgespannt ist und
- c) am Abtrieb des Stellantriebs eine dritte Rück stellfeder angreift.
Da die erste Rückstellfeder direkt an der Seilscheibe
angreift, muß der elektromotorische Stellantrieb bei völlig
entlastetem Gaspedal im Regelbereich zwischen Leerlauf und
Vollast zusätzlich zu der im Leerlaufbereich in Schließ
richtung wirkender Federkraft nur noch die Kopplungsfeder
spannen, die wesentlich kleiner ausgelegt werden kann, als
die erste Rückstellfeder, so dar man mit einem Stellmotor
auskommt, der für eine nur um 7 bis 10% größeres Dreh
moment ausgelegt werden muß, als ein Stellmotor, der aus
schließlich für die Regelung des Leerlaufbereichs ausgelegt
ist. Damit sind erhebliche Einsparungen an Gewicht und
Platzbedarf möglich, was insbesondere bei Personenkraftwa
gen von großem Vorteil ist.
Zweckmäßige Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind in
den Unteransprüchen 2 bis 5 beschrieben. Weitere Einzelhei
ten und Vorteile werden anhand des in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine stark schematisierte Darstellung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Zur Erläuterung der verschiedenen Funktionen von Vorrich
tungen zur Verstellung der Drosselklappe einer Brennkraft
maschine hat man die hier angewandte, sogenannte Lineardar
stellung entwickelt, bei der die in der Praxis überwiegend
durch Drehung der Bauteile bewirkte Vorgänge als transver
sale Bewegungen in der Zeichenebene dargestellt sind.
Die im Ansaugstutzen 2 einer Brennkraftmaschine drehbar
gelagerte Drosselklappe 1 kann im vorliegenden Fall sowohl
vom Fahrer über das Gaspedal 6, das Gestänge bzw. den Seil
zug 7 und die Seilscheibe 8 als auch von dem elektromotori
schen Stellantrieb 9 über ein Getriebe (nicht dargstellt)
und die Kupplung 10 verstellt werden. Dabei erstreckt sich
der Stellbereich der Seilscheibe 8 vom Leerlaufanschlag 4
bis zum Vollastanschlag 5. Die Seilscheibe ist in Schließ
richtung der Drosselklappe 1 durch eine aus Redundanzgrün
den doppelt ausgeführte erste Rückstellfeder 3 vorgespannt.
Die Drosselklappe 1 kann einmal von der Seilscheibe 8 über
ein Kopplungsglied 15 und einen ersten, mit der Drossel
klappenwelle 1a fest verbundenen Hebel 13 und zum anderen
vom Stellmotor 9 über dessen Abtrieb 18 und einen zweiten,
mit der Drosselklappenwelle 1a fest verbundenen Hebel 14
jeweils in Öffnungsrichtung mitgenommen werden. In Schließ
richtung wird die Drosselklappe 1 von der zweiten Rück
stellfeder 12 am Hebel 13 verstellt, während die dritte
Rückstellfeder 19 auf den Abtrieb 18 des Stellantriebs 9 in
Schließrichtung wirkt.
Sowohl für den Hebel 14 als auch für den Abtrieb 18 ist ein
Ist-Wert-Geber 21 bzw. 20 vorgesehen, damit diese Positio
nen in der elektronischen Regeleinrichtung 11 mit dem vor
gegebenen Sollwert verglichen werden kann, der beispiels
weise aus dem Unterschied zwischen einer vom Fahrer vorge
gebenen und der tatsächlichen Fahrzeuggeschwindigkeit
berechnet wird.
Außerdem ist noch eine Notlaufeinrichtung dargestellt, die
aus einem beweglichen Anschlag 24 und einer Rückstellfeder
23 besteht und auf den Antrieb 18 des Stellantriebs 9
wirkt.
Fig. 1 zeigt das Gaspedal 6 in völlig entlasteter Stellung,
wobei die damit mechanisch gekoppelte Seilscheibe 8 unter
dem Einfluß der ersten Rückstellfeder 3 am Leerlaufanschlag
4 anliegt. Die Drosselklappe 1 jedoch ist durch den elek
tromotorischen Stellantrieb 9, die Kupplung 10 und den
Abtrieb 18 unter Spannung der zweiten und dritten Rück
stellfeder 12, 19 in eine Position oberhalb der maximalen
Leerlaufstellung verstellt worden, was man daran erkennt,
daß das Kopplunsglied 15 am Anschlag LLmax 22 anliegt und
daß der Hebel 13 nicht am Kopplungsglied 15 anliegt, son
dern unter Spannung der Kopplungsfeder 16 davon in Öff
nungsrichtung (d. h. nach rechts) abgehoben ist. Diese Posi
tion entspricht dem Fall automatischer Geschwindigkeitsre
gelung, wobei vom Fahrer ein Wert von beispielsweise 120
km/h vorgegeben wird und die elektronische Regeleinrichtung
11 bei völlig entlastetem Gaspedal dafür sorgt, daß die
vorgegebene Geschwindigkeit eingehalten wird. Mit anderen
Worten, der elektromotorische Stellantrieb 9 wird jeweils
so und solange angesteuert, bis die Drosselklappe 1 eine
Stellung einnimmt, in der die Ist-Geschwindigkeit mit der
Soll-Geschwindigkeit unter Ausregelung sonstiger Parameter
(Steigung, Gefälle, Belastung des Fahrzeugs etc.) überein
stimmt.
Ist eine Soll-Geschwindigkeit vom Fahrer nicht vorgegeben,
regelt die erfindungsgemäße Vorrichtung bei völlig entla
stetem Gaspedal nur den Leerlaufbereich. Dabei bleibt die
Kopplungsfeder 16 ungespannt und der Hebel 13 liegt am
Kopplungsglied 15 an.
Eine elektromotorische Regelung des Leerlaufbereichs wird
insbesondere bei Personenkraftwagen immer häufiger vorgese
hen, um die Leistung der Brennkraftmaschine bei entlastetem
Gaspedal an den jeweiligen Bedarf aktiv anzupassen, je
nachdem welche Nebenverbraucher (Scheibenheizung, Licht,
Klimaanlage, Radio etc.) bei stillstehendem Fahrzeug einge
schaltet sind. Eine solche Regelung ist viel ökonomischer
als die mit einem einfachen Leerlaufanschlag erreichbare.
Im Rahmen der Leerlaufregelung sieht man dann noch eine
Notlaufeinrichtung vor, damit die Drosselklappe 1 bei Aus
fall des Stellantriebs 9 oder der Regeleinrichtung 11 in
eine Position geschwenkt wird, bei der die Brennkraft
maschine unter den üblichen Leerlaufbelastungen nicht
abstirbt. Dazu dient der Anschlag 24, der vom Abtrieb 18
unter Spannung der Rückstellfeder 23 soweit nach links ver
schoben werden kann, bis der Abtrieb 18 an dem die Rück
stellfeder 23 umschließenden Gehäuse anliegt. Dies ist die
Position kleinster Drosselklappenöffnung, die auch mit
LLmin bezeichnet wird. Fällt in dieser Position der Stell
antrieb 9 oder die Regeleinrichtung 11 aus, dann wird der
Abtrieb 18 nach rechts, also in Öffnungsrichtung der Dros
selklappe 1 bis in die dargestellte Position des Anschlags
24 verstellt. Diese Position ist durch Wegbegrenzung der
Rückstellfeder 23 definiert. Fällt der Stellantrieb 9 oder
die Steuereinrichtung 11 aus, wenn die Drosselklappe 1 bei
völlig entlastetem Gaspedal 6 vom Stellantrieb 9 in eine
Position oberhalb der Notlaufposition (Anschlag 24)
geschwenkt worden ist, dann werden der Stellantrieb 9 durch
die dritte Rückstellfeder 19 und die Drosselklappe 1 durch
die zweite Rückstellfeder 12 nach links bis zum Anschlag
24, d. h. in die Notlaufposition geschwenkt. Dabei sind die
Rückstellfedern 12 und 19 und die Rückstellfeder 23 selbst
verständlich so ausgelegt, daß der Anschlag 24 nicht nach
links, also in eine Position unterhalb der Notlaufstellung
verschoben werden kann.
Auf der anderen Seite ist die Leerlaufstellung mit der bei
entlastetem Gaspedal 6 größten Öffnung der Drosselklappe 1,
auch LLmax genannt, durch den Anschlag 22 an der Seil
scheibe 8 definiert. Diese Stellung kann durch einen Kon
takt oder über die infolge Spannung der Kopplungsfeder 16
geänderte Stromaufnahme des Stellantriebs 9 festgestellt
werden.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Verstellung einer im Ansaugstutzen (2)
einer Brennkraftmaschine drehbar gelagerten Drosselklappe
(1), bestehend im wesentlichen aus
einer gegen die Kraft einer ersten Rückstellfeder (3) zwischen einem Anschlag für Leerlauf (4) und einem Anschlag für Vollast (5) mittels Gaspedal (6) und Gestänge bzw. Seilzug (7) verstellbaren und mit der Welle der Drosselklappe (1a) koppel baren Seilscheibe (8)
einem elektromotorischen Stellantrieb (9) mit Getriebe und Kupplung (10)
einer elektronischen Regeleinrichtung (11)
einer gegen die Kraft einer zweiten Rückstellfe der (12) drehbaren Drosselklappe (1) mit einem ersten mit der Drosselklappenwelle (1a) drehfest verbundenen Hebel (13) für die Ankupplung an die Seilscheibe (8) und einem zweiten, mit der Drosselklappenwelle (1a) drehfest verbundenen Hebel (14) zur Ankopplung an den Stellantrieb (9) sowie
einem Kopplungsglied (15) zwischen Seilscheibe (8) und erstem Hebel (13),
dadurch gekennzeichnet, daß
einer gegen die Kraft einer ersten Rückstellfeder (3) zwischen einem Anschlag für Leerlauf (4) und einem Anschlag für Vollast (5) mittels Gaspedal (6) und Gestänge bzw. Seilzug (7) verstellbaren und mit der Welle der Drosselklappe (1a) koppel baren Seilscheibe (8)
einem elektromotorischen Stellantrieb (9) mit Getriebe und Kupplung (10)
einer elektronischen Regeleinrichtung (11)
einer gegen die Kraft einer zweiten Rückstellfe der (12) drehbaren Drosselklappe (1) mit einem ersten mit der Drosselklappenwelle (1a) drehfest verbundenen Hebel (13) für die Ankupplung an die Seilscheibe (8) und einem zweiten, mit der Drosselklappenwelle (1a) drehfest verbundenen Hebel (14) zur Ankopplung an den Stellantrieb (9) sowie
einem Kopplungsglied (15) zwischen Seilscheibe (8) und erstem Hebel (13),
dadurch gekennzeichnet, daß
- a) die Rückstellfeder (3) direkt an der Seil scheibe (8) angreift,
- b) das Kopplungsglied (15) mittels einer Kopp lungsfeder (16) gegen den ersten Hebel (13) der Drosselklappenwelle (1a) vorgespannt ist und
- c) am Abtrieb (18) des Stellantriebs (9) eine dritte Rückstellfeder (19) angreift.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
dem elektromotorischen Stellantrieb (9) ein Ist-Wert-Geber
(20) zugeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Drosselklappe (1) ein Ist-Wert-Geber (21)
zugeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Seilscheibe (8) ein Anschlag
LLmax (22) für das Kopplungsglied (15) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß ein gegen die Kraft einer Rückstell
feder (23) bewegliche Anschlag (24) zur Definition einer
Notlaufposition des Stellantriebs (9) vorgesehen ist.
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