DE4205678C2 - Faltenbalg - Google Patents
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- F16D3/84—Shrouds, e.g. casings, covers; Sealing means specially adapted therefor
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- F16D3/845—Shrouds, e.g. casings, covers; Sealing means specially adapted therefor enclosed covers allowing relative movement of joint parts due to the flexing of the cover
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Die Erfindung betrifft einen Faltenbalg aus elastischem
Material mit einem Führungskörper, wobei der Faltenbalg
mit einem ersten Bund mit insbesondere größerem Durch
messer und einem zweiten Bund mit insbesondere kleinerem
Durchmesser auf relativ zueinander in abwinkelbarer
und/oder axial verschieblicher Stellung drehbaren Rota
tionsteilen festgelegt ist, und einen zwischen zumindest
einer oder mehreren ersten verformbaren und beweglichen
Falten und zumindest einer oder mehreren zweiten verform
baren und beweglichen Falten liegenden Führungsabschnitt
aufweist, der auf dem mit einem der Rotationsteile verbun
denen Führungskörper gehalten ist. Ein derartiger Falten
balg ist insbesondere zur Abdichtung sogenannter Gleich
laufdrehgelenke geeignet, wobei der größere Bund regel
mäßig auf einem Gelenkaußenteil und der kleinere Bund
regelmäßig auf einer in ein Gelenkinnenteil eingesteckten
Anschlußwelle festgelegt wird. Faltenbälge sind empfind
lich gegen Scheuerbewegungen zwischen den einzelnen Falten
oder zwischen Teilen der Balgwandung und feststehenden
Teilen. Bei Faltenbälgen - insbesondere von größerer Länge
- können infolge von Fliehkräften im Betrieb Verformungen
auftreten, die von einer statisch angenommenen Verformung
abweichen und infolgedessen Unwuchterscheinungen und
Scheuerbewegungen der genannten Art zusätzlich hervorrufen.
Aus der DE-AS 22 05 798 ist ein Faltenbalg der obengenann
ten Art bekannt, der an eine spezielle Form von Gelenken
angepaßt ist, bei denen ein Käfig zur Führung von Kugeln
aus einem Gelenkaußenteil in Richtung auf die Anschluß
welle so weit vorsteht, daß er einen Führungskörper für
einen Faltenbalg bilden kann. Der Faltenbalg wird dabei
mit einem Führungsabschnitt auf dem genannten Käfig rela
tiv zu diesem unbeweglich festgelegt. Da der Käfig funk
tionsbedingt auf die winkelhalbierende Ebene im Verhältnis
zum Schnittwinkel der Achsen des Gelenkaußenteils und der
Anschlußwelle geführt wird, erfährt auch der Führungs
abschnitt des Faltenbalgs eine Zwangssteuerung, die zu
einer ungleichmäßigen Verformung und Belastung der Falten
gruppen zu beiden Seiten des Führungsabschnittes im Ver
hältnis zueinander führen kann. Ein Faltenbalg dieser Art
setzt eine bestimmte Gelenkbauform voraus.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, einen Faltenbalg der obengenannten Art bereitzu
stellen, der Fliehkräfte im Betrieb ohne Beschädigungs-
und Verschleißgefahr aufnimmt, wobei er einer möglichst
gleichmäßigen geringen Belastung über der Länge bei Ab
winkelung der Rotationsteile zueinander unterliegen soll.
Die Lösung hierfür ist dadurch gekennzeichnet, daß der
Führungskörper außen durch eine Kugelabschnittsfläche
eingehüllt wird, und daß der Führungsabschnitt winkel
beweglich auf dem Führungskörper geführt ist. Ein derarti
ger erfindungsgemäßer Faltenbalg ist mit dem insbesondere
etwa mittig angeordneten Führungsabschnitt zentriert, so
daß ein unkontrollierter Kontakt der Innenseiten der Fal
tentäler mit den Rotationsteilen vermieden wird. Der Fal
tenbalg kann bei Abwinklung der Rotationsteile gegeneinan
der eine natürliche, bezogen auf seine Längsachse etwa
S-förmige Biegelinie einnehmen, wobei selbst bei großen
Winkeln noch ein Kontakt der äußeren Oberflächen der Fal
ten miteinander vermieden wird. Hierdurch werden erfin
dungsgemäß auch größere Verformungen des Faltenbalges, die
ausschließlich auf angreifende Fliehkräfte zurückzuführen
sind, vermieden. Dies ist besonders vorteilhaft für Fal
tenbälge aus steifem Material, die hiernach zur Darstel
lung größerer Beugewinkel und größerer Verschiebewege mit
größerer Länge hergestellt werden können, ohne daß eine
Gefährdung infolge von Fliehkräften im Betrieb entsteht.
In bevorzugter Ausgestaltung ist der Führungsabschnitt
zumindest um 15° winkelbeweglich gegenüber dem genannten
Führungskörper ausgestaltet. Da der Führungsköper seiner
seits insbesondere bevorzugt außenkugelig ausgeführt ist,
bedeutet dies, daß der Führungsabschnitt in einer ersten
bevorzugten Ausführung von kugelabschnittsförmiger Form
ist und dabei einen kleineren axialen Kugelabschnitt um
faßt als der Führungskörper, während in einer zweiten
bevorzugten Ausführung der Führungsabschnitt zylindrisch
ist und somit ohne weiteres gegenüber dem Führungskörper
abwinkelbar. Der Führungskörper kann axial fest auf einem
der Rotationsteile, insbesondere der obengenannten An
schlußwelle festgelegt sein. In günstigerer Ausgestaltung
ist er jedoch axial verschiebbar auf diesem Rotationsteil,
d. h. speziell der Anschlußwelle geführt, so daß sich der
Faltenbalg bei Beugung um so natürlicher unter gleich
mäßiger Belastung der einzelnen Falten frei einstellen
kann.
Zur Reduzierung einer verschleißverursachenden Reibung
zwischen Führungsabschnitt des Faltenbalges und Führungs
körper kann insbesondere einer der beiden von der exakten
Kugelform abweichen, so daß sich im Längsschnitt gesehen
ein sichelförmiger Spalt zwischen beiden bildet. Hiermit
wird auch ein Klemmen vermieden. Die ohnehin vorhandene
Fettfüllung kann hierbei reibungsmindernd wirken. Zur
Reduzierung oder Eliminierung der gleitenden Reibung zwi
schen Führungsabschnitt des Faltenbalges und Führungs
körper kann eine winkelbeweglich auf den Führungskörper
aufgesetzte innenkugelige Führungsschale vorgesehen sein,
die vom Führungsabschnitt des Faltenbalges form- oder
reibschlüssig mitgenommen wird, so daß gleitende Reibung
ausschließlich zwischen dem Führungskörper und dieser
Führungsschale stattfindet. Andere Ausgestaltungsformen
dieser Lagerungsmöglichkeiten sind für den Fachmann
darstellbar.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird
nachstehend anhand von Zeichnungen dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Faltenbalg in mon
tierter Stellung an einem Gleichlaufdrehgelenk mit
koaxial ausgerichteter Anschluß- bzw.
Antriebswelle in einer ersten Ausführung;
Fig. 1a zeigt einen Faltenbalg nach Fig. 1 in abgewinkel
ter Stellung der Anschluß- bzw. Antriebswelle
gegenüber dem Gleichlaufdrehgelenk.
Fig. 2 zeigt einen erfindungsgemäßen Faltenbalg in mon
tierter Stellung an einem Gleichlaufdrehgelenk mit
koaxial ausgerichteter Anschluß- bzw.
Antriebswelle in einer zweiten Ausführung;
Fig. 3 zeigt einen erfindungsgemäßen Faltenbalg in mon
tierter Stellung an einem Gleichlaufdrehgelenk mit
koaxial ausgerichteter Anschluß- bzw.
Antriebswelle in einer dritten Ausführung.
In den Figuren, die nachstehend zunächst gemeinsam be
schrieben werden, sind gleiche Teile mit gleichen Bezugs
ziffern bezeichnet. Es ist jeweils ein erfindungsgemäßer
Faltenbalg 1 mit einem ersten größeren Bund 2 und einem
zweiten kleineren Bund 3 gezeigt, der eine erste Gruppe 4
von vier vollständigen Falten und eine zweite Gruppe 5 von
zwei vollständigen Falten umfaßt, zwischen denen sich ein
Führungsabschnitt 6, b befindet. Der erste Bund 2 ist
mittelbar über eine Blechkappe 7 mit dem Gelenkaußenteil 9
eines Gleichlaufdrehgelenkes 8 verbunden, das im übrigen
ein Gelenkinnenteil 10, drehmomentübertragende Kugeln 11
und einen die Kugeln in einer Ebene haltenden Käfig 12
erkennen läßt. Der Bund 2 ist mittels eines Spannbandes 13
auf der Blechkappe 7 festgelegt. In das Gelenkinnenteil 10
des Gleichlaufdrehgelenkes 8 ist eine Antriebswelle 14
einsteckt und mit einem Sicherungsring 15 axial verbunden.
Auf einem abgesetzten Bund 16 der Antriebswelle 14 ist der
zweite Bund 3 des Faltenbalges 1 mittels eines Spannbandes
17 festgelegt. Der Führungsabschnitt 6, b ist um zumin
dest 15° winkelbeweglich auf einem Führungskörper 18 ge
halten, der im wesentlichen außenkugelig ist und mit einer
Innenbohrung 19 auf einem Führungsstück 20 der Antriebs
welle 1 axial verschieblich ist.
In den Fig. 1 und 1a ist jeweils ein im wesentlichen
kugelabschnittsförmiger Führungsabschnitt 6 am Faltenbalg
ausgebildet. Der unmittelbare Kontakt zwischen Führungsab
schnitt 6 und Führungsköper 18 findet an zwei ringförmi
gen Kontaktbereichen 21, 22 statt, zwischen denen sich ein
im Längsschnitt sichelförmiger Ringspalt 23 erstreckt, der
mit Schmiermittel gefüllt sein kann.
In Fig. 2 ist ein zylindrischer Führungsabschnitt 6b am
Faltenbalg ausgebildet. Der unmittelbare Kontakt zwischen
Führungsabschnitt 6b und Führungskörper 18 findet an einem
ringförmigen Kontaktbereich 24 statt.
In Fig. 3 ist ebenfalls ein zylindrischer Führungsab
schnitt 6b am Faltenbalg ausgebildet. Zwischen Führungsab
schnitt 6b und Führungskörper 18 ist eine innenkugelige
Führungsschale 25 eingesetzt, die vom Führungsabschnitt 6b
formschlüssig mitgenommen wird und gegenüber dem Führungs
körper 18 abwinkelbar gleitet. Es ist deutlich, daß der
Führungsabschnitt 6 am Faltenbalg und die Führungsschale
25 auf der Außenseite auch andere einander angepaßte
Formen haben könnten, ohne daß die Funktion hiervon beein
trächtigt wäre. Die Führungsschale 25 kann zu Montage
zwecken elastisch und am Umfang geschlitzt sein oder aus
zwei längs oder quer geteilten Bestandteilen bestehen.
In den Fig. 1, 2, 3 sind Antriebswelle und Gelenkaußen
teil in koaxialer Stellung zueinander dargestellt, wobei
mit A, B, C und D jeweils die Schnittpunkte folgender
Ebenen mit der Achse der Antriebswelle 14 bezeichnet sind:
A : Ebene durch die Kugelmitten in gestreckter Stellung
B : Ebene an die rechte Kante des Spannbandes 13 in gestreckter Stellung
C : Mittelebene des Führungskörpers 18
D : Ebene an die linke Kante des Spannbandes 17 in gestreckter Stellung
B : Ebene an die rechte Kante des Spannbandes 13 in gestreckter Stellung
C : Mittelebene des Führungskörpers 18
D : Ebene an die linke Kante des Spannbandes 17 in gestreckter Stellung
Mit a₁ ist der Axialabstand zwischen B und C und mit
b₁ ist der Axialabstand zwischen C und D bezeichnet.
In Fig. 1a ist das Gelenk weggebrochen dargestellt, wobei
zwischen der Achse Z₁ des Gelenkaußenteils und der Achse
Z₂ des Gelenkinnenteils bzw. der Antriebswelle 14 ein
erheblicher Winkel eingestellt ist. Infolgedessen hat sich
der Faltenbalg so verformt, daß sich seine Mittellinie M
S-förmig ausgebildet hat, wobei diese durch die Führung
des Führungsabschnittes 6 auf dem Führungskörper 18
vorgegeben wird. Mit M′ ist gestrichelt eine Mittellinie
des Faltenbalges gezeigt, die sich unter Einfluß der
Fliehkräfte einstellen und zu unerwünschten Reibungen der
inneren Falten mit der Antriebswelle führen würde. Durch
die Verformung des Faltenbalges hat sich der Führungs
körper 18 zwischen den unverändert eingezeichneten Punkten
B und D mit seinem Mittelpunkt C so verschoben, daß die
Abstände a₂ und b₂ gegenüber den ursprünglichen Ab
ständen a₁, b₁ verkleinert bzw. vergrößert sind.
Claims (8)
1. Faltenbalg (1) aus elastischem Material mit einem
Führungskörper, wobei der Faltenbalg mit einem ersten
Bund (2) mit insbesondere größerem Durchmesser und
einem zweiten Bund (3) mit insbesondere kleinerem
Durchmesser auf relativ zueinander in abwinkelbarer
und/oder axial verschieblicher Stellung drehbaren
Rotationsteilen festgelegt ist, und einen zwischen
zumindest einer oder mehreren ersten verformbaren und
beweglichen Falten (4) und zumindest einer oder mehre
ren zweiten verformbaren und beweglichen Falten (5)
liegenden Führungsabschnitt (6) aufweist, der auf dem
mit einem der Rotationsteile verbundenen Führungs
körper (18) gehalten ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungskörper (18) außen durch eine Kugel
abschnittsfläche eingehüllt wird, und daß der Füh
rungsabschnitt (6) winkelbeweglich auf dem Führungs
körper (18) geführt ist.
2. Faltenbalg nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungsabschnitt (6) um zumindest 15° winkel
beweglich auf dem Führungskörper (18) gehalten ist.
3. Faltenbalg nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungskörper (18) axial fest auf dem einem
der Rotationsteile angeordnet ist, insbesondere ein
stückig an diesem angeformt ist.
4. Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungskörper (18) axial verschieblich auf
dem einem der Rotationsteile angeordnet ist.
5. Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungsabschnitt (6) im wesentlichen kugel
abschnittsförmig ist.
6. Faltenbalg nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Führungsabschnitt (6) und dem Füh
rungskörper (18) ein im Längsschnitt jeweils sichel
förmiger Ringspalt (23) vorgesehen ist, der sich
zwischen ringförmigen Kontaktbereichen (21, 22) an
beiden Enden des Führungsabschnittes (6) gegenüber
dem Führungskörper (18) erstreckt.
7. Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungsabschnitt (6b) zylindrisch ist.
8. Faltenbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Oberfläche des Führungskörpers (18) eine
Führungsschale (25) winkelbeweglich geführt ist, die
von der Innenoberfläche des Führungsabschnittes (6,
b) form- oder reibschlüssig mitgenommen wird.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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Owner name: GKN LOEBRO GMBH, 63073 OFFENBACH, DE |
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Owner name: GKN DRIVELINE DEUTSCHLAND GMBH, 63073 OFFENBACH, D |
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