DE4202352A1 - Verfahren und vorrichtung zur regulierung eines streckwerkes - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur regulierung eines streckwerkesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die Regulierung eines Streckwerkes der
Textilindustrie, in welchem der Verzug des Faserbandes gesteuert
und/oder geregelt veränderbar ist. Der Begriff der Regulierung
umfaßt hier das Steuern und/oder Regeln des Verzugs. Die Regulie
rung soll Umwelteinflüsse und maschineninterne Einflüsse so kor
rigieren, daß die dadurch bedingten Fehler auf den Verzug zuver
lässig kompensiert werden.
Die Entwicklung von Reguliersystemen für den Verzug eines Faser
bandes bringt nach dem Stand der Technik eine Vielzahl von spe
zialisierten Steuerungen und Reglern hervor, die meist einzelne,
spezialisierte Aufgaben der Gesamtheit eines Reguliersystems be
herrschen.
Jedem dieser Reguliersysteme für ein Streckwerk liegt die Formu
lierung eines Prozeßmodells zugrunde, sowie die Beobachtung und
Auswertung der Reaktionen des Streckwerkes auf die Steuergrößen,
um letztlich die Übertragungscharakteristik des Reglers zu opti
mieren (vgl. EP 4 12 448).
In diesem Zusammenhang beschreibt der Regelalgorhithmus die Be
ziehungen zwischen den beteiligten Größen. Diese Methode ist sehr
effektiv, wenn die Beziehungen zwischen den Größen einfach, d. h.
gut formulierbar und hinreichend bekannt sind. Letzteres ist für
die Nachbildung von technischen Prozessen wie beispielsweise der
Regulierung eines Streckwerkes aufgrund der Komplexität prozeßbe
einflussender Faktoren schwierig. Solche beeinflussenden Faktoren,
die bisher in der Streckwerksregulierung nicht zuverlässig und
on-line kompensiert werden konnten, sind beispielsweise
- - Temperatur an der Tastrolle,
- - Luftfeuchtigkeit auf das Faserband,
- - Stillstandszeit des Faserbandes zwischen den Tastrollen,
- - Standzeit faserbandgefüllter Vorlagekannen,
so daß die Bemühungen nach Optimierung des Regelalgorhithmus in
praxis mit wachsenden Problemen der Meßwertredundanz oder der Re
gelkreisstabilität konfrontiert werden.
Einige dieser Einflußfaktoren seien kurz erläutert:
- - Temperatur:
Für die Tastrolle zum Fühlen der Faserbanddicke ist die maß gebliche Temperatur nach dem Maschinenstart die Umgebungstem peratur. Nach dem Start verändert sich die Temperatur der Ta strolle. Durch Reibung mit dem Faserband erhöht sich die Tem peratur bis sie Betriebstemperatur erreicht. Je nach Umge bungstemperatur ist der zeitliche Übergang bis auf Betriebs temperatur schneller oder langsamer. Diese Temperaturänderung (mit nicht bekannter Zeitkonstanten) beeinflußt die Feder kraft der Tastrolle und somit die Auslenkung der beweglichen Rolle der Tastrolle, so daß das tatsächliche Meßergebnis be einflußt wird.
Diese Temperaturänderung beeinflußt auch die Gleit- oder
Rollreibungswerte des Tastrollenlagers.
Würde man zwei gleichartige Streckwerke mit dem selben Regel
algorhithmus in getrennten Produktionsräumen mit unter
schiedlicher Umgebungstemperatur starten, würde man für die
Zeit bis zum Erreichen einer stabilen Betriebstemperatur
feststellen, daß der Verzug eines Faserbandes unterschiedlich
reguliert wird. Ursache ist der unterschiedliche Einfluß der
Temperatur auf die Federkraft der beweglichen Rolle der Ta
strolle.
- -Stillstandszeiten der Maschine sind Stillstandszeiten für das Faserband zwischen den Tastrollen, d. h. diese Zeiten begün stigen Veränderungen der Dicke des Faserbandes infolge unter schiedlicher Zeitdauer der Klemmung durch die Tastrollen.
- -Standzeit faserbandgefüllter Vorlagekannen ist die Zeit von der Füllung bis zur Weiterverarbeitung an der Strecke. Werden solche Vorlagekannen zwischengelagert und nicht sofort zur Weiterverarbeitung verwendet, unterliegen sie einer Umweltbe einflussung (Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit). Diesen Sachverhalt beschreibt auch die DE-OS 39 19 284. Je nach Zeitdauer der Einwirkung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ändern sich die Eigenschaften des Faserbandes.
Durch das Eigengewicht des Bandes wird das Band in Abhängig
keit der Füllhöhe (auf einen längeren Zeitraum betrachtet)
unterschiedlich gedrückt.
Diese Einflüsse führen zu Meßfehlern am Meßglied, denn für die
Verarbeitung von Größen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Still
standszeit und Kannenstandzeit existiert kein mathematisches Pro
zeßmodell. Die auf Basis solcher mathematischen Prozeßmodelle ar
beitenden Reguliersysteme an einer Strecke können die beschriebe
nen Einflüsse auf die Meßsignale nur unbefriedigend kompensieren.
Aufgabe der Erfindung ist es, Meßsignale der Regulierung an einem
Streckwerk zu korrigieren, so dar der Verzug des Faserbandes wei
ter optimiert werden kann.
Der Meßwert für die Faserbanddicke von einer Meßeinrichtung an
der Strecke ist aufgrund o.g. Einflußfaktoren je nach Meßprinzip
unterschiedlich fehlerbehaftet.
Im folgenden wird beschrieben wie die an der Eingangs-Tastrolle
(Tastrolle in Nähe des Eingangs des Streckwerkes) entstandenen
Meßfehler durch die Fuzzy-Control minimiert werden.
Zum bestehenden Reguliersystem der Strecke wird erfindungsgemäß
eine Fuzzy-Control geschaltet. Fuzzy-Control ist eine Signalver
arbeitung, die das Meßsignal mit den Einflußfaktoren verknüpft,
mittels Fuzzy-Logik bewertet und einen Korrekturwert bildet. Die
se Fuzzy-Control erhält das von der Eingangs-Tastrolle gelieferte
Meßsignal nach dem A/D-Wandler direkt, ebenso das von der Aus
gangs-Tastrolle gelieferte Meßsignal. Zur Synchronisation der
Meßsignale mit dem Faserbanddurchlauf liefert der Impulsgeber
seine Takte an die Fuzzy-Control. Einen weiteren Input in die
Fuzzy-Control stellen daß mindestens die Einlußfaktoren
- - Temperatur der Tastrolle,
- - Luftfeuchtigkeit der Umgebung des Faserbandes,
- - Stillstandszeit des Faserbandes zwischen den Tastrollen,
- - Standzeit faserbandgefüllter Vorlagekannen,
- - Materialeigenschaften des Faserbandes und
- - die Liefergeschwindigkeit des Streckwerkes.
Es könnten aber weitere, hier nicht benannte Einflußfaktoren, als
Input verwendet werden.
Die Fuzzy-Control realisiert die für ein Streckwerk erforderliche
Signalverarbeitung nach der Fuzzy-Logik.
Dazu werden die ankommenden Meßsignale fuzzyfiziert, um anschlie
ßend in der Inferenz gewichtet und mittels aus Expertenwissen
formulierten Fuzzy-Regeln miteinander verknüpft zu werden. In der
Defuzzyfizierung wird ein Signalkennwert geliefert, der ein Maß
für den gesuchten Korrekturwert ist.
Erfindungsmerkmal ist, daß das einflußbehaftete Meßsignal vom
Meßglied (Tastrolle) kommend noch vor Weiterverarbeitung im FIFO-
Speicher on-line korrigiert ist. Diese Korrektur erfolgt in einer
dem FIFO-Speicher vorgeschalteten Stufe der digitalen Multiplika
tion zwischen Meßsignal und Signalkenngröße des Korrekturwertes.
Die Fehler durch die Einflußfaktoren F1 bis F5 sind somit korri
giert.
Ist im Ausgangssignal einer Verzugsregulierung der Fehler in ver
änderter Form weiter vorhanden, so kann nach Lage und Form der
Veränderung auf Regeleinsatzpunkt (FIFO-Länge) und Regelverstär
kung geschlossen werden. Zu diesem Zweck verändert die Fuzzy-Con
trol im on-line Betrieb gegenüber dem konventionellen Reguliersy
stem dessen ermittelten Regeleinsatzpunkt durch Veränderung der
FIFO-Länge im elektronischen Gedächtnis und/oder die Regelver
stärkung im Steuergerät.
Sind im Ausgangssignal periodische Fehler vorhanden, die im ein
laufenden Band nicht vorhanden sind, so wird durch die Fuzzy-Con
trol ein Fehler der Maschine angezeigt.
Die Fuzzy-Control kann als Analogrechner mit diskreten Transist
technik, mit Gate-arrays mit konventionellen Mikroprozessoren mit
Signalprozessoren oder mit speziellen Fuzzyprozessoren aufgebaut
werden. Dabei können die Verzugsregulierung und die Korrektur
werterzeugung mittels Fuzzy-Control auch innerhalb einer entspre
chend leistungsfähigen CPU verwirklicht werden (z. B. Signalpro
zessor).
Die Verzugsregulierung erfolgt dann Interruptgesteuert über den
Maschinentakt. Der Fuzzy-Control steht dann die restliche Rechen
kapazität zur Verfügung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung darge
stellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 Darstellung der funktionellen Verbindungen einer Regu
lierung an einem Streckwerk mit der Fuzzy-Control,
Fig. 2 Prinzipieller Ablauf einer Fehlergrößenermittlung nach
Fuzzy-Logik,
Fig. 3 wesentliche Hardware einer Fuzzy-Control und deren
Schnittstellen,
Fig. 4 Momentane Zustände einer Tastrollenkorrektur entspre
chend Inferenz.
Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung, daß das Faser
band 1 in die Eingangs-Tastrolle 2 einläuft und zwischen den drei
Walzenpaaren 3 des Streckwerkes verzogen wird. Am Ausgang des
Streckwerkes ist eine Ausgangs-Tastrolle 4 installiert. Fig. 1
zeigt weiterhin eine konventionelle Steuerung des Verzugs. Unab
hängig von der Steuerung ist im konventionellen Reguliersystem
über die Ausgangs-Tastrolle ein Sliver-Monitor 18 installiert,
der bei Grenzwertüberschreitungen den Hauptmotor 5 stillsetzen
kann.
Zum bestehenden Reguliersystem der Strecke wird erfindungsgemäß
eine Fuzzy-Control 19 geschalten. Die Schnittstellen zum konven
tionellen Reguliersystem, die für die Fuzzy-Control einen Input
darstellen, sind die Leitung 20 für das Meßsignal von der Ein
gangs- Tastrolle, sowie unter Zwischenschaltung eines A/D-Wand
lers 17 die Leitung 22 für das Meßsignal der Ausgangs-Tastrolle
4. Weiterhin wird die Faserbandgeschwindigkeit über den Impulsge
ber 14 ebenfalls über die Leitung 21 an den Fuzzy-Control 19
übermittelt. Als weiterer Input werden die Signale für Temperatur
F1, Luftfeuchtigkeit F2, Stillstandszeit der Maschine F3, Stand
zeit gefüllter Vorlagekannen F4 und Materialeigenschaften des Fa
serbandes F5 geliefert.
Die über den Impulsgeber 14 übermittelte Liefergeschwindigkeit
und den Signalen F1, F2, F3, F4 und F5 werden in der Fuzzy-Con
trol zum Tastrollen-Korrekturwert 25 berechnet.
Ebenfalls mit Fuzzy-Logik werden über die Leitung 20 21 und 22
die Größen für FIFO-Länge 23 und Regelverstärkung 24 erzeugt.
Fig. 2 zeigt hierzu für die Korrektur des Meßsignals von Ein
gangs-Tastrollen die charakteristischen Schritte.
Jedes Meßsignal hat im Rechner mindestens eine, als Matrix abge
bildete Funktion. Die X-Skalierung dieser Funktion hat eine num
merische Entsprechung in dem eingehenden Meßsignal. Die Y-Skalie
rung entspricht dem Wahrheitsgehalt und kann jeden Wert zwischen
0 und 1 annehmen. Die Änderung der Funktion beinhaltet Experten
wissen und entspricht der Bewertung für die Einflußgröße.
Die nachfolgende Inferenz verknüpft auf Grund von empirischem
technologischem Wissen der Einflußrichtung und Stärke die momen
tanen Zustände in den Diagrammen. Das kann zum Beispiel folgen
dermaßen aussehen:
WENN Stillstandszeit = kurz UND Temperatur = normal
DANN Korrekturwert = wenig positiv.
WENN Stillstandszeit = kurz UND Materialkonstante = Baumwolle
DANN Korrekturwert = mittel positiv.
WENN Kannenlagerzeit = hoch UND Luftfeuchtigkeit = feucht
UND Material = Baumwolle
DANN Korrekturwert = mittel negativ.
WENN Lieferung = klein
DANN Korrekturwert = grob positiv.
Ausgehend von diesen Fuzzy-Regeln könnte der Wahrheitsgehalt der
Regeln beispielsweise im praktischen Fall wie folgt ausfallen:
Stillstandszeit sei 10 Minuten - Wahrheitsgrad 0.5 -
Rückübersetzung der in der Inferenz ermittelten Aussage, die ei
nen Signalkennwert darstellt, der Maß für den Korrekturwert ge
genüber dem Meßsignal ist. Ausgehend vom Beispiel ergibt sich ein
momentaner Korrekturwert von +1,3 Prozent (vgl. Fig. 4).
Das über die Leitung 21 gelieferte Signal der Liefergeschwindig
keit wird mit den Faktoren F1 bis F5 nach Fuzzy-Logik in Fuzzy-
Control verarbeitet. Die Fuzzy-Control liefert dazu einen Tast
rollen-Korrekturwert 25 in den Multiplizierer 15 für die Kor
rektur des fehlerbehafteten Meßsignals. Am Ausgang des Multipli
zierers 15 kommt das korrigierte Meßsignal heraus. Somit liegt
als Eingangsgröße für die nachfolgende konventionelle Steuerung
ein in Echtzeit und in Abhängigkeit der Einflußfaktoren F1 bis F5
und Leitung 21 korrigiertes Meßsignal vor. Dieses Meßsignal wird
dem FIFO-Speicher 13 zugeführt und wird in der bekannten Soll
wert-Stufe 12 verzögert weiterverarbeitet. Die Sollwert-Stufe 12
erhält vom Leittacho 6 des Hauptmotors 5 das Signal für die aktu
elle Liefergeschwindigkeit.
Der weitere Ablauf steht im Zusammenhang mit der Analyse eines
Ausgangssignals bei Verzugskorrektur. Ist im Ausgangssignal, dar
über die Tastrolle 4 gebildet wird und über die Leitung 22 der
Fuzzy-Control 19 zugeführt wird, der Fehler in veränderter Form
weiter vorhanden, so kann nach Lage und Form der Veränderung die
Fuzzy-Control 19 den Korrekturwert für Regeleinsatzpunkt (FIFO-
Länge) 23 und/oder Regelverstärkung 24 verändern. Der ermittelte
Korrekturwert für den Regeleinsatzpunkt 23 wird direkt dem FIFO-
Speicher 13 zugeführt und bewirkt dort mit Korrektur der FIFO-
Länge eine Änderung des Regeleinsatzpunktes. Das Ausgangssignal
vom FIFO-Speicher 13 gelangt über die Sollwert-Stufe 12 in einen
Multiplizierer 11. Für den Fall, dar ebenso die Regelverstärkung
korrigiert werden muß, liefert die Fuzzy-Control 19 den Korrek
turwert für die Regelverstärkung 24 in den zweiten Eingang des
Multiplizierers 11. Der Ausgang des Multiplizierers 11 liefert
eine korrigierte Regelverstärkung an das Steuergerät 10. Das
Steuergerät 10 wirkt auf den Regelmotor 7 mit Istwert-Tacho 8, so
dar in Verbindung mit dem Planetengetriebe der Verzug verändert
werden kann.
Denkbar, zur Ermittlung der FIFO-Länge und der Regelverstärkung,
ist ein künstlicher Signalsprung bekannter Größe und Länge der am
FIFO-Eingang eingefügt wird. Die folgende Antwort aus dem Meßsi
gnal der Ausgangstastrolle kann dann verarbeitet werden. Dieses
Verfahren ist aber nur mit Maschinenstart (Streckwert) sinnvoll,
da hierbei eine begrenzte Länge unbrauchbares Material erzeugt
wird.
Fig. 3 zeigt, dar die Fuzzy-Control 19 hardwareseitig aus den
Baueinheiten,
Steuerprozessor und Fuzzy-Logik,
lokaler Programmspeicher,
Speicher mit Wissensbasis,
batteriegepufferter Uhr,
zusammengesetzt ist. Die Fuzzy-Control ist mit dem Rechner für die Streckwerksregulierung (Signalprozessor für die Regulierung), über ein Dualport-RAM gekoppelt. Die Einflußgrößen,
Temperatur,
Luftfeuchtigkeit,
Stillstandszeit- der Maschinen werden über einen A/D-Wandler dem Fuzzy-Control zugeführt. Die Einflußgrößen,
Standzeiten gefüllter Vorlagekannen,
Materialeigenschaften des Faserbandes,
werden über den seriellen Kanal RX von der Maschinenzentrale an den Steuerprozessor und Fuzzy-Logik übermittelt. Die Tastrolle ist mit einem Tacho gekoppelt, der die Liefergeschwindigkeit in ein Signal umsetzt, welches dem Maschinenrechner und der Fuzzy- Control übermittelt wird. Über einen A/D-Wandler werden die Meß signale der Meßglieder (Eingangs-Tastrolle, Ausgangs-Tastrolle) dem Maschinenrechner und zugleich aber das Dualport-RAM dem Fuz zy-Control zugeleitet. Die in der Fuzzy-Control ermittelten Kor rekturwerte für das Meßsignal, dem Regeleinsatzpunkt und die Ver stärkung werden über den Dualport-RAM an den Signalprozessor für die Regulierung übergeben und somit der Regelmotor mit den korri gierten Signalen gesteuert.
Steuerprozessor und Fuzzy-Logik,
lokaler Programmspeicher,
Speicher mit Wissensbasis,
batteriegepufferter Uhr,
zusammengesetzt ist. Die Fuzzy-Control ist mit dem Rechner für die Streckwerksregulierung (Signalprozessor für die Regulierung), über ein Dualport-RAM gekoppelt. Die Einflußgrößen,
Temperatur,
Luftfeuchtigkeit,
Stillstandszeit- der Maschinen werden über einen A/D-Wandler dem Fuzzy-Control zugeführt. Die Einflußgrößen,
Standzeiten gefüllter Vorlagekannen,
Materialeigenschaften des Faserbandes,
werden über den seriellen Kanal RX von der Maschinenzentrale an den Steuerprozessor und Fuzzy-Logik übermittelt. Die Tastrolle ist mit einem Tacho gekoppelt, der die Liefergeschwindigkeit in ein Signal umsetzt, welches dem Maschinenrechner und der Fuzzy- Control übermittelt wird. Über einen A/D-Wandler werden die Meß signale der Meßglieder (Eingangs-Tastrolle, Ausgangs-Tastrolle) dem Maschinenrechner und zugleich aber das Dualport-RAM dem Fuz zy-Control zugeleitet. Die in der Fuzzy-Control ermittelten Kor rekturwerte für das Meßsignal, dem Regeleinsatzpunkt und die Ver stärkung werden über den Dualport-RAM an den Signalprozessor für die Regulierung übergeben und somit der Regelmotor mit den korri gierten Signalen gesteuert.
Die in der Fuzzy-Control ermittelten Korrekturwerte werden zu
gleich über den seriellen Kanal TX des Steuerprozessor an die Ma
schinenzentrale übermittelt.
Claims (17)
1. Verfahren zur Regulierung eines Streckwerkes, wobei Meßsigna
le zur Dicke des Faserbandes am Streckwerkseingang und -aus
gang erfaßt und im Reguliersystem verarbeitet werden, gekenn
zeichnet dadurch, daß die Meßsignale zur Dicke des Faserban
des, die von einem Meßglied außerhalb des Streckwerkes gebil
det werden zusammen mit Einflußfaktoren, die diese Meßsignale
beeinflussen, in einer Fuzzy-Control erfaßt, nach den Fuzzy-
Regeln einer Wissensbasis verknüpft und gewichtet werden, so
daß der gebildete Wert ein Korrekturwert für das Meßsignal
ist und das Meßsignal noch am Ausgang des Meßgliedes und vor
Weiterverarbeitung im Reguliersystem on-line korrigiert wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die
Temperatur der Tastrolle ein Einflußfaktor ist, der als Si
gnal erfaßt wird.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Luftfeuchtigkeit der Umgebung des Faserbandes ein Einflußfak
tor ist, der als Signal erfaßt wird.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stillstandszeit des Faserbandes zwischen den Tastrollen ein
Einflußfaktor ist, der als Signal erfaßt wird.
5. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Standzeit faserbandgefüllter Vorlagekannen ein Einflußfaktor
ist, der als Signal erfaßt wird.
6. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Materialeigenschaften des Faserbandes als Signale erfaßt wer
den.
7. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Liefergeschwindigkeit des Streckwerkes als Signal erfaßt
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fuzzy-Control die erfaßten Meßsignale der Faserbanddicke
mit mindestens den Einflußfaktoren
- - Temperatur der Tastrolle,
- - Luftfeuchtigkeit der Umgebung des Faserbandes,
- - Stillstandszeit des Faserbandes zwischen den Tastrollen,
- - Standzeit faserbandgefüllter Vorlagekannen,
- - Materialeigenschaften des Faserbandes,
- - Liefergeschwindigkeit des Streckwerks, nach der Fuzzy-Logik verarbeitet.
9. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Fuzzy-Control ein Speicher als Wissensbasis nach der Fuz
zy-Logik arbeitet, wobei zur
- - Ermittlung des Temperaturganges der Mechanik von Meßglie dern die Einflußgrößen
Stillstandzeit der Maschine und
Temperatur,
in einer Fuzzy-Regel verarbeitet,
in einer Fuzzy-Regel verarbeitet,
- - Ermittlung der materialabhänigen Pressung des Faserbandes die Einflußgrößen,
Stillstandzeit der Maschinen,
Materialkonstante des Faserbandes in einer Fuzzy-Regel verarbeitet,
Materialkonstante des Faserbandes in einer Fuzzy-Regel verarbeitet,
- - Ermittlung des Aufquellens von Faserbandmaterial mindestens die Einflußgrößen,
Lagerzeit gefüllter Vorlagekannen und
Luftfeuchtigkeit,
in einer Fuzzy-Regel verarbeitet,
in einer Fuzzy-Regel verarbeitet,
- - Ermittlung der Liefergeschwindigkeitskorrektur die Einfluß größe,
Momentane Liefergeschwindigkeit
in einer Fuzzy-Regel verarbeitet
und in der Inferenzstufe aus diesen vier Regeln der Korrek turwert für das Meßsignal ermittelt wird.
und in der Inferenzstufe aus diesen vier Regeln der Korrek turwert für das Meßsignal ermittelt wird.
10. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das Meßsignal aus dem Meßglied mit dem Korrekturwert aus der
Fuzzy-Control in einer digitalen Multiplikation unmittelbar
vor dem Eingang des FIFO-Speichers verknüpft wird.
11. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
bei einer Steuerung des Verzuges über das Meßglied am Streck
werksausgang das Antwortsignal einer Stellhandlung am Verzug
erfaßt und der Fuzzy-Control zur Signalanalyse zugeführt
wird, wobei Veränderungen von Lage und Form des Antwortsi
gnals eine Korrektur des Regeleinsatzpunktes und der Regel
verstärkung zur Folge haben.
12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Regulierung mit einer Fuzzy-
Control verbunden ist.
13. Vorrichtung gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fuzzy-Control einen Speicher mit Wissensbasis hat.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4202352A DE4202352A1 (de) | 1992-01-29 | 1992-01-29 | Verfahren und vorrichtung zur regulierung eines streckwerkes |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4202352A DE4202352A1 (de) | 1992-01-29 | 1992-01-29 | Verfahren und vorrichtung zur regulierung eines streckwerkes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4202352A1 true DE4202352A1 (de) | 1993-08-05 |
Family
ID=6450446
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4202352A Withdrawn DE4202352A1 (de) | 1992-01-29 | 1992-01-29 | Verfahren und vorrichtung zur regulierung eines streckwerkes |
| DE59205698T Expired - Fee Related DE59205698D1 (de) | 1992-01-29 | 1992-12-22 | Verfahren und Vorrichtung zur Regulierung eines Streckwerkes |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59205698T Expired - Fee Related DE59205698D1 (de) | 1992-01-29 | 1992-12-22 | Verfahren und Vorrichtung zur Regulierung eines Streckwerkes |
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|---|---|
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| EP (1) | EP0553483B1 (de) |
| JP (1) | JP3358840B2 (de) |
| CZ (1) | CZ9693A3 (de) |
| DE (2) | DE4202352A1 (de) |
| ES (1) | ES2086057T3 (de) |
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