DE4201019C2 - Vorrichtung zum Vermeiden von Unfällen beim Annähern einer durch einen Antrieb beweglichen Tafel an eine Schließkante - Google Patents
Vorrichtung zum Vermeiden von Unfällen beim Annähern einer durch einen Antrieb beweglichen Tafel an eine SchließkanteInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Vermeiden
von Unfällen mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs
1.
Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist bekannt (DE 39
09 960 C2). Sie kann für Schiebetüren, Fensterheber, Schiebedächer
etc. eingesetzt werden und umfaßt einen entlang einer
Schließkante zwischen einem feststehenden und einem bewegten
Teil verlegten leistenförmigen Einklemmschutz-Sensor, der zwei
elektrische Leiter und zwischen diesen einen elektrisch leitfähigen
Kunststoff enthält, dessen elektrischer Widerstand durch
Formänderung verringert wird. Mit der Widerstandsänderung wird
das Einklemmen eines Gegenstands oder eines Körperteils zwischen
dem beweglichen Teil und dem feststehenden Teil detektiert. Es
wird in der genannten Druckschrift nicht erörtert, wie sich die
Vorrichtung verhält, wenn das bewegliche Teil selbst beim
Erreichen der Schließanlage gegen die Schaltleiste drückt.
In einer weiteren bekannten Vorrichtung dieser Art (DE 29 04
434 A1) wird als Sensor für Einklemmfälle eine Mikroschaltleiste
mit zwei voneinander beabstandet angeordneten flachen Elektroden
verwendet, die sich einander bei Druckbeaufschlagung der Schaltleiste
nähern und schließlich - unter Auslösung eines Schaltsignals
- berühren. In einer Ausführungsform ist die eine Elektrode
als längs der Leiste verlaufende Schraubenfeder und die
andere Elektrode als parallel zur Schraubenfeder verlaufender,
elektrisch leitender Silikonkautschukstreifen ausgeführt.
Um ein ungestörtes Einlaufen der Tafel in ihr Schließstellung
zu erlauben, ist die Schaltleiste gegenüber der Tafelebene geringfügig
versetzt angeordnet, so daß wohl eingeklemmte Gegenstände
oder Körperteile, jedoch nicht die Tafel selbst sie beaufschlagen
können.
Es ist auch eine andere Vorrichtung bekannt (DE 26 10 558 A1),
die Einklemmungen über eine Auswertung des vom Elektromotor
gelieferten Drehmoments erkennt. Eine Abschalteinrichtung
stellt bei dieser Vorrichtung sicher, daß die Schließlage der
beweglichen Tafel auch dann erreicht wird, wenn die Last des
Antriebs z. B. durch eine sich beim Einfahren der beweglichen
Tafel in ihre Schließstellung verformende Dichtung erhöht wird,
indem sie die Sicherheitsschaltvorrichtung (Lasterfassung) außer
Funktion setzt, wenn die bewegliche Tafel bereits unmittelbar
vor ihrer Schließstellung steht, d. h. am Beginn eines
Restbewegungsbereichs, in dem kein Einklemmen mehr vorkommen
kann.
Es wurde auch bereits eine berührungslos wirkende Vorrichtung
dieser Art beschrieben (DE 40 28 584 A1), bei der eine Lichtschranke
entlang der Schließkante gerichtet ist, deren Strahlengang
durch Fremdkörper unterbrochen wird, wenn diese zwischen
die Schließkante und die Tafel geraten. Aus dieser Unterbrechung
wird wiederum ein Stop- oder Umkehrsignal für den
Antrieb der Tafel erzeugt; um zu verhindern, daß auch das Eindringen
der Tafel selbst in den Lichtschrankenbereich den Antrieb
beeinflußt, wird die Wirksamkeit der Lichtschranke durch
eine separate Abschalteinrichtung aufgehoben, die allein durch
die bewegliche Tafel selbst betätigt wird, wenn diese in ihre
Schließstellung einläuft.
Es ist auch eine Vorrichtung zur Vermeidung des Einklemmens von
Körperteilen bekannt (DE 37 31 428 A1) deren Sicherheitsschaltvorrichtung
auf die Änderung des Lichtstroms durch einen verformbaren
Lichtleiter anspricht; der Lichtleiter ist an demjenigen
Rand einer durch eine bewegliche Tafel verschließbaren
Öffnung angeordnet, zu welchem sich die Tafel beim Schließen
hinbewegt. Um den Lichtleiter nicht auch beim normalen Schließen
der Öffnung zu beanspruchen, kann der Antrieb der beweglichen
Tafel durch einen separaten Endlagenschalter abgeschaltet werden,
bevor diese selbst den Lichtleiter gegen den Rand drücken
kann. Auch bei dieser Vorrichtung ist ersichtlich vor dem Ansprechen
der Sicherheitsschaltvorrichtung eine mechanische Belastung
des Fremdkörpers durch die Schließkraft nicht vermeidbar.
Es sind Foliensensoren bekannt (INTERLINK Electronics Europe,
Technische Übersicht Rev. 2/90 "Druck- und Positionssensoren -
eine aufstrebende Technologie"), die in einer Baueinheit einen
Kraft-/Drucksensor und einen Positionssensor umfassen können.
Jedes Sensorelement besteht bei einer Gesamtdicke von ca. 0,2
mm zum einen aus zwei elektrischen Leiterbahnen in Kammform,
deren "Zinken" oder Finger ohne direkten elektrischen Kontakt
jeweils ineinandergreifen. Die Leiterbahnen sind von einer dünnen
Lage aus einem druckempfindlichen Halbleiterpolymeren bedeckt
und mit dieser fest verbunden. Im unbelasteten Ruhezustand
ist der elektrische Widerstand zwischen den beiden kammförmigen
Leiterbahnen bzw. deren einzelnen Fingern hoch (ca. 1
Megaohm). Bei einer Druckbeaufschlagung in Richtung auf die
Leiterbahnen sinkt der Widerstandswert des Halbleiterpolymers
an der belasteten Stelle schlagartig um bis zu drei Zehnerpotenzen.
Hierdurch werden die beiden Leiterbahnen im druckbelasteten
Bereich kurzgeschlossen.
Zusätzlich kann ein Festwiderstand (in Dickfilmtechnik) in eine
der Leiterbahnen bzw. Elektroden integriert sein - als Längssteg
des "Kamms" - und an Spannung gelegt werden. Der Festwiderstand
bildet im Zusammenwirken mit der Halbleiterpolymerschicht
einen Spannungsteiler, dessen Teilspannung an der anderen
Elektrode abgegriffen werden kann.
Damit ist dann nicht nur eine Druckmessung bzw. -erfassung,
sondern auch eine genaue Positionsbestimmung der druckbeaufschlagten
Stelle des Sensors möglich.
Die Foliensensoren sind mit bis zu 10 kg belastbar und erreichen
eine hohe Lebensdauer.
Die Erfindung hat die Aufgabe, eine gattungsgemäße Vorrichtung
mit einem die Belastung von Körperteilen im Einklemmfall durch
schnelles Ansprechen minimierenden Drucksensor so auszubilden,
daß dieser gleichzeitig eine Unterscheidung zwischen Einklemmen
und Einlaufen der beweglichen Tafel in ihre Endlage ermöglicht,
um bei einfachem Gesamtaufbau hohe Funktionssicherheit bezüglich
des Erreichens der Schließstellung der beweglichen Tafel zu
gewährleisten.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs
1 erfindungsgemäß gelöst.
Die kennzeichnenden Merkmale der Unteransprüche offenbaren vorteilhafte
Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die als Foliensensor der oben beschriebenen Bauart ausgeführte
Schaltleiste wird an der Schließkante der durch die bewegliche
Tafel verschließbaren Öffnung so angeordnet, daß eine bestimmte
Zone der Schaltleiste normalerweise nur durch die bewegliche
Tafel selbst oder ein mit dieser synchron bewegtes Teil, z. B.
einen federbelasteten Nocken, sicher unmittelbar vor der
Schließstellung und vor dem Ansprechen des größeren Teils der
Schaltleiste auf die Tafel betätigt werden kann.
Dann kann mittels der Positionssensorfunktion des Foliensensors
ein Abschaltsignal erzeugt werden, das sich signifikant von dem
bei einem Einklemmfall erzeugten Signal unterscheidet. Mittels
dieses Signals kann die Hinderniserfassung in geeigneter Weise
abgeschaltet werden.
Gleichzeitig ist aber die Hinderniserfassung als solche hoch
empfindlich, da bereits auf kürzestem Hub ein auswertbares
Schaltsignal des Drucksensorteils des Foliensensors erzeugt
wird.
Vorteilhaft kann sich der Positionssensorteil der Schaltleiste
bzw. des Foliensensors nur über die Zone bzw. den Randbereich
erstrecken, in der/dem die Abschaltfunktion gesteuert werden
soll, denn im Bereich der Schließkante ist der Ort der Druck
belastung an sich unerheblich. Damit wird auch eine deutliche
Schaltschwelle erreicht.
Die Schaltleiste wird vorzugsweise an der feststehenden Schließ
kante (Schiebedach- oder Fensterrahmen) abgebracht. Dies ist
aufgrund der hohen Belastbarkeit der als Foliensensor ausgeführ
ten Schaltleiste und der zuverlässigen Abschaltung bzw. Unwirk
samschaltung der Sicherheitsschaltvorrichtung ohne Seitenversatz
möglich, wodurch die Ansprechsicherheit erhöht wird.
Sie kann dabei entweder direkt aufgebracht sein (geklebt, ver
klipst), oder innerhalb einer als Hohlprofil ausgeführten Dich
tung fixiert sein. Mit dem Einbau in eine Dichtung kann eine
bessere Verteilung der Druckbelastung beim Einlaufen der Tafel
gegen die Schließkante erreicht werden.
Wegen der sehr hohen Schaltdynamik des Foliensensors bei ge
ringstem Schaltweg (nahezu verformungsfrei), können konstruk
tive und stilistische Anforderungen in einem weiten Ausmaß pro
blemlos abgedeckt werden, ohne den gesetzlich vorgeschriebenen
Wert von ca. 100 N maximaler Einklemmkraft zu verletzen. Daher
kann die Steifigkeit der Dichtung selbst ohne weiteres den Be
dürfnissen des Anwenders angepaßt werden.
Zum Beispiel ist die Anpassung der Schaltleiste an die Karosseriegeo
metrie im Bereich der Schließkante sehr einfach, weil bei ihrer
Anbringung auch gekrümmten Verläufen ohne weiteres gefolgt wer
den kann.
Als "voreilendes" Betätigungsglied kann an der beweglichen Ta
fel einfach ein vorzugsweise federbelasteter Nocken vorgesehen
werden, durch dessen Länge der Abschaltabstand, d. h. der Ab
stand zwischen Tafel und Schließkante, bei dem die Sicherheits
schalteinrichtung mangels Einklemmgefahr ab- oder unwirksam
geschaltet werden kann, bestimmt wird.
Weitere Einzelheiten und Vorteile gehen aus der Zeichnung eines
Ausführungsbeispiels und deren sich hier anschließender einge
hender Beschreibung hervor.
Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Fahrzeugdach mit einer be
weglichen Tafel in Gestalt eines geöffnet gezeich
neten Schiebedachs und mit der räumlichen Anordnung
der Foliensensor-Schaltleiste,
Fig. 2 eine stark vereinfachte Skizze der hier interes
sierenden Bereiche der Tafel und der Schaltleiste -
mit einem Diagramm über deren Schaltverhalten -
nebst einer einfachen Steuerschaltung für den An
trieb der Tafel.
Ein Fahrzeugdach 1 weist gemäß Fig. 1 eine Öffnung 2 auf, wel
che durch eine bewegliche Tafel 3 in Gestalt eines teilweise
geöffnet gezeichneten Schiebedachs verschließbar ist. Die Tafel
3 ist durch einen Antrieb 4 mit einem Elektromotor M in nicht
näher dargestellter Weise im wesentlichen linear entlang Füh
rungen 5 hin und her antreibbar. Beim Schließen der Öffnung 2
bewegt sich die Tafel 3 zu einer vorderen Schließkante 6 der
Öffnung 2 hin. Durch unachtsames Einschalten des Antriebs 4 in
Schließrichtung könnte es dabei in einem Mittenbereich M bei
sich verkleinerndem Zwischenraum in der Öffnung 2 zum Einklem
men von Fremdkörpern wie Körperteilen von Fahrzeuginsassen zwi
schen der in Schließrichtung voranlaufenden Vorderkante der
Tafel 3 und der Schließkante 6 kommen.
Zur Erfassung solcher auf die Schließkante 6 gedrückter Fremd
körper ist entlang dieser in an sich bekannter Weise eine
Schaltleiste 7 angeordnet, die sich auch über Randbereiche R
der Schließkante 6 bzw. über die Führungen 5 hinweg erstreckt,
obwohl in diesen Randbereichen normalerweise keine Einklemmge
fahr vorliegt. Beispielsweise können die Führungen 5 seitlich
weitgehend abgedeckt sein.
Der Aufbau der Schaltleiste 7 ist genauer in Fig. 2 darge
stellt, wo die schematisch angedeutete Tafel 3 der Schaltleiste
7 gegenübersteht. Es sei angemerkt, daß sich die Tafel 3 im
Einbauzustand in Normalenrichtung auf die Schaltleiste 7 zube
wegt; letztere ist hier nur zur Veranschaulichung ihres Aufbaus
um 90° in die Zeichenebene geklappt. Linksseitig sind die
Schaltleiste 7 und die Tafel 3 abgebrochen gezeichnet.
Die Aufteilung in den größeren Mittenbereich M und einen Rand
bereich R ist durch eine vertikale strichpunktierte Linie an
gedeutet, wobei die entsprechende Führung hier weggelassen wur
de.
Diese Aufteilung setzt sich auch in dem oberhalb der Schalt
leiste 7 in Fig. 2 dargestellten Diagramm fort, auf das im
Rahmen der Funktionsbeschreibung noch näher eingegangen wird.
Eine abdeckende Halbleiterpolymer-Schicht 8 der als Foliensen
sor an sich bekannter Bauart ausgeführten Schaltleiste 7 ist
hier teilweise weggeschnitten gezeichnet, damit auf ein darun
terliegendes Substrat 75 aufgetragene kammförmige Elektroden 9
und 10 der Schaltleiste 7 sichtbar werden. Die an eine elek
trische Spannung (+/-), z. B. die Bordspannung des Fahrzeugs,
anschließbare erste Elektrode 9 ist in dem Randbereich R mit
einem in Dickfilmtechnik aufgetragenen hochohmigen Widerstand
11 ausgestattet, während die im Mittenbereich M liegende grö
ßere Restzone dieser Elektrode ebenso wie die gesamte zweite
Elektrode 10, die nur mit einem Abgriff 12 versehen ist, nur
einen geringen ohmschen Widerstand hat.
Die bewegliche Tafel 3 selbst ist in ihrem Randbereich R mit
einem Betätigungsglied 13 in Form eines Nocken versehen, der,
wie durch Andeutung von Feder und Führungen dargestellt, gegen
Federkraft beweglich bzw. eindrückbar in der Tafel gelagert
sein kann und in seiner Ruhelage über deren Vorderkante (in
Bewegungsrichtung betrachtet) in Richtung auf die Schaltleiste
7 vorsteht. Die Höhe des Nocken in unbelasteter Ruhestellung
wird so festgelegt, daß er die Schaltleiste 7 nicht eher er
reicht, als bis auch ein Zwischenschieben von z. B. Kinderfin
gern in den verbleibenden Zwischenraum der Öffnung 2 ausge
schlossen ist, also auf wenige Millimeter.
Es sei angemerkt, daß die hier nur für den rechten Randbereich
R gezeigte Anordnung grundsätzlich auch auf der anderen Seite
der Tafel 3 vorgesehen werden kann, daß aber die einseitige
Anordnung wegen der exakten Parallelführung der Tafel 3 den
Anforderungen vollauf genügt.
Der reversierbare Antrieb 4 für die Tafel ist über ein elek
tronisches Steuergerät 14 mittels eines manuell bedienbaren
Steuerschalters 15 einschaltbar, der als Wechseltaster mit neu
traler Mittellage ausgeführt ist (Wippenschalter) und im Wechsel
zwei unterschiedliche Steuereingänge "Zu" (Schiebedach schlie
ßen) und "Auf" (Schiebedach öffnen) des mit einer eigenen Span
nungsversorgung versehenen Steuergeräts 14 auf Massepotential
ziehen kann. Die Spannungsversorgung der ersten Elektrode 9
wird vom Steuergerät 14 beherrscht und einen Ausgang
16 geschaltet. An einen Eingang Si des Steuergeräts 14 ist fer
ner der Abgriff 12 der zweiten Elektrode 10 angeschlossen.
Nicht dargestellt sind ferner weitere Eingänge des Steuergeräts
14, über die beispielsweise ein selbsttätiges Schließen des
Schiebedachs oder eines Fensters beim Verriegeln des Fahrzeugs
von außen gesteuert werden könnte.
Im folgenden werden nun die Funktionsweise bzw. das Schaltver
halten der Schaltleiste 7 und deren Wirkungen anhand des Dia
grammteils der Fig. 2 erörtert, auf dessen Ordinate U12 ver
schiedene, am Abgriff 12 bzw. am Eingang Si erfaßbare Spannungs
niveaus im qualitativen Vergleich mit der Bordspannung BS über
der Breite der Schließkante 6 bzw. über dem Längsverlauf der
Schaltleiste 7 als Abszisse aufgetragen sind.
Es kann vorgesehen werden, daß die Versorgungsspannung BS nur
in einem bestimmten Bewegungsbereich der Tafel 3, in der diese
in relativer Nähe zur Schließkante 6 steht, an die Elektrode 9
angelegt wird. Hierzu wäre z. B. eine Positionserfassung im
normalen Bewegungsbereich der Tafel 3 mit entsprechender Signa
lisierung an das Steuergerät 14 geeignet.
Am Abgriff 12 der zweiten Elektrode 10 liegt normalerweise -
bei eingeschalteter Spannungsversorgung der ersten Elektrode 9
- nur eine sehr kleine Spannung N (Nullbelastung, durchgezogen
gezeichnet) an, wenn die Tafel 3 in einer Öffnungsstellung steht
und die Schaltleiste 7 nicht mechanisch beaufschlagt und damit
hochohmig ist. Dann ist der normale Betrieb des Antriebs 4 mög
lich.
Wird die Schaltleiste 7 hingegen irgendwo im Mittenbereich M
auch nur leicht druckbelastet, so ändert sich der Spannungspe
gel am Abgriff 12 fast schlagartig auf einen Wert Rev (gestri
chelt), der annähernd Bordspannungsniveau hat, weil der ohmsche
Widerstand des elastischen Halbleiterpolymers 8 sich über einem
Weg von Millimeterbruchteilen stark verringert.
Aus dem hohen Spannungspegel Rev am Abgriff 12 bzw. am Eingang
Si wird dann im Steuergerät 14 in der üblichen, nicht weiter
dargestellten Weise ein Sicherheitsschaltsignal abgeleitet, das
zu einem Reversieren (oder zumindest Anhalten) des laufenden
Antriebs 4 und damit der Schließbewegung der Tafel 3 führt,
auch wenn der Steuerschalter 15 weiterhin in Stellung "Zu" ge
halten werden sollte.
Wird die Schaltleiste 7 jedoch nur im Randbereich R mechanisch
insbesondere durch den Nocken 13 belastet, so springt die Span
nung am Abgriff 12 auf einen durch den Widerstand 11 bestimmten
Wert Ab, der signifikant unter dem Bordspannungsniveau, jedoch
auch deutlich über dem Ruhezustandsniveau liegt. Dieser kleine
re Spannungspegel Ab am Eingang Si wird nun im Steuergerät 14
dahingehend ausgewertet, daß a) eine Einklemmgefahr nicht mehr
vorliegt, weil der Abstand der Tafel 3 von der Schließkante 6
bereits sehr klein (gleich der Nockenhöhe) geworden ist und
deshalb b) die Sicherheitsschaltvorrichtung inaktiv bzw. abge
schaltet werden kann, damit die Tafel 3 nun vollends in ihre
Schließlage gebracht werden kann.
Dies kann z. B. durch Abschalten der Spannungsversorgung der
ersten Elektrode 9 am Ausgang 16 geschehen; diese ist dann bei
einem erneuten Herauslaufen der Tafel 3 aus der Endstellung,
spätestens aber dann selbsttätig wieder einzuschalten, wenn der
Steuerschalter 15 bei verschobener Tafel in seine Stellung "Zu"
geschaltet wird.
Der Positionssensorteil der Schaltleiste 7 (Widerstand 11) ist
mithin Teil einer im wesentlichen in das Steuergerät 14 integrierten
Abschalteinrichtung für die Sicherheitsschaltvorrichtung,
die regulär nur durch die bewegliche Tafel 3 selbst betätigt
werden kann. Auch der Ausgang 16 ist Teil dieser Abschalteinrichtung.
Teile der Sicherheitsschaltvorrichtung sind dagegen neben dem
Steuergerät 14 die Schaltleiste 7 mit ihren Bestandteilen, der
Abgriff 12 und der Eingang Si des Steuergeräts.
Es sei angemerkt, daß der Verlauf des Spannungspegels "Ab" im
Diagrammteil der Fig. 2 an sich nicht horizontal, sondern entsprechend
dem zunehmenden Einfluß des Widerstands 11 schräg
verlaufen müßte; die gewählte Darstellung dient nur der Vereinfachung
des Bezugs auf den Spannungspegel und trägt der Tatsache
Rechnung, daß der Nocken 13 natürlich nur einen begrenzten
Bereich bzw. Punkt des Positionssensorteils beaufschlagen wird.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Vermeiden von Unfällen bei der Annäherung
einer durch einen schaltbaren Antrieb beweglichen Tafel, insbesondere
eines Kraftfahrzeug-Schiebedachs oder -Fensters, an
eine Schließkante,
mit einer entlang der Schließkante angeordneten Schaltleiste in Gestalt eines streifenförmigen, sich mindestens über die Länge der Schließkante erstreckenden elektrischen Widerstandselements mit einem Drucksensorte, dessen Widerstandswert bei Druckbelastung, insbesondere durch einen auf die Schließkante gedrückten Fremdkörper sprunghaft veränderlich ist,
mit einer durch ein bei Änderung des elektrischen Widerstands des Drucksensorteils erzeugbares Erfassungssignal steuerbaren Sicherheitsschaltvorrichtung, die daraufhin den laufenden Antrieb der Tafel umkehrt oder anhält, um ein Einklemmen des Fremdkörpers zwischen Tafel und Schließkante zu vermeiden, dadurch gekennzeichnet, daß die unmittelbar an der Schließkante (6) in einem von der Tafel (3) selbst beaufschlagbaren Bereich angeordnete Schaltleiste (7) ferner einen Positionssensorteil (8, 9, 10, 11) zur Erfassung eines Ortes der Druckbelastung derselben Schaltleiste (7) umfaßt, und
daß bei Beaufschlagung der Schaltleiste (7) in einem Randbereich (R) der Schließkante (6), in dem keine Einklemmgefahr besteht, durch die Tafel (3) selbst oder ein mit dieser synchron bewegtes Teil, wenn die Tafel (3) in eine Stellung in unmittelbarer Nähe zur Schließkante (6) gelangt, in welcher kein Fremdkörper mehr in den verbleibenden den Zwischenraum (2) mehr eindringen kann, ein zum Unwirksamschalten der Sicherheitsschaltvorrichtung (14, Si) auswertbares Signal des Positionssensorteils (8, 9, 10, 11) erzeugbar ist.
mit einer entlang der Schließkante angeordneten Schaltleiste in Gestalt eines streifenförmigen, sich mindestens über die Länge der Schließkante erstreckenden elektrischen Widerstandselements mit einem Drucksensorte, dessen Widerstandswert bei Druckbelastung, insbesondere durch einen auf die Schließkante gedrückten Fremdkörper sprunghaft veränderlich ist,
mit einer durch ein bei Änderung des elektrischen Widerstands des Drucksensorteils erzeugbares Erfassungssignal steuerbaren Sicherheitsschaltvorrichtung, die daraufhin den laufenden Antrieb der Tafel umkehrt oder anhält, um ein Einklemmen des Fremdkörpers zwischen Tafel und Schließkante zu vermeiden, dadurch gekennzeichnet, daß die unmittelbar an der Schließkante (6) in einem von der Tafel (3) selbst beaufschlagbaren Bereich angeordnete Schaltleiste (7) ferner einen Positionssensorteil (8, 9, 10, 11) zur Erfassung eines Ortes der Druckbelastung derselben Schaltleiste (7) umfaßt, und
daß bei Beaufschlagung der Schaltleiste (7) in einem Randbereich (R) der Schließkante (6), in dem keine Einklemmgefahr besteht, durch die Tafel (3) selbst oder ein mit dieser synchron bewegtes Teil, wenn die Tafel (3) in eine Stellung in unmittelbarer Nähe zur Schließkante (6) gelangt, in welcher kein Fremdkörper mehr in den verbleibenden den Zwischenraum (2) mehr eindringen kann, ein zum Unwirksamschalten der Sicherheitsschaltvorrichtung (14, Si) auswertbares Signal des Positionssensorteils (8, 9, 10, 11) erzeugbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltleiste (7) an oder in einer elastischen Dichtung
der Schließkante (7) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltleiste (7) auf einem Substrat (7S) zwei langgestreckte
Elektroden (9, 10), deren erste (Elektrode 9) einen
vorbestimmten ohmschen Widerstand hat und an eine Spannungsversorgung
(16) anschließbar ist und deren zweite (Elektrode 10)
einen Abgriff (12) aufweist, und eine die Elektroden (9, 10)
abdeckende, im Ruhezustand hochohmige, bei Druckbelastung jedoch
niederohmig werdende elastische Schicht (8) umfaßt, über
welche die beiden Elektroden (9, 10) kurzschließbar sind, wobei
am Abgriff (12) der zweiten Elektrode (10) ein Spannungssignal
erfaßbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltleiste (7) nur in dem vorbestimmten Bereich (R)
ihrer Länge einen Spannungsteiler bildet, so daß am Abgriff
(12) bei Druckbeaufschlagung der Schaltleiste (7) in diesem
Bereich (R) ein Spannungssignal (Ab) abgreifbar ist, das sich
von einem bei einer anderweitigen Druckbeaufschlagung der
Schaltleiste (7) abgreifbaren Spannungssignal (Rev) signifikant
unterscheidet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tafel (3) an ihrer der Schließkante (6) zugewandten
Seite mit einem über die Kontur dieser Seite geringfügig hinausragenden,
auf den Positionssensorteil (8, 9, 10, 11) der
Schaltleiste (7) aufdrückbaren Betätigungsglied (13) als synchron bewegtes Teil versehen
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsglied (13) als gegen Federkraft eindrückbar
in der Tafel (3) geführter Nocken ausgeführt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannungsversorgung der ersten Elektrode (9) mittels
der durch die bewegliche Tafel (3) betätigten Abschalteinrichtung
(14, 16) elektrisch abschaltbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannungsversorgung der ersten Elektrode (9) gleichzeitig
mit der Einschaltung des Antriebs (4) der beweglichen
Tafel (3) zu einer Bewegung gegen die Schließkante (6) elektrisch
einschaltbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4201019A DE4201019C2 (de) | 1992-01-16 | 1992-01-16 | Vorrichtung zum Vermeiden von Unfällen beim Annähern einer durch einen Antrieb beweglichen Tafel an eine Schließkante |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE4201019A DE4201019C2 (de) | 1992-01-16 | 1992-01-16 | Vorrichtung zum Vermeiden von Unfällen beim Annähern einer durch einen Antrieb beweglichen Tafel an eine Schließkante |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE4201019C2 true DE4201019C2 (de) | 1993-10-21 |
Family
ID=6449637
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4201019A Expired - Fee Related DE4201019C2 (de) | 1992-01-16 | 1992-01-16 | Vorrichtung zum Vermeiden von Unfällen beim Annähern einer durch einen Antrieb beweglichen Tafel an eine Schließkante |
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