DE4138252A1 - Vorrichtung und verfahren das mit hilfe der fliehkraft, eine subjektive simulation von kraeften erlaubt, die bei einer bewegung auf einen koerper einwirken - Google Patents
Vorrichtung und verfahren das mit hilfe der fliehkraft, eine subjektive simulation von kraeften erlaubt, die bei einer bewegung auf einen koerper einwirkenInfo
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Description
Simulator zur realen Darstellung von Kräften, die auf einen
Probanden bei einer Bewegung einwirken.
Alle bisher gebauten Simulatoren, ob es nun Fahr- oder Flugsimulatoren
sind, haben den Nachteil äußerst unbeweglich zu sein.
In einer veröffentlichten Patentschrift heißt es dazu:
Missionstrainingssysteme sind an sich in den verschiedensten
Ausführungsformen bekannt. In der überwiegenden Mehrheit handelt
es sich hierbei um sogenannte Bodensimulatoren. Der Nachteil
dieser Geräte besteht vor allem in ihrem mangelhaften Bewegungsverhalten.
Es ist nicht möglich, schnelle Flugzeuge, insbesondere
Kampfflugzeuge so nachzusimulieren, daß die Bewegung
eines "liegenden Cockpits" ein Verhalten zeigt welches
dem Piloten mindestens subjektiv das Gefühl vermittelt, in
einem wirklichen Flugzeug zu sitzen und einen Echtflug zu
absolvieren.
(Anmelder: MBB GmbH 8012 Ottobrunn; Akz.: P 39 16 545.0 A1)
Dabei ist es gerade Aufgabe eines Simulators wie auch immer er
gebaut ist, daß zu simulierende Teilgebiet so realistisch darzustellen
wie nur möglich. Bei den heutigen Simulatoren ist es
nicht möglich Kräfte zu simulieren, die besonders bewegungsspezifisch
sind z. B.: Fliehkräfte bei Kurvenfahrt und Flug
oder Beschleunigungskräfte weder positive noch negative.
Das Hauptproblem was sich stellt ist das alle Simulationsarten
die heute existieren zu statisch also zu unbeweglich sind.
Dabei ist die Bewegung des zu simulierenden Raumes (Cockpit
oder Fahrgastzelle) um drei Achsen zwar kein Problem, aber
diese Bewegungen geben dem Probanden nicht die realen physiologischen
Belastungen mit, die bei einer Bewegung nun mal auftreten.
Es handelt sich dabei nur um eine Lageveränderung des zu
simulierenden Raumes.
Wenn man den zu simulierenden Raum kardanisch aufhängt und diese
kardanische Aufhängung ihrerseits auf ein Gestell montiert was
selbst eine Kreisbewegung von 360° ausführen kann, dann ist diese
Unbeweglichkeit des Simulationsraumes Annähernd gelöst.
Bei dieser Erfindung wird zwischen zwei waagerecht angeordneten
Doppelträgern (Fig. 1 und Fig. 2, Nr. 6) die jeweils am Ende fest
verbunden und auf angetriebenen Rollen (Rädern) lagern (Fig. 1
und Fig. 2; Nr. 8) die kardanisch aufgehängte Kabine (Cockpit
oder Fahrgastzelle) (Fig. 3) so montiert das diese Kabine entlang
der Träger frei beweglich ist. Also bei Fig. 1 von oben nach
unten entlang der Ordinate sich bewegen kann, die dabei auftretende
Unwucht wird durch Gegengewichte (Fig. 1 und Fig. 2, Nr. 7), die
sich gegengesetzt zur Kabine bewegen kompensiert.
Das komplette System liegt also nur auf den an den Enden der
Träger befindlichen Rollen (Rädern) so auf, daß diese nur
eine kreisförmige Bewegung des gesamten Trägergestelles zulassen.
Alle sich bewegenden Teile (Lager und Rollen) sind in den
Zeichnungen gepunktet. Dabei sind im einzelnen folgende Rollen
und Lager für nachfolgende Bewegungsabläufe aufgeführt:
Fig. 1 und Fig. 2, Nr. 8, Hauptlager von 4 Rollen (Rädern)
die das gesamte Gestell, hier
auf einer Kreisbewegung um die
z-Achse, bewegen,
Fig. 1, Fig. 2 und Fig. 3, Nr. 5, Hauptkabinenlagerung die die
Kabine auf der hier dargestellten
im Ruhezustand y-Achse bewegt,
Fig. 3, Nr. 2 und Nr. 3, kardanische Lager, die die Kabine
um alle Achsen frei beweglich
macht (siehe auch folgenden
Punkt),
Fig. 3, Nr. 4, Drehkranz für hier, zur Rotation
um die z-Achse
(auch zur kardanischen Lagerung
gehörig).
Wird das Hauptträgergestell auf eine gleichförmige Kreisbewegung
möglichst geringer Geschwindigkeit gebracht, hat der Proband keine
Kräfte, die auf ihn wirken, wenn sich die Kabine im Zentrum (Kreismittelpunkt)
befindet. Wird die Kabine aber auf den Hauptträgern
jetzt bewegt, so erfährt der Proband Kräfte, die bei der Beschleunigung
oder Abbremsung entstehen, je nachdem, ob er von ihm aus
gesehen nach vorn oder nach hinten bewegt wird.
Da nach der Gleichung:
F = m · w² · r
F Betrag der Zentrifugalkraft,
m Masse des umlaufenden Massepunktes,
w Winkelgeschwindigkeit des umlaufenden Massepunktes,
r Abstand des umlaufenden Massepunktes.
m Masse des umlaufenden Massepunktes,
w Winkelgeschwindigkeit des umlaufenden Massepunktes,
r Abstand des umlaufenden Massepunktes.
Die Zentrifugalkraft mit der Winkelgeschwindigkeit und dem
zunehmenden Abstand zum Mittelpunkt steigt, werden die Kräfte die
auf den Probanden einwirken mit entfernen der Kabine vom Mittelpunkt
immer größer.
Um nun Nicken, Gieren oder Rollen eines z. B. Fluggerätes zu
simulieren, wird die kardanische Aufhängung (Fig. 3, Nr. 2, 3 und 4)
so gesteuert, daß die zu erzielende Kraft auf der Fliehkraftlinie
ist.
Angenommen es soll eine Linkskurve simuliert werden, so wird
der Proband so zur Fliehkraftlinie positioniert, daß er die rechte
Seite seiner Kabine näher zu den Enden der Hauptträger hat.
Die Größe der Kraft, ist nur von der Drehgeschwindigkeit des
Hauptträgergestelles und dem Abstand der Kabine zum Drehpunkt
abhängig.
Die zu leistende Drehgeschwindigkeit und die Größe des Simulators
sind nicht Bestandteil der Erfindung und werden von Anwendungsgebiet
zu Anwendungsgebiet schwanken.
Die Hauptvorteile dieses Simulators liegen natürlich darin
Bewegungsmerkmale wie Fliehkräfte und Kurvenbeschleunigung
subjektiv darzustellen, aber auch in den umfangreichen Einsatzgebieten
z. B.:
- a) Flugtrainer für große und kleine Flugzeuge
- b) Flugtrainer für schnelle Flugzeuge (Kampfflugzeuge)
- c) Fahrsimulator für alle Arten von Fahrzeugen
- d) Als Trainingssimulator für Rennsportler z. B.: Formel 1, Bobfahrer usw.
Die Kosten eines solchen Simulators sind mit Sicherheit höher
als bei den herkömmlichen Simulatoren doch ist die Einsatzvielfalt
und die realistische Darstellung mit Sicherheit wichtiger.
Claims (1)
- Flug und Fahrsimulator, der dadurch gekennzeichnet ist:
- a) Der zu simulierende Raum kardanisch gelagert und somit um alle drei Raumachsen beweglich ist.
- b) Die Vorrichtung, wie unter a) beschrieben, zwischen zwei Trägern, die ihrerseits waagerecht und parallel aber fest miteinander verbunden sind, so gelagert wird das die Vorrichtung wie unter a) beschrieben entlang der eben genannten Träger beweglich ist.
- c) Die Vorrichtung, die wie unter b) beschrieben, auf einem kreisrunden, festen Untergrund so plaziert wird, der es erlaubt diese gesamte wie unter b) beschriebene Vorrichtung im Kreis zu bewegen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914138252 DE4138252A1 (de) | 1991-11-21 | 1991-11-21 | Vorrichtung und verfahren das mit hilfe der fliehkraft, eine subjektive simulation von kraeften erlaubt, die bei einer bewegung auf einen koerper einwirken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914138252 DE4138252A1 (de) | 1991-11-21 | 1991-11-21 | Vorrichtung und verfahren das mit hilfe der fliehkraft, eine subjektive simulation von kraeften erlaubt, die bei einer bewegung auf einen koerper einwirken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4138252A1 true DE4138252A1 (de) | 1992-06-11 |
Family
ID=6445256
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914138252 Ceased DE4138252A1 (de) | 1991-11-21 | 1991-11-21 | Vorrichtung und verfahren das mit hilfe der fliehkraft, eine subjektive simulation von kraeften erlaubt, die bei einer bewegung auf einen koerper einwirken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4138252A1 (de) |
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- 1991-11-21 DE DE19914138252 patent/DE4138252A1/de not_active Ceased
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