DE4133001A1 - Supraleitende drehanordnung - Google Patents
Supraleitende drehanordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine supraleitende Rotations- oder
Drehanordnung, z. B. einen supraleitenden Generator, bei
dem mindestens eine auf einem Rotor montierte Wicklung
aus einem Supraleiter hergestellt ist.
Bei einem herkömmlichen Generator (Stromerzeuger) ist eine
aus einem Supraleiter gebildete Feldwicklung in einem Rotor
enthalten, dessen beiden Endabschnitte in Lagern drehbar
gelagert sind. Ein Stator weist eine in einem vorbestimmten
Abstand vom Rotor angeordnete Ankerwicklung auf und ist
in einem Statorrahmen montiert. Letzterer ist mit den Lagern
verbunden und wird von einer Basis oder einem Sockel getra
gen. An der einen Seite des Rotors ist eine Kupplung zur
Verbindung einer Antriebsvorrichtung mit einem Wellenend
abschnitt des Rotors vorgesehen, während eine Feldstrom
quelle zum Zuspeisen eines Feldstroms zu einer Feldwicklung
und eine Kältemittel(liefer)quelle zum Einspeisen von Kälte
mittel in den Rotor am anderen Wellenendabschnitt des Rotors
angeordnet sind.
Der Rotor des supraleitenden Generators weist einen kompli
zierten Mechanismus bzw. Aufbau und Teile auf, um die Supra
leiter auf einer supraleitenden Temperatur zu halten. Bei
spielsweise ist ein "kalter" oder Tieftemperatur-Rotor, wel
cher die Feldwicklung enthält, gegenüber der Außenseite
abgeschirmt, um die Supraleiter auf supraleitender Tempera
tur bzw. Supraleitungstemperatur zu halten, und so ausge
bildet, daß er mittels eines Kältemittels (coolant) kühl
bar ist. Insbesondere sind ein Wärmeabschirmzylinder mit
einer Hochglanz-Oberfläche und ein Magnetabschirmzylinder
zum Abschirmen der Feldwicklung gegen schädlichen Magnetis
mus vom Anker (her) konzentrisch am Außenumfang des kalten
Rotors (cold rotor) angeordnet; zwischen dem kalten Rotor,
dem Wärmeabschirmzylinder und dem Magnetabschirmzylinder
gebildete (Zwischen-) Räume sind jeweils zu Unterdruckräumen
geformt, die auf einem Unterdruck gehalten werden. Dadurch
wird eine Wärmeleitung vom Außenumfang zum kalten Rotor
durch die Unterdruck- oder Vakuumräume verhindert, während
Strahlungswärme durch die Hochglanzfläche des Wärmeabschirm
zylinders (strahlungs)abgeschirmt wird. An den Wellenenden
des kalten Rotors sind ein Torsionsrohr eines dünnen, hohl
zylindrischen Aufbaus und eine Strahlungsabschirmung mit
Hochglanzfläche zum Versperren oder Verschließen der end
seitigen Öffnung des Torsionsrohrs angeordnet, wobei ein
zwischen der Wellenendabschnittseite des Rotors und der
Strahlungsabschirmung gebildeter (Zwischen-)Raum sowie
im Torsionsrohr gebildete Räume als auf einem Unterdruck
gehaltene Unterdruckräume ausgelegt sind. Die Wärmeüber
tragung in Axialrichtung des Rotors wird daher durch die
Unterdruckräume verhindert, während Strahlungswärme durch
die Hochglanzfläche der Strahlungsabschirmung abgeschirmt
wird. Zudem können um den kalten Rotor herum befindliche
Bauelemente mit Hilfe von Kältemittel zwangsweise gekühlt
werden, wodurch die Kühlung des kalten Rotors verstärkt wird.
Andererseits wird Kältemittel, das in den Rotor eingespeist
und aus ihm abgeführt wird, von einer zentralen Bohrung
am bzw. im Wellenendabschnitt des Rotors an der von der
Kupplung abgewandten Seite über ein Speiserohr in den Rotor
geleitet. Da hierbei aufgrund der Rotations-Fliehkraft
eine radial auswärts gerichtete Kraft auf das Kältemittel
ausgeübt wird, strömt das in den kalten Rotor eingeleitete
Kältemittel durch eine(n) in diesem Rotor vorgesehene(n)
Durchgang oder Leitung zum Kühlen der Feldwicklung. Da
sich das spezifische Gewicht des Kältemittels, wenn sich
dessen Temperatur erhöht, verringert, wird das vom Speise
rohr zugespeiste Kältemittel an der radialen Außenseite
des Tieftemperaturraums im Rotor gesammelt (gathered),
während das Kältemittel, das diesen Raum gekühlt hat und
dessen Temperatur sich erhöht hat, am bzw. im zentralen
Bereich gesammelt wird. Ein Teil des in seiner Temperatur
erhöhten Kältemittels verdampft im zentralen Abschnitt. Das
in letzterem gesammelte verdampfte Kältemittel kann durch
die Ablaßbohrung über ein Ablaßrohr abgeführt werden.
Bei diesem supraleitenden Generator ist ein Absaugrohr
zum Evakuieren der Unterdruckräume um das Speiserohr und
das Ablaßrohr im kalten Rotor (auf einen Unterdruck- oder
Vakuumzustand) vorgesehen, um eine Wärmeabschirmung zwi
schen zugespeistem und abgeführtem Kältemittel sowie dem
Rotor vorzusehen. Bei dieser bisherigen Anordnung kommuni
zieren die Unterdruckräume mit einer Unterdruckpumpen- oder
-absaugbohrung in dem von der Kupplung abgewandten Wellen
endabschnitt, um (diese) von einem entsprechenden festen
Abschnitt her zu evakuieren.
Bezüglich des Rotor-Wellenendabschnitts der Kältemittel-
Zuspeise/Abführanordnung und des entsprechenden festen
Abschnitts ist eine Kältemittelspeisevorrichtung des festen
Abschnitts durch mehrere Flanschelemente unterteilt, die
axial in mehreren vom Außenumfang des Rotors beabstandeten
Positionen angeordnet sind, wobei in einem Spalt (oder
Zwischenraum) zwischen den Flanschelementen und einer Rotor
welle eine Dichteinrichtung vorgesehen ist. Demzufolge
können die zentrale Bohrung, die Ablaßbohrung und die Unter
druckpumpenbohrung der Rotorwelle unabhängig mit den gegen
überliegenden Räumen in der Kältemittelspeisevorrichtung
als den festen Abschnitten kommunizieren. In die Kältemit
telspeisevorrichtung können ein Übertragungs- oder Förder
rohr, das mit einer Kältemittel-Speise/Rückführvorrichtung
kommuniziert, und ein Unterdruckpumpenrohr, das mit einer
Unterdruckpump(en)vorrichtung kommuniziert, eingebaut sein
und unabhängig (jeweils) mit der zentralen Bohrung, der
Ablaßbohrung und der Unterdruckpumpenbohrung des Rotors
kommunizieren.
Am Innenumfang des Flanschabschnitts sind ein Magnet und
zwei Polstücke aus einem magnetischen Material angeordnet,
wobei magnetische Teile mit flanschförmigen Stufen am Außen
umfang des gegenüberliegenden Rotor-Wellenendabschnitts
angeordnet sind. Zwischen die Stufe und die auf beschrie
bene Weise angeordneten Polstücke ist ein magnetisches
Fluidum eingefüllt, das den Raum zwischen der Stufe und
den Polstücken vollständig ausfüllt, um eine abgedichtete
Wand zu bilden, ohne die Drehung des Rotors zu behindern
oder die Umgebungsatmosphäre zu verunreinigen.
Bei dem beschriebenen supraleitenden Generator ergeben
sich jedoch die nachstehend geschilderten Probleme.
- 1) Da der kalte Rotor mechanisch mit den Bauelementen des außenseitigen Rotors verbunden ist, erfolgt eine Wärme einleitung in den kalten Rotor von außen her.
- 2) Wärme wird von außen her über Stromzuleitungen zum Zu speisen des Feldstroms zur Feldwicklung durch Wärmelei tung zum kalten Rotor eingeführt.
- 3) Da ein Abschnitt der Stromzuleitungen im allgemeinen aus einem normalleitenden Leiter besteht, wird der kal te Rotor durch Joulesche Wärme erwärmt, die durch den Feldstrom erzeugt wird.
- 4) Es ist dabei nötig, im Betrieb ständig Kältemittel zuzu führen, um einen Temperaturanstieg des kalten Rotors zu unterdrücken und den die Feldwicklung bildenden Supra leiter auf der Supraleitungstemperatur zu halten; dem zufolge muß die Kältemittelspeisevorrichtung eine große Kapazität aufweisen.
- 5) Bei der Zuspeisung des Kältemittels zum Tieftemperatur raum des kalten Rotors über das Speiserohr entsteht Kältemittelströmungsverlust; das Speiserohr selbst stellt eine Wärmeübertragungsstrecke für die Einführung von externer Wärme (Wärme von außen her) zum Rotor dar.
- 6) Da ein Wellenendabschnitt des Rotors für die beschriebene Zuspeisung des Kältemittels belegt ist, ist es schwierig, andere Bauteile an diesem Wellenendabschnitt zu montieren. Da es schwierig ist, die Abdichtleistung aufrechtzuerhalten, weil die genannte Dichteinrichtung einen größeren Durchmes ser besitzt und daher höhere Umfangsgeschwindigkeit auf weist, ist es schwierig, eine mit hohem Drehmoment arbei tende Welle unmittelbar anzuschließen.
Aufgabe der Erfindung ist damit die Schaffung einer supra
leitenden Drehanordnung, bei welcher die in den kalten
Rotor eingeführte bzw. zu ihm übertragene Wärmemenge ver
ringert ist und damit der Temperaturanstieg des Kältemit
tels in einem Raum zur Aufnahme eines zu kühlenden Elements
unterdrückt werden kann.
Die Erfindung bezweckt auch die Schaffung einer supraleiten
den Drehanordnung, bei welcher die Wärmeübertragung vom Wel
lenendabschnitt an der von der Kupplung mit der Antriebs
vorrichtung abgewandten Seite her durch Weglassung der
Kältemittelzuspeisung an dem genannten Abschnitt verhin
dert wird.
Die Erfindung bezweckt zudem die Schaffung einer elektri
schen supraleitenden Drehanordnung, bei welcher elektrischer
Strom einem Rotor zuspeisbar und der Rotor anschlußfrei und
berührungsfrei gelagert ist, so daß die Einführung von Wärme
in den Rotor verhindert wird.
Gegenstand der Erfindung ist eine supraleitende Drehanord
nung mit einem eine supraleitende Wicklung enthaltenden supra
leitenden Rotor, einem in einem Raum in einem vorbestimmten
Abstand am supraleitenden Rotor angeordneten Stator, der
eine in einem Statorrahmen montierte Wicklung aufweist, einer
Kammer einer Kryostatstruktur zum Aufnehmen des supraleiten
den Rotors und einem am Rotor montierten Kälteapparat für
Kältemittel zum Kühlen der supraleitenden Wicklung.
Gegenstand der Erfindung ist auch eine supraleitende Dreh
anordnung, bei welcher ein photoelektrischer Wandler und
ein Photokoppler in einem supraleitenden Rotor angeordnet
sind und ein Abschnitt von Stromzuleitungen im Rotor aus
einem (optischen) Lichtleiterkabel geformt ist.
Gegenstand der Erfindung ist zudem eine supraleitende Dreh
anordnung, bei welcher ein photoelektrischer Wandler in ei
nem Kryostaten angeordnet und zumindest ein Abschnitt von
Stromzuleitungen zwischen dem Wandler und dem Rotor aus ei
nem supraleitenden Leiter bzw. einem Supraleiter geformt
ist.
Gegenstand der Erfindung ist ferner eine supraleitende Dreh
anordnung, bei welcher eine Vakuum- oder Unterdruckkammer
zwischen einem supraleitenden Rotor und einem Stator vorge
sehen ist und zumindest ein Abschnitt des Außenumfangs des
Rotors unter einem Unterdruck gehalten wird.
Gegenstand der Erfindung ist schließlich auch eine supra
leitende Drehanordnung, bei welcher ein Kälteapparat, ein
Kältemittel-Speiserohr zum Zuspeisen von Kältemittel vom
Kälteapparat zur Wicklung in einem Rotor und ein Kältemit
tel-Rückführrohr zum Rückführen (recovering) des Kältemit
tels zum Kälteapparat in einem Kryostaten vorgesehen bzw.
angeordnet sind.
Bei der supraleitenden Drehanordnung mit dem oben umrisse
nen Aufbau ist zumindest ein Abschnitt zwischen einen Kryo
staten bildenden Elementen in einem supraleitenden Rotor
über eine magnetische Trag- oder Lagervorrichtung verbun
den, so daß eine mechanische Verbindung zwischen den Ele
menten entfällt. Da demzufolge keine externe Wärme (von
außen her) durch Wärmeleitung in einen kalten Rotor einge
führt wird, wird die in den kalten Rotor eingeführte bzw.
zu ihm übertragene Wärmemenge herabgesetzt, wodurch eine
Erwärmung des Kältemittels verringert wird.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfin
dung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1A eine Schnittansicht einer supraleitenden Drehanord
nung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 1B eine Schnittansicht einer supraleitenden Drehanord
nung gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfin
dung,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Rotor bei der Aus
führungsform nach Fig. 1,
Fig. 3A und 3B schematische Darstellungen zur Verdeut
lichung des Prinzips einer magnetischen Kupplung,
Fig. 4 eine Darstellung einer magnetischen Kupplung gemäß
einem Ausführungsbeispiel,
Fig. 5 eine Darstellung einer magnetischen Kupplung gemäß
einem anderen Ausführungsbeispiel,
Fig. 6 ein Blockschaltbild einer die magnetische Kupp
lung gemäß Fig. 5 anwendenden magnetischen Kupp
lungsvorrichtung,
Fig. 7 eine Darstellung einer magnetischen Kupplung gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel,
Fig. 8 eine schematische (perspektivische) Darstellung
der Anordnung der magnetischen Kupplung bzw. Magnet
kupplung (magnetic coupling),
Fig. 9 eine Schnittansicht einer Axialkupplung,
Fig. 10 eine Schnittansicht einer senkrecht zu einer Achse
liegenden Kupplung,
Fig. 11 eine Schnittansicht einer anderen, senkrecht zu
einer Achse liegenden Kupplung,
Fig. 12 eine Teilschnittansicht einer Magnetkupplung zum
Festlegen von Stellungen in Axialrichtung, in
einer Richtung senkrecht zur Achse und in einer
Drehrichtung und
Fig. 13 eine Schnittansicht eines Rotors einer supralei
tenden Drehanordnung gemäß noch einer anderen
Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 1A veranschaulicht eine Ausführungsform einer gesam
ten supraleitenden Drehanordnung gemäß der Erfindung, wäh
rend Fig. 2 den Innenaufbau eines supraleitenden Rotors
zur Verwendung bei der supraleitenden Drehanordnung veran
schaulicht.
Gemäß Fig. 1A ist eine Feldwicklung aus einem Supraleiter
(superconducting conductor) in einem Rotor 1 enthalten,
wobei die beiden Endabschnitte einer Welle des Rotors 1 in
Lagern 5 gelagert sind. Ein Stator 2 weist eine Ankerwick
lung 2a auf, die in einem Raum in einem vorbestimmten Ab
stand vom Rotor 1 angeordnet ist. Der Stator 2 ist in einen
Statorrahmen 4 eingebaut, der mit den Lagern 5 verbunden
ist und von einer Basis bzw. einem Sockel 3 getragen wird.
Eine Kupplung 6 für den Anschluß einer Antriebsvorrichtung
am einen Endabschnitt der Welle des Rotors 1 ist an deren
einem Ende vorgesehen, während am anderen, von der Kupp
lung 6 abgewandten Endabschnitt der Welle eine Feldstrom
quelle 7 zum Zuspeisen eines Feldstroms zur Feldwicklung
angeordnet ist.
Eine zylindrische Kammer 41 ist so angeordnet, daß sie
den Rotor 1 zwischen diesem und dem Stator 2 umschließt.
Axial zur drehenden Welle oder Drehachse von beiden End
abschnitten der Kammer 41 abgehende Kammeranbauteile sind
mit im Bereich der Lager 5 vorgesehenen Wellen-Dichteinrich
tungen 42 verbunden, um zwischen der Kammer 41 und dem
Rotor 1 einen Raum 44 zu bilden, der unter einem Unterdruck
oder Vakuum haltbar ist. Dabei wird die Wellen-Dichteinrich
tung 42 auf einem Differenz- bzw. Wirkdruck zwischen dem
Inneren des Raums 44, in welchem der Rotor 1 angeordnet ist,
und der Außenseite der Kammer 41 gehalten.
Wenn die Kammer 41 mit einer Wärmeabschirmstruktur ausge
bildet ist, kann von der Außenseite in die Kammer 41 ein
dringende Strahlungswärme weiter unterdrückt werden. Als
konkrete Wärmeabschirmstruktur der Kammer 41 kann eine
Struktur angesehen werden, bei welcher eine Kammer 41a ge
mäß Fig. 1B mehrlagig aus zwei oder mehr Lagen bzw. Schich
ten gebildet ist und Zwischenräume zwischen den mehreren
Schichten evakuiert (vacuum pumped) oder gekühlt werden.
Jede der mehreren Schichten besitzt eine Hochglanzoberfläche
zur Verhinderung des Eindringens von Strahlungswärme in die
Kammer 41a.
Bei dieser Ausführungsform ist im Rotor 1 ein noch zu be
schreibender, kleine Abmessungen besitzender Kälteapparat
vorgesehen, so daß auf eine Vorrichtung zum Zuspeisen von
Kältemittel zum Rotor im Betrieb verzichtet werden kann.
Infolgedessen können andere Bauteile an beiden Wellenend
abschnitten des Rotors angebracht werden. Bei der darge
stellten Ausführungsform ist eine Kupplung 43 für den un
mittelbaren Anschluß einer anderen (drehenden) Welle vor
gesehen.
Der Rotor 1 besitzt den in Fig. 2 gezeigten Aufbau. An
beiden axialen Seiten (Enden) des Rotors 1 vorgesehene
Anschlußwellen oder Wellenstummel (connection shafts) 45
und 46 sind über Magnetkupplungen 47a bzw. 47b mit einem
"kalten" bzw. Tieftemperatur-Rotor (cold rotor) 10 verbun
den. Ein Wärmeabschirmzylinder 11 mit einer Hochglanzober
fläche und ein magnetischer oder Magnetabschirmzylinder 12
zum Abschirmen der Feldwicklung 2a gegen schädlichen Magnetis
mus vom Anker sind koaxial am Außenumfang des kalten Rotors
10 angeordnet. An den Seiten der beiden axialen Enden sind
zudem hochglanzpolierte axiale Wärmeabschirmelemente 48a und
48b vorgesehen. Durch diese Bauteile gebildete Räume 13a, 14,
49b, 49c und 49c werden unter einem Unterdruck gehalten.
Als Mechanismus bzw. Einrichtung zum Zuspeisen eines Stroms
zu einer im kalten Rotor 10 enthaltenen Feldwicklung 9 sind
Anschlüsse der letzteren über Strom(zu)leitungen 50a und 50b
mit photoelektrischen Wandlern 51a und 51b verbunden, die an
den axialen Wärmeabschirmelementen 48b an der einen Seite
des kalten Rotors 10 montiert sind, während Photokoppler 52a
und 52b an (entsprechenden) Stellen der Anschlußwelle 46 ange
bracht sind. Die Photokoppler 52a und 52b sind jeweils über
optische bzw. Lichtleiterkabel 53a bzw. 53b mit am Außen
umfangsteil der Welle angebrachten Photokopplern 54a bzw.
54b verbunden. Der Feldstrom wird somit der Feldwicklung 9
durch optische Übertragung zugespeist. Im vorliegenden Fall
wird der Feldstrom von der feststehenden (drehfesten) Seite
zur Rotationsseite über nicht dargestellte optische Sende-
und Empfangsvorrichtungen zugespeist. Die Stromleitungen
50a, 50b bestehen aus Supraleitern und werden im kalten Ro
tor 10 auf eine Supraleitungstemperatur gekühlt.
Bei der beschriebenen Stromzuspeiseanordnung wird Wärme
übertragung von den Stromleitungen 50a, 50b zu den Licht
leiterkabeln 53a, 53b durch den Unterdruckraum 49c sowie
die Photokoppler 52a, 52b und 54a, 54b verhindert.
Erfindungsgemäß ist ferner ein Kältemittelumwälzsystem vor
gesehen, bei dem ein Kälteapparat 55 kleiner Abmessungen
an der Welle 45 im Raum 49a des kalten Rotors 10 montiert
ist; dem kalten Rotor 10 zum Kühlen des Inneren desselben
zugespeistes und darin erwärmtes Kältemittel wird über
ein(e) Rücklaufrohr(leitung) 56 dem Kälteapparat 55 zuge
führt, und das durch letzteren abgekühlte Kältemittel wird
dem kalten Rotor 10 zum Kühlen vorbestimmter Abschnitte
über nicht dargestellte Durchgänge oder Leitungen über
ein(e) Speiserohr(leitung) 57 erneut zugespeist und (dann)
über das Rücklaufrohr 56 (wieder) in den Kälteapparat 55
eingeführt. Bei diesem Kältemittelumwälzsystem ist ein(e)
Kältemittelrohr(leitung) 58 trennbar mit einer nicht dar
gestellten Kältemittel(speise)quelle über eine Beschickungs
öffnung 60 zum Einfüllen von Kältemittel in den kalten
Rotor 10 in einer Anfangsstufe oder -phase vor Inbetrieb
nahme der supraleitenden Drehanordnung verbunden. Das Kälte
mittelspeiserohr 58 ist über die Anschlußwelle 46 zum Tief
temperaturraum 10a im kalten Rotor 10 geführt, wobei ein
Einwege- oder Rückschlagventil (non-return valve) 59 vorge
sehen ist, um einen Rückfluß von Kältemittel aus dem Tief
temperaturraum 10a über das Kältemittelspeiserohr 58 zu
verhindern. Dabei ist der in der Nähe des kalten Rotors
10 befindliche Abschnitt des Kältemittelspeiserohrs 58
aus einem Wärmeisoliermaterial geformt, so daß damit die
Übertragung von Wärme von außen her über das Kältemittel
speiserohr 58 in den kalten Rotor 10 verhindert wird. Die
vom Kälteapparat 55 erzeugte Wärme wird über die Welle
45 abgeführt.
Im folgenden sind Ausführungsbeispiele der erwähnten Magnet
kupplungen 47a und 47b erläutert.
Fig. 3A veranschaulicht das Grundprinzip einer magnetischen
Kupplung oder Magnetkupplung. Gemäß Fig. 3A weisen zu lagern
de oder zu tragende Elemente 61 (d. h. die Anschlußwellen
oder Wellenstummel 45 und 46) zumindest teilweise oder
stellenweise magnetische Materialien 62 auf, während ein
lagerndes oder tragendes (supporting) Element 63 (d. h.
der kalte Rotor 10) Magnete 64 an den magnetischen Materia
lien 62 entsprechenden Stellen aufweist.
Wenn sich die magnetischen Materialien 62 und die Magnete
64 jeweils an vorbestimmten Stellen der zu tragenden Ele
mente 61 und des tragenden Elements 63 befinden, werden
die zu tragenden Elemente 61 stark an die eine große Magnet
kraft besitzenden Magnete 64 angezogen. Demzufolge können
die zu tragenden Elemente 61 durch Änderung der Magnetkräf
te der mehreren, an vorbestimmten Stellen des tragenden Ele
ments 63 befestigten Magnete 64 in beliebigen (arbitrary)
Stellungen festgelegt werden.
Die beschriebene Magnetkupplung stützt sich auf die Anzie
hungskraft des Magneten, doch kann sie auch die Abstoßungs
kraft des Magneten nutzen. In diesem Fall ist oder wird ein
diamagnetisches Material 62a anstelle der magnetischen
Materialien in der gleichen Position des zu lagernden Ele
ments 61 angeordnet. Als diamagnetisches Material wird
z. B. ein supraleitendes Material verwendet; der entsprechen
de Diamagnetismus ist als "Meißner-Effekt" bekannt. In einem
anderen Ausführungsbeispiel sind gemäß Fig. 4 Magnete 64 und
65 gleicher Polarität einander gegenüberstehend am tragen
den Element 63 und am zu tragenden Element 61 angeordnet.
Bei allen Anordnungen ist das Arbeitsprinzip zum Festlegen
(fixing) des zu lagernden Elements 61 in der beliebigen
Stellung praktisch das gleiche, wie es in Fig. 3A darge
stellt ist, obgleich die Richtungen der Magnetkräfte ent
gegengesetzt sind. Da jedoch im Fall der Nutzung der Ab
stoßungskraft dieser Magnete die Abstoßungskraft mit klei
nerem Abstand zwischen dem tragenden Element 63 und dem zu
tragenden Element 61 stärker wird, ist es vorteilhaft, die
Festlegung der Stellungen zu steuern.
Da das tragende (lagernde) Element und das zu tragende (zu
lagernde) Element bei allen oben beschriebenen Anordnungen
berührungsfrei in den (betreffenden) Relativstellungen fest
legbar sind, sind diese Anordnungen als erfindungsgemäß ver
wendete Magnetkupplung brauchbar. Bei der beschriebenen Aus
führungsform wird als verwendete Magnetkupplung repräsen
tativ die Anordnung gemäß Fig. 3A eingesetzt, und diese ist
im folgenden beschrieben.
Fig. 5 zeigt ein Beispiel für den Fall, daß die Stellung
oder Position des zu tragenden Elements 61 festgelegt (fixed)
ist.
Der Magnet 64 ist dabei ein Elektromagnet. Diesem wird über
Strom(zu)leitungen 66a, 66b ein Strom zugeführt, um (in ihm)
eine Magnetkraft zu erzeugen. Die Position des zu tragenden
Elements 61 wird durch einen Stellungssensor 67 erfaßt, des
sen Detektions- oder Meßsignal über Meßleitungen 68a, 68b
ausgegeben wird.
Ein Beispiel eines Stellungsfestlegungs- oder -bestimmungs
reglers ist nachstehend anhand des Schaltbilds von Fig. 6 be
schrieben.
Gemäß Fig. 6 werden Detektions- oder Meßsignale vorbestimm
ter Stellungssensoren 67a und 67b einer Fehlersignalopera
tionsschaltung 70 zugespeist und einer Datenverarbeitung
zu Fehlersignalen 72 unterworfen, die einem Signalprozessor
73 eingegeben werden. In letzterem werden die Fehlersignale
72 mit einem Bezugssignal verglichen. Ein Ausgangssignal,
d. h. ein Vergleichsergebnissignal vom Signalprozessor 73,
wird durch eine Übertragungsfunktionsoperationsschaltung 74
verarbeitet und in Form von Ausgangssignalen 74a und 74b
Leistungsverstärkern 75a bzw. 75b eingespeist. Entsprechend
den Ausgangssignalen 74a und 74b werden Erregungssignale
durch die Leistungsverstärker 75a bzw. 75b verstärkt und
als Erregungsströme 76 den Elektromagneten 64a und 64b zu
gespeist. Damit wird die Stellung des zu tragenden Ele
ments 61 gesteuert.
Fig. 7 zeigt eine Stellungsbestimmungsvorrichtung (position
fixing device) für das zu tragende Element 61 gemäß einem
anderen Ausführungsbeispiel. Diese Vorrichtung enthält
eine Anzahl von an mehreren Stellen zwischen das zu tra
gende Element 61 und ein tragendes (oder lagerndes) Ele
ment 63 eingefügte Abstandstücke oder Abstandshalter 69,
die eine vorbestimmte Steifheit besitzen, um die Lagen
der beiden Elemente 61 und 63 mechanisch zu begrenzen.
Da bei dieser Anordnung ein mechanischer Berührungsab
schnitt besteht, ist eine Wärmeübertragungsstrecke zwi
schen dem zu tragenden Element 61 und dem tragenden Ele
ment 63 gebildet. Da die Funktion der Abstandshalter 69
bei der diese verwendenden Magnetkupplung lediglich darin
besteht, die magnetische Kupplung zu unterstützen oder
zu ergänzen, kann das die Abstandshalter 69 aufweisende
Festlegungselement so ausgelegt werden, daß der Wärmeüber
gangswiderstand erhöht und die Wärmeübertragungsmenge ver
ringert sind. Diese Stellungsbestimmungsvorrichtung eignet
sich aus dem oben angegebenen Grund vorteilhaft zur Ver
wendung bei der insbesondere die Abstoßungskraft der Magnete
nutzenden Magnetkupplung.
Das oben umrissene Arbeitsprinzip ist anhand eines Beispiels
beschrieben, bei dem die Erfindung auf die Magnetkupplungen
47a und 47b der dargestellten Ausführungsform angewandt ist.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 ist es nötig, den kalten
Rotor 10 mit den an seinen beiden End- oder Stirnseiten
angeordneten Anschlußwellen 45 und 46 mit ausreichender
Festigkeit gegen die in drei Richtungen wirkenden Kräfte,
d. h. die Axialkraft, die senkrecht dazu wirkende (radiale)
Kraft und die Rotationskraft, zu verbinden. Die Magnet
kupplungen 47a und 47b sind oder werden daher so angeord
net, daß sie die Kräfte in diesen drei Richtungen effek
tiv aufzunehmen vermögen.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 sind axiale Magnet
kupplungen 81a und 81b, senkrechte (perpendicular) Magnet
kupplungen 82a und 82b sowie Rotations-Magnetkupplungen
83a und 83b jeweils an den beiden axialen Enden des Tief
temperatur-Rotors 10 und den dessen beiden Enden gegenüber
stehenden Enden der Anschlußwellen 45 und 46 angeordnet. Da
die Bauteile der axialen Magnetkupplungen 81a und 81b bereits
beschrieben worden sind, sind die betreffenden Elemente mit
den gleichen Bezugsziffern wie vorher bezeichnet und daher
nicht mehr im einzelnen erläutert. Als senkrechte oder
radiale (perpendicular) Magnetkupplungen 82a und 82b wer
den Magnetkupplungen der Ausführungsbeispiele nach den
Fig. 10 und 11 (letztere im Schnitt längs der Linie A-A
in Fig. 10) verwendet; als Rotations-Magnetkupplungen 83a
und 83b werden die Magnetkupplungen nach Fig. 12 verwen
det. Alle diese Magnetkupplungen sind vorher bereits be
schrieben worden; ihre Elemente sind daher mit den glei
chen Bezugsziffern wie vorher bezeichnet und nicht mehr im
einzelnen erläutert.
Bei der beschriebenen Ausführungsform sind die Elektromagnete
an der Seite des kalten (oder Tieftemperatur-)Rotors 10 mon
tiert, und die Wicklungen zur Bildung der Elektromagnete
bestehen aus Supraleitern. Zum Kühlen der Supraleiter auf
eine Supraleitungstemperatur wird ein Teil des Kältemit
tels des kalten Rotors den supraleitenden Wicklungen über
eine nicht dargestellte Kältemittelspeisestrecke zugespeist.
Wenn andererseits der Meißner-Effekt des beschriebenen
supraleitenden Materials genutzt wird, werden Magnete an
den Anschlußwellen 45 und 46 und supraleitende Materialien
am kalten Rotor 10 montiert, um damit auf ähnliche Weise
das supraleitende Material auf der Supraleitungstemperatur
zu halten.
Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen ist der kalte
Rotor 10 mit den Anschlußwellen 45 und 46 an seinen beiden
axialen Enden durch die Magnetkupplungen 47a und 47b über
einen vorbestimmten Vakuum- oder Unterdruckspalt verbunden.
Damit wird die Wärmeleitung zum kalten Rotor 10 über den
Verbindungsabschnitt verhindert und somit eine Erwärmung
dieses Rotors 10 unterdrückt. Da die Stromleitungen 50a
und 50b im kalten Rotor 10 aus Supraleitern bestehen, kön
nen die Erzeugung von Joulescher Wärme verhindert und ein
Temperaturanstieg dieses Rotors 10 unterdrückt werden.
Da zudem den Stromleitungen 50a und 50b Strom in Form von
bzw. abhängig von Lichtübertragung vom äußeren Abschnitt
von den Photokopplern 52a, 52b und 54a, 54b zugeführt wird,
können die Wärmeübertragung von außen her und eine Erwär
mung des kalten Rotors 10 unterdrückt werden.
Gleichzeitig rotiert der größte Teil des Rotors im Vakuum,
so daß eine Erwärmung der Rotoroberfläche aufgrund Wind
widerstandsverlust (windage loss) entfällt und die Erwär
mung des kalten Rotors weiter unterdrückt wird. Da hier
bei die nötige, dem Rotor im Betrieb zuzuliefernde Kälte
mittelmenge herabgesetzt ist, können Kapazität und Größe
der Kältemittelspeisevorrichtung verkleinert sein, so daß
ein wirtschaftlicher Betrieb gewährleistet wird. Weiterhin
ist der Kälteapparat 55 im Rotor angeordnet, so daß die Käl
temittelspeisevorrichtung zum Zuspeisen des Kältemittels
zum Rotor im Betrieb entfällt. Demzufolge ist auch ein An
wendungsfall möglich, bei dem der Rotor an beiden Wellen
enden angetrieben wird.
Fig. 13 zeigt noch eine andere Ausführungsform der Erfin
dung, bei welcher den Teilen von Fig. 2 entsprechende Teile
mit den gleichen Bezugsziffern wie dort bezeichnet und
daher nicht mehr im einzelnen erläutert sind; vielmehr
sind im folgenden nur die unterschiedlichen Merkmale be
schrieben. Bei der Ausführungsform nach Fig. 13 sind Feld
wicklungen 9 beider Pole durch supraleitende Leiter 91
über einen Permanentstromschalter 90 verbunden, der durch
ein optisches Signal betätigbar ist. Zwischen diesem Schal
ter 90 und dem Außenumfang der einen Anschlußwelle 46 ist
ein Lichtleiterkabel 92 angeordnet, wobei ein Ansteuersignal
von einer extern angeordneten Steuereinheit 94 als opti
sches Signal dem Permanentstromschalter 90 über das Licht
leiterkabel 92 und einen Photokoppler 93 zugespeist wird.
Dabei wird das optische Signal für den Schalter 90 diesem
zusammen mit dem optischen Signal zum Steuern des Stroms
der Feldwicklung 9 über einen Photokoppler 95 von der exter
nen Steuereinheit 94 zugespeist.
Wenn der beschriebene supraleitende Generator mit konstan
tem Erregungsstrom betrieben wird, wird der Permanentstrom
schalter 90 bei Zuspeisung einer vorbestimmten Stromgröße
zur Feldwicklung 9 zum Abschalten des Speisestroms betätigt,
so daß ein wirtschaftlicher Betrieb ohne Notwendigkeit für
externe Stromzuspeisung realisiert wird.
Obgleich sich die beschriebenen Ausführungsformen repräsen
tativ auf einen supraleitenden Generator beziehen, ist die
Erfindung auch auf supraleitende Dreh- oder Rotationsmaschi
nen im allgemeinen anwendbar, wobei die einzelnen Bauelemen
te verschiedenartig kombiniert werden können.
Mit der Erfindung wird eine supraleitende Drehanordnung ge
schaffen, bei welcher die Wärmeübertragungsmenge zum kalten
(oder Tieftemperatur-)Rotor unter Verringerung der Erwär
mung des Kältemittels reduziert werden kann und eine Kälte
mittelzuspeisung vom Wellenendabschnitt des Rotors entfällt,
so daß eine Wärmeübertragung von den betreffenden Abschnit
ten her vermieden wird.
Claims (16)
1. Supraleitende Drehanordnung, umfassend:
einen supraleitenden Rotor (1), der in einer Kryostat struktur ausgebildet ist und eine durch ein Kältemittel zu kühlende supraleitende Wicklung (9) aufweist,
eine Feldstromquelle (7) zum Zuspeisen eines Feld stroms zur supraleitenden Wicklung,
einen in einem Raum in einem vorbestimmten Abstand vom supraleitenden Rotor angeordneten Stator (2) mit einer Ankerwicklung (2a) und
eine im supraleitenden Rotor (1) untergebrachte Kälte apparateinheit (55) zum Kühlen des eingeführten und durch Kühlung der supraleitenden Wicklung erwärmten Kältemittels.
einen supraleitenden Rotor (1), der in einer Kryostat struktur ausgebildet ist und eine durch ein Kältemittel zu kühlende supraleitende Wicklung (9) aufweist,
eine Feldstromquelle (7) zum Zuspeisen eines Feld stroms zur supraleitenden Wicklung,
einen in einem Raum in einem vorbestimmten Abstand vom supraleitenden Rotor angeordneten Stator (2) mit einer Ankerwicklung (2a) und
eine im supraleitenden Rotor (1) untergebrachte Kälte apparateinheit (55) zum Kühlen des eingeführten und durch Kühlung der supraleitenden Wicklung erwärmten Kältemittels.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der supraleitende Rotor (1) eine Welleneinheit mit zwei
in Drehrichtung der Welle axial angeordneten Wellenend
abschnitten (45, 46), einen zwischen den beiden Wellen
endabschnitten angeordneten, durch das Kältemittel ge
kühlten und die supraleitende Wicklung enthaltenden
kalten bzw. Tieftemperatur-Rotor (10), ein Wärmeabschirm
gefäß (11), welches den kalten Rotor unter Abdichtung
aufnimmt, und eine Magnetkupplungseinrichtung (62, 64)
zum kontakt- oder berührungsfreien Verbinden des kalten
Rotors mit der Welleneinheit mittels Magnetkraft auf
weist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der supraleitende Rotor ein Kältemittelumwälzsystem
mit einem Speiserohr (58) zum Zuspeisen des erwärmten
Kältemittels zur Kälteapparateinheit (55) und mit einem
Rücklaufrohr (56) zum Rückführen des durch die Kälte
apparateinheit (55) abgekühlten Kältemittels zum kalten
Rotor (10) aufweist.
4. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Magnetkupplungseinrichtung an den ersten und zweiten
Wellenendabschnitten (63) und den diesen entsprechenden
Enden (61) des kalten Rotors (10) vorgesehene Mittel
(64) zum berührungsfreien Kuppeln des kalten Rotors mit
den Wellenendabschnitten mittels einer magnetischen An
ziehungskraft aufweist.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Magnetkupplungseinrichtung mindestens einen
an jedem der ersten und zweiten Wellenendabschnitte mon
tierten Magneten (64) und mindestens ein magnetisches
Material (62) an einer dem jeweiligen Magneten entspre
chenden Stelle an jedem der Enden des kalten Rotors
aufweist.
6. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Magnetkupplungseinrichtung mindestens einen an jedem
der ersten und zweiten Wellenendabschnitte montierten
Magneten (64) und mindestens ein diamagnetisches Mate
rial (62a), das an einer Stelle entsprechend dem je
weiligen Magneten vorgesehen ist, an jedem der Enden
des kalten Rotors aufweist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Magnet (64) ein Elektromagnet ist.
8. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Magnetkupplungseinrichtung mindestens einen an jedem
der ersten und zweiten Wellenendabschnitte montierten
Elektromagneten (64), mindestens ein magnetisches Mate
rial (62), das an einer Stelle entsprechend dem jeweili
gen Elektromagneten angeordnet ist, an jedem der Enden
des kalten Rotors, einen Stellungssensor (67a, 67b) zum
Erfassen der Stellung des kalten Rotors und zum Ausgeben
eines Detektions- oder Meßsignals und eine Einrichtung
(75a, 75b) zum Zuspeisen eines Erregungsstroms zum Elek
tromagneten in Abhängigkeit vom Meßsignal vom Stellungs
sensor aufweist.
9. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Magnetkupplungseinrichtung eine zusätzliche Einrich
tung aufweist, die eine Anzahl von mechanischen Abstands
haltern (69) zwischen jedem der ersten und zweiten Wellen
endabschnitte (63) und jedem der Enden (61) des kalten
Rotors umfaßt.
10. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Magnetkupplungseinrichtung eine erste Magnetkupp
lungseinrichtung (81a, 81b) zum axialen Kuppeln des
kalten oder Tieftemperatur-Rotors mit der Welleneinheit,
eine zweite Magnetkupplungseinrichtung (82a, 82b) zum
Kuppeln des kalten Rotors mit der Welleneinheit senk
recht zu einer Achse des kalten Rotors und eine dritte
Magnetkupplungseinrichtung (83a, 83b) zum Kuppeln des
kalten Rotors mit der Welleneinheit in Rotationsrichtung
umfaßt.
11. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Magnetkupplungseinrichtung mindestens einen an jedem
der Endabschnitte des kalten Rotors montierten Elektro
magneten (64) mit einer durch das Kältemittel zu kühlen
den Supraleiterwicklung und mindestens einen an jedem der
ersten und zweiten Wellenendabschnitte montierten Magne
ten aufweist.
12. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der supraleitende Rotor eine Übertragungseinrichtung
(53a, 53b, 54, 54b) zum Übertragen eines Feldstroms von
der Feldstromquelle (7) zur supraleitenden Wicklung mit
tels photoelektrischer Umwandlung aufweist.
13. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der supraleitende Rotor (1) eine Welleneinheit mit
zwei in Drehrichtung der Welle axial angeordneten Wel
lenendabschnitten (45, 46), einen zwischen den beiden
Wellenendabschnitten angeordneten, durch das Kältemittel
gekühlten und die supraleitende Wicklung enthaltenden
kalten bzw. Tieftemperatur-Rotor (10), ein Wärmeabschirm
gefäß (11), welches den kalten Rotor unter Abdichtung
aufnimmt, eine Magnetkupplungseinrichtung (61, 63)
zum berührungsfreien Verbinden des kalten oder Tieftempera
tur-Rotors mit der Welleneinheit mittels einer Magnetkraft
sowie eine zwischen dem einen der ersten und zweiten Wellen
endabschnitte und dem kalten Rotor angeordnete Photokoppler
einrichtung (51a, 51b, 52a, 52b) zum Übertragen eines Feld
stroms und eines Ansteuerstroms von der Feldstromquelle zur
supraleitenden Wicklung und zur Kälteapparateinheit mittels
photoelektrischer Umwandlung aufweist.
14. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der kalte Rotor einen Permanentstromschalter (90)
aufweist, der zu öffnen ist, wenn ein von der Feldstrom
quelle der supraleitenden Wicklung zuzuspeisender Feld
strom, um der supraleitenden Wicklung einen permanen
ten Strom zuzuspeisen, eine vorbestimmte Stromgröße er
reicht.
15. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß das Wärmeabschirmgefäß ein Gefäß (41a) eines mehr
lagigen Aufbaus umfaßt.
16. Supraleitende Drehanordnung, umfassend:
einen supraleitenden Rotor (1), der in einer Kryostat struktur ausgebildet ist und einen eine mittels eines Kältemittels zu kühlende supraleitende Wicklung (9) auf weisenden kalten Rotor (10) sowie ein Wärmeabschirmgefäß (11) zum Aufnehmen des kalten Rotors (10) unter dichtem Einschluß desselben aufweist,
eine Feldstromquelle (7) zum Zuspeisen von Feldstrom zur supraleitenden Wicklung,
einen in einem Raum in einem vorbestimmten Abstand vom supraleitenden Rotor angeordneten Stator (2) mit ei ner Ankerwicklung (2a) und
eine Kälteapparateinheit (55) zum Kühlen des im supra leitenden Rotor (10) enthaltenen und durch die supralei tende Wicklung erwärmten Kältemittels.
einen supraleitenden Rotor (1), der in einer Kryostat struktur ausgebildet ist und einen eine mittels eines Kältemittels zu kühlende supraleitende Wicklung (9) auf weisenden kalten Rotor (10) sowie ein Wärmeabschirmgefäß (11) zum Aufnehmen des kalten Rotors (10) unter dichtem Einschluß desselben aufweist,
eine Feldstromquelle (7) zum Zuspeisen von Feldstrom zur supraleitenden Wicklung,
einen in einem Raum in einem vorbestimmten Abstand vom supraleitenden Rotor angeordneten Stator (2) mit ei ner Ankerwicklung (2a) und
eine Kälteapparateinheit (55) zum Kühlen des im supra leitenden Rotor (10) enthaltenen und durch die supralei tende Wicklung erwärmten Kältemittels.
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