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DE4132655B4 - Vorrichtung zum Positionieren eines Objektes, beispielsweise eines Werkstückes - Google Patents

Vorrichtung zum Positionieren eines Objektes, beispielsweise eines Werkstückes Download PDF

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DE4132655B4 DE19914132655 DE4132655A DE4132655B4 DE 4132655 B4 DE4132655 B4 DE 4132655B4 DE 19914132655 DE19914132655 DE 19914132655 DE 4132655 A DE4132655 A DE 4132655A DE 4132655 B4 DE4132655 B4 DE 4132655B4
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    • B23Q3/00Devices holding, supporting, or positioning work or tools, of a kind normally removable from the machine
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Abstract

Vorrichtung zum Positionieren eines Objektes zum Beispiel eines Werkstücks für einen Messvorgang mit einer Messmaschine,
umfassend,
ein System aus miteinander verbindbaren ersten Bauteilen (1) und daran befestigbaren zweiten Bauteilen (7) zur Festlegung von Positionierpunkten in einem Positionierbereich,
wobei die ersten Bauteile (1) jeweils mindestens eine Führungsbahn (2) aufweisen, in deren Verlauf in definierten Abständen zueinander als erste Formschlusselemente (3) ausgebildete Rasterpunkte angeordnet sind,
während die zweiten Bauteile (7) jeweils Führungselemente (8), welche in der Führungsbahn (2) zwangsgeführt sind sowie an den Führungselementen (8) angeordnete zweite Formschlusselemente (5), welche in die ersten Formschlusselemente (3) einrastbar sind, umfassen.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Positionieren eines Objektes, zum Beispiel eines Werkstückes für einen Messvorgang mit einer Messmaschine.
  • Es ist häufig erforderlich, ein Objekt zu positionieren oder zu fixieren. Insbesondere müssen Werkstücke definiert aufgenommen werden, um sie anreißen oder messen zu können, beispielsweise mit einer Messmaschine vermessen zu können. Als Messmaschinen werden zumeist Drei-Koordinaten-Messgeräte verwendet. Für die Durchführung eines Messvorganges mit einem solchen Gerät ist es notwendig, das zu messende Objekt definiert auszurichten, um in das zu messende Objekt definiert ein Koordinatensystem zu legen, in welchem das Objekt dann vermessen werden kann.
  • Es sind Vorrichtungen der eingangs genannten Gattung auf dem Markt ( DE 40 38 869 A1 , DE 38 01 813 A1 , DE 24 40 454 B1 ). Diese umfassen zumeist eine Grundplatte mit einem System fester Rasterpunkte, die in gleichmäßigen Abständen zueinander angeordnet sind. Durch die Grundplatte wird also ein zweidimensionales Koordinatensystem vorgegeben, wobei definierte Koordinatenkreuzpunkte als Rasterpunkte ausgebildet sind. Beispielsweise können als Rasterungen Präzisionsbohrungen in der Grundplatte vorgesehen sein. Diese Präzisionsbohrungen können zur Anordnung weiterer definierter Teile, wie z.B. Säulen, Ständer o.dgl., verwendet werden, so dass eine Dreidimensionalität erreicht wird. Mit einem solchen System können nur die Koordinatenkreuzpunkte bautechnisch erreicht werden, die durch die feste Rasterung der Grundplatte und der darauf aufzubauenden Teile vorgegeben werden. Zwischenstellungen sind nicht ohne weiteres erreichbar. Sie können nur durch zusätzliche Umstände erreicht werden, indem beispielsweise Zusatzteile mit in das System aufgenommen werden, beispielsweise Kreuzsupporte, die eine solche Verschiebbarkeit von Teilen ermöglichen, dass Rasterabstände überbrückt werden können. Dadurch wird das Teilesystem aber relativ vielfältig und umfasst insbesondere viele Spezialteile, die in der Herstellung und Anschaffung entsprechend relativ teuer sind. Für kleinere Werkstätten sind derartige Vorrichtungen daher kaum erschwinglich und zudem viel zu komplex, um bei der täglichen Arbeit mit einem vertretbaren Zeitaufwand genutzt zu werden.
  • Ein weiteres Problem einer Vorrichtung mit einer festen Rasterung, die beispielsweise durch Präzisionsbohrungen verwirk licht wird, besteht darin, daß die Präzision, mit der ein Objekt mit Hilfe dieser Vorrichtung positioniert werden kann, von der Präzision abhängt, mit der die Rasterpunkte, also beispielsweise die Bohrungen, ausgeführt werden. Auch hierbei verursacht eine höhere Präzision höhere Herstellungskosten. Abhängig von der Präzision der ausgeführten Rasterpunkte ist insbesondere die Reproduzierbarkeit einer bestimmten Objektpositionierung. Obwohl aufgrund der maschinell möglichen Genauigkeit eine präzise Reproduktion der Objektpositionierung möglich wäre, ist dies bei einem System mit fester Rasterung nicht unbedingt zu verwirklichen, da im Grunde genommen keine Korrekturen der Vorrichtung selbst durchführbar sind.
  • Diese bei einem System mit fester Rasterung auftretenden Probleme sind zum Teil bereits erkannt worden, aber nicht in befriedigender Weise beseitigt worden. Beispielsweise wird in der DE-OS 39 15 893 die Aufgabe gestellt, eine Punktrastervorrichtung mit einer Verschiebenuten aufweisenden Vorrichtung zu verbinden, wobei die Lösung dieser Aufgabe in der genannten Druckschrift sich darauf beschränkt, letztlich die bereits im Vorhergehenden angedeuteten Kreuzsupporte als Zusatzteile bei einem Punktrastersystem zu verwenden. Mittels eines solchen Kreuzsupportes kann dann gewünschtenfalls von einem Rasterpunkt ausgehend der Abstand zu den benachbarten Rasterpunkten jeweils überbrückt werden. Die sich daraus ergebenden neuen bzw. zusätzlichen Probleme, insbesondere in Bezug auf die Teilevielfalt und die Herstellungskosten sind im Vorhergehenden bereits dargelegt worden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorteile einer Rasterpunktvorrichtung und die einer Nutensystem-Vorrichtung von Vorrichtungen der eingangs genannten Gattung zu erhalten, ohne deren Nachteile in Kauf nehmen zu müssen, insbesondere ohne beide Systeme parallel zur Verfügung zu stellen und bei Bedarf mit weiteren Zusatzteilen adaptieren zu müssen.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird somit mit Vorteil eine echte Kombination der Vorteile zweier Systeme in einem einheitlichen System erreicht. Damit wird im Prinzip der umgekehrte Lösungsweg beschritten, als der in der genannten DE-OS 39 15 893 angegebene. Dort wurde ausgegangen von einem System mit festen Rasterpunkten, an denen nach Bedarf mit Hilfe von Zwischenadaptern Nutenteile, insbesondere Kreuzsupporte, angeordnet werden, die jeweils von diesem einen Rasterpunkt ausgehend den Abstand zu den (vier) benachbarten Rasterpunkten gerade überbrücken.
  • Bei dem erfindungsgemäßen System wird grundsätzlich ausge gangen von einem System mit Führungsbahnen, entlang der zwei miteinander in Verbindung stehende Bauteile zueinander geführt werden können, so daß im dreidimensionalen Meßraum jede beliebige Koordinate, insbesondere jede beliebige Zwischenstellung, erreicht werden kann, und zwar durch maschinelle Wiedereinstellung reproduzierbar erreicht werden kann. Hierfür sind mit Vorteil nur sehr wenige Grundelemente als Bauteile notwendig. Es wäre denkbar, nur eine einzige Teileart zu verwenden, nämlich beispielsweise Stücke von Profilstäben mit möglichst quadratischem Querschnitt und jeweils in Längsrichtung der Stäbe verlaufenden Führungsbahnen an den vier Längsseiten der Stäbe, wobei derartige Stäbe jeweils orthogonal zueinander angeordnet werden könnten. Vorzugsweise umfaßt die erfindungsgemäße Vorrichtung wenigstens eine Grundplatte und Profilstäbe unterschiedlicher Länge.
  • Die Vorteile einer festen Rasterung werden bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zusätzlich zu dem Vorhandensein von Führungsbahnen dadurch erreicht, daß Rasterpunkte quasi in der jeweiligen Führungsbahn integriert werden, indem in definiertem Abstand zueinander Rasterpunkte im Verlaufsbereich der Führungsbahn vorgesehen sind. Diese Rasterpunkte werden durch zueinander passende Formschlußelemente verwirklicht, die auf zwei miteinander zu verbindende Bauteile verteilt sind. Beispielsweise wäre es denkbar, daß das erste Bauteil im Bereich seiner Führungsbahn im Abstand zueinander angeordnete Löcher aufweist, und daß das zweite Bauteil ein an der Führungsbahn zu führendes Führungselement aufweist, so daß es stufenlos ent lang der Führungsbahn am ersten Bauteil verstellt werden kann, es aber auch möglich ist, das zweite Bauteil, beispielsweise durch zusätzliche Anordnung eines verschiebbaren Bolzens, in den Positionen der Rasterlöcher zu verriegeln.
  • Vorzugsweise werden als Rasterelemente Rastelemente verwendet, die bei Erreichen der jeweiligen Rasterposition automatisch miteinander verrasten, vorzugsweise dadurch, daß eines der beiden Rastelemente in Richtung auf das andere Rastelement federbelastet ist. Bei einer bevorzugten Ausbildung werden als entsprechende Rastelemente eine Kugel und eine entsprechend ausgeformte schalenförmige bzw. muldenförmige Rastaufnahme verwendet. Bei einem Bewegen des zweiten Bauteiles an der Führungsbahn des ersten Bauteiles entlang verrasten diese Elemente automatisch miteinander, aber in einer Weise, die ein flüssiges Weiterverschieben nicht stark hemmt, jedoch das Erreichen einer Rasterposition deutlich macht und auch eine ausreichende Fixierung in dieser Position erlaubt.
  • Anstelle von Kugeln können aber auch Nasen, Bolzen, Stifte usw. mit entsprechenden Aufnahmen als Formschlußelemente vorgesehen werden.
  • Wie bereits erwähnt, umfaßt die erfindungsgemäße Vorrichtung vorzugsweise wenigstens eine Grundplatte. Diese weist bei einer bevorzugten Ausbildung an allen Seiten Führungsbahnen auf, nämlich an Ober- und Unterseite und an den Längsschmalseiten, eventuell auch an den Querschmalseiten. Dabei verlaufen die Führungsbahnen vorzugsweise parallel zueinander.
  • Die Führungsbahnen an den Unterseiten bieten den zusätz lichen Vorteil, daß auch bereits die Grundplatte selbst stufenlos, beispielsweise auf einem Werktisch, ausgerichtet und danach fixiert werden kann, vorzugsweise mit einem Klemmelement gemäß den Ansprüchen 15 bis 18.
  • Eine bevorzugte Ausbildung sieht vor, daß die Grundplatte ein Zielelement, vorzugsweise eine. Kimme, zu ihrer Grobausrichtung aufweist.
  • Die Führungsbahnen sind vorzugsweise Führungsschlitze bzw. -nuten und das dazu passende Führungselement ist ein in den Führungsschlitz bzw. die Führungsnut einführbares Gleitstück. Der Führungsschlitz weist vorzugsweise einen etwa T-förmigen Querschnitt auf. Derartige T-Nuten sind an sich gängige Führungselemente, die sich beispielsweise an Werktischen häufig ohnehin vorfinden lassen und auch an auf dem Markt befindlichen Halbzeugen anzutreffen sind. Das gesamte System der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann daher kostengünstig weitestgehend aus preisgünstig erhältichen Halbzeugen bestehen, ohne daß unbedingt Sonderanfertigungen notwendig sind. Ergänzt werden kann das System natürlich durch Anlageelemente, Halterungen, Anschläge, Teleskop- und/oder Schwenkelemente usw., die selbst aber auch handelsüblich sind und in einfacher Weise adaptiert werden können.
  • Eine nächste Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das Gleitstück länglich ausgebildet ist, und zwar derart, das es schmaler ist als der Führungsschlitz, so daß das Gleitstück in der Normalenrichtung in den Führungsschlitz eingeführt werden kann, also aus einer Richtung kommend senkrecht zur Fläche der Führungsbahn. Dies hat den Vorteil, dass ein anzuordnendes Bauteil, welches dieses Gleitstück aufweist, nicht immer stirnseitig in den Führungsschlitz eingeführt werden muss und unter Umständen über die gesamte Länge des Führungsschlitzes verschoben werden muss, sondern bereits etwa im Bereich der gewünschten Position eingeführt werden kann. Eine Befestigung des das Gleitstück aufweisenden Bauteiles ist dann möglich, indem das Gleitstück um eine in Einführungsrichtung gedachte Achse gedroht wird, also mehr oder weniger weit quer zur Führungsbahn gedreht wird. Das Gleitstück ist so in dem Führungsschlitz verkeil- bzw. verklemmbar. Hierzu kann entweder das Gleitstück verdrehbar an dem zugeordneten Bauteil angeordnet sein, oder das Bauteil selbst wird beispielsweise um 90° gedreht.
  • Das Gleitstück ist vorzugsweise in seiner Draufsicht parallelogrammförmig, vorzugsweise etwa rhombenförmig, ausgebildet, so dass eine Verkeilung bzw. Verklemmung beispielsweise bereits nach einer Drehung von 45° erreicht wird.
  • Alternativ oder zusätzlich kann das Gleitstück in dem Führungsschlitz auch mittels einer Spannschraube festsetzbar sein.
  • Wie bereits erwähnt, kann die erfindungsgemäße Vorrichtung als System mit Vorteil aus im Wesentlichen in geeigneter Weise vorhandenen Halbzeugen erstellt werden, so dass sonderangefertigte Teile nicht unbedingt notwenig sind. Eine Weiterbildung der Erfindung sieht jedoch ein spezielles Sonderteil vor, nämlich ein Kalibrierelement für einen schräg oder säulenartig anordbaren Kugelbolzen, der einen Bolzen und eine auf der Stirnfläche des Bolzens befestigte Kugel umfaßt. Derartige Kugelbolzen sind besonders vorteilhaft geeignet für das Einrichten von Berührungspunkten für Objekte mit Freiformflächen, z.B. für Kotflügel o.dgl. Für einen solchen Kugelbolzen ist vorzugsweise ein eigenes Kalibrierelement zur Positionierung bzw. Kalibrierung, d.h. zur exakten Positionierung des Kugelmittelpunktes, vorgesehen. Dieses Kalibrierelement weist vorzugsweise ein über die Kugel zu deren Kalibrierung überstülpbare, topfartige oder käfigartige Ausnehmung oder ein derart ausgebildetes Element auf. Es wäre auch denkbar, ein Ringelement o.dgl. zu verwenden. Auf diese Weise kann die Kugel und damit der Kugelbolzen definiert verschoben werden, ohne aus dem Kalibrierelement entkommen zu können.
  • Vorzugsweise weist das Kalibrierelement einen (Adapter-) Schaft zur Anordnung des Kalibrierelementes an einer Meßmaschine auf, so daß bereits die Positionierung dieser Kugel mit Meßmaschinengenauigkeit erreicht werden kann.
  • Ausführungsbeispiele, aus denen sich weitere erfinderische Merkmale ergeben, sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
  • 1 einen Abschnitt einer erfindungsgemäßen Grundplatte in der Draufsicht,
  • 2 die Grundplatte gemäß 1 in einer Stirnansicht mit erkennbarem Querschnitt,
  • 3 ein säulenartiges Bauteil zur Anbringung an einer Grundplatte gemäß der 1 und 2 in einer Seitenansicht,
  • 4 das Bauteil gemäß 3 in einer zweiten Seitenansicht,
  • 5 das Bauteil gemäß den 3 und 4 in einer Stirnenansicht,
  • 6 bis 8 den Verbindungsvorgang des Bauteiles gemäß den 3 bis 5 mit der Grundplatte gemäß den 1 und 2,
  • 9 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Bauteiles gemäß den 3 bis 5 in perspektivischer Ansicht,
  • 10 bis 12 einen erfindungsgemäßen Kugelbolzen mit zugehörigem Kalibrierelement,
  • 13 einen beispielhaften Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Grundplatte und darauf aufgebauten unterschiedlichen Bauteilen in perspektivischer Ansicht und
  • 14 bis 18 ein erfindungsgemäßes Klemmelement in verschiedenen Ansichten.
  • 1 zeigt eine Grundplatte 1 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, die abgebrochen in der Draufsicht dargestellt ist.
  • Die Grundplatte 1 weist parallel zueinander verlaufende Führungsbahnen auf, die als Führungsschlitze 2 ausgebildet sind. In den Führungsschlitzen 2 sind dem Verlauf der Führungsschlitze 2 folgend in regelmäßigen Abständen zueinander Rastelemente, und zwar im vorliegenden Falle kugelförmige Rastkörper 3 angeordnet, die Rasterpunkte eines regelmäßigen Rastersystemes vorgeben. Die Kugeln 3 sind federbelastet gelagert mit Federspannung in Richtung orthogonal zu den Führungsschlitzen 2 zur offenen Seite der Führungsschlitze 2 hin, so daß die Rastkörper 3 soweit herunterdrückbar sind, bis sie etwa bündig mit dem Boden des jeweiligen Führungsschlitzes sind.
  • An der Grundplatte 1 ist zudem eine Kimme 4 angedeutet, die als Zielelement bei der Grobausrichtung der Grundplatte 1 selbst dienen kann.
  • 2 zeigt die Grundplatte 1 gemäß 1 in einer Stirnansicht, aus der der Querschnitt der Grundplatte erkennbar ist.
  • Der 2 ist insbesondere entnehmbar, daß die Führungsschlitze 2 im wesentlichen als T-förmige Nuten ausgebildet sind. In einigen der Führungsschlitze 2 sind die leicht vorstehenden, kugelförmigen Rastkörper 3 zu erkennen. In den in den Längsschmalseiten der Grundplatte 1 vorgesehenen Führungsschlitzen sind am Boden stattdessen in funktionaler Umkehrung muldenförmige Aufnahmen 5 vorgesehen, in die Rastkörper 3 einrasten können.
  • Die Grundplatte 1 weist mit Vorteil allseitig, also an der Oberseite, der Unterseite und den Längsschmalseiten Führungsschlitze 2 auf.
  • Durch Hohlkanäle 6 ist die Grundplatte 1 relativ hohl und damit relativ leichtgewichtig ausgebildet. Beispielsweise kann eine Grundplatte 1 aus Aluminium im Profil-Strangpreßverfahren hergestellt werden. Es wäre allerdings denkbar, Platten herzustellen, die auch an den Querschmalseiten noch Führungsnuten 2 aufweisen.
  • Die 3 bis 5 zeigen ein ständerartiges, säulenartiges oder strebenartiges Bauteil 7, welches an einer Grundplatte 1, senkrecht zur Grundplatte 1, durch Befestigung an einem Führungsschlitz 2, kontinuierlich verschiebbar angeordnet werden kann. Ebenso kann aber auch ein Bauteil 7 an einem anderen Bauteil 7 befestigt werden.
  • Das Bauteil 7 weist, wie in der 5 erkennbar, einen weitgehend quadratischen Querschnitt auf und hat an seinen Längsschmalseiten parallel zu seiner Längserstreckung verlaufende Führungsschlitze 2, die in ihrer Ausbildung den Führungsschlitzen 2 der Grundplatte 1 entsprechend ausgebildet sind.
  • An einem Ende weist das Bauteil 7 ein Gleitstück 8 auf, welches gleitend in einen Führungsschlitz 2 der Grundplatte eingeführt werden kann. Dabei ist grundsätzlich eine Einführung von der Stirnseite eines solchen Führungsschlitzes 2 her möglich. Um aber bereits eine grobe Positionierung beim Einführen des Gleitstückes 8 in den Führungsschlitz 2 zu ermöglichen, ist das Gleitstück 8 länglich ausgebildet, und zwar mit einer Breite, die etwas schmaler ist als die der offenen Seite des Führungsschlitzes 2, so daß das Gleitstück auch senkrecht zum Führungsschlitz 2 in den Führungsschlitz 2 eingesetzt bzw. eingeführt werden kann. Das Gleitstück ist, wie in 5 erkennbar, in der Draufsicht parallelogrammförmig ausgebildet, und zwar nahezu rhombisch. Eine Festsetzung des Gleitstückes 8 und damit des Bauteiles 7 in bzw. an einem Führungsschlitz 2 ist durch Verdrehung und eine damit bewirkte Verkeilung bzw. Verklemmung des Gleitstückes 8 um die Längsachse des Bauteiles 7 möglich. Zusätzlich weist das Bauteil 7 ein Spannstück 9 auf, in dem die Spannschraube 18 mit einer Mulde (Rastaufnahme 5) für den Rastkörper so gelagert ist, daß mit ihr das Gleitstück an den Körper des Bauteiles 7 herangezogen werden kann und auf diese Weise an den zwischen dem Körper des Bauteiles 7 und dem Bauteil 8 eingreifenden Rändern eines Führungsschlitzes 2 klemmend festgesetzt werden kann.
  • In den 6 bis 8 ist dargestellt, wie das Bauteil 7 gemäß den 3 bis 5 an einer Grundplatte 1 gemäß den 1 bis 2 festgesetzt werden kann.
  • In der 6 ist angedeutet, wie das Gleitstück 8 zunächst in einen Führungsschlitz 2 eingesetzt wird, indem es sich in einer Stellung befindet, bei der es parallel zum Verlauf des Führungsschlitzes 2 langgestreckt ist. Durch Drehung in Richtung des Pfeiles 10 kann es in eine Stellung etwa quer zum Führungsschlitz 2 verdreht werden und so im Führungsschlitz verkeilt und festgesetzt werden. Da das Gleitstück 8 etwa rhombisch ausgebildet ist, reicht eine Drehung um etwa 45° hierzu aus. Dies ist der 7 entnehmbar. Der 8 ist ein Ausschnitt aus der Grundplatte 1 entnehmbar, an dem in der Seitenansicht erkennbar ein Abschnitt eines Bauteiles 7 mit Gleitstück 8 in einem Führungsschlitz 2 verkeilt ist.
  • Eine solche Verkeilung kann durch Verdrehung des ganzen Bauteiles 7 erfolgen, es könnte aber auch das Gleitstück 8 allein drehbar am Körper des Bauteiles 7 angeordnet sein. Zusätzlich kann die Spannschraube 18 vorgesehen sein, um eine festere Fixierung zu erreichen. Es ist aber auch denkbar, das Gleitstück 8 in der Draufsicht beispielsweise quadratisch auszuführen, so daß es nur von der Stirnseite her in einen Führungsschlitz 2 einführbar ist und eine Festsetzung nur mit Hilfe einer Spannschraube 18 zu erreichen ist.
  • Eine Festsetzung des Gleitstückes 8 und damit des Bauteiles 7 kann mit Vorteil in jeder beliebigen Position entlang des Führungsschlitzes 2 erfolgen, im besonderen aber an den vorgesehenen Rastelementen, die entweder durch Rastkörper 3 oder durch Rastaufnahmen 5 vorgegeben sind, indem das Gleitstück 8 das zu dem Rastelement des Führungsschlitzes 2 gerade passende Formschlußelement aufweist und eine vorzugsweise automatische Verrastung erfolgt. Die in den Zeichnungen dargestellten kugelförmigen Rastkörper 3, die federbelastet sind, ermöglichen eine solche automatische Verrastung, ohne ein Verschieben des Gleitstückes 8 in einem Führungsschlitz 2 über Gebühr zu hemmen.
  • 9 zeigt in perspektivischer Ansicht ein Bauteil 7, bei dem das Gleitstück 8 selbst einen kugelförmigen Rastkörper 3, der federbelastet ist, aufweist. Ein solches Gleitstück 8 kann beispielsweise in einen Führungsschlitz 2 einer Grundplatte 1 eingeführt werden, wie er in der 2 an den Längsschmalseiten der Grundplatte 1 angedeutet ist.
  • Auch das Gleitstück 8 selbst ist etwas anders ausgebildet als in den vorhergehenden Figuren. Es ist in der Draufsicht rechteckig ausgebildet. Eine Verklemmung bzw. Verkeilung des Gleitstückes 8 in einem Führungsschlitz 2 wird erreicht, indem das gesamte Bauteil 7 um seine Längsachse um etwa 90° gedreht wird, so daß das Gleitstück 8 dann quer zum Führungsschlitz 2 steht.
  • In den 10 bis 12 ist ein erfindungsgemäßer Kugelbolzen 11 bestehend aus einem säulenartig anzuordnenden Bolzen 12 und einer auf dessen Stirnseite befestigten Kugel 13 mit einem dazu passenden Kalibrierelement 14 dargestellt.
  • Die Kugel 13 eignet sich besonders gut für die Darbietung eines Auflagepunktes für ein aufzulegendes Objekt mit Freiformflächen, beispielsweise eines Kotflügels.
  • Die Position des Kugelbolzens 12 wird mit Hilfe des Kalibrierelementes 14 mit Hilfe einer Meßmaschine genau kalibriert. Hierzu weist das Kalibrierelement eine topfartige Ausnehmung 15 auf, die, die Kugel 13 umfassend, über die Kugel 13 gestülpt werden kann. Mittels eines Adapterschaftes 16 ist das Kalibrierlement 14 an einer Meßmaschine anordbar. Gefangen in der topfartigen Ausnehmung 15 ist die Kugel 13 durch Verschieben des Kalibrierelementes 14 über den Schaft 16 und damit auch der Kugelbolzen positionierbar, gegebenenfalls schwenkbar.
  • 13 zeigt ein einfaches Beispiel eines Vorrichtungsaufbaues, bestehend aus einer Grundplatte I und unterschiedlichen zusätzlichen daran angeordneten Bauteilen, insbesondere Bau teilen 7 und Kugelbolzen 11. Mittels dieses Aufbaues werden Auflagepunkte 17 zum definierten Positionieren eines beispielsweise zu vermessenden Objektes vorgegeben.

Claims (18)

  1. Vorrichtung zum Positionieren eines Objektes zum Beispiel eines Werkstücks für einen Messvorgang mit einer Messmaschine, umfassend, ein System aus miteinander verbindbaren ersten Bauteilen (1) und daran befestigbaren zweiten Bauteilen (7) zur Festlegung von Positionierpunkten in einem Positionierbereich, wobei die ersten Bauteile (1) jeweils mindestens eine Führungsbahn (2) aufweisen, in deren Verlauf in definierten Abständen zueinander als erste Formschlusselemente (3) ausgebildete Rasterpunkte angeordnet sind, während die zweiten Bauteile (7) jeweils Führungselemente (8), welche in der Führungsbahn (2) zwangsgeführt sind sowie an den Führungselementen (8) angeordnete zweite Formschlusselemente (5), welche in die ersten Formschlusselemente (3) einrastbar sind, umfassen.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bauteile als Grundplatten ausgebildet sind, wobei eine Grundplatte (1) vorhanden ist, die an Ober- und Unterseite und an den Längsschmalseiten und/oder den Querschmalseiten Führungsbahnen aufweisen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (1) ein Zielelment, vorzugsweise eine Kimme (4) zu ihrer Grobausrichtung aufweist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahnen der Grundplatte (1) parallel zueinander verlaufen.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahnen Führungsschlitze (2) sind und die dazu passenden Führungselemente in die Führungsschlitze einführbare Gleitstücke (8).
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschlitze (2) einen etwa T-förmigen oder pilzfömigen Querschnitt aufweisen.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitstücke (8) länglich und schmaler als die zugeordneten Führungsschlitze (2) ausgebildet sind und durch Drehen um die senkrecht zum Führungsschlitz stehende Flächennormale in dem Querschnitt der Führungsschlitze verkeilbar sind.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitstücke (8) in ihrer Draufsicht prallelogrammförmig, vorzugsweise etwa rhombenförmig, ausgebildet sind.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitstücke (8) mittels einer Spannschraube (18) in dem Führungsschlitz (2) festsetzbar sind.
  10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zueinander passenden Formschlusselemente eines Rasterpunktes als Rastaufnahme (5) und in die Rastaufnahme (5) passender Rastkörper (3) ausgebildet sind.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Formschlusselemente, vorzugsweise der Rastkörper (3), in Richtung auf das andere Formschlusselement federbelastet ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastkörper (3) eine Kugel und die Rastaufnahme (5) entsprechend schalenförmig ausgebildet ist.
  13. Vorrichtung zum Positionieren eines Objektes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Bauteile (7) als Säulen oder Kragarme ausgebildet sind und wenigstens einen säulenartig anordbaren Kugelbolzen (11) mit einem Bolzen (12) und einer auf der Stirnfläche des Bolzens (12) befestigte Kugel (13) sowie einem Kalibrierelement (14) zur Positionierung bzw. Kalibrierung des Kugelbolzens (12) umfassen.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Kalibrierelement (14) eine über die Kugel (13) überstülpbare topfartige Ausnehmung (15) aufweist.
  15. Vorrichtung zum Positionieren eines Objektes, nach einem der Ansprüche 2 bis 14, gekennzeichnet durch ein Klemmelement (19) zur Fixierung der Grundplatte (1) auf einer Arbeitsfläche.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmelement (19) einen als Führungselement an einer Führungsbahn der Grundplatte anordbaren Kemmkopf (20) aufweist.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkopf (20) zur Fixierung an der Führungsbahn mittels eines, vorzugsweise als Klemmschraube (21) ausgebildeten Keiles aufspreizbar ist.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmelement (19) zu seiner Befestigung an der Arbeitsfläche ein Befestigungsgewinde, vorzugsweise einer Stiftschraube (22), aufweist.
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