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DE4131355A1 - Verfahren zur herstellung von 2-phenylsulfanyl-propan- und 2-phenylsulfonyl-propan-verbindungen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 2-phenylsulfanyl-propan- und 2-phenylsulfonyl-propan-verbindungen

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Publication number
DE4131355A1
DE4131355A1 DE19914131355 DE4131355A DE4131355A1 DE 4131355 A1 DE4131355 A1 DE 4131355A1 DE 19914131355 DE19914131355 DE 19914131355 DE 4131355 A DE4131355 A DE 4131355A DE 4131355 A1 DE4131355 A1 DE 4131355A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
propane
compound
general formula
pts
cpds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19914131355
Other languages
English (en)
Inventor
Joerg Dr Dannheim
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DE19914131355 priority Critical patent/DE4131355A1/de
Publication of DE4131355A1 publication Critical patent/DE4131355A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C319/00Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides
    • C07C319/14Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides of sulfides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C315/00Preparation of sulfones; Preparation of sulfoxides
    • C07C315/02Preparation of sulfones; Preparation of sulfoxides by formation of sulfone or sulfoxide groups by oxidation of sulfides, or by formation of sulfone groups by oxidation of sulfoxides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/503Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring the reactive group being an esterified or non-esterified hydroxyalkyl sulfonyl or mercaptoalkyl sulfonyl group, a quaternised or non-quaternised aminoalkyl sulfonyl group, a heterylmercapto alkyl sulfonyl group, a vinyl sulfonyl or a substituted vinyl sulfonyl group, or a thiophene-dioxide group
    • C09B62/507Azo dyes
    • C09B62/51Monoazo dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung liegt auf dem technischen Gebiet der Zwischenprodukte, die insbesondere als Ausgangsverbindungen zur Synthese von faserreaktiven Farbstoffen dienen können.
1,3-Dichlor-2-(phenylsulfanyl)-propan und 1,3-Dichlor-2-(phenylsulfonyl)-propan sind bekannt. Sie werden gemäß den Angaben von J. Org. Chem. 49, 3136 (1984), durch Chlorierung von Thiophenol mittels N-Chlorsuccinimid und durch anschließende Oxidation der Thioverbindung mittels m-Chlor-perbenzoesäure hergestellt. Diese bekannten Verfahrensweisen haben den Nachteil, daß neben der nicht billigen Reagenzien N-Chlor-succinimid und Chlorperbenzoesäure auch noch eine aufwendige Abtrennung der sich daraus ergebenden Produkte Succinimid und m-Chlorbenzoesäure erforderlich ist.
Mit der vorliegenden Erfindung wurde nun ein deutlich verbessertes Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen gefunden, das es ermöglicht, die leicht zugänglichen Ausgangsverbindungen Chlor und Wasserstoffperoxid, die zudem nicht zu schwer abtrennbaren Nebenprodukten führen, als Reagenzien einzusetzen. Die vorliegende Erfindung betrifft deshalb ein Verfahren zur Herstellung von Sulfanyl- und Sulfonylverbindungen entsprechend der allgemeinen Formel (1)
in welcher
R einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest oder einen gegebenenfalls substituierten Arylrest oder bevorzugt ein Wasserstoffatom bedeutet,
Y ein Substituent ist, der durch Alkali unter Bildung der Vinylgruppe eliminierbar ist und
x für die Zahl Null oder 2 steht,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Thiophenol mit Chlor zum Phenylsulfenylchlorid umsetzt und dieses an eine Olefinverbindung der allgemeinen Formel (2)
Y-CH₂-CH=CH-R (2)
in welcher R und Y einen der obengenannten Bedeutungen haben, zur Verbindung der allgemeinen Formel (1) anlagert und gegebenenfalls zur Herstellung einer Sulfonylverbindung der Formel (1) mit x gleich 2 die Verbindung der allgemeinen Formel (1) mit x gleich Null mittels Wasserstoffperoxid oxidiert.
Der alkalisch eliminierbare Substituent Y ist bevorzugt ein Halogenatom, wie Brom und insbesondere Chlor, oder die Cyanogruppe oder eine Alkanoyloxygruppe von 2 bis 5 C-Atomen, wie die Acetyloxygruppe.
Die für den Formelrest R stehenden gegebenenfalls substituierten Alkylreste sind bevorzugt solche von 1 bis 4 C-Atomen, wobei die gegebenenfalls vorhandenen Substituenten bevorzugt 1 oder 2 Substituenten, bevorzugt 1 Substituent, aus der Gruppe Carboxy, Phenyl und Cyano sind. Arylreste sind beispielsweise die Naphthylreste und bevorzugt die Phenylreste. Die Phenylreste können durch 1 bis 3 Substituenten, bevorzugt 1 oder 2 Substituenten, aus der Gruppe Carboxy, Cyano, Chlor, Alkyl von 1 bis 4 C-Atomen, wie Ethyl und Methyl, Alkoxy von 1 bis 4 C- Atomen, wie Ethoxy und Methoxy, Carbamoyl und Sulfamoyl substituiert sein.
Die erfindungsgemäße Umsetzung des Thiophenols mit Chlor erfolgt bei einer Temperatur zwischen -20°C und +20°C, bevorzugt zwischen -10°C und +10°C, in einem gegenüber den Reaktanten inerten organischen Lösemittel, bevorzugt einem halogensubstituierten Kohlenwasserstoff, wie beispielsweise Dichlormethan und Chlorbenzol. Bei der Oxidation des Thiophenols mittels Chlor wird zunächst Diphenyldisulfid als Zwischenstufe erhalten, das bei weiterer Zugabe von Chlor in das Phenylsulfenylchlorid übergeführt wird. Ohne diese Verbindung zu isolieren, kann im gleichen Ansatz die zweite Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens durchgeführt werden; die Umsetzung des Phenylsulfenylchlorids mit der Verbindung der allgemeinen Formel (2) wird ebenso, wie die erste Reaktionsstufe, in einem gegenüber den Reaktanten inerten Lösemittel, wie beispielsweise den obengenannten, bei einer Temperatur zwischen -50°C und 0°C, bevorzugt zwischen -45°C und -35°C, durchgeführt.
Das Lösemittel wird nach beendeter Reaktion abdestilliert und die erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel (1), in welcher x für die Zahl Null steht, entweder gereinigt oder direkt der weiteren Umsetzung mit Wasserstoffperoxid zur Synthese der Sulfonverbindung eingesetzt.
Die erfindungsgemäße Oxidation der Verbindungen der allgemeinen Formel (1) mit x gleich Null zu Verbindungen der allgemeinen Formel (1) mit x gleich 2 erfolgt in einem gegenüber den Reaktanten inerten, mit Wasser mischbaren organischen Lösemitteln, wie beispielsweise einer Alkancarbonsäure, bevorzugt einer solchen mit einem Alkylrest von 1 bis 4 C-Atomen, wie insbesondere Essigsäure, bei einer Temperatur zwischen 50°C und 100°C, bevorzugt zwischen 60 und 90°C, wobei ein üblicher Oxidationskatalysator, wie beispielsweise ein Alkalimetall-wolframat, mitverwendet werden kann.
Das als Oxidationsmittel dienende Wasserstoffperoxid wird als 10- bis 40gew.-%ige, bevorzugt 25- bis 35gew.-%ige, wäßrige Lösung eingesetzt.
Nach dem Abkühlen des Oxidationsansatzes kann die erhaltene Sulfonverbindung, gegebenenfalls nach Zusatz von Wasser, aus dem Ansatz abfiltriert werden. Eine weitere Reinigung, wie beispielsweise durch Umkristallisation, ist nicht mehr erforderlich.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen entsprechend der allgemeinen Formel (3)
in welcher R und Y eine der obengenannten Bedeutungen besitzt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel (1) mit R und Y der obengenannten Bedeutung und mit x gleich 2 analog bekannten Verfahrensweisen der Einführung einer Nitrogruppe in einen Phenylrest nitriert. Erfindungsgemäß verwendet man bevorzugt die sog. Nitriersäure, ein Gemisch aus konzentrierter Schwefelsäure und Salpetersäure mit bevorzugt einem Salpetersäuregehalt von etwa 30 Gew.-%. Die Nitrierungsreaktion erfolgt erfindungsgemäß bei einer Temperatur zwischen 30 und 70°C, bevorzugt zwischen 40 und 50°C.
Die Nitroverbindung der allgemeinen Formel (3) kann zur entsprechenden Anilinverbindung bekannten Verfahrensweisen reduziert werden, so beispielsweise durch katalytische Reduktion mittels Wasserstoff in Gegenwart eines üblichen Edelmetallkatalysators oder in saurem, wäßrig-organischem Medium mittels unedeler Metalle, wie Eisen oder Zink, wobei als wäßriges saures Medium bevorzugt wäßrige Salzsäure dient. Bevorzugt kann die Reduktion in wäßrigem, saurem Medium oder in einem wasserfreien, sauren organischen Lösemittel, wie beispielsweise Eisessig, mittels Palladium/Aktivkohle bei einer Temperatur zwischen 10 und 100°C, bevorzugt zwischen 20 und 50°C, durchgeführt werden.
Die so erhältlichen Anilinverbindungen entsprechend der allgemeinen Formel (4)
in welcher R und Y eine der obengenannten Bedeutungen haben, können als faserreaktive aromatische Amine in der Funktion von Diazokomponenten zur Herstellung von faserreaktiven Azofarbstoffen dienen, indem man die Anilinverbindung der allgemeinen Formel (4) in üblicher Weise diazotiert und analog bekannten Verfahrensweisen mit einer Kupplungskomponente, insbesondere mit einer für faserreaktive Azofarbstoffe üblichen Kupplungskomponente, kuppelt. Die hierbei erhältlichen faserreaktiven Azofarbstoffe vermögen hydroxygruppenhaltige Materialien, vorzugsweise Fasermaterialien, wie beispielsweise Cellulosefasermaterialien, insbesondere Baumwolle, und des weiteren carbonamidgruppenhaltige Materialien, insbesondere Fasermaterialien, wie synthetische Polyamide und Wolle, analog den für faserreaktive Farbstoffe üblichen Färbe- und Druckverfahren in kräftigen und echten Tönen zu färben.
Die nachstehenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung. Die Teile sind Gewichtsteile, die Prozentangaben stellen Gewichtsprozente dar, sofern nicht anders vermerkt. Gewichtsteile beziehen sich zu Volumenteilen wie Kilogramm zu Liter.
Die Messung der ¹H-NMR-spektroskopischen Daten erfolgte in Dimethylsulfoxyd-d₆ als Lösemittel und mit Tetramethylsilan als innerem Standard, sofern nicht anders vermerkt.
Beispiel 1
In eine Lösung von 2204 Teilen Thiophenol in 8070 Teilen trockenem Chlorbenzol werden bei 0°C unter Stickstoffatmosphäre während etwa drei Stunden 709 Teile Chlor eingeleitet. Danach wird der Ansatz noch 30 Minuten nachgerührt. Anschließend wird überschüssiges Chlor durch Hindurchleiten von trockenem Stickstoff ausgeblasen.
Der Ansatz wird sodann auf -40°C abgekühlt. Innerhalb von etwa 30 Minuten gibt man 1680 Teile Allylchlorid langsam und stetig hinzu. Danach rührt man noch 45 Minuten nach, erwärmt den Ansatz auf 20°C und destilliert das Chlorbenzol unter reduziertem Druck ab.
Man erhält 4370 Teile eines hellgelben Öles, das bei 95°C/0,2 mbar destilliert.
¹H-NMR-Analyse: 3,85 ppm (1H; quint.), 3,92 ppm (4H; d), 7,38 ppm (3H; m), 7,55 ppm (2H; m)
Die Verbindung besitzt die chemische Bezeichnung 1,3-Dichlor-2-(phenylsulfanyl)- propan.
Beispiel 2
Eine Lösung von 442,2 Teilen 1,3-Dichlor-2-(phenylsulfanyl)-propan in 734 Teilen Essigsäure versetzt man mit 2 Teilen Natrium-wolframat-dihydrat und erhitzt den Ansatz von 75°C. Unter Einhaltung einer Temperatur von 80°C gibt man innerhalb von etwa einer Stunde 450 Teile einer 35%igen wäßrigen Wasserstoffperoxidlösung langsam und stetig hinzu. Man rührt den Ansatz danach noch etwa 30 Minuten nach, kühlt ihn auf 0°C ab, saugt den weißen Niederschlag ab, wäscht ihn dreimal mit etwa 70 Teilen Wasser und trocknet ihn unter reduziertem Druck. Ausbeute: 423 Teile.
Die Verbindung besitzt die chemische Bezeichnung 1,3-Dichlor-2-(phenylsulfonyl)- propan. Sie läßt sich in Eisessig umkristallisieren und hat einen Festpunkt von 66°C.
¹H-NMR-Analyse: 4,00 ppm (4H; m), 4,27 ppm (1H; quint.), 7,68 ppm (2H; t), 7,81 ppm (1H; t), 7,97 ppm (2H; d).
Beispiel 3
506 Teile 1,3-Dichlor-2-(phenylsulfonyl)-propan werden in 950 Teilen 100%iger Schwefelsäure gelöst. Sodann gibt man unter Rühren bei 40 bis 50°C 610 Teile Nitriersäure, bestehend aus 70% Schwefelsäure und 30% Salpetersäure, innerhalb von etwa einer Stunde langsam hinzu. Man rührt den Ansatz, der teilweise kristallisiert ist, noch etwa 30 Minuten nach und gibt ihn sodann in 4000 Teile Wasser. Das ausgefallene Produkt wird abgesaugt, mit 3000 Teilen Wasser gewaschen, fein gemahlen, nochmals mit 3000 Teilen Wasser gewaschen und getrocknet. Ausbeute: 538 Teile.
Die Verbindung besitzt die chemische Bezeichnung 1,3-Dichlor-2-(3′-nitrophenylsulfonyl)- propan; sie hat einen Festpunkt von 110°C.
Elementaranalyse:
ber.:
C 36,2%, H 3,04%, N 4,7%, Cl 23,8%, S 10,7%, O 21,4%;
gef.:
C 36,6%, H 3,1%, N 4,7%, Cl 23,5%, S 10,6%, O 21,9%.
¹H-NMR-Analyse: 4,05 ppm (4H; m), 4,5 ppm (1H; t), 7,98 ppm (1H; m), 8,38 ppm (1H; m), 8,61 ppm (1H; m).
Beispiel 4
25 Teile 1,3-Dichlor-2-(3′-nitrophenyl-sulfonyl)-propan werden in 300 Vol.-Teilen Eisessig gelöst und unter Zusatz von 1,5 Teilen eines Palladium/Aktivkohle- Katalysators (10% Palladium auf Aktivkohle) bei einem Wasserstoffdruck von 10 bar hydriert. Nach beendeter Wasserstoffaufnahme wird der größte Teil der Essigsäure unter vermindertem Druck abdestilliert und der erhaltene Rückstand in die 10fache Menge Wasser eingerührt. Das reduzierte Produkt fällt zunächst harzig aus, kristallisiert jedoch nach einiger Zeit. Es werden etwa 21 Teile eines weißen Pulvers der Verbindung mit der chemischen Bezeichnung 1,3-Dichlor-2-(3′- aminophenyl-sulfonyl)-propan erhalten; sie besitzt einen Festpunkt von 69°C.
C,H,N-Analyse:
ber.:
C 40,3%, H 4,1%, N 5,2%, Cl 26,4%;
gef.:
C 40,5%, H 4,1%, N 5,2%, Cl 26,3%.
¹H-NMR-Analyse: 4,0 ppm (4H; m), 4,07 ppm (1H; m), 5,65 ppm (2H; br), 6,91 ppm (1H; d), 7,00 ppm (1H; d), 7,09 ppm (1H; t), 7,29 ppm (1H; t).
Beispiel 5
Eine Suspension von 9 Teilen 1,3-Dichlor-2-(3′-aminophenyl-sulfonyl)-propan in einem Gemisch aus 40 Vol.-Teilen Aceton, 80 Teilen Wasser und 16 Vol.-Teilen konzentrierter wäßriger Salzsäure werden in üblicher Weise durch Zugabe von Natriumnitrit diazotiert. Anschließend gibt man eine neutrale Lösung des Natriumsalzes von 7,9 Teilen 1-(4′-Sulfo-phenyl)-3-carboxy-pyrazol-5-on in 55 Teilen Wasser hinzu und stellt mit Natriumacetat einen pH-Wert von 4 ein. Nach beendeter Kupplungsreaktion, die in üblicher Weise bei 15 bis 20°C durchgeführt wird, wird die erhaltene erfindungsgemäße Azoverbindung durch Aussalzen mittels Natriumchlorid und Filtration isoliert.
Sie besitzt, in Form der freien Säure geschrieben, die Formel
und zeigt sehr gute faserreaktive Farbstoffeigenschaften. Bei Anwendung der für faserreaktive Farbstoffe bekannten Applikations- und Fixierverfahren erhält man mit ihr auf den in der Beschreibung genannten Materialien, wie insbesondere Cellulosefasermaterialien, beispielsweise Baumwolle, farbstarke, gelbe Färbungen und Drucke mit guten Echtheitseigenschaften, von denen insbesondere die Licht-, Naßlicht- und Schweißlichtechtheiten hervorgehoben werden können.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel (1) oder der allgemeinen Formel (3) in welchen
    R einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest oder einen gegebenenfalls substituierten Arylrest oder bevorzugt ein Wasserstoffatom bedeutet,
    Y ein Substituent ist, der durch Alkali unter Bildung der Vinylgruppe eliminierbar ist und
    x für die Zahl Null oder 2 steht,
    dadurch gekennzeichnet, daß man Thiophenol mit Chlor zum Phenylsulfenylchlorid umsetzt und dieses an eine Olefinverbindung der allgemeinen Formel (2)Y-CH₂-CH=CH-R (2)in welcher R und Y einen der obengenannten Bedeutungen haben, zur Verbindung der allgemeinen Formel (1) anlagert,
    und daß man gegebenenfalls zur Herstellung einer Sulfonylverbindung der Formel (1) mit x gleich 2 die Verbindung der allgemeinen Formel (1) mit x gleich Null mittels Wasserstoffperoxid oxidiert,
    und daß man gegebenenfalls zur Herstellung einer Nitroverbindung der allgemeinen Formel (3) die Verbindung der allgemeinen Formel (1) mit x gleichen 2 analog an und für sich bekannten Verfahrensweisen mit einem Nitrierungsmittel nitriert.
DE19914131355 1991-09-20 1991-09-20 Verfahren zur herstellung von 2-phenylsulfanyl-propan- und 2-phenylsulfonyl-propan-verbindungen Withdrawn DE4131355A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN102241616A (zh) * 2010-05-12 2011-11-16 利尔化学股份有限公司 砜的制备方法

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Legal Events

Date Code Title Description
8130 Withdrawal