DE4127269C2 - Pneumatisches Schraubgerät - Google Patents
Pneumatisches SchraubgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein
pneumatisches Schraubgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einem pneumatischen Schraubgerät muß die Schrauber
klinge wegen Verschleiß häufig ausgetauscht werden. Hier
zu wird der Schraubkopf von dem Gerät abgenommen, worauf
hin es bisher erforderlich ist, die sich in der zurückge
zogenen Ausgangsstellung befindliche Kupplung mittels
der herausragenden Schrauberklinge nach vorne aus dem
übrigen Gehäuse herauszuziehen. Da die zurückgezogene
Ausgangsstellung des Schrauberklingenkolbens (und damit
der Kupplung) beim Betrieb des Schraubgeräts durch Druckluft
aufrecht gehalten wird, bis durch wechselnde Druckluftbeauf
schlagung des Kolbens der Vorschub zur Ausführung eines Schraub
vorgangs erfolgt, muß demnach bei den bisher bekannten Schnell
kupplungen eines Schraubgerätes die Druckluft abgeschaltet
werden, damit die Kupplung von Hand zum Zwecke des Austauschs
der Schrauberklinge nach vorne aus dem Restgehäuse herausgezogen
werden kann. Dies führt zu einer beträchtlichen Stillstandzeit
des Schraubgerätes, was dann noch nachteiliger ist, wenn gleich
zeitig mehrere Schraubgeräte mit der Druckluftquelle verbunden
sind, da dann gleich mehrere Geräte stillstehen, wenn an einem
Gerät die Schrauberklinge ausgetauscht werden muß.
Aus der DE-OS 26 55 074 ist eine Schnellkupplung zum Verbinden
der Gelenkwelle einer Landmaschine mit der Zapfwelle eines
Schleppers bekannt, die mit einem Fußpedal zusammenwirken kann.
Dieses Fußpedal, welches in dem Schlepper angeordnet ist, hat
die Aufgabe, die Gelenkwelle der Landmaschine mit der daran
befindlichen Kupplungshülse sowie einem radial innerhalb der
Kupplungshülse angeordneten Stützring von der Zapfwelle abzu
schieben, nachdem die Schnellkupplung in den Freigabezustand
versetzt ist.
Aus der DE-OS 27 35 002 ist eine Schnellkupplung bekannt, für
die kein Auslöseglied vorgesehen ist, mit dem diese Kupplung von
der Außenseite eines Gehäuses betätigbar ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
pneumatisches Schraubgerät anzugeben, bei dem die Stillstandzeit
des Gerätes beim Austausch der Schrauberklinge erheblich ver
ringert ist.
Diese wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patent
anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbil
dungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen gekenn
zeichnet.
Das pneumatische Schraubgerät ist erfindungsgemäß mit einer an
sich bekannten Schnellkupplung versehen, zu deren Betätigung ein
manuell betätigbares Auslöseglied beweglich an dem Gehäuse
angeordnet ist, mit dem die Kupplung in die Freigabestellung
bewegbar ist. Hierdurch läßt sich die Schrauberklinge erheblich
schneller und einfacher austauschen als bei den vorbekannten
Schraubgeräten, bei denen hierzu der Schrauberkopf abgenommen
werden muß.
Vorzugsweise ist das Auslöseglied ein um eine axiale Zwi
schenposition schwenkbar gelagerter Auslösehebel, der jen
seits seiner Schwenkachse einen Abschnitt aufweist, der mit
seinem Endbereich bei der Schwenkbewegung ins Innere des
Gehäuses verlagert wird und - gegebenenfalls auch über ein
Zwischenglied - auf das Verriegelungsteil auftrifft.
Der Auslösehebel ist mit besonderem Vorzug so positioniert,
daß er auf die vorstehend beschriebenen Weise mit dem Ver
riegelungsteil der Schnellkupplung zusammenwirken kann,
wenn sich diese in der zurückgezogenen Ausgangsstellung
befindet, so daß es nicht mehr erforderlich ist, die
Druckluftzufuhr zu dem Gerät abzustellen und zum Austausch
der Schrauberlinge die Schnellkupplung aus dem Gehäuse
herauszuziehen. Zum Austausch der Schrauberklinge ist es
gemäß der Erfindung nur noch erforderlich, den Auslöse
hebel zu betätigen, indem dieser an seinem vorzugsweise
längeren Griffabschnitt aus dem Gehäuse herausgeschwenkt
und demzufolge mit seinem kürzeren Betätigungsabschnitt
in das Gehäuse hineingeschwenkt wird und die Verriegelung
der Schnellkupplung freigibt, woraufhin die aus dem Ge
häuse herausragende Schrauberklinge herausgezogen und
durch eine neue Schrauberklinge ersetzt werden kann.
Daraufhin wird der Auslösehebel wieder in seine Ausgangs
stellung zurückgeschwenkt, wodurch sich die Schnellkupp
lung wieder selbsttätig verriegelt, indem das federbeauf
schlagte Verriegelungsteil in seine Ausgangsstellung zu
rückkehrt.
Der vorzugsweise langgestreckte, flache Auslösehebel ist
zweckmäßigerweise derart an dem Gehäuseteil befestigt,
daß seine Außenfläche im nicht-betätigten Zustand im
wesentlichen mit der angrenzenden Außenfläche des Gehäuses
fluchtet, so daß der Auslösehebel bei der Handhabung des
Schraubgerätes nicht hinderlich ist. Im Endbereich des
Betätigungsabschnittes des Auslösehebel kann eine kleine
Griffmulde ausgebildet sein, so daß der Hebel zu seiner
Verschwenkung bequem untergriffen werden kann.
Damit der Auslösehebel nicht unbeabsichtigt bei der Hand
habung des Geräts verschwenkt wird, wird vorgeschlagen,
daß dieser in seiner mit der Gehäuseaußenseite fluchtenden,
nicht verschwenkten Lage von einem Magneten gehalten wird,
der an dem Gehäuse an geeigneter Stelle befestigt sein
kann. Damit ist einerseits zuverlässig vermieden, daß der
Betätigungsabschnitt des Auslösehebels ungewollt aus dem
Gehäuse herausklappt, während andererseits die Magnetkraft
zum Lösen der Kupplung leicht zu überwinden ist.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung hat das
Gehäuse eine rechteckige oder quadratische Querschnitts
form mit abgeschrägten Eckbereichen, wobei der Auslöse
hebel in einem dieser Eckbereiche in die Gehäuseoberfläche
eingelassen ist. Mit dieser Ausgestaltung ist der Abstand
der Drehachse des Hebels zum Verriegelungsteil der Schnell
kupplung besonders günstig.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung sind mehrere
in Umfangsrichtung gleichmäßig voneinander beabstandete
axiale Nuten mit halbkreisförmigem Querschnitt in der
Innenwand der Hülse ausgebildet, während an entsprechenden
Umfangsbereichen der Mitnehmerklaue Umfangsabschnitte
geradlinig weggeschnitten sind. In diese einander gegen
überliegende Aussparungen ist jeweils eine Schraubendruck
feder eingesetzt, die damit jeweils zur Hälfte in die
Hülse und in die Mitnehmerklaue eingreift. Diese Druck
federn beaufschlagen die Hülse in Richtung der Kopplungs
position, d. h. in der zum Kopfabschnitt der Schrauberklinge
weisenden Richtung, so daß der Kopplungszustand ohne Betä
tigung des Auslösehebels aufrecht erhalten wird und nach
der Betätigung des Auslösehebels die Hülse wieder selbst
tätig in die Verriegelungsposition zurückkehrt.
Es sei noch einmal betont, daß bei erfindungsgemäßen
pneumatischen Schraub
geräten der Austausch
einer Schrauberklinge nicht mehr wie bisher mit einer größeren Still
standzeit des Gerätes verbunden ist. Jedoch ist die Schnellkupplung des er
findungsgemäßen Schraubgerätes auch in anderen Geräten
schnell, bequem und einfach zu betätigen.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer
bevorzugten Ausführungsform sowie anhand der Zeichnung.
Dabei zeigt
Fig. 1 einen weitgehend schematischen Querschnitt
durch den Bereich einer
Schnellkupplung eines erfindungsgemäßen pneumatischen Schraub
gerätes, wobei nur die untere Hälfte des
Gerätes abgebildet ist;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Federhülse der
Schnellkupplung;
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Federhülse gemäß
Fig. 2;
Fig. 4 einen Längsschnitt durch die Mitnehmerklaue
der Schnellkupplung und
Fig. 5 einen Querschnitt entlang der Linie A-A in
Fig. 4.
Die in Fig. 1 weitgehend schematisch abge
bildete Schnellkupplung enthält eine Mitnehmerklaue 1,
in die der Endabschnitt einer Schrauberklinge 2 einge
setzt ist. Die Mitnehmerklaue 1 ist konzentrisch von
einer Federhülse 3 umgeben, die von Druckfedern 4 in
Fig. 1 nach links beaufschlagt ist.
In einer Durchgangsbohrung 5 durch die Wand 6 der Mit
nehmerklaue 1 sitzt eine Kugel 7, die in dem in Fig. 1
dargestellten gekoppelten Zustand der Schrauberklinge 2
mit einem Kugelabschnitt über die Innenfläche der Wand 6
hinausragt und in eine entsprechend geformte Umfangsnut
der Schrauberklinge 2 eingreift. In dieser Lage ist die
Kugel 7 radial außen von der Innenwand der Federhülse 3
abgestützt.
Ein Auslösehebel 8 ist in einem in der Aufsicht
kreisrunden Lagerungsblock derart um eine quer zur Längs
richtung des Schraubgerätes liegende Achse 10 schwenkbar
gelagert, daß in seinem nicht-verschwenkten Zustand seine
Außenfläche 11 bündig mit der angrenzenden Außenfläche 12
des Gehäuses verläuft. Der Hebel 8 erstreckt sich in Längs
richtung des Schraubgerätes und ist so positioniert und
bemessen, daß bei seiner Betätigung, d. h. beim Verschwenken
seines in Fig. 1 rechten Betätigungsabschnitts in Rich
tung des Pfeils C der nach innen verschwenkte Abschnitt
13 auf die zugewandte Stirnfläche der Hülse 3 auftrifft
und die Hülse 3 im weiteren Verlauf der Schwenkbewegung
gegen die Kraft der Federn 4 in die Freigabestellung
bewegt. Hierbei wird eine innere Umfangsnut 14 der Feder
hülse 3 so positioniert, daß die Kugel 7 mit ihrem die
Stärke der Wand 6 übersteigenden Abschnitt in die Nut
eintreten kann, wodurch die Schrauberklinge 2 aus der
Mitnehmerklaue 1 herausgezogen und durch eine andere
Schrauberklinge ersetzt werden kann.
Der Betätigungshebel 8 ist in seiner mit der Gehäuseaußen
seite fluchtenden, d. h. nicht-verschwenkten Lage von einem
Magneten 15 gehalten, damit der Hebel nicht ungewollt ver
schwenkt wird.
Das Schraubergehäuse hat - nicht dargestellt - im wesent
lichen eine quadratische Querschnittsform mit abgeschrägten
Eckbereichen. In einem dieser Eckbereiche ist der
Hebel 8 angeordnet.
Nähere Einzelheiten der Federhülse 3 und der Mitnehmer
klaue 1 sind in den Fig. 2 bis 5 abgebildet. Die Feder
hülse 3 enthält 3 in Umfangsrichtung gleichmäßig vonein
ander beabstandete, querschnittlich halbkreisförmige Nuten
18, in die eine Querschnittshälfte der Schraubenfedern 4
eingesetzt wird. Fig. 2 zeigt ferner, daß die Nut 14, in
die ein Abschnitt der Kugel 7 eintreten kann, in Umfangs
richtung der Federhülse 3 verläuft.
Von der Mitnehmerklaue 1 sind zur Aufnahme der querschnitt
lich anderen Hälfte der Schraubenfedern 4 ebenfalls in Um
fangsrichtung gleichmäßig beabstandete Querschnittsab
schnitte 19 geradlinig weggeschnitten. Die Durchgangs
bohrung, in der die Kugel 7 sitzt, ist mit dem Bezugs
zeichen 20 gekennzeichnet.
Wenn der Betätigungshebel 8, der in Fig. 1 gestrichelt in
der Stellung angedeutet ist, in der er auf die Federhülse
3 auftrifft, die Hülse 3 in der Figur nach rechts ausgelenkt
hat, wird diese nach Freigabe durch den Betätigungshebel
8 von den 3 Schraubendruckfedern 4 wieder in die linke
Verriegelungsposition zurück bewegt, die durch einen
Segerring 21 definiert ist.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung kann als Aus
löseglied anstelle eines schwenkbaren Hebels ein linear
bewegbarer Schieber vorgesehen sein, der an dem Gehäuse
teil in dessen axialer Richtung verschieblich gehalten ist.
Der Schieber kann z. B. einen ins Gehäuseinnere ragenden,
abgewinkelten oder abgebogenen Ansatz haben oder mit einem
Stift versehen sein, der dem Verriegelungsteil der Schnell
kupplung gegenüberliegt. Wenn der Schieber in die Freigabe
stellung verschoben wird, verlagert der Ansatz bzw. Stift
das Verriegelungsteil der Schnellkupplung entsprechend.
Claims (8)
1. Pneumatisches Schraubgerät mit einem Gehäuse, einem darin
angeordneten Schrauberklingenkolben, mit dem eine Kupplung
verbunden ist, die eine Schrauberklinge lösbar mit dem Schrau
berklingenkolben koppelt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplung eine Mitnehmerklaue (1), in die der Endab
schnitt der Schrauberklinge (2) einsetzbar ist, eine die Mit
nehmerklaue (1) konzentrisch umfassende Federhülse, die zwischen
einer Kupplungs- und einer Freigabestellung axial bewegbar und
von einer Federeinrichtung (4) in die Kupplungsstellung vor
gespannt ist, und eine Kugel (7) aufweist, die in einer Durch
gangsbohrung (20) der Wand (6) der Mitnehmerklaue (1) sitzt und
deren Durchmesser etwas größer als die Wandstärke der Mitneh
merklaue (1) ist, wobei die Wandstärke übersteigende Kugel
abschnitt in der Kupplungsstellung der Federhülse (3) in eine
Umfangsnut der Schrauberklinge (2) eingreift und in dieser Lage
radial außen von der Innenwand der Federhülse (3) gehalten ist,
und in der Freigabestellung der Federhülse (3) in eine Nut (14)
der Federhülse (3) hineinragt, und daß an dem Gehäuse (16) ein
manuell betätigbares Auslöseglied (8) beweglich gehalten ist,
welches bei seiner Betätigung auf die Federhülse (3) auftrifft
und diese in die Freigabestellung verschiebt.
2. Pneumatisches Schraubgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Auslöseglied ein Auslösehebel
(8) ist, der um eine axiale Zwischenposition (10) schwenkbar
gelagert ist und bei seiner Schwenkbewegung mit einem Endab
schnitt auf die Federhülse (3) auftrifft.
3. Pneumatisches Schraubgerät nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösehebel (8) derart an dem
Gehäuseteil (16) befestigt ist, daß seine Außenfläche (11) im
nicht-verschwenkten Zustand im wesentlichen mit der angrenzenden
Außenfläche (12) des Gehäuses fluchtet.
4. Pneumatisches Schraubgerät nach einem der Ansprüche 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Auslösehebel (8) an einem ab
geschrägten Endbereich (17) des Gehäuses (16) angeordnet ist.
5. Pneumatisches Schraubgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Magnet (15) den Auslösehebel (8)
in seiner nicht-verschwenkten Lage hält.
6. Pneumatisches Schraubgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Auslöseglied ein Schieber ist,
der bei seiner Betätigung mit einem ins Innere des Gehäuses
ragenden Betätigungsteil auf die Federhülse auftrifft.
7. Pneumatisches Schraubgerät nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsteil ein mit dem
Schieber einstückiger, abgewinkelter Ansatz oder ein mit dem
Schieber verbundener Stift ist.
8. Pneumatisches Schraubgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise an drei in Umfangs
richtung gleichmäßig voneinander beabstandeten Stellen axial
verlaufende, querschnittlich halbkreisförmige Nuten (18) in der
Innenwand der Federhülse (3) ausgebildet und an entsprechenden
Stellen der Mitnehmerklaue (1) Umfangsabschnitte (19) wegge
schnitten sind und daß drei Schraubendruckfedern (4) quer
schnittlich jeweils zur Hälfte in die Federhülse (3) und die
Mitnehmerklaue (1) eingreifen.
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Applications Claiming Priority (1)
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Family
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Family Applications (1)
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1991
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