DE4122653C2 - Steuerbare Halbleiterschalteinrichtung mit integrierter Strombegrenzung und Übertemperaturabschaltung - Google Patents
Steuerbare Halbleiterschalteinrichtung mit integrierter Strombegrenzung und ÜbertemperaturabschaltungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine steuerbare Halbleiterschalt
einrichtung mit integrierter Strombegrenzung und Übertem
peraturabschaltung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei modernen Leistungstransistoren werden Mittel zur Über
temperaturabschaltung on-chip mitintegriert. Sie sprechen
an, bevor die am Transistor umgesetzte Verlustleistung einen
so großen Werte annimmt, daß der Leistungstransistor folg
lich thermisch zerstört wird. Dabei ist eine zusätzliche
Schaltung zur Strombegrenzung notwendig, um den Leistungs
transistor im Kurzschlußfalle so lange vor Überhitzung zu
schützen, bis die Übertemperaturabschaltung den Leistungs
transistor tatsächlich abschaltet bzw. abgeschaltet hat.
Ein Beispiel nach dem Stande der Technik veranschaulicht
Fig. 4 in Verbindung mit Fig. 3a und 3b. Die Fig.
3a und 3b zeigen Kennlinien, wie sie für MOS-Feldeffekt-
Leistungstransistoren beispielhaft sind, und Fig. 4 ver
anschaulicht das Wirkprinzip der Ansteuerbeschaltung
eines solchen Transistors gemäß dem Stande der Technik.
Der Leistungstransistor T₁ ist als N-Kanal-MOS-Feldeffekt
transistor ausgeführt, der aus einer Parallelschaltung
einer Vielzahl einzelner Schaltzellen, d. h. von einzelnen
MOS-Transistorzellen, besteht. Um die Betriebsspannung Ub
an den Ausgang A durchzuschalten, benötigt der N-Kanal-
MOS-Leistungs-Feldeffekttransistor eine Gate-Source-Span
nung UGS von beispielhaft 10V, letztwelche von der Ladungs
pumpe CP bereitgestellt wird; der Ausgangsstrom der La
dungspumpe ist durch die Konstantstromquelle CS₁ symboli
siert. Es ist ein weiterer MOS-Transistor T₂ vorgesehen,
dessen Drain-Source-Strecke der Gate-Source-Strecke des
Transistors T₁ parallelgeschaltet ist. Im Kurzschlußfalle
wird durch Leitendsteuerung des Transistors T₂ die Gate-
Source-Spannung UGS1 des Transistors T₁ so weit abge
senkt, daß der Stromfluß über die Schaltstrecke des Tran
sistors T₁ unterbunden wird. Dazu wird das Gate des Tran
sistors T₂ beispielsweise von einer gestrichelt angedeu
teten Temperaturüberwachungs- bzw. -erfassungsschaltung
TSC angesteuert, die ihrerseits von einem Temperatursen
sor TS angesteuert wird. Sie liefert ausgangsseitig ein
logisches Signal, das z. B. bei 160°C in einer den Transi
stor T₂ dadurch durchschaltenden Weise seinen Pegel wech
selt und z. B. vermittels einer entsprechenden Hysterese
in diesem Zustand verharrt, bis die Temperatur um einen
vorbestimmten Betrag wieder abgefallen ist. Der Lei
stungs-MOS-Transistor T₁ kann so für eine gewisse Ab
kühlungszeit gänzlich abgeschaltet werden.
Es hat sich jedoch herausgestellt, daß die Kurzschlußfestig
keit dieser bekannten Schaltungsanordnung nach Fig. 4 be
schränkt ist. Ursache dafür ist, daß der Temperatursensor
TS aus technologischen Gründen nur am Rand der Halbleiter
struktur angebracht werden kann, welche den eigentlichen
Leistungstransistor T₁ bildet. Wenn im Kurzschlußfalle in
den einzelnen MOS-Schaltzellen eine hohe Verlustleistung
anfällt, weil der maximale Strom bei einem Spannungsabfall
entsprechend Ub auftritt, steigt zunächst nur die Tempera
tur der MOS-Schaltzellen, die den eigentlichen Leistungs
transistor T₁ bilden, stark an. Die Temperatur der Chip-Um
gebung, und insoweit auch die eines in gewisser Entfernung
davon angeordneten Temperatursensors TS, folgt nur mit gewis
ser Verzögerung, bedingt durch die endliche Ausbreitungsge
schwindigkeit der Temperatur aufgrund der Wärmeleitung. Wird
der Temperaturgradient zwischen der heißesten Region des Lei
stungstransistors und dem Temperatursensor zu groß, wird die
Halbleiterstruktur des Leistungstransistors T₁ aufgrund Über
schwingens seiner Temperatur über den maximal zulässigen
Wert hinaus irreversibel geschädigt, bevor die Abschalt
temperatur einer Überwachungsschaltung erreicht worden
ist. In der Praxis führt dies dazu, daß entweder die Kurz
schlußfestigkeit nur eingeschränkt gewährleistbar ist
oder aber dadurch erkauft werden muß, daß die maximale
Leistung des Leistungstransistors T₁ durch eine ausrei
chend niedrig zu legende Strombegrenzungsschwelle be
grenzt wird. Daraus resultiert eine empfindliche Schalt
leistungsbegrenzung.
Die DE 38 21 065 C2 beschreibt eine Leistungs-MOSFET-
Schaltung, bei der der Halbleiterschalter aus einer Viel
zahl von einzelnen Schaltzellen besteht, die einen Haupt
schalter und einen Hilfsschalter bilden, letztwelcher be
vorzugt inmitten der von Zellen des Hauptschalters bedeck
ten Fläche ausgebildet ist; bevorzugt kann er durch eine
einzige Schaltzelle realisiert sein. Der auf diese Hilfs
schaltzelle entfallende Strom wird mittels eines Meßwider
standes sensiert und ein entsprechender Spannungsabfall
wird dazu benutzt, um einen den Steuereingang des Haupt
schalters kurzschließenden weiteren Halbleiterschalter
anzusteuern. Dabei ist vorzugsweise eine Kippcharakte
ristik realisiert, die den Hauptschalter bei Eintritt des
Überlastungsfalles abschaltet und abgeschaltet hält. Die
se Lösung weist den Nachteil auf, daß auch impulsartige
Überlastungen von sehr kurzer Dauer bereits zum Abschal
ten führen, obwohl das Chipsubstrat dabei noch nicht an
seine thermische Auslastungsgrenze stößt. Außerdem ist es
technologisch schwierig, inmitten eines Feldes von Haupt
schaltzellen isoliert eingestreute Hilfsschaltzellen an
zuordnen und mit einer außerhalb des Hauptschaltzellenfel
des angeordneten Peripherie zu verbinden, weil dies zu
sätzliche Maskier- und Depositionsschritte bei der Ferti
gung erfordert.
Jene Einrichtung zielt also auf das Erreichen eines auf
rechterhaltbaren Sicherheitszustandes ab, in welchem nach
zuvor aufgetretener Überschreitung der Überlastungsgrenzen
eine dauerhafte Beschädigung der Schalteinrichtung vermie
den wird.
Die DE 39 27 307 A1 beschreibt eine Halbleitervorrichtung
mit Kurzschluß-Schutzschaltung, die in der Funktionsweise
im Grunde der vorerwähnten entspricht. So sind die Schalt
zellen auch dort in Haupt- und Unterelemente aufgeteilt,
vorzugsweise z. B. in Hauptelemente und nur ein Unterele
ment. Jene Vorrichtung ist ebenfalls so ausgelegt, daß je
nach Spannungsabfall an einem internen Ermittlungswider
stand bei Kurzschluß der Last die Lastschaltstrecke durch
Eingangskurzschluß des Lastschalters freigeschaltet wird.
Ohne Vorliegen eines Lastkurzschlusses findet eine begren
zende Einflußnahme auf den Stromfluß über die Lastschalt
strecke nicht statt. Die Strombegrenzungsfunktion wird
ohne Berücksichtigung der thermischen Belastbarkeit des
Chips erreicht.
Die US 4,896,199 beschreibt eine Halbleitereinrichtung
mit Mitteln zum Schutze derselben vor Überhitzung. Dabei
sind inmitten eines Feldes von Schaltzellen Temperaturer
fassungs- und Steuermittel vorgesehen, mittels derer die
darum herum angeordneten Schaltzellen auch so lange abge
schaltet werden können, bis eine bestimmte Chiptemperatur
inmitten des Schaltzellenfeldes unterschritten ist. Bezüg
lich der Fabrikationstechnik einer solchen Einrichtung
gilt sinngemäß das zur DE 38 21 065 C2 bereits Gesagte.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine steuerbare Halb
leiterschalteinrichtung mit integrierter, eine thermische
Zerstörung verhindernder Strombegrenzung mit optionaler,
übertemperaturabhängiger Abschaltmöglichkeit der Schalt
funktion vorzuschlagen, welche eine erhöhte Zuverlässigkeit
aufweist und dabei mit einer geringstmöglichen Maskenzahl
einfach herstellbar und immanent kurzschlußfest ist.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Halbleiter
schalteinrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen gemäß
Anspruch 1 gelöst.
Die kennzeichnungsgemäße Halbleiterschalteinrichtung weist
den Vorteil eines sicheren und beschleunigten Ansprechens
einer Übertemperatursicherungsfunktion auf und macht eine
Begrenzung der Stromtragfähigkeit der eigentlichen Schalt
strecke zum Zwecke der Unterstützung einer reinen Übertem
peraturbegrenzungsfunktion im Strombegrenzungsfalle völlig
überflüssig.
Es kann insoweit unabhängig vom Zeitverlauf des Ansteuer
signals in jedem Betriebszustand die Strombegrenzungs
schwelle immer sehr nahe an den chipflächenspezifisch
überhaupt möglichen Maximalstrom gelegt und insoweit die
Schaltleistungsausbeute des Halbleiterchips maximiert
werden, ohne daß dies mit einer Einbuße an Zuverlässig
keit erkauft würde. Dabei muß ein temperaturerfassendes
geordnet sein. Vielmehr kann es sehr vorteilhaft am Rande
eines solchen angeordnet werden, mit allen sich daraus er
gebenden Vorzügen hinsichtlich eines definierten und unge
störten Temperaturprofils im Bereiche des/der Schwerpunkte
eines wie immer konturierten Schaltzellenfeldes und hin
sichtlich der Kontaktierung mit sonstigen chiprandnahen
Schaltungsteilen. Vorteilhafte Weiterbildungen sind nach
Lehre der darauf rückbezogenen Ansprüche 2 bis 10 gegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt, letztwelche auch die bekannte Lösung nach
dem Stande der Technik umfaßt. Die Erläuterung des Aus
führungsbeispiels schließt an die Figurenliste an.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine beispielhafte Schalt
zellen-Topologie einer erfindungsgemäßen Halb
leiterschalteinrichtung;
Fig. 2 ein Wirkschaltbild einer erfindungsgemäßen
Halbleiterschalteinrichtung;
Fig. 3a Ausgangskennlinien eines Halbleiterschal
ters, beispielhaft in Form eines N-Kanal-
Leistungs-MOS-Feldeffekttransistors:
ID = f(UDS mit Parameter UGS);
ID = f(UDS mit Parameter UGS);
Fig. 3b die Ansteuerkennlinie eines Halbleiterschal
ters, beispielhaft in Form eines N-Kanal-
Leistungs-MOS-Feldeffekttransistors:
ID = f (UGS);
ID = f (UGS);
Fig. 4 das Prinzipschaltbild einer nach dem Stande
der Technik kurzschlußgeschützten Halbleiter
schalteinrichtung.
Die Beschreibung der Fig. 3a, 3b und 4 erfolgte be
reits im Zuge der Erläuterung der bekannten Lösung nach
dem Stande der Technik.
Fig. 1 zeigt zunächst eine prinzipielle, von Fall zu
Fall modifizier- und abwandelbare Chip-Topologie der
Schaltzellen einer erfindungsgemäßen Halbleiterschaltein
richtung, und Fig. 2 ein beispielhaftes Wirkschaltbild
einer erfindungsgemäßen Verbesserung der bekannten Lösung
gemäß Fig. 4.
In Fig. 1 ist mit 1.1 ein Feld bezeichnet, welches eine
Vielzahl von individuellen Hauptschaltzellen mit parallel
geschalteten, d. h. mit auf gleichem Potential liegenden
Steuerelektroden des in Fig. 2 abgebildeten Halbleiter
schalters 1 umfaßt. Mit 3.1 ist ein Feld bezeichnet,
welches eine kleinere Vielzahl von Hilfschalt
zellen mit ebenfalls parallel geschalteten Steuerelektro
den eines kleineren Halbleiterschalters 3 umfaßt. Die
Halbleiterschalter 1 und 3 sind in derselben Technologie
hergestellt.
Die beiden Felder schließen z. B. längs einer Grenzlinie 4
aneinander an. In der Praxis kann das Feld 1.1 so geformt
sein, daß es das Feld 3.1 mehr oder weniger einschließt
bzw. umfaßt, jedenfalls aber wenigstens einen Signalpfad
zum Temperatursensor 12 nicht bedeckt, welcher innerhalb
des Feldes 3.1 angeordnet ist. Eine Schaltung 11 zur kom
binierten Laststromerfassung und -auswertung und zur Tem
peraturüberwachung kann insoweit außerhalb der Felder 1.1
und 3.1 angeordnet sein und über Signalpfade mit dem Tem
peratursensor 12 in Verbindung stehen. Als gebietsmäßig
abgeschlossen integrierte Strombegrenzungs- und Temperatur
erfassungsschaltung 11′ kann sie gleichwohl einen Tempe
ratursensor auch integral mitumfassen und dann anstelle
eines diskreten Temperatursensors 12 an einem entsprechen
den Ort mehr oder weniger vom Feld 3.1 umfaßt angeordnet
sein.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt
die Schaltstrecke des Halbleiterschalters 1 einerseits an
der Betriebsspannung Ub, andererseits am Ausgang A der
Halbleiterschalteinrichtung. Seine Steuerelektrode wird in
an sich bekannter Weise beispielsweise über eine Stromquel
le 5 am Ausgang einer Ansteuerschaltung 6, beispielsweise
als Ladungspumpe ausgeführt, mit einem Steuersignal beauf
schlagt, beispielsweise einem Strom I₁. Die Ansteuerschal
tung 6 weist ihrerseits einen Ansteuereingang E auf. Zwi
schen die Steuerelektrode des Halbleiterschalters 1 und
dessen am Ausgang A liegende Bezugselektrode ist in an
sich vorbekannter Weise die Schaltstrecke eines weiteren
Halbleiterschalters 2 geschaltet; an ihr steht insoweit
die Steuerspannung UGS1 des Halbleiterschalters 1 an. Die
Steuerelektrode des Halbleiterschalters 2 wird von der
kombinierten Laststromerfassungs- und Temperaturauswerte
schaltung 11 mit separatem Temperatursensor 12 und Last
stromsensor 13 bzw. einer entsprechenden Schaltung 11′ mit
darin integriertem Temperatursensor mit einer Steuerspan
nung UGS2 beaufschlagt. Die Temperaturauswertecharakte
ristik der Schaltung 11 bzw. 11′ kann vorzugsweise eine
eingangs schon erwähnte Hysterese-Schaltcharakteristik
mit Kippwirkung über der Temperatur aufweisen, mit der
Wirkung einer eindeutigen und vollständigen Abschaltbar
keit des Halbleiterschalters 1 vor seiner thermischen
Zerstörung. Der Stromsensor 13 kann beliebig realisiert
sein, beispielsweise auch als integraler Bestandteil
wenigstens einer der Strukturen der Halbleiterschalter
1 und 3.
Der Ansteuerschaltung 6 ist hier ausgangsseitig noch eine
weitere Stromquelle 7 zugeordnet, die mit der Steuerelek
trode eines dritten Halbleiterschalters 3 wirkverbunden
ist. Die Schaltstrecke des Halbleiterschalters 3 ist jener
des Halbleiterschalters 1 parallel geschaltet. Die Steuer
elektroden der Halbleiterschalter 1 und 3 sind mitein
ander wirkverbunden, hier beispielhaft über einen Wider
stand 8. In der Praxis kann der Widerstand 8 auch durch/mit
wenigstens einen/m pn- oder np-Halbleiterübergang in
Schleusen- oder Zenerbetrieb ersetzt/kombiniert sein. Auch
kann wenigstens eine der Stromquellen 5 und 7 durch einen
Widerstand ersetzt sein, oder es kann die Stromquelle 5
gänzlich entfallen, so daß die Steuerelektroden der Tran
sistoren 1 und 3 dann z. B. ausschließlich durch den Strom
I₃, d. h. durch nur ein gemeinsames Steuersignal vorge
spannt werden.
Die Einrichtung funktioniert wie folgt.
Die Stromquellen 5 und 7 bzw. entsprechende Vorwiderstände
bewirken durch Bereitstellung definierter Umladeströme für
die Steuerelektroden der Halbleiterschalter 1 und 3 einen
definierten Schaltverlauf.
Unter Zugrundelegung einer gleichen Technologie und eines
identischen Schaltzellenaufbaues fließen bei gleichen An
steuerspannungen (UGS1 = UGS3) der Halbleiterschalter 1
und 3 gleiche Teilströme durch die sie aufbauenden Schalt
zellen in den Feldern 1.1 und 3.1.
Solange der insgesamt fließende Schaltstrom die Strombe
grenzungsfunktion der Schaltung 11 bzw. 11′ nicht wirksam
werden läßt, wird der Halbleiterschalter 2 nicht oder nur
sehr gering angesteuert, UGS2 ist also beispielsweise
identisch oder nahe Null. Da die Schaltstrecke des Schal
ters 2 deshalb nicht leitet und insoweit keinen Strom zu
führen vermag, wird UR zu Null. Infolgedessen liegen die
Steuerelektroden der Schalter 1 und 3 über die Strom
quellen 5 und 7 (oder über entsprechende ohmsche Wider
stände 5 und 7) auf hohem Potential, wobei UGS1 = UGS3.
Als Folge fließen bei noch nicht einsetzender Strombe
grenzung gleiche spezifische Ströme durch identisch be
schaffene Schaltzellen der Halbleiterschalter 1 und 3, und
es kommt insoweit im stromtragenden Bereich des Halblei
terchips zu einer insgesamt ausgeglichenen Temperatur
verteilung.
Übersteigt der Laststrom ein zulässiges Maß, führt das vom
Laststromsensor 13 an die Schaltung 11 bzw. 11′ abgegebene
Signal zum Einsatz der Strombegrenzung durch Anstieg von
UGS2. Dadurch wird der Schalter 2 mehr oder weniger durch
gesteuert, d. h. wirkt als Stromsenke und führt somit zum
Spannungsabfall UR am Widerstand 8 (oder einem alternativ
vorgesehenen pn- oder np-Übergang). Aufgrund des Strom
flusses I₃ vermindert sich somit die Steuerspannung UGS1
um den Spannungsabfall UR gegenüber der Steuerspannung
UGS3 des Halbleiterschalters 3. Aus der beispielhaften
Kennlinie gemäß Fig. 3b, die sinngemäß auch für jede
einzelne Schaltzelle entsprechender Halbleiterschalter
gilt, ergibt sich daraus für die zum Feld 3.1 gehörigen
Hilfsschaltzellen eine höhere spezifische Strombelastung.
Infolgedessen ist die in letzteren umgesetzte spezifische
Verlustleistung größer als in den Schaltzellen des Feldes 1.1,
woraus sich eine größere freigesetzte Wärmeleistung
und insoweit eine schnellere Erhitzung auf eine höhere
Temperatur im Vergleich zu den Zellen des Halbleiter
schalters 1 ergibt.
In Verbindung mit einer geeigneten Dimensionierung der
Ansteuerschaltung 6 wird so jedenfalls erreicht, daß im
Strombegrenzungsfalle die Ansteuerspannung UGS3 für die
in unmittelbarer Nähe, nämlich um den Temperatursensor 12
bzw. die Temperaturerfassungsschaltung 11′ herumgruppier
ten Zellen des Halbleiterschalters 3 um einen gewissen Be
trag UR höher ist als für alle übrigen Zellen des Halblei
terschalters 1. Es wird also eine definierte Unausgegli
chenheit der Temperaturverteilung im Bereiche der Tempe
raturerfassung künstlich herbeigeführt, um zielgenau eine
besonders schnelle Erhitzung des die Chiptemperatur er
fassenden Elements zu erzwingen.
Bei Überschreiten einer vorbestimmten Grenztemperatur kann
die Schaltung 11 bzw. 11′ aus einem Mode der reinen Strombe
grenzung bzw. über der Temperatur rückläufigen Strombegren
zung mit Hysterese in einen Abschaltmode kippen und somit
über einer gewissen Abkühlungsphase die vollständige Sper
rung der Schalter 1 und 3 bewirken. Dazu kann zusätzlich
noch z. B. ein figürlich nicht dargestellter Steuerpfad
zwischen der Schaltung 11 bzw. 11′ und der Ansteuerschal
tung 6 vorgesehen sein, über den wenigstens eines der
Steuersignale I₁ und I₃ in der Ansteuerschaltung 6 für
die Abschaltdauer auf Null setzbar ist. Oder die Steuer
elektrode des Halbleiterschalters 3 kann über die Schalt
strecke eines figürlich ebenfalls nicht dargestellten wei
teren, von der Schaltung 11 bzw. 11′ anzusteuernden Halb
leiterschalters mit dem Ausgang A oder mit Massepotential
10 verbunden werden, so lange der Schalter 2 voll durch
gesteuert ist.
Für den Kurzschlußfall A-GND wird URK zweckmäßigerweise so
gewählt, daß die Temperatur am Ort des Temperatursensors
12 bzw. der Temperaturerfassungsschaltung 11 gleich oder
höher ist als die Temperatur an irgend einer anderen
Stelle des Feldes 1.1, insbesondere in dessen Mitte bzw.
Schwerpunkt. Es ist insoweit sichergestellt, daß sich bei
Wirksamkeit der Strombegrenzung immer die in unmittelbarer
Umgebung des Temperatursensors 12 bzw. der Strombegren
zungs- und Temperaturerfassungsschaltung 11′ angeordneten
Hilfsschaltzellen im Feld 3.1 am stärksten erhitzen und in
soweit die Sensierung bzw. Erfassung eines Überlastzustan
des mit geringstmöglicher Verzögerung geschieht. Eine über
lastbedingte Abschaltung der Halbleiterschalteinrichtung
kann so wesentlich früher als nach dem Stande der Technik
eingeleitet werden, ohne daß die Gefahr einer unkontrol
liert punktuellen Überhitzung der den Hauptstrom führenden
Schaltzellen des Halbleiterschalters 1 und insoweit seiner
Beschädigung besteht.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungs
beispiel mit separater Ansteuerung bestimmter Schaltzellen
beschränkt. Beispielsweise ist auch eine Lösung mitumfaßt,
die ohne ein wie auch immer beschaffenes Element 8 zur
Gewinnung zweier betragsmäßig unterschiedlicher Steuer
größen und ohne einen separaten Ansteuerpfad eines entspre
chenden Halbleiterschalters 3′ auskommt, indem durch tech
nologische Maßnahmen dafür gesorgt wird, daß für eine
gewisse Zahl von besonderen Schaltzellen in einem entspre
chenden Feld 3.1 sich eine Kennlinie gemäß Fig. 3b er
gibt, welche steiler als die entsprechende Kennlinie für
alle übrigen Schaltzellen eines den Hauptstrom führenden
Halbleiterschalters 1′ ist. In einem solchen Falle kann
eine für den Betrachter sichtbare Trennungslinie 4 zwi
schen Feldern mit einem Halbleiterschalter 1′ und einem
Halbleiterschalter 3′ zuzuordnenden Schaltzellen gänzlich
fehlen, und die Kontaktierung der Ansteuerelektroden aller
Schaltzellen kann insoweit durchgängig sein.
Die erfindungsgemäße Maßnahme zur Verbesserung der Kurz
schlußfestigkeit von Halbleiterschalteinrichtungen ist
auch in weiterem Sinne nicht beschränkt auf das spezielle
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2. Dort sind generell
N-Kanal-MOS-Transistoren als Halbleiterschalter zugrun
degelegt, die Arbeitscharakteristika gemäß den Kennlinien
in Fig. 3a und 3b aufweisen. Auch andere Halbleiter
schaltbauelemente mit anderen Charakteristika sind mög
lich, ohne daß der Rahmen der Erfindung verlassen wird.
Der Transistor T₁ schaltet dort eine Betriebsspannung
Ub nach Masse 10 durch (High-Side Switch). Auch der um
gekehrte Fall einer Durchschaltung des Massepotentials
gegen die Betriebsspannung Ub ist möglich (Low-Side
Switch). Je nach Polarität und/oder Technologie des
Leistungsschalters T₁ und des Halbleiterschalters T₃ kann
z. B. eine Ladungspumpe als Ansteuerschaltung erforderlich
sein oder entfallen. Bei einer Ausbildung von Schaltzellen
mit feldweise unterschiedlicher Steilheit kann auch eine
Ansteuerschaltung 6 auf einen ohmschen Spannungsteiler
oder eine Leitungsverzweigung reduziert sein oder gänz
lich entfallen. Auch unter Verwendung bipolarer Techno
logien zur Realisierung des Leistungsschalters kann in der
beschriebenen Weise die Kurzschlußfestigkeit erhöht wer
den. Allerdings muß dann als Einflußgröße nicht die Basis
spannung, sondern der Basisstrom eines entsprechenden bi
polaren Transistors T₃ bzw. entsprechender Transistor
strukturen innerhalb eines Feldes 3.1 im Nahbereich des
Temperatursensors 12 bzw. einer Temperaturerfassungsschal
tung 11′ im Kurzschlußfalle höher geregelt werden, um so
am Ort des die Temperatur erfassenden Elements die höchste
Temperatur zu erzeugen. Im Rahmen der beanspruchten
Erfindung sind alle diese Abwandlungen mitumfaßt.
Claims (10)
1. Steuerbare Halbleiterschalteinrichtung mit inte
griertem Überlastungsschutz des Laststrompfades, wobei
die Schaltstrecke im Laststrompfad (A, GND) aus einer Vielzahl von
parallel wirkenden Hauptschaltzellen gebildet wird und
noch eine kleinere Anzahl von Hilfsschaltzellen (3.1)
vorgesehen ist, welche parallel zu den Hauptschaltzellen
einen Teil des Gesamtlaststromes führen, um dadurch einen
Überlastungsschutz zu realisieren, und wobei wenigstens
die lastseitigen (A) Anschlüsse der Haupt- (1.1; 1) und Hilfs
schaltzellen (3.1; 3) direkt hochleitend unter- und miteinander ver
bunden sind, und wobei zwischen
Schaltanschlüsse der Hauptschaltzellen (1.1; 1) und
direkt hochleitend untereinander verbundene Steueran
schlüsse der Hauptschaltzellen (1.1; 1) die Schaltstrecke eines weiteren
Halbleiterschalters (2) geschaltet ist,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß es sich bei den mit der Schaltstrecke des wei teren Halbleiterschalters (2) verbundenen Schaltanschlüs sen der Hauptschaltzellen um die lastseitigen handelt,
- - daß auch die nicht lastseitigen Schaltanschlüsse der Haupt- (1.1; 1) und Hilfsschaltzellen (3.1; 3) direkt und hochleitend (9) unter- und miteinander verbunden sind, daß die Halbleiterschalteinrichtung ein Element (12, 11′) zur Chiptem peraturerfassung aufweist, letztwelches auf den weiteren Halbleiterschalter (2) bei wachsender Chiptemperatur im Sinne eines Durchschaltens desselben einwirkt, daß sich die Steilheit der Funktion ihres Ausgangs leitwertes in Abhängigkeit von ihrer Steuergröße und/oder Steuergröße der Hilfsschalt zellen (3.1) von der entsprechenden Steilheit bzw. Steuergröße der Hauptschaltzellen (1.1) unterscheidet in der Weise, daß bei Schaltansteuerung der Einrichtung und einem Laststrom un terhalb der Überlastungsgrenze die spezifische Strombela stung und damit das spezifische Verlustleistungsaufkommen der Hilfsschaltzellen (3.1) im wesentlichen gleich groß ist wie die/das der Hauptschaltzellen (1.1), und daß bei Schaltansteuerung der Einrichtung und stetiger Laststrom zunahme bis heran an die Überlastgrenze die spezifische Strombelastung und damit das spezifische Verlustleistungs aufkommen der Hilfsschaltzellen (3.1) die-/dasjenige der Hauptschaltzellen (1.1) monoton zunehmend übersteigt, und daß das die Chiptemperatur erfassende Element (12, 11′) im Nahbereich oder im wesentlichen umschlossen von besag ten besonderen Schaltzellen (3.1) mehr oder weniger am Rande der von Hauptschaltzellen (1.1) belegten Chip fläche angeordnet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Schaltzellen (1.1, 3.1) als bipolare oder MOS-Transistorzellen in beliebiger Technologie ausgeführt sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß auch die Steuerelektroden der Haupt- (1.1; 1) und Hilfsschaltzellen (3.1; 3) hochleitend unter- und mitein ander verbunden sind und insoweit alle Schaltzellen mit derselben Steuergröße ansteuerbar sind, wobei die Hilfs schaltzellen (3.1) eine größere Steilheit der Funktion ihres Ausgangsleitwertes in Abhängigkeit von der An steuergröße aufweisen als die Hauptschaltzellen (1.1).
4. Einrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Ansteuerung aller Schaltzellen (1.1, 1; 3.1, 3) über eine besondere Ansteuerschaltung (6; 6 mit 5 oder 7) geschieht, welche wenigstens eine der folgenden Wandlungen einer dieselbe beaufschlagenden Ansteuergröße bewirkt:
- - Pegelverschiebung einer Ansteuerspannung;
- - Pegelverschiebung eines Ansteuerstromes;
- - Wandlung einer Ansteuerspannung in einen Strom als Steuergröße;
- - Wandlung eines Ansteuerstromes in eine Spannung als Steuergröße.
5. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß alle Schaltzellen im wesentlichen gleich aufgebaut sind und/oder im wesentlichen eine einheitliche Steilheit der Funktion ihres Ausgangsleitwertes in Abhängigkeit von ihrer Steuergröße aufweisen, und daß jeweils die Steuerelek troden der Hilfsschaltzellen (3.1) untereinander und die Steuerelektroden der Hauptschaltzellen (1.1) untereinander verbunden sind und daß des weiteren Mittel vorhanden sind, um in einem Lastbereich nahe der Überlastungsgrenze die Steuerelektroden der Hilfsschaltzellen (3.1) und die Steuerelektroden der Hauptschaltzellen (1.1) mit wenig stens betragsmäßig sich voneinander unterscheidenden Steuergrößen leitend zu steuern.
6. Einrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Steuerelektroden der Hilfsschaltzellen (3.1) und der Hauptschaltzellen (1.1) über ein Element (8) mitein ander in Wirkverbindung stehen, an welchem sich eine Diffe renz der Steuergröße ausbildet.
7. Einrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß es sich bei dem Element (8) um wenigstens einen Widerstand und/oder wenigstens einen pn- oder np-Halblei terübergang handelt.
8. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Ansteuerung der Schaltzellen (1.1, 3.1) über eine Ansteuerschaltung (6) geschieht, die wenigstens eine Ladungspumpe umfaßt.
9. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die den Stromfluß durch den Laststrompfad steuernde Größe dadurch beeinflußbar ist, daß sie durch den wenigstens den Steuereingängen der Hauptschaltzellen (1.1) im wesentlichen parallel geschalteten weiteren Halb leiterschalter (2) kurzschließbar bzw. umlenkbar bzw. ab leitbar ist, und daß dem Halbleiterschalter (2) im Sinne einer Begrenzung des Laststromes auf einen über längere Dauer zulässigen Wert ein Steuersignal zuführbar ist, welches außer von der Chiptemperatur im Bereiche der Hilfsschaltzellen (3.1) auch noch von wenigstens einem separat und kontinuierlich erfaßten Teil des Laststromes abhängig ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß Mittel vorhanden sind, welche eine Beeinflussung der den Stromfluß durch den Laststrompfad in Abhängigkeit von der Chiptemperatur im Bereiche der Hilfsschaltzellen (3. 1.) steuernden Größe mit Kippcharakteristik nach Maßgabe durch eine vorgegebene Temperatur-Hysterese bewirken.
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