DE4119003A1 - Schneckenzentrifuge - Google Patents
SchneckenzentrifugeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schneckenzentrifuge
zur Trennung eines Feststoff-Flüssigkeitsgemisches in
eine leichte und in eine schwere Phase mit im wesentli
chen zylindrisch-konischem Trommelmantel, wobei an der
Förderschnecke wenigstens ein Stauelement angeordnet ist,
das mit der Innenwand der Zentrifugentrommel einen Durch
trittsspalt für die schwere Phase bildet.
Aus der deutschen Patentschrift 23 44 507 ist eine Voll
mantel-Schneckenzentrifuge zur Trennung eines Feststoff-
Flüssigkeitsgemisches in eine leichte und in eine schwere
Phase bekannt, bei der das an der Förderschnecke be
festigte Stauelement als ringförmige Scheibe oder als
Kegelstumpfmantel ausgebildet ist und im Übergangsbereich
vom zylindrischen zum konischen Trommelmantel mit der In
nenwand der Zentrifugentrommel einen ringförmigen Durch
trittsspalt für die schwere Phase bildet. Die Austritts
öffnung für die schwere Phase ist hierbei im Trommelman
tel mit einem größeren radialen Abstand von der Trommel
achse angeordnet als die Austrittsöffnung für die leichte
Phase. Auf diese Weise soll im Betrieb der Schneckenzen
trifuge auf die schwere Phase ein zusätzlicher hydrosta
tischer Druck ausgeübt werden, um den Durchtritt der
schweren Phase durch den zwischen dem Stauelement und der
Innenwandung der Zentrifugentrommel befindlichen Ring
spalt zu unterstützen. Hierbei ist es jedoch trotz des
zusätzlichen hydrostatischen Druckes auf die schwere
Phase nicht zu vermeiden, daß es insbesondere dann, wenn
sich im Laufe des Betriebes die Feststoff-Flüssigkeits
verhältnisse im Schlamm verändern, zu einer Verschlechte
rung des Trenneffektes und damit zu Fehlausträgen kommt,
da durch den Ringspalt jeweils nur eine bestimmte Menge
an Feststoffen pro Zeiteinheit hindurchtreten kann. Diese
bekannte Zentrifuge kann daher nicht den während des Be
triebes mehr oder weniger häufig auftretenden Schwan
kungen in der Feststoff-Flüssigkeits-Zusammensetzung des
Aufgabegutes oder der Aufgabemenge angepaßt werden, um
stets ein gleichbleibendes Trennergebnis zu erzielen.
Ausgehend von diesem bekannten Stand der Technik besteht
die Aufgabe der Erfindung darin, eine Schneckenzentrifuge
zu schaffen, die den im Betrieb auftretenden Veränderun
gen bzw. Schwankungen in der Feststoff-Flüssigkeits-Zu
sammensetzung, der Konsistenz und/oder der Schlammauf
gabemenge während des Betriebes angepaßt werden kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Stauelement an
der Förderschnecke verstellbar angeordnet und über Ver
stellorgane mit einer außerhalb der Zentrifugentrommel
befindlichen Verstelleinrichtung verbunden ist, derart,
daß der Querschnitt des Durchtrittsspaltes für die schwe
re Phase während des Betriebes der Zentrifuge verändert
werden kann.
Durch diese Maßnahmen gemäß der Erfindung wird eine opti
male Anpassung der Zentrifuge an die im Betrieb auftre
tenden Veränderungen in der Feststoff-Flüssigkeits-Zusam
mensetzung, der Konsistenz und/oder der Schlammaufgabe
menge während des Betriebes von Hand oder automatisch er
reicht und dadurch stets ein bestimmter, vorgegebener
Trockensubstanzgehalt im Dickstoffaustrag sowie eine be
stimmte vorgegebene Zentralreinheit aufrechterhalten und
gewährleistet. Auf diese Weise wird nicht nur im Ver
gleich zu den bisher bekannten Schneckenzentrifugen eine
wesentliche Verbesserung der Trennergebnisse, auch von
sonst schwierig zu entwässernden Schlämmen erreicht, son
dern es läßt sich hierdurch auch eine Steigerung der
Durchsatzleistung erzielen, und zwar auch deshalb, weil
bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Zentrifuge keine
unnötigen Stillstandszeiten zur Querschnittsänderung oder
Nachjustierung des Durchtrittsspaltes anfallen.
Aus der deutschen Patentschrift 37 28 901 ist zwar eine
Schneckenzentrifuge mit einem Wehr zum Einstellen des
Flüssigkeitsstandes bekannt, das aus zwei mit Abstand
voneinander angeordneten Wehrscheiben besteht. Mit diesem
bekannten Wehr lassen sich zwar bestimmte Flüssigkeits
stände während des Betriebes in der Zentrifugentrommel
einstellen, jedoch ist hierbei ein veränderbarer Durch
trittsspalt für die schwere Phase nicht vorgesehen.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung be
steht das Stauelement aus einer in Achsrichtung der
Schneckenwelle verstellbaren Ringscheibe. Durch einfaches
Verschieben der Ringscheibe zum Dickstoffaustragsende
hin, kann der zwischen dem Außenrand der Ringscheibe und
der Innenwandung des konischen Trommelmantels befindliche
Ringspalt verkleinert und durch Verschieben in entgegen
gesetzter Richtung vergrößert und dadurch die Zentrifuge
an die im Betrieb auftretenden Schwankungen der Fest
stoffkonzentration im Aufgabegut oder der Aufgabemenge
optimal angepaßt werden.
Mit ebendenselben Vorteilen kann gemäß einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung ein Stauelement eingesetzt
werden, das aus einer Ringscheibe mit gleichmäßig über
den Außenumfang verteilt angeordneten, für den Durchtritt
der schweren Phase geeigneten Ausnehmungen besteht, deren
Querschnitte durch an der Ringscheibe schwenkbeweglich
angeordnete Platten während des Betriebes der Zentrifuge
verändert werden können.
Um den Querschnitt des Durchtrittsspaltes für die schwere
Phase während des Betriebes der Zentrifuge in einfacher
Weise verändern zu können, ist in weiterer Ausgestaltung
der Erfindung sehr vorteilhaft ein mechanisches, elektri
sches, magnetisches, hydraulisches oder pneumatisches
Verstellorgan vorgesehen.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Erläuterung von in den
Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispie
len.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Schneckenzentrifuge mit einem in
Achsrichtung der Schneckenwelle verstell
baren Stauelement gemäß der Erfindung im
Teillängsschnitt;
Fig. 2 eine Schneckenzentrifuge mit einer in
Achsrichtung der Schneckenwelle verstell
baren Ringscheibe gemäß der Erfindung im
Teillängsschnitt;
Fig. 3 eine Schneckenzentrifuge mit abgestuftem
Trommelmantel und darüber in Achsrichtung
der Schneckenwelle verstellbar angeordne
tem Stauelement gemäß der Erfindung im
Teillängsschnitt;
Fig. 4 eine Schneckenzentrifuge mit aus einem
oder mehreren in radialer Richtung ver
stellbaren Ringscheibensegmenten bestehen
den Stauelement gemäß der Erfindung im
Teillängsschnitt;
Fig. 5 eine Schneckenzentrifuge mit zwischen der
Schneckenwendel in radialer Richtung ver
stellbar angeordneten Staublechsegmenten
gemäß der Erfindung im Teillängsschnitt;
Fig. 6 eine Draufsicht auf ein Ringscheibenseg
ment gemäß Fig. 4 in vergrößertem Maßstab;
Fig. 7 eine Schneckenzentrifuge mit in radialer
Richtung verstellbarem Stauelement gemäß
der Erfindung im Teillängsschnitt;
Fig. 8 ein aus einer Ringscheibe bestehendes
Stauelement mit einer oder mehreren am
Außenumfang verteilt angeordneten Ausneh
mungen und daran schwenkbeweglich angeord
neten Platten gemäß der Erfindung in Teil
ansicht.
Wie Fig. 1 zeigt, besteht die Schneckenzentrifuge aus
einem zylindrisch-konischem Trommelmantel (1, 2) und
einer darin koaxial angeordneten Förderschnecke (3),
deren Schneckenwelle (4) als Hohlwelle ausgebildet ist.
Die Schneckenwelle (4) ist gegenüber der Zentrifugentrom
mel drehbeweglich in Lagern (5, 6) angeordnet, und die
Zentrifugentrommel ist ihrerseits in einem in der Zeich
nung nicht näher dargestellten Gehäuse in Lagern (7) und
(8) rotationsbeweglich gehalten. Auf der linken Seite in
der Zeichnung ist ein Rohrstutzen (9) für die Zuführung
eines Feststoff-Flüssigkeitsgemisches in die Zentrifugen
trommel koaxial in die hohl ausgebildete Schneckenwelle
(4) eingeführt, der in eine Verteilerkammer (10) mündet.
Von hier aus gelangt das Feststoff-Flüssigkeitsgemisch
durch in der Schneckenwelle (4) gleichmäßig über den Um
fang verteilt angeordnete Öffnungen (11) in Pfeilrichtung
(12) in das Innere der Zentrifugentrommel, wo unter Ein
wirkung der im Betrieb der Zentrifuge auftretenden Zen
trifugalkräfte eine Trennung der leichten Phase bzw.
Flüssigkeit von der schweren Phase bzw. den Feststoffen
erfolgt. Die leichte Phase wird durch in der Stirnwandung
(13) auf der linken Seite der Zentrifugentrommel angeord
nete Öffnungen (14) in Pfeilrichtung (15) ausgetragen,
während die schwere Phase von der an der Schneckenwelle
(4) außen angeordneten Schneckenwendel (16) in der Zen
trifugentrommel nach rechts transportiert und über im
Endbereich des konischen Trommelmantels (2) angeordnete
Öffnungen (17) in Pfeilrichtung (18) aus der Zentrifu
gentrommel ausgetragen wird.
Die Schneckenwelle (4) ist mit einer Stauscheibe (19)
versehen, die im Übergangsbereich vom zylindrischen Trom
melmantel (1) zum konischen Trommelmantel (2) in die
Feststoff-Flüssigkeitsschicht eintaucht und zusammen mit
einem am Außenumfang der Stauscheibe (19) angeordneten,
im Querschnitt winkelförmigen Ring als Stauelement (20)
mit der Innenwand der Zentrifugentrommel einen Durch
trittsspalt (21) für die schwere Phase bildet. Dieses
Stauelement (20) ist gemäß der Erfindung an der Stau
scheibe (19) so angeordnet, daß es in Achsrichtung der
Schneckenwelle (4) während des Betriebes der Zentrifuge
von außen verstellt werden kann. Als Verstellorgan ist
hierbei zwischen der Stauscheibe (19) und dem Stauelement
(20) ein elastischer, innen hohler, schlauchförmiger Ring
(22) vorgesehen, der über eine durch die Schneckenwelle
(4) nach außen führende Leitung (23) mit einer außerhalb
der Zentrifugentrommel befindlichen - in der Zeichnung
nicht näher dargestellten - Verstelleinrichtung in offe
ner Verbindung steht. Durch Einführen eines flüssigen
oder gasförmigen Druckmediums (Pfeil 24) über die Leitung
(23) in den schlauchförmigen elastischen Ring (22) wird
das Stauelement (20) nach rechts in die in der Zeichnung
gestrichelt dargestellte Position (25) verschoben und
dadurch der Durchtrittsspalt (21) für die schwere Phase
auf die in der Zeichnung punktiert dargestellte Spalt
weite (26) reduziert. Durch Abführen bzw. Abziehen des
flüssigen oder gasförmigen Druckmediums aus dem elasti
schen Ring (22) über die Leitung (23) kann dann das Stau
element (20) wiederum in die in der Zeichnung darge
stellte Ausgangslage zurückbewegt werden. Auf diese Weise
kann der Querschnitt des Durchtrittsspaltes (20) und da
mit der Durchlaß-Widerstand im Spalt für die schwere
Phase während des Betriebes der Zentrifuge stufenlos ver
ändert und dadurch die Zentrifuge optimal und ohne Zeit
verzögerung den im Betrieb auftretenden Aufgabeschwankun
gen sowie Änderungen der Feststoffkonzentration etc. an
gepaßt werden. Auch kann durch die Querschnitts-Verände
rung des Durchtrittsspaltes (20) gegebenenfalls sehr vor
teilhaft die Trennwirkung und/oder der Trennschnitt des
der Zentrifuge zugeführten Feststoff-Flüssigkeitsgemi
sches je nach Bedarf verändert werden.
Ferner kann durch die erfindungsgemäße Maßnahme auch die
Schlammförderung von schwer förderbaren Schlämmen durch
die Zentrifuge ganz erheblich verbessert und erleichtert
werden. Durch die erfindungsgemäße Querschnitts-Verände
rung des Durchtrittsspaltes für die schwere Phase lassen
sich auch sonst sehr schwer zu trennende, fließfähige
Stoffe mit geringer unterschiedlicher Dichte scharf von
einander trennen. Es ist in diesem Zusammenhang besonders
zweckmäßig, die Querschnitts-Veränderung des Durchtritts
spaltes mit Hilfe einer in der Zeichnung nicht näher dar
gestellten Steuereinrichtung in Abhängigkeit des jeweili
gen Feststoffgehaltes im Gutzulauf und/oder im Fest
stoffaustrag vorzunehmen, um dadurch die Zentrifuge ohne
Zeitverzögerung an die jeweils im Betrieb auftretenden
wechselnden Anforderungen automatisch anzupassen und
Fehlausträge zu vermeiden.
Wie Fig. 2 zeigt, kann das Stauelement gemäß der Erfin
dung auch sehr vorteilhaft aus einer in Achsrichtung der
Schneckenwelle (27) verstellbaren Ringscheibe (28) beste
hen, um den Querschnitt des Durchtrittsspaltes (29) für
die schwere Phase während des Betriebes der Zentrifuge zu
verändern. Das Verstellen bzw. Verschieben der Ringschei
be (28) in Achsrichtung der Schneckenwelle (27) kann
durch ein - in der Zeichnung nicht näher dargestelltes -
mechanisches, hydraulisches oder pneumatisches Verstell
organ während des Betriebes mit ebendenselben Vorteilen
wie bei der in Fig. 1 dargestellten Zentrifuge vorgenom
men werden.
Wie Fig. 3 zeigt, kann die Schneckenzentrifuge im Über
gangsbereich vom zylindrischen Trommelmantel (30) zum ko
nischen Trommelmantel (31) auch mit einer stufenartigen
Erweiterung (32) ausgebildet und in diesem Bereich mit
einem an der Förderschnecke (33) in Achsrichtung der
Schneckenwelle (34) verstellbar angeordneten, im Quer
schnitt winkelförmig ausgebildeten Ring (35) als Stau
element versehen sein. Durch Verschieben des Stauringes
(35) nach links kann hierbei je nach Bedarf der Quer
schnitt des Durchtrittsspaltes (36) während des Betriebes
verkleinert oder durch Verschieben nach rechts vergrößert
werden. Das Verschieben bzw. Verstellen des Stauringes
(35) kann auch hierbei mit Hilfe eines in der Zeichnung
nicht näher dargestellten geeigneten mechanischen, elek
trischen, hydraulischen oder pneumatischen Verstellorgans
vorgenommen werden.
Wie Fig. 4 zeigt, kann der Querschnitt des Durchtritts
spaltes (37) für die schwere Phase bei einer Schnecken
zentrifuge auch durch ein Stauelement verändert werden,
welches aus einem oder mehreren in radialer Richtung ver
stellbaren Ringscheibensegmenten (38) besteht. Als Ver
stellorgan kann hierbei in einfacher Weise ein durch die
Schneckenhohlwelle (39) von außen hindurchgeführtes Seil
(40) verwendet werden, das jeweils an ein Ringscheiben
segment (38) angreift.
Wie ferner die Fig. 5 und 6 zeigen, kann das Stauele
ment gemäß der Erfindung auch sehr vorteilhaft aus einer
Ringscheibe (41) mit gleichmäßig über den Außenumfang
verteilt angeordneten, für den Durchtritt der schweren
Phase geeigneten, etwa dreieckförmigen Ausnehmungen (42)
bestehen, deren Querschnitte durch an der Ringscheibe
oder dem Staublech (41) oder der Schneckenwendel (43)
schwenkbeweglich angeordnete entsprechende Platten (45)
mit Hilfe eines ebenfalls durch die Schneckenhohlwelle
(46) von außen hindurchgeführten Zugseils (47) während
des Betriebes der Zentrifuge verändert werden.
Bei dem ferner in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbei
spiel wird der Querschnitt des Durchtrittsspaltes (48)
für die schwere Phase mit Hilfe eines zwischen einer
Stauscheibe (49) und einer Ringscheibe (50) angeordneten,
elastisch verformbaren, ringförmigen Stauelements (51) in
radialer Richtung verändert. Die radiale Verstellung die
ses Stauelementes (51) erfolgt auch hierbei mit Hilfe
eines hydraulischen oder pneumatischen Druckmediums, das
von außen durch eine entsprechende Zuleitung (52) einge
führt wird.
Wie schließlich die Fig. 8 zeigt, kann das Stauelement
gemäß der Erfindung gegebenenfalls auch sehr vorteilhaft
aus einer Ringscheibe (53) mit gleichmäßig über den
Außenumfang verteilt angeordneten, für den Durchtritt der
schweren Phase geeigneten, rechteckigen Ausnehmungen (54)
bestehen, deren Querschnitte (55) durch an der Ringschei
be (53) schwenkbeweglich angeordnete Platten (56) während
des Betriebes der Zentrifuge mit Hilfe eines geeigneten
Zugseiles (57) verändert werden können.
Wie die in den Zeichnungsfiguren schematisch dargestell
ten Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung zeigen, kann
das jeweils als Ringscheibe oder Ringscheibensegment zur
Querschnitts-Veränderung des Durchtrittsspaltes für die
schwere Phase während des Betriebes der Zentrifuge sowohl
in Achsrichtung als auch senkrecht zur Drehachse der För
derschnecke wirkend ausgebildet sein. Auch besteht die
Möglichkeit, in der Schneckenzentrifuge einen Staukonus
mit veränderbarem Ringspalt vorzusehen. Ferner besteht
auch die Möglichkeit, ein Staublech zwischen dem Wendel
gang der Förderschnecke mit automatisch verstellbarem
Durchtrittsspalt für die schwere Phase anzuordnen, oder
die Lage der Staueinrichtung mit veränderlichem Spalt im
zylindrischen Trommelmantel oder im Übergang zwischen dem
zylindrischen Trommelmantel und dem konischen Trommelman
tel oder im konischen Trommelmantel vorzusehen. Ferner
kann auch die Form des Durchtrittsspaltes für die schwere
Phase als gleichmäßiger Ringspalt oder ungleichförmiger
Ringspalt oder auch als sichelförmiger Ringspalt und so
mit beliebig ausgebildet sein. Zur Querschnittsverände
rung des jeweiligen Durchtrittsspaltes für die schwere
Phase während des Betriebes der Zentrifuge können als
mechanische Verstellorgane sehr vorteilhaft Seile, Ket
ten, Hebel oder Stangen benutzt werden, während als hy
draulische oder pneumatische Verstellorgane mit Vorteil
Kolben-/Zylindereinheiten eingesetzt werden. Im übrigen
können auch elektrische Stellmotore oder Magnete als Ver
stellorgane zur jeweiligen Veränderung des Durchtritts
spaltes für die schwere Phase während des Betriebes der
Zentrifuge zur Anwendung kommen. Eine Veränderung des
Durchtrittsspaltes für die schwere Phase während des Be
triebes der Zentrifuge kann jedoch gegebenenfalls auch
selbsttätig im Betrieb durch Skimmer, durch veränderte
Druck- oder Förderkräfte, durch ein verändertes Schneck
endrehmoment oder aber durch eine veränderte Schneck
enrückdruckkraft erfolgen. Wesentlich hierbei ist je
doch, daß die Verstellung bzw. die Querschnitts-Verände
rung des Durchtrittsspaltes bei laufender Zentrifuge oder
auch im Stillstand der Zentrifuge vorgenommen werden
kann, ohne daß eine Demontage an der Zentrifuge vorgenom
men werden muß.
Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, daß in eine
Schneckenzentrifuge mehrere Stauscheiben mit erfindungs
gemäß veränderbaren Durchtrittsspalten für die schwere
Phase eingebaut werden. Auch ist der Einbau von Skimmer
scheiben zur Trennung von zwei oder mehr Phasen gemäß der
Erfindung in Vollmantel-Schneckenzentrifugen oder in
Vollmantel-Sieb-Schneckenzentrifugen mit zylindrischem,
konischem oder zylindrisch-konischem Trommelmantel mög
lich. Ferner kann es auch zweckmäßig sein, den Einbau von
Skimmerscheiben mit verstellbaren Durchtrittsspalten ge
mäß der Erfindung in Schneckenzentrifugen zur Abtrennung
eines Feststoff-Flüssigkeitsgemisches vorzunehmen, bei
denen der Überlauf der leichten Phase einen geringeren
oder größeren radialen Abstand von der Schneckenwelle
aufweist als die Überlauföffnung für die schwere Phase.
Schließlich kann neben einer stufenlosen Querschnittsver
änderung des Durchtrittsspaltes für die schwere Phase ge
mäß der Erfindung auch ein periodisches Öffnen und
Schließen des Durchtrittsspaltes während des Betriebes
der Zentrifuge vorgenommen werden.
Claims (5)
1. Schneckenzentrifuge zur Trennung eines Feststoff-
Flüssigkeitsgemisches in eine leichte und in eine
schwere Phase mit im wesentlichen zylindrisch-koni
schem Trommelmantel, wobei an der Förderschnecke
wenigstens ein Stauelement angeordnet ist, das mit
der Innenwand der Zentrifugentrommel einen Durch
trittsspalt für die schwere Phase bildet, dadurch
gekennzeichnet, daß das Stauelement (20, 28, 35, 38,
45, 51, 56) an der Förderschnecke verstellbar ange
ordnet und über Verstellorgane (22, 47, 57) mit
einer außerhalb der Zentrifugentrommel (1, 2, 30,
31) befindlichen Verstelleinrichtung verbunden ist,
derart, daß der Querschnitt des Durchtrittsspaltes
(21, 29, 36, 37, 48) für die schwere Phase während
des Betriebes der Zentrifuge verändert werden kann.
2. Schneckenzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Stauelement aus einer in Achsrich
tung der Schneckenwelle (27) verstellbaren Ring
scheibe (28) besteht.
3. Schneckenzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Stauelement aus einem oder mehre
ren, in radialer Richtung verstellbaren Ringschei
bensegmenten (38,45, 56) besteht.
4. Schneckenzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Stauelement aus einer Ringscheibe
41, 53) mit gleichmäßig über den Außenumfang ver
teilt angeordneten, für den Durchtritt der schweren
Phase geeigneten Ausnehmungen (42, 54) besteht,
deren Querschnitte durch an der Ringscheibe (41, 53)
schwenkbeweglich angeordnete Platten (45, 56) wäh
rend des Betriebes der Zentrifuge verändert werden
können.
5. Schneckenzentrifuge nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch ein mechanisches,
elektrisches, magnetisches, hydraulisches oder pneu
matisches Verstellorgan.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914119003 DE4119003A1 (de) | 1991-06-08 | 1991-06-08 | Schneckenzentrifuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914119003 DE4119003A1 (de) | 1991-06-08 | 1991-06-08 | Schneckenzentrifuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4119003A1 true DE4119003A1 (de) | 1992-12-10 |
Family
ID=6433576
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914119003 Withdrawn DE4119003A1 (de) | 1991-06-08 | 1991-06-08 | Schneckenzentrifuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4119003A1 (de) |
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