DE4116272C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein
Verbrennungserfassungsgerät für einen
Verbrennungsmotor, der zumindest einen Zylinder mit einer
Zündkerze aufweist, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Patentanspruchs 1.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus DE-AS 25 07 286
bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung wird aus dem
Zündstromkreis des Verbrennungsmotors ein Ionisationsstrom
abgezweigt, der zwischen den Elektroden der Zündkerze
auftritt, und durch einen Meßwiderstand geführt. Eine
Bezugsspannung wird über ein Potentiometer eingestellt und
ebenso wie die über dem Meßwiderstand abfallende Spannung
einem Komparator zugeführt. Beide Spannungen werden
verglichen, um ein Ausgangssignal zu erzeugen, das eine
Fehlfunktion bei der Verbrennung im Motor anzeigt.
Eine Vorrichtung ähnlichen Aufbaus zur Erkennung von
Zündaussetzern in einer Verbrennungskraftmaschine ist aus
DE 39 34 310 A1 bekannt. Auch bei dieser Vorrichtung wird
ein Ionisationsstrom aus dem Zündstromkreis abgezweigt und
in eine Spannung umgesetzt. In einem Vergleicher findet
ein Vergleich der dem Ionisationsstrom entsprechenden
Spannung mit der vorgegebenen Spannung statt. Der
Vergleicher gibt ein Signal ab, das eine Fehlfunktion
anzeigt.
Angesichts der gestiegenen Bedeutung
mikrocomputergesteuerter Zündsysteme für
Verbrennungsmotoren wird im folgenden anhand von Fig. 2
der typische Aufbau einer
Verbrennungserfassungsvorrichtung der oben beschriebenen
Art im Einzelnen zur Verdeutlichung erläutert.
Gemäß Fig. 2 ist eine Kurbelwelle 1
eines nicht dargestellten Motors mit einer Vielzahl von
Kolben verbunden, die in (nicht dargestellten) Zylindern
laufen, derart, daß die Welle in Übereinstimmung mit den
Bewegungen der Kolben in Drehung versetzt wird. Eine
Nockenwelle 2 ist über einen Zeitgeberriemen 3 funktional
mit der Kurbelwelle 1 verbunden und dreht sich somit
synchron mit der Umdrehung der Kurbelwelle 1.
Im Falle eines normalen Vierzylindermotors entfällt auf
zwei Umdrehungen der Kurbelwelle eine Folge von vier
Zyklen, die einen Ansaughub, einen Kompressionshub, einen
Explosionshub und einen Ausstoßhub umfassen, so daß die
Nockenwelle 2 eine volle Umdrehung je zwei
Kurbelwellenumdrehungen ausführt. Die Nockenwelle 2
vollzieht also bei einer Viertaktoperation jedes Zylinders
synchron eine volle Umdrehung. Dementsprechend treten bei
einem Vierzylindermotor die Betriebsstellungen der Kolben
im Zylinder zueinander mit einer Phasenverschiebung von
einer halben Umdrehung der Kurbelwelle 1 auf (d. h. 180°),
also bei einem Viertel der Umdrehung der Nockenwelle 2
(d. h. 90°).
Ein Signalgenerator, der allgemein durch das Bezugszeichen
S gekennzeichnet ist, weist eine mit der Nockenwelle 2
verbundene drehbare Welle 4 auf, und an einem Ende der
drehbaren Welle 4 ist eine Drehscheibe 5 zur Erfassung der
Bezugsstellungen jedes Zylinders befestigt. Die Drehscheibe
4 besitzt eine Vielzahl (im dargestellten Beispiel 4) von
ersten Fenstern in Form von bogenförmigen Schlitzen 6, die
in die Scheibe eingearbeitet und auf einer Kreislinie um
die Achse der Welle 4 angeordnet sind, wobei sie
untereinander durch gleich große Abstände in
Umfangsrichtung angebracht sind. Jeder der Schlitze 6
besitzt eine Vorderkante und eine Hinterkante, welche
vorgeschriebenen Kolbenstellungen in dem jeweils
zugehörigen Zylinder entsprechen. Weiter besitzt die
Drehscheibe 5 ein (nicht dargestelltes) zweites Fenster in
Form eines Schlitzes, wobei dieser zweite Schlitz einem
ausgewählten Zylinder zu dessen Unterscheidung von den
übrigen Zylindern entspricht.
Ein Paar feststehender Stützplatten 8 ist an einander
gegenüberliegenden Seiten der Drehscheibe 5 angeordnet. Ein
(nicht dargestellter) Fotokoppler mit einer
lichtaussendenden Diode und einem Fototransistor ist an den
einander gegenüberstehenden Stützplatten 8 entlang einer
Kreislinie befestigt, auf der auch die Schlitze 6 in der
Drehscheibe 5 angeordnet sind. Jeder der bogenförmigen
Schlitze besitzt eine Vorderkante, die einer ersten
Bezugskurbelposition des zugehörigen Zylinders entspricht,
und eine Hinterkante, die einer zweiten
Bezugskurbelposition des betreffenden Zylinders in
Drehrichtung der Drehscheibe 5 entspricht. Jedesmal wenn
einer der ersten Schlitze 6 sowie der nicht dargestellte
zweite Schlitz in der Drehscheibe 5 zwischen der
lichtaussendenden Diode und dem Fototransistor des
Fotokopplers hindurchläuft bzw. bei der Drehung der
Drehscheibe 5 mit diesem fluchtet, erzeugt der Fotokoppler
ein Ausgangssignal L mit einer Folge von Impulsen, von
denen jeder mit der Vorderkante eines Schlitzes ansteigt
und mit der Hinterkante desselben abfällt.
Ein Regler 10 in Form einer elektronischen Steuereinheit
(im folgenden mit ECU bezeichnet), die einen Mikrocomputer
aufweist, empfängt sowohl das Ausgangssignal L des
Fotokopplers, als auch verschiedene andere Arten von
Signalen, die für den Betriebszustand des Motors
repräsentativ sind und durch verschiedene Sensoren (nicht
dargestellt) wie etwa den Motorgeschwindigkeitssensor, den
Motorbelastungssensor, etc., erzeugt werden. Auf der Basis
dieser Eingangssignale führt die Steuereinheit verschiedene
Motorsteueroperationen wie beispielsweise die
Kraftstoffsteuerung, die Zündsteuerung, etc., aus. Die ECU
10 bestimmt beispielsweise auf der Basis der genannten
Signale die Reihenfolge der Operationen der Zylinder des
Motors, und sie steuert die Operationen, wie beispielsweise
die Zündung, in den betreffenden Zylindern entsprechend der
so festgelegten Operationsfolge.
Ein Leistungstransistor 11 in Gestalt eines NPN-Transistors
mit geerdetem Emitter wird unter der Kontrolle der ECU 10
zum Ein- und Ausschalten angesteuert. Eine Zündspule 12 ist
mit der Primärwicklung an den Kollektor des
Leistungstransistors 11, und mit der Sekundärwicklung an
eine Zündkerze 13 angeschlossen, und zwar über eine
Sperrstrom-Prüfdiode 14. Der Leistungstransistor 11, die
Zündspule 12, die Zündkerze 13 und die Diode 14 bilden
zusammen die Zündeinrichtung. Obwohl eine solche
Zündeinrichtung für jeden der Zylinder vorhanden ist, ist
in Fig. 2 nur eine von ihnen beispielshalber dargestellt.
Ein Ionenstromdetektor, allgemein durch das Bezugszeichen
20 gekennzeichnet, ist zwischen ein Ende der Zündkerze 13
und die ECU 10 geschaltet. Der Ionenstromdetektor 20 weist
folgende Elemente auf: eine Rückstrom-Prüfdiode 21 mit
einer Kathode, die an einen Verbindungspunkt zwischen der
Diode 14 und der Zündkerze 13 angeschlossen ist; einen
Lastwiderstand 22, dessen eines Ende an die Anode der Diode
21 angeschlossen ist; eine Gleichstromleistungsversorgung
23, die mit dem anderen Ende des Lastwiderstandes 22 in
Reihe geschaltet ist; ein Paar Spannungsteilerwiderstände
24, 25, die parallel an eine Reihenschaltung angeschlossen
sind, welche den Lastwiderstand 22 und die
Gleichstromleistungsversorgung 23 umfaßt; einen Kondensator
26, dessen eines Ende an den Verbindungspunkt zwischen der
Diode 21 und dem Lastwiderstand 22 angeschlossen ist; einen
Komparator 27, dessen erste negative Eingangsklemme an den
Verbindungspunkt zwischen den in Reihe geschalteten
Widerständen 24, 25 und der zweiten positiven
Eingangsklemme angeschlossen ist, und deren Ausgangsklemme
mit der ECU 10 verbunden ist; und ein Paar
Spannungsteilerwiderstände 28, 29, die in Reihe zwischen
eine Konstantleistungsversorgung und Erde geschaltet sind,
wobei der Verbindungspunkt zwischen den beiden Elementen an
die zweite Eingangsklemme des Komparators 27 zum Anlegen
einer konstanten Schwellenspannung TH angeschlossen ist.
Die Spannungsteilerwiderstände 24, 25 bilden zusammen eine
Spannungserzeugungseinrichtung zur Lieferung einer Spannung
V, die einem Ionenstrom I entspricht. Weiter bilden die
Spannungsteilerwiderstände 28, 29 zusammen eine
Schwellenspannungserzeugungseinrichtung zur Lieferung einer
konstanten Schwellenspannung, die als Bezugsspannung zur
Verbrennungsbestimmung an die zweite Eingangsklemme des
Komparators 27 angelegt ist.
Nachfolgend wird die Betriebsweise der beschriebenen
Verbrennungserfassungsvorrichtung im
einzelnen erläutert. Wenn sich die Kurbelwelle 1 dreht,
wird die Drehscheibe 5 durch den Transmissionsriemen 3, die
Nockenwelle 2 und die Welle 4 in Drehung versetzt. während
der Rotation der Drehscheibe 5 erzeugt der auf den
Stützplatten 8 montierte (nicht dargestellte) Fotokoppler
ein Ausgangssignal L, wenn der erste der Schlitze 6 und der
zusätzliche, nicht dargestellte zweite Schlitz den Spalt
zwischen der lichtaussendenden Diode und dem (nicht
dargestellten) Fototransistor passiert, der auf den
einander gegenüberstehenden Stützplatten 8 befestigt ist.
Das so erzeugte Signal L umfaßt ein
Kurbelwinkelbezugssignal, das für die vorbestimmten
Kurbelpositionen jedes Zylinders repräsentativ ist, sowie
ein Zylinderidentifikationssignal zur Identifizierung des
ausgewählten Zylinders. Das Kurbelwinkelbezugssignal erhält
eine Folge von Impulsen, von denen jeder mit der
Vorderkante eines Schlitzes 6 ansteigt, die einer ersten
Bezugskurbelposition (beispielsweise 75° vor Erreichen des
oberen Totpunktes BTDC) des entsprechenden Zylinders
ansteigt, und mit dem hinteren Ende des Schlitzes abfällt,
der einer zweiten Kurbelwinkelposition (beispielsweise 5°
BTDC) des betreffenden Zylinders entspricht. Beispielsweise
bildet die erste Bezugskurbelposition einen
Steuerbezugspunkt, wie etwa den Startzeitpunkt der
Leistungversorgung, bei der die Leistungszufuhr an die
Zündspule 12 durch die ECU 10 eingeleitet wird, während die
zweite Bezugskurbelwinkelposition einen weiteren
Steuerbezugspunkt bildet, wie etwa den Zündzeitpunkt in
welchem die Leistungszufuhr an die Zündspule 12
abgeschaltet wird, um die Zündkerze 13 zur Erzeugung eines
Funkens zu veranlassen. Das Zylinderidentifikationssignal
enthält einen Impuls, der sich auf den ausgewählten
Zylinder bezieht und beispielsweise in einem Zeitpunkt
erzeugt wird, in dem ein Impuls des
Kurbelwinkelbezugssignals des ausgewählten Zylinders
erzeugt wird. Sowohl das Signal L des Signalgenerators S,
als auch andere für den Betriebszustand des Motors
repräsentative Signale werden in die ECU 10 eingegeben.
Beispiele für diese anderen Signale sind das
Motorumdrehungssignal, das für die Anzahl der Umdrehungen
pro Minute des Motors repräsentativ ist, sowie
das Motorbelastungssignal, das die Motorbelastung bzw. die
Drosselventilöffnung anzeigt.
Auf der Basis des Signals L identifiziert die ECU 10 die
operative Reihenfolge bzw. die Betriebszustände der
entsprechenden Zylinder, und sie erzeugt und verteilt in
den richtigen Taktzeiten entsprechend der so bestimmten
betrieblichen Reihenfolge ein Zündsteuersignal an die
Leistungstransistoren 11 der entsprechenden Zylinder.
Dementsprechend wird einer der Leistungstransistoren 11
durch das von der ECU 10 gelieferte Zündsteuersignal
eingeschaltet, so daß ein Strom von der
Leistungsversorgungsquelle durch die Primärwicklung der
Zündspule 11 und den nun leitenden Leistungstransistor 11
zu fließen beginnt. Nachdem Strom während einer
vorbestimmten Zeitdauer durch die Primärwicklung der
Zündspule 12 geflossen ist, unterbindet die ECU 10 die
Erzeugung des Zündsteuersignals und schaltet den
Leistungstransistor 11 ab. Infolgedessen wird an der
Sekundärwicklung der Zündspule 12 eine Hochspannung
induziert, welche die Zündkerze 13 zur Erzeugung eines
Funkens veranlaßt. Dann wird die durch die
Leistungsversorgungsquelle an die Zündspule 12 angelegte
Spannung, die eine negative Spannung ist, unmittelbar nach
der Entladung der Zündkerze 13 unterbrochen.
Sofort nach der Entladung bzw. der Funkenbildung der
Zündkerze 13, welche die explosionsartige Verbrennung des
Luft-/Kraftstoffgemisches in der Nähe der Zündkerze 13
verursacht, entsteht eine große Amzahl positiver Ionen im
begrenzten Raum zwischen den Elektroden der Zündkerze 1 und
bildet in diesem Bereich den lonenstrom I. Der so durch die
positiven Ionen gebildete Ionenstrom I wird von der
negativen Elektrode der Zündkerze 13 angezogen und fließt
zur negativen Elektrode der Gleichstromversorgungsquelle
23, und zwar über die Diode 21 und den Lastwiderstand 22.
Dadurch erzeugt der Ionenstrom I am Lastwiderstand 22 eine
Spannung, die durch die Spannungsteilerwiderstände 24, 25
in eine Spannung V gerändert und an die erste negative
Eingangsklemme des Komparators 27 geliefert wird. Die in
den Komparator 27 eingegebene Spannung V beruht auf dem
Ionenstrom I und ist diesem proportional. Das heißt, daß
die Spannung V groß wird, wenn im Zylinder die Explosion
oder Verbrennung stattfindet, während sie bei fehlender
Verbrennung niedrig wird. Mit anderen Worten wird die
zweite positive Eingangklemme des Komparators 27 mit einer
Schwellenspannung TH belegt, welche durch die
Spannungsteilerwiderstände 28, 29 auf einen vorbestimmten
konstanten Wert eingestellt ist. Dementsprechend erzeugt
der Komparator 27 ein niederpegeliges Ausgangssignal, wenn
die Spannung V niedriger als die Schwellenspannung TH ist,
während er ein hochpegeliges Ausgangssignal liefert, wenn
die Spannung V gleich oder größer als die Schwellenspannung
TH ist. Das bedeutet, daß der Komparator 27 ein EIN-Signal
an die ECU 10 nur dann liefert, wenn er einen Ionenstrom I
erfaßt.
Aufgrund der für den so erfaßten Ionenstrom I
reprasentativen Spannung V und der durch das Signal L
identifizierten Operationsfolge bzw. der Betriebszustände
der Zylinder stellt die ECU 10 fest, ob in dem gezündeten Zylinder
eine normale Verbrennung stattgefunden
hat.
Falls der gezündete Zylinder normal arbeitet oder im
zündenden Zylinder eine normale Verbrennung stattfindet,
wird eine Explosion bzw. eine Verbrennung durch Entladen
bzw. Funkenbildung der entsprechenden Zündkerze 11
ausgelöst, so daß eine Anzahl positiver Ionen im begrenzten
Bereich zwischen den Elektroden der Zündkerze 13 erzeugt
wird. Findet jedoch aus irgendeinem Grunde keine Explosion
statt, werden im wesentlichen auch keine positiven Ionen
erzeugt. Dementsprechend kann die ECU 10 den
Verbrennungszustand im gezündeten Zylinder aufgrund der
Spannung V und der identifizierten Operationsfolge bzw.
Betriebszustände der Zylinder ermitteln.
In diesem Zusammenhang wird der Pegel der Schwellenspannung
TH in bezug auf einen lonenstrom I eingestellt der erzeugt
wird, wenn sich der Motor in einem gleichförmigen Betrieb befindet,
während jedoch tatsächlich der Pegel des Ionenstroms I
entsprechend dem Betriebszustand des Motors variiert. Wenn
beispielsweise die Anzahl der Umdrehungen pro Minute des
Motors oder wenn die Motorbelastung groß ist, können sich dem
Ionenstrom I Störungen überlagern, welche seinen Pegel
anheben. In diesem Falle könnte der Komparator 27 beim
Vergleich der störungsbeeinflußten Spannung V mit der
konstanten Schwellenspannung TH ein EIN-Signal aufgrund
des Einflusses solcher Störwirkungen ausgeben, selbst wenn
kein Ionenstrom vorhanden ist. Infolgedessen würde die ECU
10 zu der Feststellung gelangen, daß in einem gezündeten
Zylinder eine normale Verbrennung stattgefunden hat, obwohl
tatsächlich keine Verbrennung erfolgt ist. Dieser Irrtum
kann zu Motorschäden führen.
Demgemäß liegt der vorliegenden Erfindung die Absicht
zugrunde, die mit dem bekannten Verbrennungserfassungsgerät
verbundenen oben beschriebenen Probleme zu überwinden.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Verbrennungserfassungsvorrichtung für einen
Verbrennungsmotor der eingangs genannten Art zu schaffen, die das Auftreten der
Verbrennung in einem Zylinder mit höherer Zuverlässigkeit
erfassen kann, auch dann, wenn es Änderungen im Pegel des
durch eine Zündkerze erzeugten Ionenstromes gibt.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die Merkmale nach dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die
Erfindung geht aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der
Erfindung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen
deutlicher hervor.
Fig. 1 veranschaulicht den allgemeinen Schaltungsaufbau
einer Verbrennungserfassungsvorrichtung für einen
Verbrennungsmotor gemäß der vorliegenden
Erfindung; und
Fig. 2 stellt einen der Fig. 1 entsprechenden Schaltungsaufbau dar,
der sich auf eine bekannte
Verbrennungserfassungsvorrichtung bezieht.
Fig. 1 zeigt eine Verbrennungserfassungsvorrichtung für einen
Verbrennungsmotor gemäß der Erfindung. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung entspricht im Aufbau im wesentlichen der erwähnten
bekannten Vorrichtung nach Fig. 2, mit Ausnahme der
erfindungsgemäß vorgesehenen
Schwellwertänderungsschaltung 30 und der
Betriebsweise des Reglers 10′ in Gestalt einer
elektronischen Steuereinheit ECU. Elemente der Fig. 1, die
denen der Fig. 2 entsprechen, sind also durch die gleichen
Bezugszeichen gekennzeichnet.
Insbesondere besitzt die Schwellwertänderungsschaltung
30 die Gestalt einer elektrischen Schaltung, die durch die
ECU 10′ zur Erzeugung einer Schwellwertspannung TH mit
veränderlichem Pegel gesteuert wird, wobei sich der Pegel
in Abhängigkeit vom Betriebszustand des Motors verändert.
Die ECU 10′ arbeitet ein Programm ab, das gegenüber dem von
der ECU 10 der Fig. 2 zur Steuerung des
Leistungstransistors 11 abgewickelten Programm teilweise
modifiziert ist, derart, daß sie die
Schwelländerungsschaltung 30 in Abhängigkeit vom
Betriebszustand des Motors steuert.
Im Betrieb steuert die ECU 10′ den Leistungstransistor 11
auf der Basis eines Signals L, das vom Signalgenerator S
erzeugt wird, so daß der Transistor 11 im richtigen Takt
ein- und ausgeschaltet wird und damit die Entladung der
Zündkerze 13 zur Erzeugung des Zündfunkens veranlaßt. Im
Anschluß an die Entladung erfaßt der Ionenstromdetektor 20′
einen Ionenstrom I, der sich im Raum zwischen den
Elektroden der Zündkerze 13 unmittelbar nach der Entladung
derselben bildet. Andererseits ermittelt die ECU′ aufgrund
des Ausgangssignals des Komparators 27, ob der Pegel des
Ionenstromes I einem vorgeschriebenen Verbrennungsniveau
entspricht oder größer ist. In diesem Falle steuert die ECU
10′ die Schwellenpegeländerungsschaltung 30 entsprechend
dem Betriebszustand des Motors, wie beispielsweise der
Umdrehungszahl pro Minute des Motors, der Motorbelastung, und
dergleichen, so daß die Schaltung 30 eine Schwellenspannung
TH′ mit niedrigem Pegel erzeugt, wenn sich der Motor in einem
gleichförmigen Betriebszustand niedriger Drehzahl oder Last befindet, während sie eine hochpegelige
Schwellenspannung TH′ erzeugt, wenn sich der Motor in einem
davon verschiedenen Betriebszustand befindet,
d. h., wenn die Anzahl der Umdrehungen pro Minute des Motors
groß ist (nämlich größer als ein vorbestimmter Wert), oder
wenn die Motorbelastung groß ist (d. h., wenn die Öffnung des
Drosselventils größer als ein vorgeschriebener Wert ist).
Im Ergebnis wird die Möglichkeit einer falschen Bestimmung
der Zylinderverbrennung aufgrund der Tatsache erheblich
verringert, daß die Spannung V, welche dem Ionenstrom I
entspricht und an die erste Eingangsklemme des Komparators
27 geliefert wird, kaum die Schwellenspannung TH′
überschreitet, die auf einen ausreichend hohen Wert für den
Fall veränderlicher Betriebszustände des Motors durch die
Schwellwertänderungsschaltung 30 eingestellt ist, selbst
dann, wenn die Spannung V durch Störsignale während des
nichtstationären Betriebs des Motors beeinflußt wird. Somit
kann der Verbrennungszustand in den Zylindern mit hoher
Zuverlässigkeit erfaßt werden, auch wenn sich der Pegel des
Ionenstromes I entsprechend dem Betriebszustand des Motors
verändert.
In diesem Zusammenhang kann die Schwellenspannung TH′ so
eingestellt werden, daß sie in Übereinstimmung mit der
zunehmenden Anzahl von Umdrehungen pro Minute des Motors
oder mit zunehmender Motorbelastung ansteigt.
Claims (7)
1. Verbrennungserfassungsgerät für einen
Verbrennungsmotor, der zumindest einen Zylinder mit
einer Zündkerze aufweist, mit
- - einer Steuerungseinrichtung (10′) zur Steuerung der Zündung des Verbrennungsmotors;
- - einem Ionenstromdetektor (20′) zur Erfassung des Ionenstroms, der bei der Zündung an der Zündkerze (13) auftritt, mit
- - einer Einrichtung (21, 22, 23, 24, 25, 26) zur Erzeugung einer Spannung (V), die dem Wert des Ionenstroms (I) an der Zündkerze entspricht, und
- - einer Schwellwertspannungserzeugungseinrichtung (30) zur Erzeugung einer Schwellwertspannung (TH′), und
- - einem Komparator (27) zum Vergleichen der Spannung (V) mit der Schwellwertspannung (TH′) und zum Erzeugen eines Ausgangssignals an die Steuereinrichtung (10′);
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwellwertspannungserzeugungseinrichtung (30) die
Schwellwertspannung (TH′) in Abhängigkeit vom
Betriebszustand des Verbrennungsmotors erzeugt.
2. Verbrennungserfassungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugung der
Schwellwertspannung (TH′) in Abhängigkeit von der
Motordrehzahl und der Motorbelastung als den
Betriebszustand des Verbrennungsmotors wiedergebende
Größen erfolgt.
3. Verbrennungserfassungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schwellwertspannung
(TH′) einen ersten höheren Wert annimmt, wenn die
Motordrehzahl über einem vorbestimmten Wert liegt,
und einen zweiten niedrigeren Wert annimmt, wenn die
Motordrehzahl unter dem vorbestimmten Wert liegt.
4. Verbrennungserfassungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schwellwertspannung
(TH′) zur Motordrehzahl proportional ist.
5. Verbrennungserfassungsvorrichtung nach Anspruch 2, 3
oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schwellwertspannung (TH′) einen ersten höheren Wert
annimmt, wenn die Motorbelastung über einem
vorbestimmten Wert liegt, und einen zweiten
niedrigeren Wert annimmt, wenn die Motorbelastung
unter dem vorbestimmten Wert liegt.
6. Verbrennungserfassungsvorrichtung nach Anspruch 2, 3
oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schwellwertspannung (TH′) zur Motorbelastung
proportional ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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ID=14948802
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914116272 Granted DE4116272A1 (de) | 1990-05-18 | 1991-05-17 | Verbrennungserfassungsgeraet fuer einen verbrennungsmotor |
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Also Published As
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| DE4116272A1 (de) | 1991-11-21 |
| JP2552754B2 (ja) | 1996-11-13 |
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