DE4115301A1 - Steuerkapsel fuer einen fliehkraftdrehzahlregler - Google Patents
Steuerkapsel fuer einen fliehkraftdrehzahlreglerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Steuerkapsel für einen
Fliehkraftdrehzahlregler gemäß der Gattung des
Hauptanspruchs.
Ein derartiger Fliehkraftdrehzahlregler wird in
Brennkraftmaschinen mit Kraftstoffeinspritzung
verwendet.
Ein Fliehkraftregler für die Drehzahl hat die grundsätz
liche Aufgabe, die zulässige Höchstdrehzahl oder eine
konstante Drehzahl in einer Brennkraftmaschine einzu
halten. Darüber hinaus hat er noch Steuerungsaufgaben zu
erfüllen, zu denen die Veränderung der Kraftstoffmenge
für den Vollastbetrieb in Abhängigkeit von der Drehzahl,
die sogenannte Angleichung gehört; sie ermöglicht eine
optimale Ausnutzung des in der Brennkraftmaschine er
zeugten Drehmoments und geht von der größten, im belast
baren Bereich der Brennkraftmaschine geförderten und
rauchfrei verbrennenden Kraftstoffmenge aus, siehe
hierzu Bosch, Kraftfahrtechnisches Taschenbauch,
20. Auflage, Seiten 384 bis 386, VDI-Verlag
Düsseldorf 1987.
Aus der DE 26 56 261 C2 ist ein Fliehkraftdrehzahlregler
bekannt, bei dem die Verstellungen der Fliehgewichte in
folge der Drehzahl der Brennkraftmaschine über ein eine
Steuerkapsel umfassendes Reglerverstellglied und einen
übersetzenden Hebelmechanismus in Verbindung mit einem
Korrekturglied auf ein Fördermengenverstellglied über
tragen wird, das die Kraftstoffmenge der Einspritzung
reguliert. Dabei ist es wichtig, daß die Steuerkapsel an
der Schulter einer Führungshülse anliegt, wenn der
Angleichvorgang mit Hilfe des Korrekturgliedes, das aus
einem Tastfinger und einer Anschlagkurvenbahn besteht,
beginnt. Durch unvermeidbare Toleranzen im Fliehkraft
drehzahlregler ist das bisher nur mit erheblichem
Justieraufwand möglich, indem das Reglerverstellglied
teilweise wiederholt demontiert und entsprechende
Verstellungen einzelner Teile des Reglerverstellgliedes
zueinander vorgenommen werden. Darüber hinaus sind unter
Umständen Steuerkapseln mit unterschiedlich dicken, der
Schulter der Führungshülse zugewandten stirnseitigen
Böden erforderlich.
Die erfindungsgemäße Steuerkapsel mit den Merkmalen der
Patentansprüche hat gegenüber den bekannten Lösungen den
Vorteil, daß sie auf einfache Weise Toleranzen, die
durch die fehlerhafte Ruhelage der Fliehgewichte, den
Übertragungsmechanismus von den Fliehgewichten zum
Reglerverstellglied und den fehlerhaften Abstand des
stirnseitigen Bodens der Steuerkapsel selbst von der
Schulter in der Führungshülse bedingt sind, ausgleichen
kann. Während bisher die Verwendung von Steuerkapseln
mit unterschiedlich dicken stirnseitigen Böden üblich
war und der Innenaufbau des Reglerverstellgliedes in
jedem Fall der jeweils verwendeten stirnseitigen
Bodendicke angepaßt werden mußte, hat die
erfindungsgemäße Lösung den Vorteil, daß von vornherein
gleichdicke stirnseitige Böden mit unterschiedlichen
Stufenhöhen in großen Stückzahlen herstellbar sind und
daß in Abhängigkeit vom jeweiligen Toleranzfall ein
stirnseitiger Boden mit geeigneter Stufenhöhe zum
Einsatz kommt. Dadurch wird nicht nur der Justier-
sondern auch der Herstellungsprozeß vereinfacht.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der schematischen
Zeichnung näher erläutert, die einen Fliehkraftdrehzahl
regler teilweise im Schnitt und teilweise in Ansicht
darstellt.
Auf einer Antriebswelle 1 sind mittelbar Bolzen 2 im
wesentlichen rechtwinklig zur geometrischen und
Drehachse X-X befestigt, die an ihren freien Enden mit
Federtellern 3 versehen sind. Gegen die Federteller 3
stützen sich mit ihren entsprechenden Enden
Schraubenfedern 4, 5 ab, von denen die äußeren
Schraubenfedern 4 als Leerlauffedern und die inneren als
Endregelfedern 5 bezeichnet werden. Auf den Bolzen 2
sind hohlzylindrische Fliehgewichte 6 mit der
Antriebswelle 1 zugewandten Böden 7 in Richtung einer
gemeinsamen Achse Y-Y entgegengesetzt verstellbar
angeordnet, von denen in der Zeichnung das obere Flieh
gewicht geschnitten und das untere in Ansicht
dargestellt ist. Der Axialschnitt des oberen
Fliehgewichtes 6 läßt erkennen, daß der Boden 7 der
beiden gleich ausgebildeten Fliehgewichte 6 ein Loch 8
aufweist, durch das der Bolzen 2 mit seinem Sockel 9
größeren Durchmessers hindurchragt. Auf dem Sockel 9
liegt ein zweiter Federteller 10 bei in Ruhe
befindlichem Fliehkraftdrehzahlregler auf. Gegen den
Federteller 10, der mit einem Kragen 11 versehen ist,
stützt sich eine Angleichfeder 12 mit einem Ende ab, die
sich über einen wesentlichen Teil ihrer Länge in einer
Kapsel 13 befindet, die ebenfalls auf dem Bolzen 2
gleitet und gegen deren Muffenteil 14 sich die
Angleichfeder 12 mit ihrem anderen Ende abstützt. Die
Kapsel 13 besitzt an ihrem dem Federteller 10
zugewandten offenen Ende einen Flansch 17, der
einerseits als Anlage für den Federteller 10 dienen kann
und andererseits zur Abstützung der Endregelfeder 5
dient. Zwischen Angleichfeder 12 und Federteller 10
einerseits und Bolzen 2 andererseits befindet sich eine
Hülse 15, die an den Bewegungen der Kapsel 13 teilnimmt.
Die Leerlauffeder 4 stützt sich mit ihrem der Antriebs
welle 1 zugewandten Ende gegen den Boden 7 des Fliehge
wichts 6 ab. In der dargestellten Ruhelage des Flieh
kraftdrehzahlreglers liegen die Fliehgewichte 6 durch
die Wirkung der Leerlauffedern 4 mit ihrem Boden 7
mittelbar an der Antriebswelle 1 an, und der
Federteller 10 wird durch die Endregelfeder 5 und die
Angleichfeder 12 gegen den Sockel 9 gedrückt. Die den
Bolzen 2 umgebenden Teile sind mit diesen koaxial zur
Achse Y-Y angeordnet und bilden sein Meßwerk 16.
Eine Nabe 18 ist mit der Antriebswelle 1 mittelbar
verbunden und mit Lagern 19 für Winkelhebel 20 versehen,
die einerseits an die Fliehgewichte 6 und andererseits
in einem gemeinsamen Anlenkpunkt 21 an ein Teil 22 einer
Angleichmuffe 23 angelenkt sind, die in einer
Reglermuffe 24 gleitend und parallel zur Achse X-X
verschiebbar gelagert ist. Angleichmuffe 23 und
Reglermuffe 24 sind je mit einem Stützteil 25 bzw. 26
versehen, gegen die sich eine Angleichsteuerfeder 27
abstützt. Außerdem weist die Reglermuffe 24 eine
Schulter 28 auf, die sich ebenso wie die Stützteile 25
und 26 in einer Steuerkapsel 29 befinden. Die
Reglermuffe 24 ist mit ihrem Stützteil 26 und ihrer
Schulter 28 in der Steuerkapsel 29 entgegen der Wirkung
einer Ausweichfeder 30 parallel zur Achse X-X verschieb
bar gelagert. Dabei stützt sich die Ausweichfeder 30
einerseits gegen die Schulter 28 und andererseits gegen
den stirnseitigen Boden 31 der Steuerkapsel 29 ab.
Durch den stirnseitigen Boden 31 ragt das
Angleichmuffenteil 22 mit dem Anlenkpunkt 21 hindurch.
Der stirnseitige Boden 31 hat eine Dicke d und ist
ausgehend von der Durchführung des
Angleichmuffenteils 22 mit einer radial verlaufenden
Abstufung 32 versehen, deren Stufenhöhe von den
obengenannten Toleranzen abhängt. Die Steuerkapsel 29
gleitet axial in einer Führungshülse 33, deren
Innenraum 34 sich im zentralen Teil der Nabe 18
fortsetzt und die mit einer Schulter 35 als
Anschlagfläche für den peripheren Teil 36 des
stirnseitigen Bodens 31 versehen ist.
In der dargestellten Funktionslage des
Fliehkraftdrehzahlreglers haben die Schulter 35
(ringförmiger Anschlag) und der periphere Teil 36 einen
Abstand l, die Stützteile 25 und 26 einen axialen
Abstand a, der Boden 7 und der Kragen 11 einen Abstand m
sowie der Kragen 11 und der Flansch 17 einen Abstand b
voneinander. Dabei gilt a= oder <b, wenn l= oder <m
ist. Dabei entspricht der Abstand l der Leerlaufstufe;
er ergibt sich ebenso wie der Abstand a aus dem
Zusammenspiel der Kräfte der Angleichsteuerfeder 27 und
der Ausweichfeder 30. In gleicher Weise stellen sich die
Abstände m und b aufgrund der Kräfte der
Schraubenfedern 4, 5 und 12 ein. Angleichmuffe 23,
Reglermuffe 24 und Steuerkapsel 29 mit den darin
enthaltenen Bauteilen stellen das Reglerverstellglied 61
dar, das koaxial zur Achse X-X angeordnet ist. An den
Enden, mit denen die Angleichmuffe 23 und die
Reglermuffe 24 sich nicht in der Steuerkapsel 29
befinden, sind sie mit Ringnuten 37, 38 versehen.
In die Ringnut 37 greift das eine Ende eines auf einer
gehäusefesten Welle 40 gelagerten zweiarmigen Hebels 41
ein, dessen anderes Ende an einem mit einer Kulissen
führung 42 versehenen Angleichhebel 43 angelenkt ist. Am
noch freien Ende des Angleichhebels 43 befindet sich
eine Tastnase 44, die mit einer Anschlagkurvenbahn 45
zusammenarbeitet, die nacheinander die unterschiedlichen
Regelwege für den Start, das Saugen, die Angleichung und
das Abregeln enthält. Die Anschlagkurvenbahn 45 ist mit
ihrem Träger 46 mit Hilfe einer im andeutungsweise
dargestellten Gehäuse 47 gelagerten Stellschraube 48
justierbar angeordnet.
In die Ringnut 38 greift ein mit einer
Kulissenführung 49 versehener Regelhebel 50 mit einem
Ende ein. Sein anderes Ende ist an eine mit einem
Kraftspeicher 51 versehene Lasche 52 angelenkt, die mit
ihrem anderen Ende mit einer Regelstange 53 verbunden
ist und an der ein Kulissenstein 54 befestigt ist, der
in die Kulissenführung 42 des Angleichhebels 43
eingreift. Der Kraftspeicher 51 speichert den nicht
realisierten Weg der Regelstange 53 und die
Startbegrenzung. In der Kulissenführung 49 gleitet ein
Kulissenstein 55, der an einem Ende eines Lenkhebels 56
angebracht ist, welcher mit einem Verstellhebel 57 fest
verbunden und um die am Gehäuse 47 gelagerte Welle 40
zwischen zwei gehäusefesten Anschlägen, dem
Stopanschlag 58 und dem Vollastanschlag 59 schwenkbar
ist.
Die Antriebswelle 1 und die Regelstange 53 ragen durch
einen Teil des Einspritzpumpengehäuses 60 in den Flieh
kraftregler hinein.
In der dargestellten Lage befindet sich der Fliehkraft
drehzahlregler in Ruhe, die Antriebswelle 1 dreht sich
nicht und der Verstellhebel 57 liegt am Stopanschlag 58
an. Wird die Brennkraftmaschine angelassen, und läuft
sie im Leerlauf, so werden die Fliehgewichte 6 entlang
der Bolzen 2 um einen Betrag nach außen bewegt, die
Leerlauffedern 4 entsprechend zusammengedrückt und über
die Winkelhebel 20 die Steuerkapsel 29 um den gleichen
Betrag nach links bewegt, so daß sich der Boden 7 dem
Federteller 10 und der stirnseitige Boden 31 der
Schulter 35 um denselben Betrag nähert bzw. die
entsprechenden Abstände l und m um dasselbe Maß
verringert werden. Wird der Verstellhebel 57 vom
Stopanschlag 58 auf die Leerlaufstellung 62 vorgelegt,
ändern sich weder die Bauteile in der Steuerkapsel 29
noch die Kapsel 13 bezüglich des Federtellers 10
hinsichtlich ihrer Lage.
Wird nun der Verstellhebel 57 gegen den
Vollastanschlag 59 gelegt, bewegt sich der
Kulissenstein 55 auf einem Kreisbogen um die Welle 40,
drückt den Regelhebel 50 nach links und legt einen
momentanen Drehpunkt für den Regelhebel 50 fest. Die
Leerlaufstufe ist vorüber, die Rotation der
Antriebswelle 1 wird beschleunigt, der Fliehgewichts
boden 7 legt sich gegen den Federteller 10; vorausge
setzt wird, daß die Abstände l=m und a=b sind.
Außerdem werden die Winkelhebel 20 und mit ihnen der
Anlenkpunkt 21 so bewegt, daß der periphere Teil 36
gegen die Schulter 35 drückt. Die Ausweichfeder 30 wirkt
auf den Regelhebel 50 ein, der dadurch um den
Kulissenstein 55 geschwenkt wird und die Lasche 52 nach
links bewegt. Da außerdem die Angleichmuffe 23 nach
links bewegt wird, erfährt der zweiarmige Hebel 41 eine
Schwenkung im Uhrzeigersinn und damit der
Angleichhebel 43 eine Bewegung nach oben. Die
Tastnase 44 bewegt sich dabei entlang der
Anschlagkurvenbahn 45. Während zu Beginn der Angleichung
der Boden 7 am Federteller 10 und der periphere Teil 36
an der Schulter 35 anliegt, drücken am Ende der Minus-
und Plusangleichung, die durch die Angleichfeder 12 in
der Kapsel 13 im Zusammenwirken mit der Anschlagkurven
bahn 45 bewirkt wird, der Flansch 17 gegen den Kragen 11
und das Stützteil 25 der Angleichmuffe 23 gegen das
Stützteil 26 der Reglermuffe 24. Dementsprechend werden
die Federkräfte der Angleichfeder 12 und der
Angleichsteuerfeder 27 überwunden, die damit ihre größte
Spannung erreicht hat. Von da an laufen die
Angleichmuffe 23 und Reglermuffe 24 wieder gemeinsam.
Mit Beginn der Abregelung entfernt sich die Tastnase 44
wieder von der Anschlagkurvenbahn 45, die
Schraubenfedern 4, 5, 12 im Meßwerk 16 und die
Schraubenfeder 30 im Reglerverstellglied 61 bzw. in der
Steuerkapsel 29 werden auf ein Höchstmaß zusammen
gedrückt, die Regelstange 53 bewegt sich in
Stoprichtung.
Durch die Erfindung ist es möglich, stirnseitige
Böden 31 als selbständige Bauteile für die
Steuerkapsel 29 mit zu- oder abnehmenden Höhen für die
Abstufung 32 herzustellen und entsprechend den
Fertigungstoleranzen einzusetzen. Da die
stirnseitigen Böden 31 immer die gleiche Dicke d haben,
verändert sich zwar die Höhe der Leerlaufstufe l, die
Lage n der Stützteile 26 und 25 und somit Abstand a
sowie die Federvorspannung der Angleichsteuerfeder 27
bleiben erhalten.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen
und der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl
einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander
erfindungswesentlich sein.
Claims (2)
1. Steuerkapsel für einen Fliehkraftdrehzahlregler, die
in einer Führungshülse (33) axial verstellbar ange
ordnet ist und eine Reglermuffe (24) und in dieser
eine Angleichmuffe (23) enthält, die sich gegenein
ander durch eine Schraubenfeder (27) abstützen,
wobei die Angleichmuffe (23) mit einem Ende durch
die gleichliegenden Stirnseiten von Reglermuffe (24)
und Steuerkapsel (29) hindurchragt und mit diesem
Ende an Fliehgewichte (6) des Fliehgewichtsdrehzahl
reglers angelenkt ist und wobei die
Führungshülse (33) in ihrem der Stirnseite (36) der
Steuerkapsel (29) in axialer Richtung benachbart
liegenden Teil einen ringförmigen Anschlag (35) für
die Stirnseite der Steuerkapsel aufweist, dadurch
gekennzeichnet, daß der stirnseitige Boden (31) der
Steuerkapsel (29) mit einer in radialer Richtung des
ringförmigen Anschlags (35) vorspringenden
Abstufung (32) versehen ist, daß der stirnseitige
Boden (31) eine konstante Dicke (d) aufweist und daß
die Lage des Teiles (36) des stirnseitigen
Bodens (31), der zur Anlage an den ringförmigen
Anschlag (35) kommt, innerhalb des
Dickenbereichs (d) variabel ist.
2. Steuerkapsel gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der stirnseitige Boden (31) der
Steuerkapsel (29) ein selbständiges, auswechselbares
Bauteil ist.
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |