DE4114897A1 - Zusammenfaltbares bett - Google Patents
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Description
In Hotels werden häufig Betten benötigt, die vorübergehend
zusätzlich aufgestellt werden können. Derartige Betten
unterliegen besonderen Anforderungen, da sie immer wieder
auf- und abgebaut werden müssen und in den Zeiten, in denen
sie nicht gebraucht werden, in einem Lagerraum aufbewahrt
werden müssen. Solche Betten sollen daher leicht zu trans
portieren, leicht aufzustellen und abzubauen sein und sie
sollen einen möglichst kleinen Abstellraum benötigen. Zur
Erfüllung dieser Erfordernisse sind zusammenklappbare Bet
ten bekannt, die mit Hilfe mehr oder weniger aufwendiger
mechanischer Einrichtungen auf ein möglichst kleines Volu
men zusammenlegbar sind. Derartige Betten bieten jedoch
häufig nur einen unzureichenden Schlafkomfort und ihre
Handhabung ist so kompliziert, daß zwei Personen benötigt
werden, um das Bett zusammenzulegen oder auseinanderzufal
ten.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein zusammenfaltbares Bett zu
schaffen, welches von einer Person transportiert, aufgebaut
und abgebaut werden kann und welches ohne Einschränkung
hohen Ansprüchen hinsichtlich des Schlafkomforts genügt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein
rahmenartiges, rechteckiges Bettgestell für das Auflegen
einer Matratze aus zwei im wesentlichen symmetrischen Ele
menten zusammengesetzt ist, die in der zwischen den Schmal
seiten des Bettgestells liegenden Symmetrieebene durch
Scharniere derart miteinander verbunden sind, daß sie mit
ihren Unterseiten aufeinanderklappbar sind und daß wenig
stens ein Element frei und das andere Element mit seinem
den Scharnieren entgegengesetzten Ende auf eine Bodenfläche
aufstellbar ist. Mit der Erfindung wird ein Bettgestell
geschaffen, welches äußerst einfach aufgebaut ist und mühe
los von einer Person aufgestellt oder zusammengelegt werden
kann. Im zusammengefalteten Zustand hat das Bettgestell
eine kompakte Abmessung, so daß es leicht zu transportieren
ist und wenig Stellfläche benötigt.
Zur Erleichterung des Transports und der Handhabung kann
nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung vorgesehen
sein, daß beide Elemente seitlich an einer Längsseite des
Bettgestells schwenkbare Rollen aufweisen, auf denen das
Bettgestell beim Zusammenfalten und beim Transport bewegbar
ist. Ein Aufklappen beim Transport wird erfindungsgemäß
dadurch vermieden, daß an den die Stirnseiten des Bettge
stells bildenden Enden der Elemente ein Riegel vorgesehen
ist, mit dem die Elemente miteinander verbindbar sind.
Um den Stauraum möglichst klein halten zu können, ohne
jedoch das Bett zu niedrig werden zu lassen, können nach
einem weiteren Vorschlag der Erfindung die Elemente Füße
haben, die derart versetzt angeordnet sind, daß im zusam
mengefalteten Zustand die Füße des einen Elements neben den
Füßen des anderen Elements liegen. Die Füße tauchen somit
in den auf der Unterseite vorhandenen Freiraum des Bettge
stells ein, wenn dieses zusammengefaltet wird. Für den her
vorstehenden Teil der Füße wird daher kein Abstellraum
benötigt.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung bestehen
die Elemente aus einem rechteckigen Rahmen, der aus außen
liegenden, hochstehenden Wangen und einer mit dem Scharnier
verbundenen Verbindungsstrebe zusammengesetzt ist. In der
Öffnung des Rahmens können im Abstand voneinander Latten
angeordnet sein, die eine Matratzenauflage bilden.
Das erfindungsgemäße Bettgestell eignet sich für die Ver
wendung einteiliger oder mehrteiliger Matratzen. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn für jedes Element ein separates
Matratzenelement einer zweiteiligen Matratze vorgesehen
ist. Die Matratzenelemente können dann auf einfache Weise
gemeinsam mit dem Bettgestell transportiert und gelagert
werden, indem sie in den Aufnahmemulden des Bettgestells
verbleiben und auch dort befestigt werden. Sind die Matrat
zenelemente nicht mit dem Bettgestell verbunden, so können
sie nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung zum Trans
port mit Gurten an dem Bettgestell gehalten werden.
Um das Bettgestell bei Bedarf tragen zu können, kann nach
einem weiteren Vorschlag der Erfindung an der Scharnier
seite und an der entgegengesetzten Seite eines oder beider
Elemente ein Tragegriff angebracht sein.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungs
beispiels näher erläutert, das in der Zeichnung dargestellt
ist. Es zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf das auseinandergeklappte
Gestell eines zusammenfaltbaren Betts,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Bettgestell gemäß
Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt durch ein Element des Bettge
stells gemäß Fig. 1 mit auf liegender Matratze, und
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung des zusammenge
falteten Bettes in Transportposition.
Das dargestellte Bettgestell 1 besteht aus zwei in Bezug
auf die zu den Schmalseiten parallele Mittelebene im
wesentlichen symmetrisch ausgebildeten Elementen 2, 3, die
an ihren einander benachbarten Enden durch zwei Scharniere
4 miteinander verbunden sind. Jedes Element 2, 3 hat die
Form eines rechteckigen Rahmens, der aus zwei parallelen
Längswangen 5, einer Stirnwange 6 und einer zur Stirnwange
6 parallelen Verbindungsstrebe 7 gebildet wird. Die Längs
wangen 5 und die Stirnwangen 6 sind hochkant zur Aufstell
ebenen ausgerichtet und an ihren benachbarten Enden in
üblicher Weise fest miteinander verleimt. Die Verbindungs
strebe 7 ist an der Unterkante an den der Stirnwange 6 ent
gegengesetzten Enden der Längswangen 5 zwischen diesen
angeordnet und durch Dübel oder Schrauben fest mit den
Längswangen 5 verbunden. Die Scharniere 4 sind jeweils an
der Unterseite der nebeneinander liegenden Verbindungsstre
ben 7 beider Elemente 2, 3 derart befestigt, daß die Ele
mente 2, 3 mit ihren Unterseiten aufeinandergeklappt werden
können.
Auf den einander zugekehrten Innenseiten der Längswangen 5
sind im Abstand voneinander Längsnuten 8, 9 ausgebildet. In
die oberen Längsnuten 8 greifen die Enden von parallel zu
den Stirnwangen 6 im Abstand voneinander angeordneten Latten
10 ein, die als Auflage für eine Matratze 11 dienen. Die
Latten 10 sind zusätzlich auf Eckleisten 12 befestigt, die
sich auf der Unterseite der Latten 10 längs der Längsnuten
8 erstrecken und sowohl mit den Längswangen 5 als auch mit
den Latten 10 verleimt sind. In den unteren Längsnuten 9
sind zwei Querstreben 13 befestigt, die auf ihrer Unter
seite jeweils zwei Füße 14 tragen. Zu ihrer Befestigung
sind die Füße 14 mit einem Gewindezapfen versehen, der in
eine in den Querstreben 13 verankerte Einschlagmutter ein
geschraubt ist. Die Verbindung zwischen den Querstreben 13
und den Längswangen 5 ist ebenfalls durch kurze Eckleisten
12 verstärkt. Die Querstreben 13 sind in den beiden Elemen
ten 2, 3 nicht spiegelbildlich zueinander angeordnet, son
dern derart versetzt, daß beim Aufeinanderklappen der Ele
mente 2, 3 die Füße 14 des Elements 2 neben die Füße 14 des
Elements 3 zu liegen kommen, so daß das Zusammenklappen
durch die Füße 14 nicht behindert wird.
An einer Längsseite des Bettgestells 1 sind auf der Außen
seite der Längswangen 5 beider Elemente 2, 3 jeweils zwei
schwenkbar gelagerte Rollen 15 befestigt, auf denen das
zusammengeklappte Bettgestell gerollt werden kann.
Das Bettgestell eignet sich für eine einteilige durchgehen
de Matratze, die jedoch weniger leicht zu transportieren
ist. Besonders vorteilhaft ist daher die Verwendung einer
zweiteiligen Matratze, wobei jedes Matratzenelement in sei
ner Größe einem Element 2, 3 des Bettgestells 1 entspricht.
Eine solche Ausführungsform des Bettes ist in Fig. 4 in
zusammengefaltetem, auf die Rollen 15 aufgestellten Zustand
dargestellt. Die beiden Elemente 2, 3 sind mit ihrer Unter
seite gegeneinander geklappt, wobei die Füße 14 in dem
durch die Unterseiten der Elemente 2, 3 gebildeten Hohlraum
verschwinden. Auf der Außenseite der Elemente 2, 3 befinden
sich die beiden Matratzenelemente 16 einer zweiteiligen
Matratze 11, die dort in ihrer Lage durch Gurte 17 gehalten
sind. Die Gurte 17 können in Ösen eingehängt sein, die, wie
in Fig. 3 gezeigt, mit kurzen Bändern an den Längswangen 5
angebracht sein können. Ein Riegel 18 verbindet die Ele
mente 2, 3 auf der den Scharnieren 4 entgegengesetzten
Seite, so daß ein in sich stabiler, kastenförmiger Körper
gegeben ist, der günstige Transportabmessungen hat und auf
den Schwenkrollen 15 leicht bewegt werden kann. In dieser
Ausgestaltung eignet sich das beschriebene Bett vor allem
für eine Verwendung als Zusatzbett in Hotelbetrieben, da es
von einer einzigen Person leicht transportiert und aufge
stellt werden kann.
Zum Aufstellen des Bettes ist es lediglich erforderlich,
den Riegel 18 zu lösen und die Elemente 2, 3 auf den Rollen
mit ihren Stirnwangen 6 auseinander zu fahren, bis sich ihre
Längswangen 5 in einer Linie befinden. Anschließend wird
das auf diese Weise aufgeklappte Bett seitlich umgelegt,
wobei es sich auf seine Füße 14 aufstellt. Da beide Ele
mente 2, 3 jeweils mit vier Füßen versehen sind, ergibt
sich insgesamt eine stabile Anordnung, die auch starken
Beanspruchungen gerecht wird. Die Scharniere 4 bleiben
weitgehend unbelastet und sorgen vor allem für eine genaue
Ausrichtung und Positionierung der beiden Elemente 2, 3
zueinander. Die Gurte 17 werden nach dem Aufstellen des
Bettes gelöst und können unter der Matratze oder in einer
auf der Unterseite des Bettes angeordneten Tasche aufbe
wahrt werden. Das Zusammenlegen des Bettes geschieht in
umgekehrter Reihenfolge auf die gleiche einfache Weise.
Neben dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind auch
andere Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Bettes denk
bar. So können beispielsweise die Scharniere zum Verbin
den der beiden Elemente 2, 3 so ausgestaltet sein, daß
sie zur Obertragung der von einem Element auf zunehmenden
Last auf das andere Element geeignet sind, so daß das
eine Element mit Hilfe der Scharniere vom anderen Ele
ment gehalten werden kann und nur an seinem den Scharnie
ren abgekehrten Ende Füße benötigt. Ebenso können andere
Mittel vorgesehen sein, mit denen sich ein Element im
aufgeklappten Zustand auf dem anderen Element abstützt.
Claims (9)
1. Zusammenfaltbares Bett, insbesondere für Hotelbetriebe,
mit einem rahmenartigen, rechteckigen Bettgestell und
einer darauf angeordneten Matratze, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Bettgestell (1) auf zwei im wesentli
chen symmetrischen Elementen (2, 3) zusammengesetzt
ist, die in der zwischen den Schmalseiten (6) des Bett
gestells (1) liegenden Symmetrieebene durch Scharniere
(4) derart miteinander verbunden sind, daß sie mit
ihren Unterseiten aufeinanderklappbar sind und daß
wenigstens ein Element (2 bzw. 3) frei und das andere
Element (3 bzw. 2) mit seinem den Scharnieren (4) ent
gegengesetzten Ende (6) auf eine Bodenfläche aufstell
bar ist.
2. Bett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide
Elemente (2, 3) seitlich an einer Längsseite (5) des
Bettgestells (1) schwenkbare Rollen (15) aufweisen, auf
denen das Bettgestell (1) beim Zusammenfalten und beim
Transport bewegbar ist.
3. Bett nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß an den die Stirnseiten des Bettgestells
(1) bildenden Enden (6) der Elemente (2, 3) ein Riegel
(18) vorgesehen ist, mit dem die Elemente (2, 3) mit
einander verbindbar sind.
4. Bett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Elemente (2, 3) Füße (14)
haben, die derart versetzt angeordnet sind, daß im
zusammengefalteten Zustand die Füße (14) des einen Ele
ments (2 bzw. 3) neben den Füßen (14) des anderen Ele
ments (3 bzw. 2) liegen.
5. Bett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Elemente (2, 3) aus einem
rechteckigen Rahmen bestehen, der aus außenliegenden,
hochstehenden Wangen (5, 6) und einer mit dem Scharnier
(4) verbundenen Verbindungsstrebe (7) zusammengesetzt
ist.
6. Bett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Öffnung des Rahmens im
Abstand voneinander Latten (10) angeordnet sind, die
eine Matratzenauflage bilden.
7. Bett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß für jedes Element (2, 3) ein sepa
rates Matratzenelement (16) einer zweiteiligen Matratze
(11) vorgesehen ist.
8. Bett nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Matratzenelemente (16) mit Gurten (17) an den Elemente
(2, 3) des Bettgestells (1) gehalten werden.
9. Bett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Scharnierseite (4) und an
der entgegengesetzten Seite (6) eines oder beider Ele
mente (2, 3) ein Tragegriff vorgesehen ist.
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