DE4113700A1 - Verfahren zum automatischen melken von in melkboxen stehenden milchkuehen, sowie melkbox, roboter und melkmodul zur durchfuehrung dieses verfahrens - Google Patents
Verfahren zum automatischen melken von in melkboxen stehenden milchkuehen, sowie melkbox, roboter und melkmodul zur durchfuehrung dieses verfahrensInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum
automatischen Melken von in einer Melkbox stehenden
Tieren, insbesondere Milchkühen, mittels von einem Roboter
geführter Melkbecher, die, von einem Datenspeicher und
-rechner gesteuert, an die Zitzen des Tieres herangefahren
und angesetzt werden, sowie auf eine Melkbox, einen dem
Melken dienenden Roboter und einen Melkmodul zur
Durchführung dieses Verfahrens.
Es ist bekannt, Milchkühe automatisch mit Hilfe von
automatischen Melkrobotern zu melken. Die Milchkühe werden
dazu durch eine Eingangstür in eine Melkbox eingelassen,
in der die Kuh nach ihrem Eintreten von Wänden umgeben
ist, die zwar ein bequemes Stehen erlauben, den
Bewegungsfreiraum jedoch einschränken. An der Kopfseite
der Melkbox befindet sich eine Futterstelle, die die Kuh
vergessen läßt, daß ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt
ist. Außerdem weiß die Kuh, daß sie in der Melkbox
gemolken wird und empfindet dies im allgemeinen auch als
angenehm.
Entsprechend dem Gemütszustand der Kuh beim Eintreten in
die Melkbox und ihrem Zurechtfinden mit der Situation wird
sie sich entweder ruhig bis wild bewegen. Ein ruhiges
Verhalten wird den Ansetzvorgang der Melkbecher an die
Zitzen nicht erschweren. Schwierig ist es aber bei sich
wild oder aktiv bewegenden Kühen. In diesen Fällen kann
der automatische Melkroboter versagen oder sogar
beschädigt werden.
Ein weiterer Nachteil bekannter automatischer Melkroboter
besteht in der Länge des Melkvorganges. Die Melkbecher
werden bei jedem neuen Melkvorgang aus einer
Ausgangsposition außerhalb der Kuh zur jeweils zu
melkenden Zitze gefahren.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, bei dem der Ansetzvorgang
beschleunigt und sichergestellt ist, daß der Ansetzvorgang
sicher und ohne Gefahr für Kuh und Roboter zu Ende geführt
werden kann.
Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß
- - der Melkbecher oder eine Melkbechergruppe vom Roboter in eine Zwischenposition gefahren wird, die sich in einer horizontalen Ebene vor und unterhalb dem Euter des Tieres befindet, wobei vorher in einem Einlernvorgang einmalig für jedes einzelne zu melkende Tier die Lage dieser Zwischenposition sowie von Zitzenpositionen ausgemessen und die ausgemessenen Werte dem Datenspeicher als tierspezifische Positionen eingegeben wurden,
- - der Roboter beim Handhaben der Melkbecher diese von der tierspezifischen Zwischenposition rechnergesteuert in für die Zitzen dieses Tieres spezifische Zitzenstartpositionen fährt, wobei diese Zitzenstartpositionen beim Handhaben einer Melkbechergruppe gegebenenfalls übergangen werden,
- - der Roboter danach beim einzelnen Handhaben der Melkbecher rechnergesteuert nacheinander, gespeicherte einzelne Soll-Zitzenpositionen und beim Handhaben einer Melkbechergruppe rechnergesteuert eine zentrale Soll-Zitzenposition anfährt,
- - von diesen Soll-Zitzenpositionen aus sondengesteuert die momentane Ist-Zitzenposition ermittelt und vom Melkbecher oder der Melkbechergruppe angefahren wird,
- - der Melkbecher oder die Melkbechergruppe aus der Ist-Zit zenposition durch Hochfahren angesetzt wird.
Durch die Einführung der Zwischen- und Startpositionen vor
dem Euter kann der Melkbecher oder können mehrere zu einer
Melkbechergruppe zusammengefaßte Melkbecher vom Roboter
schnell in die Nähe des Euters gefahren werden, wenn sich
die vielleicht sonst wild oder aktiv bewegende Kuh für
einen Augenblick ruhiger verhält. Von dieser
Zwischenposition aus werden beim Einzelansetzen von
Melkbechern diese nacheinander die Zitzenstartpositionen,
die Soll-Zitzenpositionen und Ist-Zitzenpositionen
anfahren, wobei der Datenspeicher und -rechner auch dafür
sorgen wird, daß eine körperliche Rückführung in die
Zwischen- oder Startpositionen nicht erfolgen muß, sondern
durch Bezugnahme auf die Zwischen- oder Startpositionen
von der einen bedienten Zitze sofort die nächstfolgende
Zitze mit ihrer Soll- und Ist-Zitzenposition angefahren
wird.
Beim Einsatz einer Gruppe von Melkbechern wird von der
Zwischenposition aus sofort eine zentrale Soll
Zitzenposition angefahren, die sich zwischen den Zitzen
befindet und von der aus der Rechner die Melkbechergruppe
sondengesteuert zur momentanen zentralen Ist-Zitzenposition
zwischen den Zitzen fährt.
Von besonderer Bedeutung ist dabei die Datenspeicherung
der Abmessungen jeder einzelnen Kuh. Jedes Euter ist
individuell anders gestaltet. Werden die individuellen
Abmessungen jeder Kuh zuvor in den Datenspeicher
eingegeben, dann braucht nur noch der Name oder eine
Kennziffer der Kuh aufgerufen zu werden, wenn diese die
Melkbox betritt. Der Roboterarm kann dann den oder die
Melkbecher sofort in die Zwischenposition der gerade zu
melkenden Kuh und von dort aus mittels globaler Sensoren
zu den Startpositionen fahren, von der aus über die
gespeicherte Soll-Zitzenposition die momentane Ist-Zitzenposition
in kürzester Zeit erreichbar ist.
Das Verhalten der Kuh geht in den Anfahr- und Ansetzprozeß
ein. Reagiert eine Kuh mit zu aktiven, wilden Bewegungen,
sei es beim Eintreten in die Melkbox oder während sie sich
schon in dieser aufhält, weil sie vielleicht ein Fliege
ärgert, dann bleibt der Roboterarm sofort stehen und
verharrt in dieser Stellung bis sich die Kuh wieder
beruhigt hat. Erst dann setzt er seine Anfahr- und
Ansetzbewegung fort. Die Kuh wird also bei wilden
Bewegungen nicht von dem sich auch noch bewegenden
Roboterarm irritiert, kann sich also schneller beruhigen.
Wichtig ist aber auch, daß die Kuh bei Überreaktionen den
sich ruhig verhaltenden Roboterarm nicht beschädigt.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die kuhspezifischen Daten im Datenspeicher
als Weglängen gespeichert werden. Dieses Festlegen und
Abspeichern der Weglängen stellt eine einfache Möglichkeit
dar, den oder die Melkbecher mittels des Roboterarmes,
gezielt zugeschnitten auf die einzelne Kuh, zur
Zwischenposition und weiter zu den Startpositionen und
Zitzen zu verfahren.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Bewegungen der Kuh in der Melkbox
mittels Sensoren überwacht werden, die auf den Körper der
Kuh gerichtet sind. Als Sensoren kommen dabei vorzugsweise
Ultraschall-Sensoren in Betracht. Es ist aber ebenso gut
möglich, mit Infrarot- oder optischen Sensoren zu arbeiten.
Die Sensoren reagieren sehr empfindlich auf
Positionsänderungen des Körpers der Kuh in der Melkbox.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß etwa alle 40 bis 60 msec die Abstände
zwischen den beaufschlagten Körperteilen der Kuh und den
Sensoren gemessen und daraus die während dieser
Zeitintervalle eingetretenen Lageänderungen des
Kuhkörpers ermittelt werden. In weiterer Ausgestaltung
dieses Merkmales der Erfindung ist vorgesehen, daß die
ermittelten Lageänderungen pro Zeitintervall in Klassen
eingeteilt werden, die dem Datenspeicher und -rechner
mitteilen, ob sich die Kuh ruhig, lebhaft oder aktiv
verhält, wobei der Fahrvorgang des Roboterarmes im
Verlaufe und damit während der Zeit des wilden oder
aktiven Verhaltens der Kuh unterbrochen wird.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Weglängen im zweidimensionalen
X-Y-Koordinatensystem einer horizontalen Ebene gespeichert
werden und daß die von der jeweiligen Zitzenstartposition
und Zitzen-Sollpositionen ausgehende sondengesteuerte
Endausrichtung auf die jeweilige Zitze abgeschlossen wird
durch das Anheben des Melkbechers in der Z -Koordinate des
Koordinatensystems. Das Anfahren der einzelnen Positionen
bis hin zur jeweiligen Ist-Zitzenposition allein in der
horizontalen Ebene vereinfacht den maschinellen Aufwand.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß mehrere Melkbecher vom Roboterarm auf
einem Melkbechermodul geführt werden und dieser
Melkbechermodul nach dem Ansetzen der Melkbecher an die
jeweilige Zitze aus der Ansetzlage abgesenkt wird. Damit
werden die Zitzen während des Melkens nur mit den
Melkbechern belastet. Außerdem können sich die Melkbecher
frei auf die Zitzen einstellen. Somit wird das Tier nicht
vom Melkbechermodul, das als Ansetz-und Abnahmehilfe
dient, gestört.
Zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung ist bei
einer Melkbox vorgesehen, daß an der Rückwand der Melkbox,
der das Heck der Kuh zugewandt ist, in etwa gleicher Höhe
zum Boden und im gegenseitigen Abstand Sensoren angeordnet
sind, deren Meßkeulen nach vorn auf das Heck der Kuh
gerichtet sind, und daß an den Seitenwänden der Melkbox in
Körperhöhe und etwas vor dem Euter der Kuh weitere
Sensoren angeordnet sind, deren Meßkeulen quer zur Kuh auf
deren Körper gerichtet sind. Die Meßkeulen sind dabei
vorzugsweise mit einem Streuwinkel von ca. 10° auf den
Körper der Kuh gerichtet. Mehrere, vorzugsweise zwei auf
das Heck der Kuh gerichtete Sensoren schalten Meßfehler,
die durch einen sich bewegenden Schwanz der Kuh verursacht
werden können, aus.
Das setzt allerdings voraus, daß die Hecksensoren nicht zu
hoch angeordnet sind. Sind die Hecksensoren zu hoch
angeordnet, dann messen sie wegen der sehr zerklüfteten
Gestalt des Tieres zu ungenau. Sind die Hecksensoren zu
tief angeordnet, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, daß
der Schwanz stört. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung
werden die Hecksensoren wenige Zentimeter, vorzugsweise
15-20 Zentimeter tiefer als der Schwanzansatz angeordnet
sein.
Der sich bewegende Schwanz wird immer nur einem Sensor
einen kürzeren Abstand vortäuschen. Für die Festlegung der
Entfernung wird immer der Meßwert des auf das Heck der Kuh
gerichteten Sensors ausgewertet, der den größeren Meßwert
liefert. Dies ist nämlich der Meßwert, der vom Heck der
Kuh herrührt.
Der zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung
eingesetzte Roboter ist erfindungsgemäß derart gestaltet,
daß der Roboterarm nur in der Horizontalen einmal um ein
mit einer vertikalen Schwenkachse versehenes Drehgelenk
schwenkbar ist und weiterhin im Abstand von diesem
Drehgelenk ein weiteres um eine vertikale Achse wirkendes
Drehgelenk aufweist zur Ausführung von Drehbewegungen in
der horizontalen X-Y-Richtung. Das hat den Vorteil, daß die
Antriebe der vertikalen Drehachsen entkoppelt sind von der
Kraftaufnahme (durch das Tier verursachte Gewichtskräfte
und vertikale Schlagkräfte). Die Gelenke können dadurch
robust sein und durch relativ kleine, getriebelose
Servoantriebe bedient werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß der Roboterarm oder nur die Melkbecher senkrecht dazu
in der Z-Richtung anheb- und absenkbar ist. Der Roboterarm
wird bei jedem Ansetzvorgang vor der Z-Höhen-Einstellung
nur in der X-Y-Ebene auf das jeweilige Kuheuter
eingestellt und dann im eigentlichen Ansetzvorgang,
beispielsweise bei einer Modultechnik durch einzelne, pro
Melkbecher vorgesehene Hubachsen, mit einem Hub von
beispielsweise 250 mm hochgestellt. Damit läßt sich die
Motorik des Roboters einfach aufbauen. Der eigentliche
Ansetzvorgang kann, da er mit geringen Kräften behaftet
ist, sehr schnell durchgeführt werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dazu
vorgesehen, daß die Schwenkbewegungen des Roboterarmes in
der horizontalen X-Y-Ebene um seine horizontalen
Schwenkachsen mittels jeweils zugeordneter Elektromotoren
erfolgt, während das Anheben und Absenken in der
vertikalen Z-Richtung pneumatisch erfolgt. Der
pneumatische Hub in der Z-Achse ist dem an sich auch
möglichen Hub mittels Zahnriemen oder Servomotoren
vorzuziehen, weil die Pneumatik mittels Überdruckventilen
ideal auf Tierschläge reagieren kann. Schlägt eine Kuh auf
den Modul oder die Melkbecher, so können das Modul oder
der Melkbecher beim Überschreiten einer gewissen
Schlagkraft in Richtung der Z-Achse nachgeben und sich
absenken. Mittels eines Lageregelkreises (Istwertgeber-Rech
ner-Ventile-Zylinder) werden Modul oder Melkbecher
nach dem Schlag wieder weich in die Ausgangsposition
verfahren.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung dient der
Verwirklichung des automatischen Melkverfahrens ein
Roboter, der gekennzeichnet ist durch eine
Zitzenortungsanordnung (A) mit von Energiequellen
abgegebenen Energie- (Ultraschall oder Infrarot)
strahlen, die auf einen Soll-Mittelpunkt oberhalb eines
einzelnen Melkbechers oder einen zentralen Soll-Mittelpunkt
eines mit einer Melkbechergruppe besetzten
Melkmoduls gerichtet sind, wobei bei einem Abweichen eines
vom Rechner vorgegebenen Soll-Mittelpunktes von dem Ist-Mittel
punkt, in dem sich die Zitze(n) befindet(n), der den
Melkbecher oder den Melkbechermodul tragende Roboterarm
rechnergesteuert in X- und Y-Richtung verschoben wird, bis
sich die Soll- und Ist-Mittelpunkte decken. Die
Energiestrahlen messen damit die Differenz von Soll- und
Ist-Mittelpunkt im Bereich eines die Mittelpunkte
einschließenden Meßkreises und sind in der Lage, innerhalb
dieses Meßkreises mit dem Rechner die Nachführung zum
Ist-Mittelpunkt vorzunehmen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß zwei erste Energiestrahlen gegenüber
Parallelen zu einem zweiten Energiestrahl um 30°
aufeinander zugeneigt sind, wobei sich die Mittellinien
aller Energiestrahlen in dem Soll-Mittelpunkt schneiden.
Die Messung erfolgt dabei durch die Ausbildung eines
gleichschenkligen Meßdreiecks; sie wird damit sehr
präzise.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß unterhalb der ersten Energiequellen für
die zwei ersten Energiestrahlen zwei weitere
Energiequellen für weitere erste Energiestrahlen
vorgesehen sind, die sich nach oben ansteigend mit den
ersten und zweiten Energiestrahlen in dem Soll-Mittel
punkt treffen. Die weiteren Energiestrahlen werden
eingesetzt, wenn durch das Verhalten des Tieres in den
Strahlengang gelangende Zitzen die Messung behindern. Der
Rechner schaltet dann von den oberen ersten Energiequellen
zu den weiteren unteren Energiequellen, die damit die
Messung übernehmen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die ersten Energiestrahlen und der zweite
Energiestrahl gegenüber der Horizontalen um 15° ansteigend
und die weiteren Energiestrahlen gegenüber der
Horizontalen um 40° ansteigend auf den Soll-Mittelpunkt
gerichtet sind. Diese Anordnung stellt sicher, daß die
Melkbecher bei der Messung sich noch in einem
ausreichenden Sicherheitsabstand unterhalb der Zitzen
befinden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der
Roboter zum automatischen Melken gekennzeichnet durch
- - eine Zitzenortungsanordnung mit einem von einer Strahlungsquelle ausgehenden Lichtstrahl, der zu einer Lichtebene aufgeweitet wird, durch welche Lichtebene Zitzen hindurchgreifen können,
- - wenigstens eine Videokamera CCD1 oder/und CCD2, deren Objektivmittellinien y1 oder/und y2 sich im Melkbecher- oder Melkbechermodul-Mittelpunkt treffen, der auch in die Lichtebene fällt, wobei bei einem Abweichen eines vom Rechner vorgegebenen Soll-Mittel punktes von dem Ist-Mittelpunkt, in dem sich die Zitze(n) befindet(n), der den Melkbecher oder den Melkbechermodul tragende Roboterarm rechnergesteuert in X- und Y-Richtung verschoben wird, bis sich die Soll- und Ist-Mittelpunkte decken.
Dabei ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, daß der von der Strahlungsquelle erzeugte
Lichtstrahl ein Laserstrahl mit stark gebündelten
parallelen Lichtstrahlen ist. Als Strahlungsquelle dient
vorzugsweise eine Laserdiode. Diese
Bildverarbeitungsanordnung gestattet über die Videokameras
gleichzeitig noch andere Beobachtungen, wie Sauberkeit
oder äußerlich sichtbare Eutererkrankungen. Das Arbeiten
mit nur einer Videokamera verringert den technischen
Aufwand. Zwei Videokameras verbessern die Qualität der
Messung.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Objektiv-Mittellinien gegenüber
Parallelen zur Strahlmittellinie um 28° in Richtung auf die
Strahlmittellinie zugestellt sind.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Zitzenortungsanordnung (A, B) an einen
Roboterarm angeordnet ist, der den Melkbecher oder den
Melkbechermodul mit der Gruppe von Melkbechern trägt.
Die Zitzenortungsanordnung ist damit zusammen mit dem
Roboter von Melkbox zu Melkbox verfahrbar.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß alle Versorgungsleitungen der Melkbecher
und der Melkbechermodule über den den Modul tragenden
Roboterarm und den Roboter zu einer zentralen
Milchsammelstelle und Energieversorgungseinheit geführt
sind. Dadurch kann die Anordnung noch beweglicher werden,
wenn die Leitungen beispielsweise über eine mitlaufende
Rollenführung oberhalb des Roboters mitlaufen und die
Bewegungen des Roboters nicht behindern.
Die Melkbecher können auf verschiedenen Art und Weise von
einem Roboter gehandhabt werden. Ein einzelner Melkbecher
wird für sich allein einem Magazin entnommen und
angesetzt. Dabei sind die zu überwindenden Wegstrecken
aber recht lang und zahlreich. Günstiger ist es, alle
Melkbecher als Gruppe so nahe wie möglich in den
Euterbereich zu bringen. Dazu werden Melkbecher
module eingesetzt. Nach einer weiteren Ausgestaltung der
Erfindung ist ein derartiger Modul derart ausgebildet, daß
- - jeder einzelne Melkbecher lösbar in einer ihn umfassenden, vom Roboterarm getragenen Hebevorrichtung gehalten ist, mittels der er hochfahrbar und an eine Zitze ansetzbar ist,
- - die Hebevorrichtung danach durch ein Absenken von der Zitze und dem daran haften bleibenden Melkbecher wieder allein absenkbar ist,
- - der Melkbecher nach dem Abschluß des Melkvorganges durch Absenken auf den Modul zurückführbar ist.
Der Roboterarm führt in diesem Fall nur Bewegungen in der
X-Y-Ebene aus. In der Z-Richtung brauchen nur geringe
Massen bewegt zu werden.
Eine andere Ausführungsform eines Melkbechermoduls ist
dadurch gekennzeichnet, daß
- - jeder einzelne Melkbecher mittels einer Hebevorrichtung zum Ansetzen an eine Zitze anhebbar ist, wobei sich die Hebevorrichtung mittels eines aufblasbaren Gummibalges am Modul anstützt,
- - der Gummibalg nach dem Ansatzvorgang entspannbar ist, wodurch sich der Melkbecher in einem Winkelbereich von etwa bis zu 40° dem individuellen Tiereuter anpaßt.
Der Modul senkt sich bei dieser Ausführung nach dem
Ansetzen des Melkbechers nicht ab; er bleibt vielmehr
unterhalb des Euters in Kontakt mit dem angesetzten
Melkbecher. In diesem Fall ist es nach einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft, wenn für jede
Zitze eines Tieres eine dieser Zitze zugeordnete
Hebevorrichtung vorgesehen ist, die sich mit oder ohne
zwischengefügten Gummibalg an einem Tablett abstützt,
wobei die gegenseitige räumliche Zuordnung der
Hebevorrichtungen am Tablett der mittleren Verteilung der
Zitzen in der X-Y-Ebene entspricht. In einem einzigen
Schwenkvorgang unter die Kuh werden damit die Melkbecher
nacheinander an die entsprechenden Zitzen angesetzt. Damit
ist eine deutliche Zeitersparnis verbunden.
Eine weitere Ausführungsform eines Melkbechermoduls zum
automatischen Melken von in einer Melkbox stehenden
Milchkühen ist dadurch gekennzeichnet, daß
- - die einzelnen Melkbecher in einer Reihe aufgereiht zwischen parallelen Schienen angeordnet sind, die zwischen sich ein Schiebemagazin ausbilden,
- - die Melkbecher in dem Magazin zu einer Hubposition verschiebbar sind, in der sich eine Hubvorrichtung befindet,
- - jeweils der in der Hubposition befindliche Melkbecher von der Hubvorrichtung an jeweils eine Zitze durch Anheben ansetzbar ist.
Dieser Melkbechermodul ist sehr kleinbauend. Mit ihm
werden die Melkbecher zwar einzeln angesetzt; der
nächstfolgende Melkbecher schiebt sich aber nach dem
Herausheben des zuvor gehandhabten Melkbechers sofort
nach, so daß sich der nächstfolgende Ansetzvorgang sofort
und ohne Zeitverlust anschließen kann.
Sollte es gewünscht sein, die Hebebewegung in der
Z-Richtung aus dem Roboterarm heraus vorzunehmen, dann kann
dies nach einer weiteren Ausgestaltung des
Melkbechermoduls zum automatischen Melken von in einer
Melkbox stehenden Milchkühen dadurch vorgenommen werden,
daß
- - der Modul ein Tablett aufweist, das mit vier Aufnahmen für Melkbecher versehen ist, in denen je ein Melkbecher lösbar absetzbar ist,
- - der Arm des Roboters die auf dem Tablett abgesetzten Melkbecher nacheinander in ihre Ist-Zitzenpositionen fährt, aus denen heraus der Roboterarm dann jeweils einen rechnergesteuert positionierten Melkbecher zum Ansetzen an die Zitze anhebt,
- - der Roboterarm das Tablett nach jedem Ansetzen absenkt, wonach der Roboterarm einen anderen Melkbecher rechnergesteuert unter eine andere Zitze in deren Ist-Zitzenposition fährt, bis sich das Tablett nach dem Ansetzen aller Melkbecher allein unter den Melkbechern absenkt.
Dieser Ansetzvorgang ist damit gekennzeichnet durch einen
Schwenkvorgang unter die Kuh und viermaliges Positionieren
für jeden Becher, wobei jeder Becher durch die
entsprechende Hubvorrichtung angesetzt wird. Der Vorteil
dieses Moduls besteht darin, daß die Becher frei am Euter
haften und das Modul während des Melkens am Boden
verharrt.
Für alle Melkbechermodule mit lösbar aufgesetzten
Melkbechern ist nach einer weiteren Ausgestaltung der
Erfindung vorgesehen, daß die Melkbecher nach dem Abschluß
des Melkvorganges auf das abgesenkte Tablett oder Modul
zurückgezogen werden.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Melkbox in Draufsicht mit Sensoren zur
Ausmessung von Bewegungen einer in der Melkbox stehenden
Kuh,
Fig. 2 ein Schaubild zur Darstellung einer Zwischenposition
und von Zitzenstartpositionen, die nach einem Ausmessen
für jede Kuh in einem Datenspeicher abgespeichert sind und
abgerufen werden, wenn die Kuh die Melkbox betritt, wobei
die Positionen mittels der an der Melkbox vorgesehenen
Sensoren bei jedem erneuten Betreten der Melkbox durch die
Kuh aktualisiert werden,
Fig. 3a und 3b eine Zitzenortungsanordnung mit Sensoren zur
Ortung und dem Anfahren der Ist-Stellung der Zitzen,
ausgehend von den Zitzenstartpositionen und der
ausgemessenen und gespeicherten Sollstellung der Zitzen,
Fig. 3c und 3d eine Vorrichtung, die mit Hilfe einer
Bildverarbeitung die Ortung und das Anfahren der Zitzen
besorgt,
Fig. 4a eine Seitenansicht eines Melkroboters mit einem
Roboterarm, der an seinem freien Ende Melkbecher trägt,
Fig. 4b eine Draufsicht auf den Melkroboter mit einer
Melkbox, wobei ein Roboternebenarm einen einzelnen
Melkbecher führt,
Fig. 5a einen Melkbechermodul mit einer Gruppe von vier
höhenverfahrbaren und abnehmbaren Melkbechern, dessen auf
jeden Melkbecher getrennt arbeitende Hebevorrichtungen
sich unmittelbar an einer oberen Platte des Moduls
abstützten, wobei die Melkbecher am Modul im Viereck
angeordnet sind,
Fig. 5b einen Melkbechermodul mit einer Gruppe von vier
höhenverfahrbaren Melkbechern, dessen auf jeden Melkbecher
getrennt arbeitende Hebevorrichtungen sich über einen
aufblasbaren gummielastischen Ring an der oberen Platte
des Moduls abstützen, wobei der Modul mit im Viereck
angeordneten Melkbechern versehen ist.
Fig. 5c eine Seitenansicht eines Melkbechermoduls mit auf
einer Schiene verschieblich hintereinander angeordneten
Reihe von Melkbechern,
Fig. 5d eine Draufsicht auf den Melkroboter neben einer
Melkbox, wobei der Roboternebenarm einen Modul mit einer
Gruppe von Melkbechern führt, die im Einzelansetzverfahren
an die Iststellungen der einzelnen Zitzen herangefahren
und an diese angesetzt werden.
Eine in Fig. 1 dargestellte Melkbox 1 zum Melken von Kühen
weist einen Boxboden 3 und Boxwände 5 auf. Das Tier soll
sich in der Melkbox 1 wohl und nicht eingedrängt fühlen;
es wird deshalb von den Boxwänden 5 nur so viel wie nötig
eingeengt. Dies bedingt, daß die Abmessungen der Melkbox 1
an die Größe des Tieres anpaßbar sein sollen. Die Melkbox
1 hat entsprechend diesen Vorgaben eine feststehende
Seitenwand 5a, die vom Heck der Kuh bis zu ihrem Kopf
reicht. Im Kopfbereich befindet sich ein Kraftfuttertrog 7
mit einer verstellbaren Frontbegrenzung 9. An der
Frontbegrenzung 9 ist eine Identifizierungsvorrichtung 11
angeordnet, mit der die Identität der einzelnen Kuh
erkannt wird. Gegenüber der feststehenden Seitenwand 5a
befindet sich ein ihr gegenüber verstellbarer Türpfosten
5b. Beiderseits des Türpfostens 5b sind eine Eingangstür
5g und eine Ausgangstür 5d vorgesehen. Die Eingangstür ist
an einem verstellbaren Anschlag 5e einer Boxrückwand 5f
drehbar gelagert. Für die Ausgangstür 5c ist am
Kraftfuttertrog ein Drehgelenk 5h angeordnet. Die
Türbewegungen lassen sich mittels Stellzylindern 13
hydraulisch oder pneumatisch verstellen. Gegebenenfalls
läßt sich die hintere Boxenbrüstung 5f zusammen mit den
Sensoren 17d und 17c den jeweiligen Längenmaßen der Tiere
durch pneumatisches oder hydraulisches Verstellen
anpassen. Die Längenmaße sind einmalig für jedes Tier in
den Datenspeicher eingelernt und in ihm abgespeichert.
Dabei sollte das Tier aber nie eingezwängt werden. Es
sollte sein Freiraum lediglich minimiert werden, um den
Ansetzvorgang zu erleichtern.
Der Boxinnenraum 15 ist vornehmlich weich gestaltet, indem
alle Boxprofile (Rundungen, Rundbögen und Kreissegmente)
der Kuhform organisch angepaßt und gegebenenfalls mit
weichen Materialien (Luftkissen,Gummi) abgedeckt sind.
Das Euter muß beim Melkvorgang frei sein von den
Hinterbeinen, damit günstige Zitzenortungs-, Nachfahr- und
Ansetzbedingungen gegeben sind. Die Zitzen sollen vor
allem nicht an den Beininnenflächen anliegen. Der
Melkboxboden 3 ist deshalb so gestaltet, daß der Boxboden
hinten tiefer liegt als der vordere Boxboden.
An der Melkbox 1 sind Sensoren 17a-d vorgesehen, die zu
einem globalen Raummeßsystem 17 gehören und mit denen sich
das Bewegungsverhalten des in der Melkbox 1 befindlichen
Tieres berührungslos überwachen läßt. Ein Sensor 17a
befindet sich im Bereich des Futtertroges und mißt seinen
Abstand zum Kopf der Kuh. Der ermittelte Abstand ist ein
Indiz dafür, ob die Kuh gerade frißt oder nicht. Ein
weiterer Sensor 17b ist an der feststehenden Seitenwand 5a
angeordnet und auf den Körper der Kuh etwa in dem
Längsbereich des Kuhkörpers gerichtet, in dem sich das
Euter befindet. Der Sensor 17b mißt den Abstand zwischen
sich und dem Kuhkörper an seiner Längsseite. Zwei weitere
Sensoren 17c und 17d befinden sich an der Boxrückwand 5f
etwa auf gleicher Höhe und in einem Abstand, der etwa dem
mittleren Abstand der hinteren Kuhschenkel entspricht.
Diese Sensoren 17c und 17d sind auf das Heck der Kuh
gerichtet. Zwischen ihnen ist der Kuhschwanz beweglich; er
kann, wenn er sich bewegt, immer nur bei einem der beiden
Sensoren 17c, 17d die Messung verfälschen. Richtig ist
immer der Meßwert, der ohne Beeinträchtigung durch den
Schwanz erhalten wird. Maßgebend ist der Meßwert, der den
größeren Abstand abgibt.
Die Sensoren 17a-d können auf Ultraschall-, Infrarot- oder
Laserscannerbasis arbeiten. Alle Sensoren 17a-d messen mit
ihren Meßstrahlen oder Meßkeulen im zeitlichen Abstand von
40 bis 60 ms, vorzugsweise 50 ms den momentanen Abstand
zwischen sich und den beaufschlagten Körperteilen der Kuh.
Die zwischen jeweils zwei Messungen ermittelte
Entfernungsdifferenz spiegelt das Bewegungsverhalten der
Kuh wieder. Dieses Bewegungsverhalten wird in drei Klassen
eingeteilt:
wenig Bewegung, lebhafte Bewegung, wilde Bewegung. Messen die Sensoren 17a-d wenig oder lebhafte Bewegung, d. h. die Kuh verhält sich ruhig, dann kann der Ansetzvorgang der Melkbecher vorgenommen werden. Bewegt sich die Kuh jedoch wild, d. h. sie ist aktiv, dann wird der Ansetzvorgang nicht begonnen oder unterbrochen. Die Auswertung der Meßergebnisse der Sensoren 17a bis 17d wird später im Rahmen der Tierverhaltens-Routine näher beschrieben.
wenig Bewegung, lebhafte Bewegung, wilde Bewegung. Messen die Sensoren 17a-d wenig oder lebhafte Bewegung, d. h. die Kuh verhält sich ruhig, dann kann der Ansetzvorgang der Melkbecher vorgenommen werden. Bewegt sich die Kuh jedoch wild, d. h. sie ist aktiv, dann wird der Ansetzvorgang nicht begonnen oder unterbrochen. Die Auswertung der Meßergebnisse der Sensoren 17a bis 17d wird später im Rahmen der Tierverhaltens-Routine näher beschrieben.
Fig. 2 zeigt eine Prinzipdarstellung der Ansetzwege für die
Melkbecher. Der Einfachheit wegen ist nur ein Melkbecher
21 an einem Ende 23 eines Roboterarmes 25 dargestellt. Der
Roboterarm wird von einem in Fig. 4a und 4b dargestellten
Roboter 27 bewegt.
Der Roboterarm 25 stellt für jede Kuh unterschiedliche,
dem Datenspeicher und Rechner 31 des Roboters 27 gelernte
und von Positionier- und/oder externen Robotersensoren S1
bis S6 in Echtzeit aktualisierte Positionen in einem
X-Y-Koordinatensystem in einer horizontalen Ebene 29 ein. Die
Robotersensoren S1 bis S6 gehören zu einer
Zitzenortungsanordnung, die noch näher beschrieben wird.
Alle angefahrenen Positionen sind als Weglängen in dem
Datenspeicher 31 des Roboters 27 abgespeichert. Dieser
Einlernvorgang wird von Hand durchgeführt. Befindet sich
eine Kuh mit Kennummer oder Kennamen in der Melkbox 1,
dann wird der Melkbecher 21 von Hand der Reihe nach zu den
einzelnen, augenblicklichen Zitzenpositionen verfahren.
Immer, wenn sich der entsprechende Melkbecher genau
unterhalb einer ihrer Zitzen 1 bis 4 befindet, wird diese
tierspezifische Zitzenposition in X-Y-Koordinaten im
Datenspeicher 31 abgespeichert. Dabei werden die Werte der
internen Robotersensoren (die die angegebenen
X-Y-Positionen der gerade angefahrenen Zitze zum
Bezugskoordinatensystem liefern) gleichgesetzt mit den
Werten der Positionssensoren, woraus sich dann die
tierspezifischen, zunächst unbekannten Längenmaße der
einzelnen Zitzenpositionen zum Bezugskoordinatensystem
errechnen lassen. Aus den kuhspezifischen Zitzenpositionen
werden eine kuhspezifische Zwischenposition ZWP1 und
kuhspezifische Zitzenstartpositionen ZPR und ZPL
errechnet. Die Zwischenposition ZP1 liegt zwischen den
Vorderzitzen 200 mm in Richtung auf den Kopf der Kuh. Die
Zitzenstartposition ZPR befindet sich etwa 100 mm rechts
von der vorderen rechten Zitze 4 entfernt. Die
Zitzenposition ZPL befindet sich 100 mm links von der
linken Zitze 3 entfernt. Nach diesem Einlernvorgang und
dem Berechnen der Zwischenposition ZP1 sowie der
Zitzenstartpositionen SPL, SPR weiß der Roboter 27, wenn
eine Kuh beispielsweise mit dem Namen Lisa die Melkbox 1
betreten hat, wo sich bei Lisa die Zwischenposition ZWP1,
die Zitzenstartpositionen ZPR und ZPL und die Zitzen
befinden. Der Roboterarm 25 fährt dann ohne neue
Vermessung, gesteuert von dem Datenspeicher 31 in kurzer
Zeit die Zitzen-Positionen an. Die Ansetzreihenfolge an
die Zitzen 1 bis 4 ist wie folgt festgelegt: Hinten links
(HL1), hinten rechts (HL2), vorn links (VL3), vorn rechts
(VL4).
Steht eine Kuh in der Melkbox 1, dann werden entsprechend
der im Datenspeicher 31 festgelegten Werte dieser Kuh die
Positionen ZWP1, ZPR und ZP1 angefahren. Der Roboterarm 25
fährt den Melkbecher 21 über die abgerufene Position ZWP1
zur Position ZPL. Voraussetzung der Bewegung des
Roboterarmes ist es, daß die Positionssensoren 17a-d beim
Abfragen der Bewegungsaktivität Ruhe melden, also wenig
oder lebhafte Bewegung. Würden die Sensoren 17a-d aktive
Bewegung, also wildes Verhalten melden, dann würde der
Roboterarm 25 nicht verfahren oder das Verfahren
unterbrechen.
Hat der Melkbecher 21 über die Position ZWP1 die
Zitzenstartposition SPL und die jeweilige Zitzen-Soll
position erreicht, dann wird zur jeweiligen
Ist-Korrektur eine von mehreren denkbaren
Zitzenortungsanordnungen wirksam.
Fig 3a zeigt eine Zitzenortungsanordnung A, die nach der
Meßstrahlmethode arbeitet. Die Beschreibung stützt sich
dabei auf einen Roboter 27, der mit seinem Arm 25, bzw.
seinem Nebenarm 25c einzelne Melkbecher 21 setzt.
Die Zitzenortungsanordnung wird von einem Roboterarm 25
getragen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel trägt
der Roboterarm 25 seinerseits einen Nebenarm 25c für einen
einzelnen Melkbecher 21, der an eine Zitze angesetzt
werden soll. Weiterhin trägt der Roboterarm 25
beispielsweise mit Ultraschall oder Infrarot arbeitende
Sensoren S1 bis S6. Diese Sensoren befinden sich auf einem
quer zum Nebenarm 25c an diesem angeordneten Meßarm 25d.
Die als erste Sensoren bezeichneten Sensoren S2 und S3
sind im gleichen Abstand vom Nebenarm angeordnet und
schließen jeder mit einer Parallelen zum Nebenarm einen
Winkel von 60° gegeneinander ein und sind um 15° nach oben
gerichtet; ihre Meßstrahlen d2 und d3 haben eine gewisse
Streuung und schneiden sich in einem imaginären Meßkreis
36c mit dem Soll-Schnittpunkt 36a. Der Meßkreis 36c mit
dem Soll-Schnittpunkt 36a befindet sich oberhalb des
Meßbechermittelpunktes und unterhalb der Zitzen. Der
ebenfalls divergierende Meßstrahl eines als zweiter Sensor
bezeichneten Sensors S1 ist in Richtung des Nebenarmes 25c
auf den Meßkreis 36c und den Schnittpunkt 36a der
Meßstrahlen d2, d3 der Sensoren S2 und S3 gerichtet. Dieser
Soll-Schnittpunkt ist zugleich der vom Rechner
angesteuerte Soll-Melkbechermittelpunkt 36a. Unterhalb der
Sensoren S2 und S3 befinden sich als weitere erste
Sensoren bezeichnete Sensoren S5 und S6, deren Meßstrahlen
d4 wie die Meßstrahlen d2, d3 um 30° gegenüber Parallelen
zum Nebenarm 25c gegeneinander und zusätzlich um 40° nach
oben gerichtet sind, auf den Meßkreis 36c und den
Schnittpunkt 36a der Meßstrahlen aller Sensoren S1 bis S6
oberhalb des Melkbechers 21. Die Sensoren S5 und S6 werden
immer dann eingesetzt, wenn die Vorderzitzen beim Arbeiten
an den hinteren Zitzen stören.
Befindet sich die angesteuerte Zitze im Punkt 36b, dem
Soll-Mittelpunkt der Zitze, innerhalb des Meßkreises 36c,
dann tastet sich der Roboterarm 25 mit dem Melkbecher 21
unterhalb des Bauches und der Zitzen der Kuh immer
abwechselnd um Wege dx und dy in der X-Richtung und der
Y-Richtung des Koordinatensystems vom Soll-Mittelpunkt 36a
zum Ist-Mittelpunkt 36b des Melkbechers 21 an die Zitze,
die zu erreichen ist, heran. Eine Fernseh-Kamera CCD
überwacht die Annäherung.
Im Rahmen des Ortungs- und Nachführvorganges der
Zitzenortungsanordnung gibt es zwei tierspezifische
Startpositionen zum Suchen der Vorderzitzen. Um z. B. die
linke Vorderzitze zu suchen, verfährt der Roboter mit der
Y-Achse, beginnend vom Startpunkt links (SPL, etwa 100 mm
links von der linken Vorderzitze auf der gleichen
X-Y-Ebene) nach rechts. Dabei Scannen die drei auf dem
Roboterarm 25 angeordneten Ultraschallsensoren S1 bis S3
alle 50 ms die Szene ab. Der Rechner wertet die von den
Ultraschallsensoren S1, S2 und S3 ermittelten Meßwerte aus
und sucht nach drei speziellen Bedingungen, um die
gesuchte Zitze zu finden.
Bedingung 1: Sind alle gemessenen Strecken und Differenzen größer gleich Null?
Bedingung 2: Sind die Differenzen der von dem Sensor S2 und dem Sensor S3 gemessenen Strecken (o) und die Differenzen der von dem Sensor S2 und dem Sensor S1 gemessenen Strecken (u) < = 30 mm.
Bedingung 3a: Wird die Zitze vorne links gesucht und ist o < u, dann ist Zitze vorn links gefunden.
Bedingung 3b: Wird die Zitze vorne rechts gesucht und ist u < o, dann Zitze vorne rechts gefunden.
Bedingung 1: Sind alle gemessenen Strecken und Differenzen größer gleich Null?
Bedingung 2: Sind die Differenzen der von dem Sensor S2 und dem Sensor S3 gemessenen Strecken (o) und die Differenzen der von dem Sensor S2 und dem Sensor S1 gemessenen Strecken (u) < = 30 mm.
Bedingung 3a: Wird die Zitze vorne links gesucht und ist o < u, dann ist Zitze vorn links gefunden.
Bedingung 3b: Wird die Zitze vorne rechts gesucht und ist u < o, dann Zitze vorne rechts gefunden.
Fig. 3a zeigt die Zitzenortungsanordnung mit den Sensoren
S1 bis S6 unter der Kuh, die während des Scannens die
Meßwerte d1, d2 und d3 sowie die daraus errechneten
Differenzen o und u ermittelt. Dabei ist zu beachten, daß
der Roboter 27 beim Suchen der Zitze vl von links nach
rechts verfährt und beim Suchen der Zitze vr von rechts
nach links verfährt.
Entscheidend für den Sucherfolg ist:
- - Die Zitzenhöhe muß bis auf ± 1/3 der Zitzenlänge bekannt sein, ansonsten besteht die Gefahr, daß die Zitze nicht in den Meßkegel der Ultraschallsensoren eintaucht (Zitze zu hoch) oder die Euterbasis verfälscht die Messung (Zitze zu tief). Ist das der Fall, so sollte die Zitzenhöhe neu vermessen werden. Dazu dient eine Höhenroutine, die davon ausgeht, daß Die Tiere etwa drei- bis fünfmal pro Tag gemolken werden. Durch dieses relativ häufige Melken schwankt die Zitzenhöhe zwischen den Melkzeiten nur sehr wenig. Allerdings kann die Zitzenhöhe während der Laktation driften. Deswegen wird vor jedem Ansetzvorgang die Zitzenhöhe neu vermessen und nachkorrigiert. Der Roboter verfährt so, daß sich die Zitze in dem imaginären Meßkreis befindet, zentriert sich und fährt den Melkbecher 21 gleichzeitig nach unten. In dem Augenblick, in dem die Zitze oben aus dem Meßkreis heraustaucht, wird der Roboter gestoppt. Diese mittels interner Robotersensoren abgelesene Höhe gibt einen definierten, reproduzierbaren Offset zwischen Melkbecher 21 und Zitze wieder. Die Höhenmessung ist nun erfolgreich, wenn die Sensoren 17a-d melden, daß sich das Tier ruhig verhält. Wenn diese Meldung nicht erfolgt, dann wird der Vorgang wiederholt.
- - Die Startposition sollte mittels des einmaligen Einlernvorganges und der Benutzung der globalen Positionssensoren bis auf ± 40 mm genau sein. Ist die sich quer zur Kuh bewegende Y-Achse mit den drei Ultraschallsensoren S1, S2, S3 zu weit vor der Vorderzitze, dann besteht die Gefahr, daß die Euterbasis anstatt der zu suchenden Zitze als Schallreflektor dient. Wird zu weit hinter der Zitze gescannt, dann taucht diese gar nicht in den Meßkegel von etwa 10 Winkelgraden ein, und das zu suchende Objekt wird ebenfalls nicht gefunden.
- - Notwendig ist die richtige Verfahrgeschwindigkeit der Y-Achse während des Suchvorganges. Ist die Verfahrgeschwindigkeit der Y-Achse zu gering, dann dauert der Suchvorgang zu lange. Ist die Scanngeschwindigkeit zu groß, dann besteht die Gefahr, daß eine zu suchende Bedingung nicht gefunden wird.
- - Während des Suchvorganges muß das Tierverhalten parallel ermittelt werden, um den Suchvorgang gegebenenfalls abzubrechen. Man muß warten, bis sich ein zu lebhaftes Tier beruhigt hat. Nachdem nach der Beruhigung des Tieres die Tierposition nachkorrigiert wurde, kann der Scann- und Suchvorgang fortgesetzt oder wiederholt werden.
Während des Arbeitens der Zitzenortungsanordnung arbeitet
die Tierverhaltensroutine. Der Datenspeicher und -rechner
31 überprüft ständig das Tierverhalten. Da der Roboter
aufgrund der mitunter hohen Schlagkräfte der Tiere sehr
stabil ausgelegt sein muß, was relativ hohe Massen zur
Folge hat, verbietet es sich, einer sich stark bewegenden
Kuh in Echtzeit zu folgen.
Alle 50 ms wird die aktuelle Kuhposition mittels der an
der Melkbox angeordneten Positionssensoren 17a bis 17c
ermittelt und mit der nach der letzten Tierbewegung
abgespeicherten Kuhposition verglichen. Ist die Differenz
größer als ein einstellbares Minium z. B. 40 mm, so wird
eine zweite Bedingung, die aktuelle
Tierbewegungsgeschwindigkeit (TBv) abgefragt. Ist diese
größer als (eine einstellbare Größe) 6 cm/sec, wird der
Roboter gestoppt und so lange gewartet, bis TBv < 6 cm/sec
ist. Danach wird die anfänglich abgespeicherte Kuhposition
mit der augenblicklichen Position verglichen. Der Roboter
verfährt diesen Offset und startet wieder bzw. fährt an
der Stelle im Programm fort, an welcher dieser durch die
zu große Kuhaktivität gestoppt wurde.
Hat der Melkbecher die gespeicherte Zitzenposition
erreicht, dann setzt das Zentrieren von der
rechnergesteuert angefahrenen Soll-Position des
Melkbechers (Sollmittelpunkt 36a) zur mittels der
Sensoranordnung ermittelten Ist-Position (Istmittelpunkt
36b) der Zitze ein. Die Zitzenortungsanordnung wird immer
dann zum Betrieb aufgerufen und benutzt, wenn die Zitze in
der Nähe des Melkbechermittelpunktes ist.
Das heißt
- - erstens: nach erfolgreich abgeschlossenem Suchvorgang,
- - zweitens: nachdem von der Vorderzitze zur Hinterzitze verfahren wurde,
- - drittens: während der Messung der Zitzenhöhe und
- - viertens: vor dem Hub- oder Ansetzvorgang.
Mittels der auf der Y-Achse montierten Ultraschallsensoren
55 und und einer Rechenvorschrift werden die X- und
Y-Abweichungen des Melkbechermittelpunktes 36a vom
Zitzenmittelpunkt 36b ermittelt und dem Roboter als
Führungsgrößen übermittelt. Entsprechend dieser
Führungsgrößen werden für die X- und Y-Achse die
notwendigen Verfahrbefehle, wie Start, Stop und
Verfahrgeschwindigkeit ermittelt und ausgeführt. Sind die
Abweichungen in X- und Y-Richtung kleiner als ein
einstellbares Minimum z. B. 3 mm, ist der Zentriervorgang
erfolgreich abgeschlossen.
Der gesamte Ansetzvorgang setzt sich aus vier einzelnen
Ansetzvorgängen zusammen. Die Ansetzreihenfolge ist wie
folgt definiert:
Melkbecher 1 an Zitze hinten links (hl),
Melkbecher 2 an Zitze hinten rechts (hr),
Melkbecher 3 an Zitze vorne links (vl),
Melkbecher 4 an Zitze vorne rechts (vr).
Melkbecher 1 an Zitze hinten links (hl),
Melkbecher 2 an Zitze hinten rechts (hr),
Melkbecher 3 an Zitze vorne links (vl),
Melkbecher 4 an Zitze vorne rechts (vr).
Die hinteren Melkbecher 1 und 2 werden jeweils unter
Benutzung der vorderen Zitzen angesetzt. Die vorderen
Zitzen sind relativ leicht automatisch und mit einer
Erfolgsrate von 100% zu finden; von dort aus wird dann
jeweils die hintere Zitze angesteuert.
Der Ansetzvorgang eines später erläuterten
Melkbechermoduls 89 (Fig. 5c) mit Melkbechern 21/1 bis
21/4 sieht wie folgt aus: Der Roboterarm 25 fährt mit dem
Modul 89 am Nebenarm 25c und den Melkbechern 21/1 bis 21/4
unter die Kuh zur Zwischenposition ZWPS und von dort zu
der jeweiligen Startposition ZPL oder ZPR. Zunächst wird
die Zitze 3 (vorne links) sonden- und rechnergesteuert mit
einer Suchroutine gesucht, kurz mittels der
Zitzenortungsanordnung sonden- und rechnergesteuert
zentriert und dann mittels der zuvor einmalig eingelernten
tierspezifischen Zitzenpositionen und den daraus
errechneten Offsets von der Vorderzitze 3 zur Hinterzitze
1 verfahren. Nun wird wieder die Zitzenortungsanordnung
benutzt und anschließend der Melkbecher 21/1 von einer
Hebevorrichtung 93 zum Ansetzen angehoben. Das Ansetzen
von Melkbecher 21/2 an Zitze 2 hinten rechts wird
entsprechend über die Vorderzitze 4 vorne rechts
durchgeführt, nachdem der Melkbecher 21/2 im Modul 89 zu
einer Hubposition mit der Hebevorrichtung 93 vorgeschoben
wurde. Die Melkbecher 21/3 und 21/4 werden direkt an die
vorderen Zitzen angesetzt, indem folgende als Routine
bezeichnete Abläufe benutzt werden: Suchroutine,
Zentrierroutine, Ansetzroutine. Die Suchroutine und die
Ansetzroutine arbeiten sonden- und rechnergesteuert mit
der Zitzenortungsanordnung. Übergreifend arbeitet während
und parallel zu allen Ansetzvorgängen die
Tierverhaltensroutine, mit der das Tierverhalten ständig
überwacht wird. Verhält sich das jeweilige Tier stark
unruhig bis wild, stoppt der Roboter 27, wartet so lange,
bis das Tier wieder ruhig bis wenig unruhig ist,
korrigiert die Roboterposition entsprechend der
Tierposition und führt mit der gleichen Routine wie vor
dem Stoppvorgang und von der gleichen Position an relativ
zur Kuh den Ansetzvorgang fort. Der Modul 81 ist in seiner
Ausgestaltung nur als beispielhaft zu betrachten.
Die Ortung der Zitzenpositionen kann beispielsweise auch
mittels eines Bildverarbeitungsverfahrens erfolgen nach
der Zitzenortungsanordnung B.
Derartige optische Meßverfahren gewinnen in der
Automatisierung aufgrund der ständig wachsenden
Anforderungen an die Sensorik zunehmend an Bedeutung.
Neben den häufig geforderten Positions- und
Längenmessungen bieten sie zudem oft die Möglichkeit,
Informationen über Farbe und Oberflächenbeschaffenheit der
zu handhabenden Objekte zu liefern. Im Hinblick auf eine
Verschmutzungs- und Gesundheitskontrolle des Kuheuters
spielt daher ein optisches Meßverfahren, das zusätzlich
für die Lokalisierung der Zitzenpositionen herangezogen
werden kann, eine besondere Rolle. Es existiert eine Fülle
von optischen Meßverfahren, deren Einsatz für einen
Melkroboter aber problematisch ist, da sie sehr
rechenintensiv sind, weil häufig ein Korrespondenzproblem
gelöst werden muß. Bei sich in nicht vorhersehbarer Weise
bewegenden Tieren scheiden diese bekannten Verfahren aus.
Andere Verfahren, wie die Scannerverfahren, erfordern
einen hohen feinmechanischen Aufwand, der den
Beanspruchungen in der Landwirtschaft nicht gewachsen ist.
Beim Bildverarbeitungsverfahren wird entsprechend der
Darstellung in Fig. 3c und 3d mit Hilfe einer am Nebenarm
25c angeordneten Laser-Lichtquelle 39, einer Infrarot-Licht
diode mit 780 nm und mit 5 bis 40 mW optischer
Ausgangsleistung, ein Lichtstrahl 39d erzeugt. In die
Diode 39 ist in ein Kollimator eingebaut, in dem eine
Zylinderlinse den Laserstrahl, der einen geringen
Querschnitt besitzt, zu einer Ebene 39e aufweitet. Die
Stromversorgung der Diode 39 läßt sich mit einem
TTL-Signal mit einer Frequenz von max. 300 Hz ein- und
ausschalten. Die Lichtebene 39e wird in den zu
vermessenden Raum bzw. auf das zu vermessende Objekt, die
Zitzen, projiziert. Trifft die Lichtebene 39e auf eine
ebene Fläche im Raum, eine Zitze, so entsteht an den
Schnittpunkten ein gerader Streckenabschnitt. Ist die
Fläche an den Schnittpunkten gekrümmt, so entsteht
entsprechend ein gekrümmter Streckenabschnitt. Das so
entstandene Bild der Szene wird von einer Kamera CCD oder
zwei Kameras CCD1 und CCD2 aufgenommen. Dabei gibt es die
Möglichkeit, die Kamera CCD unter dem Roboterarm 25 und
die Laserdiode 39 auf dem Roboterarm 25 anzuordnen
(vergleichbar der Anordnung des Sensors S1 und der
Videokamera CCD in Fig. 3a). Der Abstand von Kamera CCD und
Laserdiode 39 ist eine feste geometrische Größe (150 mm),
die für die Triangulierung notwendig ist. Eine andere
Möglichkeit der Anordnung besteht darin, zwei Kameras CCD1
und CCD2 einzusetzen. Diese Kameras CCD1 und CCD2 können
mit einem Abstand rechts und links beiderseits der
Laserdiode 39 angeordnet sein, die mittig auf dem Nebenarm
25c vorgesehen ist. Die Kameras CCD1 und CCD2 befinden
sich dabei auf dem Träger 25d, der quer zum Nebenarm 25c
auf diesem Nebenarm 25c befestigt ist. Die Objektive der
Kameras CCD1 und CCD2 sind gegeneinander zusammen um 56°
geneigt (jedes Objektiv ist gegenüber Parallelen zur
Strahllinie 39d um 28° verstellt).
Die Zitzenortungsanordnung B ist in Fig. 3c in Verbindung
mit einem Melkbechermodul 61, 81 dargestellt, wie er später
in Verbindung mit den Fig. 5a und 5b beschrieben ist. Fig.
3d zeigt den Meßaufbau. Der Melkmodul 61, 81 hat einen
zentralen Mittelpunkt 36a1, um den sich im Abstand oder in
der mittleren Verteilung der Zitzen eines Kuheuters in
einer X-Y-Ebene Melkbecher 21 befinden.
Abweichend von der Ortung einzelner Zitzen, wie es in
Verbindung mit Fig. 3a und 3b beschrieben ist, wird hier
der zentrale Soll-Mittelpunkt 36a1 für das Ansetzen
herangezogen. Dem Rechner wurde beim Ausmessen der Kuh
nicht die einzelnen Zitzen eingelernt, sondern über das
Ausmessen der Zitzen die Lage des zentralen
Zitzenmittelpunktes. Der Rechner steuert nun den
Roboterarm 25c, wie bereits beschrieben (Fig. 2), zum
Zwischenpunkt ZWP1 und von dort entweder über einen der
Zitzenstartpunkte SPR oder SPL oder unter Einsparung
dieser Zitzenstartpunkte zum zentralen Zitzen-Mittelpunkt.
Die Zitzenortungsanordnung ist auf dem Roboterarm 25
bewußt auf dem Roboterarm angeordnet. Damit kann sie mit
dem Roboter von Melkbox zu Melkbox mitfahren. Das hat den
Vorteil, daß nur ein Zitzenortungssystem pro Roboter
benötigt wird. Die Melkbecherhalterungen für einzelne
Melkbecher oder für Module können unmittelbar vom
Roboterarm 25 oder am Nebenarm 25c gehandhabt werden.
Die Position der Zitzen kann mittels der einen Kamera CCD
und des Laserstrahles 39d als monokulares Bild oder
mittels der zwei Kameras CCD1 und CCD2 als Stereobild
ausgewertet werden. Bei Stereobild werden die Ergebnisse
der rechten mit dem Ergebnissen der linken Kamera
verglichen, korrigiert oder ergänzt. Die Stereobild-Aus
wertung erfordert im allgemeinen einen deutlichen
Hardware-Aufwand. Deshalb ist die Monobild-Auswertung
einfacher. Es können nur die Zitzen vermessen werden, die
von der Lichtebene 39e des Lasers 39 geschnitten werden.
Die Lichtebene 39e strahlt über den Melkbecher 21 oder den
Modul hinweg; sie kann mittels des Roboters 27 in der Höhe
verstellt werden. Um die Melkbecher 21 anzusetzen,
verfährt der Roboterarm 25 unter der Kuh zum
tierindividuellen Zwischenpunkt ZWP1. Von dort aus ist das
gesamte Euter im Blickfeld der Kameras CCD oder CCD1 und
CCD2, während die von der Laserdiode 39 erzeugte
Lichtebene 39e die gesuchte Zitze schneidet. Setzt man die
Lage der Lichtebene 39e mit der Position der Schnittpunkte
(Lichtebene 39a-Zitze), die mittels der Kameras CCD1 und
CCD2 aufgenommen werden, in Beziehung mit den Positionen
der Kameras CCD1 und CCD2, so kann die Position der Zitze
in der Ebene, bzw. im Raum mittels Triangulation bestimmt
werden.
Das Prinzipschaltbild nach Fig. 3d zeigt, daß die Kameras
CCD1 und CCD2 über Bildverarbeitungskarten BV1 und BV2 und
Videowandler CPV mit dem Datenspeicher- und rechner 27
verbunden sind. Dabei kann das Bild perspektivisch
verzerrt werden. Die Bildauswertung wird in erster Linie
anhand der im Bild auftretenden Grauwerte durchgeführt,
d. h. es wird nach Grauwerten gesucht, die durch die
Laserstrahlung hervorgerufen werden, also einen bestimmten
Schwellwert überschreiten.
Zwei unmittelbar nacheinander aufgenommene Bilder werden
voneinander subtrahiert. Die beiden Bilder unterscheiden
sich lediglich dadurch, daß das eine Bild mit
eingeschaltetem Laserlicht aufgenommen wurde, das andere
bei abgeschaltetem Laserlicht, also ohne Laserlicht. Durch
die pixelweise Substraktion erhält man ein vom
Umgebungslicht unabhängiges Bild der Szene und damit alle
Schnittpunkte der Laserlichtebene 39a mit der oder den
Zitzen.
Die Bildaufnahme geschieht mit Hilfe von Videokameras CCD
oder CCD1 und CCD2 mit abgesetzten Aufnehmern. Die
abgesetzten Aufnehmer gestatten aufgrund ihrer minimalen
Maße und Gewichte eine Befestigung in unmittelbarer
Greifernähe auf dem Roboterarm 25 bzw. dem Träger 25d des
Nebenarmes 25c.
Zur Bildverarbeitung werden PC-Einsteckkarten BV1 und BV2
verwendet, die mit einem 8-Bit-Video-A/D-Wandler CPV und
einem mindestens 384 kB großen Bildspeicher ausgestattet
sind. Des weiteren kann auf das digitalisierte Bild eine
4096-zeilige Tabellenoperation (LUT) angewendet werden.
Durch einen sogenannten feedback-channel sind einige
Standard-Bildoperationen innerhalb eines Bildzyklus
möglich. Die Karte steckt im Rechner 27, zu dem ein
erweiterter Prozessor und ein mathematischer Coprozessor
gehören.
Die Orientierung der Kameras CCD1 und CCD2 ergibt sich
einerseits aus dem abzudeckenden Meßraum und andererseits
aus der Forderung nach geringer Bauhöhe. Das Blickfeld ist
so ausgerichtet, daß sowohl das ganze Euter aus größerer
Entfernung als auch eine einzelne Zitze unmittelbar vor
dem Ansetzen erfaßt werden können. Der für die Genauigkeit
der Ortsmessung (Triangulation) erforderliche Abstand der
Lichtebene 39a zu der Achse der Kamera CCD (Fig. 3a) oder
den Kameraachsen z1, z2 (Fig. 3c) wird entweder durch die
Position der Laserdiode 39 über der einen Kamera CCD oder
über die Position der Laserdiode 39 neben den Kameras CCD1
und CCD2 (Fig. 3c und 3d) realisiert.
Zur Ermittlung der Schnittpunkte (Laserlicht-Zitze), im
folgenden als Objekte bezeichnet, wird das digitalisierte
Bild spaltenweise nach den Objekten durchsucht. Die
Objekte sind durch Grauwerte gekennzeichnet, die den oben
genannten Schwellwert überschreiten. Sobald ein
entsprechender Objektpunkt gefunden wurde, wird entlang
der Schwellwertgrenze die Kontur des Objektes im
Uhrzeigersinn verfolgt. Nach jedem Schritt, der einen
Pixelabstand beträgt, wird über 5 Variable die Änderung
der x-/y-Koordinate (Fig. 3d), die der x-/y-Momente und die
der Fläche entsprechend der nachfolgenden Tabelle
summiert. Die Konturverfolgung wird abgebrochen, sobald
der Ausgangspunkt wieder erreicht ist. Aus den sich
ergebenden Summen kann nun der Schwerpunkt der
Objektfläche berechnet werden, der die Bildposition des
Objektes repräsentiert. Per Triangulation kann daraus nun
wiederum die Gegenstandsposition des Objektes bezüglich
des Kamerakoordinatensystems ermittelt werden.
Für die Positionsbestimmung eines Oberflächenpunktes
(x, y, z) einer Zitze per Triangulation müssen mindestens
folgende Größen berücksichtigt werden:
f Brennweite der Kamera,
d Abstand der Lichtebene von der Kamera bezüglich der y-Achse des Kamerakoordinatensystems,
xb, yb Position des zu (x, y, z) gehörenden Bildpunktes sowie
lnz, lnx Neigungen der Lichtebene bezüglich der z- bzw. x-Achse des Kamerakoordinatensystems normiert mit f muß bekannt sein, wobei lnx in der Regel ungefähr Null sein sollte.
f Brennweite der Kamera,
d Abstand der Lichtebene von der Kamera bezüglich der y-Achse des Kamerakoordinatensystems,
xb, yb Position des zu (x, y, z) gehörenden Bildpunktes sowie
lnz, lnx Neigungen der Lichtebene bezüglich der z- bzw. x-Achse des Kamerakoordinatensystems normiert mit f muß bekannt sein, wobei lnx in der Regel ungefähr Null sein sollte.
Unter dieser Voraussetzung ergibt sich ein Schnittpunkt
(x, y, z) (Lichtebene-Zitze, zuvor als Objekt bezeichnet,
aus der Position (x, y, z) auf dem Bild der CCD-Kamera zu:
x = lambda * xb,
y = lambda * yb, und
z = f * (1-lambda) mit
lambda = d/(yb-lnz+xb * lnx/f).
x = lambda * xb,
y = lambda * yb, und
z = f * (1-lambda) mit
lambda = d/(yb-lnz+xb * lnx/f).
Mittels einer homogenen Koordinatentransformation kann
anschließend die Objektposition ins X-Y-Koordinatensystem
des Roboters 27 transformiert werden.
In der praktischen Anwendung zeigt sich, daß sich im
Kamerabild nicht nur die zu vermessenden Zitzen befinden
können. Aus der Vielzahl der gefundenen Objekte müssen
also diejenigen herausgesucht werden, die die
Zitzenabbildungen darstellen. Zur Unterscheidung und
schrittweisen Reduktion der möglichen Objekte werden
einige möglichst schnell überprüfbare Merkmale
herangezogen:
Es kommen nur Objekte in Betracht, deren Breite in
einem zulässigen Intervall liegt, d. h. "das Objekt
muß in den Melkbecher passen". Maßgebend für die
Objektgröße kann entweder die Fläche oder die
x-Ausdehnung herangezogen werden. In beiden Fällen
ist jedoch die Gegenstandsweite (Triangulation) zu
berücksichtigen.
Es kommen nur Objekte in Betracht, deren Position in
einem zulässigen Raum liegt, d. h. "die Objekte
müssen sich etwa im hinteren Bereich der Melkbox auf
halber Höhe befinden". Maßgebend ist hier natürlich
die triangulierte Raumposition.
Es kommen nur Objekte in Betracht, die sich in einer
bestimmten Lage zu anderen Objekten befinden, d. h.
"die Objekte müssen etwa ein gleichschenkliges Trapez
aufspannen". Diese Überprüfung wird beispielsweise
durchgeführt, indem die Raumpositionen mit den bei
einer vorangehenden Melkung ermittelten
Zitzenpositionen verglichen werden.
Mit einer Kamerabrennweite f = 8,5 mm und einem
Lichtebenenabstand d = 23 cm läßt sich ein Meßbereich von
250 mm bis über 8000 mm einstellen. Im Bereich bis 700 mm
nimmt dann die Auflösung der z-Koordinate von 0,5 mm bis
etwa 2 mm bei einer minimalen Bildgröße des Objektes von
mindestens 1 Pixel hyperbolisch zu. Da zur Bestimmung der
Objektposition der Schwerpunkt herangezogen wird, läßt
sich die Objektposition deutlich genauer bestimmen und
damit die Auflösung noch verbessern. Im geforderten
Meßbereich ist damit eine Genauigkeit von ± 1 mm auf
jeden Fall gewährleistet. Die Genauigkeit nimmt also mit
abnehmender Entfernung zu, was sich gerade beim
Heranfahren des Roboters an die Euterposition positiv
auswirkt. Darüber hinaus verkürzt sich dann aufgrund des
gewählten Auswertalgorithmus zusätzlich die Rechenzeit und
ermöglicht so eine höhere Meßfrequenz.
Die Wiederholungsrate der Messungen hängt wesentlich von
einem optimierten Programmablauf ab. Unter den günstigsten
Umständen (keine Bewegung in der Szene, nur eine
Zitzenposition wird überwacht) sind bis zu 20 Messungen/s
möglich. Im ungünstigsten Fall werden jedoch gerade
4 Messungen/s erreicht. Die Variation ergibt sich im
wesentlichen aus der Verteilung der Objektgrößen und der
Objektpositionen. In der Regel können etwa 10 Messungen/s
erreicht werden.
Zwischen allen Meßwerten der Sensoren wird paarweise
trianguliert. Sobald die Triangulierergebnisse in einer
bestimmten Beziehung zueinander stehen ist die
Zitzenposition gefunden. Die Bewegung des Roboterarmes
wird in diesem Punkt gestoppt.
Das Verfahren zum automatischen Melken kann sich
selbstverständlich auch anderer geeigneter
Zitzenortungsanordnungen bedienen.
Fig. 4a zeigt den Melkroboter 27 in Seitenansicht. Der
Melkroboter 27 ruht auf einem Gestell 41, das neben
und/oder zwischen Melkboxen 1 verfahrbar ist. Damit kann
ein Melkroboter mehrere Melkboxen bedienen. Das Gestell 41
trägt vertikale Stempel 43, auf denen eine Traverse 45
ruht. Die Stempel 43 führen einen Schlitten 47 mit zwei
auf Abstand übereinander angeordneten, jedoch fest
miteinander verbundenen Etagenplatten 47a, 47b. Seitlich
des Schlittens 47 befindet sich ein erstes Drehgelenk 49
mit einer ersten vertikalen Drehgelenkachse 49a. Um diese
Drehgelenkachse ist der Hauptarm 25a des Roboterarmes 25
schwenkbar. Am freischwenkenden Ende 25b des Hauptarmes
25a befindet sich ein zweites Drehgelenk 51 mit einer
vertikalen Drehgelenkachse 51a. Um dieses Drehgelenk 51
ist ein Nebenarm 25c des Roboterarmes 25 schwenkbar, der
an seinem freien Ende 23 einen einzelnen Melkbecher 21
tragen kann, wie Fig. 2 zeigt, oder einen Melkmodul mit
vier Melkbechern 21.
Die Drehbewegungen des Hauptarmes 25a und des Nebenarmes
25c werden mittels Elektromotoren 53 und Riementrieben 55
vorgenommen. Der Elektromotor 53a treibt den Riementrieb
55a für das erste Drehgelenk 49. Der Elektromotor 53b
treibt den Riementrieb 55b und weiter einen Riementrieb
55c für das zweite Drehgelenk 51.
Auf der Traverse 45 stehen pneumatische Zylinder 57 zum
Heben und Senken des Schlittens 47 mit dem Roboterarm 25.
Während der Roboterarm 25 von den Drehgelenken 49 und 51
in der horizontalen Bewegungsebene 29 in der X-Y-Richtung
verschwenkt, bewegen die pneumatischen Zylinder 57 den
Schlitten 47 und damit auch den Roboterarm 25 und den oder
die Melkbecher 21 vertikal in der Z-Richtung.
Die Steuerung des Roboters erfolgt über den Datenspeicher
und -rechner 31, der sowohl die Elektromotoren 53 als auch
die pneumatischen Zylinder 57 ansteuert. Im Datenspeicher
werden die ausgemessenen Daten und Meßwerte aller Sensoren
und Meßwertgeber verarbeitet, aufbereitet und danach in
Befehle umgewandelt zur Steuerung des Roboters 27 und der
Melkbox 1 eingesetzt.
Fig. 4b zeigt den Roboter 27 in Draufsicht, wobei der
Roboterarm 25 mit Hauptarm 25a und Nebenarm 25c in den
Innenraum 15 der Melkbox 1 eingeschwenkt ist. Der Nebenarm
25c trägt im dargestellten Beispiel dabei einen Melkmodul
61 mit vier Melkbechern 21. Der Aufbau des Moduls kann von
verschiedener Art sein.
In den Fig. 5a, 5b, 5c und 5d sind verschiedene
Ausgestaltungen der Melkbechermodule dargestellt.
Fig. 5a zeigt den in Fig. 4b angedeuteten Melkmodul 61 in
verschiedenen Schnitten, wobei zwei Melkbecher 21
erkennbar sind. Jeder der Melkbecher 21 ruht mit seinem
Melkring 63 lose auf einem Hubring 65, der auf einem
Melktablett 67 aufsitzt. Der Hubring 67 ist ein Teil eines
Hubzylinders 69, mit dem der Hubring 65 aus dem
Melktablett 67 herausfahrbar ist. An den Melkbechern 21
hängen Milch- und Vakuumschläuche 71. Unterhalb des
Melktablettes 67 und auf Abstand parallel dazu erstreckt
sich ein Bodentablett 73, das am Roboternebenarm 25c
befestigt und außenseitig mit dem Melktablett 67 verbunden
ist. Am Bodentablett 73 sind Reibräder 75 vorgesehen,
mittels der die Schläuche 71 nach dem Melkvorgang oder,
wenn ein Melkbecher abgeschlagen wurde, durch den Modul
hindurchziehbar sind. Anstelle der Reibräder sind auch
bowdenzuggetriebene Zugbänder einsetzbar, die mit den
jeweiligen Vakuumschläuchen fest verbunden sind.
Die besondere Bedeutung des Aufbaues dieses Moduls ist
darin zu sehen, daß der Modul, sobald die Melkbecher 21
nach dem Ansetzen an den Zitzen haften, abgesenkt wird und
nur die Melkbecher 21 mit ihrem Gewicht die Zitzen
belasten. Damit können die Melkbecher leicht den
natürlichen Tierbewegungen folgen, ohne daß der Modul an
den Tierkörper stößt. Die Tiere können damit nicht wild
werden. Der Modul 61 ruht beim Melken unterhalb der Zitzen
auf dem Roboterarm 25, an dem Nebenarm 25c oder einem
nicht dargestellten Modulhaltearm, die auch das
Herausschwenken nach dem Abnehmen der Melkbecher
übernehmen können. Die Hubmechanik ist mittels
Gummiaufhängungen 77 gegen Schläge der Kühe gesichert.
Bei diesem Melkbechermodul 61 werden alle Melkbecher 21
gleichzeitig angesetzt, weil der Modul 61 vor dem Ansetzen
auf den Melkmodul-Mittelpunkt 36a1 ausgerichtet wurde.
Nach dem Abschluß des Melkens werden die Melkbecher 21 in
den Modul zurückgezogen.
Fig. 5b zeigt zum Teil in Seitenansicht und zum Teil im
Schnitt eine Anwandlung des Melkmoduls nach Fig. 5a.
Dieser Melkmodul 81 wird vom Roboterarm 25, dem Nebenarm
25c oder einem andersgearteten Modulhaltearm getragen und
weist ein Tablett 67a auf. Auf dem Tablett 67a sind im
Zitzenabstand verteilt Gummibalge 83 angeordnet. Auf den
oberen Sitzflächen 84 der Gummibalge 83 sind Hubzylinder
85 angeordnet, deren Hubkolben 86 Melkbecher 21 tragen.
Die das Betriebsvakuum und den Betriebsdruck zu den
Gummibalgen 83 und den Hubzylindern 85 führenden Leitungen
sind durch das Tablett 67 zum Roboternebenarm 25c oder
dergleichen geführt. Die Milch- und Druckschläuche 71 zu
den Melkbechern 21 bilden Schlaufen, die wieder zum
Melktablett 87 zurückgeführt sind.
Solange in den Gummibalgen 83 ein Überdruck herrscht,
stehen die Melkbecher 23 senkrecht auf dem Tablett 67a. In
dieser senkrechten Stellung werden die Melkbecher 23
angesetzt durch Hochfahren der Hubkolben 86. Danach wird
der Überdruck in den Gummibalgen abgestellt. Nun sind die
Hubzylinder 85 flexibel gehalten und um bis zu etwa 40°
verkippbar. Auch in diesem Fall sind die Gummibalge
schlagfest und vor Schlägen der Kuh zerstörungssicher
gehalten.
Bei dem Melkbechermodul 81 nach Fig. 5 werden die
Melkbecher 21 nacheinander angesetzt. Die
Positioniervorgänge sind sowohl von der Strecke, als auch
zeitlich minimal, weil der Melkbechermodul 81 vor dem
Ansetzen auf den Melkbecher-Mittelpunkt 36a1 ausgerichtet
wurde.
Fig. 5c zeigt einen als Magazin ausgebildeten
Melkbechermodul 89, der wieder am Roboterarm 25, am
Nebenarm 25c oder einem anders gestalteten Modulhaltearm
angeordnet ist. Der Melkbechermodul 89 weist zwei
parallele Schienen 90 auf, zwischen denen sich
Haltepositionen aneinander anreihen. Die Melkbecher 21,
1 bis 4 sind von Halteposition zu Halteposition zum freien
Schienenende 91 hin verschieblich. Die letzte am freien
Schienenende 91 gelegene Hubposition 92 ist mit einer
Hebevorrichtung 93 versehen.
Die Melkbecher 21 werden aus der Hubposition 92 mittels
der Hubzylinderanordnung 93 einzeln angehoben und
angesetzt. Die noch nicht angesetzten Melkbecher 21 werden
nacheinander zur Hubposition 92 nachgeschoben. Nachdem der
letzte Melkbecher 21 angesetzt ist, wird der Modul 91
abgesenkt, so daß die Melkbecher 21 frei hängen können.
Nach dem Melkvorgang werden alle Melkbecher wieder
zwischen die Schienen 90 zurückgezogen.
Fig. 5d zeigt eine weitere Variante eines für
Einzelansetzbetrieb ausgelegten Melkbechermoduls 95, der
über den Roboterarm 25, das Gelenk 51 und den Nebenarm 25
vom Roboter 27 getragen wird. Der Melkbechermodul 95 weist
ein Tablett 97 auf, das mit Ausnehmungen 98 für Melkbecher
21 versehen ist. Der Melkbechermodul 95 ist form- und
kraftschlüssig beispielsweise mit dem Nebenarm 25c
verbunden.
Der Roboter 27 positioniert nacheinander jeweils einen
Melkbecher 21 unter einer Zitze. Das Positionieren erfolgt
sonden- und rechnergesteuert wie es zu Fig. 3a und 3b
beschrieben ist, indem jeder Melkbecher 21 für sich allein
über seine Soll-Zitzenpositionen zu seinen Ist-Zitzen
positionen gefahren wird. Die Positionen, die der
Modul dabei einnehmen kann, sind in Fig. 5d gestrichelt im
Euterbereich 99 dargestellt. Das Anheben des Melkbechers
21, d. h. die Bewegung in der z-Richtung, erfolgt mittels
des Nebenarmes 25c, der unmittelbar neben oder um jeden
Melkbecher 21 herum über das Tablett 97 an diesem
angreift. Nach dem Positionier- und Ansetzvorgang für eine
Zitze senkt der Roboter 25 den Melkbechermodul 95 ab; er
steht damit für den nächsten Ansetzvorgang der
nächstfolgenden Zitze zur Verfügung. Dieser Ansetzvorgang
beginnt erst nach dem Orten der nächstfolgenden Zitze auf
die zuvor beschriebene Weise. Nach dem Abschluß der
einzelnen Ansetzvorgänge fährt der Melkbechermodul 95 nach
unten und alle Melkbecher hängen frei an den Zitzen. Nach
dem Abschluß des Melkvorganges werden alle Melkbecher 21
zum Tablett des Moduls zurückgezogen.
Claims (29)
1. Verfahren zum automatischen Melken von in einer Melkbox
(1) stehenden Tieren, insbesondere Milchkühen, mittels von
einem Roboter (27) geführter Melkbecher (21), die, von
einem Datenspeicher und -rechner (31) gesteuert, an die
Zitzen des Tieres herangefahren und angesetzt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Melkbecher (21) oder eine Melkbechergruppe vom Roboter (27) in eine Zwischenposition (ZWP1) vor dem Euter des Tieres gefahren wird, wobei vorher in einem Einlernvorgang einmalig für jedes einzelne zu melkende Tier die Lage dieser Zwischenposition (ZWP1) sowie der Zitzenpositionen ausgemessen und die ausgemessenen Werte dem Datenspeicher (31) als tierspezifische Positionen eingegeben wurden,
- - der Roboter (27) beim Handhaben der Melkbecher (21) diese von der tierspezifischen Zwischenposition (ZWP1) rechnergesteuert in die für die Zitzen dieses Tieres spezifische Zitzenstartpositionen (ZPR, ZPL) fährt, wobei diese Zitzenstartpositionen beim Handhaben einer Melkbechergruppe gegebenenfalls übergangen werden,
- - der Roboter (27) danach beim einzelnen Handhaben der Melkbecher rechnergesteuert nacheinander, gespeicherte einzelne Soll-Zitzenpositionen (ZPR, ZPL) und beim Handhaben einer Melkbechergruppe rechnergesteuert eine zentrale Soll-Zitzenposition (36a1) anfährt,
- - von diesen Soll-Zitzenpositionen aus sondengesteuert die momentanen Ist-Zitzenposition ermittelt und vom Melkbecher (21) oder der Melkbechergruppe angefahren werden,
- - der Melkbecher (21) oder die Melkbechergruppe vom Roboter aus der Ist-Zitzenposition durch Hochfahren angesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der gesamte Hinfahr- und Ansetzvorgang in seiner
zeitlichen Folge nur dann einsetzt und nach eventuellen
Unterbrechungen weitergeführt wird, wenn sich die Kuh
entsprechend einer Sondenüberwachung in der Melkbox (1)
wenig bis überschaubar lebhaft bewegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die kuhspezifischen Daten im Datenspeicher (31) als
Weglängen gespeichert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bewegungen der Kuh in der Melkbox (1) mittels
Positionssensoren (17a-d) überwacht werden, die auf den
Körper der Kuh gerichtet sind.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
von der Boxrückwand (5f) her zwei horizontal auf Abstand
auf den Körper der Kuh gerichtete Sensoren (17c, 17d) den
Abstand zur Boxrückwand (5f) ermitteln.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
etwa alle 40 bis 60 msec die Abstände zwischen den beauf
schlagten Körperteilen der Kuh und den Sensoren (17a-d)
gemessen und daraus die während dieser Zeitintervalle
eingetretenen Lageänderungen des Kuhkörpers gegenüber der
Lage, die mittels der kuhspezifischen Daten als Sollage
vorgegeben ist, auf die Istlage zur Eckzeit korrigiert
werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die ermittelten Lageänderungen pro Zeitintervall in
Klassen eingeteilt werden, die dem Datenspeicher
mitteilen, ob sich die Kuh ruhig, lebhaft oder wild
verhält, wobei der Fahrvorgang des Roboterarmes (25) im
Bereich und damit während der Zeit des wilden Verhaltens
der Kuh unterbrochen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Weglängen im zweidimensionalen X-Y-Koordinatensystem
einer zweidimensionalen horizontalen Ebene (29)
gespeichert werden und daß die von der jeweiligen
Zitzenstartposition (ZPR, ZPL) und Soll-Zitzenposition
ausgehende sondengesteuerte Endausrichtung auf die
jeweilige Zitze abgeschlossen wird durch das Anheben des
Melkbechers (21) in der Z-Koordinate des
Koordinatensystems.
9. Melkbox zur Durchführung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Rückwand (5f) der Melkbox (1), der das Heck der Kuh
zugewandt ist, in etwa gleicher Höhe zum Boden (3) der
Melkbox (1) und im gegenseitigen Abstand Sensoren
(17c, 17d) angeordnet sind, deren Meßkeulen nach vorn auf
das Heck der Kuh gerichtet sind, und daß an den
Seitenwänden (5a) der Melkbox (1) in Körperhöhe und etwas
vor dem Euter der Kuh weitere Sensoren (17b) angeordnet
sind, deren Meßkeulen quer zur Kuh auf deren Körper
gerichtet sind.
10. Melkbox nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Meßkeulen mit einem Streuwinkel von ca. 10° auf den
Körper der Kuh gerichtet sind.
11. Roboter zum automatischen Melken von in Melkboxen (1)
stehenden Milchkühen, der zur Durchführung des Verfahrens
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 einsetzbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein den Melkbecher (21)
oder die Melkbechergruppe tragender Roboterarm (25) in der
Horizontalen einmal um ein mit einer vertikalen
Schwenkachse (49a) versehenes erstes Drehgelenk (49)
schwenkbar ist und weiterhin im Abstand von diesem ersten
Drehgelenk (49) ein weiteres um eine vertikale Achse (51a)
wirkendes Drehgelenk (51) aufweist zur Ausführung von
Drehbewegungen in einer horizontalen X-Y-Ebene (29).
12. Roboter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Roboterarm (25) senkrecht zur X-Y-Ebene in der
Z-Richtung anheb- und absenkbar ist.
13. Roboter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Melkbecher (21) oder die Melkbechergruppe senkrecht
zur Schwenkebene (29) des Roboterarmes (25) mittels einer
unabhängig vom Roboter (27) oder Roboterarm (25) wirkenden
Hebe- oder Hubvorrichtung (69, 85, 93) in der Z-Richtung
anheb- und absenkbar ist.
14. Roboter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwenkbewegungen des Roboterarmes (25) in der
horizontalen X-Y-Ebene um seine vertikalen Schwenkachsen
(49a, 51a) mittels jeweils zugeordneter Elektromotoren (53)
erfolgt, während das Anheben und Absenken des Roboterarmes
(25) oder der Melkbecher (21) in der vertikalen Z-Richtung
pneumatisch erfolgt.
15. Roboter zum automatischen Melken von in Melkboxen (1)
stehenden Milchkühen, der zur Durchführung des Verfahrens
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 einsetzbar
ist, gekennzeichnet durch eine Zitzenortungsanordnung (A)
mit von Energiequellen abgegebenen Energie-(Ultraschall
oder Infrarot)-strahlen (d2, d3), die auf einen Soll-Mittel
punkt (36) oberhalb eines einzelnen Melkbechers (21)
oder einen zentralen Soll-Mittelpunkt (36a1) eines mit
einer Melkbechergruppe besetzten Melkmoduls (61, 81)
gerichtet sind, wobei bei einem Abweichen eines vom
Rechner vorgegebenen Soll-Mittelpunktes (36a, 36a1) von dem
Ist-Mittelpunkt (36b), in dem sich die Zitze(n)
befindet(n), der den Melkbecher (21) oder den
Melkbechermodul (61, 81) tragende Roboterarm
rechnergesteuert in X- und Y-Richtung verschoben wird, bis
sich die Soll- und Ist-Mittelpunkte decken. (Fig. 3a, b).
16. Roboter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei erste Energiestrahlen (d2, d3) gegenüber Parallelen zu
einem zweiten Energiestrahl (39d) um 30° aufeinander
zugeneigt sind, wobei sich die Mittellinien aller
Energiestrahlen (d2, d3, 39a) in dem Soll-Mittelpunkt
(36a, 36a1) schneiden.
17. Roboter nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch
gekennzeichnet, daß unterhalb der ersten Energiequellen
(S2, S3) für die zwei ersten Energiestrahlen (d2, d3) zwei
weitere Energiequellen (S5, S6) für weitere erste
Energiestrahlen (d4) vorgesehen sind, die sich nach oben
ansteigend mit den ersten und zweiten Energiestrahlen
(d2, d3, d4, 36d) in dem Soll-Mittelpunkt (36a, 36a1)
treffen.
18. Roboter nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die ersten Energiestrahlen (d2, d3) und
der zweite Energiestrahl (39d) gegenüber der Horizontalen
um 15° ansteigend und die weiteren ersten Energiestrahlen
(d4) gegenüber der Horizontalen um 40° ansteigend auf den
Soll-Mittelpunkt (36a, 36a1) gerichtet sind.
19. Roboter zum automatischen Melken von in Melkboxen (1)
stehenden Milchkühen, der zur Durchführung des Verfahrens
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 einsetzbar
ist, gekennzeichnet durch
- - eine Zitzenortungsanordnung (B) mit einem von einer Strahlungsquelle (39) ausgehenden Lichtstrahl (39d), der zu einer Lichtebene (39e) aufgeweitet wird, durch welche Lichtebene (36e) Zitzen hindurchgreifen können,
- - wenigstens eine Videokamera CCD1 oder/und CCD2, deren Objektivmittellinien y1 oder/und y2 sich im Soll-Mit telpunkt (36a, 36a1) treffen, der auch in die Lichtebene (39e) fällt, wobei bei einem Abweichen eines vom Rechner vorgegebenen Soll-Mittelpunktes (36a, 36a1) von dem Ist-Mittelpunkt (36b), in dem sich die Zitze(n) befindet(n), der den Melkbecher (21) oder den Melkbechermodul (61, 81) tragende Roboterarm rechnergesteuert in X- und Y-Richtung verschoben wird, bis sich die Soll- und Ist-Mittelpunkte decken. (Fig. 3c, d)
20. Roboter nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß
der in einer Strahlungsquelle (39) erzeugte Lichtstrahl
ein Laserstrahl mit stark gebündelten parallelen
Lichtstrahlen ist.
21. Roboter nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß
die Objektiv-Mittellinien y1 oder/und y2 gegenüber
Parallelen zur Strahlmittellinie (39d) um 28° in Richtung
auf die Strahlmittellinie (39d) zugestellt sind.
22. Roboter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
20, dadurch gekennzeichnet, daß die Zitzenortungsanordnung
(A, B) an einen Roboterarm (25c) angeordnet ist, der den
Melkbecher (21) oder den Melkbechermodul (61, 81, 89, 95) mit
der Gruppe von Melkbechern (21) trägt.
23. Roboter nach einem der Ansprüche 11 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß alle Versorgungsleitungen (71) der
Melkbecher (21) und der Melkbechermodule (61, 81, 89, 95)
über den den Modul tragenden Roboterarm (25c) und den
Roboter (27) zu einer zentralen Milchsammelstelle und
Energieversorgungseinheit geführt sind.
24. Melkbechermodul zum automatischen Melken von in einer
Melkbox (1) stehenden Milchkühen, der an einem Arm eines
Roboters angeordnet ist, der einen oder mehrere Melkbecher
(21) trägt und der zur Durchführung des Verfahrens nach
einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 eingerichtet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß
- - jeder einzelne Melkbecher (21) lösbar in einer ihn umfassenden, vom Roboterarm (25c) getragenen Hebevorrichtung (69) gehalten ist, mittels der er hochfahrbar und an eine Zitze ansetzbar ist,
- - die Hebevorrichtung (69) danach durch ein Absenken von der Zitze und dem daran haften bleibenden Melkbecher (21) wieder allein absenkbar ist,
- - der Melkbecher (21) nach dem Abschluß des Melkvorganges durch Absenken auf den Modul (61, 89, 95) zurückführbar ist. (Fig. 5a).
25. Melkbechermodul zum automatischen Melken von in einer
Melkbox (1) stehenden Milchkühen, der an einem Arm eines
Roboters angeordnet ist, der einen oder mehrere Melkbecher
(21) trägt und der zur Durchführung des Verfahrens nach
einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 eingerichtet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß
- - jeder einzelne Melkbecher (21) mittels einer Hebevorrichtung (85) zum Ansetzen an eine Zitze anhebbar ist, wobei sich die Hebevorrichtung (85) mittels eines aufblasbaren Gummibalges (83) am Modul (81) abstützt,
- - der Gummibalg (83) nach dem Ansatzvorgang entspannbar ist, wodurch sich der Melkbecher (21) in einem Winkelbereich von etwa bis zu 40° dem individuellen Tiereuter anpaßt. (Fig. 5b)
26. Melkbechermodul nach einem der Ansprüche 24 oder 25,
dadurch gekennzeichnet, daß für jede Zitze eines Tieres
eine dieser Zitze zugeordnete Hebevorrichtung (69, 85)
vorgesehen ist, die sich mit oder ohne zwischengefügten
Gummibalg (83) an einem Tablett (67, 67a) abstützt, wobei
die gegenseitige räumliche Zuordnung der Hebevorrichtungen
(69, 85) am Tablett (67, 67a) der mittleren Verteilung der
Zitzen in der X-Y-Ebene entspricht.
27. Melkbechermodul zum automatischen Melken von in einer
Melkbox (1) stehenden Milchkühen, der an einem Arm eines
Roboters angeordnet ist, der einen oder mehrere Melkbecher
(21) trägt und der zur Durchführung des Verfahrens nach
einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 eingerichtet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß
- - die einzelnen Melkbecher (21) in einer Reihe aufgereiht zwischen parallelen Schienen (90) angeordnet sind, die zwischen sich ein Schiebemagazin ausbilden,
- - die Melkbecher (21) in dem Magazin zu einer Hubposition (92) verschiebbar sind, in der sich eine Hebevorrichtung (93) befindet,
- - jeweils der in der Hubposition (92) befindliche Melkbecher (21) von der Hebevorrichtung (93) an jeweils eine Zitze durch Anheben ansetzbar ist. (Fig. 5c).
28. Melkbechermodul zum automatischen Melken von in einer
Melkbox (1) stehenden Milchkühen, der an einem Arm eines
Roboters angeordnet ist, der einen oder mehrere Melkbecher
(21) trägt und der zur Durchführung des Verfahrens nach
einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 eingerichtet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Modul ein Tablett
(97) aufweist, das mit vier Aufnahmen (98) für Melkbecher
(21) versehen ist, in denen je ein Melkbecher (21) lösbar
absetzbar ist, daß der Arm (25c) des Roboters (27) die auf
dem Tablett (97) abgesetzten Melkbecher (21) nacheinander
in ihre Ist-Zitzenpositionen fährt, aus denen heraus der
Roboterarm (25c) dann jeweils einen rechnergesteuert
positionierten Melkbecher (21) zum Ansetzen an die Zitze
anhebt, und daß der Roboterarm (25c) das Tablett (97) nach
jedem Ansetzen absenkt, wonach der Roboterarm (25c) einen
anderen Melkbecher (21) rechnergesteuert unter einer
anderen Zitze in deren Ist-Zitzenposition fährt, bis sich
das Tablett (97) nach dem Ansetzen aller Melkbecher (21)
allein unter den Melkbereich absenkt.
29. Melkbechermodul nach einem der Ansprüche 24 und 16 bis
28, dadurch gekennzeichnet, daß die Melkbecher (21) nach
dem Abschluß des Melkvorganges auf das abgesenkte
Tablett (67, 95) oder zwischen die Schienen (90)
zurückgezogen werden.
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| DE19914113700 DE4113700A1 (de) | 1991-04-26 | 1991-04-26 | Verfahren zum automatischen melken von in melkboxen stehenden milchkuehen, sowie melkbox, roboter und melkmodul zur durchfuehrung dieses verfahrens |
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| DE19914113700 DE4113700A1 (de) | 1991-04-26 | 1991-04-26 | Verfahren zum automatischen melken von in melkboxen stehenden milchkuehen, sowie melkbox, roboter und melkmodul zur durchfuehrung dieses verfahrens |
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| DE4113700A1 true DE4113700A1 (de) | 1992-10-29 |
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ID=6430441
Family Applications (1)
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| DE19914113700 Withdrawn DE4113700A1 (de) | 1991-04-26 | 1991-04-26 | Verfahren zum automatischen melken von in melkboxen stehenden milchkuehen, sowie melkbox, roboter und melkmodul zur durchfuehrung dieses verfahrens |
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Legal Events
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Owner name: SCHILLINGMANN, DIETER, DIPL.-ING. DR., 55278 UELVE |
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Owner name: SCHILLINGMANN, DIETER, DIPL.-ING. DR., 49635 BADBE |
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