DE4112996A1 - Vorrichtung und verfahren zur funktionsueberwachung eines elektrischen verbrauchers - Google Patents
Vorrichtung und verfahren zur funktionsueberwachung eines elektrischen verbrauchersInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zur
Funktionsüberwachung eines elektrischen Verbrau
chers nach der Gattung des Hauptanspruchs sowie von
einem Verfahren zur Funktionsüberwachung eines
elektrischen Verbrauchers gemäß Oberbegriff des An
spruchs 11.
Vorrichtungen der hier genannten Art sind bekannt.
Mit ihrer Hilfe ist es möglich, Fehlerzustände des
elektrischen Verbrauchers festzustellen. Allerdings
bedarf es eines hohen Hardware- oder Softwareauf
wandes, um eine Unterscheidung zwischen verschie
denen Fehlerfällen durchführen zu können, um also
feststellen zu können, ob die Zuleitung zum elek
trischen Verbraucher unterbrochen oder der den Ver
braucher steuernde Schalter kurzgeschlossen ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung sowie das Verfah
ren nach der vorliegenden Erfindung haben demgegen
über den Vorteil, daß auf einfache Weise verschie
dene Fehlerzustände des elektrischen Verbrauchers
unterschieden werden können. Es ist also ohne be
sonderen Aufwand die Unterscheidung zwischen einem
Kurzschluß des dem Verbrauchers zugeordneten Last
schalters und einer Unterbrechung der zum Ver
braucher führenden Leitung möglich.
Dadurch, daß die Vorrichtung zur Funktionsüber
wachung mit einer dem elektrischen Verbraucher zu
geordneten Fehlerunterscheidungsschaltung versehen
ist, die von der Fehlererkennungsschaltung dann an
gesteuert wird, wenn ein Fehler auftritt, ist durch
eine einfache Erfassung des Potentials am Verbrau
cher oder des durch den Verbraucher fließenden
Stroms mit Hilfe der Fehlererkennungsschaltung mög
lich, eine Unterbrechung der Zuführungsleitung zum
Verbraucher von einem Kurzschluß des den Verbrau
cher steuernden Lastschalters zu unterscheiden. Da
bei ist besonders hervorzuheben, daß die Fehlerun
terscheidungsschaltung besonders einfach aufgebaut
und damit störungsunanfällig ist.
Besonders bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung, mit der mehrere elektrische Ver
braucher überwacht werden können und bei der jedem
Verbraucher eine Fehlerunterscheidungsschaltung zu
geordnet ist. Durch die einfache Zuordnung der Feh
lerunterscheidungsschaltungen wird wiederum ein
preisgünstiger Aufbau der Vorrichtung gewähr
leistet.
Weitere Vorteile der Vorrichtung ergeben sich aus
den übrigen Unteransprüchen, wobei es besonders
vorteilhaft ist, daß sowohl die Überwachung von
High-Side-Switches als auch von Low-Side-Switches
problemlos möglich ist.
Bei dem Fehlerüberwachungsverfahren wird im Falle
eines Fehlers des elektrischen Verbrauchers die
Fehlerunterscheidungsschaltung aktiviert. Zur Un
terscheidung der möglichen Fehlerzustände bedarf es
dann lediglich der Erfassung der am Verbraucher
liegenden Spannung beziehungsweise des durch diesen
fließenden Stroms, wobei die Meßwerte mit vorgege
benen Grenzwerten verglichen werden. Anhand dieses
Vergleichs kann dann ohne weiteres festgestellt
werden, ob die Versorgungsleitung des Verbrauchers
unterbrochen oder ob dessen Lastschalter kurzge
schlossen ist.
Besonders bevorzugt wird eine Ausführungsform des
Verfahrens, bei dem die Aktivierung der Fehler
unterscheidungsschaltung zeitlich begrenzt ist und
zwar auf den Zeitraum der Erfassung der Spannung
beziehungsweise des Stroms. Auf diese Weise läßt
sich der bei diesem Verfahren erforderliche Ener
giebedarf stark reduzieren.
Schließlich wird eine Ausführungsform des Verfah
rens bevorzugt, bei dem Strom- und Spannungsmessung
in Abhängigkeit von den Schaltzuständen des elek
trischen Verbrauchers durchgeführt werden. Bei
spielsweise kann die Unterbrechung der Versorgungs
leitung eines elektrischen Verbrauchers bei abge
schalteter Endstufe durch eine Spannungsmessung und
bei eingeschalteter Endstufe durch eine Strommes
sung festgestellt werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeich
nungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung zur Überwachung einer
Einzelendstufe mit Low-Side-Switch;
Fig. 2 eine Vorrichtung zur Funktionsüberwachung
einer Einzelendstufe mit High-Side-Switch;
Fig. 3 und 4 eine Vorrichtung zur Funktions
überwachung eines elektrischen Verbrau
chers bei Unterbrechung der dem Verbrau
cher zugeordneten Leitungen;
Fig. 5 und 6 eine Vorrichtung zur Funktions
überwachung eines elektrischen Verbrau
chers bei Kurzschluß des den Verbrauchers
ansteuernden Schalters;
Fig. 7 eine Vorrichtung zur Funktionsüberwachung
einer Endstufe mit drei Ausgängen mit Ver
brauchern und Low-Side-Switch;
Fig. 8 eine Endstufe mit drei Ausgängen für elek
trische Verbraucher mit High-Side-Switch
und
Fig. 9 eine weitere Ausführungsform einer Vor
richtung zur Funktionsüberwachung eines
elektrischen Verbrauchers mit High-side
switch.
Anhand der Fig. 1 und 2 wird das Grundprinzip
der Vorrichtung zur Funktionsüberwachung von elek
trischen Verbrauchern erläutert, wobei in Fig. 1
die Erkennung von Fehlern bei Low-Side-Switches und
in Fig. 2 die Erkennung von Fehlern bei High-Side
Switches dargestellt ist.
In der Skizze gemäß Fig. 1 ist ein elektrischer
Verbraucher V1 einerseits mit der Versorgungsspan
nung verbunden, die hier mit UBatt gekennzeichnet
ist. Auf der anderen Seite ist der Verbraucher V1
über einen Schalter, hier einen als Transistor aus
gebildeten elektronischen Schalter L1, mit Masse
verbunden, wobei der Transistor hier mit seinem
Kollektor an dem Verbraucher und mit seinem Emitter
an Masse liegt. Die Ansteuerung des Transistors er
folgt über eine hier nicht dargestellte Endstufe E
und einen zwischengeschalteten Vorwiderstand R.
An den Ausgang des Verbrauchers V1 ist eine Fehler
unterscheidungsschaltung 10 angeschlossen, die aus
einer Reihenschaltung eines an der Versorgungsspan
nung UBatt angeschlossenen Schalters S1, eines Wi
derstands R1 sowie eines Widerstandes R* besteht.
Die Verbindungsstelle zwischen den beiden Wider
ständen R1 und R* ist mit dem Kollektor des Transi
stors L1 beziehungsweise mit dem Ausgang des elek
trischen Verbrauchers V1 verbunden. Hier wird auch
das Überwachungspotential EÜ abgegriffen. Der Wi
derstand R* dient dazu, einen eindeutigen Pegel für
das Überwachungspotential einzustellen, wenn der
beispielsweise als Steller ausgebildete elektrische
Verbraucher abgefallen und der Schalter geöffnet
ist. Es handelt sich hier um einen hochohmigen Ab
leitwiderstand.
Die Skizze gemäß Fig. 2 zeigt eine Einzelendstufe
mit High-Side-Switch. Gleiche Teile sind mit glei
chen Bezugszeichen versehen.
Ein elektrischer Verbraucher V1 liegt hier einer
seits an Masse und andererseits über einen Schalter
L1, der hier als ein von einer Endstufe E angesteu
erter Transistor ausgebildet ist, an der Versor
gungsspannung UBatt. Hier liegt der Transistor mit
seinem Emitter an der Versorgungsspannung und mit
seinem Kollektor an dem elektrischen Verbraucher
V1. Er wird über einen Widerstand R von der End
stufe E angesteuert.
An der Verbindungsstelle zwischen dem Schalter L1
und dem elektrischen Verbraucher V1 ist auch hier
eine Fehlerunterscheidungsschaltung 10 angeschlos
sen, die wiederum aus einer Reihenschaltung eines
Widerstands R1, eines Widerstands R* und eines mit
Masse verbundenen Schalters S1 besteht. Für R* gilt
das anhand von Fig. 1 Gesagte. R* ist wesentlich
größer als R1 und kann in die den Verbraucher an
steuernde Leistungsendstufe integriert sein.
An der genannten Verbindungsstelle, die an der Ver
bindungsstelle zwischen R1 und R* angeschlossen
ist, wird zur Überwachung der Funktion des elektri
schen Verbrauchers ein Überwachungspotential EÜ ab
gegriffen.
Bei der Funktionsüberwachung der Schaltung gemäß
Fig. 1 ergeben sich an der Verbindungsstelle zwi
schen dem Schalter L1 und dem Verbraucher V1 fol
gende Potentiale:
Bei eingeschalteter Endstufe, das heißt bei durch gesteuertem Transistor des Schalters L1, ergibt sich auf der Leitung EÜ das Potential "low" wenn kein Fehler vorliegt. Im Falle eines Kurzschlusses des elektrischen Verbrauchers V1 ergibt sich auf der Leitung EÜ das Potential "high".
Bei eingeschalteter Endstufe, das heißt bei durch gesteuertem Transistor des Schalters L1, ergibt sich auf der Leitung EÜ das Potential "low" wenn kein Fehler vorliegt. Im Falle eines Kurzschlusses des elektrischen Verbrauchers V1 ergibt sich auf der Leitung EÜ das Potential "high".
Sollte bei eingeschalteter Endstufe ein Kurzschluß
über dem Schalter L1 auftreten, so ist auf der Lei
tung EÜ ebenfalls das Potential "low" feststellbar,
das heißt, bei der Auswertung dieses Potentials ist
letztlich nicht erkennbar, ob ein Fehler aufge
treten ist oder ob ein Kurzschluß des Schalters L1
gegeben ist.
Ist die Endstufe E ausgeschaltet so ist das Poten
tial auf der Leitung EÜ "high", wenn kein Fehler
vorliegt, bei Unterbrechung der Verbindungsleitung
des elektrischen Verbrauchers zur Versorgungsspan
nung oder bei einem Kurzschluß über dem Transistor
"low". In beiden Fehlersituationen ergibt sich auf
der Leitung EÜ also dasselbe Potential "low", so
daß eine Unterscheidung der Fehler nicht möglich
ist.
Um ein Floaten der Spannung zu vermeiden, ist bei
allen Schaltungen ein Ableitwiderstand R* parallel
zum Transistor vorgesehen. Er dient dazu, ein sau
beres Signal zu erzielen, wenn der Transistor
sperrt, der Verbraucher abgefallen und der Schalter
S1 offen ist. Bei HSS und LSS wird R* bereits im als
Leistungstransistor ausgelegten Schalter L1 inte
griert; wenn nicht, sollte er extern vorgesehen
werden. Der Widerstandswert des Ableitwiderstandes
R* sollte sehr viel größer sein als der des in
Reihe geschalteten Widerstandes R1.
R* muß in der Praxis so gewählt werden, daß er Ka
belbaumableitwiderstände und den Reststrom IR des
Transistors von S1 sicher auf "low" ableitet. Unter
Kabelbaumableitwiderstand versteht man hier den bei
abgefallenem Verbraucher V1 auf Verschmutzungen be
ruhenden Ableitwiderstand, der beispielsweise
100 000 Ω betragen kann. Bei einer Versorgungsspan
nung UBatt = 14 V, einem Reststrom IR 10 µA er
gibt sich für den Ableitwiderstand R* etwa ein Wert
von 7 kΩ, wenn die an ihm abfallende Spannung klei
ner als 1 V bleiben soll.
Mit Hilfe der Fehlerüberwachungsschaltung 10 können
die Fehlerfälle "Kurzschluß" über dem Transistor
des Schalters L1 und "Unterbrechung" der Leitung
des Verbrauchers V1 zur Versorgungspannung UBatt
unterschieden werden: Wird bei ausgeschalteter End
stufe der Schalter S1 der Fehlerunterscheidungs
schaltung 10 geschlossen, so ergibt sich auf der
Leitung EÜ bei einem Kurzschluß über dem Transistor
das Potential "low". Bei einer Unterbrechung der
Leitung des elektrischen Verbrauchers V1 zur Ver
sorgungsspannung UBatt ergibt sich durch die Ver
bindung der Leitung EÜ über die Feh
lerunterscheidungsschaltung mit der Versorgungs
spannung das Potential "high". Das heißt also,
sollte bei ausgeschalteter Endstufe ein Fehler auf
treten, wird die Fehlerunterscheidungsschaltung 10
aktiviert. Daraufhin sind die beiden möglichen Feh
ler Unterbrechung beziehungsweise Kurzschluß über
dem Schalter L1 unterscheidbar.
Ähnliches gilt für die Fehlererkennung und -unter
scheidung bei der Vorrichtung gemäß Fig. 2.
Bei ausgeschalteter Endstufe stellt sich auf der
Leitung EÜ das Potential "low" ein, wenn kein Feh
ler vorliegt. Wenn jedoch eine Unterbrechung der
Verbindungsleitung des elektrischen Verbrauchers V1
zur Masse eintritt oder bei einem Kurzschluß des
Schalters L1 stellt sich in beiden Fällen auf der
Leitung EÜ das Potential "high" ein. Das heißt, die
beiden Fehlerfälle sind nicht unterscheidbar. Wenn
jedoch die Fehlerunterscheidungsschaltung aktiviert
wird, wenn also der Schalter S1 geschlossen wird,
stellt sich auf der Leitung EÜ das Potential "high"
ein, wenn der Schalter L1 kurzgeschlossen ist und
das Potential "low" wenn eine Unterbrechung des
elektrischen Verbrauchers V1 zu Masse gegeben ist.
Durch die unterschiedlichen Potentiale auf der Lei
tung EÜ für die verschiedenen Fehlerfälle werden
durch Aktivierung der Fehlerunterscheidungsschal
tung diese Fehler unterscheidbar.
Anhand der Fig. 3 und 4 wird erläutert, welche
Folgen bei einer Unterbrechung der Zuleitung zwi
schen Spannungsversorgung und elektrischem Verbrau
cher die Aktivierung der Fehlerunterscheidungs
schaltung hat.
Fig. 3 zeigt einen elektrischen Verbraucher V1 mit
Low-Side-Switch. Der Schalter L1 wird wiederum von
der hier nicht dargestellten Endstufe betätigt. Der
Schalter ist hier lediglich skizziert. Er kann wie
derum als elektronischer Schalter, insbesondere
Transistor ausgelegt sein. Parallel zum Schalter L1
liegt ein anhand der Fig. 1 und 2 bereits erläu
terter Ableitwiderstand R*.
Aus der Skizze gemäß Fig. 3 ist ersichtlich, daß
die Verbindung des elektrischen Verbrauchers V1 mit
der Spannungsversorgung UBatt unterbrochen ist.
Parallel zum Verbraucher liegt wiederum eine Feh
lerunterscheidungsschaltung 10, die aus einem
Schalter S1 und einem in dazu Reihe liegenden Wi
derstand R1 besteht. Der Verbindungspunkt zwischen
der Fehlerunterscheidungsschaltung 10 und dem
elektrischen Verbraucher V1 wird auch als Ausgang
A1 der Endstufen- beziehungsweise Treiberschaltung
bezeichnet. An diesem Ausgang ist die dem Verbrau
cher V1 zugeordnete Ansteuerleitung angeschlossen.
In Fig. 3 ist der Schalter L1 geöffnet, um für
eine Fehlererkennung eine Spannungsmessung durch
führen zu können.
Fig. 4 zeigt dieselbe Schaltung gemäß Fig. 3, al
lerdings mit geschlossenem Schalter L1. Hier kann
zur Fehlererkennung eine Strommessung durchgeführt
werden. Gleiche Teile sind hier mit gleichen Be
zugsziffern versehen, so daß auf eine ausführliche
Beschreibung der Fig. 4 verzichtet wird.
Die Unterbrechung der Verbindung zwischen Span
nungsversorgung und elektrischem Verbraucher V1
kann auf folgende Weise erkannt werden. Falls ein
Fehler auftritt, wird der Schalter S1 der Fehler
unterscheidungsschaltung von einer herkömmlichen
Fehlererkennungsschaltung aktiviert, das heißt, ge
schlossen. Selbstverständlich kann dieser Schalter
ebenfalls als elektronischer Schalter ausgelegt
sein. Auf die Ansteuerung des Schalters wird unten
noch genauer eingegangen.
Durch den geschlossenen Schalter S1 wird die Unter
brechung im Stromkreis des Verbrauchers V1, der
auch als SteIler-Stromkreis bezeichnet wird, über
den Widerstand R1 der Fehlerunterscheidungsschal
tung 10 überbrückt. Durch eine Messung der Spannung
zwischen dem Punkt A1 und Masse und einem Vergleich
des gemessenen Spannungswerts mit einem vorgegebe
nen Grenzwert US (siehe Fig. 3) beziehungsweise
durch Messung des den Lastschalter L1 durchfließen
den Stroms I und durch einen Vergleich dieses
Meßwerts mit einem Grenzwert IS kann festgestellt
werden, ob der Schalter L1 intakt ist. Die fehler
freie Funktion des Schalters wird dadurch erkannt,
daß der gemessene Spannungswert größer ist als der
Grenzwert US oder der gemessene Strom I größer ist
als der Grenzwert IS (Fig. 4).
Sobald aufgrund des Vergleiches der aktuellen
Meßwerte mit den vorgegebenen Grenzwerten klarge
stellt ist, daß der Schalter L1 intakt ist, wird
die Aktivierung der Fehlerunterscheidungsschaltung
10 aufgehoben, das heißt, der Schalter S1 wird ge
öffnet. Auf diese Weise wird lediglich dann Energie
verbraucht, wenn die Meßwerte gewonnen werden und
durch einen Vergleich der Meß- und Grenzwerte die
Fehlerunterscheidung stattfindet. Ansonsten wird
die übrige Schaltung durch die Fehlerunterschei
dungsschaltung nicht belastet.
Anhand der Fig. 5 und 6 ergibt sich die Unter
scheidungsmöglichkeit der Fehlersituation bei einem
Kurzschluß über dem Lastschalter L1.
Der Steller-Stromkreis mit dem elektrischen Ver
braucher V1 und dem Schalter L1 sowie die Fehlerun
terscheidungsschaltung 10 in den Fig. 5 und 6
ist identisch mit denen in den Fig. 3 und 4. Le
diglich entfällt die Unterbrechung der Versorgungs
leitung des Verbrauchers V1. Statt dessen ist ein
Kurzschluß über dem Schalter L1 eingezeichnet.
Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen ver
sehen, so daß auf deren ausführliche Beschreibung
hier verzichtet wird.
Der in Fig. 5 und 6 skizzierte Kurzschluß des
Schalters L1 ist durch eine unmittelbare Verbindung
des Ausgangs A1 mit Masse angedeutet.
Falls ein Kurzschluß über dem Schalter L1 vorliegt,
kann durch das Betätigen des Schalters S1 der Feh
lerunterscheidungsschaltung 10 geprüft werden, ob
der Schalter L1 in Ordnung ist. Es zeigt sich, daß
gemäß Fig. 5 bei einem Schließen des Schalters S1
der Spannungspegel am Ausgang A1 auf Masse bleibt.
Auch ändert sich der über den Lastschalter L1
fließende Strom gemäß Fig. 6 nicht, wenn der
Schalter S1 der Fehlerunterscheidungsschaltung 10
geschlossen wird.
Die gemessene Spannung beziehungsweise der erfaßte
Strom werden wiederum mit Grenzwerten US bezie
hungsweise IS verglichen, wobei in beiden Fällen
festgestellt wird, daß die gemessenen Werte unter
halb der Grenzwerte liegen, woraus auf einen Kurz
schluß des Schalters L1 geschlossen wird.
Aufgrund des verschiedenen Verhaltens der Schal
tungen gemäß Fig. 3 und 4 beziehungsweise gemäß
Fig. 5 und 6 läßt sich also durch die Aktivierung
der Fehlerunterscheidungsschaltung 10 beziehungs
weise des Schalters S1 eine Unterbrechung der Ver
sorgungsleitung des Verbrauchers V1 von einem Kurz
schluß des dem Verbraucher V1 zugeordneten Schal
ters L1 unterscheiden.
Dabei ist ohne weiteres ersichtlich, daß der schal
tungstechnische Aufwand außerordentlich gering ist
und daß auch der Energieverbrauch relativ gering
bleibt, weil der Schalter S1 nur solange geschlos
sen wird, bis die Meßwerte gewonnen sind und der
Vergleich der jeweiligen Meßwerte mit den zugehöri
gen Grenzwerten abgeschlossen ist.
Fig. 7 zeigt vereinfacht eine Endstufe beziehungs
weise einen Treiberbaustein, der hier als Low-Side-
Switch-Version ausgelegt und mit drei Ausgängen A1,
A2 und A3 versehen ist, die drei elektrischen Ver
brauchern V1, V2 und V3 zugeordnet sind. Die Ver
braucher sind auf ihrer den Ausgängen gegenüberlie
genden Seite mit der Versorgungsspannung UBatt ver
bunden.
Innerhalb des Treiberbausteins 20 sind die Ansteu
erleitungen A1, A2 und A3 über Widerstände R4, R5
und R6 jeweils mit Masse verbunden, wobei jeweils
einer der Widerstände einer Ansteuerleitung zuge
ordnet ist.
Sollten die Widerstände R4, R5, R6 nicht schon den
den Treiberbaustein 20 integriert sein, so sollten
sie extern vorgesehen werden. Die Widerstandswerte
von R4, R5 und R6 sollten sehr viel kleiner sein
als die von R1, R2 und R3 der unten erläuterten
Fehlerunterscheidungsschaltungen 11, 12 und 13. Die
Widerstände R4, R5 und R6 leiten den Kabelbaumab
leitwiderstand RA auf ein sicheres "low" Potential
ab bei gesperrten Transistoren und bei Unterbre
chung der Versorgungsleitungen zu den Verbrauchern.
Als RA wird der bei Unterbrechung der Versorgungs
leitungen aufgrund von Verschmutzungen auftretende
Ableitwiderstand bezeichnet. Er ist in den Fig.
7 und 8 gestrichelt eingezeichnet.
Der Treiberbaustein 20 wird von einer geeigneten
Ansteuerschaltung, die einen Mikroprozessor 30 um
faßt, angesteuert, der entsprechende An
steuerleitungen E1, E2 und E3 aufweist, die den
entsprechenden Schaltern der Verbraucher zugeordnet
sind.
Den elektrischen Verbrauchern V1, V2, V3 sind Feh
lerunterscheidungsschaltungen 11, 12 und 13 zuge
ordnet, die an den zugehörigen Ausgängen A1, A2 und
A3 angeschlossen und den Verbrauchern parallelge
schaltet sind. Bei dem hier dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel werden die Fehlerunterscheidungs
schaltungen von einem gemeinsamen Steuerschalter S1
angesteuert, der die Fehlerunterscheidungsschal
tungen im aktivierten Zustand mit der Versorgungs
spannung UBatt verbindet. Der Steuerschalter S1
wird über eine geeignete Steuerleitung 40 von dem
Mikroprozessor 30 angesteuert.
Die einzelnen Fehlerunterscheidungsschaltungen 11,
12 und 13 bestehen aus Reihenschaltungen, die je
weils einen Widerstand R1, R2, R3 und eine Diode
D1, D2 und D3 aufweisen, wobei die Kathoden der Di
oden jeweils an den Ansteuerleitungen beziehungs
weise Ausgängen A1, A2 und A3 liegen, so daß eine
Entkopplung der Ausgänge gewährleistet ist. Zusätz
lich ist ein Widerstand R′ vorgesehen, der einer
seits an dem Anschluß des Schalters S1 liegt, der
allen Fehlerunterscheidungsschaltungen gemeinsam
ist, und andererseits an Masse liegt. Er dient
dazu, bei offenem Steuerschalter S1 einen definier
ten Pegel einzustellen, wenn alle Ausgänge A1, A2
und A3 gesperrt sind.
Der Treiberbaustein 20 überwacht die an den Aus
gängen A1, A2 und A3 liegenden Potentiale und ver
gleicht diese mit einem vorgegebenen Schwellenwert.
Er ist auch so ausgelegt, daß er die an den Aus
gängen schließenden Ströme erfassen und mit einem
vorgegebenen Grenzwert IS vergleichen kann.
Sobald ein Fehler auftritt, also eine Unterbrechung
der Versorgungsspannung der elektrischen Verbrau
cher eintritt oder ein Kurzschluß der in der Trei
berstufe 20 integrierten Lastschalter der Verbrau
cher auftritt, gibt der Treiberbaustein 20 über
eine Leitung UNT ein Fehlersignal an den Mikropro
zessor 30 ab. Dieser aktiviert daraufhin den Steu
erschalter S1, indem über die Steuerleitung 40 ein
entsprechendes Signal abgegeben wird.
Nach Aktivierung der Fehlerunterscheidungsschal
tungen wird die Spannung an den Ausgängen A1 bis A3
gemessen und mit dem Grenzwert US verglichen. Wenn
die gemessenen Werte größer als Grenzwerte sind, so
ergibt die anhand der Fig. 3 und 4 erläuterte
Fehlerdiagnose, daß eine Unterbrechung der Strom
kreise der Verbraucher vorliegt.
Sofern die gemessenen Spannungs- beziehungsweise
Stromwerte an den Anschlüssen A1 bis A3 niedriger
sind als die Grenzwerte US beziehungsweise IS, so
kann auf einen Kurzschluß der den Verbrauchern zu
geordneten Lastschalter in der Treiberstufe 20 ge
schlossen werden. Dies ergibt sich aus den Erläute
rungen zu den Fig. 5 und 6.
Sobald also ein Fehler bei den Verbrauchern festge
stellt wird, kann aufgrund der Aktivierung des
Steuerschalters S1 und der anschließend erfolgenden
Spannungs- beziehungsweise Strommessung zwischen
den Fehlern "Unterbrechung" und "Kurzschluß" diffe
renziert werden.
Der schließlich diagnostizierte Fehler wird von dem
Treiberbaustein 20 über die erwähnte Leitung UNT
beziehungsweise über eine Leitung KS, die von dem
Treiberbaustein 20 zum Mikroprozessor 30 führt, an
gezeigt, wobei eine Unterbrechung durch ein Signal
auf der Leitung UNT und ein Kurzschluß über einem
oder mehreren Lastschaltern über die Leitung KS an
gezeigt wird. Auf ihre ausführliche Beschreibung
wird hier verzichtet.
Fig. 8 zeigt eine gegenüber Fig. 7 modifizierte
Schaltung mit einem Treiberbaustein 20′, der als
High-Side-Switch wirkt. Im übrigen sind gleiche
Teile mit gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 7
versehen.
Von dem mit der Versorgungsspannung UBatt verbun
denen Treiberbaustein 20′ werden über Ansteuerlei
tungen beziehungsweise Ausgänge A1, A2 und A3 drei
zugehörige elektrische Verbraucher V1, V2, V3 ange
steuert, denen jeweils Fehlerunterscheidungsschal
tungen 11, 12 und 13 zugeordnet sind. Diese beste
hen wiederum aus Reihenschaltungen eines Wider
stands (R1, R2, R3) und einer Diode (D1, D2, D3),
deren Anode dem jeweiligen Ausgang zugewandt ist.
Die den Dioden gegenüberliegenden Anschlüsse der
Widerstände sind über einen gemeinsamen Schalter
S1, der wiederum als Steuerschalter dient, mit
Masse verbunden. Auch hier dienen die Dioden der
Entkopplung der Ausgänge.
Der Treiberbaustein 20′ enthält den Ausgängen A1
bis A3 zugeordnete Lastschalter, die mit der Ver
sorgungsspannung UBatt verbunden sind. Zusätzlich
ist der Ausgang A1 über einen Widerstand R4, der
Ausgang A2 über einen Widerstand R5 und der Ausgang
A3 über einen Widerstand R6 mit der Versorgungs
spannung UBatt verbunden. Für die Widerstände R4,
R5 und R6 gelten auch hier die anhand von Fig. 7
dargelegten Erläuterungen.
Die Ansteuerung der Lastschalter erfolgt über Ein
gangsleitungen E1, E2 und E3, die von einem Mikro
prozessor 30 ausgehen. Dieser weist außerdem eine
Steuerleitung 40 auf, die den Schalter S1 akti
viert. Als Schalter kann auch hier ein elektroni
scher Schalter, beispielsweise ein Transistor ver
wendet werden.
Die Schaltung gemäß Fig. 8 ist gegenüber der in
Fig. 7 dargestellten vereinfacht. Sie weist, wie
bei High-Side-Switches häufig üblich, lediglich
eine einzige Leitung auf, die der Fehlererkennung
dient und hier mit St gekennzeichnet ist und den
Status der angesteuerten elektrischen Verbraucher
anzeigt.
Über den mit der Leitung St verbundenen Statusaus
gang des Treiberbausteins 20′ wird bei eingeschal
teter Endstufe, also bei aktivierten Lastschaltern
der elektrischen Verbraucher, ein Fehlersignal ab
gegeben, wenn ein Kurzschluß der Lastschalter vor
liegt.
Bei abgeschalteter Endstufe, also bei inaktivierten
Lastschaltern der Verbraucher V1 bis V3 gibt der
Statusausgang über die Leitung St ebenfalls ein
Fehlersignal an den Mikroprozessor 30 ab, wenn ent
weder eine Unterbrechung der Versorgungsleitungen
der elektrischen Verbraucher oder ein Kurzschluß
der zugehörigen Lastschalter vorliegt. Insofern ist
also keine Unterscheidung des Fehlerzustands mög
lich.
Daher wird bei Auftreten eines Signals auf der Lei
tung St von den Mikroprozessor ein Aktivierungs
signal über die Steuerleitung 40 abgegeben, durch
welches der Steuerschalter S1 geschlossen wird.
Dann werden die Potentiale an den Ausgängen A1, A2
und A3 gemessen und mit Grenzwerten US verglichen
oder die an den Ausgängen fließenden Ströme erfaßt
und ebenfalls mit Grenzwerten IS verglichen. Wenn
das Fehlersignal am Statusausgang des Treiberbau
steins 20′ durch Betätigen des Schalters S1 nicht
zurückgenommen wird, so liegt - entsprechend der
Ausführungen zu den Fig. 5 und 6 - als Fehler ein
Kurzschluß über dem Lastschalter vor.
Das Funktionsprinzip der Fehlererkennung, welches
anhand der Fig. 3 bis 6 dargelegt wurde, wird
also nicht nur hier in Fig. 8 sondern auch in
Fig. 7 realisiert.
Fig. 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel ei
ner Funktionsüberwachungsschaltung, bei der ein
elektrischer Verbraucher V1 mit einem High-Side-
Switch verbunden ist. Dieser ist hier in einem
Treiberbaustein 20′′ integriert, der einen dem Ver
braucher V1 zugeordneten Ausgang A1 aufweist. Der
Treiberbaustein ist mit der Spannungsversorgung
UBatt verbunden. Auch hier ist ein Ableitwiderstand
R* vorgesehen, wie er schon anhand der Fig. 1
und 2 erläutert wurde.
Die Ansteuerung des Treiberbausteins 20′′ erfolgt
über die Leitung E1 eines Mikroprozessors 30. Pa
rallel zu dem Verbraucher V1, der einerseits mit
der Ansteuerleitung beziehungsweise dem Ausgang A1
und andererseits mit Masse verbunden ist, liegt
eine Fehlerunterscheidungsschaltung 10, die hier
aus einer Reihenschaltung eines Widerstands R1 und
eines Schalters S1 gebildet wird, der an Masse
liegt und über eine Steuerleitung 40 von dem Mikro
prozessor 30 ansteuerbar ist. Bei dem hier darge
stellten Ausführungsbeispiel mit einem einzigen
elektrischen Verbraucher V1 kann auf die bei
spielsweise in den Fig. 7 und 8 gezeigte Diode
der Fehlerunterscheidungsschaltung verzichtet wer
den. Der Treiberbaustein 20′′ ist, wie bei der
Schaltung gemäß Fig. 8, über eine Statusleitung St
mit dem Mikroprozessor 30 verbunden und gibt über
diese Leitung ein Fehlersignal ab, wenn bei einge
schalteter Endstufe ein Kurzschluß über dem Last
schalter des Verbrauchers auftritt. Bei abgeschal
teter Endstufe wird über diese Leitung ein Signal
sowohl bei Unterbrechung der Versorgungsleitungen
des Verbrauchers als auch bei Kurzschluß über dem
Lastschalter ein Signal abgegeben.
Zur Fehlerunterscheidung kann grundsätzlich das an
hand von Fig. 8 erläuterte Verfahren der Strommes
sung und des Vergleichs des Meßwerts mit einer
Stromschwelle IS erfolgen. Bei einer derartigen Un
terstromerkennung müssen je nach Ausführungsart des
High-Side-Schalters relativ hohe Unterlastschwellen
eingesetzt werden, so daß für die Fehlerunterschei
dung ein entsprechend hoher Strom bis zu mehreren
100 mA fließen muß. In einem solchen Fall ist es
unwirtschaftlich, über den in Fig. 8 gezeigten zu
sätzlichen Widerstand R′ einen Strom fließen zu
lassen, der größer ist als der der Un
terlastschwelle. Es ist daher vorgesehen, den Wi
derstand R1 der Fehlerunterscheidungsschaltung 10
so zu dimensionieren, daß an dem Ausgang A1 ein si
cherer low-Pegel erreicht wird, sobald der Schalter
S1 aktiviert ist. Das Potential am Ausgang A1 wird
nach Aktivierung des Schalters S1 über die Leitung
40 über einen zusätzlichen Ausgang des Mikroprozes
sors 30 mit der Bezeichnung HSS, der über eine Lei
tung mit dem Ausgang A1 verbunden ist, abgefragt.
Wenn also bei einem Fehlerfall "Unterbrechung" oder
"Kurzschluß" ein Fehlersignal auf der Leitung St
anliegt, während die Endstufe abgeschaltet ist, ak
tiviert der Mikroprozessor 30 über die Leitung 40
den Schalter S1 und damit die Fehlerunterschei
dungsschaltung 10. Dann wird über die Leitung HSS
das Potential am Ausgang A1 abgefragt. Eine
Fehlerunterscheidung ist dann nach dem anhand von
Fig. 5 und 6 erläuterten Verfahren möglich. Wenn
nämlich ein Kurzschluß über dem Lastschalter
vorliegt, kann durch das Betätigen des Schalters S1
keine Potentialänderung am Ausgang A1 hervorgerufen
werden, das heißt, es läßt sich keine intakte
Ausgangsbedingung herstellen, da der Ausgang A1 auf
dem Potential der Versorgungsspannung bleibt.
Allen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, daß die
Fehlerunterscheidung aufgrund einer einfachen Zu
satzschaltung, nämlich der Fehlerunterscheidungs
schaltung sowohl bei Mehrfach-Treiberbausteinen als
auch bei Einzelendstufen möglich ist. Eine Unter
brechung der Versorgungsleitungen der überwachten
elektrischen Verbraucher ist von einem Kurzschluß
der die Verbraucher ansteuernden Schalter sicher
unterscheidbar.
Das hier dargestellte Verfahren der Funktionsüber
wachung zeichnet sich dadurch aus, daß die Aktivie
rung der Fehlerunterscheidungsschaltung nur während
eines Meß- und Vergleichsvorgangs aktiviert wird,
also nur dann, wenn an dem Ausgang des überwachen
den elektrischen Verbrauchers die Spannung oder der
Strom gemessen und mit einem Grenz- beziehungsweise
Schwellenwert US beziehungsweise IS verglichen
wird. Auf diese Weise wird nur während der kurzen
Einschaltzeit des Schalters S1 der Feh
lerunterscheidungsschaltung ein zusätzlicher Strom
benötigt.
Sobald eine Zusatzüberwachungsschaltung in eine be
stehende Schaltung aufgenommen wurde, ist für jeden
zusätzlich zu überwachenden Ausgang beziehungsweise
elektrischen Verbraucher lediglich ein weiterer Wi
derstand und eine weitere Diode erforderlich, was
sich ohne weiteres aus den Fig. 7 und 8 ergibt.
Insgesamt ist erkennbar, daß nicht nur die Fehler
unterscheidungsschaltung einfach aufgebaut ist,
sondern daß auch der Schaltungsaufwand bezüglich
der bestehenden Schaltung gering ist: Es bedarf nur
einer zusätzlichen Steuerleitung 40, die den der
Fehlerüberwachungsschaltung zugeordneten Schalter
S1 aktiviert.
Der in den Figuren dargestellte Mikroprozessor 30
dient sowohl der Ansteuerung des Treiberbausteins
und damit der elektrischen Verbraucher als auch der
Auswertung der Fehlersignale des Treiberbausteins
und damit als Fehlererkennungsschaltung. Für das
Verfahren der Funktionsüberwachung beziehungsweise
die Funktion der beschriebenen Schaltungen ist es
allerdings belanglos, ob die Potentiale beziehungs
weise Ströme an den den Verbrauchern zugeordneten
Ausgängen von dem Treiberbaustein 20 oder dem zuge
hörigen Mikroprozessor 30 gemessen und mit den
Grenzwerten verglichen werden. Es ist also irrele
vant, ob der Treiberbaustein selbst oder der zuge
hörige Mikroprozessor als Fehlererkennungsschaltung
eingesetzt wird.
Aus der Beschreibung der Funktion der Vorrichtung
zur Funktionsüberwachung beziehungsweise des
Funktionsüberwachungsverfahrens wird deutlich, daß
nach Auftreten eines Fehlersignals die Abfrage be
ziehungsweise Aktivierung der Fehlerunterschei
dungsschaltung zu einem beliebigen Zeitpunkt erfol
gen kann, so daß die übrige Schaltung, insbesondere
die dem Verbraucher zugeordnete Ansteuerschaltung
durch die Fehlerabfrage nur sehr wenig beeinträch
tigt wird. Dabei ist die Fehlerunterscheidung sehr
sicher und störfest.
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Funktionsüberwachung eines elek
trischen Verbrauchers, der über einen in einer An
steuerleitung liegenden Schalter ansteuerbar ist,
mit einer Fehlererkennungsschaltung, dadurch ge
kennzeichnet, daß
- - eine Fehlerunterscheidungsschaltung (10; 11, 12, 13) vorgesehen ist, die dem elektrischen Verbraucher (V1, V2, V3) zugeordnet ist,
- - daß die Fehlerunterscheidungsschaltung von der Fehlererkennungsschaltung (30) ansteuerbar ist, und
- - daß das Potential an der Ansteuerleitung (A1, A2, A3) und/oder der durch die Ansteuerleitung fließende Strom von der Fehlererkennungsschaltung nach Aktivierung der Fehlerunterscheidungsschaltung erfaßbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Fehlerunterscheidungsschaltung
(10; 11, 12, 13) zu dem zu überwachenden Verbraucher
(V1, V2, V3) parallelgeschaltet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Fehlerunterscheidungsschal
tung (10) eine Reihenschaltung aus einem von der
Fehlererkennungsschaltung (30) ansteuerbaren Schal
ter (S1) und einem Widerstand (R1) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Fehlerüberwachungs
schaltung eine Zusatzbeschaltung (R*) zugeordnet
ist, die bei Unterbrechung der Zuleitung zum elek
trischen Verbraucher (V1, V2, V3) ein der Fehlerer
kennung dienendes definiertes Potential einstellt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß bei der Überwachung
mehrerer elektrischer Verbraucher (V1, V2, V3) meh
rere Fehlerunterscheidungsschaltungen (11, 12, 13)
vorgesehen sind, und daß diese jeweils einem Ver
braucher zugeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Fehlerunterscheidungsschaltung
(10; 11, 12, 13) zur Überwachung mehrerer Verbraucher
(V1, V2, V3) zusätzlich eine der Entkopplung der Ver
braucher dienende Diode (D1, D2, D3) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fehlerun
terscheidungsschaltung (11, 12, 13) zwischen der An
steuerleitung (A1, A2, A3) des zugehörigen elektri
schen Verbrauchers (V1, V2, V3) und Masse liegt, und
daß die Bauteile der Fehlerunterscheidungsschaltung
so dimensioniert sind, daß bei einer Aktivierung
der Fehlerunterscheidungschaltung auf der Ansteuer
leitung (6) des zugehörigen elektrischen Verbrauchers
ein definierter Pegel, vorzugsweise ein Low-Pegel
einstellbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fehlerunterschei
dungsschaltung (11, 12, 13) zwischen der Ansteuerlei
tung (A1, A2, A3) des zugehörigen elektrischen Ver
brauchers (V1, V2, V3) und der Versorgungsspannung
(UBatt) liegt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß mehreren Fehlerunterscheidungsschal
tungen (11, 12, 13) ein gemeinsamer der Ansteuerung
der Fehlerunterscheidungsschaltungen dienender
Schalter (S1) zugeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß mehreren Fehlerunterscheidungs
schaltungen (11, 12, 13) zur Einstellung eines vorbe
stimmten Potentials eine Zusatzbeschaltung (R′) zu
geordnet ist.
11. Verfahren zur Fehlerüberwachung eines elektri
schen Verbrauchers, der über einen in einer An
steuerleitung liegenden Schalter ansteuerbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß im Falle eines Fehlers
des elektrischen Verbrauchers zur Unterscheidung
der möglichen Fehlerzustände eine Fehlerunterschei
dungsschaltung aktiviert wird, und daß dann die an
der Ansteuerleitung des elektrischen Verbrauchers
liegende Spannung und/oder der durch diesen
fließende Strom erfaßt und mit vorgegebenen Grenz
werten verglichen wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Aktivierung der Fehlerunterschei
dungsschaltung zeitlich begrenzt ist auf den Zeit
raum der Erfassung der Spannung oder des Stroms.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß Strom- und Spannungsmessung in
Abhängigkeit von den Schaltzuständen des elektri
schen Verbrauchers durchgeführt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914112996 DE4112996A1 (de) | 1991-04-20 | 1991-04-20 | Vorrichtung und verfahren zur funktionsueberwachung eines elektrischen verbrauchers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914112996 DE4112996A1 (de) | 1991-04-20 | 1991-04-20 | Vorrichtung und verfahren zur funktionsueberwachung eines elektrischen verbrauchers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4112996A1 true DE4112996A1 (de) | 1992-10-22 |
Family
ID=6430041
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914112996 Withdrawn DE4112996A1 (de) | 1991-04-20 | 1991-04-20 | Vorrichtung und verfahren zur funktionsueberwachung eines elektrischen verbrauchers |
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| Country | Link |
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