DE4110431A1 - Verfahren und vorrichtung zum loeschen von braenden an erdoel- oder erdgasquellen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum loeschen von braenden an erdoel- oder erdgasquellenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Löschen von Bränden
an Erdöl- oder Erdgasquellen sowie eine Vorrichtung hierfür.
Brände an Erdöl- oder Erdgasquellen werden so gelöscht,
daß man durch eine Druckwelle die Flamme kurzfristig so
weit von der Quelle wegbewegt, daß der Brennstoffnachschub
zur Flamme unterbrochen wird. Befinden sich in der Nachbar
schaft der Quelle keine sehr heißen Materialstücke, ist
damit das Löschen des Brandes beendet.
Insbesondere dann, wenn ein Brand sehr lange angehalten
hat, befinden sich aber sehr heiße Materialstücke in der
Nachbarschaft der Quelle, so daß mit einem Wiederzünden
des Brandes gerechnet werden muß. Hier muß rasch und intensiv
die Nachbarschaft der Quelle gekühlt werden, was umfang
reiche Vorbereitungen erfordert und an Quellen, die weit
von Wasservorräten entfernt sind, erhebliche Transportkapa
zitäten erfordert.
Durch die vorliegende Erfindung soll ein Verfahren zum
Löschen von Bränden an Erdöl- oder Erdgasquellen angegeben
werden, mit welchem ein Brand im wesentlichen ohne Einsatz
von Löschmitteln wie Wasser und Schaum gelöscht werden
kann.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Löschver
fahren gemäß Anspruch 1.
Bei dem erfindungsgemäßen Löschverfahren wird eine ein
flammsperrendes Sammelrohr aufweisende Sammeleinheit dicht
über das Austrittsloch der trennbaren Gase und Flüssigkeit
gestellt. Nach diesem dichten Aufstellen ist die Flamme
zunächst im Inneren des Sammelrohres gefangen. Dessen
Länge und Querschnitt sind so bemessen, daß einerseits vom
Rohrende her keine im Hinblick auf die Menge brennbarer
Gase nennenswerten Luftmengen ins Rohrinnere gelangen, so
daß die Flamme im Rohr erlischt, andererseits aber die
unverbrannten Gase im wesentlichen unbehindert zum Ende des
Sammelrohres abströmen können. Die Verweildauer der brenn
baren Gase im Sammelrohr ist über dessen Querschnittsbe
messung und Länge so eingestellt, daß die Temperatur der
aus dem Sammelrohr austretenden Gase unter die Entzündungs
temperatur abgesunken ist, so daß am Rohrende, wo an sich
wieder Luftsauerstoff zur Verfügung stünde, kein Wiederzünden
der Flamme erfolgt.
Das erfindungsgemäße Löschverfahren läßt sich somit im
wesentlichen trocken und mit einer einfach aufgebauten
Löschvorrichtung durchführen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in abhängi
gen Ansprüchen angegeben.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 wird
erreicht, daß sich in der Umgebung der Sammeleinheit keine
leicht entzündliche Gasmischung bildet.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 ermöglicht
es, die Temperatur der durch das Sammelrohr strömenden
brennbaren Gase rascher abzukühlen, als dies durch reine
Wärmeabfuhr über die Rohrwand möglich ist. Man kann somit
die Länge des in der Sammeleinheit verwendeten Sammelrohres
kleiner wählen.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 4 ist im
Hinblick auf ein möglichst intensives Vermischen der zum
Kühlen verwendeten nicht brennbaren Flüssigkeit mit den
im Sammelrohr strömenden brennbaren Gase von Vorteil.
Gemäß Anspruch 9 erhält man mit einfachen Mitteln einen
verhältnismäßig leichten und tragfähigen Ausleger, über
den die Sammeleinheit von einem Fahrzeug getragen ist.
Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 10
ist im Hinblick auf eine Verbesserung der Kühlung der
brennbaren Gase im Inneren des Sammelrohres von Vorteil
und gestattet es, das Sammelrohr insgesamt kürzer zu wählen.
Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 13 läßt sich die
Temperatur, der die Sammeleinheit beim Heranbewegen an
die Flamme und beim Aufsetzen auf die Austrittsstelle
der brennbaren Gase und des Öls ausgesetzt ist, vermindern.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 15 ist
im Hinblick auf ein Entlasten der Quelle von austretendem
Öl von Vorteil.
Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 16 ist die Sammelein
heit beim Heranbewegen an die Flamme gegen Hitzeeinwirkung
geschützt.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 17 bringt
einen zusätzlichen Schutz der in Fahrtrichtung gesehen
hinter dem Arbeitsende der Sammeleinheit liegenden Abschnitte
der Löschvorrichtung, für welche somit weniger hitzebestän
dige und damit billigere Materialien verwendet werden
können.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 18 dient
einer intensiven Abkühlung der brennbaren Gase im Sammel
rohr. Sie gestattet es bei gegebener gewünschter Tempera
turabsenkung, die Länge des Sammelrohres klein zu halten,
was die Handhabbarkeit der Sammeleinheit verbessert.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
In dieser zeigen:
Fig. 1 eine seitliche Ansicht einer selbstfahrenden
Löschvorrichtung zum Löschen von Bränden an
Erdöl- oder Erdgasquellen;
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, in welcher
eine abgewandelte selbstfahrende Löschvorrichtung
gezeigt ist; und
Fig. 3 und 4 seitliche Ansichten abgewandelter Sammel
einheiten zur Verwendung in einer Löschvorrichtung.
In Fig. 1 ist mit 10 insgesamt eine Sammeleinheit bezeich
net, deren Höhe in der Praxis 10 bis 20 m betragen kann.
Sie ist über einen Verbindungsträger 12, der in der Praxis
ebenfalls eine Länge von 10 bis 20 m aufweisen kann, mit
einem Fahrzeug 14 verbunden. Dieses trägt Gegengewichte
16, die ein Kippen des Fahrzeuges verhindern, wenn die
Sammeleinheit 10 über den Boden bewegt wird. Einen Teil
der Drehmomentabstützung für die Sammeleinheit 10 kann
ein beim freien Ende des Verbindungsträgers 12 vorgesehener
Gleitschuh übernehmen.
Das Fahrzeug 14 hat zwei Raupen-Laufwerke 20 und wird
durch unterschiedlich schnelles Bewegen der beiden Raupen
gesteuert. Ein in der Praxis ebenfalls 10 bis 20 m hoher
Mast 22 trägt am oberen Ende eine auf sichtbares Licht
ansprechende erste Fernsehkamera 24 sowie eine auf IR-Licht
ansprechende zweite Fernsehkamera 26. Die optischen Achsen
der beiden Fernsehkameras sind so geneigt, daß sie beim
unteren Ende der Sammeleinheit 10 die Erdoberfläche schneiden.
Die Sammeleinheit 10 ist über eine verschraubte Platten
aufweisende Kupplungseinheit 28 am freien Ende des Verbin
dungsträgers 12 angebracht. Eine Tragplatte 30 ist oben
an ein nach unten offenes becherförmiges Basisteil 32
angeformt. Das Basisteil 32 ist ein gegossenes Betonteil
mit Metallarmierung. Die mit 34 bezeichnete Innenfläche
des Basisteiles 32 ist kegelförmig und führt zum unteren
Ende eines in das Basisteil 32 eingelassenen Sammelrohres
36.
Das Sammelrohr 36 hat große Oberfläche, ist z. B. gewellt
oder sternförmig gefaltet oder besteht aus einer Vielzahl
parallel angeordneter vertikaler Rohre 38, die alle gleicher
maßen mit dem Inneren des glockenförmigen Basisteiles 32
in Verbindung stehen. Jedes der Rohre 38 hat geringen
Querschnitt, so daß eine Flamme sich nicht durch das Rohr
innere zum obenliegenden Rohrende fortpflanzen kann, da sie
mangels Sauerstoffzufuhr erlöscht.
Die Rohre 38 sind längs einer Mantellinie zusammen geschweißt
und bilden so ein offenes Rohrbündel wie bei 39 in Aufsicht
gezeigt. In Abwandlung kann man die Rohre 38 auch vollstän
dig auf Abstand stellen und an axial beabstandeten Stellen
durch Halteplatten oder Streben verbinden.
Wird die Sammeleinheit 10 somit über eine Flamme 40 bewegt,
die am Austrittsende einer beschädigten Förderleitung
42 brennt, und wird die Sammeleinheit 10 dann dicht auf
die mit 44 bezeichnete Erdoberfläche aufgesetzt, so erlischt
die Flamme und die brennbaren heißen Gase strömen durch
das Sammelrohr 36 nach oben. Dieses stellt aufgrund seiner
hohen Oberfläche zugleich einen Wärmetauscher dar, und
die Gesamtlänge des Sammelrohres 36 ist so gewählt, daß
die durch es hindurchströmenden Gase am oberen Rohrende
durch Wärmeleitung über die Rohrwand auf eine Temperatur
abgekühlt sind, die unter der Selbst-Entzündungstemperatur
liegt. Damit ist die Flamme gelöscht. Die Temperatur in der
Umgebung des beschädigten Kopfes der Förderleitung 42 ist
aber immer noch sehr hoch, so daß die Sammeleinheit 10 noch
längere Zeit zum Ableiten der brennbaren Gase von der
Austrittsstelle der Förderleitung am Ort verbleiben muß.
Um das Fahrzeug 14 während dieser längeren Abkühlphase
anderweitig verwenden zu können, sind an dem Sammelrohr 36
Haltelaschen 48 angeschweißt, die ein Verspannen der gesamten
Sammeleinheit 10 mit dem Boden über Spannseile 50 gestatten.
Nach Lösen der Kupplung 28 kann nun das Fahrzeug 14 wegge
fahren werden. Die demgegenüber preiswerte Sammeleinheit
10 verbleibt an der Quelle.
Die Fig. 2 bis 4 zeigen abgewandelte Ausführungsbei
spiele, bei denen durchgehend Teile, die funktionell unter
Bezugnahme auf Fig. 1 schon beschriebenen Teilen entspre
chen, wieder mit denselben Bezugszeichen versehen sind.
Diese Teile brauchen daher auch nicht im einzelnen nochmals
erläutert zu werden.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Sammeleinheit hat das Sammel
rohr 36 einen vertikalen Endabschnitt 52 mit der Höhe
des Fahrzeuges 14 im wesentlichen entsprechender Höhe,
einen 90°-Krümmerabschnitt 54 sowie einen unter Betriebs
bedingungen horizontal verlaufenden Hauptabschnitt 56.
An den Hauptabschnitt 56 ist längs der untersten Mantel
linie ein T-Träger 58 angeschweißt, der mit einem halbkreis
förmigen Trägerabschnitt 60 um den Krümmerabschnitt 54
herumgeführt ist. Der T-Träger 56 ist über ein horizontales
Schwenklager 62 an der Oberseite des Fahrzeuges 14 befestigt.
Der T-Träger 58 und das Sammelrohr 36 bilden somit eine
mechanische Einheit, wobei das Sammelrohr 36 mechanisch
gesehen einen Teil des nun durch den T-Träger 58 und das
Sammelrohr 36 zusammen gebildeten Verbindungsträger 12
bildet. Man erhält somit die gewünschte mechanische Festig
keit des Verbindungsträgers 12 unter Verwendung eines
leichteren und billigeren T-Trägers als dann, wenn letzterer
nicht fest mit dem Sammelrohr 36 verbunden wäre.
Beim in Fig. 2 rechts gelegenen Ende des T-Trägers 58
ist über ein weiteres Schwenklager 64 die Kolbenstange
66 eines doppeltwirkenden hydraulischen Arbeitszylinders
68 angelenkt, der über ein weiteres Schwenklager 70 seiner
seits am Fahrzeug 14 abgestützt ist. Durch Einfahren der
Kolbenstange 66 läßt sich die Sammeleinheit 10 insgesamt
im Uhrzeigersinne verschwenken, so daß das Basisteil 32
von der Erdoberfläche freikommt.
Das in Fig. 2 links gelegene Ende des T-Trägers 58 trägt
ein erstes Hitzeschild 72, dessen unteres Ende mit dem
Basisteil 32 fest verbunden ist. Das in Fig. 2 rechts
gelegene Ende des Basisteiles 32 ist mit dem unteren Ende
eines zweiten Hitzeschildes 74 verbunden, der in einem
oberen Abschnitt wieder mit dem T-Träger 58 verbunden
ist. Das Hitzeschild 72 schützt das Basisteil 32 und den
Endabschnitt 52 sowie den Krümmerabschnitt 54 der Sammel
einheit 10 beim Heranbewegen derselben an die brennende
Quelle. Das Hitzeschild 74 sorgt für einen noch weiter
gehenden Temperaturschutz der in Fig. 2 rechts von ihm
gelegenen Teile der Löschvorrichtung. Zugleich bilden
die beiden Hitzeschilde 72, 74 einen vertikalen Kamin,
der den Endabschnitt 52 umgibt und somit von der ehemaligen
Brandstelle aufsteigende heiße Luft vom horizontalen Haupt
abschnitt 56 der Sammeleinheit 10 weghält. Auf diese Weise
kann diese besonders effektiv als Wärmetauscher wirken.
Wegen des Hitzeschildes 74 kann man die Rohrstärke des
Sammelrohres 36 im in Fig. 2 rechts des Hitzeschildes
74 liegenden Bereich kleiner wählen, da dieses Rohr dort
nur eine geringere Temperaturbeständigkeit aufzuweisen
braucht. Dies ist im Hinblick auf einen besonders guten
Wärmeaustausch zwischen den brennbaren Gasen und der Um
gebungsatmosphäre von Vorteil. Die Hitzeschilde 72, 74
bilden ferner zusammen mit dem Basisteil 32, dem Endabschnitt
52 des Sammelrohres 36 und dem T-Träger 58 eine Stütze, über
welche das in der Zeichnung linksgelegene Ende der Sammel
einheit auf der Erdoberfläche 44 steht.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind im Inneren des Sammel
rohres 36 erste Düsenringe 76 angeordnet, die mit einer
Flüssigkeitsleitung 78 verbunden sind und Flüssigkeits
strahlen 80 in Strömungsrichtung der brennbaren Gase ab
geben. Zweite Düsenringe 82 sind mit einer Flüssigkeits
leitung 84 verbunden und geben Flüssigkeitsstrahlen 86
entgegen Strömungsrichtung der Gase ins Innere des Sammel
rohres 36 ab. Die Flüssigkeitsleitungen 78 und 84 sind
über flexible Leitungen 88, 90 mit nicht im einzelnen
gezeigten Förderpumpen und Vorratstanks verbunden, die
im Inneren des Fahrzeuges 14 angeordnet sind.
In Abwandlung kann man die Düsen auch in der Rohrwand vorsehen
und die zugeordneten Verteilerleitungen als Ringsegment aus
bilden, zwischen deren Enden der T-Träger 58 liegt.
Bei getrennten Flüssigkeits-Vorratstanks kann man den ersten
und zweiten Düsenringen unterschiedliche Flüssigkeiten
zuführen. Zum Beispiel Wasser und ein chemische Zusätze
enthaltendes flüssiges Löschmittel oder zwei flüssige
Löschmittel mit unterschiedlichen Zusätzen. Die Düsenringe
76 und 82 können nacheinander oder gemeinsam mit Flüssigkeit
beaufschlagt werden.
Was das Löschen der Flamme 40 und das Abführen der brenn
baren Gase von der Förderleitung 42 betrifft, arbeitet
die Sammeleinheit 10 ähnlich wie die unter Bezugnahme
auf Fig. 1 beschriebene. Auch dieser Sammeleinheit muß
nach dem Löschen der Flamme noch längere Zeit am Einsatz
ort verbleiben, bis die Umgebung der Brandstelle auf eine
unter der Entzündungstemperatur der Gase liegende Temperatur
abgekühlt ist. Um die brennbaren Gase in dieser Zeit ab
führen zu können und damit einerseits einer Nutzung zuzu
führen, andererseits die Entstehung zündbaren Gemisches
an der Einsatzstelle zu vermeiden, ist das Ende des Sammel
rohres 36 mit einem Flansch 92 versehen, an den eine Leitung
94 angeschlossen werden kann, die zu einer in der Nachbar
schaft der Brandstelle schon existierenden Pipeline führt.
Um das Fahrzeug 14 während dieser Abkühlphase anderweitig
benutzen zu können, ist am Ende des T-Trägers 58 eine
Öffnung 96 vorgesehen, an welcher ein gestrichelt angedeu
teter Ständer 98 angebracht werden kann. Ferner hat der
T-Träger 58 eine Mehrzahl in Längsrichtung aufeinanderfol
gender Befestigungslöcher 100, an denen wieder jeweils
Spannseile angebracht werden können. Nach Lösen der Schwenk
lager 62 und 64 kann dann das Fahrzeug 14 von der Brandstelle
wegbewegt werden.
Die abgewandelte Sammeleinheit nach Fig. 3 10 hat einen
60°-Krümmerabschnitt 54 und in den Hauptabschnitt 56 des
Sammelrohres 36 ist ein größeren Durchmesser aufweisender
Rohrabschnitt 102 eingefügt, der über einen kegelförmigen
Rohrabschnitt 104 mit großem Öffnungswinkel bzw. einen
kegelförmigen Rohrabschnitt 106 mit kleinem Öffnungswinkel
in das Sammelrohr 36 eingefügt ist. Beim Passieren des
Rohrabschnittes 104 werden die brennbaren Gase rasch expan
diert, kühlen somit ab und verlieren an Geschwindigkeit.
Beim Passieren des Rohrabschnittes 106 werden die Gase
langsam wieder radial nach innen gedrückt und gewinnen an
Strömungsgeschwindigkeit. Auf diese Weise erhält man im
Hauptabschnitt 56 des Sammelrohres 36 eine erhöhte Verweil
dauer.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist das Basisteil
32 weggelassen, was bei kleinen Bränden möglich ist. Das
untere Ende des ähnlich wie in Fig. 2 abgewinkelten Sammel
rohres 36 trägt direkt das Hitzeschild 72, welches über
einen Träger 107 zusätzlich am T-Träger 58 zur Momentenauf
nahme abgestützt ist. Beim unteren Ende des Sammelrohres
36 ist ein Düsenring 108 vorgesehen, der wieder mit einer
Flüssigkeitsleitung verbunden ist, z. B. der mit den ersten
Düsenringen 76 verbundenen Flüssigkeitsleitung 78.
Das Ende des Sammelrohres 36 ist über einen flexiblen
Rohrabschnitt 110 mit einem Flüssigkeitsabscheider 112
verbunden, der schematisch als Prallabscheider gezeichnet
ist. Der Auslaß des letzteren ist wieder mit der Leitung
94 verbunden. Vom Sumpf des Flüssigkeitsabscheiders 112
kann das abgeschiedene Öl durch eine Leitung 114 abgezogen
werden, aus der eine nicht dargestellte Pumpe das Öl in
eine in der Nachbarschaft verlegte, noch intakte oder
zuvor reparierte Pipeline fördert.
Claims (18)
1. Verfahren zum Löschen von Bränden an Erdöl- oder Erdgas
quellen, dadurch gekennzeichnet, daß über die Flamme
derart eine Sammeleinheit (10) gestellt wird, daß deren
unteres Ende zusammen mit der Erdoberfläche eine den Aus
trittsbereich von Öl und/oder brennbaren Gasen umgebende
Dichtstelle bildet, wobei der Querschnitt und die Länge
eines zur Sammeleinheit (10) gehörenden Sammelrohres (36)
so gewählt sind, daß dem Rohrinneren keine zur Aufrecht
erhaltung einer Verbrennung ausreichende Sauerstoffmenge
zugeführt wird, und wobei die Länge des Sammelrohres (36)
so gewählt ist, daß die Temperatur der aus seinem freien
Ende austretenden brennbaren Gase unter deren Entzündungs
punkt liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die aus der Sammeleinheit (10) austretenden Gase
einer Sammelleitung (94) zugeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in das Sammelrohr (36) eine nicht brennbare Flüssig
keit, z. B. Wasser oder ein anderes flüssiges Löschmittel
eingespritzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Einspritzen der nicht brennbaren Flüssigkeit
zumindest teilweise entgegen der Strömungsrichtung der
brennbaren Gase erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Einspritzen der nicht brennbaren Flüssigkeit
zumindest teilweise in Strömungsrichtung der brennbaren
Gase erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß nach dem Erlöschen der Flamme
und Abkühlung der Umgebung der Austrittsstelle von Öl
und Gas auf eine unter dem Entzündungspunkt der brennbaren
Gase liegende Temperatur, Öl vom unteren Ende der Sammel
einheit (10) abgezogen wird.
7. Vorrichtung zum Löschen von Bränden an Erdöl- oder
Erdgasquellen gemäß dem Verfahren nach einem der An
sprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein Fahrzeug (14),
welches die Sammeleinheit (10) über einen langen Ausleger
(12) trägt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fahrzeug (14) eine Einrichtung (62-68) zum
Anheben und Absenken des unteren Endes der Sammeleinheit
(10) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sammeleinheit (10) ein abgewinkeltes
Sammelrohr (36) aufweist, dessen im wesentlichen horizontal
verlaufender Hauptabschnitt (56) zugleich den Ausleger
(12) oder einen Teil desselben bildet.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Sammelrohr (36) einen eine
Beruhigungsstrecke vorgebenden erweiterten Rohrabschnitt
(102 bis 106) aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß im Inneren des Sammelrohres (36)
axial beabstandet eine Mehrzahl von Einspritzeinrichtungen
(76, 82) für die nicht brennbare Flüssigkeit vorgesehen
sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einspritzeinrichtungen jeweils einen in der
Nähe der Innenfläche des Sammelrohres (36) angeordneten
Düsenring (76, 78) aufweisen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der Außenseite des unteren
Endabschnittes (52) des Sammelrohres (36) ein nach unten
weisende Düsen aufweisender Düsenring (108) vorgesehen
ist, der mit einer Quelle für nicht brennbare Flüssigkeit
verbunden ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, gekenn
zeichnet durch eine Abzugsleitung (114) für Öl.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ölabzugsleitung (114) mit einem unteren Ab
schnitt eines Flüssigkeitsabscheiders (112) in Verbindung
steht, der strömungsmäßig in das Sammelrohr (36) eingefügt
ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15, gekenn
zeichnet durch einen in Fahrtrichtung des Fahrzeuges
gesehen beim vorderen Ende der Sammeleinheit (10) liegenden
Hitzeschild (72).
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 16, gekenn
zeichnet durch einen in Fahrtrichtung des Fahrzeuges
(14) gesehen beim hinteren Ende der Sammeleinheit (10)
liegenden Hitzeschild (74).
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß das Sammelrohr (36) eine bezogen
auf die Querschnittsfläche große Wandfläche aufweist, z. B.
eine gefaltete, vorzugsweise sternförmig gefaltete Wand
aufweist oder aus einer Mehrzahl von strömungsmäßig parallel
geschalteten Rohren (68) besteht, die sich nicht oder nur
längs Mantellinien berühren.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914110431 DE4110431A1 (de) | 1991-03-30 | 1991-03-30 | Verfahren und vorrichtung zum loeschen von braenden an erdoel- oder erdgasquellen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914110431 DE4110431A1 (de) | 1991-03-30 | 1991-03-30 | Verfahren und vorrichtung zum loeschen von braenden an erdoel- oder erdgasquellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4110431A1 true DE4110431A1 (de) | 1992-10-01 |
Family
ID=6428525
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914110431 Withdrawn DE4110431A1 (de) | 1991-03-30 | 1991-03-30 | Verfahren und vorrichtung zum loeschen von braenden an erdoel- oder erdgasquellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4110431A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996034659A1 (de) * | 1995-05-03 | 1996-11-07 | Schaefer Klaus | Verfahren und löschanlage zur brandbekämpfung |
| RU2134771C1 (ru) * | 1997-12-17 | 1999-08-20 | Оренбургская военизированная часть по предупреждению возникновения и по ликвидации открытых газовых и нефтяных фонтанов Фирмы "Газобезопасность" | Подъемно-транспортное устройство |
| CN112604204A (zh) * | 2020-11-26 | 2021-04-06 | 国网电力科学研究院有限公司 | 锂离子电池储能电站火灾防控系统和方法 |
| CN112675459A (zh) * | 2020-12-16 | 2021-04-20 | 山东省科学院自动化研究所 | 一种自主探测定位及精准灭火机器人系统及使用方法 |
-
1991
- 1991-03-30 DE DE19914110431 patent/DE4110431A1/de not_active Withdrawn
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |