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DE4110431A1 - Verfahren und vorrichtung zum loeschen von braenden an erdoel- oder erdgasquellen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum loeschen von braenden an erdoel- oder erdgasquellen

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Publication number
DE4110431A1
DE4110431A1 DE19914110431 DE4110431A DE4110431A1 DE 4110431 A1 DE4110431 A1 DE 4110431A1 DE 19914110431 DE19914110431 DE 19914110431 DE 4110431 A DE4110431 A DE 4110431A DE 4110431 A1 DE4110431 A1 DE 4110431A1
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DE
Germany
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collecting
collecting unit
tube
flame
pipe
Prior art date
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Withdrawn
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DE19914110431
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English (en)
Inventor
Wolfgang Dr Ing Steinbach
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE4110431A1 publication Critical patent/DE4110431A1/de
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    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C27/00Fire-fighting land vehicles
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C3/00Fire prevention, containment or extinguishing specially adapted for particular objects or places
    • A62C3/02Fire prevention, containment or extinguishing specially adapted for particular objects or places for area conflagrations, e.g. forest fires, subterranean fires
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B33/00Sealing or packing boreholes or wells
    • E21B33/02Surface sealing or packing
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B35/00Methods or apparatus for preventing or extinguishing fires

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Löschen von Bränden an Erdöl- oder Erdgasquellen sowie eine Vorrichtung hierfür.
Brände an Erdöl- oder Erdgasquellen werden so gelöscht, daß man durch eine Druckwelle die Flamme kurzfristig so weit von der Quelle wegbewegt, daß der Brennstoffnachschub zur Flamme unterbrochen wird. Befinden sich in der Nachbar­ schaft der Quelle keine sehr heißen Materialstücke, ist damit das Löschen des Brandes beendet.
Insbesondere dann, wenn ein Brand sehr lange angehalten hat, befinden sich aber sehr heiße Materialstücke in der Nachbarschaft der Quelle, so daß mit einem Wiederzünden des Brandes gerechnet werden muß. Hier muß rasch und intensiv die Nachbarschaft der Quelle gekühlt werden, was umfang­ reiche Vorbereitungen erfordert und an Quellen, die weit von Wasservorräten entfernt sind, erhebliche Transportkapa­ zitäten erfordert.
Durch die vorliegende Erfindung soll ein Verfahren zum Löschen von Bränden an Erdöl- oder Erdgasquellen angegeben werden, mit welchem ein Brand im wesentlichen ohne Einsatz von Löschmitteln wie Wasser und Schaum gelöscht werden kann.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Löschver­ fahren gemäß Anspruch 1.
Bei dem erfindungsgemäßen Löschverfahren wird eine ein flammsperrendes Sammelrohr aufweisende Sammeleinheit dicht über das Austrittsloch der trennbaren Gase und Flüssigkeit gestellt. Nach diesem dichten Aufstellen ist die Flamme zunächst im Inneren des Sammelrohres gefangen. Dessen Länge und Querschnitt sind so bemessen, daß einerseits vom Rohrende her keine im Hinblick auf die Menge brennbarer Gase nennenswerten Luftmengen ins Rohrinnere gelangen, so daß die Flamme im Rohr erlischt, andererseits aber die unverbrannten Gase im wesentlichen unbehindert zum Ende des Sammelrohres abströmen können. Die Verweildauer der brenn­ baren Gase im Sammelrohr ist über dessen Querschnittsbe­ messung und Länge so eingestellt, daß die Temperatur der aus dem Sammelrohr austretenden Gase unter die Entzündungs­ temperatur abgesunken ist, so daß am Rohrende, wo an sich wieder Luftsauerstoff zur Verfügung stünde, kein Wiederzünden der Flamme erfolgt.
Das erfindungsgemäße Löschverfahren läßt sich somit im wesentlichen trocken und mit einer einfach aufgebauten Löschvorrichtung durchführen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in abhängi­ gen Ansprüchen angegeben.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 wird erreicht, daß sich in der Umgebung der Sammeleinheit keine leicht entzündliche Gasmischung bildet.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 ermöglicht es, die Temperatur der durch das Sammelrohr strömenden brennbaren Gase rascher abzukühlen, als dies durch reine Wärmeabfuhr über die Rohrwand möglich ist. Man kann somit die Länge des in der Sammeleinheit verwendeten Sammelrohres kleiner wählen.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 4 ist im Hinblick auf ein möglichst intensives Vermischen der zum Kühlen verwendeten nicht brennbaren Flüssigkeit mit den im Sammelrohr strömenden brennbaren Gase von Vorteil.
Gemäß Anspruch 9 erhält man mit einfachen Mitteln einen verhältnismäßig leichten und tragfähigen Ausleger, über den die Sammeleinheit von einem Fahrzeug getragen ist.
Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 10 ist im Hinblick auf eine Verbesserung der Kühlung der brennbaren Gase im Inneren des Sammelrohres von Vorteil und gestattet es, das Sammelrohr insgesamt kürzer zu wählen.
Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 13 läßt sich die Temperatur, der die Sammeleinheit beim Heranbewegen an die Flamme und beim Aufsetzen auf die Austrittsstelle der brennbaren Gase und des Öls ausgesetzt ist, vermindern.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 15 ist im Hinblick auf ein Entlasten der Quelle von austretendem Öl von Vorteil.
Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 16 ist die Sammelein­ heit beim Heranbewegen an die Flamme gegen Hitzeeinwirkung geschützt.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 17 bringt einen zusätzlichen Schutz der in Fahrtrichtung gesehen hinter dem Arbeitsende der Sammeleinheit liegenden Abschnitte der Löschvorrichtung, für welche somit weniger hitzebestän­ dige und damit billigere Materialien verwendet werden können.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 18 dient einer intensiven Abkühlung der brennbaren Gase im Sammel­ rohr. Sie gestattet es bei gegebener gewünschter Tempera­ turabsenkung, die Länge des Sammelrohres klein zu halten, was die Handhabbarkeit der Sammeleinheit verbessert.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei­ spielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine seitliche Ansicht einer selbstfahrenden Löschvorrichtung zum Löschen von Bränden an Erdöl- oder Erdgasquellen;
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, in welcher eine abgewandelte selbstfahrende Löschvorrichtung gezeigt ist; und
Fig. 3 und 4 seitliche Ansichten abgewandelter Sammel­ einheiten zur Verwendung in einer Löschvorrichtung.
In Fig. 1 ist mit 10 insgesamt eine Sammeleinheit bezeich­ net, deren Höhe in der Praxis 10 bis 20 m betragen kann. Sie ist über einen Verbindungsträger 12, der in der Praxis ebenfalls eine Länge von 10 bis 20 m aufweisen kann, mit einem Fahrzeug 14 verbunden. Dieses trägt Gegengewichte 16, die ein Kippen des Fahrzeuges verhindern, wenn die Sammeleinheit 10 über den Boden bewegt wird. Einen Teil der Drehmomentabstützung für die Sammeleinheit 10 kann ein beim freien Ende des Verbindungsträgers 12 vorgesehener Gleitschuh übernehmen.
Das Fahrzeug 14 hat zwei Raupen-Laufwerke 20 und wird durch unterschiedlich schnelles Bewegen der beiden Raupen gesteuert. Ein in der Praxis ebenfalls 10 bis 20 m hoher Mast 22 trägt am oberen Ende eine auf sichtbares Licht ansprechende erste Fernsehkamera 24 sowie eine auf IR-Licht ansprechende zweite Fernsehkamera 26. Die optischen Achsen der beiden Fernsehkameras sind so geneigt, daß sie beim unteren Ende der Sammeleinheit 10 die Erdoberfläche schneiden.
Die Sammeleinheit 10 ist über eine verschraubte Platten aufweisende Kupplungseinheit 28 am freien Ende des Verbin­ dungsträgers 12 angebracht. Eine Tragplatte 30 ist oben an ein nach unten offenes becherförmiges Basisteil 32 angeformt. Das Basisteil 32 ist ein gegossenes Betonteil mit Metallarmierung. Die mit 34 bezeichnete Innenfläche des Basisteiles 32 ist kegelförmig und führt zum unteren Ende eines in das Basisteil 32 eingelassenen Sammelrohres 36.
Das Sammelrohr 36 hat große Oberfläche, ist z. B. gewellt oder sternförmig gefaltet oder besteht aus einer Vielzahl parallel angeordneter vertikaler Rohre 38, die alle gleicher­ maßen mit dem Inneren des glockenförmigen Basisteiles 32 in Verbindung stehen. Jedes der Rohre 38 hat geringen Querschnitt, so daß eine Flamme sich nicht durch das Rohr­ innere zum obenliegenden Rohrende fortpflanzen kann, da sie mangels Sauerstoffzufuhr erlöscht.
Die Rohre 38 sind längs einer Mantellinie zusammen geschweißt und bilden so ein offenes Rohrbündel wie bei 39 in Aufsicht gezeigt. In Abwandlung kann man die Rohre 38 auch vollstän­ dig auf Abstand stellen und an axial beabstandeten Stellen durch Halteplatten oder Streben verbinden.
Wird die Sammeleinheit 10 somit über eine Flamme 40 bewegt, die am Austrittsende einer beschädigten Förderleitung 42 brennt, und wird die Sammeleinheit 10 dann dicht auf die mit 44 bezeichnete Erdoberfläche aufgesetzt, so erlischt die Flamme und die brennbaren heißen Gase strömen durch das Sammelrohr 36 nach oben. Dieses stellt aufgrund seiner hohen Oberfläche zugleich einen Wärmetauscher dar, und die Gesamtlänge des Sammelrohres 36 ist so gewählt, daß die durch es hindurchströmenden Gase am oberen Rohrende durch Wärmeleitung über die Rohrwand auf eine Temperatur abgekühlt sind, die unter der Selbst-Entzündungstemperatur liegt. Damit ist die Flamme gelöscht. Die Temperatur in der Umgebung des beschädigten Kopfes der Förderleitung 42 ist aber immer noch sehr hoch, so daß die Sammeleinheit 10 noch längere Zeit zum Ableiten der brennbaren Gase von der Austrittsstelle der Förderleitung am Ort verbleiben muß.
Um das Fahrzeug 14 während dieser längeren Abkühlphase anderweitig verwenden zu können, sind an dem Sammelrohr 36 Haltelaschen 48 angeschweißt, die ein Verspannen der gesamten Sammeleinheit 10 mit dem Boden über Spannseile 50 gestatten. Nach Lösen der Kupplung 28 kann nun das Fahrzeug 14 wegge­ fahren werden. Die demgegenüber preiswerte Sammeleinheit 10 verbleibt an der Quelle.
Die Fig. 2 bis 4 zeigen abgewandelte Ausführungsbei­ spiele, bei denen durchgehend Teile, die funktionell unter Bezugnahme auf Fig. 1 schon beschriebenen Teilen entspre­ chen, wieder mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Diese Teile brauchen daher auch nicht im einzelnen nochmals erläutert zu werden.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Sammeleinheit hat das Sammel­ rohr 36 einen vertikalen Endabschnitt 52 mit der Höhe des Fahrzeuges 14 im wesentlichen entsprechender Höhe, einen 90°-Krümmerabschnitt 54 sowie einen unter Betriebs­ bedingungen horizontal verlaufenden Hauptabschnitt 56. An den Hauptabschnitt 56 ist längs der untersten Mantel­ linie ein T-Träger 58 angeschweißt, der mit einem halbkreis­ förmigen Trägerabschnitt 60 um den Krümmerabschnitt 54 herumgeführt ist. Der T-Träger 56 ist über ein horizontales Schwenklager 62 an der Oberseite des Fahrzeuges 14 befestigt.
Der T-Träger 58 und das Sammelrohr 36 bilden somit eine mechanische Einheit, wobei das Sammelrohr 36 mechanisch gesehen einen Teil des nun durch den T-Träger 58 und das Sammelrohr 36 zusammen gebildeten Verbindungsträger 12 bildet. Man erhält somit die gewünschte mechanische Festig­ keit des Verbindungsträgers 12 unter Verwendung eines leichteren und billigeren T-Trägers als dann, wenn letzterer nicht fest mit dem Sammelrohr 36 verbunden wäre.
Beim in Fig. 2 rechts gelegenen Ende des T-Trägers 58 ist über ein weiteres Schwenklager 64 die Kolbenstange 66 eines doppeltwirkenden hydraulischen Arbeitszylinders 68 angelenkt, der über ein weiteres Schwenklager 70 seiner­ seits am Fahrzeug 14 abgestützt ist. Durch Einfahren der Kolbenstange 66 läßt sich die Sammeleinheit 10 insgesamt im Uhrzeigersinne verschwenken, so daß das Basisteil 32 von der Erdoberfläche freikommt.
Das in Fig. 2 links gelegene Ende des T-Trägers 58 trägt ein erstes Hitzeschild 72, dessen unteres Ende mit dem Basisteil 32 fest verbunden ist. Das in Fig. 2 rechts gelegene Ende des Basisteiles 32 ist mit dem unteren Ende eines zweiten Hitzeschildes 74 verbunden, der in einem oberen Abschnitt wieder mit dem T-Träger 58 verbunden ist. Das Hitzeschild 72 schützt das Basisteil 32 und den Endabschnitt 52 sowie den Krümmerabschnitt 54 der Sammel­ einheit 10 beim Heranbewegen derselben an die brennende Quelle. Das Hitzeschild 74 sorgt für einen noch weiter­ gehenden Temperaturschutz der in Fig. 2 rechts von ihm gelegenen Teile der Löschvorrichtung. Zugleich bilden die beiden Hitzeschilde 72, 74 einen vertikalen Kamin, der den Endabschnitt 52 umgibt und somit von der ehemaligen Brandstelle aufsteigende heiße Luft vom horizontalen Haupt­ abschnitt 56 der Sammeleinheit 10 weghält. Auf diese Weise kann diese besonders effektiv als Wärmetauscher wirken.
Wegen des Hitzeschildes 74 kann man die Rohrstärke des Sammelrohres 36 im in Fig. 2 rechts des Hitzeschildes 74 liegenden Bereich kleiner wählen, da dieses Rohr dort nur eine geringere Temperaturbeständigkeit aufzuweisen braucht. Dies ist im Hinblick auf einen besonders guten Wärmeaustausch zwischen den brennbaren Gasen und der Um­ gebungsatmosphäre von Vorteil. Die Hitzeschilde 72, 74 bilden ferner zusammen mit dem Basisteil 32, dem Endabschnitt 52 des Sammelrohres 36 und dem T-Träger 58 eine Stütze, über welche das in der Zeichnung linksgelegene Ende der Sammel­ einheit auf der Erdoberfläche 44 steht.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind im Inneren des Sammel­ rohres 36 erste Düsenringe 76 angeordnet, die mit einer Flüssigkeitsleitung 78 verbunden sind und Flüssigkeits­ strahlen 80 in Strömungsrichtung der brennbaren Gase ab­ geben. Zweite Düsenringe 82 sind mit einer Flüssigkeits­ leitung 84 verbunden und geben Flüssigkeitsstrahlen 86 entgegen Strömungsrichtung der Gase ins Innere des Sammel­ rohres 36 ab. Die Flüssigkeitsleitungen 78 und 84 sind über flexible Leitungen 88, 90 mit nicht im einzelnen gezeigten Förderpumpen und Vorratstanks verbunden, die im Inneren des Fahrzeuges 14 angeordnet sind.
In Abwandlung kann man die Düsen auch in der Rohrwand vorsehen und die zugeordneten Verteilerleitungen als Ringsegment aus­ bilden, zwischen deren Enden der T-Träger 58 liegt.
Bei getrennten Flüssigkeits-Vorratstanks kann man den ersten und zweiten Düsenringen unterschiedliche Flüssigkeiten zuführen. Zum Beispiel Wasser und ein chemische Zusätze enthaltendes flüssiges Löschmittel oder zwei flüssige Löschmittel mit unterschiedlichen Zusätzen. Die Düsenringe 76 und 82 können nacheinander oder gemeinsam mit Flüssigkeit beaufschlagt werden.
Was das Löschen der Flamme 40 und das Abführen der brenn­ baren Gase von der Förderleitung 42 betrifft, arbeitet die Sammeleinheit 10 ähnlich wie die unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschriebene. Auch dieser Sammeleinheit muß nach dem Löschen der Flamme noch längere Zeit am Einsatz­ ort verbleiben, bis die Umgebung der Brandstelle auf eine unter der Entzündungstemperatur der Gase liegende Temperatur abgekühlt ist. Um die brennbaren Gase in dieser Zeit ab­ führen zu können und damit einerseits einer Nutzung zuzu­ führen, andererseits die Entstehung zündbaren Gemisches an der Einsatzstelle zu vermeiden, ist das Ende des Sammel­ rohres 36 mit einem Flansch 92 versehen, an den eine Leitung 94 angeschlossen werden kann, die zu einer in der Nachbar­ schaft der Brandstelle schon existierenden Pipeline führt.
Um das Fahrzeug 14 während dieser Abkühlphase anderweitig benutzen zu können, ist am Ende des T-Trägers 58 eine Öffnung 96 vorgesehen, an welcher ein gestrichelt angedeu­ teter Ständer 98 angebracht werden kann. Ferner hat der T-Träger 58 eine Mehrzahl in Längsrichtung aufeinanderfol­ gender Befestigungslöcher 100, an denen wieder jeweils Spannseile angebracht werden können. Nach Lösen der Schwenk­ lager 62 und 64 kann dann das Fahrzeug 14 von der Brandstelle wegbewegt werden.
Die abgewandelte Sammeleinheit nach Fig. 3 10 hat einen 60°-Krümmerabschnitt 54 und in den Hauptabschnitt 56 des Sammelrohres 36 ist ein größeren Durchmesser aufweisender Rohrabschnitt 102 eingefügt, der über einen kegelförmigen Rohrabschnitt 104 mit großem Öffnungswinkel bzw. einen kegelförmigen Rohrabschnitt 106 mit kleinem Öffnungswinkel in das Sammelrohr 36 eingefügt ist. Beim Passieren des Rohrabschnittes 104 werden die brennbaren Gase rasch expan­ diert, kühlen somit ab und verlieren an Geschwindigkeit.
Beim Passieren des Rohrabschnittes 106 werden die Gase langsam wieder radial nach innen gedrückt und gewinnen an Strömungsgeschwindigkeit. Auf diese Weise erhält man im Hauptabschnitt 56 des Sammelrohres 36 eine erhöhte Verweil­ dauer.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist das Basisteil 32 weggelassen, was bei kleinen Bränden möglich ist. Das untere Ende des ähnlich wie in Fig. 2 abgewinkelten Sammel­ rohres 36 trägt direkt das Hitzeschild 72, welches über einen Träger 107 zusätzlich am T-Träger 58 zur Momentenauf­ nahme abgestützt ist. Beim unteren Ende des Sammelrohres 36 ist ein Düsenring 108 vorgesehen, der wieder mit einer Flüssigkeitsleitung verbunden ist, z. B. der mit den ersten Düsenringen 76 verbundenen Flüssigkeitsleitung 78.
Das Ende des Sammelrohres 36 ist über einen flexiblen Rohrabschnitt 110 mit einem Flüssigkeitsabscheider 112 verbunden, der schematisch als Prallabscheider gezeichnet ist. Der Auslaß des letzteren ist wieder mit der Leitung 94 verbunden. Vom Sumpf des Flüssigkeitsabscheiders 112 kann das abgeschiedene Öl durch eine Leitung 114 abgezogen werden, aus der eine nicht dargestellte Pumpe das Öl in eine in der Nachbarschaft verlegte, noch intakte oder zuvor reparierte Pipeline fördert.

Claims (18)

1. Verfahren zum Löschen von Bränden an Erdöl- oder Erdgas­ quellen, dadurch gekennzeichnet, daß über die Flamme derart eine Sammeleinheit (10) gestellt wird, daß deren unteres Ende zusammen mit der Erdoberfläche eine den Aus­ trittsbereich von Öl und/oder brennbaren Gasen umgebende Dichtstelle bildet, wobei der Querschnitt und die Länge eines zur Sammeleinheit (10) gehörenden Sammelrohres (36) so gewählt sind, daß dem Rohrinneren keine zur Aufrecht­ erhaltung einer Verbrennung ausreichende Sauerstoffmenge zugeführt wird, und wobei die Länge des Sammelrohres (36) so gewählt ist, daß die Temperatur der aus seinem freien Ende austretenden brennbaren Gase unter deren Entzündungs­ punkt liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Sammeleinheit (10) austretenden Gase einer Sammelleitung (94) zugeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in das Sammelrohr (36) eine nicht brennbare Flüssig­ keit, z. B. Wasser oder ein anderes flüssiges Löschmittel eingespritzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Einspritzen der nicht brennbaren Flüssigkeit zumindest teilweise entgegen der Strömungsrichtung der brennbaren Gase erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Einspritzen der nicht brennbaren Flüssigkeit zumindest teilweise in Strömungsrichtung der brennbaren Gase erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Erlöschen der Flamme und Abkühlung der Umgebung der Austrittsstelle von Öl und Gas auf eine unter dem Entzündungspunkt der brennbaren Gase liegende Temperatur, Öl vom unteren Ende der Sammel­ einheit (10) abgezogen wird.
7. Vorrichtung zum Löschen von Bränden an Erdöl- oder Erdgasquellen gemäß dem Verfahren nach einem der An­ sprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein Fahrzeug (14), welches die Sammeleinheit (10) über einen langen Ausleger (12) trägt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeug (14) eine Einrichtung (62-68) zum Anheben und Absenken des unteren Endes der Sammeleinheit (10) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Sammeleinheit (10) ein abgewinkeltes Sammelrohr (36) aufweist, dessen im wesentlichen horizontal verlaufender Hauptabschnitt (56) zugleich den Ausleger (12) oder einen Teil desselben bildet.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Sammelrohr (36) einen eine Beruhigungsstrecke vorgebenden erweiterten Rohrabschnitt (102 bis 106) aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des Sammelrohres (36) axial beabstandet eine Mehrzahl von Einspritzeinrichtungen (76, 82) für die nicht brennbare Flüssigkeit vorgesehen sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspritzeinrichtungen jeweils einen in der Nähe der Innenfläche des Sammelrohres (36) angeordneten Düsenring (76, 78) aufweisen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Außenseite des unteren Endabschnittes (52) des Sammelrohres (36) ein nach unten weisende Düsen aufweisender Düsenring (108) vorgesehen ist, der mit einer Quelle für nicht brennbare Flüssigkeit verbunden ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, gekenn­ zeichnet durch eine Abzugsleitung (114) für Öl.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Ölabzugsleitung (114) mit einem unteren Ab­ schnitt eines Flüssigkeitsabscheiders (112) in Verbindung steht, der strömungsmäßig in das Sammelrohr (36) eingefügt ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15, gekenn­ zeichnet durch einen in Fahrtrichtung des Fahrzeuges gesehen beim vorderen Ende der Sammeleinheit (10) liegenden Hitzeschild (72).
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 16, gekenn­ zeichnet durch einen in Fahrtrichtung des Fahrzeuges (14) gesehen beim hinteren Ende der Sammeleinheit (10) liegenden Hitzeschild (74).
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Sammelrohr (36) eine bezogen auf die Querschnittsfläche große Wandfläche aufweist, z. B. eine gefaltete, vorzugsweise sternförmig gefaltete Wand aufweist oder aus einer Mehrzahl von strömungsmäßig parallel geschalteten Rohren (68) besteht, die sich nicht oder nur längs Mantellinien berühren.
DE19914110431 1991-03-30 1991-03-30 Verfahren und vorrichtung zum loeschen von braenden an erdoel- oder erdgasquellen Withdrawn DE4110431A1 (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1996034659A1 (de) * 1995-05-03 1996-11-07 Schaefer Klaus Verfahren und löschanlage zur brandbekämpfung
RU2134771C1 (ru) * 1997-12-17 1999-08-20 Оренбургская военизированная часть по предупреждению возникновения и по ликвидации открытых газовых и нефтяных фонтанов Фирмы "Газобезопасность" Подъемно-транспортное устройство
CN112604204A (zh) * 2020-11-26 2021-04-06 国网电力科学研究院有限公司 锂离子电池储能电站火灾防控系统和方法
CN112675459A (zh) * 2020-12-16 2021-04-20 山东省科学院自动化研究所 一种自主探测定位及精准灭火机器人系统及使用方法

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