DE4141364A1 - Tauchermaske - Google Patents
TauchermaskeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Tauchermaske mit planem Sichtfenster, an dem zur
Korrektur von Weitsichtigkeit des Trägers eine plankonvexe Linse durch Kleben
befestigt ist.
Tauchermasken dieser Art sind bekannt. Die entsprechenden Linsen, die der
Korrektur der Fehlsichtigkeit, speziell der Weitsichtigkeit des Trägers dienen,
müssen zuverlässig und sicher sein, um den Taucher insbesondere beim
Tauchen in großen Tiefen nicht zu gefährden.
Derzeit werden optische Korrektionsgläser innen auf die Frontscheibe der
Tauchermaske aufgeklebt. Dies setzt voraus, daß die verwendeten Gläser
plankonkave oder plankonvexe Form haben. Die Planseite der Linse wird durch
Kleben dauerhaft mit der Frontscheibe der Maske verbunden.
Eine weitere Möglichkeit, die ebenfalls in großem Umfang angewendet wird,
besteht darin, die Frontscheibe der Maske zu entfernen und an ihrer Stelle
industriell vorgefertigte Linsen einzusetzen, die ebenfalls auf der dem Auge
abgewandten Seite plan sind. Die Grenzfläche zwischen Glas und Wasser muß
hierbei immer plan sein, weil andernfalls die Brechkraft des Glases unter
Wasser und in Luft unterschiedlich wäre. Da der Taucher jedoch nicht nur unter
Wasser sondern auch nach dem Auftauchen in Luft gut sehen muß, beispiels
weise um ein Tauchboot zu erkennen, ist bisher stets an der planen Außenseite
der Sichtscheiben festgehalten worden.
Zur Korrektur der Kurzsichtigkeit werden die obengenannten Plankonkav-
Linsen verwendet, die in ihrer Form einem punktuell abbildendem Brillenglas
relativ ähnlich sind und deshalb auch gute Abbildungseigenschaften haben.
Im Bereich der Weitsichtigkeit verhält es sich genau umgekehrt. Das
Plankonvex-Glas hat, wenn es mit der Konvexseite dem Auge zugewandt
angeordnet ist, ausgesprochen schlechte Abbildungseigenschaften. Dies hat
zur Folge, daß je nach Stärke der Linse nur eine mehr oder weniger kleine
zentrale Zone scharf abgebildet wird, während im peripheren Bereich
erhebliche Abbildungsfehler auftreten.
In der Praxis bedeutet dies, daß die periphere Sehschärfe des Tauchers schon
bei geringen Stärken merklich gemindert wird, was nicht zuletzt wegen der oft
sehr großen Sichtscheiben von Tauchmasken von Bedeutung ist.
Ab ca. +3 bis +4 Dioptrien wird dieser Effekt so stark, daß eine Benutzung
dieser Korrektionsmöglichkeit nicht mehr vertretbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine praktikable Möglichkeit
vorzuschlagen, mit der im Bereich mittlerer und stärkerer Weitsichtigkeit des
Tauchers dieser Sehfehler korrigiert werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß die plankonvexe
Korrekturlinse mit ihrer planen Fläche auf der Außenseite des Sichtfensters
festgeklebt ist. Durch diese neuartige Anordnung wird bereits erreicht, daß
zumindest unter Wasser auch stärkere Weitsichtigkeitsfehler korrigiert werden
können.
Um zu erreichen, daß der Taucher sowohl unter Wasser wie auch über Wasser
gut sieht, wird eine Tauchermaske vorgeschlagen, bei der vor der konvexen
Fläche der Korrekturlinse mit geringem Abstand eine transparente Planglas
scheibe angeordnet ist, die zusammen mit der konvexen Oberfläche, einem
Boden und seitlichen Randleisten einen Trog bildet, der bei Gebrauch mit
Wasser gefüllt ist. Es entsteht auf diese Weise ein Gefäß, das fest an der
Außenseite der Maske befestigt ist und durch eine Öffnung mit Wasser gefüllt
werden kann. Unter Wasser hat diese Vorrichtung keine optische Funktion.
Beim Auftauchen hingegen sorgt sie dafür, daß die Linse weiterhin die gleiche
Brechkraft wie unter Wasser behält.
Um eine bestimmte Weitsichtigkeit zu korrigieren, ist es notwendig, die
Brechkraft der verwendeten Linse nicht, wie in der Augenoptik üblich, gegen
das Medium Luft, sondern gegen Wasser zu berechnen. Der Berechnungsgang
ist allgemein bekannt und wird deshalb hier nicht näher erläutert.
Die angegebene Aufgabenlösung wird erst durch Verwendung von Linsen mit
hohen Brechungsindizes von ungefähr 1,6... 1,7 praktikabel. So hat
beispielsweise eine Linse aus Schwerflint mit dem Brechungsindex n=1706 in
Wasser nur noch ca. 52,5% des Brechwertes in Luft.
Um also einen Brechwert von (+) 5,25 Dioptrien (in Wasser) zu erzielen, muß
eine Linse von (+) 10 Dioptrien (in Luft) verwendet werden.
Für eine weitere Ausführungsform wird vorgeschlagen, daß der Trog mit
entgastem Wasser gefüllt und allseits hermetisch verschlossen ist. Die konvexe
Oberfläche der Außenlinse ist dann stets von Wasser bedeckt, so daß in jedem
Fall die gewünschten Verhältnisse vorliegen. Die Stärke der Wasserschicht ist
unkritisch; wenige Millimeter genügen.
Zur Korrektion des Astigmatismus im weitsichtigen Bereich wird zusätzlich eine
Linse in der Form eines Plankonkav-Zylinders innen aufgeklebt. Es wird dabei
der stärker weitsichtige Hauptschnitt des Auges von der Plankonvex-Linse
(außen) korrigiert, der schwächere Hauptschnitt durch die innen angebrachte
Zylinderlinse (Minuszylinder). Dieselbe Anordnung kann auch beim
Astigmatismus mixtus angewendet werden, was die Verwendung des bisher
üblichen kostenaufwendigen Sattelzylinders überflüssig macht und erheblich
bessere Abbildungsqualitäten bewirkt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der beigefügten Zeichnung näher
erläutert. Es stellen dar:
Fig. 1 eine Anordnung nach dem Stande der Technik zur Korrektur der
Kurzsichtigkeit;
Fig. 2 eine Anordnung nach dem Stande der Technik zur Korrektur der
Weitsichtigkeit;
Fig. 3 die erfindungsgemäße Anordnung mit außen aufgeklebter
Plankonvex-Linse und oben offenem Trog;
Fig. 4 eine Anordnung wie Fig. 3, jedoch mit zusätzlich angeordneter
Zylinderlinse zur Korrektur des Astigmatismus.
In den Fig. 1 und 2 sind Anordnungen nach dem Stande der Technik
wiedergegeben. Zur Korrektur der Kurzsichtigkeit ist gemäß Fig. 1 das
Sichtfenster 1 einer nicht weiter wiedergegebenen Tauchermaske auf der
Innenseite 2 mit einer plankonkaven Linse 3 ausgerüstet. Die Linse ist mit ihrer
Planfläche 4 mit dem Sichtfenster 1 verklebt. Die Konkavseite ist dem Auge 5
zugewandt.
In Fig. 2 ist eine vergleichbare Anordnung wiedergegeben, bei der das
Sichtfenster 1 auf der Innenseite 2 eine plankonvexe Linse 6 trägt. Auch in
diesem Fall ist die Planfläche 4 mit dem Sichtfenster 1 verklebt; die
Konvexseite ist dem Auge 5 zugewandt.
Bei der in den Fig. 3 und 4 wiedergegebenen erfindungsgemäßen Anordnung
wurde von der bisherigen Aufbauweise abgegangen. In diesem Fall ist das
Sichtfenster 1 auf der Außenseite 7 mit einer plankonvexen Linse 8
ausgerüstet, indem deren Planseite 9 mit der Außenseite des Sichtfensters 1
verbunden, nämlich verklebt ist.
Um die optische Leistung des so entstandenen Systems vom Tauchzustand
unabhängig zu machen, ist vor der konvexen Fläche 10 der Korrekturlinse 8 mit
geringem Abstand eine transparente Planglasscheibe 11 angeordnet, die
zusammen mit der konvexen Oberfläche 10, einem Boden 12 sowie nicht
dargestellten seitlichen Randstreifen einen Trog 13 bildet, der bei Gebrauch mit
Wasser 14 gefüllt ist. Die Linse 8 grenzt somit unabhängig vom Tauchzustand
stets gegen das Medium Wasser, so daß sie in jedem Falle dasselbe optische
Verhalten zeigt.
Wie bereits gesagt, kann der Trog, wie dargestellt, oben eine Öffnung 15
aufweisen, durch welche beim Tauchen selbsttätig Wasser eindringt. Es ist
aber auch möglich, den Trog mit entgastem Wasser zu füllen und ihn allseits
hermetisch zu verschließen.
In Fig. 4 ist der Fall dargestellt, daß zusätzlich zur Korrektur von Astigmatismus
auf der Innenseite 16 des Sichtfensters 1 eine Linse 17 in Form eines
Plankonkav-Zylinders aufgeklebt ist.
Bezugszeichenliste
1 Sichtfenster
2 Innenseite
3 plankonkave Linse
4 Planfläche
5 Auge
6 plankonvexe Linse
7 Außenseite
8 plankonvexe Linse
9 Planseite
10 konvexe Fläche von 8
11 Planglasscheibe
12 Boden
13 Trog
14 Wasser
15 Öffnung
16 Innenseite
17 Plankonkav-Zylinder
2 Innenseite
3 plankonkave Linse
4 Planfläche
5 Auge
6 plankonvexe Linse
7 Außenseite
8 plankonvexe Linse
9 Planseite
10 konvexe Fläche von 8
11 Planglasscheibe
12 Boden
13 Trog
14 Wasser
15 Öffnung
16 Innenseite
17 Plankonkav-Zylinder
Claims (4)
1. Tauchermaske mit planem Sichtfenster, an dem zur Korrektur von
Weitsichtigkeit des Trägers eine plankonvexe Linse durch Kleben befestigt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Korrekturlinse (8) mit ihrer planen Fläche (9) auf der Außenseite (7)
des Sichtfensters (1) festgeklebt ist.
2. Tauchermaske nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor der konvexen Fläche (10) der Korrekturlinse (8) mit geringem
Abstand eine transparente Planglasscheibe (11) angeordnet ist, die
zusammen mit der konvexen Oberfläche (10), einem Boden (12) und
seitlichen Randleisten einen Trog (13) bildet, der bei Gebrauch mit
Wasser (14) gefüllt ist.
3. Tauchermaske nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trog (13) mit entgastem Wasser gefüllt und allseits hermetisch
verschlossen ist.
4. Tauchermaske nach einem der vorausgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur zusätzlichen Korrektur von Astigmatismus zusätzlich auf der
Innenseite (16) des Sichtfensters (1) eine Linse (17) in Form eines
Plankonkav-Zylinders (17) aufgeklebt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914141364 DE4141364A1 (de) | 1991-12-14 | 1991-12-14 | Tauchermaske |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914141364 DE4141364A1 (de) | 1991-12-14 | 1991-12-14 | Tauchermaske |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4141364A1 true DE4141364A1 (de) | 1993-06-17 |
Family
ID=6447120
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914141364 Withdrawn DE4141364A1 (de) | 1991-12-14 | 1991-12-14 | Tauchermaske |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4141364A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0958522A4 (de) * | 1995-06-07 | 2000-03-01 | Jon Kranhouse | Tauchermaske mit brillengläsern und verfahren zu ihrer herstellung |
| USRE37816E1 (en) | 1991-08-28 | 2002-08-13 | Jon Kranhouse | Diving mask with lenses and method of fabricating the same |
| WO2009138959A1 (en) * | 2008-05-13 | 2009-11-19 | Consiglio Nazionale Delle Ricerche - Istituto Nazionale Ottica Applicata | Diving mask for underwater and air vision |
| DE202011002776U1 (de) | 2011-02-16 | 2011-05-26 | Roth, Andreas, Dr., 04159 | Vollständig in Flüssigkeit getauchte druckstabile und hermetisch abgeschlossene flache Fresnel-Linsen-Anordnung mit optischen Eigenschaften ähnlich wie in gasförmiger Umgebung |
-
1991
- 1991-12-14 DE DE19914141364 patent/DE4141364A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| USRE37816E1 (en) | 1991-08-28 | 2002-08-13 | Jon Kranhouse | Diving mask with lenses and method of fabricating the same |
| EP0958522A4 (de) * | 1995-06-07 | 2000-03-01 | Jon Kranhouse | Tauchermaske mit brillengläsern und verfahren zu ihrer herstellung |
| WO2009138959A1 (en) * | 2008-05-13 | 2009-11-19 | Consiglio Nazionale Delle Ricerche - Istituto Nazionale Ottica Applicata | Diving mask for underwater and air vision |
| DE202011002776U1 (de) | 2011-02-16 | 2011-05-26 | Roth, Andreas, Dr., 04159 | Vollständig in Flüssigkeit getauchte druckstabile und hermetisch abgeschlossene flache Fresnel-Linsen-Anordnung mit optischen Eigenschaften ähnlich wie in gasförmiger Umgebung |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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