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Die
Erfindung betrifft einen Schaltkreis zum Dimmen von Gasentladungslampen,
insbesondere zum Dimmen von Leuchtstofflampen und Kompakt-Leuchtstofflampen.
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Eine
Gasentladungslampe wandelt mit hohem Wirkungsgrad elektrische Energie
in sichtbare Energie um. Eine Gasentladungslampe besteht im allgemeinen
aus einem längeren
gasgefüllten
(gewöhnlich
Quecksilberdampf mit niedrigem Druck) Rohr, das an beiden Enden
Elektroden aufweist. Jede Elektrode ist als Widerstands-Heizfaden (gewöhnlich aus
Wolfram) ausgebildet, der mit einem Thermionen aussendenden Material,
wie beispielsweise einem Gemisch aus Erdalkalioxiden beschichtet
ist.
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Der
stationäre
Betriebszustand einer Gasentladungslampe entsteht folgendermaßen: Es
wird an die Widerstandsheizfäden
eine Spannung angelegt, welche die Elektroden auf eine Temperatur
aufheizt, die ausreicht, um die thermionische Emission von Elektronen
in die Entladungsröhre
hinein zu bewirken. Eine an die Elektroden angelegte Spannung beschleunigt
die Elektronen in Richtung auf die Anode. Auf dem Weg zur Anode
kollidieren die Elektronen mit Gasatomen zur Erzeugung positiver
Ionen und zusätzlicher
Elektronen, die in der Röhre
ein Gasplasma aus positiven und negativen Ladungsträgerteilchen
bilden. Die Elektronen strömen
fortlaufend zur Anode und die positiven Ionen zur Kathode und halten
damit in der Röhre
eine elektrische Entladung in Gang und heizen weiterhin die Elektroden auf.
Wenn die angelegte Spannung eine Wechselspannung ist, kehren die
Elektroden ihre Polarität
in aufeinanderfolgenden Halbperioden um.
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Die
Entladung bewirkt die Emission von Strahlung mit einer Wellenlänge, die
von dem speziellen Füllgas
und den elektrischen Parametern der Entladung abhängig ist.
Weil jede Kollision zusätzliche
Elektronen und Ionen erzeugt, kann das Anwachsen des Lichtbogenstroms
bewirken, daß die Spannung
zwischen den Lampenelektroden abnimmt, ein charakteristisches Merkmal,
das als "negativer
Widerstand" bekannt
ist. Aufgrund dieser Charakteristik des negativen Widerstandes ist
der Betrieb der Lampe von Natur aus instabil, und der Strom zwischen
den Elektroden muß durch äußere Mittel
begrenzt werden, um eine Beschädigung
der Lampe zu vermeiden.
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Gasentladungslampen,
zu denen die Leuchtstofflampen gehören, sind so gestaltet, daß sie ihre volle
oder Nenn-Lichtausgangsleistung bei einem besonderen Effektivwert
des Lampenstroms abgeben. In dieser Beschreibung und den folgenden
Patentansprüchen
wird der Effektivwert, bei dem die Lampe gemäß ihrer Ausbildung ihre volle
Lichtausgangsleistung abgibt, als "Nenn-Wert" des Lampenstroms bezeichnet.
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Fluoreszierende
Gasentladungslampen enthalten eine Leuchtstoffbeschichtung an der
Innenseite des rohrförmigen
Gehäuses
und die Anregung dieser Beschichtung durch von der Entladung ausgehenden
Strahlung erzeugt das abgegebene sichtbare Licht. Übliche Leuchtstofflampen
sind im allgemeinen gerade längere
Röhren,
die einen im wesentlichen kreisförmigen
Querschnitt mit variierenden Außendurchmessern
besitzen, der zwischen 1 und 1 1/2 Zoll (2,54–3,81 cm) liegt.
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Kompakt-Leuchtstofflampen
unterscheiden sich von üblichen
Leuchtstofflampen darin, daß sie aus
Röhren
mit kleinerem Durchmesser aufgebaut sind und einen Außendurchmesser
von weniger als etwa 7/8 Zoll (2,22 cm) besitzen. Auch sind die
Lampen teilweise kompakt, weil die Röhre in mehreren Biegungen mit
kleinem Radius in sich selbst zurückgefaltet ist derart, daß eine kompakte
Form erreicht wird.
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Das
Regeln oder Dimmen von Gasentladungslampen ist gut bekannt Ein Schaltkreis
zum Dimmen einer üblichen
Leuchtstoff-Gasentladungslampe ist in dem US-Patent No. 39 27 345 geoffenbart, das
am 16. Dezember 1975 für
Licata u. a. erteilt worden ist und auf das hier Bezug genommen wird.
Licata offenbart einen Phasensteuer-Regelkreis, der eine phasengesteuerte
Wechselspannung einer 60 Hz-Wechselspannungsquelle einer Leuchtstofflampe
zuführt,
die in Serie mit einem induktiven Vorschaltgerät geschaltet ist Der Regelkreis
verwendet einen bidirektionalen Thyristor vom Triodentyp (triac)
als Hauptschalteinrichtung und enthält einen Gleichspannungs-Kompensationskreis
zur Sicherstellung symmetrischer Zündverzögerungen am Triac in jeder
Halbperiode des Leistungsflusses von der Wechselspannungsquelle
her. Während
der Zündverzögerung am
Triac fließt
kein Strom durch die Lampe. Das symmetrische Zünden des Triacs verhindert,
daß Gleichstrom
durch die Lampe fließt,
was ein Flimmern der Lampe bewirken kann und eine Sättigung
des induktiven Vorschaltgerätes
zur Folge haben kann. Der Schaltkreis arbeitet über einen Dimm-Bereich von
etwa 100%–50%
der vollen Lichtausgangsleistung. Unterhalb etwa 50% Lichtausgangsleistung
kann die elektrische Entladung nicht aufrechterhalten werden, weil
die Zündverzögerung am
Triac länger
ist als die Endionisationszeit des Gasplasmas in der Entladungsröhre.
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Die
Firma Roberts Transformers Comp. aus Chicago, Ill. stellt ein Vorschaltgerät dieses
Typs her, das speziell zum Betrieb von Kompaktleuchtstofflampen
bestimmt und ausgelegt ist. Das Gerät besitzt einen begrenzten
Regelbereich aufgrund der oben erwähnten Zündverzögerung am Triac und kann im
allgemeinen unterhalb von 40% der vollen Lichtausgangsleistung nicht
dimmen.
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In
dem US-Patent Nr. 24 07 498, das am 10. Juni 1980 für Spira
u. a. erteilt worden ist, wird ein Dimmer-System geoffenbart, das
einen zentralen Wechselrichter zur Zuführung eines im wesentlichen symmetrischen
Wechselstroms von 23 kHz zur Lampe enthält. Die Lampe kann über einen
Bereich von 100% bis 1% der vollen Lichtausgangsleistung gedimmt
werden, indem die Amplitude des Wechselrichterausgangssignals entsprechend
eingestellt wird. Die Verwendung von Hochfrequenz-Wechselstrom kann
auch den Wirkungsgrad der Lampe um etwa 20% erhöhen. Bei niedrigen Lichtpegeln
(weniger als 30% der vollen Lichtausgangsleistung) jedoch hat die
Lampe die Tendenz zur Streifenbildung, d. h. zum Aufbrechen in wechselnde
Bänder
leuchtender und abgedämpfter
Bezirke entlang der Länge
der Röhre.
Dies begrenzt die Verwendbarkeit dieses Dimmer-Systems über einen
weiten Bereich der Lichtausgangsleistung.
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Bisherige
Versuche zum Dimmen von Kompaktleuchtstofflampen sind im ganzen
nicht erfolgreich gewesen. Das beste der bekannten Verfahren ist
in einem Gerät
verkörpert,
das von Lutron Electronics Company Inc. in Coopersburg, Pa. hergestellt und
unter dem eingetragenen Handelsnamen "HiLume" vertrieben wird. Die Funktionsweise
dieses Gerätes
ist in dem US-Patent Nr. 38 24 428 beschrieben, das am 16. Juli
1974 für
Spira u. a. erteilt wurde, sowie in dem US-Patent Nr. 46 63 570,
das am 5. Mai 1987 für
Luchaco u. a. erteilt worden ist und auf die hiermit Bezug genommen
wird. Dieses Gerät
erlaubt ein Dimmen von Kompaktleuchtstofflampen bis auf 15% des
Nennwertes ihrer Lichtausgangsleistung. Jedoch unterhalb dieses
Lichtpegels zeigen die Lampen ein lästiges flackerndes Verhalten,
welches sie für
Beleuchtungszwecke ungeeignet macht.
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Eine
andere bekannte Dimmersteuerung für Kompaktleuchtstofflampen
wird von Innovative Industries in Tampa, Fl. hergestellt. Diese
Steuerung kann die Lampe bis zu Lichtpegeln unterhalb von 15% ohne
Flackern betreiben, aber sie leidet an einer geringen Stabilität des Lichtbogenstroms
der Lampe, wenn sie unter etwa 40% des Nennwertes der Lichtausgangsleistung
betrieben wird. Der Lichtbogenstrom der Lampe, und damit die Lichtausgangsleistung
der Lampe, variieren innerhalb eines weiten Bereiches bei einer
gegebenen Einstellung des Dimmers. So kann beispielsweise beim Betrieb
einer 26 Watt Vierröhren-T4-Lampe
mit einem äußeren Röhrendurchmesser
von etwa 0,5 Zoll (1,27 cm) diese Variation von 4,1 mA bis 13,9
mA reichen, wenn sich die Lampentemperatur über den Bereich von der normalen
Raumtemperatur von etwa 25° C
bis zu ihrer normalen Betriebstemperatur von etwa 50°C ändert. Die
breite Variation in der Lichtausgangsleistung, die sich aus die
sem Bereich des Lichtbogenstroms ergibt, ist in praktischen Fällen nicht
akzeptierbar. So kann insbesondere, wenn die Lampe bei der Einstellung
eines gewünschten
Lichtpegels sich auf Raumtemperatur befindet, das Licht bei dieser
Einstellung auf etwa den dreifachen Wert des ursprünglichen Lichtpegels
ansteigen, wenn die Lampe bis zu ihrer normalen Betriebstemperatur
erwärmt
wird. Wenn die Lampe sich zu Beginn auf einer im Gleichgewicht erreichten
Betriebstemperatur befindet und dann auf einen niedrigeren Lichtpegel
eingestellt wird, bewirkt die sich einstellende Abkühlung der
Lampe, daß der Lichtpegel
noch niedriger wird und möglicherweise sogar
der Lichtbogen ausgelöscht
wird. Dies macht es sehr schwierig einen gewünschten Lichtpegel einzustellen,
wie er entsprechend den besonderen Bedürfnissen des Systembenutzers
gefordert wird.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dimmersteuerung
zu schaffen, mit der eine stabile Betriebsweise von Kompaktleuchtstofflampen
ohne Flackern oder Streifenbildung über einen Bereich von etwa
100% bis 1% des Nennwertes der Lichtausgangsleistung möglich ist.
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Die
Lösung
dieser Aufgabe erfolgt mit den in Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Die
Dimmung von Kompaktleuchtstofflampen kann bis hinunter zu etwa 15%
des Nennwertes der Lichtausgangsleistung ohne Flackern erreicht werden,
indem zum Betrieb der Lampe eine im wesentlichen symmetrische hochfrequente
Wechselstrom-Wellenform vorgesehen wird. Bei einer symmetrischen
Wechselstrom-Wellen-Form
sind die Dauer, die Amplitude und die Gestalt der positiven und
negativen Halbwellen im wesentlichen gleich.
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Beim
Dimmen von Kompaktleuchtstofflampen unterhalb etwa 40% des Nennwertes
der Lichtausgangsleistung wird eine verbesserte Stabilität der Lichtausgangsleistung
bei niedrigen Lichtpegeln vorgesehen, indem eine ungewöhnlich hohe
Ausgangsimpedanzcharakteristik für
die Lampenstromquelle verwendet wird. Diese Impedanz ist größer als
etwa 5000 Ohm und bewirkt eine stabile Funktionsweise dieser Kompaktleuchtstofflampen,
welche einen unerwartet hohen Wert des negativen Widerstandes bei niedrigen
Lichtpegeln verglichen mit üblichen
Leuchtstofflampen aufweisen.
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Es
werden Mittel zur Erreichung dieser ungewöhnlich hohen Ausgangsimpedanz
eine Kombination passiver, in Serie geschalteter Impedanzelemente und
eine Rückkopplungssteuerung
für den
Lichtbogenstrom der Lampe vorgesehen. Diese Kombination läßt es zu,
daß die
passiven Impedanzelemente einen mäßigen Impedanzwert haben, so
daß sie
körperlich
klein aufgebaut sind und einen geringen Energieverlust haben, während das
Stromrückkopplungssystem
einen relativ niedrigen Verstärkungsfaktor und
verbesserte Stabilität
verglichen mit der Verwendung einer der beiden Methoden für sich alleine
besitzt.
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Der
Dimmerkreis führt
allgemein den Elektroden einer Leuchtstofflampe einen hochfrequenten Strom
zu, um eine elektrische Entladung durch die Lampe zu zünden und
aufrechtzuerhalten, und gleichzeitig wird in einem kleinen Anteil
den Elektroden ein Gleichstrom zugeführt, um somit einen Strom mit
zusammengesetzter Wellenform durch die Lampe hindurch zu erhalten.
Der Gleichstrom ist klein genug, daß er keine ungünstigen
Wirkungen hat, wie sie mit der Betriebsweise von Lampen mit Gleichstrom
und asymmetrischen Wellenformen verbunden sind, aber er reicht aus,
um die sichtbare Streifenbildung in der Lampe beträchtlich
zu reduzieren. In einer alternativen Ausführungsform kann die Gleichstromkomponente
durch eine niederfrequente Wechselstromkomponente ersetzt werden.
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Ein
nicht zur Erfindung gehöriger
Verfahren zum Dimmen von Leuchtstofflampen besteht darin, daß der Lampe
ein Strom mit einer zusammengesetzten Wellenform zugeführt wird,
der eine Wechselstromkomponente und eine Gleichstromkomponente enthält. Diese
zusammengesetzte Wellenform ist bei Kompaktleuchtstofflampen besonders
vorteilhaft, wenn die Wechselstromkomponente eine im wesentlichen
symmetrische Hochfrequenz-Wellenform besitzt. Die Gleichstromkomponente
kann entweder positiv oder negativ sein und ihre Größe ist vorzugsweise
beträchtlich
kleiner als die der Wechselstromkomponente. In alternativer Ausführung kann
die Gleichstromkomponente durch eine niederfrequente Wechselstromkomponente
ersetzt werden.
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Im
Sinne der vorliegenden Beschreibung und der sich anschließenden Ansprüche bedeutet der
Ausdruck "Gleichstrom" ("dc") eine Spannungs- oder
Strom-Wellenform, die in einer Richtung verläuft und entweder pulsierend
oder nicht pulsierend ausgebildet sein kann. Der Ausdruck "Wechselstrom" ("ac") bedeutet eine Spannungs-
oder Strom-Wellenform, welche in regelmäßig wiederkehrenden Zeitintervallen
ihre Polarität
wechselt und abwechselnd positive und negative Werte annimmt. Der
Ausdruck "Gleichstromkomponente" bedeutet den Mittelwert einer
Wechselstrom- oder Gleichstrom-Wellenform. Der Ausdruck "Wechselstromkomponente" bezieht sich auf
den Teil einer Wechselstrom- oder Gleichstrom-Wellenform, der übrig bleibt,
wenn ihre Gleichstromkomponente abgezogen worden ist.
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Im
folgenden werden Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand der beigefügten
Zeichnungen näher
erläutert.
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1 zeigt
eine asymmetrische Wellenform eines Dimmersystems nach dem Stand
der Technik;
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2 zeigt
eine Spannungs/Strom-Kennlinie für
eine typische Leuchtstofflampe;
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3 zeigt
in einem vereinfachten Schaltbild eine nicht erfindungsgemäße Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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4 zeigt
eine Ausführungsform
der Erfindung;
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5A–C zeigen
in graphischer Darstellung den Stromfluß durch eine Kompaktleuchtstofflampe;
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6 zeigt
eine zusammengesetzte Strom-Wellenform, welche hochfrequente und
niederfrequente Wechselstromkomponenten aufweist;
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7 zeigt
in einem vereinfachten Schaltbild eine Einrichtung zur Herstellung
der Wellenform nach 6;
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8 zeigt
in einem vereinfachten Schaltbild eine Einrichtung zur Zuführung eines
pulsierenden niederfrequenten Gleichstroms zu einer Lampe;
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9 zeigt
in einem vereinfachten Schaltbild eine Einrichtung zur Zuführung eines
pulsierenden niederfrequenten asymmetrischen Wechselstroms zu einer
Lampe;
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10 zeigt
ein Blockschaltbild eines Dimmerkreises gemäß der Erfindung;
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11 zeigt
das Schaltbild eines Dimmerkreises nach der Erfindung;
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12 zeigt
in graphischer Darstellung eine Spannungs/Stromcharakteristik eines
Stromsensorkreises nach der vorliegenden Erfindung.
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Die
Lösung
der Probleme des Flackerns, der instabilen Lichtausgangsleistung
und der Streifenbildung in Dimmersystemen für Kompaktleuchtstofflampen
ist nicht naheliegend.
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So
kann beispielsweise das oben beschriebene HiLume-Gerät bei üblichen
Leuchtstofflampen eingesetzt werden, die röhrenförmige Gestalt besitzen mit
Durchmessern hinunter bis etwa 1 Zoll(2,54 cm). Der Betrieb dieser
Lampen reicht bis 1% des Nennwertes der Lichtausgangsleistung ohne
Flackern und mit einer guten Stabilität der Lichtausgangsleistung,
so daß das
bei der Verwendung dieses Gerätes
zur Dimmung von Kompaktleuchtstofflampen unterhalb von 15% des Nennwertes
der Lichtausgangsleistung beobachtete Flackern ganz unerwartet ist.
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Die
Untersuchung zeigt, daß das
Flackern in Kompaktleuchtstofflampen auf das Auftreten von Anodenschwingungen
in der Lampe zurückzuführen ist. Ano
denschwingungen sind ein gut bekanntes Phänomen bei Gasentladungslampen,
die mit Gleichstrom betrieben werden oder mit Wechselstrom, der im
Hinblick auf die Entionisierungszeit des Lampenplasmas eine niedrige
Frequenz aufweist Es wird jedoch allgemein angenommen, daß beim Betrieb
einer Lampe mit Hochfrequenz Anodenschwingungen eliminiert werden.
Da das HiLume-Gerät
mit einer solch hohen Frequenz von ungefähr 27 kHz arbeitet, war das
Auftreten von Anodenschwingungen in Kompaktleuchtstofflampen unerwartet.
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Das
HiLume-Gerät
verwendet zum Betrieb der Lam pe einen hochfrequenten Wechselstrom, aber
dieser Strom ist nicht symmetrisch. 1 zeigt das
Diagramm einer Wellenform im HiLume-Gerät bei niedrigem Pegel der Lichtausgangsleistung.
Offensichtlich ist die Wellenform nicht symmetrisch, da sowohl die
Dauer als auch die Amplitude der positiven und negativen Halbwellen
sehr unterschiedlich sind. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß die Fläche unter
der positiven Halbwelle immer gleich der Fläche unter der negativen Halbwelle
ist, so daß es sich
um eine reine Wechselstrom-Wellenform ohne Gleichstromkomponente
handelt. Der asymmetrische Charakter dieser Wellenform ist bei üblichen Leuchtstofflampen
mit einem Durchmesser von 1 Zoll (2,54 cm) oder mehr vorteilhaft,
weil er ein sehr gleichmäßiges Dimmen
des Lichtpegels hinab bis 1% oder weniger ohne Flackern oder sichtbare
Streifenbildung zuläßt. Es wurde
jedoch herausgefunden, daß diese
asymmetrische Wellenform in Kompaktleuchtstofflampen trotz der hohen
Betriebsfrequenz von 21 kHz Anodenschwingungen hervorruft, was bewirkt,
daß die
Lampen unterhalb von 15% des Nennwertes der Lichtausgangsleistung
flackern.
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Entsprechend
den durchgeführten
Experimenten führt
eine Differenz in der Dauer der positiven zur negativen Halbwelle
von mehr als 10% der Zeitdauer einer vollen Periode in Kompaktleuchtstofflampen
zu Anodenschwingungen und Flackern. Wenn die Lampe beispielsweise
mit einer rechteckigen Wellenform betrieben wird, welche eine Gesamtdauer
von 100 μsec
für eine
volle Periode besitzt, dann muß die
positive Halbwelle oder die negative Halbwelle eine Dauer aufweisen,
die zwischen ca. 45 und 55 μsec
beträgt,
um Anodenschwingungen und Flackern zu vermeiden. Aus diesem Grunde
besteht einer der Grundgedanken der Erfindung darin, daß eine Kompaktleuchtstofflampe
mit einer im wesentlichen symmetrischen hochfrequenten Wellenform
betrieben werden muß,
um Anodenschwingungen und das darauf zurückgehende Flackern bei niedrigen Lichtpegeln
zu vermeiden.
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Hochfrequenz
im Sinne der vorliegenden Erfindung wird dabei definiert als eine
Frequenz, die größer ist
als der reziproke Wert der Entionisierungszeit der Lampe. Für Kompaktleuchtstofflampen
liegt die Entionisierungszeit unterhalb von etwa 200 μsec, so daß die Hochfrequenz
oberhalb von etwa 5 kHz liegen würde.
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Die
Dimmersteuerung nach dem Stand der Technik von Innovative Industries
ist nicht verwendbar, weil sie eine schlechte Stabilität der Lichtausgangsleistung
bei Lichtpegeln unterhalb von 40% des Nennwertes der Ausgangsleistung
liefert Sie zeigt jedoch nicht das oben beschriebene Phänomen des
Flackerns, da sie zum Betrieb der Lampe eine im wesentlichen symmetrische
Strom-Wellenform verwendet.
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Die
Stabilität
der Lichtausgangsleistung der Lampe ist im allgemeinen abhängig von
der Qualität der
beim Betrieb der Lampe verwendeten Stromquelle. Die Qualität der Stromquelle
wird zahlenmäßig beschrieben
durch eine Größe, die
ihre Ausgangsimpedanz genannt wird. Die Ausgangsimpedanz wird definiert
als das Verhältnis
der Änderung
im Effektivwert der Ausgangsspannung zur entsprechenden Änderung
im Effektivwert des Ausgangsstroms und wird in der Einheit "Ohm" angegeben. Daher
hat eine Stromquelle, welche als Folge einer Änderung der Ausgangsspannung
von 1 Volt eine Änderung
des Strompegels von 0,001 A zeigt, eine Ausgangsimpedanz von 1 Volt/0,001
A d. h. etwa 1000 Ohm.
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Das
Dimmen von Gasentladungslampen erfordert eine höhere Ausgangsimpedanz als der
einfache Betrieb bei vollem Nennwert der Ausgangsleistung. Ein stabiler
Betrieb kann bei den meisten Gasentladungslampen bei vollem Nennwert
der Ausgangsleistung erhalten werden mit einer Impedanz von weniger
als etwa 1000 Ohm.
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Das
Dimmen der Lampen erfordert eine höhere Ausgangsimpedanz, um die
Stabilität über den ganzen
Regelbereich sicherzustellen. Das Vorschaltgerät von Robertson erzielt eine
Dimmung bis hinunter zu etwa 40% der maximalen Lichtausgangsleistung
mit einer Aus gangsimpedanz von etwa 1500 Ohm. Größere Regelbereiche erfordern
höhere
Ausgangsimpedanzen. So können
beispielsweise mit der bekannten Einrichtung HiLume übliche Leuchtstofflampen
stabil bis zu weniger als 1% des Nennwertes der Lichtausgangsleistung
betrieben werden, wobei die Einrichtung eine Ausgangsimpedanz in
der Größenordnung
von 3500 Ohm zeigt.
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2 zeigt
die Darstellung der Spannungs/Stromkennlinie einer typischen Leuchtstofflampe.
Der inkrementale Widerstand der Lampe an jedem Betriebspunkt dieser
Kurve ist definiert als die Steigung der Kurve an diesem Punkt Hieraus
kann man sehen, daß der
inkrementale Widerstand der Lampe bei sehr niedrigen Strömen positiv
ist, dann an einem Maximalpunkt der Spannung den Wert 0 erreicht
und dann beim weiteren Anwachsen des Stromes sehr schnell zu negativen
Werten abfällt.
Natürlich
gibt es einen Punkt, an welchem der inkrementale Widerstand der
Lampe den maximalen negativen Wert erreicht, und dieser Punkt ist
in 2 mit A bezeichnet. Der Punkt des maximalen negativen
Widerstandes ist der Betriebspunkt, an dem die Lampe am wenigsten
stabil ist, und am ehesten Änderungen
im Lichtbogenstrom und der Lichtausgangsleistung auftreten. Aus
diesem Grunde sollten Messungen der Ausgangsimpedanz des Kreises
am Punkt des maximalen negativen Widerstandes der Lampe vorgenommen
werden, damit sie ein geeigneter Indikator der Betriebsstabilität der Lampe
sind.
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Übliche Leuchtstofflampen
zeigen einen maximalen negativen Widerstand von weniger als etwa 250
Ohm, und dieser Punkt erscheint bei etwa 25% des Nennwertes des
Lichtbogenstroms oder mehr. Mit der derartigen Lampen arbeitet die
bekannte HiLume-Einrichtung stabil bis zu 1% Lichtausgangsleistung
oder weniger mit einer Ausgangsimpedanz von 3500 Ohm am Punkt des
maximalen Wertes des negativen Lampenwiderstandes.
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In
unerwarteter Weise zeigen Kompaktleuchtstofflampen einen maximalen
negativen Widerstand, der größer ist
als etwa 330 Ohm, und dieser Punkt erscheint bei etwa 10% des Nennwertes
des Lichtbogenstroms oder weniger. Es wurde daher herausgefunden,
daß eine
Ausgangsimpedanz von mindestens 5000 Ohm erforderlich ist, um den
stabilen Betrieb von Kompaktleuchtstofflampen bei niedrigen Ausgangslichtpegeln
sicherzustellen.
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Um
kommerziell akzeptabel zu sein, ist für die Änderung der Lichtausgangsleistung
ein Verhältnis
von 2 : 1 oder weniger erforderlich. Daher besteht ein weiterer
Grundgedanke der Erfindung darin, daß eine Kompaktleuchtstofflampe
aus einer Quelle betrieben werden muß, die eine ungewöhnlich hohe Ausgangsimpedanz
aufweist, welche größer als
etwa 5000 Ohm am Punkt des maximalen negativen Lampenwiderstandes
ist.
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Es
wird angenommen, daß diese
unerwarteten Eigenschaften von Kompaktleuchtstofflampen, nämlich das
Flackern unterhalb von 15% bei asymmetrischen Strom-Wellenformen
und der ungewöhnlich
hohe Wert des maximalen negativen Widerstandes auf die körperliche
Konstruktion der Lampen zurückzuführen ist,
insbesondere den kleinen Durchmesser der Röhre. Übliche Lampen dagegen bestehen
aus Röhren
mit einem Durchmesser von 1 Zoll (2,54 cm) oder jedenfalls mehr
als etwa 7/8 Zoll (1,22 cm) Außendurchmesser.
Es ist bekannt, daß kleine Röhrendurchmesser
eine kurze Plasmaentionisationszeit bewirken und dies eine weniger
stabile Entladung zur Folge hat. Weiterhin enthalten Kompaktleuchtstofflampen
oft viele Bögen
mit kleinem Biegungsradius und/oder Einschnürungen verglichen mit üblichen
Lampen mit einem Durchmesser von 1 Zoll (2,54 cm) oder mehr. Es
wird angenommen, daß diese
Störungen
der Entladung auch zu der verminderten Lichtbogenstabilität beitragen
mit dem Ergebnis von höheren
Werten für
den maximalen negativen Widerstand und einer verstärkten Tendenz
zum Flackern.
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Nach
einer Ausführungsform
zum Betrieb einer Kompaktleuchtstofflampe, insbesondere bei niedrigen
Lichtpegeln enthält
die Einrichtung eine Spannungsquelle 21 in Serie mit einer
Hochimpedanzvorrichtung 23, wie in 3 dargestellt.
Die Impedanz der Hochimpedanzvorrichtung ist größer als etwa 5000 Ohm.
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Das
Ausgangssignal der Spannungsquelle 21 kann entweder eine
Wechselspannung oder eine Gleichspannung sein und kann aus einer
ganzen Anzahl von Komponenten mit unterschiedlichen Wellenformen
bestehen. Die Spannungsquelle kann Schaltkreise, wie Gleichspannungsvervielfacher
oder dergleichen enthalten, obwohl die genaue Natur der Spannungsquelle
für die
hier beschriebene Erfindung nicht kritisch ist und diese sogar außerhalb
des Schaltkreises selbst liegen kann. Die Spannungsquelle kann weiterhin
schaltende Umrichter oder Wechselrichter oder Pulsbreitenmodulationskreise enthalten.
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Die
Hochimpedanzvorrichtung 23 kann aus einer beliebigen Anzahl
oder Kombination von ohmschen Komponenten oder Blindkomponenten
zusammengesetzt sein, die eine Impedanz besitzt, welche größer als
etwa 5000 Ohm ist. Eine Impedanz mit einem hohen ohmschen Anteil
kann dazu tendieren, Energie abzuführen und vorübergehende
Instabilitäten
in der Lampe herauszudämpfen,
die sonst zum Lampenflackern und/oder Zur Bildung sichtbarer Streifen
führen
könnten.
Lichtausgangspegel unterhalb von 0,5% sind bei Verwendung einer
konstanten Gleichstromquelle in Serie mit einem hohem Widerstand
erhalten worden. Andere Ströme
oder Spannungen können
der Lampe zusätzlich zu
dem Strom durch die Hochimpedanzvorrichtung 23 zugeführt werden.
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Die
Hochimpedanzvorrichtung 23 kann alternativ auch ganz aus
Blindkomponenten zusammengesetzt sein. Diese Ausführungsform
hat einen Vorteil gegenüber
der nur ohmschen Impedanz, wie sie oben beschrieben ist, der darin
besteht, daß die Blindkomponenten
weniger Leistung verbrauchen. Ein als LC-Kombination aufgebauter
Resonanzkreis, der auf oder in der Nähe des Spitzenwertes der Resonanzfrequenz
betrieben wird, wird insbesondere Für den Betrieb der Lampe bei
niedrigen Lichtpegeln mit hohem Wirkungsgrad bevorzugt. In dieser
Beschreibung und den sich anschließenden Ansprüchen wird
unter einem Resonanzkreis ein Kreis verstanden, der einen einzigen
Grundzustand der Resonanz aufweist. Die Bezeichnung "Spitzenwert der Resonanzfrequenz" bezieht sich auf
die Frequenz, bei der dieser Resonanzgrundzustand ein Maximum hat.
Die Hochimpedanzvorrichtung 23 kann auch als rein induktive
oder kapazitive Impedanz aufgebaut sein. Alternativ dazu kann die
Hochimpedanzvorrichtung 23 als irgendein passiver oder
aktiver Schaltkreis aufgebaut sein, der den Stromfluß durch
die Lampe begrenzt und eine äquivalente
Ausgangsimpedanz hat, die größer als
etwa 5000 Ohm ist.
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In 4 ist
ein Blockdiagramm einer Hochimpedanzvorrichtung dargestellt, die
sowohl passive als auch aktive Elemente enthält. Die variable Wechselspannungsquelle 25 liefert
Wechselspannung an einen Resonanz-LC-Kreis 27 mit einer Frequenz,
die auf oder in der Nähe
des Spitzenwertes der Resonanzfrequenz liegt. Der Resonanzkreis
liefert Strom an die Lampe FL1. Ein Stromsensor 29 sensiert
den Anteil des Stromes durch die Lampe und liefert ein Signal an
ein summmierendes Knotenelement 30. Das summierende Knotenelement 30 vergleicht
dieses Signal mit dem Signal eines Bezugselementes 31 und
liefert ein Fehlersignal, das proportional der Differenz zwischen
den beiden Signalen ist, an den Verstärker 32. Der Verstärker 32 justiert
die variable Spannungsquelle 25 in dem Sinne, daß die Differenz zwischen
dem Signal des Stromsensors 29 und des Bezugselements 31 reduziert
wird, wodurch die Größe der Stromschwankungen
in der Lampe FL1 verkleinert und damit die Ausgangsimpedanz des
Kreises vergrößert wird.
Auf diese Weise ist die äquivalente
Ausgangsimpedanz dieses Kreises sehr hoch; in der Tat viel höher als
die Impedanz des Resonanz-LC-Kreises 27 allein. Ein Dimmerkreis,
der eine Hochimpedanzvorrichtung dieser Ausbildung mit einer äquivalenten
Ausgangsimpedanz von etwa 35 000 Ohm hat, war in der Lage eine Kompaktleuchtstofflampe
bei Lichtpegeln unterhalb 1% zu betreiben.
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Die
variable Spannungsquelle 25 kann irgendeine Wechselspannungsquelle
sein, die eine variable Ausgangsspannung aufweist. Vorzugsweise ist
sie ein pulsbreitenmodulierter Wechselrichterkreis zur Erzeugung
von Wechselspannungsimpulsen variabler Breite. Alternativ dazu kann
das Element 25 auch durch eine Konstantspannungsquelle
mit variabler Frequenz ersetzt sein.
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Der
Resonanz-LC-Kreis 27 kann alternativ ersetzt werden durch
irgendeine Kombination von ohmschen Komponenten oder Blindkomponenten oder
kann vollständig
weggelassen werden. Wenn jedoch das Element 27 eine relativ
niedrige Impedanz aufweist, muß der
Stromsensor 29 schneller ansprechen und der Verstärker 32 muß einen
höheren
Verstärkungsgrad
aufweisen, um die gleiche äquivalente Ausgangsimpedanz
für die
Hochimpedanzvorrichtung 23 zu erhalten. Wenn die Ansprechgeschwindigkeit
und die Verstärkung
des Systems vergrößert werden,
wird es schwieriger, Schwingungen zu vermeiden und einen genügend stabilen
Betrieb zu erreichen. Alternativ hierzu ermöglicht ein relativ hoher Impedanzwert
für das
passive Element (in diesem Falle der Resonanzkreis 27)
einen niedrigeren Verstärkungsgrad
und ein langsameres Ansprechen, aber verursacht höhere Verluste
im passiven Element.
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Als
Stromsensor 29 kann jede Vorrichtung verwendet werden,
die ein Signal erzeugt, das eine Funktion des durch sie fließenden Stromes
ist. Dies ist vorzugsweise ein Widerstand mit niedrigem Wert oder
ein kleiner Transformator.
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Ein
Nachteil der Verwendung einer im wesentlichen symmetrischen Hochfrequenz-Wellenform zum
Betrieb von Leuchtstofflampen ist das Auftreten sichtbarer Streifen
entlang der Länge
der Lampenröhre.
Diese Streifen können
stationär
sein oder sie können
sich in einer oder der anderen Richtung mit wechselnden Geschwindigkeiten
bewegen, und sie treten am häufigsten
auf, wenn die Lampe unterhalb von etwa 30% des Nennwertes der Lichtausgangsleistung
betrieben wird. Es wurde herausgefunden, daß die Hinzufügung eines
schmalen Anteils eines Gleichstroms oder eines niederfrequenten
Wechselstroms diese sichtbaren Streifen beträchtlich reduzieren oder eliminieren
kann.
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Entsprechend
zeigt 5A die Wechselstromkomponente
des durch eine Leuchtstofflampe fließenden Stroms.
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Die
Halbperiode τ ist
bestimmt durch die Frequenz des sinusförmigen Stromes und ist vorzugsweise
kürzer
als die Entionisierungszeit des Gasplasmas. Der Effektivwert des
zur Lampe fließenden Wechselstromes
bestimmt im wesentlichen die Leistung und damit die Helligkeit der
Lampe und kann von einem Wert, der ungefähr dem Nennwert des Betriebsstromes
der Lampe gleich ist, nämlich
dem Wert, bei welchem der Nennwert der Lichtausgangsleistung erzielt
wird, zu einem wesentlich niedrigeren Wert heruntergeregelt werden.
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5B zeigt
die Gleichstromkomponente des durch die Lampe fließenden Stromes.
Aus Gründen
der besseren Darstellung ist die Höhe der Gleichstromkomponente
im Vergleich zur Wechselstromkomponente übertrieben dargestellt. In
einem praktischen Fall wird bei typischen Leuchtstofflampen eine
Gleichstromkomponente von weniger ale etwa 5% des Nennwertes des
Lampenbetriebsstroms bevorzugt.
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5C zeigt
den durch die Lampe fließenden
Strom mit zusammengesetzter Wellenform. Die Gleichstromkomponente
verschiebt die Wechselstromkomponente vom Nullniveau des Stroms
weg und bewirkt eine leicht asymmetrisch zusammengesetzte Wellenform
des Stroms, welche die Lampenstreifen wesentlich reduziert. Die
Frequenz der Wechselstromkomponente beträgt vorzugsweise mehr als 20
kHz, um hörbare
Geräusche
zu vermeiden, obwohl angenommen wird, daß niedrigere Frequenzen ebenfalls
noch zu dem gewünschten
Resultat führen.
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Vorzugsweise
ist die Gleichstromkomponente kleiner als 5% des Nennwertes des
Lampenbetriebsstromes, so daß das
oben erwähnte
Flackern vermieden wird sowie Probleme aufgrund von Anodenschwingungen,
die mit dem Betrieb von Gasentladungslampen mit Gleichstrom oder
asymmetrischem Wechselstrom verknüpft sind. Die Polarität der Gleichstromkomponente
kann entweder positiv oder negativ sein.
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Die
oben beschriebene Gleichstromkomponente des durch die Lampe fließenden Stroms
kann durch eine niederfrequente Wechselstromkomponente ersetzt werden.
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Der
Hauptvorteil der Betriebsweise der Lampe in dieser Art besteht darin,
daß eine
niederfrequente Wechselstromquelle leichter verfügbar ist als Gleichstromquellen.
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Die
Frequenz der niederfrequenten Wechselstromkomponente liegt vorzugsweise
beträchtlich niedriger
als die bevorzugte Frequenz von 27 kHz der Steuerspannung. Frequenzen
im Bereich zwischen 30 Hz und 150 Hz werden bevorzugt Frequenzen
unterhalb von 30 Hz können
ein unerwünschtes
sichtbares Pulsieren der Lampenhelligkeit verursachen. Frequenzen,
die stark oberhalb von 150 Hz liegen, erfordern erhöhte Anteile
des niederfrequenten Stromes zur Reduzierung der Streifen, aber
Frequenzen bis zu mindestens etwa 5 kHz sind noch verwendbar.
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6 zeigt
die zusammengesetzte Wellenform eines Stromes, der sowohl hochfrequente
als auch niederfrequente Wechselstromkomponenten, wie oben beschrieben,
aufweist Die zusammengesetzte Wellenform kann als Wechselstrom beschrieben
werden, da sie in regelmäßig auftretenden
Intervallen die Polarität
wechselt und abwechselnd positive und negative Werte annimmt. Die
Größe und die relative
Frequenz der niederfrequenten Komponente ist aus Gründen der
Darstellung übertrieben
gezeichnet.
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Der
Amplitudenspitzenwert der niederfrequenten Komponente ist vorzugsweise
kleiner als der der hoch frequenten Komponente, so daß die zusammengesetzte
Wellenform ihre Polarität über jede Halbwelle
der Niederfrequenz mit einer hohen Frequenz wechselt Die Gleichstromkomponente
der in 6 dargestellten zusammengesetzten Wellenform ist
0.
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Eine
bequeme Möglichkeit
der Ableitung eines nie derfrequenten Wechselstromes ist in 7 dargestellt.
In 1 sind den Schaltelementen identische Bezugsziffern
gegeben, welche identisch mit den Schaltelementen sind, die weiter
unten in Verbindung mit 9, 10 und 11 beschrieben
werden. So sind der Eingangsgleichrichter 7, der schaltende
Wechselrichter 9 und der Transformator T3 identisch mit
den Schaltelementen, die später
beschrieben werden. In 7 wird ein Teil des 60 Hz-Eingangsstroms am
spannungsführenden
Eingang H über
einen Widerstand R abgegriffen, der zwischen dem spannungsführenden
Eingang H und einen Seite der Sekundärwicklung des Transformators
T3 angeordnet ist, wo er dem Hochfrequenzwechselstrom hinzugefügt wird,
der vom schaltenden Wechselrichter 9 aus der Lampe zugeführt wird.
Der Wert des Widerstandes R100 ist so gewählt, daß eine gewünschte Amplitude der Niederfrequenzkomponente
zugeführt
wird.
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Ein
Kondensator C100 verbindet die Verbindungsstelle zwischen dem Widerstand
R100 und der Sekundärwicklung
des Transformators T3 mit Masse. In der vorliegenden Beschreibung
und den sich anschließenden
Ansprüchen
bedeutet der Ausdruck "Verbinden" im Zusammenhang
mit elektrischen Elementen, daß zwischen
zwei oder mehreren Elementen ein leitender Pfad existiert, der zusätzliche
Elemente enthalten kann, die nicht eigens erwähnt werden. Der Kondensator
C100 ist so ausgewählt,
daß er
einen Leitungsweg mit hoher Wechselstromimpedanz bei 60 Hz zur Masse
darstellt, so daß der
niederfrequente Wechselstrom, welcher der Sekundärwicklung des Transformators
T3 zugeführt
wird, durch die Lampe fließt.
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Der
niederfrequente Wechselstrom, welcher der Lampe zugeführt wird,
bewirkt eher eine Wechselstromverschiebung als eine Gleichstromverschiebung
bei dem der Lampe zugeführten
hochfrequenten Wechselstrom, aber bewirkt außerdem einen Grad der Asymmetrie
bei dem hochfrequenten Wechselstrom, der ausreicht, um das Auftreten
von sichtbaren Streifen wesentlich zu reduzieren.
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Zusätzlich zu
einem sinusförmigen
niederfrequenten Wechselstrom von 60 Hz können andere Wellenformen verwendet
werden, wie beispielsweise rechteckige, dreieckige oder sägezahnförmige Wellenformen
usw. Eine Rechteckwelle würde
eine positive Gleichstromverschiebung in einer Halbperiode und eine
negative Gleichstromverschiebung in der anderen Halbperiode des
niederfrequenten Wechselstroms hervorrufen, welche den hochfrequenten Wechselstrom
in beiden Halbperioden asymmetrisch macht.
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Weiterhin
ist es nicht notwendig, daß entweder
ein konstanter Gleichstrom oder ein niederfrequenter Wechselstrom
verwendet werden, um sichtbare Streifen in Kompaktleuchtstofflampen
zu eliminieren. In alternativer Weise kann ein pulsierender Gleichstrom,
wie beispielsweise der pulsierende Gleichstrom eines Vollweggleichrichters
verwendet werden. Ein Schaltkreis zur Erzeugung eines pulsierenden
Gleichstroms ist in 8 dargestellt. In diesem Kreis
ist eine Klemme der Gleichstromseite einer Diodenbrücke FWB
im Eingangsgleichrichter 7 über den Widerstand R101 mit
einer Klemme der Sekundärwicklung
des Transformators T3 verbunden, so daß der hier abgegriffene Strom
dem hochfrequenten Wechselstrom hinzugefügt wird, der der Lampe durch
den schaltenden Wechselrichter 9 zugeführt wird. Die Wellenform des
pulsierenden Gleichstroms, der an der Diodenbrücke FWB abgegriffen wird, ist
in 8 als negativer Strom dargestellt, aber es ist
selbstverständlich,
daß ein
positiver Strom ebenso die gewünschte
Asymmetrie des hochfrequenten Lampenstroms bewirken würde. In diesem
Falle würde
die der Lampe zugeführte
zusammengesetzte Wellenform sowohl eine Gleichstromkomponente als
auch eine niederfrequente Wechselstrom- und eine hochfrequente Wechselstromkomponente
enthalten.
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Der
an der Diodenbrücke
FWB abgegriffene pulsierende Gleichstrom kann, wenn gewünscht, außerdem in
einen asymmetrischen niederfrequenten Wechselstrom umgewandelt werden,
indem ein den Gleichstrom abblockender Kondensator C101 in Serie
zum Widerstand R101 geschaltet wird, wie dies in 9 dargestellt
ist Die Wellenform des niederfrequenten Wechselstroms ist ebenfalls
in 9 dargestellt. Es handelt sich im wesentlichen
um die gleiche Wellenform wie sie in Verbindung mit 8 beschrieben
wurde, aber mit einer Gleichstromkomponente, die den Wert 0 hat.
Es wird darauf hingewiesen, daß die
genaue Wellenform und die genaue Frequenz nicht kritisch sind. Es
wird außerdem
darauf hingewiesen, daß die
einzige dargestellte Lampe durch mehrere in Serie oder parallel
geschaltete Lampen ersetzt werden kann.
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Es
wird zusätzlich
betont, daß die
hier dargestellte Erfindung nicht auf spezielle Schaltkreise oder Wellenformen,
wie sie oben beschrieben werden, beschränkt ist. In alternativer Weise
kann jede Art Strom-Wellenform, die sowohl Wechselstrom- als auch
Gleichstromkomponenten aufweist, der Lampe zugeführt werden, um sichtbare Streifenbildungen
zu eliminieren.
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10 zeigt
ein Blockschaltbild eines Dimmerkreises nach einer Ausführungsform
der Erfindung. Der in gestrichelte Linien eingeschlossene Dimmerkreis 1 liefert
einen variablen Leistungsanteil einer Leistungsquelle 3 mit
sinusförmiger
Ausgangsspannung an eine Gasentladungslampe 5. Der Dimmerkreis
enthält
allgemein einen Eingangsgleichrichter 7 zur Umwandlung
einer typischen niederfrequenten Wechselspannung der Leistungsquelle 3 in
eine Gleichspannung, die dem schaltenden Wechselrichter 9 zugeführt wird.
Der schaltende Wechselrichter 9 wandelt die Gleichspannung
in eine hochfrequente Wechselspannung um, welche aus aufeinanderfolgenden
invertierten und nicht invertierten rechteckigen Spannungsimpulsen
mit variabler Impulsbreite besteht. Der Pulsbreitenmodulationskreis
(PDM) liefert eine Spannung mit modulierter Wellenform an den schaltenden
Wechselrichter 9 zur Steuerung der Dauer jedes Impulses.
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Die
hochfrequente Wechselspannung des schaltenden Wechselrichters 9 steuert
den Resonanzkreis 13 so, daß er im wesentlichen sinusförmig in
Resonanz gerät
mit einer Amplitude, welche durch die Amplitude und Frequenz der
ansteuernden Spannung und den Gütefaktor
Q des Resonanzkreises bestimmt ist Der Resonanzkreis ist insbesondere
eine Quelle für
einen symmetrischen hochfrequenten sinusförmigen Strom mit variabler
Amplitude, bestimmt durch die Impulsbreite der vom schaltenden Wechselrichter 9 ausgehenden
Steuerspannung.
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Der
vom Resonanzkreis 13 herrührende Strom wird der Lampe 5 zugeführt, um
sie zu zünden und
um in ihr über
einen Bereich wählbarer
Leistungspegel eine stabile elektrische Entladung aufrechtzuerhalten.
Gleichzeitig richtet ein Ausgangs-Gleichrichter 15 einen
vorgegebenen Anteil des Stromes des Resonanzkreises 13 gleich
und führt
ihn der Lampe 5 zu, indem er somit dem durch die Lampe
fließenden
Strom eine ausgewählte Gleichstromkomponente
hinzufügt
zur Minimierung sichtbarer Streifenbildungen.
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Der
Stromsensor 29 sensiert den Anteil des durch die Lampe
fließenden
Stroms und liefert ein entsprechendes Signal an das summierende
Knotenelement 30. Das summierende Knotenelement 30 vergleicht
dieses Signal mit dem Signal des Bezugselementes 31 und
liefert ein Fehlersignal an den Verstärker 32, das proportional
der auftretenden Differenz ist. Der Verstärker 32 justiert den
Pulsbreiten-Modulationssteuerkreis 11 zur Reduzierung der Differenz
zwischen dem Signal des Stromsensors 29 und des Bezugselements 31,
wodurch die Größe der Änderungen
des Stroms in der Lampe FL1 reduziert und damit die Ausgangsimpedanz
des Kreises erhöht
wird.
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11 zeigt
schematisch einen Schaltkreis einer Ausführungsform eines Dimmerkreises
nach der vorliegenden Erfindung. Die Funktionsweise des Kreises
ist folgende: Eine von einer Spannungsquelle erzeugte Wechselspannung
wird an die beiden Eingänge,
den spannungsführenden
Eingang H und den neutralen Eingang N angelegt. Die Dioden D1 und
D2, der Widerstand R1, die Kondensatoren C1 und C2 und die Zenerdiode
Z1 bilden ein Gleichspannungsnetzgerät für Niederspannung. Während jeder positiven
Halbperiode der Spannung fließt
ein Strom vom spannungsführenden
Eingang durch den Kondensator C1, die Diode D2 und den Kondensator
C2 zum neutralen Eingang, wodurch der Kondensator C2, in der aus 11 ersichtlichen
Weise, positiv und negativ aufgeladen wird. Der Widerstand R1 und die
Zenerdiode Z1 regeln die an der Zenerdiode Z1 auftretende Ausgangsspannung
so, daß das
Netzgerät
insbesondere eine Gleichspannungsquelle ist, welche eine Gleichspannung
liefert, die angenähert gleich
der Durchbruchsspannung der Zenerdiode Z1 ist. Die Diode D1 stellt
einen Entladungsweg für
den Kondensator C1 während
jeder negativen Spannungshalbperiode dar.
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Die
Vollweggleichrichterbrücke
(FWB) richtet die von der Spannungsquelle kommende Wechselspannung
gleich und liefert eine pulsierende Gleichspannung an den Ausgangsklemmen
(+) und (–).
Der pulsierende Gleichstrom wird durch den Kondensator C3 gefiltert,
der parallel zu den Ausgangsklemmen der Vollweggleichrichterbrücke geschaltet
ist. Der Widerstand R2 liegt parallel zum Kondensator C3 und führt dessen
Ladung ab, wenn die Spannung abgeschaltet ist. Die Dioden D3, D4,
D5 und D6, die MOS-FETS Q1 und Q2, die Widerstände R3 und R4, der Transformator
T1 und der Kondensator C4 bilden einen schaltenden Wechselrichter
zum Schalten und Umpolen der gefilterten Gleichspannung in eine hochfrequente
steuernde Wechselspannung. Während
des Betriebs lädt
sich der Kondensator C4 auf ungefähr den halben Wert der Spannung
am Kondensator C3 auf. Wenn Q1 leitend ist, wird eine Steuerspannung
an die Primärwicklung
P des Transformators T2 angelegt, die positiv ist und deren Wert
der Spannung an C3 abzüglich
des Wertes der Spannung an C4 (etwa die Hälfte der Spannung an C3) entspricht.
Wenn Q2 leitend ist, wird die Steuerspannung umgekehrt und ihr Wert
ist gleich der Spannung an C4. Wenn Q1 und Q2 abwechselnd mit hoher
Frequenz (≈ 27
kHz) geschaltet werden, werden rechteckige Impulse einer steuernden
Wechselspannung erzeugt, welche einen Spannungswert von Spitze zu Spitze
aufweist, der im wesentlichen gleich der Spannung am Kondensator
C3 ist.
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Die
Steuerfrequenz liegt vorzugsweise zwischen 20 kHz und 50 kHz und
ist bestimmt durch die steuernde Wechselspannung vom Pulsbreiten-Modulationskreis
IC1, der unten erläutert
wird. Frequenzen unterhalb 20 kHz liegen im menschlichen Hörbereich
und sind deswegen unerwünscht.
Frequenzen oberhalb von 50 kHz sind unerwünscht, weil sie dazu tendieren,
hohe thermische Verluste in den MOS-FETS Q1 und Q2 zu erzeugen,
und sie vergrößern den
Fluß einen
Verluststroms durch die kapazitive Impedanz der Zuleitungsdrähte gegen
Erde, was die Betriebsweise bei niedrigen Lichtpegeln schwieriger
macht.
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Die
Widerstände
R3 und R4 dämpfen Schwingungen.
die sonst aufgrund der Streuinduktivität der Sekundärwicklungen
S1 und S2 des Transformators T1 und der Gate-Kapazität der MOS-FETS Q1
und Q2 auftreten können.
Die Dioden D3 und D4 verhindern das Rückwärtsfließen von Strömen jeweils durch die MOS-FETS
Q1 und Q2. Die Dioden D5 und D6 bilden, einen Kommutierungsweg für die jeweils
durch Q2 und Q1 fließenden
Ströme.
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Die
Schaltelemente Q1 und Q2 können
von jedem Typ eines Halbleiterschalters sein, so beispielsweise
FETS oder bipolare Transistoren; jedoch werden die dargestellten
MOS-FETS vorgezogen wegen ihrer raschen Schaltfähigkeit und wegen ihres relativ
niedrigen Gate-Stromes. In alternativer Weise kann der schaltende
Wechselrichter durch einen weniger kostspieligen Gleichstrom-Frequenzumwandler auf
Halbleiterbasis ersetzt werden, welcher eine nicht pulsierende Gleichspannung
in eine mit Hochfrequenz pulsierende Gleichspannung umwandelt. Ein Schwingkreis
vom Invertertyp, der Gleichspannung in Wechselspannung umwandelt,
wird jedoch vorgezogen, da er für
den gleichen Anteil an übertragener Energie
einen geringeren Spitzenwert des magnetischen Flusses im Kern der
leistungsübertragenden Transformatoren
besitzt und eine symmetrischere Wellenform erzeugt.
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Der
unten beschriebene integrierte Schaltkreis IC1 erhält eine
Spannung (+ VDC) von der Gleichspannungsquelle
und liefert eine steuernde Wechselspannung an die Primärwicklung
P des Transformators T1 zur Steuerung des leitenden Zustandes der
MOS-FETS Q1 und Q2 und entsprechend der Breite jedes Rechteckimpulses
der Steuerspannung. Die Sekundärwicklungen
S1 und S2 des Transformators T1 sind so angeordnet, daß an die
Gates der MOS-FETS Q1 und Q2 Spannung von entgegengesetzter Polarität angelegt
wird, so daß in einem
gegebenen Zeitpunkt nur eine der beiden Schaltvorrichtungen im leitenden
Zustand ist. Die in ihrer Pulsbreite modulierte Steuerspannung wird
der Primärwicklung
P des Transformators T2 zugeführt sowie
dem Resonanzkreis, der aus der Spule L1 und dem Kondensator C5 besteht,
die in Serie geschaltet sind. Der Resonanzkreis schwingt im wesentlichen sinusförmig auf
der Steuerfrequenz mit einer Amplitude, die durch die Pulsbreite
der Steuerspannung und den Gütefaktor
Q des Resonanzkreises bestimmt ist Der Gütefaktor Q ist in diesem Falle
in erster Linie durch die Impedanz der Lampen FL1 und FL2 bestimmt,
die in Parallelschaltung den Resonanzkreis belasten.
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Die
Belastung des Resonanzkreises in Parallelschaltung tendiert dazu,
den Betrieb der Gasentladungelampen zu stabilisieren. Insbesondere
nimmt der Gütefaktor
Q des Resonanzkreises ab, wenn der Strom durch die Lampen anwächst und
damit die Leitfähigkeit
der Lampen steigt und dadurch wird die Resonanzreaktion verkleinert.
Wenn umgekehrt der Strom durch die Lampen abnimmt und damit die
Leitfähigkeit
der Lampen abnimmt, steigt der Gütefaktor Q
des Resonanzkreises und dadurch wird die Resonanzreaktion angehoben.
Der Resonanzkreis benimmt sich insbesondere wie eine Wechselstromquelle
und liefert einen hochfrequenten sinusförmigen Strom durch den Transformator
T3 zu den Lampen FL1 und FL2. Die Stärke des Stroms ist variabel in
Abhängigkeit
von der Pulsbreite der Steuerspannung und reicht aus, die elektrische
Entladung in den Lampen zu zünden
und aufrechtzuerhalten.
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Um
die Stabilität
des Resonanzkreises weiter zu steigern, ist die Frequenz der Steuerspannung (≈ 27 kHz) kleiner
als der Spitzenwert der Resonanzfrequenz des Resonanzkreises (≈ 33 kHz).
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Alternativ
hierzu kann der Resonanzkreis zusätzlich gedämpft werden, indem der Gütefaktor
Q reduziert wird. Dies jedoch würde
seinen Wirkungsgrad reduzieren und unerwünschte Wärme erzeugen.
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Der
Kondensator C6, die Widerstände
R5 und R6 und die Diode D7 bilden einen Ausgangs-Gleichrichterkreis,
um durch die in Serie geschalteten Lampen FL1 und FL2 einen Gleichstrom zu
schicken. Der zwischen die Sekundärwicklungen S1 und S2 des Transformators
T3 geschaltete Kondensator C6 ist so ausgewählt, daß er im wesentlichen alle hochfrequenten
sinusförmigen
Ströme
vom Resonanzkreis zu den Lampen FL1 und FL2 durchläßt. Der
Widerstand R6 ermöglicht
es, daß Gleichstrom
durch die Diode D7 fließt
und eine Gleichstromverschiebung am Kondensator C6 bewirkt, so daß der sinusförmige Strom
durch die Lampen FL1 und FL2 eine Gleichstromkomponente enthält, die durch
den Widerstand R6 bestimmt ist. Der Widerstand R5 ist insbesondere
ein Ableitwiderstand zur Entladung des Kondensators C6, wenn die
Spannung abgeschaltet ist. Der Widerstand R5 begrenzt auch den Anteil
der Gleichstromverschiebung am Kondensator C6, wenn die Leitfähigkeit
der Lampen bei niedrigen Leistungspegeln abnimmt.
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Zwischen
den Sekundärwicklungen
S1 und S2 des Transformators T3 liegt als Bezugspunkt die mit Erde
verbundene Masse. Die relative Größen der Sekundärwicklungen
werden derart ausgewählt,
daß eine
bezogen auf Erde ausreichende Spannung erzeugt wird, um die Lampen
FL1 und FL2 durch die Kapazität
jeder Lampe gegenüber
Erde zu zünden. Sie
wird außerdem
so ausgewählt,
daß die
durch jede Lampe fließenden
Erdströme
ausgeglichen werden, so daß der
hochfrequente sinusförmige
Strom die Lampen in gleicher Weise mit Energie versorgt. In diesem
besonderen Schaltkreis ist ein Kompromiß notwendig, um eine ausreichende
Zündspannung
zu erzeugen und daher ist der durch die Lampe FL1 Fließende Erdstrom
etwas größer als
der durch die Lampe FL2 fließende
Erdstrom. Um dieses Ungleichgewicht zu korrigieren, ist der Kondensator
C7 im Nebenschluß zur
Lampe FL1 geschaltet, um einen kompensierenden Strom durch die Lampe
FL2 zu bewirken. Der Kondensator C8 verhindert, daß das hochfrequente
Schaltrauschen der MOS-FETS Q1 und Q2 im schaltenden Wechselrichter
die Lichtabgabe der Lampen FL1 und FL2 ungünstig beeinflußt.
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Die
Sekundärwicklungen
S1, S2 und S3 des Transformators T2 liefern eine Spannung an die Heizfäden der
Lampen FL1 und FL2, um sie aufzuheizen. Die Primärwicklung P des Transformators
T2 erhält
eine impulsbreitenmodulierte Spannung vom schaltenden Wechselrichterkreis,
der die MOS-FETS Q1 und Q2 enthält.
Zusätzlich
fließt,
nachdem Q1 abgeschaltet ist und bevor Q2 eingeschaltet ist, der Strom
durch Q1 und die Spule L1 über
die Diode D6 zurück
und schaltet sie ein. Dies bewirkt einen zusätzlichen Spannungsimpuls an
der Primärwicklung P
des Transformators T2, der eine Amplitude besitzt, die dem Wert
der Spannung am Kondensator C4 entspricht Wenn die Spannung am Kondensator
C5 ihren Spitzenwert erreicht, kehrt sich der Strom durch die Spule
L1 um und der Kondensator C5 entlädt sich, indem er die Diode
D5 einschaltet. Dies bewirkt an der Primärwicklung P einen zweiten Spannungsimpuls,
dessen Amplitude den gleichen Wert und das gegengesetzte Vorzeichen
hat wie der erste Impuls. Die beiden zusätzlichen Spannungsimpulse überdecken
im wesentlichen die Zeitdauer, nachdem Q1 abgeschaltet ist und bevor
Q2 eingeschaltet ist. Der Kreis verhält sich ähnlich während der Zeitdauer, nachdem
Q2 abgeschaltet ist und bevor Q1 eingeschaltet ist. Die resultierende
Hochfrequenzspannung an der Primärwicklung
P hat einen Effektivwert, der über
den Regelbereich der Lampen im wesentlichen konstant ist. In dieser
Weise erzeugen die Sekundärwicklungen
S1, S2 und S3 auch konstante Spannungseffektivwerte, um die Heizfäden der
Lampen SL1 und SL2 über
den ganzen Regelbereich aufzuheizen.
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Der
integrierte Schaltkreis IC1 ist vorzugsweise ein integrierter Schaltkreis
zur Pulsbreitenmodulation mit der industriellen Standardbezeichnung SG3526.
Die innere Funktionsweise des integrierten Schaltkreises ist beschrieben
in dem Silicon General Product Katalogue 1989, Abschnitt 4, Seiten
111–119 und
Abschnitt 12, Seiten 49–74,
auf die hiermit Bezug genommen wird. Die Klemmen 14 und 17 des
integrierten Schaltkreises IC1 sind an die Spannungszuführung VDC
angeschlossen zur Zuführung
niedriger Gleichspannung aus dem oben beschriebenen Gleichspannungszuführungskreis. Der
Kondensator C13 ist ein Bypass-Kondensator zur Aufrechterhaltung
einer stationären
Spannung an den Klemmen 14 und 17. Der Kondensator
C14 und die Widerstände R9
und VR1 sind über
die Klemmen 9 und 10 des IC1 mit einem inneren
Oszillator verbunden und bestimmen die Modulationsfrequenz. Die
Kombination des Widerstandes R9 mit dem variablen Widerstand VR1 kann
wahlweise ersetzt werden durch einen einzigen Festwiderstand. Aber
die dargestellte Kombination wird vorgezogen, da sie eine leichte
Justierung der Modulationsfrequenz ermöglicht.
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Das
Ausgangssignal des integrierten Schaltkreises IC1 besteht aus aufeinanderfolgenden
Impulsen einer positiven Spannung, die an den Klemmen 13 und 16 (Ausgänge A und
B) abgegeben wird. Diese pulsierende Spannung wird den Eingängen A und B
des Transformators T1 zugeführt
und steuert die leitenden Phasen der MOS-FETS Q1 und Q2. Die Breite
jedes Impulses ist vorzugsweise variabel zwischen dem Wert 0 bis
zum Wert von 18 μs,
welcher die maximale Impulsbreite darstellt, welche noch eine gewisse
Totzeit zwischen den Impulsen bei der bevorzugten Modulationsfrequenz
(≈ 27 kHz)
ermöglicht.
Diese Totzeit kann vergrößert werden,
indem zwischen die Klemme 1 und Erde ein nicht dargestellter
Widerstand wahlweise eingeschaltet wird. Die Dioden D20 und D21
(vorzugsweise Schottky-Dioden) verhindern,
daß die
Ausgänge
A und B jeweils durch den Magnetisierungsstrom des Transformators
T1 weit ins Negative gezogen werden.
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Der
integrierte Schaltkreis IC1 enthält
vorzugsweise einen Fehlerverstärker
zum Bewirken einer Rückkopplungssteuerung
für den
Strom durch die Lampen FL1 und FL2. An die negative Seite des Fehlerverstärkers wird
eine Spannung (-ERROR) angelegt, die vom tatsächlichen Lampenstrom abhängig ist.
In die positive Seite des Fehlerverstärkers wird eine Bezugsspannung
(+ ERROR) angelegt, die durch das Potentiometer VR2 eingestellt
wird, welches, wie dargestellt, ein Teil einer Dimmer-Steuervorrichtung
sein kann. Das Ausgangssignal des Fehlerverstärkers steuert die Pulsbreite
an den Ausgängen
A und B und steuert damit den Strom durch die Lampen FL1 und FL2.
Die Spannung Vref ist eine eng gereglte
Spannung von 5 V an der Klemme 18 des integrierten Schaltkreises
abgegeben wird.
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Ein
Stromsensorkreis, der die Dioden D8, D9, D10 und D11, die Widerstände R7,
R8 und R14 und den Kondensator C17 enthält, erzeugt eine Spannung (-ERROR),
die von der Höhe
des Lampenstroms abhängt.
Der Stromsensorkreis arbeitet wie folgt. Während jeder positiven Halbwelle
des Stromflusses (iFL) durch die Lampen
FL1 und FL2 fließt Strom
durch den Kondensator C6 und die Diode D8. Während jeder negativen Halbwelle
fließt
Strom durch den Kondensator C6, die Diode D9, den Widerstand R7
und entweder den Widerstand R8 oder die in Serie geschalteten Dioden
D10 und D11.
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Bei
niedrigen Strompegeln ist der Spannungsabfall am Widerstand R8 zu
klein, um die Dioden D10 und D11 einzuschalten. In diesem Falle ändert sich
die Spannung (-ERROR) proportional mit dem Lampenstrom und der Summe
der Widerstandswerte R7 und R8. Bei größeren Strömen schalten die Dioden D10
und D11 ein und erzeugen einen im wesentlichen konstanten Spannungsabfall,
der unabhängig
vom Lampenstrom (iFL) ist. Die Spannung (-ERROR)
variiert in diesem Falle proportional mit dem Lampenstrom und dem
Wert des Widerstandes R7.
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12 zeigt
die resultierende Beziehung zwischen dem Lampenstrom (iFL)
und der Rückkopplungsspannung
(-ERROR). Die zweifache Steigungscharakteristik dieser Beziehung
ermöglicht
eine hohe Empfindlichkeit und enge Steuerung des Lampenstroms bei
niedrigen Strompegeln, welche zu einer hohen Ausgangsimpedanz bei
niedrigen Strompegeln und geringen Verlusten in den Sensorwiderständen bei
hohen Strompegeln führt.
Der Widerstand R7 hat vorzugsweise einen kleineren Wert als der
Widerstand R8. Ein Widerstandsverhältnis von etwa 4 : 1 wird über eine
Steuerung über
den vollen Regelbereich bei den meisten Typen von Kompaktleuchtstofflampen
bevorzugt. Die Dioden D8 und C9 sind vorzugsweise Dioden mit schneller
Erholungszeit. Der Widerstand R14 und der Kondensator C17 vergrößern die
Stabilität
des Rückkopplungssteuersystems durch
Dämpfung
irgendwelcher Wechselspannungskomponenten, die von der Klemme 2 des
integrierten Schaltkreises IC1 abgegeben werden.