[go: up one dir, main page]

DE4037577A1 - Tankschiff - Google Patents

Tankschiff

Info

Publication number
DE4037577A1
DE4037577A1 DE19904037577 DE4037577A DE4037577A1 DE 4037577 A1 DE4037577 A1 DE 4037577A1 DE 19904037577 DE19904037577 DE 19904037577 DE 4037577 A DE4037577 A DE 4037577A DE 4037577 A1 DE4037577 A1 DE 4037577A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tanks
tanker
safety
oil
tank
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19904037577
Other languages
English (en)
Inventor
George Dipl In Paraskevopoulos
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19904037577 priority Critical patent/DE4037577A1/de
Priority to PCT/EP1991/002235 priority patent/WO1992009472A1/de
Publication of DE4037577A1 publication Critical patent/DE4037577A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B25/00Load-accommodating arrangements, e.g. stowing, trimming; Vessels characterised thereby
    • B63B25/02Load-accommodating arrangements, e.g. stowing, trimming; Vessels characterised thereby for bulk goods
    • B63B25/08Load-accommodating arrangements, e.g. stowing, trimming; Vessels characterised thereby for bulk goods fluid
    • B63B25/082Arrangements for minimizing pollution by accidents

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Tankschiff der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art.
Wenn derartige Tankschiffe zum Transport von umweltgefährdenden Stoffen, wie zum Beispiel Öl verwendet werden, so besteht die Gefahr, daß bei einer durch Materialermüdung oder durch eine Kollision mit anderen Schiffen oder Hindernissen hervorgerufene Schädigung eines Seitentanks oder eines Mitteltanks dazu führt, daß ein Teil der in den Tanks transportierten Ladung ausläuft und zu schwerwiegenden Umweltschäden führt.
Es besteht die Absicht, beispielsweise für Tankschiffe zum Transport von Öl vorzuschreiben, daß diese mit doppelten Seitenwänden und/oder Böden versehen sein müssen, so daß bei einer Kollision und einer dabei entstehenden Beschädigung des Rumpfes kein Öl aus den Tanks ausläuft. Derartige Tankschiffe mit Doppelwänden sind sowohl von ihrer Konstruktion als auch von den Betriebskosten her sehr aufwendig, wobei zusätzliche Probleme durch die Unzugänglichkeit des von den Doppelwänden und Doppelböden umschlossenen Raums entstehen. Dies gilt insbesondere für Doppelböden, da hierbei die Gefahr eines Einsickerns von Öl in den durch den Doppelboden umschlossenen Raum und eine daraus resultierende Explosionsgefahr besteht.
Um diese Probleme zu beseitigen, ist es bereits bekannt (Literaturstelle ′Lloyds List′, 22. Nov. 1990, Seite 6), ein Tankschiff lediglich mit doppelten Seitenwänden, nicht jedoch mit einem doppelten Boden zu versehen, wobei die Menge des bei einer Grundberührung austretenden Öls dadurch begrenzt wird, daß der Schiffsrumpf durch ein Mitteldeck unterhalb der Wasserlinie unterteilt ist. Der bei einer Grundberührung durch einen Bodenschaden betroffene, unterhalb des Mitteldecks liegende Tank ist hierbei weitgehend gegen das Ausströmen von Öl geschützt, weil der Druck des Seewassers in diesem Bereich größer als der Druck des Öls in diesem unteren Tank ist, so daß Seewasser in den Tank eindringt, nicht jedoch Öl austritt. Dieser Effekt kann dadurch verbessert werden, daß der untere Tank nicht vollständig gefüllt wird, so daß eine Luftschicht zwischen der Oberfläche des Öls und dem Mitteldeck verbleibt, die beim Eindringen von Seewassser in diesen Tank komprimiert wird, so daß eine größere Seewassermenge in den beschädigten Tank eindringen kann. Da sich jedoch die doppelten Seitenwände nach wie vor über die gesamte Höhe des Schiffes erstrecken und einen erheblichen Abstand voneinander aufweisen müssen, der durch die IMO-Bestimmungen über den Abstand zwischen Außenhaut und Längsschott eines Außentanks von Tankschiffen bestimmt ist, ergibt sich immer noch ein sehr großer ungenutzter Raum des Tankschiffes, der unerwünscht ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Tankschiff der eingangs genannten Art zu schaffen, das bei großer Sicherheit im Kollisions- oder Beschädigungsfall das Volumen des ungenutzten Raumes des Tankschiffes verringert.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Tankschiffes ist sichergestellt, daß im Kollisionsfall und bei Beschädigung der Außenhaut des Schiffes nur eine sehr geringe Ölmenge austreten kann, wobei diese Menge gemäß einem älteren Vorschlag des gleichen Anmelders weiter dadurch verringert werden kann, daß die gefährdeten Außentanks über großvolumige Rohrleitungen mit unter Unterdruck stehenden Sicherheitstanks in Verbindung stehen, wobei in den Rohrleitungen angeordnete Absperrventile bei Beschädigung eines Außentanks automatisch geöffnet werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung erstrecken sich weiterhin die Bodenwände der Mitteltanks ausgehend von einem die Außentanks voneinander trennenden mittleren Längsschott schräg nach oben bis zu einer vorgegebenen Höhe des Schiffes, die unterhalb der niedrigsten anzunehmenden Wasserlinie des Schiffes liegt. Hierdurch sind die Bodenwände der Mitteltanks noch besser gegen eine Beschädigung bei einer Grundberührung geschützt, die zumeist seitlich der Mittellinie des Schiffes auftritt.
Die Außentanks können gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung im Bereich dieser vorgegebenen Höhe weiterhin durch Mitteldecks unterteilt sein, so daß aufgrund des hydrostatischen Druckes des Seewassers praktisch keine Möglichkeit für das Ausströmen von Öl aus den Seitentanks unterhalb der Mitteldecks besteht.
Hierbei ist es möglich, den Bereich der Außentanks oberhalb der Mitteldecks ungefüllt zu lassen, so daß diese Bereiche einen doppelwandigen Bereich bilden, der bei einer seitlichen Kollision die Mitteltanks schützt.
In diesem Fall ist gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß diese oberen Bereiche der Außentanks über Absperrventile, Rohrleitungen und gegebenenfalls Pumpen mit den Sicherheitstanks verbindbar sind, um in einem extremen Schadensfall, bei dem die Sicherheitstanks nicht in der Lage sind, die aus beschädigten Tanks zu entfernende Ladungsmenge aufzunehmen, den Inhalt der Sicherheitstanks periodisch in diese oberen, im Normalbetrieb ungefüllten Bereiche der Außentanks zu entleeren.
Die Außentanks können weiterhin mit Niveauwächtern versehen sein, die ein durch das Eindringen von Seewasser hervorgerufenes Ansteigen des Pegels des Öls in diesen Seitentanks anzeigen und zur Auslösung der Absperrventile in den Sicherheitsleitungen führen, die die Seitentanks mit den Sicherheitstanks verbinden.
Die Ausgangssignale der Niveauwächter der einzelnen Tanks können auch zu einem Anzeigefeld im Bereich der Brücke des Schiffes geleitet werden, so daß es im Kollisionsfall möglich ist, einen schnellen Überblick über die entstandene Situation zu erhalten.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen noch näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Querschnittsansicht eines herkömmlichen Tankschiffes,
Fig. 2 eine erste Ausführungsform eines Tankschiffes,
Fig. 3 eine Darstellung zur Erläuterung der hydrostatischen Verhältnisse bei dem Tankschiff nach Fig. 2,
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform des Tankschiffes,
Fig. 5 eine dritte Ausführungsform des Tankschiffes,
Fig. 6 eine Darstellung zur Erläuterung der Anordnung von Sicherheitstanks in dem Tankschiff,
Fig. 7 eine Querschnittsansicht entlang der Linie A-A nach Fig. 6.
In Fig. 1 ist eine schematische Querschnittsansicht eines konventionellen Tankschiffes dargestellt. Dieses Tankschiff weist einen Boden 9, Seitenwände 10 und 11 sowie ein Oberdeck 12 auf. Der durch diese Wände begrenzte Raum ist durch Längsschotte 13, 14 in Mitteltanks 1 sowie Außentanks 2, 3 unterteilt, wobei sowohl die Mitteltanks 1 als auch die Außentanks 2, 3 durch Querschotte in ihrer Länge unterteilt sind, wodurch die bei einer Beschädigung der Außenhaut des Schiffes austretende Menge der Ladung, die im folgenden als lediglich als Öl bezeichnet wird, soweit wie möglich verringert wird. Selbstverständlich gelten die gleichen Überlegungen und Bedingungen auch für andere Arten von flüssigen Ladungen.
Die normale Wasserlinie oder Tauchtiefe des Schiffes oberhalb des Schiffsbodens 9 ist mit T bezeichnet.
Bei einem Bodenschaden 4 gelangt das Innere eines oder mehrerer Mitteltanks 1 bekannter Tankschiffe gemäß Fig. 1 mit dem umliegenden Seewasser in Verbindung, wobei aus dem Mitteltank so lange Öl austreten kann, bis an beiden Seiten der Schadensstelle 4 der gleiche Druck herrscht.
Der Druck von außen ist das Produkt der Höhe T (Tiefgang) des Seewassers und seiner Dichte dsw. Der Druck im Inneren des beschädigten Mitteltanks 1 ist in ähnlicher Weise das Produkt des Ölstandes H und der Dichte do des Öls. Durch den Bodenschaden 4 läuft daher Öl aus, bis
T·dsw = HE·do
ist. Da die Dichte des Seewasser dsw < als die Dichte des Öls do ist, ist HE < als T, wobei HE die Druckgleichgewichts-Ölhöhe ist.
Das Ölvolumen, das ins Meer fließt, um dieses Gleichgewicht zu erreichen, ist
VBD = (H-HE) x B x L,
wobei B die Breite und L die Länge des beschädigten Tanks ist.
Gleiches gilt selbstverständlich für die Beschädigung eines der Außentanks 2, 3 im Bereich ihres Bodens bzw. unterhalb der Wasserlinie.
Um die austretende Ölmenge bei einer Beschädigung im Bereich des Bodens 9 des Tankschiffes möglichst gering zu halten, ist gemäß einer ersten, in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform des Tankschiffes vorgesehen, daß sich der Boden der Mitteltanks 5 nicht bis zum Boden des Schiffes 9 erstreckt, sondern in einem Abstand von diesem angeordnet ist, so daß sich die Seitentanks 6, 7 unter diese Mitteltanks 5 erstrecken und durch ein mittleres Längsschott 50 voneinander getrennt sind.
Gleichzeitig ist die Breite der Mitteltanks 5 wesentlich vergrößert, während die Breite der Außentanks 6, 7 im Bereich oberhalb der Wasserlinie wesentlich verringert ist und diese Breite der Breite entspricht, die in den IMO-Bestimmungen über den Abstand zwischen Außenhaut und Längsschott eines Außentanks von Tankschiffen festgelegt ist. Wie dies aus Fig. 2 zu erkennen ist, erstrecken sich die Bodenwände 51, 52 der Mitteltanks 5 vorzugsweise ausgehend von der Oberkante des mittleren Längsschotts 50 schräg nach oben bis zu einer vorgegebenen Höhe, die unterhalb der Tauchtiefe und damit der Wasserlinie des Schiffes liegt, wobei diese vorgegebene Höhe so angesetzt wird, daß sie einem Wellental abzüglich einer gewissen Toleranz entspricht. Oberhalb dieser vorgegebenen Höhe T1 erstrecken sich die Seitenwände oder Längsschotten 53, 54, die die Mitteltanks von den Außentanks trennen, im wesentlichen senkrecht nach oben.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist die bei einem Bodenschaden 4 austretende Ölmenge wesentlich verringert, da die Breite der Außentanks oberhalb der Höhe T1 und insbesondere oberhalb der Ausgleichshöhe HE wesentlich verringert ist.
Wie dies weiter unten noch näher erläutert wird, wird weiterhin ein großer Teil des Volumens VBD mit Hilfe von Sicherheitstanks im Schadensfalle aufgefangen.
Die Menge des möglicherweise austretenden Öls bei einem Bodenschadens kann gemäß Fig. 3 weiter dadurch verringert werden, daß die Außentanks nur bis zur Höhe HS beladen werden. Da diese Höhe unterhalb der Ausgleichshöhe HE liegt, ist der Druck des Öls im Inneren der Außentanks 6, 7 kleiner, so daß durch den Bodenschaden 4 Wasser in den Außentank 7 eintritt, nicht jedoch Öl nach außen hin austritt.
Fig. 4 zeigt eine weitere verbesserte Ausführungsform unter Anwendung der gleichen vorstehend skizzierten Grundgedanken. Bei dieser Ausführungsform sind die Außentanks 6, 7 in der Höhe T1, die der Sicherheitshöhe HS nach Fig. 3 entspricht, durch eine Querwand oder einen Boden 55 unterteilt, so daß bei einem Bodenschaden kein Öl aus den Seitentanks 6, 7 austreten kann, sondern lediglich Seewasser in diesen Seitentank 7 eintritt. Die durch den oberen Boden 55 entstehenden oberen Seitentanks 70 stehen nach wie vor für den Öltransport zur Verfügung, sind jedoch gegen seitliche Kollisionen nicht geschützt. Die Menge des möglicherweise bei einer seitlichen Kollision aus den oberen Außentanks 70 austretenden Öls kann jedoch dadurch klein gehalten werden, daß diese oberen Außentanks durch Einbau von Querschotten 61, 71 in ihrer Größe verringert werden, wie dies weiter unten anhand der Fig. 6 noch näher erläutert wird. Weiterhin ergibt sich auch hierbei durch die ebenfalls weiter unten erläuterte Möglichkeit der Verwendung von Sicherheitstanks eine Verringerung der möglicherweise austretenden Ölmenge.
Wenn selbst diese kleine möglicherweise austretende Ölmenge nicht hingenommen werden kann, so ist die Ausführungsform nach Fig. 5 vorzuziehen, bei der der in Fig. 4 durch die oberen Außentanks eingenommene Raum als doppelwandiger Schiffsbereich 60, 70 mit einer Breite ausgebildet ist, der den IMO-Bestimmungen über den Abstand zwischen Außenhaut und Längsschott eines Außentanks von Tankschiffen entspricht. Bei Beschädigung der Seitenwand 10 unterhalb der Sicherheitshöhe HS kann kein Öl aus den Seitentanks 6, 7 austreten, da der Außendruck des Seewassers immer größer ist als der Innendruck des Öls. Dies ist in der rechten Hälfte der Fig. 5 durch die Drucklinien in Abhängigkeit von der Höhe näher erläutert, wobei weiterhin in der linken Hälfte die zugehörigen Höhen HE und T dargestellt sind. T ist der normale Tiefgang oder die Tauchtiefe des Schiffes, während HE die Gleichgewichtshöhe ist, das heißt die Höhe des Ölstandes, die sich bei dem Tiefgang T ergibt, wenn unterhalb dieser Höhe T eine Beschädigung des Schiffsrumpfes auftritt. In der rechten Hälfte ist weiterhin die Höhe Tmin dargestellt, die beispielsweise dem minimalen Tiefgang im Bereich eines Wellentals entspricht. Die Sicherheitshöhe HS, in der der obere Boden 55 angeordnet ist, befindet sich in einer Höhe, die dem minimalen Tiefgang Tmin abzüglich einer gewissen Toleranz entspricht. Der Gleichgewichtshöhe HE entspricht ein Druckverlauf PE, während der Sicherheitshöhe HS ein Druckverlauf PS entspricht. Diesen Öldrücken in Abhängigkeit von der Höhe über der Bodenwand 9 entspricht ein Außendruck des Seewassers, der sich aus dem Druckverlauf PT bzw. PTmin, das heißt bei der minimalen Tauchtiefe ergibt. Es ist zu erkennen, daß zwar der Druck PE dem Außendruck P entspricht, daß jedoch der Druckverlauf PS immer kleiner als der Außendruck PTmin ist. Daher besteht keine Gefahr eines Austretens von Öl aus den Außentanks 6, 7, und da der Bereich oberhalb der Sicherheitshöhe HS, das heißt die doppelwandigen Bereiche 60, 70 nicht mit Öl gefüllt sind und die Mitteltanks 5 schützen, besteht insgesamt keinerlei Gefahr des Austretens von Öl bei einer Beschädigung des Schiffes.
Geringe Ölmengen können aus den Außentanks 6, 7 allenfalls durch Strömungsbewegungen des Seewassers gegenüber dem Schiffsrumpf hervorgerufen werden, und diese Gefahr kann weiterhin dadurch beseitigt werden, daß ein Teil der Ölmenge eines beschädigten Außentanks 6, 7 in die im folgenden anhand der Fig. 6 erläuterten Sicherheitstanks abgepumpt wird.
Zu diesem Zweck können die oberen Böden 55 der Außentanks 6, 7 mit sich nach oben erstreckenden Schächten oder Rohren in Verbindung stehen, in denen Niveauwächter angeordnet sind. Bei einem Schaden an dem Rumpf des Schiffes unterhalb der Sicherheitshöhe HS tritt aus den vorstehend genannten Gründen Seewasser in den jeweiligen Tank ein, so daß Öl nach oben hin verdrängt wird. Dies wird durch die Niveauwächter 23 unmittelbar festgestellt, die zur Betätigung von Absperrventilen verwendet werden, die diese Seitentanks mit Sicherheitstanks verbinden, so daß unmittelbar zumindestens ein Teil des in dem beschädigten Außentank enthaltenen Öls in die Sicherheitstanks überführt wird.
In Fig. 6 ist die Anordnung von Sicherheitstanks 80, 82 in dem Tankschiff gezeigt. Bei dieser Ausführungsform sind die Sicherheitstanks von den Mitteltanks 5 durch Querschotte 83, 84 abgetrennt und versteift, so daß in diesen Sicherheitstanks 80, 81 ein hoher Unterdruck aufrechterhalten werden kann, der bei der Öffnung der entsprechenden Absperrventile unmittelbar zur Überführung des Öls von den Außentanks in diese Sicherheitstanks führt.
Der Sicherheitstank 80 steht bei der Ausführungsform nach Fig. 6 über die Rohrleitungen 85 und die Absperrventile 91 in Verbindung mit den Außentanks 6 und 7, während die Außentanks 6a und 7a über die Absperrventile 92 direkt mit dem Sicherheitstank 80 verbunden sind. Weiterhin ist der Sicherheitstank 80 über Absperrventile 93 direkt mit den Seitentanks 6b und 7b verbunden. Der Sicherheitstank 82 steht über die Absperrventile 94 in direkter Verbindung mit den Seitentanks 6c und 7c sowie über die Absperrventile 95 in Verbindung mit den Seitentanks 6d und 7d. Die beiden Sicherheitstanks sind über Rohrleitungen 86 und 87 miteinander verbunden, wobei zwischen diesen Rohrleitungen ein Absperrventil 81 angeordnet ist.
Weiterhin können die Sicherheitstanks 80, 82 jeweils durch ein Längsschott in zwei Kammern unterteilt sein. Diese Sicherheitstanks stehen in der bereits genannten Weise dauernd unter Unterdruck und die Absperrventile sowie die Rohrleitungen 85, 86, 87 sind mit hohem Querschnitt dimensioniert, so daß die Überführung des Öls von einem Seitentank in die Sicherheitstanks sehr schnell erfolgen kann. Bei Öffnen der Absperrventile entsteht durch den Druckunterschied zwischen dem Seitentank und dem jeweiligen Sicherheitstank eine sehr hohe Saugwirkung, die zu einer schnellen Entleerung der Seitentanks führt, die ggf. noch durch die Schwerkraft unterstützt wird.
In Fig. 6 ist hinsichtlich der oberen Bereiche 60, 70 der Außentanks 6, 7 die weitere Unterteilung durch Querschotten 61, 71 angedeutet. Hierdurch kann bei Beschädigung der Außenwand 10, 11 eines oberen Bereiches des Außentanks die aus diesem Bereich möglicherweise austretende Ölmenge verringert werden.
Fig. 7 zeigt eine Querschnittsansicht entlang der Linie A-A nach Fig. 6, wobei die Anordnung der Sicherheitstanks im Inneren der Außentanks und die Anordnung der Längsschotte in den Sicherheitstanks erkennbar ist. Weiterhin ist aus dieser Figur nochmals die Anordnung der oberen Böden oder Querwände 55 ersichtlich, die die oberen Bereiche 60, 70 vom Hauptteil der Außentanks 6a, 7a abtrennen. Wenn diese oberen Bereiche 60, 70 im Normalbetrieb ungefüllt gelassen werden, damit sie einen doppelwandigen Schutz für die Mitteltanks 5 bilden, so ist es bei extremen Schäden an einer großen Anzahl von Tanks möglich, den Inhalt der Sicherheitstanks 80, 82 periodisch in diese oberen Bereiche 60, 79 zu entleeren, wenn die Sicherheitstanks die aus den beschädigten Tanks zu entfernende Ölmenge nicht aufnehmen können. Auch für diesem Fall sind die Sicherheitstanks 80, 82 über Rohrleitungen, Absperrventile und gegebenenfalls Pumpen mit den oberen Bereichen 60, 70 verbunden.

Claims (9)

1. Tankschiff mit einer Anzahl von Tanks, die in Reihen nebeneinander parallel zur Längsachse des Schiffes angeordnet und miteinander über Rohrleitungen verbunden sind, wobei ein Teil der Tanks außenliegende Außentanks und ein anderer Teil innenliegende Mitteltanks bildet, und wobei Pumpeinrichtungen zum Umpumpen des Inhalts eines Tanks zu einem anderen sowie zum Füllen und Entleeren der Tanks vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß sich die außenliegenden Außentanks (6, 7) bis unter die Mitteltanks (5) erstrecken und voneinander unterhalb der Mitteltanks (5) durch ein Längsschott (50) voneinander getrennt sind.
2. Tankschiff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Außentanks (6, 7) in einem Bereich, der sich von einer vorgegebenen Höhe, die unterhalb der Tauchtiefe (T) des Schiffes liegt, bis zum Schiffsdeck (12) erstreckt, dem Wert entspricht, der für den Abstand zwischen Außenhaut und Längsschott von doppelwandigen Tankschiffen vorgeschrieben ist.
3. Tankschiff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Bodenwände (51, 52) der Mitteltanks (5) ausgehend von dem mittleren Längsschott (50) schräg nach oben erstrecken.
4. Tankschiff nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schräg verlaufenden Bodenwände (51, 52) der Mitteltanks (5) in der vorgegebenen Höhe enden.
5. Tankschiff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Außentanks (6, 7) in der vorgegebenen Höhe durch ein Zwischendeck (55) in Vertikalrichtung in einen untenliegenden Hauptteil und obere Bereiche (60, 70) unterteilt sind.
6. Tankschiff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zwischendeck (55) in der vorgegebenen Höhe die Seitentanks (6, 7) von einem doppelwandigen Seitenwandbereich (60, 70) des Tankschiffes trennt, der durch die Außenwand (10, 11) und ein Längsschott gebildet ist, das die Außenwand (53) der Mitteltanks (5) bildet.
7. Tankschiff nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischendeck (55) Öffnungen aufweist, die in einen Schacht oder ein Rohr (22) münden, das sich vertikal nach oben erstreckt und in dem Niveauwächter (23) angeordnet sind.
8. Tankschiff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Mitteltanks (5) oder Teilbereiche hiervon als Sicherheitstank (80, 82) ausgebildet sind, die dauernd mit Unterdruck beaufschlagt sind und über Absperrventile mit den Außentanks (6, 7) in Verbindung stehen.
9. Tankschiff nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet daß die Sicherheitstanks (80, 82) über Absperrventile, Rohrleitungen und/oder Pumpen mit dem Inneren der doppelwandigen Seitenwandbereiche (60, 70) in Verbindung stehen, die im Schadensfall ein Umfüllen des Inhaltes der Sicherheitstanks in die Seitenwandbereiche ermöglichen.
DE19904037577 1990-11-26 1990-11-26 Tankschiff Withdrawn DE4037577A1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19904037577 DE4037577A1 (de) 1990-11-26 1990-11-26 Tankschiff
PCT/EP1991/002235 WO1992009472A1 (de) 1990-11-26 1991-11-26 Tankschiff

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19904037577 DE4037577A1 (de) 1990-11-26 1990-11-26 Tankschiff

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE4037577A1 true DE4037577A1 (de) 1992-05-27

Family

ID=6418936

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19904037577 Withdrawn DE4037577A1 (de) 1990-11-26 1990-11-26 Tankschiff

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE4037577A1 (de)
WO (1) WO1992009472A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113415378A (zh) * 2021-06-30 2021-09-21 上海外高桥造船有限公司 船舶机舱区域油舱下部平台布置方法
CN116198683A (zh) * 2023-02-22 2023-06-02 江南造船(集团)有限责任公司 一种控制凸形甲板液罐鞍座安装精度的方法

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AU6157294A (en) * 1993-02-15 1994-08-29 Markus Van Der Laan Tanker
US5520131A (en) * 1994-06-22 1996-05-28 Metro Machine Corp. Apparatus and method for accommodating leaked oil within a double-hulled tanker after suffering grounding damage
SE542010C2 (en) * 2016-10-06 2020-02-11 Bassoe Tech Ab Ship

Citations (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2581427A (en) * 1947-05-24 1952-01-08 Joseph N Matthews Liquid level gauge for ballast tanks
US3250440A (en) * 1963-12-23 1966-05-10 Fmc Corp Pumping apparatus
US3399645A (en) * 1967-04-17 1968-09-03 Mobil Oil Corp Tanker construction
DE1937425A1 (de) * 1969-07-23 1971-02-11 Weser Ag Tankschiff
DE2255081A1 (de) * 1971-11-11 1973-05-17 Kawasaki Heavy Ind Ltd Verbessertes schiff, das gegen ein kollidieren oder inberuehrungkommen mit einem felsen usw. gesichert ist
DE2065406A1 (de) * 1969-02-07 1973-11-08 Mcmullen Ass John J Bauliche ausbildung der ballastzellen
US3832966A (en) * 1973-07-26 1974-09-03 E Garcia Method of building tankers for preventing oil spills in case of wreck
US3993012A (en) * 1975-06-03 1976-11-23 Wharton Shipping Corporation Vessel for transport of buoyant cargo
DE2827716A1 (de) * 1977-06-23 1979-01-11 Charles S Conway Tankschiff
DE2109728C3 (de) * 1971-03-02 1979-12-06 Flender Werft Ag, 2400 Luebeck Einrichtung zum Lenzen von Tanks auf Schiffen
GB2044202A (en) * 1979-03-14 1980-10-15 Yamashita Shinnihon Steamship Tankers
DE3425167C2 (de) * 1983-07-11 1986-01-02 Hitachi Zosen Corp., Osaka Schiff
DE3611920A1 (de) * 1986-04-09 1987-10-22 Vft Verkaufsges Teer Schiff fuer den fluessigtransport hochschmelzender aromatischer kohlenwasserstoffe

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1699709A (en) * 1927-06-21 1929-01-22 Ono Chozo Disposition of bulkheads in oil-carrying ships
SE9000448L (sv) * 1990-02-08 1991-06-30 Con Mar Ab Anordning vid tank foer transport av miljoeskadliga vaetskor

Patent Citations (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2581427A (en) * 1947-05-24 1952-01-08 Joseph N Matthews Liquid level gauge for ballast tanks
US3250440A (en) * 1963-12-23 1966-05-10 Fmc Corp Pumping apparatus
US3399645A (en) * 1967-04-17 1968-09-03 Mobil Oil Corp Tanker construction
DE2065406A1 (de) * 1969-02-07 1973-11-08 Mcmullen Ass John J Bauliche ausbildung der ballastzellen
DE1937425A1 (de) * 1969-07-23 1971-02-11 Weser Ag Tankschiff
DE2109728C3 (de) * 1971-03-02 1979-12-06 Flender Werft Ag, 2400 Luebeck Einrichtung zum Lenzen von Tanks auf Schiffen
DE2255081A1 (de) * 1971-11-11 1973-05-17 Kawasaki Heavy Ind Ltd Verbessertes schiff, das gegen ein kollidieren oder inberuehrungkommen mit einem felsen usw. gesichert ist
US3832966A (en) * 1973-07-26 1974-09-03 E Garcia Method of building tankers for preventing oil spills in case of wreck
US3993012A (en) * 1975-06-03 1976-11-23 Wharton Shipping Corporation Vessel for transport of buoyant cargo
DE2827716A1 (de) * 1977-06-23 1979-01-11 Charles S Conway Tankschiff
GB2044202A (en) * 1979-03-14 1980-10-15 Yamashita Shinnihon Steamship Tankers
DE3425167C2 (de) * 1983-07-11 1986-01-02 Hitachi Zosen Corp., Osaka Schiff
DE3611920A1 (de) * 1986-04-09 1987-10-22 Vft Verkaufsges Teer Schiff fuer den fluessigtransport hochschmelzender aromatischer kohlenwasserstoffe

Non-Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
DE-Z.: "Schiff und Hafen", H. 6, 1974, Beilage *
GB-Z.: "Marine Engineering/Log", 1972, S.40 u. 42 *
GB-Z.: "The Motor Ship", März 1973, S. 526 *
GB-Z.: "The Motor Ship", März 1985, S. 50-51 *

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113415378A (zh) * 2021-06-30 2021-09-21 上海外高桥造船有限公司 船舶机舱区域油舱下部平台布置方法
CN116198683A (zh) * 2023-02-22 2023-06-02 江南造船(集团)有限责任公司 一种控制凸形甲板液罐鞍座安装精度的方法

Also Published As

Publication number Publication date
WO1992009472A1 (de) 1992-06-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69511437T2 (de) Tankschiff-umbau
DE2451406C3 (de) Transportschiff für Schwimmbehälter
DE69205823T2 (de) Öltransport.
DE2529717C2 (de) Schiff zum Transport von flüssigen Ladungen
DE102010036842A1 (de) Ballastfreies Schiff
DE1531585A1 (de) Tanker
DE2158020A1 (de) Sicherheitsvorrichtung gegen Lecks bei Schiffen, speziell Tankern
DE4117055C2 (de) Tankschiff
DE69402067T2 (de) Tanker mit schlingerschotten
DE1268998B (de) Stabilisierungseinrichtung fuer Schwimmkoerper
DE1506247C3 (de) Verfahren zum Beladen und Entladen eines Ladungstanks in einem Öltanker
DE4037577A1 (de) Tankschiff
DE2160717C3 (de) Tanker mit in Längs- und Querrichtung angeordneten Schotten und weiteren Trennschotten
DE3516389A1 (de) Ballastsystem fuer schiffe
EP0027239A1 (de) Vorrichtung zur Beseitigung von Verunreinigungen auf der Oberfläche von Flüssigkeiten
DE69428269T2 (de) Vorrichtung zur öl- und wasserabführung von einer oberfläche, insbesondere von einem tankerdeck
DE4030018C2 (de)
DE2827716A1 (de) Tankschiff
DE1053342B (de) Lade- und Entladeeinrichtung fuer ein Fahrzeug
WO2008135277A1 (de) Flexibler flüssigkeitstank
DE4007512C2 (de)
DE69706078T2 (de) Seefähiger Leichter und Schubeinheit mit solchem Leichter
DE29513759U1 (de) Schiff mit einem flutbaren Schiffsrumpf
DE4039904C2 (de)
DE2057816A1 (de) Vorrichtung zur Steuerung der Neigung und Hoehe eines Pontons

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8139 Disposal/non-payment of the annual fee