DE4033234A1 - Sicherheitslichtgitter - Google Patents
SicherheitslichtgitterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur
Ansteuerung von photoelektrischen Bauelementen ei
ner Lichtschranke oder dergleichen, welche Bauele
mente nacheinander mittels einer Umschalteinrich
tung im Multiplexverfahren angesteuert werden, so
wie mit einer Funktionsfehler aufspürenden Kon
trolleinrichtung.
Derartige Schaltungsanordnungen sind bekannt. Sie
dienen dazu, zum Beispiel die Bedienperson einer
Maschine vor der Berührung gefährlicher, bewegli
cher Maschinenteile zu schützen. Mit Hilfe der pho
toelektrischen Bauelemente wird ein Sicherheits
lichtgitter aufgebaut, das bei seiner "Zerstörung"
(was zum Beispiel durch die Abdeckung mindestens
eines der Bauelemente durch die Hand der Bedienper
son erfolgen kann) die Maschine aus Sicherheits
gründen augenblicklich stillsetzt.
Aus der DE-PS 25 52 314 ist eine Lichtschranke mit
mehreren mittels eines einzigen Impulsgebers peri
odisch und innerhalb einer Periode nacheinander
über einen Schalter erregbaren Lumineszenzdioden
bekannt. Diese Lichtschranke weist somit eine Mul
tiplexschaltung auf, deren Eingänge mit einem Deco
der verbunden sind, wobei die Multiplexschaltung
durch einen Hilfszähler und der Decoder mittels ei
nes Hauptzählers angesteuert wird. Das Multiplex
verfahren läuft nur dann ab, wenn eine Übereinstim
mung zwischen den Informationen des Hilfszählers
und den Informationen aus dem Decoder vorhanden
ist. Jedem Ausgang des Decoders ist eine Lumines
zenzdiode zugeordnet, so daß ein sehr großer Ver
drahtungsaufwand betrieben werden muß. Ein dement
sprechender Aufwand ist ebenfalls bei der Elektro
nik zu betreiben.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art
zu schaffen, die bei hoher Sicherheit einen einfa
chen Aufbau aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die photoelektrischen Bauelemente matrixförmig
an den Ausgängen von Decodern angeschlossen sind,
die mit voneinander unabhängigen, die Kontrollein
richtung bildenden Prozessoren zusammenwirken. Da
durch, daß erfindungsgemäß mehrere Decoder verwen
det werden, wobei vorzugsweise ein Decoder minde
stens den einen Anschluß eines der photoelektri
schen Bauelemente und ein anderer Decoder den ande
ren Anschluß des photoelektrischen Bauelements an
steuert, läßt sich eine Lichtschranke beziehungs
weise ein Lichtgitter (insbesondere Sicherheits
lichtgitter) mit nur geringem Verdrahtungs- und
Elektronikaufwand erstellen. Der Einsatz von Pro
zessoren, insbesondere Mikroprozessoren, ist trotz
der hohen Sicherheitsanforderungen, die beispiels
weise von TÜV und von der Berufsgenossenschaft
gefordert werden, möglich, da diese voneinander un
abhängig eine Kontrollfunktion übernehmen. Insbe
sondere ist vorgesehen, daß sich die Mikroprozesso
ren gegenseitig laufend überwachen, so daß auftre
tende Fehler sofort erkannt werden und dazu führen,
daß die mittels der Schaltungsanordnung überwachte
Vorrichtung einen für die Bedienperson unkritischen
Zustand annimmt. Aufgrund der voneinander unabhän
gig arbeitenden und sich gegenseitig überwachenden
Prozessoren ist es nunmehr zulässig, auch Rechner
für Lichtschranken und Sicherheitslichtgitter ein
zusetzen.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist minde
stens ein erster Decoder mit n Ausgängen vorgese
hen, an denen jeweils eine Matrixgruppe, bestehend
aus jeweils m photoelektrischen Bauelementen, mit
einem ihrer Anschlüsse jedes photoelektrischen Bau
elements der zugehörigen Matrixgruppe angeschlossen
sind. Ferner wird mindestens ein zweiter Decoder
mit m Ausgängen verwendet, an denen die anderen An
schlüsse der m photoelektrischen Bauelemente jeder
Matrixgruppe angeschlossen sind. Die photoelektri
schen Bauelemente sind also zu Matrixgruppen zusam
mengefaßt, wobei eine der Anzahl der Ausgänge des
ersten Decoders entsprechende Anzahl von Matrix
gruppen vorgesehen ist. Jede Matrixgruppe wiederum
besteht aus m photoelektrischen Bauelementen. Diese
Anzahl m entspricht der Anzahl der Ausgänge des
zweiten Decoders. Die Ansteuerung eines Ausgang des
ersten Decoders führt somit zur Ansteuerung sämtli
cher m photoelektrischen Bauelemente einer Matrix
gruppe, wobei jedoch nur das photoelektrische Bau
element aktiviert wird, dessen weiterer, zweiter
Anschluß von dem zugehörigen Ausgang des zweiten
Decoders angesteuert wird. Diese spezielle Matrix
gruppenansteuerung ermöglicht einen besonders ein
fachen Schaltungsaufbau, wobei durch periodisch
nacheinander erfolgende Ansteuerung der Gesamtan
zahl der photoelektrischen Bauelemente eine beson
ders einfache Multiplexschaltung mit äußerst gerin
gem Verdrahtungsaufwand geschaffen ist. Die einzel
nen photoelektrischen Bauelemente können beispiels
weise als Lichtsender oder als Lichtempfänger aus
gebildet sein, wobei die Sender und Empfänger das
bereits erwähnte Sicherheitslichtgitter bilden.
Beispielsweise sei die Länge eines Schutzfeldes 2
Meter, die Höhe des Schutzfeldes sei mit 1 Meter
angenommen und es wird eine Auflösung von 2 cm
gefordert. Hieraus ergibt sich das Erfordernis von
50 Lichtschranken, also 50 Sendern und 50 Empfän
gern. Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung ist
es ausreichend, wenn die beiden Decoder jeweils nur
wenige Ausgänge aufweisen, da sich hieraus eine
Vielzahl von Kanälen ergibt, also eine entspre
chende Anzahl von photoelektrischen Bauelementen
betrieben werden können.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird der er
ste Decoder von einem ersten Prozessor und der
zweite Decoder von einem zweiten Prozessor ange
steuert, wobei die Ansteuersignale für den ersten
Decoder auch dem zweiten Prozessor und die Ansteu
ersignale für den zweiten Decoder auch dem ersten
Prozessor zur Ermittlung der Ansteuerung zugeleitet
werden. Jedem der Prozessoren, insbesondere Mikro
prozessoren, sind somit die Ansteuersignale der
beiden Decoder bekannt; sie sind also in der Lage,
die jeweils vorliegende Ansteuerung zu ermitteln.
Da die Ausgänge des ersten und des zweiten Decoders
an die Prozessoren zur der Ansteuerung entsprechen
den Zustandskontrolle angeschlossen sind, ist stets
die Prüfung möglich, ob der sich einstellende Zu
stand der jeweils vorliegenden Ansteuerung ent
spricht. Ist dies der Fall, so arbeitet die Schal
tungsanordnung einwandfrei. Weicht der sich bei der
Zustandskontrolle ermittelte Zustand gegenüber der
Ansteuerung ab, so liegt ein Fehler vor. Dieser
wird also sofort erkannt, so daß entsprechende Maß
nahmen, zum Beispiel zur Stillsetzung einer für
eine Bedienperson in bestimmten Betriebszuständen
gefährlichen Einrichtung, ergriffen werden können.
Ferner ist - wie erwähnt - mit Vorzug vorgesehen, daß
die n Ausgänge des ersten Decoders vorzugsweise
über einen ersten Impedanzwandler, an die Prozesso
ren und die m Ausgänge des zweiten Decoders, vor
zugsweise über einen zweiten Impedanzwandler, an
die Prozessoren angeschlossen sind. Hierdurch er
halten die beiden Prozessoren Kenntnis über den je
weiligen Zustand der Ausgänge der beiden Decoder.
Dies ermöglicht die bereits erwähnte Zustandskon
trolle.
Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor,
daß eine die Ansteuerung mindestens eines elektri
schen Bauelements vornehmende photoelektrische
Größe aus dem ersten Decoder und eine entsprechende
elektrische Größe aus dem zweiten Decoder ausgekop
pelt wird und daß die ausgekoppelten Größen mitein
ander verglichen werden. Bei den ausgekoppelten
elektrischen Größen kann es sich beispielsweise um
elektrische Spannungen oder Ströme handeln. Ein
Vergleich der den Decodern zugeordneten elektri
schen Größen untereinander dient ebenfalls der Feh
lererkennung. Dies sei an einem Beispiel erläutert.
Hierzu sei angenommen, daß die photoelektrischen
Bauelemente als Lichtempfänger ausgebildet sind. Es
soll beispielhaft einer der Lichtempfänger betrach
tet werden, der von getaktetem Licht, zum Beispiel
mit 5 kHz, angesteuert wird. Dies hat eine entspre
chende Taktung der elektrischen Größe zur Folge.
Diese Taktung muß identisch an beiden Decodern vor
liegen. Nur dann arbeitet die Schaltung einwand
frei. Liegt zum Beispiel an einer Stelle eine Un
terbrechung oder ein Kurzschluß vor, so werden die
beiden ausgekoppelten elektrischen Größen nicht
identisch sein. Dies weist auf einen Fehler hin.
Schließlich können - wie bereits erwähnt - die photo
elektrischen Bauelemente als Lichtsender, insbeson
dere LED′ s (light emitted diodes), oder Lichtemp
fänger, insbesondere Photodioden oder Phototransi
storen, ausgebildet sein.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung anhand
eines Ausführungsbeispiels und zwar zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Si
cherheitslichtgitters, das mit einer er
findungsgemäßen Schaltungsanordnung ange
steuert wird und
Fig. 2 die Schaltungsanordnung gemäß einem be
vorzugten Ausführungsbeispiel der Erfin
dung.
Die Fig. 1 zeigt ein Sicherheitslichtgitter 1, das
von einer Schaltungsanordnung der Fig. 2 angesteu
ert wird.
Das Sicherheitslichtgitter 1 weist eine Vielzahl
von Sendern S1 bis S11 auf, denen eine Vielzahl von
Empfängern E1 bis E11 gegenüberliegen. Die Begren
zung auf die Anzahl 11 ist hier willkürlich vorge
nommen; in der Praxis wird häufig eine wesentlich
größere Anzahl von Sendern und Empfängern verwen
det. Dies ist in der Fig. 1 mittels der Punktlinie
angedeutet.
Die Pfeile in der Fig. 1 deuten die Größe des mit
tels des Sicherheitslichtgitters 1 gebildeten
Schutzfeldes an. Dies hat die Länge a, die Höhe h
und die Auflösung d. Die Auflösung d bestimmt sich
durch den Abstand der einzelnen Sender beziehungs
weise Empfänger voneinander.
Die Schaltungsanordnung 2 der Fig. 2 betreibt die
Sender S1 bis S11 beziehungsweise Empfänger E1 bis
E11 des Sicherheitslichtgitters 1. Sie ist so auf
gebaut, daß insgesamt eine Vielzahl von Kanälen be
trieben werden können, das heißt, eine entspre
chende Anzahl von Sendern oder Empfängern. Im Aus
führungsbeispiel sind 64 Kanäle vorgesehen. Das Si
cherheitslichtgitter 1 der Fig. 1 kann man sich
somit also vergrößert, nämlich mit 64 Sendern be
ziehungsweise Empfängern vorstellen. Die Erfindung
ist jedoch nicht auf die Anzahl der Kanäle bezie
hungsweise Sender oder Empfänger beziehungsweise
auf die spezielle Ausgestaltung der Schaltungsan
ordnung der Fig. 2 beschränkt. Vielmehr bezieht
sich die Erfindung auf die grundsätzliche Ausfüh
rung der Schaltungsanordnung.
Die Schaltungsanordnung 2 arbeitet derart, daß die
einzelnen Sender beziehungsweise Empfänger nachein
ander, also im Multiplexverfahren angesteuert wer
den. Gelangt während des Betriebs das Licht eines
Senders nicht auf den zugehörigen Empfänger, zum
Beispiel weil die Bedienperson einer Maschine ihren
Arm in das Schutzfeld hineingestreckt hat, so wird
dies von der Schaltungsanordnung 2 erfaßt und führt
dazu, daß die Maschine augenblicklich zum Schutz
der Person stillgesetzt wird. Die hier erläuterte
Anwendung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
ist ebenfalls nur beispielhaft; die Erfindung läßt
sich selbstverständlich auch in vielen anderen Be
reichen der Steuerungs- und Sicherheitstechnik und
dergleichen einsetzen.
Nunmehr soll die Schaltungsanordnung der Fig. 2
näher beschrieben werden:
Die Schaltungsanordnung 2 weißt zwei Prozessoren
(Mikroprozessoren) µP1 und µP2 auf. Diese besitzen
Eingänge 3 (Ports 1), Ausgänge 4 (Ports 2), Ein
gänge 5 (Ports 3) und Eingänge 6 (Ports 4).
Die Schaltungsanordnung 2 weist ferner einen ersten
Decoder 7 und einen zweiten Decoder 8 auf. Bei den
Decodern 7 und 8 handelt es sich im Ausführungsbei
spiel der Fig. 2 um "1 aus 8 Decoder". Mithin be
sitzt jeder Decoder 7 und 8 acht Ausgänge 9 bezie
hungsweise 10. Die Decoder 7 und 8 sind vorzugs
weise als IC′s ausgebildet.
Die Ports 2 (Ausgänge 4) des ersten Mikroprozessors
µP1 sind mit Eingängen 11 des ersten Decoders 7
verbunden. Die Ports 2 des zweiten Mikroprozessors
µP2 sind mit Eingängen 12 des zweiten Decoders 8
verbunden. Es sind jeweils 3 Eingänge 11 und 3 Ein
gänge 12 sowie eine entsprechende Anzahl von Ports
2 an den Mikroprozessoren µP1 und µP2 vorgesehen.
Ferner stehen die Eingänge 11 des ersten Decoders 7
mit den Eingängen 3 (Ports 1) des zweiten Mikropro
zessors µP2 in Verbindung. Gleichermaßen sind die
Eingänge 12 des zweiten Decoders 8 mit den Eingän
gen 3 (Ports 1) des ersten Mikroprozessors µP1 ver
bunden.
Handelt es sich bei der Schaltungsanordnung um
einen Empfänger, so ist der positive Pol einer Be
triebsspannung UB über einen Widerstand R1 an einen
Summenpunkt Su1 angeschlossen. Der negative Pol
(Masse) der Betriebsspannung UB steht über einen
Widerstand R2 mit einem Summenpunkt Su2 in
Verbindung. Der Summenpunkt Su1 führt zu einem Ein
gang 13 des ersten Decoders 7. Ferner ist der Sum
menpunkt Su1 über einen Kondensator C1 an einen An
schluß 14 angeschlossen. Der Summenpunkt Su2 führt
zu einem Eingang 15 des zweiten Decoders 8. Gleich
zeitig ist er über einen Kondensator C2 mit einem
Anschluß 15 verbunden.
An den Ausgängen 9 und 10 der Decoder 7 und 8 sind
eine Vielzahl von photoelektrischen Bauelementen 16
angeschlossen. Es handelt sich dabei um Lichtsender
oder Lichtempfänger (S1 ... S11 usw.; E1 ... E11
usw.). Diese können zum Beispiel als LED′s, Photo
dioden oder Phototransistoren ausgebildet sein. Je
weils m photoelektrische Bauelemente 16 bilden eine
Matrixgruppe. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2
sind dies jeweils acht photoelektrische Bauelemente
16. Je nach Ausbildung der Decoder 7 und 8 ergibt
sich ihre Anzahl an Ausgängen 9 bzw. 10. Allgemein
sei daher hier festgelegt, daß der erste Decoder 7
n Ausgänge 9 und der zweite Decoder 8 m Ausgänge 10
aufweist. Die n Ausgänge 9 sind also jeweils mit
den einen Anschlüssen 17 der photoelektrischen Bau
elemente 16 einer Matrixgruppe verbunden. Dies ist
in der Fig. 2 der Übersichtlichkeit halber nur für
3 Matrixgruppen dargestellt. Die Darstellung der
weiteren Matrixgruppen wurde weggelassen. Dies ist
durch die Leitungsunterbrechungen 18 gekennzeich
net. Die anderen Anschlüsse 19 der photoelektri
schen Bauelemente 16 jeder Matrixgruppe sind mit
den Ausgängen 10 des zweiten Decoders 8 verbunden.
Während also sämtliche Anschlüsse 17 einer Matrix
gruppe von m photoelektrischen Bauelementen 16 je
weils nur mit einem Ausgang 9 des ersten Decoders 7
verbunden sind, stehen die anderen Anschlüsse 19
jeweils nur mit einem Ausgang 10 des zweiten Deco
ders 8 in Verbindung.
Die Ausgänge 9 des ersten Decoders 7 sind an eine
entsprechende Anzahl von Eingängen 20 eines ersten
Impedanzwandlers 21 angeschlossen. Die Ausgänge 10
des zweiten Decoders 8 sind mit Eingängen 22 eines
zweiten Impedanzwandlers 23 verbunden. Bei den Im
pedanzwandlern 21 und 23 handelt es sich vorzugs
weise um "8· fast High-Impedanz Buffer". Sie sind
vorzugsweise als IC′s ausgebildet. Die Impedanz
wandler 21 und 23 weisen eine der Anzahl ihrer Ein
gänge 20 beziehungsweise 22 entsprechende Anzahl
von Ausgängen 24 bzw. 25 auf. Sowohl die Ausgänge
24 als auch die Ausgänge 25 führen zum ersten Mi
kroprozessor µP1 (Eingänge 5 und 6 beziehungsweise
Ports 3 und 4) sowie zum zweiten Mikroprozessor µP2
(Eingänge 5 und 6 beziehungsweise Ports 3 und 4).
Der Betrieb der Schaltungsanordnung 2 ermöglicht
die Ansteuerung der photoelektrischen Bauelemente
16 im Multiplexverfahren. Dies sei beispielsweise
an dem in der Fig. 2 ganz links liegenden photo
elektrischen Bauelement 16 erläutert. Zur einfache
ren Kennzeichnung erhalten die Ausgänge 9 des er
sten Decoders 7 beziehungsweise die Ausgänge 24 des
ersten Impedanzwandlers 21 die Bezeichungen D01 bis
D08. Die Ausgänge 10 des zweiten Decoders 8 bezie
hungsweise die Ausgänge 25 des zweiten Impedanz
wandlers 3 sind mit den Bezeichnungen D11 bis D18
gekennzeichnet.
Es sei angenommen, daß der erste Mikroprozessor µP1
mittels seiner Ausgänge 4 den ersten Decoder 7 der
art ansteuert, daß der Ausgang D01 durchgesteuert
ist. Hierdurch gelangt das positive Potential der
Betriebsspannung UB über den Widerstand R1 an die
Anschlüsse 17 der entsprechenden Matrixgruppe von
photoelektrischen Bauelementen 16. Ferner sei un
terstellt, daß der zweite Mikroprozessor µP2 mit
tels seiner Ausgänge 4 den zweiten Decoder 8 derart
ansteuert, daß dessen Ausgang D11 durchgesteuert
wird. Hierdurch liegt der andere Anschluß 19 des
entsprechenden photoelektrischen Bauelements 16 (in
der Fig. 2 das ganz links liegende photoelektri
sche Bauelement 16) über den Widerstand R2 an
Masse. Damit erhalten die Ausgänge D01 und D11 ein
bestimmtes Potential. Dieses wird von den Impe
danzwandlern 21 und 23 bei dem Ausgang D01 "high"
und beim Ausgang D11 mit "low" bewertet. Die ver
bleibenden Ausgänge D02 bis D08 werden vom ersten
Impedanzwandler 21 mit "low" und die offenen Lei
tung D12 bis D18 werden vom zweiten Impedanzwandler
23 mit "high" bewertet. Somit unterscheiden sich
die beiden durchgeschalteten Leitungen D01 und D11
von den anderen, nicht durchgeschalteten Leitungen.
Diese Informationen werden von den beiden Mikropro
zessoren µP1 und µP2 ausgewertet. Die Mikroprozes
soren µP1 und µP2 können also feststellen, ob die
gewünschte Zeile (erster Impedanzwandler 21) und
die gewünschte Spalte (zweiter Impedanzwandler 23)
der gebildeten Matrixanordnung entsprechend der ge
wünschten Ansteuerung auch tatsächlich angesteuert
wurde. Es erfolgt somit eine Zustandskontrolle.
Nehmen wir einmal an, daß es sich bei den photo
elektrischen Bauelementen 16 um Lichtempfänger han
delt und daß diese von Sendern mit getaktetem Licht
angesteuert werden. Das Licht kann beispielsweise
mit 5 kHz getaktet werden. Dementsprechend wird je
der Lichtempfänger gemäß dem getaktetem Licht sei
nen elektrischen Widerstand variieren, was wiederum
einen entsprechend variierenden Strom durch die Wi
derstände R1 und R2 zur Folge hat. Das sich dadurch
ergebende Signal kann mittels der Kondensatoren C1
und C2 ausgekoppelt werden. Es steht an den An
schlüssen 14 und 15 zur Verfügung. Durch Vergleich
der an den Anschlüssen 14 und 15 anliegenden Si
gnale kann ermittelt werden, ob die Schaltung ein
wandfrei arbeitet, das heißt, ob keine Unterbre
chung oder kein Kurzschluß vorliegt. Die einwand
freie Funktion ist immer dann gegeben, wenn die an
den Anschlüssen 14 und 15 ausgekoppelten Signale
identisch sind.
Angenommen, daß ein Fehlerfall vorliegt, bei dem
der erste Decoder 7 nicht den Ausgang D01 sondern
den Ausgang D02 durchsteuert, so würde das ganz
links liegende photoelektrische Bauelement 16 der
zweiten Matrixgruppe angesteuert werden, gleichwohl
jedoch an den Anschlüssen 14 und 15 ein identisches
Signal herrschen. Dieser Fehlerfall wird dennoch
von der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung 2 er
kannt; und zwar erfolgt dies über den ersten Impe
danzwandler 21, der eine entsprechende Infornation
den beiden Mikroprozessoren µP1 und µP2 zuleitet.
Da aufgrund des Fehlers die Ansteuerung nicht mit
dem sich einstellenden Zustand übereinstimmt, er
kennen die Mikroprozessoren den Fehlerfall.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung weist eine
hohe Sicherheit auf, da sich die beiden eingesetz
ten Mikroprozessoren µP1 und µP2 gegenseitig lau
fend überwachen. Hierdurch werden auftretende Feh
ler mit Sicherheit erkannt.
Claims (8)
1. Schaltungsanordnung zur Ansteuerung von photo
elektrischen Bauelementen einer Lichtschranke oder
dergleichen, welche Bauelemente nacheinander mit
tels einer Umschalteinrichtung im Multiplexverfah
ren angesteuert werden, sowie mit einer Funktions
fehler aufspürenden Kontrolleinrichtung, dadurch
gekennzeichnet, daß die photoelektrischen Bauele
mente (16) matrixförmig an den Ausgängen (9, 10)
von Decodern (7, 8) angeschlossen sind, die mit
voneinander unabhängigen, die Kontrolleinrichtung
bildenden Prozessoren (µP1, µP2) zusammenwirken.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, gekenn
zeichnet durch mindestens einen ersten Decoder (7)
mit n Ausgängen, an denen jeweils eine Matrix
gruppe, bestehend aus jeweils m photoelektrischen
Bauelementen (16), mit einem der Anschlüsse (17)
jedes photoelektrischen Bauelements (16) der zuge
hörigen Matrixgruppe angeschlossen sind.
3. Schaltungsanordnung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens
einen zweiten Decoder (8) mit m Ausgängen (10), an
denen die anderen Anschlüsse (19) der m photoelek
trischen Bauelemente (16) jeder Matrixgruppe ange
schlossen sind.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der er
ste Decoder (7) von einem ersten Prozessor (µP1)
und der zweite Decoder (8) von einem zweiten Pro
zessor (µP2) angesteuert wird und daß die Ansteuer
signale für den ersten Decoder (7) auch dem zweiten
prozessor (µP2) und die Ansteuersignale für den
zweiten Decoder (8) auch dem ersten Prozessor (µP1)
zur Ermittlung der Ansteuerung zugeleitet werden.
5. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aus
gänge (9, 10) des ersten (7) und des zweiten Deco
ders (8) an die Prozessoren (µP1, µP2) zur der An
steuerung entsprechenden Zustandskontrolle ange
schlossen sind.
6. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die n
Ausgänge (9) des ersten Decoders (7), vorzugsweise
über einen ersten Impedanzwandler (21), an die Pro
zessoren (µP1, µP2) und die m Ausgänge (10) des
zweiten Decoders (8), vorzugsweise über e inen zwei
ten Impedanzwandler (23), an die Prozessoren (µP1,
µP2) angeschlossen sind.
7. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine die
Ansteuerung mindestens eines photoelektrischen Bau
elements (16) vornehmende elektrische Größe aus dem
ersten Decoder (7) und eine entsprechende elektri
sche Größe aus dem zweiten Decoder (8) ausgekoppelt
wird und daß die ausgekoppelten Größen miteinander
verglichen werden.
8. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die pho
toelektrischen Bauelemente (16) Lichtsender, insbe
sondere LED′s, oder Lichtempfänger, insbesondere
Photodioden oder Phototransistoren, sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904033234 DE4033234A1 (de) | 1990-10-19 | 1990-10-19 | Sicherheitslichtgitter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904033234 DE4033234A1 (de) | 1990-10-19 | 1990-10-19 | Sicherheitslichtgitter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4033234A1 true DE4033234A1 (de) | 1992-04-23 |
Family
ID=6416630
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904033234 Withdrawn DE4033234A1 (de) | 1990-10-19 | 1990-10-19 | Sicherheitslichtgitter |
Country Status (1)
| Country | Link |
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