DE4032660A1 - Verfahren zur masseleimung von papier, pappe und karton - Google Patents
Verfahren zur masseleimung von papier, pappe und kartonInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Masseleimung von Papier, Pappe
und Karton unter Verwendung von Harzleim und kationischen Polymerisaten,
die Vinylamineinheiten einpolymerisiert enthalten, als Fixiermittel.
Aus der US-PS 44 21 602 sind partiell hydrolysierte Homopolymerisate des
N-Vinylformamids bekannt, die N-Vinylformamid- und Vinylamineinheiten
enthalten. Sie werden als Retentions-, Entwässerungs- und Flockungsmittel
bei der Herstellung von Papier verwendet.
Aus der EP-A-02 16 387 ist bekannt, daß man Copolymerisate aus 95 bis
10 mol-% N-Vinylformamid und 5 bis 90 mol-% eines ethylenisch ungesättig
ten Monomeren aus der Gruppe Vinylacetat, Vinylpropionat, der C1- bis
C4-Alkylvinylether, N-Vinylpyrrolidon, der Ester, Nitrile und Amide von
Acrylsäure und Methacrylsäure in zumindest partiell hydrolysierter Form,
bei der bis zu 100 mol-% der Formylgruppen aus dem Copolymerisat abge
spalten sind, in Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf trockene Fasern,
dem Papierstoff vor der Blattbildung als Naß- und Trockenverfestigungs
mittel für Papier zusetzt.
Aus der DE-OS 32 03 189 sind Leimungsmittel auf Basis hydrophober, cellu
losereaktiver Leimungsstoffe und Fixier- und Leimungsbeschleunigungs
mitteln aus Polymeren bekannt, die primäre, sekundäre oder tertiäre Amino-
und/oder quartäre Ammoniumgruppen direkt oder über Seitenketten gebunden
enthalten. Zu diesen kationischen Polymerisaten gehören auch hydrolysierte
Polymerisate des N-Vinylformamids und partiell hydrolysierte Copolymeri
sate aus N-Vinylacetamid und Vinylacetat. Gemäß den Angaben in der DE-OS
sind hydrophobe, cellulosereaktive Leimungsstoffe vorzugsweise Alkylketen
dimere, Anhydride, wie Kolophoniumanhydrid und Isocyanate.
Das bekannteste Masseleimungsmittel auf Basis von Naturprodukten ist der
Harzleim. Hierbei handelt es sich um Verbindungen, die gegenüber der
Cellulosefaser nicht-reaktiv sind und die unter Zusatz von Fixiermitteln
auf den Cellulosefasern im Papierstoff niedergeschlagen werden. Als
Fixiermittel kommen beispielsweise Aluminiumsulfat oder gemäß der
DE-AS 10 70 916 und der EP-PS 01 87 666 kationische Dicyandiamidharze in
Betracht. Während die Wirksamkeit der kationischen Dicyandiamidharze noch
verbesserungsbedürftig ist, haben Aluminiumsulfat und Alaun den Nachteil,
daß in ihrer Gegenwart nicht mit Calciumcarbonat als Füllstoff gearbeitet
werden kann und daß die so erhältlichen Papiere wegen des Arbeitens im
sauren pH-Bereich nicht ausreichend alterungsbeständig sind.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur
Masseleimung von Papier, Pappe und Karton mit Harzleim aufzuzeigen, bei
dem die Leimung im neutralen pH-Bereich durchführbar ist und bei dem man
alterungsbeständige Papiere erhält.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit einem Verfahren zur Masse
leimung von Papier, Pappe und Karton unter Verwendung von Harzleim und
eines Fixiermittels zum Fixieren des Harzleims auf den Cellulosefasern,
wenn man als Fixiermittel kationische Polymerisate einsetzt, die Vinyl
amineinheiten einpolymerisiert enthalten.
Unter Harzleim werden im vorliegenden Zusammenhang die üblicherweise zur
Masseleimung von Papier verwendeten Produkte auf Basis von Naturstoffen
verstanden, z. B. Harzleime aus hydriertem Kolophonium, Tallharzleime,
verstärkte Harzleime, Trockenharzleime oder freiharzreiche Emulsionen. Bei
diesen Produkten handelt es sich um nicht-reaktive Harzleime, die bei
alleiniger Anwendung in der Masse Papier praktisch nicht leimen, sondern
immer zusammen mit einem Fixiermittel eingesetzt werden müssen. Geeignete
Harzleime sind beispielsweise in der Zeitschrift "Papier", Band 43 (5),
188-192 (1989) beschrieben. Wie bei bekannten Verfahren zur Masseleimung
von Papier wird auch beim vorliegenden Verfahren Harzleim in einer Menge
von ca. 1 bis 4, vorzugsweise 1,5 bis 3 Gew.-%, jeweils bezogen auf
trockenen Papierstoff angewendet.
Erfindungsgemäß erfolgt die Masseleimung von Papier in Anwesenheit von
geringen Mengen Aluminiumsulfat und/oder Alaun unter Verwendung von
kationischen Polymerisaten, die Vinylamineinheiten einpolymerisiert ent
halten. Aluminiumsulfat und Alaun werden in Mengen < 5 Gew.-%, vorzugs
weise 2 bis 3 Gew.-% als Fällungsmittel für Harzleim verwendet. Die kat
ionischen Polymerisate wirken überraschenderweise als Fixiermittel für
nicht-reaktiven Harzleim. Polymerisate dieser Art sind beispielsweise aus
den zum Stand der Technik genannten Literaturstellen US-PS 44 21 602 und
der EP-A-02 16 387 bekannt. Sie werden durch Hydrolyse von N-Vinylamide
einpolymerisiert enthaltenden Homo- und Copolymerisaten hergestellt.
Solche Polymerisate enthalten folgende charakteristische Strukturen:
in der R, R¹=H, C₁- bis C₆-Alkyl bedeuten.
Zur Herstellung von Verbindungen, die ausschließlich Struktureinheiten der
Formel I enthalten, polymerisiert man z. B. N-Vinylformamid, N-Vinylacet
amid, N-Vinyl-N-methylformamid, N-Vinylpropionamid oder N-Vinylbutyramid.
Aus den Verbindungen mit Strukturelementen der Formel I entsteht durch
Hydrolyse unter Verwendung von Säuren, z. B. Salzsäure, Schwefelsäure,
Phosphorsäure oder unter Einwirkung von Basen, wie Natronlauge oder Kali
lauge, unter Abspaltung der Gruppierung -CO-R1 die Struktur:
in der R=H, C₁- bis C₆-Alkyl bedeutet.
Bei einer 100%igen Hydrolyse sämtlicher Einheiten der Struktur I im Poly
merisat erhält man Polyvinylamine. Sofern nur eine partielle Hydrolyse
durchgeführt wird, enthalten die aus den N-Vinylamiden hergestellten Poly
merisate Einheiten der Strukturen I und II. Vorzugsweise wird als N-Vinyl
amid die Verbindung der Formel
eingesetzt, d. h. N-Vinylformamid. Partiell hydrolysierte Homopolymerisate
der Verbindung III sind aus der obengenannten US-PS 44 21 602 bekannt. Die
Hydrolyse kann 0,1 bis 100% betragen. Zu den bevorzugt in Betracht
kommenden, Vinylamineinheiten einpolymerisiert enthaltenden Polymerisaten
gehören Verbindungen, die durch Copolymerisieren von
- a) 1 bis 99, vorzugsweise 10 bis 90 mol-% N-Vinylformamid und
- b) 99 bis 1 mol-% monoethylenisch ungesättigten Monomeren aus der Gruppe Vinylacetat, Vinylpropionat, der C1- bis C4-Alkylvinylether, N-Vinyl pyrrolidon, der Ester, Nitrile, Amide, N-Alkylamide und Sulfogruppen tragenden N-Alkylamide der Acrylsäure und Methacrylsäure und Mischungen dieser Monomeren
und anschließende Hydrolyse der Amidgruppen der Struktureinheiten I der
Polymerisate in Aminogruppen der Struktur II erhältlich sind. Der
Hydrolysegrad der einpolymerisierten N-Vinylformamideinheiten beträgt 0,1
bis 100%, vorzugsweise mindestens 10%.
Solche Copolymerisate werden in der EP-A-02 16 387 beschrieben. Außer
N-Vinylformamid kann man als Monomer der Komponente (a) z. B. N-Vinyl-N-
methylformamid, N-Vinylacetamid, N-Vinyl-N-methylacetamid, N-Vinylpropion
amid oder N-Vinylbutyramid einsetzen. Bei der Hydrolyse von Copolymeri
saten aus N-Vinylformamid und Vinylacetat oder Vinylpropionat können, je
nach Reaktionsbedingungen, auch noch die einpolymerisierten Monomerein
heiten (b) hydrolysiert werden, so daß die Copolymerisate dann im Fall der
zuletztgenannten Comonomeren zusätzlich, z. B. Vinylalkohol-Einheiten ein
polymerisiert enthalten. Die Hydrolyse der Acetyl- und/oder Propionyl
gruppen aus den einpolymerisierten Einheiten (b) der Copolymerisate kann
0,1 bis 100% betragen.
Die Vinylamineinheiten einpolymerisiert enthaltenden Homo- und Copolymeri
sate haben K-Werte von 5 bis 300, vorzugsweise 15 bis 150. Besonders be
vorzugt sind Polyvinylamine und hydrolysierte Copolymerisate des N-Vinyl
formamids mit K-Werten von 20 bis 115.
Die kationischen, Vinylamineinheiten einpolymerisiert enthaltenden Poly
merisate sind wasserlöslich. Sie werden zur Masseleimung dem Papierstoff
direkt zugesetzt oder können auch in Form einer Mischung mit dem Harzleim
dem Papierstoff zugefügt werden. Im Fall einer getrennten Dosierung von
Polymerisat und Harzleim ist es gleichgültig, ob der Harzleim zuerst zum
Papierstoff zugefügt wird oder das kationische Polymerisat, weil im
Papierstoff immer eine ausreichende Durchmischung der Komponenten statt
findet. Bezogen auf 100 Gew.-Teile Harzleim verwendet man 1 bis 100, vor
zugsweise 5 bis 30 Gew.-Teile mindestens eines kationischen Polymerisats,
das Vinylamineinheiten einpolymerisiert enthält.
Als Faserstoffe zur Herstellung der Pulpen kommen sämtliche dafür ge
bräuchlichen qualitäten in Betracht, z. B. Holzstoff, gebleichter und unge
bleichter Zellstoff sowie Papierstoffe aus allen Einjahrespflanzen. Zu
Holzstoff gehören beispielsweise Holzschliff, thermomechanischer Stoff
(TMP), chemo-thermomechanischer Stoff (CTMP), Druckschliff, Halbzellstoff,
Hochausbeute-Zellstoff und Refiner Mechanical Pulp (RMP). Als Zellstoffe
kommen beispielsweise Sulfat-, Sulfit- und Natronzellstoffe in Betracht.
Vorzugsweise verwendet man die ungebleichten Zellstoffe, die auch als
ungebleichter Kraftzellstoff bezeichnet werden. Geeignete Einjahres
pflanzen zur Herstellung von Papierstoffen sind beispielsweise Reis,
Weizen, Zuckerrohr und Kenaf. Zur Herstellung der Pulpen wird auch Alt
papier verwendet, entweder allein oder in Mischung mit anderen Faser
stoffen. Die Pulpen werden zur Herstellung von Papier, Pappe und Karton
mit Harzleim und mindestens einem erfindungsgemäß zu verwendenden Poly
merisat als Fixiermittel gemischt und in bekannter Weise auf einem Sieb
einer Papiermaschine entwässert. Die Stoffkonzentration der Pulpen beträgt
0,1 bis 1,5 Gew.-%, der pH-Wert der Pulpen bis zu 8. Bevorzugt werden
Pulpen mit pH-Werten von 6 bis 7,5.
Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. Die Angaben in
Prozent beziehen sich auf das Gewicht der Stoffe. Die K-Werte wurden nach
H. Fikentscher, Cellulose-Chemie, Band 18, 48-64 und 71-74 (1932) in
5%iger wäßriger Kochsalzlösung bei einer Temperatur von 25°C und einer
Polymerkonzentration von 1 Gew.-% bestimmt. Die Leimungsgüte wurde mit
Hilfe des Cobb-Wertes nach DIN 53132 und der Tintenschwimmdauer bis zum
50%igen Durchschlag ermittelt. Zur Charakterisierung der Leimung wurde
außerdem die Präparationsaufnahme bestimmt. Dazu wird ein Papierstreifen
(80 cm × 10 cm) durch eine Laborleimpresse mit konstant eingestelltem
Anpreßdruck und einer Geschwindigkeit von 10 m/min gezogen. Als Test
flüssigkeit wird Trinkwasser eingesetzt. Aus der Gewichtszunahme wird die
Präparationsaufnahme folgendermaßen berechnet:
50%ige niedrigviskose Harzseife, hergestellt aus chemisch verstärkten
Naturharzen mit einer Gesamtharzsäurezahl von 170, einem Freiharzgehalt
von ca. 2% und einer Viskosität nach Brookfield bei 20°C und 20 UpM von
1000 mPas.
11%ige wäßrige Lösung eines Copolymerisats, das 98% Vinylamineinheiten
und 2% N-Vinylformamideinheiten enthielt und einen K-Wert von 87 hatte.
Der pH-Wert der wäßrigen Lösung betrug 3,5.
12%ige wäßrige Lösung (pH-Wert 3,5) eines Copolymerisats, das 68%, Vinyl
amin-, 2%, N-Vinylformamid-, 25%, Vinylalkohol- und 5%, Vinylacetat-
Einheiten enthielt und einen K-Wert von 105 hatte.
17%ige wäßrige Lösung eines Copolymerisats, das 45%, Vinylamin- und 55%
N-Vinylformamid-Einheiten enthielt und einen K-Wert von 87 hat. Der
pH-Wert der wäßrigen Lösung betrug 3,5.
Man stellt einen Papierstoff aus 100%, gebleichtem Birkensulfatzellstoff
unter Zusatz von 40% Kreide her. Der Mahlgrad beträgt 35°SR (Schopper-
Riegler). Zu diesem Stoff gibt man, bezogen auf den Feststoffgehalt,
1,5 Gew.-%, des Leimungsmittels, 3 Gew.-%, Alaun und anschließend
0,1 Gew.-%, bezogen auf Feststoff, eines der in Tabellen 1 und 2 genannten
Fixiermittel. Der pH-Wert des Stoffes bleibt dabei unverändert auf pH 7
eingestellt. Bei allen Beispielen fügte man zum Papierstoff zusätzlich
noch 0,3% eines handelsüblichen schwach-kationischen Polyacrylamids vom
K-Wert 130 als Retentionsmittel zu und bildete danach auf einem Rapid-
Köthen-Blattbildner Blätter eines Flächengewichts von 100 g/m2. Die
Blätter wurden jeweils auf einem mit Dampf beheizten Trockenzylinder bei
90°C bis zu einer Restfeuchte von 6 bis 10% getrocknet.
Bei allen Beispielen wurde unmittelbar nach dem Trocknen die Präparations
aufnahme, der Cobb-Wert und die Tintenschwimmzeit bestimmt. Diese Ergeb
nisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt. Die Blätter wurden dann einen
Tag bei 23°C und einer relativen Luftfeuchte von 50% gelagert. Danach
bestimmte man die Präparationsaufnahme, den Cobb-Wert und die Tinten
schwimmzeit. Die dabei erhaltenen Meßergebnisse sind in Tabelle 2
angegeben.
Beispiel 1 wurde mit der einzigen Ausnahme wiederholt, daß man an Stelle
von 0,1 Gew.-% des Fixiermittels 1 nur 3 Gew.-% Alaun als Fixier- und
Fällungsmittel verwendete. Der pH-Wert der Pulpe betrug 7. Die hierbei
erhaltenen Ergebnisse sind in den Tabellen 1 und 2 angegeben.
Claims (6)
1. Verfahren zur Masseleimung von Papier, Pappe und Karton unter Ver
wendung von Harzleim und eines Fixiermittels zum Fixieren des Harz
leims auf den Cellulosefasern, dadurch gekennzeichnet, daß man als
Fixiermittel kationische Polymerisate einsetzt, die Vinylamineinheiten
einpolymerisiert enthalten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als
Fixiermittel hydrolysierte Homopolymerisate des N-Vinylformamids mit
einem Hydrolysegrad von 0,1 bis 100% einsetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Fixier
mittel hydrolysierte Copolymerisate des N-Vinylformamids einsetzt, die
bis zu 99 mol-% ethylenisch ungesättigte Monomere aus der Gruppe
Vinylacetat, Vinylpropionat, der C1- bis C4-Alkylvinylether, N-Vinyl
pyrrolidon, der Ester, Nitrile und Amide vom Acrylsäure oder Meth
acrylsäure einpolymerisiert enthalten, und bei denen der Hydrolysegrad
der einpolymerisierten N-Vinylformamid-Einheiten 0,1 bis 100%
beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Fixiermittel hydrolysierte Polymerisate einsetzt, die
erhältlich sind durch Polymerisieren von
- a) 100 bis 10 mol-% N-Vinylformamid und
- b) 0 bis 90 mol-% Vinylacetat und/oder Vinylpropionat auch anschließende Abspaltung von 0,1 bis 100% der Formylgruppen aus den einpolymerisierten Einheiten (a) und gegebenenfalls 0,1 bis 100% der Acetyl- und/oder Propionylgruppen aus den einpolymerisierten Einheiten (b), der Copolymerisate.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß man auf 100 Gew.-Teile Harzleim 10 bis 300 Gew.-Teile mindestens
eines kationischen Polymerisats einsetzt.
6. Verwendung von kationischen Polymerisaten, die Vinylamineinheiten
einpolymerisiert enthalten, als Fixiermittel für Harzleim bei der
Masseleimung von Papier, Pappe und Karton.
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