DE4030530A1 - Austragvorrichtung fuer medien - Google Patents
Austragvorrichtung fuer medienInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Austragvorrichtung für Medien,
die zur Durchführung eines Austragvorganges mit einer Aus
trag-Betätigung versehen ist. Zur Erfassung, Speicherung
und/oder Anzeige von Daten, die z. B. in Bezug auf die Anwen
dung der Austragvorrichtung relevant sind, ist eine Er
fassungseinrichtung vorgesehen, die zweckmäßig nicht geson
dert von der Austragvorrichtung, sondern unmittelbar an die
ser angeordnet ist. Die zu erfassenden Daten können z. B. die
Zahl der erfolgten Anwendungen, der nächstfolgende Anwen
dungstermin und/oder andere Daten sein, die über eine oder
mehrere synchron oder gesondert geschaltete Anzeigen kennt
lich gemacht werden können.
Die Erfassungseinrichtung wird manuell mit einem Betätigungs
glied über einen Stelltrieb weitergeschaltet, wobei das Betä
tigungsglied gesondert von der Austrag-Betätigung vorgesehen
oder durch das Betätigungsglied gebildet sein kann, mit wel
chem das Medium durch manuellen Druck oder dgl. ausgebracht
wird. Im letzteren Falle ergibt sich eine zwangsläufige Betä
tigung der Erfassungseinrichtung mit der Betätigung des Aus
trages. Dies kann z. B. dadurch erzielt werden, daß stegförmi
ge Stellnocken am Innenumfang einer Betätigungskappe in und
außer Eingriff mit stegförmigen Gegennocken am Außenumfang
eines drehbar gelagerten Erfassungsgliedes gelangen, das dann
bei jedem Betätigungshub um eine Nockenteilung weitergedreht
wird. In der freigegebenen Ausgangsstellung der Austragvor
richtung ist der Stelltrieb vollständig außer Eingriff, so
daß das Erfassungsglied nur durch Reibung, Rastung oder dgl.
gegenüber dem Betätigungsglied gesichert werden kann. Dies
kann unerwünscht sein, wenn ein drehbarer Teil der Er
fassungseinrichtung normalerweise frei liegend zugänglich ist
und dadurch unbeabsichtigt verstellt werden könnte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Austragvor
richtung der genannten Art zu schaffen, bei welcher Nachteile
bekannter Ausbildungen vermieden sind und die insbesondere
auf einfache Weise eine Sicherung gegen versehentliches Ver
stellen der Erfassungseinrichtung gewährleistet.
Diese Aufgabe kann z. B. durch die Merkmale des Anspruches 1
gelöst werden. Zweckmäßig stehen die Stellglieder des Stell
triebes in jeder Stellung bzw. zumindest in der Freigabestel
lung, im wesentlichen unmittelbar in Eingriff miteinander.
Dadurch können gegenseitige Bewegungen, die dem Weiterschal
ten der Erfassungseinrichtung entsprechen, weitestgehend ver
mieden werden. Ist die Betätigungsbewegung eine Hubbewegung
und die Stellbewegung eine Drehbewegung, so sperren die bei
den Stellglieder einander in einer, mehreren oder allen Frei
gabestellungen gegen Stellbewegungen, nicht jedoch gegen Be
tätigungsbewegungen.
Die Verwendung einer Steuerkulisse bzw. Kurvenbahn ermöglicht
es, aneinanderanschließende Einzelkurven für jeweils einen
Austragvorgang vorzusehen und solche Einzelkurven beliebig
unterschiedlich auszubilden. Dadurch können Austragvorgänge
mit unterschiedlichen Charakteristika vorgesehen werden, die
zwangsläufig aufeinanderfolgend angesteuert werden, weil die
Kurvenbahn nur fortlaufend in einer Richtung von dem Stell
nocken durchwandert werden kann. Z.B. können benachbarte Ein
zelkurven unterschiedliche Betätigungshübe und damit aus zu
bringende Dosiermengen bestimmen und/oder sie können unter
schiedlich große Drehschritte der Stellglieder gegeneinander
bewirken. Eine solche Ausbildung eignet sich auch für Aus
tragvorrichtungen, bei denen der Stelltrieb nicht zur Er
fassung für Austragvorgänge verwendet wird.
Die Kurvenbahn ermöglicht es des weiteren, den Stellnocken an
mindestens einer Einzelkurve in der Freigabestellung durch
Anschlag zu begrenzen und/oder an mindestens einer Einzel
kurve in Bezug auf Bewegungen über diese Freigabestellung
hinaus nicht zu begrenzen. Dasselbe kann auch in Bezug auf
die Betätigungs-Endstellung bzw. auf Bewegungen über diese
hinaus vorgesehen werden. Es sind somit gegeneinander ver
setzte Freigabestellungen und gegeneinander versetzte Betäti
gungs-Endstellungen denkbar.
Anstatt einer manuellen Rückstellung zur Freigabestellung ist
für diese Rückstellung zweckmäßig eine Rückstellfeder vorge
sehen, die zweckmäßig durch eine innerhalb eines Pumpenzylin
ders liegende Rückstellfeder für einen Pumpkolben der Aus
tragvorrichtung gebildet ist, so daß für die Stellglieder
keine gesonderte Feder erforderlich ist.
Eine baulich besonders einfache und sicher arbeitende Ausbil
dung ergibt sich, wenn eines der Stellglieder unmittelbar
durch eine mit einem Austragstutzen oder dgl. versehene Betä
tigungskappe und das andere Stellglied durch ein kappenförmi
ges oder ähnliches Befestigungsglied zur Befestigung einer
Austragpumpe auf einem Flaschenhals gebildet ist, welches am
Außenumfang von der Betätigungskappe eng umgeben abgedeckt
ist. Diese beiden Bauteile sind bei vielen Austragvorrichtun
gen ohnehin vorhanden bzw. unverzichtbar, so daß für das Vor
sehen einer Erfassungseinrichtung kein einziger zusätzlicher
Bauteil erforderlich ist. Die Betätigungskappe steht dabei
über mindestens einen Stellnocken und wenigstens eine Kurven
bahn ständig in Eingriff mit dem Befestigungsglied, so daß
Drehbewegungen der Betätigungskappe entsprechend dem Kurven
verlauf nur gleichzeitig mit Hubbewegungen möglich sind. Das
Befestigungsglied könnte auch einteilig mit einem Zylinder
gehäuse der Austragpumpe bzw. mit dessen Stirndeckel und/oder
mit der Dichtung zur Abdichtung gegenüber dem Flaschenhals
ausgebildet sein, so daß sich baulich eine noch weitere Ver
einfachung ergibt.
Die Verwendung einer Kurvenbahn ermöglicht es auch, am Ende
einer bestimmten Anzahl von Austragvorgängen eine durch An
schlag gesperrte Freigabestellung vorzusehen, die näher bei
der Betätigungs-Endstellung als die üblichen Freigabestellun
gen liegt. Diese Stellung kann mit einer Belüftungsstellung
zusammenfallen, bei welcher das Innere der Flasche durch die
Austragpumpe hindurch belüftet wird, weil ein durch die Pumpe
gebildetes Belüftungsventil geöffnet ist. Diese Stellung kann
aber auch mit einer Öffnungsstellung für ein Auslaßventil
zusammenfallen, welches die Pumpenkammer mit einem Auslaßka
nal verbindet und durch Anschlag geöffnet wird. In jedem Fall
wird in dieser Endstellung eine weitere Benutzung der Aus
tragvorrichtung ausgeschlossen.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus ,den Ansprüchen
auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei
die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehre
ren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform
der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und
vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen dar
stellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dar
gestellt und wird im folgenden näher erläutert. In den Zeich
nungen zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Austragvorrichtung
im Axialschnitt und
Fig. 2 einen Ausschnitt eines Stellgliedes in
einer Abwicklung.
Die Austragvorrichtung 1 weist eine als geschlossene Montage
baugruppe ausgebildete Austrageinheit 2 mit einer Austragpum
pe bzw. einem Austragförderer 3 auf und ist als Ganzes an
einem Speichergefäß durch eine Schnappverbindung, einen
Krimpring, eine Verschraubung oder dgl. zu befestigen. Sie
bildet eine Austrag-Betätigung 5 zum manuellen Austrag je
weils einer dosierten Austragmenge. Dabei wird durch einen
Pumphub die Kolbeneinheit 7 einer größtenteils in das Spei
chergefäß 4 eingreifenden Pumpe 6 betätigt, deren Pumpenkam
mer einen ventilgesteuerten Einlaß 8 und einen ventilge
steuerten Auslaß 9 aufweist. Die Förderhandhabe bildet an
einer Stirnfläche ein Betätigungsglied 11 bzw. eine Druck
fläche, welche einen Kolben- bzw. Betätigungsstößel 10 um
gibt, der über eine Steckverbindung mit der Kolbeneinheit 7
vormontiert und ein Bestandteil der Förderhandhabe ist. Der
Betätigungsstößel 10 ist von einem an den Auslaß 9 ange
schlossenen Auslaßkanal 13 durchsetzt und von einem über das
Betätigungsglied 11 frei vorstehenden Austragstutzen 12 um
geben, der im Bereich seines freien Endes die Auslaßöffnung
der Austrageinheit 2 aufweist. Das Zylindergehäuse bzw. ein
von dem Betätigungsstößel 10 durchsetzter Kolbendeckel bildet
einen Tragkörper 14, mit welchem der Austragförderer 3 durch
ein Befestigungsglied 15, z. B. eine Schraubkappe, an dem Ge
fäßhals 17 befestigt ist, der einen entsprechenden Gefäß
flansch 16 bildet. Der aus dem Speichergefäß 2 vorstehende
Teil des Tragkörpers 14 und das Befestigungsglied 15 werden
wenigstens auf einem Teil ihrer Länge von einer Kappe 19
übergriffen, deren Stirnwand die Förderhandhabe 11 bildet.
Zur zwangsläufigen Erfassung jedes Betätigungshubes ist eine
Erfassungseinrichtung 20 vorgesehen. Diese weist einen vom
Austragförderer 3 leicht lösbaren, im wesentlichen hülsenför
migen und einen einteiligen Montage-Bauteil mit dem Befesti
gungsglied 15 bildenden Grundkörper 21 sowie ein hülsenförmi
ges Erfassungsglied 22 auf, das den Grundkörper 21 axial ver
schiebbar und drehbar eng umgibt und durch den Mantel 35 der
Kappe 19 gebildet ist. Der Grundkörper 21 schließt im Bereich
eines radial nach innen vorstehenden Spannflansches 26 an das
Befestigungsglied 15 an, umgibt den Tragkörper 14 im wesent
lichen im Abstand und steht frei gegen die Innenseite der
Stirnwand der Kappe 19 vor. Das Befestigungsglied 15 kann
annähernd bis zum Übergang des Gefäßhalses 17 in den erwei
terten Gefäßbauch 18 reichen und dadurch eine Hülle 41 zur
vollständigen Abdeckung des Gefäßes 4 bis zu diesem Bereich
bilden.
Das Betätigungsglied 23 ist durch dieselbe Druckfläche wie
das Betätigungsglied 11 gebildet und weist zwei beiderseits
des Austragstutzens 12 liegende Angriffsflächen für die Fin
ger des Benutzers auf. Der Außenumfang des Mantels 28 des
Befestigungsgliedes 15 geht annähernd über dessen gesamte
Länge sowie über die Länge des Grundkörpers 21 kontinuierlich
durch, so daß er eine gute Führung für die Kappe 19 bildet.
Die Kappe 19 und der Grundkörper 21 greifen über einen Stell
trieb 30 ineinander, der bei jedem Betätigungshub zwangsläu
fig eine schrittweise Drehbewegung der Kappe 19 gegenüber dem
Grundkörper 21 bewirkt, und zwar so, daß die Drehrichtung
zwangsläufig stets gleich bleibt. Zu diesem Zweck bildet ein
zwischen seinen Enden liegender Längsabschnitt des Mantels 35
der Kappe 19 ein hülsenförmiges Stellglied 43 und das Be
festigungsglied 15 mit seinem den Grundkörper 21 bildenden
Endabschnitt ein hülsenförmiges Stellglied 45. Am zylindri
schen Innenumfang ist das Stellglied 43 mit zwei einander
diametral gegenüberliegenden, radial nach innen vorstehenden,
zylindrischen Stellnocken 33 versehen, die jeweils in eine
Kurvenbahn 34 eingreifen, welche sich etwa über den halben
Umfang des Stellgliedes 45 erstreckt. Die Stellnocken 33
greifen auch in der in Fig. 1 dargestellten Ausgangs- bzw.
Freigabestellung in die jeweils zugehörige Kurvenbahn 34 so
ein, daß die an und für sich von der Kolbeneinheit 7 lösbare
Kappe 19 gegen Abziehen von dem Austragförderer 3 form
schlüssig gesichert ist.
Zur von außen erkennbaren Anzeige des jeweiligen Schaltzu
standes der Erfassungseinrichtung 20 ist eine Anzeigeeinrich
tung 37 vorgesehen, die in dem von den Betätigungsgliedern
11, 23 entfernten Ende des Mantels 35 als Durchbruch ein An
zeigefenster 38 und am Außenumfang des Befestigungsgliedes 15
eine Skala 40 mit über den Umfang gleichmäßig verteilten Sym
bolen aufweist, die wenigstens in Freigabestellung im Bereich
des Anzeigefensters 38 liegt. Die Skala 40 befindet sich auf
einer Seite des Spannflansches 26 und das Stellglied 45 mit
den Kurvenbahnen 34 im wesentlichen auf dessen anderer Seite,
wobei das Stellglied 45 im wesentlichen durch eine frei über
den Spannflansch 26 vorstehende Muffe 47 gebildet ist. Die
Anzeigeeinrichtung 37 und der Stelltrieb 30 liegen dadurch
axial nahe benachbart zueinander. Der Außendurchmesser der
Skala 40 ist im wesentlichen gleich dem Außendurchmesser des
Stellgliedes 45 und der Innendurchmesser des Erfassungsglie
des 22 im wesentlichen gleich demjenigen des Stellgliedes 43,
wobei die Außenumfangsfläche des Grundkörpers 21 zwischen der
Skala 40 und dem Stellglied 45 bzw. die Innenumfangsfläche
zwischen dem Erfassungsglied 22 und dem Stellglied 43 frei
von Absätzen im wesentlichen kontinuierlich durchgeht. Das
Erfassungsglied 22 und das Stellglied 43 lassen sich mit der
Kappe 19 vom freien Ende des Stellgliedes 45 her auf den
Grundkörper 21 auf stecken und dadurch in einfacher Weise mon
tieren. Wird der Austragförderer 3 zuvor an dem Grundkörper
21 durch Einstecken montiert, so wird er bei der Montage der
Kappe 19 durch eine Steckverbindung mit dem Austragstutzen 12
verbunden. Wird der Austragförderer 3 danach montiert, so
wird er gleichzeitig mit dem Grundkörper 21 und der Kappe 19
durch Steckverbindungen verbunden. Die Kappe 19 kann mit dem
Grundkörper 21 insofern eine vormontierte Baueinheit bilden.
Die Kurvenbahn 34 ist durch eine mäanderartig in wechselnden
Richtungen verlaufende Nut gebildet, deren Breite im wesent
lichen an den Durchmesser des Stellnockens 33 angepaßt ist,
deren aneinanderschließende Abschnitte jedoch unter spitzen
und stumpfen Winkeln und nicht unter rechten Winkeln ineinan
der übergehen. Für jeden Schaltschritt bildet die Kurvenbahn
34 eine Einzelkurve 49, wobei eine Vielzahl von z. B. einund
zwanzig Einzelkurven 49 zwischen einem Kulisseneingang 53 am
Anfang der Kurvenbahn 34 und einem Kulissenende 56 liegen.
Zur Bildung des Kulisseneinganges 53 durchsetzt die Kurvennut
die freie Stirnfläche des Stellgliedes 45, so daß hier der
Stellnocken 33 bei der Montage in die Kurvenbahn 34 einge
führt werden kann. Der Verlauf der Kurvenbahn ist so, daß der
Stellnocken 33 beim Betätigungshub zwangsläufig um einen
Teilschritt in der vorgesehenen Drehrichtung gedreht und beim
Rückhub in derselben Richtung zwangsläufig weitergedreht
wird. Hierzu bilden im Bereich der Umkehrungen 52 der Kurven
nut die Nutflanken entsprechende Leitglieder 50, 54 für den
Stellnocken 39. In Freigabestellung liegt der jeweilige
Stellnocken 33 im wesentlichen spielfrei zentriert zwischen
zwei spitzwinklig zueinanderliegenden äußeren Nutflanken der
Kurvennut, die einen Sperranschlag 55 bilden, gegen welchen
der Stellnocken 33 unter der Kraft der Rückstellfeder des
Austragförderers 3 angelegt ist. Die Kappe 19 ist dadurch
formschlüssig gegen Abziehen gesichert. Der Abstand zwischen
benachbarten Sperranschlägen 55 entspricht einem Schalt
schritt des Stelltriebes 30 bzw. der wirksamen Erstreckung
einer Einzelkurve 49.
Das vom Kulisseneingang entfernte Kulissenende 56 liegt axial
gegenüber den Sperranschlägen 55 derart versetzt, daß der
Austragförderer 3 bzw. der Stelltrieb 30 nicht so weit zu
seiner Ausgangsstellung zurückkehren kann, wie es die Sperr
anschläge 55 ermöglichen. Am Ende des Gebrauches der Austrag
vorrichtung 1 werden dadurch diese Bauteile in einer Betäti
gungsstellung festgehalten, die wie eine von außen gut er
kennbare Anzeige dafür wirkt, daß die Austragvorrichtung
nicht weiter zum Gebrauch zur Verfügung steht. Das Kulissen
ende 56 bildet insofern eine Sperre 29, die praktisch nicht
mehr überwunden werden kann. Die Kurvenbahn 34 ist im An
schluß an den Kulisseneingang 53 so ausgebildet, daß zur
Überführung des Stellnockens 33 bis zum ersten Stellanschlag
55 ein vollständiger Pumphub ausgeführt werden muß, durch
welchen die Pumpenkammer von Luft entleert und ggf. aus dem
Speichergefäß 4 durch Ansaugen mit Medium gefüllt wird.
Die Betätigungsglieder für den Austrag und die Datenerfassung
können auch gesondert betätigbar sein, wenn z. B. die Er
fassungseinrichtung unabhängig von der Austragbetätigung zu
betätigen sein soll. Ferner können zwei oder mehr zwangsläu
fig gemeinsam oder unabhängig voneinander betätigbare Er
fassungseinrichtungen bzw. Stelltriebe für einen oder mehrere
Austragförderer 3 der Austragvorrichtung 1 vorgesehen sein.
Claims (11)
1. Austragvorrichtung für Medien mit einer Austrag-Betä
tigung (5), die zwischen einer Freigabestellung und
einer Betätigungsstellung in einem Bewegungszyklus
bewegbar ist, sowie mit einer Erfassungseinrichtung
(20) für Austragvorgänge oder dgl., die durch ein
Betätigungsglied (23), insbesondere zwangsläufig mit
der Austrag-Betätigung (5), über einen Stelltrieb
(30) steuerbar ist, welcher an zwei gegeneinander
bewegbaren Stellgliedern (43, 45) mindestens einen
Stellnocken (33) für den Eingriff in wenigstens ein
Gegenglied (34) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gegenglied mindestens eines Stelltriebes (30)
eine wenigstens einen Stellnocken (33) aufnehmende
Kurvenbahn (34) ist.
2. Austragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stellnocken (33) im wesentlichen in
jeder Stellung, insbesondere in der Freigabestellung,
in die Kurvenbahn (34) eingreift, die vorzugsweise
durch eine Nut gebildet ist.
3. Austragvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kurvenbahn (34) im wesentli
chen gleiche, ineinander übergehende Einzelkurven
(49) mit jeweils schräg zueinander liegenden Kurven
abschnitten aufweist, die in den Übergangsbereichen
jeweils eine Übertritts-Zwangssteuerung für den
Stellnocken (33) aufweisen und insbesondere eine mä
anderartige Kurvenbahn (34) bilden.
4. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellnocken
(33) in der jeweiligen Freigabestellung und/oder an
einem hinteren Kulissenende (56) der Kurvenbahn (34)
anschlagbegrenzt an der Kurvenbahn (34) anliegt und
insbesondere durch eine Rückstellfeder eines Austrag
förderers (3) zur Ausgangsstellung federbelastet ist.
5. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenbahn
(34) auf einem Umfang, insbesondere einem Außenumfang
des zugehörigen Stellgliedes (45) vertieft angeordnet
und vorzugsweise zur etwa axialen Einführung des
Stellnockens (33) in einen Kulisseneingang (53) nur
an einem vorderen Ende offen ist.
6. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein,
insbesondere einteilig mit dem Stellnocken (33) aus
gebildetes Stellglied (43) an einem Betätigungsglied
(11) der Austragbetätigung (5), vorzugsweise am In
nenumfang eines Kappen-Mantels (35) angeordnet ist,
dessen Kappenstirnwand eine Druck-Handhabe bildet
und/oder der mit einem Austragstutzen (12) im wesent
lichen einteilig versehen ist.
7. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stellglied
(45), insbesondere einteilig, an einem Grundkörper
(21) der Austragvorrichtung, vorzugsweise an einer
Befestigungskappe zur Befestigung einer Pumpe an
einem Speichergefäß (4) angeordnet und/oder im we
sentlichen durch eine frei vorstehende Muffe (47)
gebildet ist.
8. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein
Stellglied (43) einteilig mit dem Betätigungsglied
(11, 23) und/oder mindestens ein Stellglied (45) ein
teilig mit einem Grundkörper (21) eines Austragför
derers (3) der Austragvorrichtung (1) ausgebildet
ist.
9. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Erfassungs
einrichtung (20) eine Zähl- und/oder Anzeigeeinrich
tung (37) bildet, wobei vorzugsweise die Kurvenbahn
(34) benachbart zu einer Skala (40) angeordnet ist
und/oder das den Stellnocken (33) tragende Stellglied
(43) mit einem Skalenanzeiger, wie einem Anzeige
fenster (38), versehen ist.
10. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenbahn
(34) zur Festlegung des Stellnockens (33) bzw. des
Betätigungsgliedes (11, 23) in unterschiedlichen
Freigabestellungen ausgebildet ist und insbesondere
am hinteren Kulissenende (56) der Kurvenbahn (34)
einen die Austrag-Betätigung (5) im wesentlichen in
einer Betätigungs-Endstellung festlegenden Sperran
schlag (29) bildet.
11. Austragvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die ineinander
greifenden Stellglieder (43, 45) eine Abziehsicherung
für das Betätigungsglied (11, 23) bilden.
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