DE4020070A1 - Statische dichtung - Google Patents
Statische dichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft statische Dichtungen nach dem Oberbe
griff des Patentanspruches 1.
Solche Dichtungen bezwecken, wenn auch nicht ausschließlich,
Filterkappen im Gerät abzudichten, welche Kunststoffmateria
lien nach Art von Polyester und Nylon verarbeiten.
Es sind Filterkappen bekannt, die an einem Ende eine nach
innen weisende, einen Sitz oder eine Abstützung bildende
Schulter für einen inneren statischen Dichtring aus weichem
Metall bilden. Der Dichtring erstreckt sich axial vom offenen
Ende der Filterkappe, so daß er in Gebrauch unter Druck gegen
eine Stirnfläche eines Schmelzgehäuses gedrückt wird, der die
Schmelzmasse aufnimmt, als druckbelastete Dichtung arbeitet,
während der Arbeit hydraulisch, aber durch das schmelzende,
unter Druck befindliche Polymermaterial unterstützt wird,
welche auf die radial innere Oberfläche des Weichmetalldicht
ringes einwirkt. Die Dichtringe bestehen in der Regel aus
Weichaluminium. Allerdings sind die Dichtringe für bekannte
Filterkappen ungenügend abgestützt und sie unterliegen der
Gefahr, während des unter Druck erfolgenden Betriebes sich zu
deformieren, so daß die Dichtwirkung in Frage gestellt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine statische Dich
tung der im Oberbegriff genannten Art anzugeben, bei der die
unerwünschte Deformation des Weichmetallringes verringert oder
beseitigt werden kann und die Betriebsdauer der Dichtung er
höht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen
des Patentanspruches 1 angegebene Maßnahmen erreicht.
Vorzugsweise wird die Dichtung mit einem Teil versehen, der
im radialen Querschnitt eine quer verlaufende Wand bzw. Fläche
aufweist, welche die innere Fläche des Kappenkörpers unter
einem Winkel schneidet, der nicht kleiner als der rechte
Winkel ist und es ist eine sich längs erstreckende Wand oder
Fläche vorgesehen, welche diese quer verlaufende Fläche
unter Bildung einer spitzen Ecke schneidet. Ferner ist die
Ausgestaltung vorteilhaft, bei welcher die Dichtung einen in
der axialen Richtung offenen Teil aufweist, der in axialer
Richtung eine äußere radial tiefere Ausnehmung aufweist als
der sich radial nach innen erstreckende Bereich, so daß der
Dichtring gegen nach radial einwärts gerichtete Bewegung
arretiert wird. Dieser Bereich ist vorzugsweise durch eine
Querfläche definiert, welche in der radialen Ebene eine Nei
gung relativ zur radialen Richtung hat derart, daß die axiale
Tiefe des zum Sitz gehörenden Teiles sich mit dem sich ver
größernden Radius ebenfalls vergrößert.
Eine Ausgestaltung sieht vor, daß der zugehörige Sitz sinngemäß
die korrespondierenden Merkmale hat, die vorstehend für den
Dichtring angegeben sind. Der Dichtring hat vorzugsweise
radialen Querschnitt, einen Lippenbereich bzw. eine Innen
lippe, welche sich radial einwärts vom Sitz erstreckt und
axial nach außen, so daß die Innenlippe über die Stirnfläche
des Körpers vorsteht, und die axiale äußere Fläche des Dicht
ringes hat zusätzlich einen radial äußeren Bereich, der min
destens eine vorstehende verzahnte, sich axial erstreckende
Fläche bildet als auch von der Stirnfläche des abstützenden
Körpers vorsteht.
Eine weitere Ausgestaltung sieht einen Dichtring für eine
Filterkappe vor, mit einem Lippenbereich, welcher radial ein
wärts und axial nach außen abgeschrägt ist; hierbei ist
wesentlich, daß eine Fläche für den Sitz den Dichtringes
geschaffen wird, welche in ihrem radial äußeren Bereich unter
schnitten ist und somit vorteilhaft den möglichen nach radial
einwärts erfolgenden Bewegungen des Dichtringes widersteht.
Während Fig. 1 im Radialschnitt die Anordnung einer bekannten
Dichtung für eine Filterkappe, eingesetzt beim Verarbeiten
von Kunststoffschmelzen zeigt, ist die Erfindung in der nach
folgenden Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
erläutert. Es zeigt:
Fig. 2, im Radialschnitt, die Dichtanordnung für eine Filter
kappe;
Fig. 3, im Schnitt, das Profil eines bevorzugten Dichtringes;
Fig. 4 zeigt das Verhalten des Dichtringes gem. Fig. 3 unter
Druck und
Fig. 5 bis 9 zeigen weitere Ausgestaltungen der Erfindung mit
ihren zugehörigen Ringprofilen.
Fig. 1 zeigt einen Randbereich am oberen Ende einer Filter
kappe 1, die zur Aufnahme der Filterpackung (nicht dargestellt)
beim Verarbeiten von polymeren Kunststoffschmelzen, insbe
sondere von Polyester und Nylon, verwendet wird. Die obere
Stirnfläche 3 der Filterkappe 1 stützt sich gegen eine Stirn
fläche eines die Schmelzmasse aufnehmenden Gehäuseblocks
ab. Die Polymerschmelze in Form von Granulat wird abwärts in
das Schmelzgehäuse (nicht dargestellt) gezwungen, in welchem
das Granulat (Pellets) die Form einer klebrigen Flüssigkeit
hat. Diese Flüssigkeit wird durch eine Mehrzahl von kombinier
ten Bauelementen aus Sand und Drahtfiltern hindurchgezwängt,
um nachfolgend entstehende Klumpen oder Fremdkörper auszufil
trieren, bevor das Material zu Meßpumpen zugeführt wird, um
in Form von Fäden oder Garnen die Vorrichtung zu verlassen.
Um abzudichten, ist ein Dichtring 5 aus weichem Aluminium an -
der sog. Gegenbohrung 7 am Übergangsende der Filterstirnfläche 3
und der Innenwand 9 der Filterkappe vorhanden. Bekannt ist,
daß die Gegenbohrung 7 eine schräge Seitenwand und eine Basis
geringeren Radiuses hat. Der Dichtring steht in bezug auf die
Stirnfläche 3 vor und wird durch die Stirnfläche des Gehäuse
blocks axial komprimiert. Der Dichtring hat geringe Festig
keit, so daß er unter Druck sich nach einwärts krümmt. Da die
Gegenbohrung, d.h. der Sitz, eine schräge Wand hat und die
Basis einen Radius, unter Mitberücksichtigung der geringen
Festigkeit des Dichtringes, strebt das untere Ende des Dicht
ringes dazu, nach abwärts und radial einwärts zu gleiten.
Der Ring gleitet deshalb von der Basis der Gegenbohrung weg,
mit der Folge, daß eine nur sehr unbestimmte Dichtwirkung
erreicht und die Lebensdauer des Dichtringes stark verkürzt
wird; diese Lebensdauer ist in der Regel wesentlich kleiner
als die Lebensdauer der Filterpackung, so daß man den Dicht
ring mehrere Male während der Lebensdauer der Filterpackung
bzw. der Filtersiebe auswechseln muß. Die verringerte Lebens
dauer der Vorrichtung insgesamt verringert die Betriebs
tüchtigkeit. Da die Vorrichtung unter hohen Temperaturen be
trieben wird, ist ebenfalls das Auswechseln des Dichtringes
schwierig und sogar gefährlich.
Eine Ausführungsform des verbesserten Dichtringes und das zuge
hörige Profil, die es gestattet, die Betriebsdauer des Ringes
zu erhöhen und bessere Dichteigenschaften gewährleistet, kann
den Fig. 2 und 3 entnommen werden. Die dargestellte Dichtung
arbeitet als hydraulisch unterstützte Dichtung, d.h. sie ist
mit einer Vorspannung eingebaut bzw. von Anfang an druckbe
lastet, wie auch die Filterkappe nach dem Stand der Technik
gemäß Fig. 1.
Bei der Dichtung besteht der Sitz aus zwei Bereichen, nämlich
einem radial inneren Bereich, nachfolgend Innenbereich 11 und
einem oberen, radial äußeren Bereich, nachfolgend Außenbe
reich 13.
Der Bereich 11 besteht aus einer quer angeordneten Ringwand 15,
welche die Innenwand 17 der Filterkappe unter rechtem Winkel
schneidet, und aus einer Seitenwand 19, die parallel zur Achse
der Filterkappe liegt und die Ringwand 15 unter rechtem Winkel
schneidet und somit eine spitze Innenecke bildet.
Der Außenbereich 13 wird bestimmt durch eine Schrägwand 21,
welche die Seitenwand 19 schneidet, und durch eine Axialwand
23, die parallel zur Achse der Filterkappe verläuft, die Schräg
wand 21 und die Stirnfläche 3 schneidet. Die Schrägwand 21 hat
eine nach abwärts und nach außen verlaufende Schrägfläche derart,
daß diese Wand und die Axialwand 23 eine V-Ausnehmung bilden.
Der Dichtring 25 aus weichem Aluminium hat ein Profil, welches
genau den als Sitz dienenden Bereichen 11 und 13 entspricht.
Die Seitenwand 21 hat z.B. vorteilhaft einen Winkel von 20°
zur Radialrichtung.
Im Vergleich zu bekannten Dichtringen gem. Fig. 1 ist der
Innenbereich 11 des Ringes gemäß Fig. 2 mit vorbestimmt
größerem Durchmesser ausgeführt, die Seitenwand verläuft
genau parallel zur Achse und die Basisfläche ist genau senk
recht zur Achse und es gibt kein Radiusteil im Querschnitt.
Hierdurch wird dem inneren unteren Rand 27 des Dichtringes
eine feste Abstützung geschaffen und die Neigung des bekann
ten Dichtringes, nach abwärts und nach einwärts unter axialem
Druck abzugleiten, unterbleibt.
Der zusätzliche Außenbereich 13 des Dichtringes dient im
wesentlichen dazu, die Kontaktfläche des Basisbereiches zwi
schen dem Dichtring und dem Sitz zu vergrößern und durch die
Schrägwand 21 wird sehr sicher der Dichtring gegen jegliche
nach radial einwärts erfolgende Bewegung unter axialem Druck
gehindert. Folglich erhält der Dichtring eine sich an Ort
und Stelle selbst stabilisierende oder arretierende Eigen
schaft und es ist nicht mehr möglich, daß er unter Druck aus
seinem Sitz herhausgleitet.
Ferner, im Vergleich zum bekannten Dichtring, hat der Dichtring
gemäß Fig. 2 zwei vorstehende Dichtteile, nämlich eine
radiale innere Lippe 29 und eine radial äußere vorspringende
verzahnte Fläche 31. Im Einzelfall ist es möglich, weitere
Vorsprünge am Dichtring vorzusehen. Die beiden erhöhten Teile
haben beide im Querschnitt Sägezahnform. Der innere Zahn
oder Innenlippe 29 ist abgeschrägt nach axial auswärts und
radial einwärts. Die Spitze 33 des radial äußeren Zahnes
liegt niedriger als die Spitze 35 des radial inneren Zahnes
bzw. der Innenlippe, aber beide stehen in bezug auf die Fil
terstirnfläche 3 vor. Die Spitze 33 liegt axial oberhalb der
Schrägwand 21, und der unterste Teil des äußeren Sägezahnes,
d.h. der verzahnten Fläche 31 dort, wo sie die äußerste
Fläche des Dichtringes trifft, befindet sich geringfügig unter
halb der Stirnfläche 3, so wie es auch für den untersten Teil
der geneigten oberen Fläche 37 des inneren Zahnes zutrifft,
wo er die weitere Axialfläche 39 des äußeren Zahnes schneidet,
welche parallel zur Achse des Dichtringes verläuft. Zwischen
den Bereichen der Innenlippe 29 und der verzahnten Fläche 31
ist eine V-förmige Nut gebildet, deren Basis unterhalb des
Pegels der Stirnfläche 3 des Körpers liegt und die Nut einen
Radius hat, der größer als derjenige der Innenwand 17 der
Filterkappe ist. Die geneigten äußeren Flächen der vorsprin
genden Zähne, wie anschaulich an dem Ausführungsbeispiel dar
gestellt, haben bevorzugt einen Winkel von 30° in radialer
Richtung. Es können im Einzelfall andere Winkel verwendet wer
den und die geneigten Flächen der Zähne können, relativ zuein
ander, unterschiedliche Winkel aufweisen.
Der radial innere Bereich des Dichtringes bildet zur Bohrung
der Filterkappe einen Überhang. Er weist einen unteren
schrägen Bereich mit einer weiteren Innenfläche 41 auf, deren
Neigung einen Winkel von 60° zur Radialrichtung haben soll,
und einen oberen Bereich mit einer weiteren Innenfläche 43,
die parallel zur Achse des Dichtringes verläuft. Abmessungen
des Dichtringes, im Maßstab Zoll, die sich in der Praxis als
besonders vorteilhaft erwiesen haben, sind beispielsweise le
diglich in Fig. 3 dargestellt.
Das Verhalten eines in Fig. 2 und 3 gezeigten Dichtringes
unter Druck ist in Fig. 4 dargestellt.
Wenn die Dichtung erstmals zusammengedrückt wird,
wird der Druck der inneren Spitze 35 auferlegt, welche höher
ist als die äußere Spitze 33. Diese sowie die weitere Tat
sache, daß der untere Bereich der Dichtung exakt rechtwinklig
ist, macht die nach auswärts gerichtete Kraft des Dichtringes
gleich Null. Dies wird erreicht durch das Zusammenwirken zwi
schen der geneigten unteren Fläche im äußeren Teil des Dicht
ringes als auch der Schrägwand 21 des Sitzes. Da der Ring
seinen äußeren Durchmesser nicht vergrößern kann, wirkt der
Druck dahingehend, daß er eine größere Kontaktfläche der Be
lastung zwischen der Spitze des Dichtringes und der Basis
des Schmelzgehäuses herbeiführt. Die hieraus resultierende
große Kontaktbelastung ist wesentlich größer als die Kontakt
belastung bei Dichtringen nach dem Stand der Technik und ge
stattet, daß der anmeldungsgemäße Dichtring sich nach Art
eines Schneidwerkzeuges einen Weg durch das verbrauchte Schmelz
material bahnt, welches öfters an der Dichtoberfläche des
Schmelzgehäuses (Gehäuseblocks) verbleibt.
Da die Dichtung progressiv zusammengedrückt und deformiert
wird, kommt die äußere Spitze aus der Position und wird ihrer
seits deformiert. Die äußere Spitze unterliegt einer anderen
Arbeitsweise im Vergleich zur inneren Spitze. Sie bildet zwar
eine Art Sekundärdichtung; da die Spitze jedoch scharf ist,
schneidet sie nicht nur in die Schmelzreste der Dichtstirnfläche,
sondern gestattet einen Kontaktdruck extrem hoher Belastung,
wodurch eine hochsichere Dichtung unter hohem Druck daselbst
erreicht wird.
Die Gestalt des Dichtringes gemäß Fig. 2 bis 4 ist derart vor
bestimmt, daß unter Druckbelastung die deformierte äußere
Spitze im wesentlichen ganz innerhalb des Außenbereiches 13
des Sitzes, der durch Schrägwand 21 und Axialwand 23 be
stimmt ist, verbleibt.
Die Folge ist, daß eine Deformation des äußeren Bereiches der
Ringdichtung eine nur kleine oder überhaupt keine Wirkung auf
den inneren Bereich des Dichtringes hat. Dies ist besonders
vorteilhaft in den Fällen, wenn bei der Herstellung Toleranz
abweichungen in Kauf zu nehmen sind. Wenn also ein Dichtring
größter Abmessung bzw. Toleranz sich im Sitz befindet, der
die kleinste Toleranz bzw. Abmessung hat, also übermäßig Ma
terial für den Abstandsraum vorhanden ist,
dieser Lage wird der deformierte äußere Bereich der Spitze
effektiv von dem inneren Spitzenbereich entkuppelt; die Ar
beitsweise des inneren Spitzenbereiches wird nicht etwa da
durch verschlechtert, daß irgendwelche nach einwärts gerich
teten Kräfte auftreten würden, die die Neigung hätten, den
Kontaktdruck im inneren Dichtbereich herabzusetzen.
Wenn dem Druck ausgesetzt, wird der Innenbereich des Dicht
ringes einwärts und abwärts, wie aus Fig. 4 ersichtlich, de
formiert. Die geänderte Gestalt gestattet dem Polymer, unter
hohem Druck in der Filterkappe den aus weichem Aluminium be
stehenden Dichtring hydraulisch in den hüllenartigen Zwischen
raum zu drücken (bzw. in den Raum, in welchem der Dichtring
sitzt) und dies macht ein Lecken während des Verfahrens unmög
lich.
Da die äußerste Neigung bzw. die Schrägfläche des Dichtringes
unter die Stirnfläche 3 der Filterkappe geführt ist,
gibt es keine Möglichkeit, daß das Dichtmaterial fehlerhaft
zwischen die einander gegenüberliegenden Flächen der Filter
kappe und des Gehäuseblocks 45 gezwungen werden könnte.
Die Abmessungen und die jeweiligen Profile der Dichtringe des
Sitzes können einzelnen Anwendungsfällen angepaßt und geändert
werden.
Abweichende Dichtringprofile sind Fig. 5 bis 9 zu entnehmen:
Es kann im Einzelfall vorteilhaft sein, daß der äußere Zahn
auf seiner radial inneren Seite unterschnitten ist, wie in
Fig. 5 und 6 dargestellt, oder er kann eine Neigung bzw.
Schräge an beiden Stirnflächen, wie in Fig. 7 und 8 aufweisen,
d.h. ein im wesentlichen symmetrisches Profil. Der innere
Bereich des Dichtringes kann weiter nach einwärts sich er
strecken und der innerste Bereich kann angewinkelt sein, um
einen inneren Rand in Form eines V-Abschnittes, wie in Fig. 7
dargestellt, zu bilden, anstatt parallel zur Achse zu verlaufen,
wie in Fig. 2 bis 6 und 8 dargestellt. Eine abweichende Ausge
staltung gemäß Fig. 9 zeigt eine unterschiedlich ausge
bildete Oberfläche des Dichtringes.
Die Dichtringe gemäß Fig. 7 und 8 erstrecken sich weiter in
die Bohrung der Filterkappe als diejenigen gemäß Fig. 2
bis 4. Bei einigen Anwendungsfällen kann ein nach einwärts
verringerter Vorsprung des letzteren vorteilhaft sein, weil
die Belastung verringert wird, die benötigt ist, um den Dicht
ring zu komprimieren, und die Einschnürung der Filterkappe
durch den Dichtring nach der Kompression wird verringert.
Da das Gerät beim Verarbeiten der Kunststoffschmelzen sehr
heiß wird, ist es für die Bedienungsperson sehr schwierig,
neue Filterkappen einzusetzen, die vor der Montage vorerhitzt
werden müssen. Deshalb ist es wünschenwert, für die Dicht
ringe möglichst weiches Aluminium zu verwenden.
Die Dichtringe werden vorzugsweise aus Aluminiumblech herge
stellt, nicht aus Rohrmaterial, insbesondere gemäß Blech
spezifikation BS 1470 SIC H4.
Das Aluminium, wenn es Hitze und Druck ausgesetzt wird, hat
die Neigung zu klumpen oder zu schmelzen, was die Beseitigung
von alten Dichtringen schwierig machen kann. Deshalb wird
als vorteilhaft vorgeschlagen, die Dichtringe mit einem Chrom
überzug zu versehen, um alte Dichtringe leichter zu trennen.
Claims (38)
1. Statische Dichtung mit einem von einem Stützkörper abge
stützten Dichtring, wobei der eine Öffnung aufweisender
Stützkörper einen Sitz bzw. Sitzflächen für den axial vor
stehenden und axial komprimierbaren Dichtring aufweist, da
durch gekennzeichnet, daß ein Dichtring (5, 25) sowie die
Sitzflächen (15, 19, 21, 23) des Sitzes in einer radialen
Ebene der Dichtung komplementäre aneinander anliegende Form
flächen (27, 15) aufweisen, derart, daß der Dichtring (5, 25,
31, 29),unter Drucklast, in den Richtungen radial einwärts als
auch axial, einen sicheren festen Sitz aufweist.
2. Statische Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teil des Sitzes, im radialen Schnitt gesehen, eine
Ringwand (15) aufweist, welche die Innenwand (17) der Filter
kappe (1) unter mindestens einem rechten Winkel schneidet,
sowie eine Längs- bzw. Seitenwand (19) aufweist, welche zu
der Ringwand (15) eine scharfe Ecke bildet.
3. Dichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sitz einen in axialer Richtung offenen und in axialer
Richtung vertieften Sitzteil aufweist, wobei der vertiefte
Teil einen radialen Außenbereich (13) bildet, mit einer
Vertiefung, größer als diejenige eines Innenbereiches (11)
derart, daß der Dichtring (5, 25) sicher gegen nach einwärts
radial erfolgende Bewegung gelagert ist.
4. Dichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dieser
Bereich (13) des Sitzes eine querverlaufende Schrägwand (21)
aufweist, deren Schräge in der radialen Ebene in der radialen
Richtung derart verläuft, daß die axiale Tiefe dieses Sitzbe
reiches sich mit wachsendem Radius vergrößert.
5. Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Sitz (11, 13) eine erste Ringwand (15) aufweist, die im wesent
lichen senkrecht zu der Innenwand (17) einer Öffnung (7) des
Sitzkörpers bzw. der Filterkappe (1) steht sowie diese Wand
(17) im Schnitt schneidet,
mit einer zweiten Wand bzw. Seitenwand (19), die parallel zur
Achse der Öffnung bzw. einer Ringausnehmung (7) sich er
streckt und zwar vom radial äußeren Umfang dieser ersten Wand
(15) in Richtung zum Außenende der Öffnung, wobei die zweite
Wand (19) unterhalb des äußeren Endes der Öffnung endet,
mit einer dritten Wand bzw. Schrägwand (21), die sich schräg
vom axial äußeren Ende der zweiten Wand (19) sich in der
axialen Tiefe erstreckt derart, daß dieses Tiefenmaß sich
mit vergrößerndem Radius ebenfalls vergrößert
und eine vierte Wand bzw. Axialwand, die sich vom Außenumfang
der dritten Wand (21) in Richtung zum äußeren Ende der Öff
nung bzw. Ringausnehmung (7) erstreckt.
6. Dichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeich
net, daß der Dichtring (5, 25), im Querschnitt gesehen,
einen lippenförmigen Bereich bzw. eine Innenlippe (29) aufweist,
welche in Richtung nach radial einwärts von der zugehörigen
Sitzfläche als auch axial nach außen sich erstreckt derart, daß
dieser Bereich bzw. die Innenlippe (29) über die Stirnfläche
(3) der Filterkappe (1) vorsteht und daß die axiale Außen
fläche des Dichtringes (5, 25) zusätzlich einen sich nach ra
dial außen erstreckenden, eine verzahnte vorspringende Fläche
(31) aufweisenden Bereich hat, wobei die verzahnte Fläche
axial sich erstreckt und über die Stirnfläche (3) der Filter
kappe (1) vorsteht.
7. Dichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Lippenbereich (29) im Schnitt nach axial auswärts und radial
einwärts mindestens eine Schrägfläche aufweist.
8. Dichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der verzahnten Fläche (31)und der Innenlippe (29)
der Dichtring (5, 25) mit einer Nut V-förmigen Querschnitts
versehen ist.
9. Dichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Basis der Nut unterhalb des Pegelniveaus der Stirnfläche (3)
der Filterkappe (1) liegt.
10. Dichtung nach den Ansprüchen 8 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Basis der Nut einen Radius aufweist, der
größer als der Innenradius der Ringausnehmung (7) ist.
11. Dichtung nach einem der Ansprüche 8-10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Basis der Nut sich auf der Höhe eines Niveau
pegels befindet, jedoch unterhalb der Position, bei der die
verzahnte Fläche (31) die radial äußerste Umfangsfläche des
Dichtringes (5, 25) schneidet.
12. Dichtung nach einem der Ansprüche 6-11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die verzahnte vorspringende Fläche (31) die ra
dial äußerste Umfangsfläche des Dichtringes auf einem Niveau
schneidet, der unterhalb der Endfläche der Filterkappe (1)
liegt.
13. Dichtung nach einem der Ansprüche 6-12, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Spitze (33) der verzahnten vorspringenden
Fläche (31) unterhalb der Spitze der Innenlippe (29) ange
ordnet ist.
14. Dichtung nach einem der Ansprüche 6-13, dadurch gekenn
Zeichnet, daß die verzahnte vorspringende Fläche (31) ein
Sägezahnprofil hat, deren steilere Flanke an ihrer radial
inneren Seite liegt.
15. Dichtung nach einem der Ansprüche 6-13, dadurch gekenn
zeichnet, daß die verzahnte Fläche (31) ein im wesentlichen
symmetrisches Profil aufweist.
16. Dichtung nach einem der Ansprüche 6-13, dadurch gekenn
zeichnet, daß die verzahnte Fläche (31) an ihrer radial
inneren Seite ein unterschnittenes Profil aufweist.
17. Dichtung nach einem der Ansprüche 6-16, dadurch gekenn
zeichnet, daß die radial innen liegende Fläche der Innenlippe
(29) parallel zur Achse der Öffnung bzw. Ringausnehmung (7)
verläuft.
18. Dichtung nach einem der Ansprüche 6-16, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Dichtring (5, 25) an seiner radial innen
liegenden Seite zwei einander schräg kreuzende Flächen auf
weist, die einen umlaufenden im Schnitt V-förmigen Rand bilden.
19. Dichtung nach einem der Ansprüche 6-18, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Innenlippe (29) eine sich radial erstrecken
de Innenfläche aufweist, die sich nach radial einwärts und
ferner nach axial auswärts erstreckt.
20. Dichtung nach einem der Ansprüche 1-19, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Dichtring aus Weichmetall besteht.
21. Dichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der
Dichtring aus Aluminium besteht.
22. Eine durch Verformung eines Kunststoffes hergestellte Fil
terkappe, versehen mit einer statischen Dichtung nach einem
der vorstehenden Ansprüche, wobei der Dichtring axial vom
offenen Ende der Filterkappe vorsteht.
23. Dichtung in Form eines Dichtringes für eine Filterkappe
Mit einem schräg radial einwärts und ferner axial auswärts
verlaufenden Lippenbereich, dadurch gekennzeichnet, daß sie
eine Sitzfläche mit einem im radial äußeren Bereich versehenen
unterschnittenen Teil aufweist, derart, daß eine Bewegung des
Dichtringes nach radial einwärts dadurch verhindert ist.
24. Dichtring nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dichtfläche bestimmt ist durch eine querverlaufende schräge
Fläche, deren schräger Verlauf in der radialen Ebene, relativ
zur radialen Richtung derart erfolgt, daß die axiale Tiefe sich
mit vergrößerndem Radius ebenfalls vergrößert.
25. Dichtring nach einem der Ansprüche 23 oder 24, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Dichtring eine Sitzfläche aufweist, die
eine erste im wesentlichen senkrecht zu der Achse der Innen
fläche des Dichtringes verlaufenden und diese schneidende erste
Fläche aufweist, mit einer zweiten Dichtfläche, die parallel
zur Achse des Dichtringes von dem radial äußeren Umfang der
ersten Fläche in Richtung zu dem Lippenende des Ringes ver
läuft, wobei die zweite Sitzfläche unterhalb des Lippen
endes des Dichtringes endet und mit einer dritten Dicht
fläche, die schräg vom axial äußeren Ende der zweiten Dicht
fläche sich mit einer solchen axialen Tiefe erstreckt, welche
sich mit größerem Radius ebenfalls vergrößert, wobei eine
vierte Dichtfläche sich vom äußeren Umfang der dritten Dicht
fläche in Richtung zum Lippenende des Dichtringes sich er
streckt.
26. Dichtring nach einem der Ansprüche 23-25, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Dichtring (5, 25), im radialen Quer
schnitt gesehen, einen Lippenbereich aufweist, der nach ra
dial einwärts und axial auswärts sich erstreckt und die
axial äußere Fläche des Dichtringes zusätzlich mit einem
radialen Außenbereich versehen ist, die eine axial vorstehen
de verzahnte Fläche besitzt.
27. Dichtring nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß
der Lippenbereich bzw. die Innenlippe einen Querschnitt auf
weist, die in der Richtung nach axial auswärts und nach ra
dial einwärts abgeschrägt ist.
28. Dichtring nach Anspruch 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der verzahnten Fläche (31) bzw. einem Zahn und
dem Lippenbereich bzw. der Innenlippe (29) eine im Querschnitt
V-förmige Nut vorhanden ist.
29. Dichtring nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß
die Basis der Nut sich auf einem axialen Pegel befindet, der
niedriger als die Stellung ist, bei der sich die verzahnte
Fläche (31), die radial äußerste Umfangsfläche des Dichtringes
schneidet.
30. Dichtring nach einem der Ansprüche 26-29, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Spitze (33) der verzahnten Fläche (31) sich
tiefer als die Spitze der Innenlippe (29) befindet.
31. Dichtring nach einem der Ansprüche 26-30, dadurch gekenn
zeichnet, daß die verzahnte Fläche (31) ein Sägezahnprofil hat,
von einer solchen Form, daß ihre Flanke an der radialen Innen
seite steiler verläuft.
32. Dichtring nach einem der Ansprüche 26-30, dadurch gekenn
zeichnet, daß die verzahnte Fläche (31) ein im wesentlichen
symmetrisches Profil aufweist.
33. Dichtring nach einem der Ansprüche 26-30, dadurch gekenn
zeichnet, daß die verzahnte Fläche (31) an ihrer radial inneren
Seite ein unterschnittenes Profil aufweist.
34. Dichtring nach einem der Ansprüche 26-33, dadurch gekenn
zeichnet, daß die radial innere Fläche der Innenlippe (29)
parallel zur Achse des Dichtringes (5, 25) verläuft.
35. Dichtring nach einem der Ansprüche 26-34, dadurch gekenn
zeichnet, daß er an seiner radial inneren Seite zwei sich
schneidende schräge Flächen aufweist, die im Schnitt einen um
laufenden V-förmigen Rand bilden.
36. Dichtring nach einem der Ansprüche 26-35, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Lippenbereich bzw. die Innenlippe (29) eine
radiale innere Fläche aufweist, die sich schräg in Richtung
radial einwärts als auch nach radial auswärts erstreckt.
37. Dichtring nach einem der Ansprüche 26-36, dadurch gekenn
zeichnet, daß er aus Weichmetall besteht.
38. Dichtring nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß er
aus Aluminium besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB898914815A GB8914815D0 (en) | 1989-06-28 | 1989-06-28 | Static seal |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4020070A1 true DE4020070A1 (de) | 1991-01-31 |
Family
ID=10659188
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9007146U Expired - Lifetime DE9007146U1 (de) | 1989-06-28 | 1990-06-23 | Statische Dichtung |
| DE19904020070 Withdrawn DE4020070A1 (de) | 1989-06-28 | 1990-06-23 | Statische dichtung |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9007146U Expired - Lifetime DE9007146U1 (de) | 1989-06-28 | 1990-06-23 | Statische Dichtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE9007146U1 (de) |
| GB (2) | GB8914815D0 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4326885A1 (de) * | 1993-08-11 | 1995-02-16 | Uwe Kirchen | Vorrichtung zum Reinigen von Kunststoffschmelzen |
| DE19729788A1 (de) * | 1997-07-11 | 1999-01-14 | Bosch Gmbh Robert | Radialkolbenpumpe zur Kraftstoffhochdruckversorgung |
| DE10103005A1 (de) * | 2000-07-16 | 2002-01-24 | Troester Maschf Paul | Vorrichtung zur Abdichtung einer Lochscheibe in einer Extrusionsanlage |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NO167474C (no) * | 1988-12-27 | 1991-11-06 | Friele Trading As | System til opprettelse av tetningsforbindelse mellom to aksialt sammenstoetende deler i en roerledning |
| GB2536471A (en) | 2015-03-18 | 2016-09-21 | Airbus Operations Ltd | Self-sealing fixing element |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| GB891849A (en) * | 1959-04-06 | 1962-03-21 | Saurer Ag Adolph | Improvements in tight-jointing means for high pressures and high temperatures |
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| DE3042097C2 (de) * | 1980-11-07 | 1983-05-26 | Max Planck Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., 3400 Göttingen | Flanschdichtung |
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1989
- 1989-06-28 GB GB898914815A patent/GB8914815D0/en active Pending
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1990
- 1990-06-23 DE DE9007146U patent/DE9007146U1/de not_active Expired - Lifetime
- 1990-06-23 DE DE19904020070 patent/DE4020070A1/de not_active Withdrawn
- 1990-06-28 GB GB9014402A patent/GB2233406A/en not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE9007146U1 (de) | 1991-11-14 |
| GB9014402D0 (en) | 1990-08-22 |
| GB8914815D0 (en) | 1989-08-16 |
| GB2233406A (en) | 1991-01-09 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: PATENTANWAELTE DR. SOLF & ZAPF, 50668 KOELN |
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| 8141 | Disposal/no request for examination |