DE4018928A1 - Vorrichtung zur eingabe von fluessigen proben in einen traegerfluessigkeitsstrom - Google Patents
Vorrichtung zur eingabe von fluessigen proben in einen traegerfluessigkeitsstromInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Eingabe von
flüssigen Proben in einen Trägerflüssigkeitsstrom,
insbesondere für die Fließinjektionsanalyse, enthaltend
- a) eine Probenschleife mit einem definierten Volumen und
- b) ein zwischen einer ersten und einer zweiten Ventilstellung umschaltbares Ventil, durch welches die Probenschleife in der ersten Ventilstellung in eine Trägerflüssigkeitsleitung und in der zweiten Ventilstellung in eine Probenflüssigkeits leitung einschaltbar ist.
Bei der Fließinjektionsanalyse wird eine Probenflüssigkeit
in eine Probenschleife eingebracht. Dazu wird üblicher
weise Probenflüssigkeit von einer Schlauchpumpe durch die
Probenschleife gepumpt, die an dem stromabwärtigen Ende
mit einem Auslaß verbunden ist. Wenn die Probenschleife
mit Probenflüssigkeit gefüllt ist, wird die Probenschleife
von einem Ventil in einen Trägerflüssigkeitsstrom einge
schaltet. Die Probenflüssigkeit wird dabei von der Träger
flüssigkeit mitgenommen.
Die Probenflüssigkeit wird dann von der Trägerflüssigkeit
zu einem Analysengerät gefördert. Das kann eine Trennsäule
für die Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie oder ein
Brenner eines Atomabsorptions-Spektrometers sein. Die
Probenflüssigkeit kann auch mit einem Reagenz versetzt
werden, das dem Träger- und Probenflüssigkeitsstrom zuge
mischt wird, um flüchtige Hydride von bestimmten Proben
bestandteilen zu bilden. Solche Hydride werden nach
Trennung von der Flüssigkeit in einer beheizten Meßküvette
zersetzt und durch Atomabsorptions-Spektroskopie bestimmt.
Das Ventil ist üblicherweise ein Drehschieberventil mit
einem stationären, ersten Ventilteil und einem dagegen
verdrehbaren, zweiten Ventilteil. An dem ersten Ventilteil
sind vier Anschlüsse vorgesehen. Davon ist ein Anschluß
mit einer Probenflüssigkeitsquelle und ein Anschluß mit
einem Auslaß verbunden. Zwei weitere Anschlüsse sind in
eine Trägerflüssigkeitsleitung eingeschaltet. Der zweite
Ventilteil trägt eine Probenschleife und weist weiterhin
eine Verbindungsleitung auf. Das Ventil ist zwischen zwei
Stellungen umschaltbar. In einer ersten Stellung des
ersten Ventilteils ist die Probenschleife zwischen Proben
quelle und Auslaß eingeschaltet. Die Verbindungsleitung
verbindet die beiden Teile der Trägerflüssigkeitsleitung.
In einer zweiten Stellung ist die Verbindungsleitung auf
der einen Seite mit der Probenquelle verbunden aber auf
der anderen Seite abgesperrt. Die Probenschleife liegt
zwischen den mit der Trägerflüssigkeitsleitung verbundenen
Anschlüssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs definierten Art universeller einsetzbar zu
machen.
Der Erfindung liegt die speziellere Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß
wahlweise zwei unterschiedliche Volumina dosiert werden
können.
Der Erfindung liegt weiter die Aufgabe zugrunde, die
Analysenfrequenz zu erhöhen.
Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
- c) eine zweite Probenschleife durch das Ventil in dessen erster Ventilstellung in die Probenflüssigkeitsleitung und in dessen zweiter Ventilstellung in die Träger flüssigkeitsleitung einschaltbar ist.
Es können dann Probenschleifen mit unterschiedlichen
Volumina vorgesehen werden, die abwechselnd eingesetzt
werden. Es können auch Probenschleifen mit gleichen
Volumina vorgesehen sein. Dann gestattet die Vorrichtung
eine Erhöhung der Analysenfrequenz: Während der Messung
der Probe in der einen Probenschleife wird schon wieder
die andere Probenschleife mit Probenflüssigkeit gefüllt.
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unter
ansprüche.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend
unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher
erläutert.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer
Vorrichtung zum Einbringen einer Probenflüssigkeit
in einen Trägerflüssigkeitsstrom, wobei das Ventil
und die Probenschleifen perspektivisch dargestellt
ist.
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt des Ventils.
Fig. 3 zeigt eine Endansicht des Ventils in der ersten
Ventilstellung, wobei die Probenschleifen und ihre
Verbindungen schematisch dargestellt sind.
Fig. 4 zeigt die Endansicht des Ventils in der zweiten
Ventilstellung.
Fig. 5 zeigt schematisch eine Vorrichtung der vor
liegenden Art in Verbindung mit einem Gerät zur
Erzeugung flüchtiger Hydride einzelner Proben
bestandteile und zur Bildung eines Atomdampfes aus
den Hydriden in einer beheizten Meßküvette eines
Atomabsorptions-Spektrometers.
In Fig. 1 ist mit 10 ein Ventil bezeichnet. Das Ventil 10
ist zwischen zwei Ventilstellungen umschaltbar. Das Ventil
10 besteht aus einem stationären, ersten Ventilteil 12 und
einem gegen den ersten Ventilteil 12 verdrehbaren zweiten
Ventilteil 14. An dem ersten Ventilteil 10 sind, längs
dessen Umfang winkelversetzt, fünf Anschlüsse 16, 18, 20,
22 und 24 angeordnet. Der erste Anschluß 16 ist über eine
Leitung 44 und eine auf die Leitung 26 wirkende Schlauch
pumpe 28 mit einem Auslaß 30 verbunden. Der Auslaß 30
steht in Verbindung mit einem (nicht dargestellten)
Abfallgefäß. Der zweite Anschluß 18 ist mit dem stromab
wärtigen Teil einer Trägerflüssigkeitsleitung 34
verbunden. Dieser Teil der Trägerflüssigkeitsleitung 34
ist zu einem Analysengerät geführt. Der dritte Anschluß 20
steht über eine Leitung 36 mit einem Probengeber 38 in
Verbindung. Der vierte Anschluß 22 ist mit dem stromauf
wärtigen Teil der Trägerflüssigkeitsleitung 40 verbunden.
In diesem Teil der Trägerflüssigkeitsleitung ist eine
Schlauchpumpe 42 angeordnet. Der fünfte Anschluß 24 steht
wieder mit dem Auslaß 30 in Verbindung. Die beiden
Anschlüsse 16 und 24 sind über Zweigleitungen 44 bzw. 46
mit der Leitung 26 verbunden.
Der bewegliche, zweite Ventilteil 14 weist vier äußere
Anschlüsse 46, 48, 50 und 52 auf. Eine erste Proben
schleife 54 ist mit den Anschlüssen 46 und 50 verbunden.
Eine zweite Probenschleife 56 ist mit den Anschlüssen 48
und 52 verbunden.
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch das Ventil 10. Der
stationäre Ventilteil 12 hat zylindrische Grundform. Auf
einer Stirnfläche des stationären Ventilteils 12 sitzt der
flach-zylindrische bewegliche, nämlich drehbare, Ventil
teil 14. In der Stirnfläche des stationären Ventilteils 12
sitzt ein Zapfen 60. Der Zapfen 60 ragt in einen bogen
förmigen Ausschnitt 62 des stationären Ventilteils 14. Der
Zapfen 60 und der Ausschnitt 62 bestimmen den Drehwinkel
des beweglichen Ventilteils 14 zwischen der ersten und der
zweiten Ventilstellung. Der stationäre Ventilteil 12 weist
eine zentrale Axialbohrung 64 auf. Die Axialbohrung 64
erweitert sich zu einer Bohrung 66 von größerem Durch
messer und, daran anschließend, zu einer Bohrung 68 mit
weiter vergrößertem Durchmesser. In der Axialbohrung 64
ist ein Zugbolzen 70 geführt. Der Zugbolzen 70 erstreckt
sich durch eine zentrale Axialbohrung 71 des beweglichen
Ventilteils 14. Der Zugbolzen 70 greift über einen
Querstift 72 an einer Druckscheibe 74 an. Die Druckscheibe
74 liegt auf einem Reibbelag 76 auf der Stirnfläche des
beweglichen Ventilteils 14 auf. Die Druckscheibe 74 und
der Reibbelag 76 bilden eine Rutschkupplung. An dem
inneren Ende des Zugbolzens 70 sitzt eine Ringscheibe 78.
Eine Feder 80 stützt sich an der Schulter zwischen
Axialbohrung 64 und der Bohrung 66 ab und drückt auf die
Ringscheibe 78. An dem Zugbolzen 70 ist weiterhin über
einen Querzapfen 80 eine Kupplungshälfte 82 einer Klauen
kupplung angebracht. Über diese greift ein (nicht
dargestellter) Stellmotor an dem Zugbolzen 70 an. Über die
Rutschkupplung wird dadurch der bewegliche Ventilteil 14
zwischen der ersten und der zweiten Ventilstellung
verdreht, die durch den bogenförmigen Ausschnitt 62
bestimmt sind.
Der bewegliche Ventilteil 14 und der stationäre Ventilteil
12 enthalten Kanäle 84 bzw. 86, über welche Verbindungen
zwischen den Anschlüssen 46, 48, 50 und 52 des beweglichen
Ventilteils 14 und den Anschlüssen 16, 18, 20, 22 und 24
des stationären Ventilteils herstellbar sind. Diese
Verbindungen sind in Fig. 3 und 4 für die erste Ventil
stellung (Fig. 3) und die zweite Ventilstellung (Fig. 4)
dargestellt.
In der ersten Ventilstellung von Fig. 3 ist die erste
Probenschleife 54 zwischen die Anschlüsse 16 und 20
geschaltet. Die zweite Probenschleife 56 liegt zwischen
den Anschlüssen 18 und 22. Anschluß 24 ist abgesperrt.
Dadurch wird Probenflüssigkeit aus dem Probengeber 38
(Fig. 1) durch die Schlauchpumpe 28 in die Probenschleife
54 angesaugt. Die Probenschleife 54 wird mit einem
definierten Volumen von Probenflüssigkeit gefüllt. Die
zweite Probenschleife 56, die in einem vorhergehenden
Schritt mit Probenflüssigkeit gefüllt worden ist, ist in
die Trägerflüssigkeitsleitung 40, 34 eingeschaltet. Von der
Schlauchpumpe 42 wird Trägerflüssigkeit durch die Proben
schleife 56 gepumpt. Die Trägerflüssigkeit verdrängt die
in der Probenschleife 56 enthaltene Probenflüssigkeit aus
der Probenschleife 56 und nimmt die Probenflüssigkeit mit
zu dem Analysengerät.
Fig. 4 zeigt das Ventil 10 in der zweiten Ventilstellung.
Die erste Probenschleife 54 liegt jetzt zwischen den
Anschlüssen 22 und 18 des stationären Ventilkörpers 12.
Dadurch wird der von der Schlauchpumpe 42 geförderte
Trägerflüssigkeitsstrom durch die erste Probenschleife 54
geleitet. Die zweite Probenschleife 56 liegt zwischen den
Anschlüssen 20 und 24. Durch die Schlauchpumpe 28 wird
zunächst Trägerflüssigkeit und dann Probenflüssigkeit aus
dem Probengeber 38 über Leitung 36, Anschluß 20, Proben
schleife 56, Anschluß 24 Zweigleitung 46 und Leitung 26
angesaugt. Die Probenschleife 56 wird so mit Proben
flüssigkeit gefüllt. Der Drehwinkel des beweglichen
Ventilteils kann dabei relativ klein sein.
Fig. 5 veranschaulicht eine Anwendung der beschriebenen
Vorrichtung. Die beiden Anschlüsse 16 und 24 sind hier zu
einem Anschluß 88 zusammengefaßt.
Die Pumpe 42 fördert außer Trägerflüssigkeit auch ein
Reagenz, z. B. Natriumborhydrid NaBH4, in eine Leitung 90.
Die Leitung 90 mündet in der Leitung 34 in einem Mischer
92. Das Reagenz wird so mit der Träger- und Proben
flüssigkeit gemischt. Auf diese Weise werden von hydrid
bildenden Bestandteilen der Probenflüssigkeit flüchtige
Hydride gebildet. In einem Gas-Flüssigkeits-Separator 94
werden die gasförmigen Hydride von der übrigen Flüssigkeit
getrennt. Die Flüssigkeit wird durch die Schlauchpumpe 42
über eine Leitung 96 zu einem Abfallgefäß abgesaugt. Die
Hydride werden in eine beheizte Meßküvette geleitet und
dort zersetzt, so daß die gesuchten Bestandteile, z. B.
Selen, dort in atomarem Zustand vorliegen und durch
Atomabsorptions-Spektroskopie bestimmt werden können.
Während dieses Vorganges wird durch die Schlauchpumpe 36
Probenflüssigkeit in der beschriebenen Weise aus dem
Probengeber 38 in die zweite Probenschleife angesaugt.
Wenn die Analyse beendet ist, kann über das Ventil 10
sofort die zweite Probenschleife 56 in den Träger
flüssigkeitsstrom eingeschaltet werden. Die Analysen
frequenz läßt sich so erhöhen. Das Ventil 10 wird für eine
bestimmte Anzahl von Analysen weniger betätigt und dadurch
geschont.
Die Probenschlaufen 54 und 56 können unterschiedliche
Volumina haben.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Eingabe von flüssigen Proben in einen
Trägerflüssigkeitsstrom, insbesondere für die Fließ
injektionsanalyse, enthaltend
- a) eine Probenschleife (54) mit einem definierten Volumen und
- b) ein zwischen einer ersten und einer zweiten Ventilstellung umschaltbares Ventil (10), durch welches die Probenschleife (54) in der ersten Ventilstellung in eine Trägerflüssigkeitsleitung und in der zweiten Ventilstellung in eine Probenflüssigkeitsleitung einschaltbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- c) eine zweite Probenschleife (56) durch das Ventil (10) in dessen erster Ventilstellung in die Probenflüssigkeitsleitung (36, 26) und in dessen zweiter Ventilstellung in die Trägerflüssigkeits leitung (40, 34) einschaltbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß
- a) das Ventil (10) einen stillstehenden ersten
Ventilteil (12) aufweist, der längs seines Umfangs
aufeinanderfolgend
- - einen ersten Anschluß (16) aufweist, der mit einem Auslaß verbindbar ist,
- - einen zweiten Anschluß (18), der mit einem ersten Teil (34) einer Trägerflüssigkeitsleitung verbindbar ist,
- - einen dritten Anschluß (20), der mit einer Probenflüssigkeitsquelle (38) verbindbar ist,
- - einen vierten Anschluß (22), der mit einem zweiten Teil (40) der Trägerflüssigkeitsleitung verbindbar ist, und
- - einen fünften Anschluß (24), der mit dem Auslaß verbindbar ist,
- b) das Ventil (10) einen gegenüber dem ersten Ventilteil (12) verdrehbaren zweiten Ventilteil (14) aufweist, welcher die Probenschleifen (54, 56) trägt und vier in Umfangsrichtung versetzte Anschlüsse aufweist, wobei die erste Proben schleife (54) zwischen einem ersten und einem dritten dieser Anschlüsse (46, 50) und die zweite Probenschleife (56) zwischen einem zweiten und einem vierten dieser Anschlüsse (48, 52) angeordnet ist, und
- c) über Kanäle (84, 86) in dem ersten und dem zweiten
Ventilteil (12 bzw. 14)
- - in der ersten Ventilstellung die erste Proben schleife (54) zwischen den ersten und den dritten Anschluß (16 bzw. 20) des ersten Ventilteils (12) und die zweite Probenschleife (56) zwischen den zweiten und den vierten Anschluß (18 bzw. 22) des ersten Ventilteils (12) geschaltet ist und
- - in der zweiten Ventilstellung die erste Proben schleife (54) zwischen den zweiten und den vierten Anschluß (18 bzw. 22) des ersten Ventilteils (12) und die zweite Probenschleife (56) zwischen den dritten und den fünften Anschluß (20 bzw. 24) des ersten Ventilteils (12) geschaltet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Volumen der zweiten Probenschleife
(56) von dem Volumen der ersten Probenschleife (54)
verschieden ist.
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| DE (1) | DE4018928C2 (de) |
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