DE4016008A1 - Elektrisch beeinflusste drosselklappeneinstellung - Google Patents
Elektrisch beeinflusste drosselklappeneinstellungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrisch beein
flußte Drosselklappeneinstellung.
Eine derartige Einrichtung ist bekannt aus der europäi
schen Patentanmeldung 8 91 05 378.7.
Es ist wünschenswert, den dort geschilderten Aufbau zu
vereinfachen.
Die Aufgabe wird gelöst durch den Hauptanspruch.
Erfindungsgemäß überträgt sich im Normalbetrieb die
Bewegung des Gaspedals auf ein Übertragungsglied, das
durch einen entsprechenden Istwertgeber ein Drosselklap
pen-Stellglied betätigt.
Das vorgesehene Zwischenstück wird in eine Stellung be
wegt, in der es außer Berührung mit dem Übertragungs
glied und dem Drosselklappen-Stellglied ist, mit beiden
Bauteilen lediglich über eine Feder verbunden.
Im Notlaufbetrieb erfolgt die Übertragung vom Gaspedal
auf die Drosselklappe über das Zwischenstück auf mecha
nischem Wege, wobei durch den erfindungsgemäßen Aufbau
ein hohes Maß an Bedienungskomfort aufrechterhalten
bleibt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Figur detail
liert beschrieben.
Mit dem Bezugszeichen 10 ist ein übliches Gaspedal im
Fußraum eines Kraftfahrzeuges bezeichnet, dessen Betäti
gung über einen Seilzug 12 an ein Übertragunsglied 14
weitergeleitet wird. Dieses Übertragungsglied 14 kann
beispielsweise die Seilscheibe sein und wird entspre
chend dem Ausmaß des Niedertretens des Gaspedals 10
bewegt, was sich in der Figur durch ein schematisches
Verschieben nach rechts darstellt. Ein diesem Übertra
gunsgglied 14 zugeordneter Istwertgeber 16 erfaßt das
Ausmaß des Verschiebens und liefert einen entsprechenden
Ausgangswert. Dieser Istwertgeber kann beispielsweise
durch ein Potentiometer gebildet sein. Zusätzlich ist
dem Übertragungsglied 14 noch ein Leerlaufschalter 18
zugeordnet, der anspricht, wenn das Gaspedal 10 über
haupt nicht niedergetreten wird.
Ein Rückholfederpaket, das aus den Federn 20 und 22 be
steht, beaufschlagt das Übertragungsglied 14 entgegenge
setzt zur Bewegungsrichtung bei Niedertreten des Gaspe
dals 10, dieses Rückholfederpaket ist motorseitig 24
angelenkt. Somit ist sichergestellt, daß das Übertra
gungsglied 14 bei Nichtbetätigen des Gaspedals 10 in
seine Leerlaufstellung bewegt wird.
Eine erste Feder 26 verbindet das Übertragungsglied 14
mit einem Zwischenstück 28 derart, daß das Zwischenstück
28 in Richtung auf das Übertragungsglied 14 beaufschlagt
wird, und zwar in Schließrichtung.
Weiterhin ist das Zwischenstück 28 mit einer Feder 40
mit einem Drosselklappen-Stellglied 38 verbunden, die
Feder 40 beaufschlagt das Zwischenstück 28 und das
Drosselklappen-Stellglied 38 in Richtung auf einander
zu.
Das Drosselklappen-Stellglied 38 ist mit der Drossel
klappe 56 verbunden, die durch eine Bewegung nach links
in der Figur geschlossen wird und durch eine Bewegung
nach rechts in der Figur geöffnet wird.
Das Drosselklappen-Stellglied 38 wird in seiner Stellung
durch ein zweites Stellglied 44 beeinflußt, das an der
Stelle 42 die Drosselklappe in die Schließstellung
drücken kann. Das zweite Stellglied 44 wird in seiner
Stellung gesteuert durch einen Elektromotor 46, der in
der schematischen Darstellung über ein Reduziergetriebe
48 ein Zahnrad 50 dreht, das mit einer Zahnstange 52
zusammenwirkt und dementsprechend das zweite Stellglied
in der Figur nach rechts oder links verschwenkt. Um den
Notlauf sicherzustellen, darf die Steuerung für das
zweite Stellglied 44 nicht selbsthemmend sein.
Es ist selbstverständlich, daß in der praktischen Aus
führung die schematischen Rechts- und Linksbewegungen
durch Drehbewegungen ersetzt sind, und daß der Elektro
motor auch mit anderen geeigneten Mitteln das zweite
Stellglied 44 bewegen kann.
Wesentlich ist die Funktion, nämlich daß das Stellglied
44 das Drosselklappen-Stellteil 38 in Richtung Schließ
stellung der Drosselklappe 56 bewegt, wobei die Stellung
des Drosselklappen-Stellgliedes 38 durch einen Istwert
geber 54 sowie einen zugehörigen Leerlaufschalter erfaßt
wird.
Beaufschlagt nun das zweite Stellglied 44 durch Aktivie
rung des Elektromotors 46 das Drosselklappen-Stellglied
38 in seine Schließstellung, wird die zweite Feder 40
entsprechend gedehnt. Damit kann über den Elektromotor
46 die Drosselklappe 56 weiter geschlossen werden.
Eine pneumatische Stellvorrichtung beaufschlagt über
eine Stange 64 und einen Vorsprung 66 einen entsprechen
den Vorsprung 68 des Zwischenstückes 28 in Richtung Öff
nung der Drosselklappe. In der vollständig geöffneten
Stellung des Zwischenstücks 28 kommt das Zwischenstück
28 an einen Vollastausschlag 60, die Mindestausschlag
stellung des Zwischenstücks 28 ist andererseits durch
einen Notleerlaufanschlag 58 gebildet.
Diese pneumatische Stellvorrichtung 62 ist im Normalbe
trieb aktiviert, dadurch wird das Zwischenstück 28 in
die vollständig geöffnete Stellung gefahren, die Ein
stellung der Drosselklappe 56 geschieht damit aus
schließlich über den Elektromotor 46, der vom Sollwert
geber 16 und Istwertgeber 54 beeinflußt wird.
Bei Freigabe durch die pneumatische Stellvorrichtung 62
wird das Zwischenstück 28 durch die Feder 26 beauf
schlagt und kommt, wie schematisch durch die Stirnflä
chen 34 und 36 dargestellt ist, in Anlage an das Dros
selklappen-Stellglied 38. Bei geschlossener Drosselklap
pe 56 ist der Vorsprung 68 in Anlage an eine Notleer
laufeinstellung 58 aufgrund der geometrischen Abmessung
von Zwischenstück 28 und Drosselklappen-Stellglied 38.
Die Berührungsflächen 30 und 32 zwischen Übertragungs
glied 14 und Zwischenstück 28 sind bei nicht niederge
tretenem Gaspedal 10 nicht in Anlage zueinander, da das
Übertragungsglied 14 durch die stärkere Auslegung des
Rückholfederpaketes 20 und 22 in der geringsten Auslenk
stellung gehalten wird und dementsprechend die Feder 26
leicht gedehnt ist. Ein für das Übertragungsglied 14 in
seiner Schließstellung vorgesehener Anschlag ist mit dem
Anschlag 58 für das Zwischenstück 28 derart abgestimmt,
daß die Stirnflächen 30 und 32 beabstandet bleiben.
Im Notlaufbetrieb, beispielsweise bei Ausfall des Elek
tromotors 46, wird die pneumatische Stellvorrichtung 62
belüftet und dementsprechend das Zwischenstück 28 frei
gegeben, bei nicht betätigtem Gaspedal 10 ist die soeben
beschriebene Stellung eingenommen. Wird nun das Gaspedal
10 niedergedrückt, verschiebt sich das Übertragungsglied
14, und die Fläche 30 des Übertragungsgliedes 14 kommt
mit der Fläche 32 des Zwischenstückes 28 in Berührung
und verschiebt das Zwischenstück 28. Aufgrund der Feder
40 bleibt die Stirnfläche 36 des Drosselklappen-Übertra
gungsgliedes 38 in Anlage an der Fläche 34 des Zwischen
stückes 28, so daß die Bewegung bei Niederdrücken des
Gaspedals 10 übertragen wird auf das Drosselklappen-
Stellteil 38, was zu einer Öffnung der Drosselklappe 56
führt. Der Elektromotor 46 mit Getriebe 48 wird hierbei
in seine "Auf"-Stellung gedrückt.
Insbesondere also, wenn der Elektromotor 46 durch eine
Fehlfunktion das zweite Stellglied 44 vollständig öff
net, wird die Drosselklappe durch das Freigeben des Zwi
schenstückes 28 nur so weit geöffnet, wie es durch das
Niederdrücken des Gaspedals 10 gewünscht wird.
Diese erfindungsgemäße Anordnung hat eine Reihe von
Vorteilen, von denen im folgenden einige aufgezählt
werden:
Die Regelbewegungen des Stellmotors 46 und die damit
verbundene Öffnung oder Schließung der Drosselklappe 56
hat keine Kraftwirkungen auf das Gaspedal 10, sämtliche
Wirkungen werden in der Feder 40 aufgefangen.
Die Abstimmung der Federn zueinander ist unkritisch.
Für den Stellmotor 46 ergeben sich definierte Kraftan
forderungen zur Betätigung der Drosselklappe 56, da er
allein gegen die Feder 40 arbeitet, und sämtliche ande
ren Federn (26, 20, 22) durch den Elektromotor nicht be
einflußt oder gedehnt werden.
Die einfach aufgebaute dargestellte Anordnung mit dem
Zwischenstück 28 und dem pneumatischen Stellglied 62
erübrigt eine teuere und aufwendige Magnetkupplung, die
einen erheblichen Bauraum einnimmt.
Ein blockierender Stellmotor 46 oder ein blockierendes
Getriebe 48 ist unkritisch, die Drosselklappe kann stets
dennoch geschlossen werden.
Im Betrieb einer Geschwindigkeits-Regelanlage wird eine
zusätzliche Sicherheit erreicht, wenn die pneumatische
Stellvorrichtung 62 mit in die Logik der Geschwindig
keits-Regelanlage einbezogen wird.
Im Geschwindigkeits-Regelanlagenbetrieb wird das Soll
wertpotentiometer 16 durch das Hauptrückholfedersystem
20 und 22 auf die Leerlaufstellung gezogen, was im Ver
gleich zu anderen Systemen eine höhere Sicherheit bie
tet. Bei diesen Systemen dient dazu eine extra vorgese
hene kleinere Feder, die in ihrer Härte wiederum auf die
anderen Federn abgestimmt werden muß.
In einer Funktionsüberprüfung wird bei Einschalten der
Zündung vor dem Starten des Motors der Elektromotor 46
kurzzeitig in seine Öffnungsstellung gebracht. Wenn in
diesem Zustand die pneumatische Stellvorrichtung 62
aufgrund eines Fehlers das Zwischenstück 28 nicht frei
gegeben haben sollte, würde das Drosselklappen-Stell
glied 38 öffnen, was durch das Istwertpotentiometer er
faßt würde. Damit könnte eine entsprechende Fehlermel
dung abgesetzt werden. Dieser Überprüfungsvorgang dauert
etwa 30-40 msec, fällt also dem Fahrer beim Anlassen des
Fahrzeuges nicht auf.
Durch den unterschiedlichen Abstand der Stirnflächen 30
und 36 zu dem Zwischenstück 28 ist sichergestellt, daß
der Übergang im Normalbetrieb (elektrische Beeinflus
sung) zum mechanischen Notbetrieb kein plötzliches Öff
nen der Drosselklappe 56 mit sich bringt.
Claims (6)
1. Elektrisch beeinflußte Drosselklappeneinstellung für
eine Brennkraftmaschine mit einem Übertragungsglied
(14), das durch die Betätigung eines Gaspedals (10)
entgegen der Beaufschlagung mindestens einer Rückhol
feder (20, 22) bewegt wird und über einen Sensor (16)
das Ausmaß der Bewegung überträgt, einem Zwischen
stück (28), das über Federkraft (26) mit dem Übertra
gungsglied (14) verbunden ist und im Normalbetrieb in
seiner geöffneten Endstellung gehalten ist, einem
Drosselklappen-Stellglied (38), das über Federkraft
(40) mit dem Zwischenstück (28) verbunden ist, eine
dem Drosselklappen-Stellglied (38) zugeordnete Betä
tigung (Elektromotor 46) zur Verschiebung des Dros
selklappen-Stellgliedes (38), und einem Istwertgeber
(54), der dem Drosselklappen-Stellglied (38) zugeord
net ist.
2. Elektrische Drosselklappe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß im Notlaufbetrieb das Zwischen
stück (28) freigegeben wird und durch die Federbeauf
schlagung (40) in Berührung mit dem Drosselklappen-
Stellglied gebracht wird, so daß die Bewegung des
Zwischenstückes mechanisch auf das Drosselklappen-
Stellglied übertragen wird.
3. Elektrisch beeinflußbare Drosselklappe nach Anspruch
2, dadurch gekennzeichnet, daß im Notlaufbetrieb das
Übertragungsglied (14) das Zwischenstück (28) bewegt.
4. Elektrisch beeinflußbare Drosselklappeneinstellung
nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Not
lauffall bei geschlossener Drosselklappe (56) das
Zwischenstück (28) sich in Anlage an dem Drosselklap
pen-Stellglied (38) befindet, während das Übertra
gungsglied (14) erst bei Niedertreten des Gaspedals
(10) in Anlage an das Zwischenstück (28) kommt.
5. Drosselklappeneinstellung nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine pneumatische
Stellvorrichtung (62) vorgesehen ist, die im Normal
betrieb das Zwischenstück (28) in ihrer Offenstellung
hält.
6. Drosselklappeneinstellung nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung
(Elektromotor 46) bei Aktivierung das Drosselklap
pen-Stellglied (38) in die Schließrichtung der Dros
selklappe (56) bewegt, während die Öffnung der Dros
seklappe (56) durch die Kraftwirkung der Feder (40)
zwischen Drosselklappen-Stellglied (38) und Zwischen
stück (28) erfolgt.
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