DE4015373A1 - Naehmaschine - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung einer Nähmaschine,
insbesondere eine Nähmaschine, welche Einsteckenden eines Näh
materials einschlägt oder einsteckt, diese eingesteckten Teile
überführt und sie vernäht.
Um Nähmaterialteile mit eingesteckten Enden zu vernähen ist es
bekannt, daß die Einsteckenden zunächst eingeschlagen oder ein
gesteckt werden, und daß diese eingesteckten Nähteile dann zu
einer Nähvorrichtung überführt werden, um sie dort zu vernähen.
Wie beispielsweise in Fig. 1 und 3 dargestellt, wird ein Tail
lengurt 2 einer Jeans 1 an einen Körper 3 in folgender Weise
angenäht: Zunächst wird ein langer, schmaler Materialstreifen
zur Ausbildung des Taillengurts doppelt gefaltet, wobei seine
unteren Ränder eingeschlagen werden. Der ganze Umfang der Tail
le des Körpers 3 wird zwischen diese doppelte Faltung einge
setzt. Dann werden ein oberer Abschnitt des Taillengurts 2 und
ein Abschnitt, an dem der Taillengurt 2 dem Körper 3 überlagert
ist, mit Fäden 4 bzw. 5 vernäht. Unter diesen Umständen ver
bleiben, wie in Fig. 1 dargestellt, beide Endteile des Tail
lengurts 2 an der Vorderseite der Jeans als zu vernähende Teile
2 a, wobei Einsteckenden 2 b, welche noch nicht vernäht sind, von
den Endteilen des Körpers 3, an denen ein Verschluß 6 befestigt
wird, abstehen. Zur Vernähung jedes Teiles 2 a des Taillengurts
wird das Einsteckende 2 b zunächst in die Innenseite des Tail
lengurts 2 entlang der Richtung eingesteckt oder eingeschlagen,
welche durch die Pfeile in Fig. 3 angegeben ist. In diesem
Falle ist der eingesteckte Abschnitt derart, daß er unter dem
zu vernähenden Teil 2 a des Körpers 3 verläuft und einen einge
steckten Nähteil 7 bildet. Eine Seitenkante 8 des eingesteckten
Nähteils ist so angeordnet, daß sie mit einem seitlichen Ende 9
des Körpers 3 parallel ist. Hierauf wird der Rand des einge
steckten Nähteils 7 mit Nähfaden 10 über einen U-förmigen Näh
bereich hinweg vernäht, der in Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 11
versehen ist. In dieser Weise wird durch das Aufnähen des Tail
lengurtes auf den Körper 3 die Jeans komplettiert.
In herkömmlicher Weise werden das Umschlagen der Einsteckenden
des Gurtes 2, das Überführen der eingesteckten Nähteile zur
Nähvorrichtung und das Vernähen der eingesteckten Nähteile von
Hand vorgenommen.
Wenn jedoch das Einstecken, Überführen und Vernähen von Hand
vorgenommen werden, entstehen Probleme derart, daß die Vorgänge
nicht nur kompliziert, sondern auch ungebührlich langwierig
sind. Daneben ergibt sich ein anderes Problem, das darin
besteht, daß diese Vorgänge ein hohes Niveau an Erfahrung ver
langen, was unvermeidbar zu einem Kostenanstieg solcher Klei
dungsstücke führt. Da das Nähmaterial sehr strapazierfähig ist,
ist der Einschlag- oder Einsteckvorgang bei Jeans extrem
schwierig und es besteht das weitere Arbeitsproblem, daß die
betreffenden Personen an Sehnenscheidenentzündung und derglei
chen leiden.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diesen
Problemen abzuhelfen und eine Nähmaschine vorzuschlagen, welche
das Einstecken, Überführen und Nähen eingesteckter Enden an
Nähteilen automatisch ausführt.
Die Aufgabe wird entsprechend einem ersten Aspekt der Erfindung
durch eine Nähmaschine gelöst mit einer Basis, einer auf der
Basis installierten Nähvorrichtung zur Vernähung von Nähmate
rial und Mitteln zur Einstellung und/oder Überführung des Näh
materials, die sich dadurch auszeichnet, daß die Mittel zur
Einstellung und/oder Überführung des Nähmaterials einen an der
Basis befestigten Mechanismus einschließen, der befähigt ist,
Teile des Nähmaterials, die mit Einsteckenden versehen sind, zu
positionieren, daß an der Basis angeordnete Überführungsmittel
zwischen dem Positioniermechanismus und der Nähvorrichtung
beweglich sind, und daß an der Basis beweglich ein Einsteckme
chanismus befestigt ist, der an den Positioniermechanismus
annäherbar und von diesem wieder zurückziehbar ist, wobei der
Einsteckmechanismus so ausgebildet und angeordnet ist, daß er
die zu vernähenden Abschnitte im Zusammenwirken mit dem Posi
tioniermechanismus zu eingesteckten Nähteilen formt, so daß der
Überführungsmechanismus die eingesteckten Nähteile hält, wäh
rend die Überführungsmittel die eingesteckten Nähteile zur Näh
vorrichtung verbringen.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2
bis 5 niedergelegt.
Erfindungsgemäß dient ein Paar von Nähmaterialeinstell/über
führungs-Einheiten dazu, die Einsteckenden eines Taillengurts
automatisch einzustecken, zu überführen und diese eingesteckten
Nähteile zu vernähen.
Zunächst werden zu vernähende Materialteile einschließlich der
Einsteckenden auf einem Nähteileinstellmechanismus eingestellt.
In diesem Falle ist es wünschenswert, das Nähmaterial als Gan
zes mit Hilfe von Nähmaterialabstützmechanismen zu haltern. Ein
Einsteckmechanismus steckt die Einsteckenden des Taillengurts
im Zusammenhang mit dem Nähteileinstellmechanismus ein. Ein
Überführungsmechanismus, der diese eingesteckten Enden oder die
eingesteckten Nähteile hält, überführt sie zu einer Nähvorrich
tung. Schließlich werden die eingesteckten Nähteile von der
Nähvorrichtung vernäht.
Die nachstehende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung dient im Zusammenhang mit beiliegender Zeichnung
der weiteren Erläuterung. Es zeigen:
Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht mit einer
teilweisen Darstellung der mit einer
erfindungsgemäßen Nähmaschine zu ver
nähenden Jeans;
Fig. 2 eine schaubildliche Ansicht mit einer
Darstellung der Einsteckenden eines
Taillengurts;
Fig. 3 eine Teilseitenansicht mit der Dar
stellung eines Jeanskörpers und des
Taillengurts;
Fig. 4 eine schaubildliche Ansicht mit einer
Darstellung eines Hauptkörpers der
erfindungsgemäßen Nähmaschine;
Fig. 5 eine Seitenansicht der Nähmaschine;
Fig. 6 eine Draufsicht einer Nähmaterialein
stell/überführungs-Einheit;
Fig. 7 eine schaubildliche Ansicht der Ein
heit aus Fig. 6;
Fig. 8 eine vergrößerte schaubildliche An
sicht des Ausschnitts A in Fig. 4;
Fig. 9 eine Draufsicht des Ausschnits in
Fig. 8;
Fig. 10 eine Seitenansicht von Nähmaterial
positioniermitteln;
Fig. 11a-11d, 11a-1, 11b-1, 11d-1 Ansichten zur Erläuterung der Be
triebsweise des Einsteckmechanis
mus;
Fig. 12a-12d Ansichten zur Erläuterung des Ein
steckvorganges entsprechend Fig.
11a-11d;
Fig. 13 eine schaubildliche Ansicht einer
Haltekassette, die zum Zwecke der
Vernähung auf einer Nadelplatte an
geordnet ist;
Fig. 14 eine Draufsicht von rechten und lin
ken Haltekassetten, die zu beiden
Seiten der Nadelplatte positioniert
sind;
Fig. 15 eine schaubildliche Ansicht der
erfindungsgemäßen Nähmaschine, wobei
eine der Haltekassetten das Einsteck
ende preßt und die andere Haltekas
sette vom Einsteckende entfernt posi
tioniert ist;
Fig. 16a-16c Ansichten zur Erläuterung der Reihen
folge bei der Hantierung mit der Hal
tekassette;
Fig. 17 eine Seitenansicht der Haltekassette,
wenn eine obere und eine untere Halte
platte geöffnet sind;
Fig. 18 eine Rückansicht der Haltekassette
in Fig. 17;
Fig. 19 eine Rückansicht der Haltekassette,
wenn die obere und untere Halteplatte
geöffnet sind;
Fig. 20 eine schaubildliche Ansicht eines Füh
rungsmechanismus für die Haltekas
sette;
Fig. 21 eine Seitenansicht der auf der Nadel
platte plazierten Haltekassette;
Fig. 22 eine Draufsicht der Haltekassette
in Fig. 21;
Fig. 23 bis 25 Draufsichten von Nachfolgemitteln,
die zwischen dem Einsteckmechanismus
und dem Überführungsmechanismus ange
ordnet sind;
Fig. 26 eine Draufsicht einer Anordnung von
Druckluftzylindern und
Fig. 27, 28 und 29 schaubildliche Ansichten der Abstüt
zung einer Jeans auf einer Attrappe.
Die Fig. 4 bis 7 zeigen eine Nähmaschine gemäß der Erfin
dung. Diese Nähmaschine umfaßt eine Basis 20, eine auf dieser
Basis installierte Nähvorrichtung 21 zur Vernähung von Nähmate
rial und ein Paar von Nähmaterialeinstell/überführungs-Einhei
ten 22, 22′, die auf der Basis 20 angeordnet sind.
Wie in Fig. 1 dargestellt, ist die Nähmaschine so eingerich
tet, daß Einsteckenden 2 b eines Taillengurts 2 von Jeans 1 ein
gesteckt werden, so daß sich eingesteckte Nähteile 7 ergeben,
wobei diese eingesteckten Nähteile und ein Körper 3 zusammenge
näht werden. Die Erfindung ist jedoch auf diese spezielle An
wendungsform nicht beschränkt. Sie läßt sich auf ähnliche Näh
teile anwenden, beispielsweise auf Taillengurte, wie sie bei
Hosen für Anzüge Verwendung finden.
Die Nähvorrichtung 21 umfaßt einen Nähkopf 23 sowie einen Näh
muster-Führungsmechanismus 24 (siehe Fig. 5). Der Nähkopf 23
ist mit einer Nadel 25 und (nicht dargestellten) Nadelantriebs
mitteln versehen, welche die Nadel hin- und hergehend auf- und
abbewegen. Unter der Nadel 25 ist eine Nadelplatte 26 angeord
net, welche horizontal gehalten und fest mit der Basis 20 ver
bunden ist. Nähmechanismen, beispielsweise ein Spulenkapselge
häuse, sind unter dieser Nadelplatte vorgesehen. Wie in Fig. 4
dargestellt, ist der Nähmuster-Führungsmechanismus 24 auf der
Basis so angeordnet, daß er in einer nach vorne verlaufenden
Richtung F, einer nach rückwärts verlaufenden Richtung B, einer
nach links verlaufenden Richtung L und einer nach rechts ver
laufenden Richtung R mit Bezug auf die Nähmaschine beweglich
ist. Diese nach vorne und rückwärts verlaufenden Richtungen F
und B sind im wesentlichen senkrecht zu den nach links und
rechts verlaufenden Richtungen L und R. Der Nähmuster-Füh
rungsmechanismus umfaßt einen Rahmen 27 und ein Abstützglied
29, welches den Rahmen 27 mit Hilfe einer in Fig. 5 darge
stellten Achse 28 abstützt.
Der Rahmen 27 ist auf der Basis 20 in Vorwärts- und Rückwärts
richtung F, bzw. B, mit Bezug auf die Nähmaschine beweglich,
wie durch einen Pfeil in Fig. 5 angegeben, sowie nach links
und rechts hin entsprechend den Richtungen L bzw. R mit Bezug
auf die Nähmaschine, wobei die letzteren Richtungen zu den
Richtungen F und B senkrecht verlaufen. Am vorderen Teil des
Rahmens ist ein Arm 30 derart befestigt, daß er eine Haltekas
sette abstützt, was weiter unten noch beschrieben wird. Die
Rahmenbewegungen in den nach links und rechts verlaufenden
Richtungen L, R verlaufen entlang einer Axislinie der Achse 28.
Die Bewegungen des Rahmens nach vorne, rückwärts, links und
rechts mit Bezug auf die Nähmaschine werden durch geeignete
Antriebsmittel vollzogen, beispielsweise (nicht dargestellte)
Schritt- oder Impulsmotoren. Diese Impulsmotore werden von
(nicht dargestellten) Steuermitteln gesteuert. Diese Steuermit
tel umfassen wiederum einen geeigneten elektrischen Betriebs
schaltkreis, um das Einstecken, Überführen und Vernähen des
Nähmaterials, wie weiter unten erläutert, in der richtigen Rei
henfolge zu steuern, wobei diese Sequenzsteuerung zum Zwecke
höchster Präzision entsprechend einjustiert wird. Die Steuer
mittel können auf der Basis 20 angeordnet sein. Somit wird der
Arm 30 durch die Steuermittel in Abhängigkeit von einem frei
wählbaren Nähmuster gesteuert. Bei der vorliegenden Ausfüh
rungsform wird der Arm entlang einer U-förmigen Bahn bewegt, um
im wesentlichen U-förmige Verbindungsbereiche des eingesteckten
Nähteils 7 an gegenüberliegenden Enden des Taillengurts zu ver
nähen. Der Arm 30 ist am Rahmen 27 so befestigt, daß er nach
oben und unten bewegt werden kann, d. h. daß er sich mit Hilfe
einer Armantriebsvorrichtung der Nadelplatte 26 annähert oder
sich von dieser entfernt. Die Armantriebsvorrichtung umfaßt
(teilweise in Fig. 5 dargestellte) Verbindungsmittel 31, die
am Rahmen 27 angeordnet sind, sowie Antriebsmittel, um diese
Verbindungsmittel anzutreiben, beispielsweise einen Elektromag
neten 32. Dieser Elektromagnet ist, wie aus Fig. 5 ersicht
lich, auf dem Nähkopf 23 angeordnet.
Die Nähmaterialeinstell/überführungs-Einheiten 22, 22′ sind als
ein Paar symmetrisch auf der rechten bzw. linken Seite der Näh
vorrichtung 21 angeordnet. Diese Anordnung ermöglicht es, daß
die eingesteckten Nähteile 7 an beiden Enden des Taillengurts 2
der Jeans 1 kontinuierlich vernäht werden können. Dies bedeu
tet, daß die Nähmaterialeinstell/überführungs-Einheiten jeweils
so betrieben werden, daß jedes Einsteckende 2 b des Taillengurts
2 so einwärts eingesteckt wird, daß es unter einem zu vernähen
den Teil 2 a verläuft und so den eingesteckten Nähteil 7 bildet.
Dieser eingesteckte Nähteil 7 wird anschließend zur Nähvorrich
tung überführt.
Dementsprechend können die jeweiligen eingesteckten Nähteile an
beiden Enden des Taillengurts automatisch und kontinuierlich
vernäht werden, so daß eine rasche und wirksame Nähoperation
ermöglicht ist.
Jedes Paar der Nähmaterialeinstell/überführungs-Einheiten 22,
22′ umfaßt einen Nähteileinstellmechanismus 40 zum Positionie
ren des zu vernähenden Nähteils 2 a des (den Hosenbund bilden
den) Taillengurts 2; ferner umfassen die Einheiten 22, 22′ ei
nen Einsteckmechanismus oder Einsteckmittel 41 zum Einstecken
der Einsteckenden 2 b derart, daß sich die eingesteckten Nähtei
le 7 (siehe Fig. 6 und 7) ergeben, sowie einen Überführungsme
chanismus 42 zum Verschieben des eingesteckten Nähteils zur
Nähvorrichtung 21 (siehe Fig. 4, 6 und 7). Wenn der vom Tai
lengurt 2 gebildete Bund durch die Einsteckmittel 41 eingefal
tet oder eingesteckt wird, bilden der Einstellmechanismus 40
und der Überführungsmechanismus 42 ein Greifmittel zum Erfassen
eines Teils des Bundes.
Da das rechte und linke Paar der Nähmaterialeinstell/überfüh
rungs-Einheiten symmetrisch und miteinander identisch ausgebil
det sind, wird im nachstehenden nur die rechte Nähmaterialein
stell/überführungs-Einheit erläutert. Bestandteile der linken
Nähmaterialeinstell/überführungs-Einheit, welche mit den Be
standteilen der rechten Einheit identisch oder hierzu symme
trisch sind, werden durch gleiche Bezugszeichen bezeichnet, wo
bei für die linke Einheit die Bezugszeichen jeweils mit einem
Strich versehen sind.
Der Nähteileinstellmechanismus 40 und der Einsteckmechanismus
41 erstrecken sich vor der Nadel 25 und sind auf einem Tragarm
43 angeordnet. Das hintere Ende dieses Tragarms 43 ist schwenk
bar mit dem vorderen Teil der Basis 20 derart verbunden, daß
sein vorderes Ende schwingend auf- und abbewegt werden kann.
Obwohl der Tragarm gewöhnlich horizontal durch ein (nicht dar
gestelltes) Feststellmittel fest mit der Basis verbunden ist,
kann doch sein vorderer Endteil durch Lösen des Feststellmit
tels nach unten bewegt werden. Wenn der Tragarm auf diese Weise
nach unten bewegt ist, werden der Nähteileinstellmechanismus
und der Einsteckmechanismus nach unten verschoben, so daß in
vorteilhafter Weise der Austausch einer Spule für den Unterfa
den, die im Spulenkapselgehäuse unter der Nadelplatte angeord
net ist, erleichtert wird. Der Nähteileinstellmechanismus 40
besteht aus einem Nähteileinstellhalter 44, einem Nähmaterial
positioniermittel 45 und einem Nähmaterialpreßmittel 46. Der
Nähteileinstellhalter 44 umfaßt zwei längliche Platten eines
dritten Gliedes oder einer oberen Einstellplatte 47 sowie ein
erstes Glied oder eine untere Einstellplatte 48, die im wesent
lichen zueinander parallel (siehe Fig. 8) eine über der ande
ren im gegenseitigen Abstand angeordnet sind. Diese oberen und
unteren Einstellplatten haben vordere Enden, die mit einem
Abstützblock 49 verbunden sind. Wie aus Fig. 8 hervorgeht, ist
die Unterseite der oberen Einstellplatte 47 an der Oberseite
des Abstützblocks 49 angeordnet, während die Oberseite der un
teren Einstellplatte an der Unterseite des Abstützblocks 49
liegt. Dementsprechend wird zwischen der oberen Einstellplatte
47 und der unteren Einstellplatte 48 ein Einsteckraum 50 ausge
bildet. Die Funktion dieses Einsteckraumes wird später noch
beschrieben. Die obere Einstellplatte, der Abstützblock und die
untere Einstellplatte sind durch zwei Stifte 51, 52 oder der
gleichen (siehe Fig. 8 und 9) aneinander befestigt.
Der Nähteileinstellhalter 44 ist so konstruiert, daß er hori
zontal um eine Achse eines der beiden Stifte, z.B. des Stiftes
52 mit Bezug auf die Nähmaschine nach links und rechts ver
schwenkt werden kann, wie durch die Pfeile in Fig. 8 und 9
angedeutet. In diesem Falle steht das untere Ende des Stiftes
52 nach unten vor und der vorstehende Teil wird drehend in ei
ner (nicht dargestellten) Ausnehmung aufgenommen, die im Trag
arm ausgebildet ist.
Um den Schwenkbegungen des Nähteileinstellhalters Grenzen zu
setzen, sind Begrenzungsmittel vorgesehen. Diese Begrenzungs
mittel umfassen, wie in Fig. 9 dargestellt, ein Stoppglied 53,
welches auf dem Tragarm ausgebildet ist, sowie beispielsweise
einen Druckluftzylinder 54, welcher den Nähteileinstellhalter
gegen das Stoppglied drückt. Der Druckluftzylinder 54 umfaßt
einen Zylinderabschnitt 54 a, der am Tragarm befestigt ist, und
einen Kolbenabschnitt 54 b, der von dem Zylinderabschnitt aus
geht. Am freien Ende des Kolbenabschnitts ist ein Kissen 55
vorgesehen, welches in Kontakt mit einer Seite des Abstütz
blocks 49 gelangen kann.
Wenn infolgedessen, wie in Fig. 9 dargestellt, der Kolbenab
schnitt 54 b des Druckluftzylinders 54 ausgefahren wird und das
Kissen 55 in Kontakt mit der Seite des Abstützblocks 49 bringt,
kann der Nähteileinstellhalter 44 in der Position stationär
gehalten werden, die mit ausgezogenen Linien in Fig. 9 darge
stellt ist. Wenn der Kolbenabschnitt 54 b des Druckluftzylinders
54 zurückgezogen wird, so daß sich das Kissen 55 von der Seite
des Abstützblocks 49 ablöst, kann der Nähteileinstellhalter 44
geringfügig im Uhrzeigersinn in eine Position bewegt werden,
welche durch strichpunktierte Linien in Fig. 9 angedeutet ist.
Der in Fig. 1 und 2 dargestellte, zu vernähende Teil 2 a wird
auf den Nähteileinstellhalter gelegt. Bei diesem Vorgang wird
die obere Einstellplatte 47 zwischen die obere Falte des dop
pelt gefalteten Taillengurts 2 und die Oberseite des Körpers 3
eingelegt, während die untere Einstellplatte 48 zwischen die
untere Falte des Taillengurts 2 und die Unterseite des Körpers
3 eingelegt wird. Dann wird ein seitliches Ende 9 des Körpers 3
so angeordnet, daß es mit einem ausgesparten Abschnitt 58 b der
oberen Einstellplatte 47 ausgerichtet ist.
Wie im einzelnen später noch erläutert, drückt der Einsteckme
chanismus 41 das Einsteckende 2 b des Taillengurts oder Bundes 2
in den Einsteckraum 50, so daß es eingesteckt oder eingefaltet
werden kann.
Innere Seitenkanten der oberen Einstellplatte 47 und der unte
ren Einstellplatte 48 oder die Seitenkanten, welche dem Ein
steckende 2 b gegenüberliegen, haben ausgesparte Abschnitte 58 b,
die an diesen Platten ausgebildet sind. Diese ausgesparten
Abschnitte dienen dazu, eine Seitenkante 8 des eingesteckten
Nähteils 7 parallel mit dem seitlichen Ende 9 des Körpers 3 zu
positionieren, wenn das Einsteckende eingefaltet wird.
Wie in Fig. 8 und 9 dargestellt, umfassen die Nähmaterialposi
tioniermittel 45 eine Positionierplatte, die neben dem Nähteil
einstellhalter 44 angeordnet und fest mit dem Tragarm 43 ver
bunden ist. Am hinteren Ende dieser Positionierplatte ist eine
Positionierkante 45 a vorgesehen, welche mit dem Nähkopf 5 auf
der unteren Seite des Taillengurts 2 in Anlage bringbar ist,
wenn der zu vernähende Teil 2 a auf den Nähteileinstellhalter
(siehe Fig. 10) gelegt wird. Auf diese Weise kann der zu ver
nähende Teil 2 a akkurat positioniert werden.
Die Nähmaterialpreßmittel 46 umfassen eine Haltestange 57 und
einen Preßzylinder 58, wie in Fig. 4 und 8 dargestellt. Ein
Ende der Haltestange 57, nämlich derjenige Endabschnitt, der in
der Nähe der Nadel 25 liegt, ist an einer Seitenplatte eines
Endteils des Nähkopfes befestigt, während das andere Ende der
Haltestange den an ihm befestigten Preßzylinder 58 aufweist.
Der Preßzylinder umfaßt beispielsweise einen Druckluftzylinder,
welcher seinerseits einen Zylinderabschnitt 58 a einschließt,
der wiederum an der Haltestange befestigt ist. Ferner ist ein
Kolbenabschnitt 59 vorgesehen, der von dem Zylinderabschnitt
ausgeht. Am freien Ende des Kolbenabschnitts 59 ist ein Preß
glied 59 a befestigt, um eine passende Stelle des auf den Näh
teileinstellhalter 44 gelegten Nähmaterials zu pressen.
Mit Hilfe dieser Nähmaterialpreßmittel wird das Nähmaterial auf
dem Nähteileinstellhalter gehalten, und somit braucht die
Bedienungsperson dieses Nähmaterial nicht von Hand festzuhal
ten. Wenn der Kolbenabschnitt 59 ausgefahren wird, veranlaßt
das Preßglied 59 a, daß der Taillengurt an die obere Einstell
platte 47 gepreßt wird.
Der Einsteckmechanismus 41 ist in den Fig. 6, 7, 11 und 23
bis 25 vollständig dargestellt. Dieser Mechanismus umfaßt einen
ersten Schieber 60, der auf den Tragarm 43 nach vorne und hin
ten mit Bezug auf die Nähmaschine beweglich eingestellt ist,
sowie einen zweiten Schieber 61, der nach links und rechts mit
Bezug auf die Nähmaschine beweglich auf dem ersten Schieber 60
eingestellt ist. Der erste Schieber 60 wird in den nach vorn
und rückwärts verlaufenden Richtungen der Nähmaschine mit Hilfe
eines Druckluftzylinders 62 oder dergleichen bewegt. Der zweite
Schieber 61 wird in den nach links und rechts verlaufenden
Richtungen der Nähmaschine mit Hilfe eines Druckluftzylinders
63 oder dergleichen verschoben (siehe Fig. 23 bis 25). Im ein
zelnen umfaßt der Druckluftzylinder 63 einen Zylinderabschnitt
63 a und Kolbenabschnitte 63 b. Der Zylinderabschnitt 63 a ist auf
dem ersten Schieber 60 befestigt. An den Spitzen der Kolbenab
schnitte 63 b ist der zweite Schieber 61 befestigt. Dementspre
chend ermöglicht es die Ausfahr- und Einziehbewegung der Kol
benabschnitte 63 b, daß sich der zweite Schieber 61 mit Bezug
auf die Nähmaschine nach links oder rechts bewegt. Auf diese
Weise kann der Einsteckmechanismus so bewegt werden, daß er
sich an den Nähteileinstellmechanismus 40 annähert oder von
diesem Mechanismus wieder zurückzieht.
Der zweite Schieber 61 schließt ein Paar von Tragplatten 64, 65
ein, um das Einsteckende 2 b, wie in Fig. 6, 7, 11 und 23 bis
25 dargestellt ist, zu tragen. Diese Tragplatten sind überei
nander angeordnet, wobei eine Seitenkante der oberen Tragplatte
64 mit einem Abstützglied 66 und eine Seitenkante der unteren
Tragplatte 65 mit einem Abstützglied 67 verbunden ist. Die
jeweils auf einer Seite gelegenen Enden dieser Abstützglieder
sind schwenkbar miteinander durch einen Zapfen 68 verbunden.
Der Zapfen 68 ist seinerseits schwenkbar mit dem zweiten Schie
ber 61 verbunden. Die jeweils auf der anderen Seite gelegenen
Enden der Abstützglieder sind jeweils durch ein passendes Ver
bindungsglied miteinander verbunden, wobei ein Knebelgelenk 69
als ein solches Verbindungsglied bei der auf der Zeichnung dar
gestellten Ausführungsform vorgesehen ist. Dieses Knebelgelenk
umfaßt zwei Glieder 70, 71. Ein Ende des Gliedes 70 ist
schwenkbar mit dem Abstützglied 66 verbunden, während ein Ende
des Gliedes 67 schwenkbar am Abstützglied 67 angelenkt ist. Die
anderen Enden dieser Glieder 70, 71 sind miteinander durch ei
nen Zapfen 72 verbunden.
Eine Antriebsvorrichtung dient dazu, das Paar der Tragplatten
64, 65 anzutreiben, um die Einsteckenden 2 b zu tragen und zu
lösen. Diese Antriebsvorrichtung besteht aus einer (nicht dar
gestellten) aufgewickelten Feder, welche in der Nähe des Zap
fens 68 vorgesehen ist und die Tragplatten 64, 65 ständig in
ihre Offenstellung vorspannt. Die Antriebsvorrichtung umfaßt
ferner Verschlußmittel, um die beiden Tragplatten 64, 65 gegen
die Kraft der aufgewickelten Feder zu schließen. Bei der darge
stellten Ausführungsform umfassen die Verschlußmittel ein ange
triebenes Glied 73, welches vom Zapfen 72 ausgeht, und eine
Nockenplatte 74, mit welcher das angetriebene Glied in Eingriff
gelangt. Die Nockenplatte ist am Tragarm 43 befestigt. Die
Nockenplatte 74 weist eine in ihr ausgebildete Nockennut 74
auf, welche ihrerseits an ihrer Bodenfläche mit einer Nocken
fläche 76 versehen ist. Wenn der Einsteckmechanismus 41 in der
nach vorwärts verlaufenden Richtung F bezüglich der Nähmaschine
verschoben wird, tritt das angetriebene Glied 73 in die Nocken
nut 75 ein, so daß sie in Anlage mit der Nockenfläche 76 ge
langt.
Die beiden Tragplatten 64, 65 sind aus geringfügig elastischen,
relativ dünnen Platten gefertigt. Dementsprechend können die
Einsteckenden 2 b leicht und zuverlässig in den Einsteckraum
eingebracht werden.
Der Einsteckmechanismus 41, der dem Einstecken der Einstecken
den 2 b dient, wird zunächst aus einer in Fig. 6 mit ausgezoge
nen Linien dargestellten Ausgangsposition in der nach vorne
verlaufenden Richtung F mittels des Druckluftzylinders 62
bewegt. In Übereinstimmung mit dieser Bewegung wird das ange
triebene Glied 73 in Berührung mit der Nockenfläche 76 ge
bracht, so daß sich die Tragplatten 64, 65 (siehe Fig. 11b)
allmählich schließen. Wenn der Einsteckmechanismus in eine
Position verschoben wird, die im wesentlichen mit derjenigen
des Nähteileinstellhalters 44 (wie in Fig. 6 durch strichpunk
tierte Linien angedeutet) ausgerichtet ist, werden die Ein
steckenden 2 b vollständig von den Tragplatten 64, 65 getragen.
Diese Position wird nachstehend als die Transportposition be
zeichnet.
In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, daß die auf der anderen
Seite gelegenen Enden der Tragplatten 64, 65 veranlaßt werden,
sich mit Hilfe des Knebelgelenks 69 allmählich aneinander anzu
nähern, um die Einsteckenden zu tragen. Als Ergebnis hiervon
kann das Nähmaterial in einer extrem sanften und zuverlässigen
Art und Weise getragen und geführt werden.
Der Einsteckmechanismus wird aus der Transportstellung in die
nach rechts verlaufende Richtung R der Nähmaschine verschoben,
d. h. zum Nähteileinstellhalter 44 hin, vgl. Fig. 12c. Selbst
verständlich werden die Einsteckenden 2 b während dieses Vor
gangs ständig von den Tragplatten 64, 65 getragen.
Wenn der Einsteckmechanismus weiter nach rechts bewegt wird,
wobei die Tragplatten 64, 65 die Einsteckenden ständig zwischen
sich tragen, dringen diese Platten in den Einsteckraum 50 des
Nähteileinstellhalters 44 ein und durchlaufen anschließend die
sen Raum (vgl. Fig. 11d und 12d), um eine Einsteckposition zu
erreichen. In diesem Zustand werden die Einsteckenden 2 b einge
steckt. Somit werden die Einsteckenden so umgeschlagen oder
eingefaltet, daß sie sich ausreichend weit unter den zu vernä
henden Teil 2 a erstrecken. Hierdurch werden die eingesteckten
Nähteile 7 gebildet.
Der Überführungsmechanismus 42 umfaßt ein erstes Bett 80, wel
ches auf der Basis 20 in den nach vorne und rückwärts verlau
fenden Richtungen F, B der Nähmaschine beweglich eingestellt
ist, sowie ein zweites Bett 81, welches auf dem ersten Bett 80
in den nach links und rechts verlaufenden Richtungen L, R
beweglich eingestellt ist (siehe Fig. 6). Am zweiten Bett 81
ist ein Kupplungsglied 82 befestigt. Auf diesem Kupplungsglied
ist lösbar eine Haltekassette 83 vorgesehen, die der Halterung
des eingesteckten Nähteils 7 dient.
Das erste Bett 80 wird nach vorne und rückwärts mit Hilfe eines
Druckluftzylinders 84 oder dergleichen angetrieben, während das
zweite Bett 81 nach links und rechts hin mit Hilfe eines Druck
luftzylinders 85 oder dergleichen angetrieben wird.
Der Aufbau der Haltekassette 83 ist in den Fig. 17 bis 19
dargestellt. Die Haltekassette umfaßt bei der dargestellten
Ausführungsform eine viertes Glied oder eine obere Halteplatte
86 sowie ein zweites Glied oder eine untere Halteplatte 87, die
parallel zueinander verlaufen; Verbindungsmittel 88 dienen der
Verschiebung der oberen und unteren Halteplatten parallel zuei
nander zwischen Stellungen, in denen die Halteplatten dicht
beieinander liegen oder weit voneinander entfernt sind. Ferner
sind Antriebsmittel 89 vorgesehen, um die oberen und unteren
Halteplatten relativ zueinander anzutreiben. Insbesondere ist
die obere Halteplatte 86 an einem oberen Halteglied 90 befe
stigt, während die untere Halteplatte 87 mit einem unteren Hal
teglied 91 verbunden ist. Ein Zwischenabstützglied 92 ist zwi
schen den oberen und unteren Haltegliedern 90, 91 angeordnet.
Die unteren Enden zweier Achsen 93 sind fest mit dem unteren
Halteglied 91 verbunden. Diese Achsen verlaufen durch das Zwi
schenabstützglied 92, wobei sie über Kugelkaliber 95 in Buchsen
94 eingesetzt sind, die ihrerseits am oberen Halteglied 90
befestigt sind. Dementsprechend kann die obere Halteplatte 86
sanft entlang den Achsen 93 parallel mit der unteren Halteplat
te 87 bewegt werden, wobei sie sich dieser annähert oder sich
von ihr zurückzieht. Wenn die obere Halteplatte 86 sich der un
teren Halteplatte 87 nähert, kann der eingesteckte Nähteil zwi
schen diesen Platten getragen werden, und wenn sich die obere
Halteplatte von der unteren Halteplatte zurückzieht, kann der
eingesteckte Nähteil losgelassen werden. Nähmaterialpreßglieder
96 können jeweils an gegenüberliegenden Seiten der oberen Hal
teplatte und der unteren Halteplatte vorgesehen werden.
Die Verbindungsmittel 88 schließen bei der dargestellten Aus
führungsform einen Hebel 97 ein. Ein im wesentlichen zentral
gelegener Teil dieses Hebels ist drehbar an dem Zwischenab
stützglied 92 mit Hilfe eines abgestuften Zapfens 98 befestigt.
Ein Ende dieses Hebels 97 ist mit einer elliptischen Aussparung
97 a versehen, in die ein am oberen Halteglied 90 befestigter
Stift 99 eingesetzt ist, während das andere Ende des Hebels in
ähnlicher Weise eine elliptische Ausnehmung 97 b aufweist, in
welche ein an dem unteren Halteglied 91 befestigter Stift 100
eingesetzt ist. Der andere Endabschnitt des Hebels 97 weist ei
nen von diesem Ende abstehenden Vorsprung 101 auf (siehe Fig.
18 und 19). Die Antriebsmittel 89 bestehen bei der dargestell
ten Ausführungsform aus einer aufgewickelten Feder 102, welche
die obere Halteplatte 86 zur unteren Halteplatte 87 hin vor
spannt, so daß beide Platten ständig geschlossen sind. Ferner
sind Mittel vorgesehen, um den Vorsprung 101 gegen die Kraft
der aufgewickelten Feder 102 wegzudrücken, um die obere Halte
platte 86 von der unteren Halteplatte 87 zurückzuziehen, so daß
sich die beiden Platten öffnen. Die der Öffnung dienenden Mit
tel schließen, wie in Fig. 6 und 7 dargestellt, eine L-förmige
Kurbel 103 ein, deren im wesentlichen in ihrer Mitte gelegener
Abschnitt schwenkbar mit dem zweiten Bett 81 verbunden ist.
Ferner ist ein Druckluftzylinder 104 vorhanden, um die L-förmi
ge Kurbel zu betätigen. Der im wesentlichen in der Mitte gele
gene Abschnitt der L-förmigen Kurbel 103 ist mit dem zweiten
Bett 81 mittels eines Zapfens 105 verbunden. Ein Ende der
L-förmigen Kurbel 103 weist eine fest mit der Kurbel verbundene
Achse 106 auf, an der der Vorsprung 101 angreifen kann. Das
freie Ende einer Kolbenstange 104 a des Druckluftzylinders 104
kann mit dem anderen Ende der L-förmigen Kurbel 103 in Eingriff
gebracht werden. Wenn dementsprechend die Kolbenstange 104 a des
Druckluftzylinders 104 aus der in Fig. 7 dargestellten Stel
lung ausgefahren wird, wird die L-förmige Kurbel im Gegenuhr
zeigersinn, wie in Fig. 7 dargestellt, verdreht, und die Achse
106 drückt den Vorsprung 101 des Hebels 97 nach unten, so daß
die obere Halteplatte 86 gegen die Wirkung der Feder 102 bewegt
werden kann, um sie von der unteren Halteplatte 87 zurückzuzie
hen. Wenn dementsprechend die Kolbenstange 104 a ausgefahren
wird, werden die oberen und unteren Halteplatten 86, 87 vonei
nander wegbewegt, um den Taillengurt oder Bund 2 freizugeben.
Wenn die Kolbenstange 104 a zurückgezogen wird, werden die obe
ren und unteren Halteplatten 86, 87 aufeinander zubewegt, und
zwar unter der Kraft der aufgewickelten Feder 102, so daß sie
den Taillengurt oder Bund 2 erfassen.
Die oben erwähnte aufgewickelte Feder 102 wird von einem abge
stuften Teil des abgestuften Zapfens 98 aufgenommen.
Die Haltekassette 83 ist mit dem Kupplungsglied 82 durch ein
(nicht dargestelltes) passendes Verbindungsmittel lösbar ver
bunden. Das Kupplungsglied 82 ist vertikal beweglich am zweiten
Bett 81 befestigt, wie in Fig. 20 dargestellt. Insbesondere
ist an dem zweiten Bett 81 eine vertikal verlaufende Nut 81 a
ausgebildet, und das Kupplungsglied 82 hat einen an ihm ausge
bildeten Vorsprung 82 a, welcher sanft in diese Nut eingesetzt
ist. Infolgedessen kann das Kupplungsglied mit der an ihm befe
stigten Haltekassette mit Bezug auf das zweite Bett durch sein
Eigengewicht vertikal bewegt werden.
Die Positionierung der Haltekassette 83 über der Nadelplatte 26
erfolgt durch den Druckluftzylinder 85, welcher das zweite Bett
81 verschiebt. Wenn dann die Verbindungsmittel gelöst sind,
wird die Haltekassette von dem Kupplungsglied 82 abgelöst und
auf der Nadelplatte plaziert.
Für die Positionierung der Haltekassette 63 auf der Nadelplatte
26 ist ein Führungsmechanismus vorgesehen. Dieser Führungsme
chanismus umfaßt eine auf der Basis 20 befestigte Nocke 110 und
eine am Kupplungsglied 82 befestigte Rolle 111, wie in Fig. 20
dargestellt. Die Nocke 110 ist mit einer Nockenfläche 112 ver
sehen, an welcher die Rolle 111 so anliegt, daß sie an der
Nockenfläche abrollen kann. Die Nockenfläche verläuft nicht nur
entlang den nach links und rechts verlaufenden Richtungen der
Nähmaschine, sondern schließt auch eine etwas nach unten
geneigte Fläche ein, die von einer Stellung, die von der Nadel
platte 26 entfernt ist, zu einer Stellung hinverläuft, welche
dicht bei der Nadelplatte liegt, so daß die Haltekassette 83
allmählich nach abwärts bewegt wird, wenn sie sich der Nadel
platte 26 nähert. Wenn daher das zweite Bett 81 mit Bezug auf
die Nähmaschine nach links verschoben wird, nähert sich die
Haltekassette 83 der Nadelplatte, und gleichzeitig wird sie
diagonal nach unten zur Oberfläche der Nadelplatte hinbewegt,
und zwar aufgrund ihres Eigengewichts, bis sie sich auf der
Nadelplatte ablegt.
Daher kann die Haltekassette zuverlässig auf der Nadelplatte
angeordnet werden.
Es sind für die Haltekassette Positioniermittel vorgesehen, mit
deren Hilfe die Haltekassette in einer vorbestimmten Position
auf der Nadelplatte eingestellt werden kann. Diese Positionier
mittel umfassen wenigstens zwei Positionierbuchsen 120, die auf
dem oberen Halteglied 90 der Haltekassette befestigt sein kön
nen. Ferner sind Positionierstifte 121 am Arm 30 der Nähvor
richtung 21 befestigt, so daß sie in die Positionierbuchsen
eintreten können. Schließlich sind an der Unterseite des Armes
30 Preßglieder 122 für die Haltekassette befestigt.
Die Positionierbuchsen 120 liegen an der Rückseite der Halte
kassette und in einem Abstand entlang der nach links und rechts
verlaufenden Richtungen der Nähmaschine. Die Positionierstifte
121 liegen an der Rückseite des Armes 30 und den Positionier
buchsen gegenüber. Die Preßglieder 122 der Haltekassette sind
an der Vorderseite des Armes angeordnet und entlang der nach
links und rechts verlaufenden Richtungen der Nähmaschine im
Abstand angeordnet. Wenn dementsprechend die Haltekassette auf
der Nadelplatte positioniert wird, wird der Arm durch seine
Antriebsvorrichtung nach unten gestoßen, und anschließend drin
gen die Positionierstifte 121 des Armes in die Positionierbuch
sen 120 der Haltekassette ein, wobei die Preßglieder 122
gleichzeitig die Oberseite an dem vorderen Teil der Haltekas
sette pressen. Die Flächen der Preßglieder 120, die im Kontakt
mit der Haltekassette sind, werden in Berührung mit der Ober
seite und sowohl den linken als auch rechten Stirnseiten der
Haltekassette verbracht. Auf diese Weise wird die Haltekassette
zuverlässig in einer vorbestimmten Position auf der Nadelplatte
positioniert. Daneben kann der eingesteckte Nähteil in gleicher
Weise angepreßt werden, weil der Druck auf die vier Stellen
121, 121, 122, 122 verteilt wird.
Die obere Halteplatte 86 und die untere Halteplatte 87 haben
U-förmige Öffnungen 130, die an diesen Platten ausgebildet
sind. Diese U-förmigen Öffnungen entsprechend den U-förmigen
Nähmustern zum Vernähen des Randes der eingesteckten Nähteile 7.
Die Nadel 25 kann in diese U-förmigen Öffnungen eintreten.
Die Haltekassette ist am Nähteileinstellhalter 44 während der
Einsteckoperation durch den Einsteckmechanismus (siehe Fig. 6,
7 und 12) angeordnet. Bei diesem Vorgang hält, wie in Fig. 12a
bis 12d dargestellt, die obere Halteplatte 86 die obere Falte
des Taillengurtes 2 zwischen sich selbst und der oberen Ein
stellplatte 47 des Nähteileinstellhalters 44, während die unte
re Halteplatte 87 die untere Falte des Taillengurts zwischen
sich selbst und der unteren Einstellplatte 48 des Nähteilein
stellhalters hält. Somit kann die Einsteckoperation sehr viel
präziser ausgeführt werden.
Nachdem der oben beschriebene Einsteckvorgang durch den Ein
steckmechanismus 41 abgeschlossen ist, transportiert der Über
führungsmechanismus 42 den eingesteckten Nähteil zur Nähvor
richtung 21. Um den Einsteckmechanismus 41 vom Nähteileinstell
halter 44 abzulösen, ohne dabei den eingesteckten Nähteil wäh
rend dieses Vorgangs freizugeben, sind Nachlaufmittel vorgese
hen, um den Überführungsmechanismus 42 zusammen mit dem Ein
steckmechanismus von dem Nähteileinstellhalter abzulösen. Diese
Nachlaufmittel sind aus den Fig. 23 bis 25 ersichtlich. Sie
umfassen eine Verbindungsachse 140, die fest mit dem zweiten
Schieber 61 des Einsteckmechanismus 41 verbunden ist, sowie ei
ne Anlegeplatte 141, die an dem ersten Bett 80 des Überfüh
rungsmechanismus 42 befestigt ist. Wie in Fig. 24 dargestellt,
wird die Verbindungsachse 140 in Eingriff mit der Platte 141
gebracht, wenn der Einsteckmechanismus 41 an der Einsteckposi
tion angeordnet ist und der Überführungsmechanismus am Nähteil
einstellhalter 44 liegt. In diesem Zustand wird, wie in Fig.
25 dargestellt, der Überführungsmechanismus 42 zur Rückseite
der Nähmaschine hin bewegt, so daß der eingesteckte Nähteil zur
Nähvorrichtung 21 befördert werden kann. Hierauf wird auch der
Einsteckmechanismus 41 in Übereinstimmung mit dem Überführungs
mechanismus 42 bewegt.
Als Ergebnis hiervon kann der eingesteckte Nähteil, welcher
ständig von dem Einsteckmechanismus 41 und dem Überführungsme
chanismus 42 gehalten wird, von dem Nähteileinstellhalter 44
abgelöst werden, so daß der eingesteckte Nähteil nicht unver
näht oder umgedreht verbleiben kann.
Der Druckluftzylinder 62 des Einsteckmechanismus 41 wird bei
diesem Vorgang von seiner Luft entleert.
Die Fig. 26 zeigt die jeweiligen Anordnungen der Druckluftzy
linder in den Nähmaterialeinstell/überführungs-Einheiten als
ein Paar. Diese Druckluftzylinder werden durch entsprechende
Steuermittel in der richtigen Reihenfolge betätigt. Die Steuer
mittel sind mit (nicht dargestellten) Fußpedalen verbunden,
welche die Bedienungsperson betätigen kann.
Wie in Fig. 4 dargestellt, besteht ein weiteres Merkmal der
Erfindung darin, daß ein Nähmaterial-Abstützmechanismus 150
vorgesehen ist. Dieser Nähmaterial-Abstützmechanismus ist fest
mit der Basis 20 durch den Tragarm 30 an der Frontseite der
Maschine verbunden. Dieser Mechanismus dient dazu, das Nähmate
rial, nämlich das ganze Material der Jeans 1 bei der darge
stellten Ausführungsform abzustützen. Dieser Nähmaterial-Ab
stützmechanismus schließt Abstützflächen 151 ein, deren Konfi
guration derjenigen des zu vernähenden Materials entspricht.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Nähmaterial-Ab
stützmechanismus als eine Attrappe ausgebildet, deren Gestalt
roh derjenigen der Jeans 1 entspricht, d. h. deren Form demje
nigen Bereich des menschlichen Körpers ähnlich ist, der von der
Hüfte zu den Oberschenkeln hin verläuft.
Die Jeans 1 sind als Ganzes abgestützt, wenn sie auf die
Attrappe aufgelegt werden. Durch Abstützung der Jeans auf diese
Weise ist es dem Nähmaterial nicht erlaubt, sich aus einer
Position herauszubewegen oder von der Maschine abzufallen, wäh
rend die Operationen des Einsteckens, des Überführens und Nä
hens ausgeführt werden.
Die Fig. 27 bis 29 zeigen Methoden zur Abstützung der Jeans
an der Attrappe.
Bei der in Fig. 27 dargestellten Methode werden zwei Paare von
Jeans 1′, 1′′ auf die Attrappe aufgebracht, indem man sie an
beiden Seiten der Attrappe anhängt, anstatt die Attrappe mit
ihnen zu überziehen. Diese Methode ist wirksam, wenn sie bei
Hosen kleiner Größe und dergleichen Anwendung findet, welche
nicht auf die Attrappe aufgebracht werden können.
Eine weitere, in Fig. 28 dargestellte Methode kann Anwendung
finden, wenn lediglich die Knopfseite (linke Seite) des Bundes
in ein Paar von Jeans 1 eingesteckt wird.
Die weitere Methode gemäß Fig. 29 kann beim Einstecken ledig
lich der Ösenseite (rechte Seite) des Bundes in ein Paar von
Jeans 1 Anwendung finden.
Bei der oben beschriebenen Nähmaschine werden die Einzelopera
tionen kontinuierlich mit Hilfe von (nicht dargestellten)
Steuermitteln ausgeführt. Die Bedienungsperson kann die einzel
nen Operationen durch das (nicht dargestellte) Fußpedal auslö
sen und durchführen.
Nachstehend werden die Anwendungsbedingungen noch kurz ausein
andergesetzt. Die zu vernähende Jeans 1 wird zunächst dadurch
in Stellung gebracht, daß man die Attrappe 150 mit ihr über
zieht, wie aus Fig. 4 ersichtlich. Anschließend werden die zu
vernähenden Teile 2 a an beiden Enden des Bundes jeweils auf den
Nähteileinstellhaltern 44, 44′ an den rechten und linken Seiten
angeordnet. Somit wird die obere Einstellplatte 47 des rechten
Einstellhalters 44 zwischen die obere Seite des Körpers 3 der
Jeans 1 und die obere Innenseite des Ösenendes des zu vernähen
den Teils 2 a eingesetzt. Die untere Einstellplatte 48 wird zwi
schen die Unterseite des Körpers 3 der Jeans 1 und die untere
Innenseite des Ösenendes des zu vernähenden Teils 2 a einge
setzt. Die Einstellplatten des linken Einstellhalters 44′ wer
den relativ zur Knopfseite des zu vernähenden Teils 2 a in ähn
licher Weise positioniert. Hierauf wird durch Betätigung der
Fußpedale veranlaßt, daß die Nähmaterialpreßglieder 46, 46′ an
beiden Seiten das Nähmaterial gegen die Nähteileinstellhalter
pressen, während die rechten und linken Überführungsmechanismen
42, 42′ zu den Nähteileinstellhaltern 44, 44′ bewegt werden, so
daß die oberen Halteplatten 86, 86′ und die unteren Halteplat
ten 87, 87′ der Haltekassetten 83, 83′ den Taillengurt 2 sicher
auf den Nähteileinstellhaltern halten können. Als nächstes wer
den die rechten und linken Einsteckmechanismen 41, 41′ in die
Transportposition verschoben, um die Einsteckenden 2 b zu tragen
und diese Einsteckenden 2 b an beiden Enden des Hosenbundes ein
zustecken, so daß sich jeweils die eingesteckten Nähteile 7, 7′
ergeben. Hierauf werden die rechten und linken Überführungsme
chanismen 42, 42′ zur Nähvorrichtung 21 zurückbewegt. Während
dieses Vorgangs lösen die Überführungsmechanismen 42, 42′ die
Einsteckmechanismen 41, 41′ von den Nähteileinstellhaltern 44,
44′, welche fortgesetzt die eingesteckten Nähteile tragen.
Hierauf werden die rechten und linken Überführungsmechanismen
42, 42′ mit den die eingesteckten Nähteile halternden Haltekas
setten weiter nach rückwärts bewegt. Als nächstes werden die
Einsteckmechanismen 41, 41′ von den Überführungsmechanismen 42,
42′ wegbewegt. Die Attrappe 150 verbleibt stationär, da sie an
der Basis 20 befestigt ist. Anschließend wird eine von den
rechten und linken Haltekassetten zur Nadelplatte hinverschoben
und auf ihr angeordnet. Hierauf wird die Haltekassette durch
den Arm positioniert. Soweit haben die Haltekassetten ständig
die jeweiligen eingesteckten Nähteile des Bundes gehalten. Wenn
eine der Haltekassetten auf diese Weise durch den Arm positio
niert ist, wird die Haltekassette von dem Kupplungsglied abge
löst. Nach diesem Vorgang wird das zweite Bett in seine Aus
gangsstellung zurückgeführt. Im Anschluß hieran wird der Nähmu
sterführungsmechanismus 24 entsprechend dem U-förmigen Nähmu
ster verschoben, und einer der eingesteckten Nähteile 7 wird
entlang der U-Form mit Hilfe der Nadel 25 vernäht. Hierauf ist
der Nähvorgang abgeschlossen. Nunmehr nähert sich das zweite
Bett der Haltekassette wieder, um die Haltekassette auf seinem
Kupplungsglied zu empfangen, und kehrt in seine Ausgangsstel
lung zurück. Als nächster Schritt wird die andere Haltekassette
zur anderen Nadelplatte 26′ verschoben und von dem Arm positio
niert. Hierdurch wird der eingesteckte Nähteil 7 auf der ande
ren Seite veranlaßt, in der gleichen Weise, wie oben beschrie
ben, vernäht zu werden. Auch hieran schließen sich die oben
bereits beschriebenen Vorgänge an.
Wie beschrieben, können somit beide Enden des Jeansbundes auto
matisch eingefaltet, überführt und vernäht werden.
Wie bereits erläutert, ist erfindungsgemäß ein Paar von Nähma
terialeinstell/überführungs-Einheiten auf der rechten und lin
ken Seite einer Nähmaschine vorgesehen, wobei jede Einheit ei
nen Nähteileinstellmechanismus, einen Einsteckmechanismus und
einen Überführungsmechanismus umfaßt, so daß das Einstellen,
Einfalten und Überführen sowie die Nähoperationen am Nähmate
rial automatisch ausgeführt werden können. Hierdurch wird die
Effizienz dieser Operationen beträchtlich gesteigert. Da darü
ber hinaus die Vorgänge des Einfaltens und Einsteckens und des
Überführens automatisch ausgeführt werden können, wird prak
tisch erreicht, daß die Einsteckoperation in einfacher Weise
gehandhabt werden kann, ohne daß hierfür eine hoher Erfahrungs
stand erforderlich ist. In gleicher Weise kann auch der Über
führungsvorgang rasch und genau ausgeführt werden.
Claims (5)
1. Nähmaschine mit einer Basis, einer auf der Basis instal
lierten Nähvorrichtung zur Vernähung von Nähmaterial und
Mitteln zur Einstellung und/oder Überführung des Nähmate
rials,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel (22) zur Einstellung und/oder Überführung
des Nähmaterials einen an der Basis (20) befestigten
Mechanismus (40) einschließen, der befähigt ist, Teile des
Nähmaterials, die Einsteckenden (2 b) aufweisen, zu posi
tionieren; daß an der Basis (20) angeordnete Überführungs
mittel (42) zwischen dem Positioniermechanismus (40) und
der Nähvorrichtung (21) beweglich sind; und daß an der Ba
sis (20) beweglich ein Einsteckmechanismus (41) befestigt
ist, der an den Positioniermechanismus (40) annäherbar und
von diesem wieder zurückziehbar ist, wobei der Einsteckme
chanismus (41) so ausgebildet und angeordnet ist, daß er
die zu vernähenden Abschnitte im Zusammenwirken mit dem
Positioniermechanismus (40) zu eingesteckten Nähteilen (7)
formt, so daß der Überführungsmechanismus die eingesteck
ten Nähteile (7) hält, während die Überführungsmittel (42)
die eingesteckten Nähteile zur Nähvorrichtung (21) ver
bringen.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen
Nähmaterialabstützmechanismus (150), der befähigt ist, das
Nähmaterial als Ganzes abzustützen.
3. Nähmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Nähmaterialabstützmechanismus (150) mit Abstützflächen
(151) versehen ist, deren Konfiguration der Form des zu
vernähenden Materials (1) entspricht.
4. Automatisierte Einsteck- und Nähmaschine nach Anspruch 1
mit einer Basis, einer auf der Basis installierten Nähvor
richtung zur Vernähung von Nähmaterial und einem Paar von
an der Basis vorgesehenen Nähmaterialeinstell/überfüh
rungs-Einheiten, dadurch gekennzeichnet, daß jede Nähmate
rialeinstell/überführungs-Einheit einen Nähteileinstell
mechanismus (40) umfaßt, der an der Basis befestigt und
befähigt ist, zu vernähende Nähmaterialteile einschließ
lich Einsteckenden (2 b) zu positionieren; ferner einen an
der Basis (20) angeordneten Überführungsmechanismus (42),
der zwischen dem Nähteileinstellmechanismus (40) und der
Nähvorrichtung (21) beweglich ist; sowie einen an der Ba
sis (20) beweglich befestigten Einsteckmechanismus (41),
der an den Nähteileinstellmechanismus (40) annäherbar und
von diesem wieder zurückziehbar ist, wobei der Einsteckme
chanismus (41) die Einsteckenden (2 b) einfaltet und die zu
vernähenden Abschnitte im Zusammenwirken mit den Einstell
mechanismus (40) in eingesteckte Nähteile (7) formt, so
daß der Überführungsmechanismus (42) diese eingesteckten
Nähteile kontinuierlich mit dem Einsteckmechanismus (41)
zusammenhält bis zumindest die eingesteckten Nähteile (7)
von dem Nähteileinstellmechanismus (40) abgelöst werden,
so daß der Überführungsmechanismus (42) in der Lage ist,
die eingesteckten Nähteile zur Nähvorrichtung zu verbrin
gen.
5. Nähmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche zum
Annähen eines Taillengurts an ein Kleidungsstück, gekenn
zeichnet durch eine Vorrichtung mit Greifermitteln (40,
42) zum Ergreifen längsweise gerichteter, innerer und
äußerer Teile des Taillengurts an Stellen in der Nähe ei
nes freien Endabschnittes dieses Gurts, wobei die Greifer
mittel erste und zweite Glieder (48, 87) einschließen, die
an gegenüberliegenden Seiten des inneren Teils des Tail
lengurts anlegbar sind, sowie dritte und vierte Glieder
(47, 86), die an gegenüberliegenden Seiten des äußeren
Teils des Taillengurts anlegbar sind, sowie ein Einsteck
mittel (41) zum Einlegen der freien Endteile des Taillen
gurts zwischen den inneren Teil des Taillengurts, an dem
die ersten und zweiten Glieder angreifen, und den äußeren
Teil des Taillengurts, an dem die dritten und vierten
Glieder angreifen.
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