DE4014069A1 - Fuehrungsschiene und deren herstellung - Google Patents
Fuehrungsschiene und deren herstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Führungsschienen für Personen- und
Materialtransportanlagen, wie sie z. B. bei Treppenschrägaufzügen,
Seil- und Schleppliften, Materialhängebahnen zum Tragen oder Führen
von Wagen, Schlitten oder einzelnen Rollen Verwendung finden.
Führungsschienen der oben genannten Art, wie sie beispielsweise
der P 38 20 055.4 entnehmbar sind, weisen dem Verwendungszweck
entsprechend profiliert mit Gleit- oder Rollbahnen für den zu
führenden Wagen oder Schlitten, Kunststoffschläuche auf.
Diese Kunststoffschläuche haben den Nachteil, daß sie für enge
Krümmungen noch zu hart sind oder nicht genügend Abrollfestigkeit
für den Schlitten oder den Rollschemel besitzen.
Neben geraden werden häufig räumlich gekrümmte Führungsschienen
benötigt, um den Platzverhältnissen am Einbauort optimal gerecht
werden zu können.
Eine derart räumlich gekrümmte Führungsschiene wird in der DE-AS
10 99 936 beschrieben, daß die Laufschiene der einschienigen Fahrbahn
Abschnitte aus einem elastischen Werkstoff, wie Gummi oder
dergleichen aufweist, die eine für die Aufnahme des Laufrollendruckes
genügende Härte und eine die Abbiegung der Fahrbahn aus
der Geraden erlaubte Biegsamkeit besitzen und an in Abständen voneinander
eingeordneten Stützen befestigt sind.
Räumlich gekrümmte Führungsschienen wurden bisher entweder durch
Berechnungen im Voraus in ihren Längen und Krümmungen theoretisch
konstruiert, oder durch Aufmaß und Modellnahme auf der Baustelle
den örtlichen Verhältnissen entsprechend festgelegt und dann in
der Werkstatt angefertigt und dann erst auf der Baustelle
montiert. Dabei müssen Krümmungen immer aus Kosten- und Fertigungsgründen
auf einfache geometrische Grundformen wie Kreisbögen
und Geraden zurückgeführt werden. Dies führt zwangsläufig zu
nichtgewollten Abweichungen von der Idealform.
Die Führungsschiene wird bisher wegen ihren hohen Kosten nur für
teuere Spezialanwendungen verwendet. Sie eignet sich nicht für
kostengünstige Massenanwendungen.
Es besteht die Aufgabe Führungsschienen so auszubilden, daß sie
ohne konstruktive Vorausberechnungen und spezielle Maßanfertigungen
auf der Baustelle den räumlichen Verhältnissen entsprechend
geformt und sofort montiert werden können, wobei preisgünstiges
Stangen- oder Rollenausgangsmaterial Verwendung finden soll. Dabei
muß berücksichtigt sein, daß die Oberfläche der Führungsschiene
hart genug ist, um den Pressungen durch den Rollenwagen
gerecht zu werden.
Gelöst wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar. Es
zeigen:
Fig. 1 eine räumliche Darstellung einer beispielhaften zweidimensional
gekrümmten Führungsschiene mit aufgesetztem Rollenwagen,
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine beispielhafte
Führungsschiene,
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine weitere beispielhafte
Führungsschiene,
Fig. 4 einen Querschnitt durch eine weitere beispielhafte
Führungsschiene.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 sitzt der Rollenwagen 3 auf
der Führungsschiene 1. Der Rollenwagen 3 besitzt einen Motor 3
mit einem Kettenzahnrad 4, welches in die Seitenbogenrollenkette
5 eingreift. Der Rollenwagen 3 besitzt vier Rollen 6, die sich
auf der Führungsschiene 1 abstützen und abrollen. An dem Rollenwagen
3 befindet sich der Lastaufnahmebügel 7, der nichtgezeichnet
einen Sitz für Personentransport oder eine Vorrichtung für
Lasten trägt.
Die Führungsschiene 1 besteht nach Fig. 2 aus einem flexiblen
Mantelrohr 8, das schlauchartig hohl ausgebildet ist. In dem flexiblen
Mantelrohr 8 befinden sich Stahldrähte 9, die durch
Abstandshalter 10 auf Abstand und Position gehalten werden. Weiterhin
befindet sich im flexiblen Mantelrohr 8 eine elektrische Leitung
11 und in einer gesonderten T-Nut 12 eingebettet eine Seitenbogenrollenkette
5, in die das Kettenzahnrad 4 eingreift. Die
verbleibenden Hohlräume 13 im flexiblen Mantelrohr 8 sind mit
Zement oder ähnlichem Material ausgegossen.
Die Führungsschiene 1 ist bei Fig. 1 durch die Halterungen 2 entsprechend
den räumlichen Verhältnissen und Wünschen fixiert. Die
Halterungen 2 sind an nichtgezeichneten Wänden oder anderen
Stützkonstruktionen befestigt.
Bei der Montage der Führungsschiene 1 wird das flexible Mantelrohr
8, das noch nicht mit Zement gefüllt ist und nur die Stahldrähte
9, die Abstandshalter 10, die elektrische Leitung 11 und
die Seitenbogenrollenkette 5 beinhaltet, den räumlichen Verhältnissen
und Wünschen entsprechend an Ort und Stelle montiert, in
dem es durch die Halterungen 2 bei entsprechenden Abständen
wunschgemäß gekrümmt und durch Befestigen der Halterungen an den
entsprechenden Stützkonstruktionen wie Wänden ect. fixiert wird.
Das flexible Mantelrohr 8 ist ohne Zementfüllung noch so
flexibel, daß es sich leicht biegen läßt aber auch so steif, daß
es die gewünschten Krümmungen knicklos und geschmeidig nachvollziehen
kann. Ist dieser Vorgang beendet, so wird das flexible
Mantelrohr 8 mit flüssigem Zement oder ähnlichem verfüllt. Die
Verfüllung erfolgt entweder durch Einpressen oder Eingießen, sofern
ein geodätischer Höhenunterschied ausreichender Größe vorhanden
ist.
So erhält die Führungsschiene
ihre Festigkeit und Steifheit. Die eingelagerten
Stahldrähte 9 übernehmen die erforderlichen Zugkräfte, der Zement
die Druckkräfte. Das flexible Mantelrohr übernimmt die Schalungsfunktion
für den Stahlbetonanker und stellt die Gleit- oder Rollenbahn
14 dar.
Bei der Montage kann aber auch so vorgegangen werden, daß erst
das leere flexible Mantelrohr verlegt und anschließend vor Einbringen
des Zementes die Stahldrähte 9, die elektrische Leitung
11 und die Seitenbogenkette 5 eingeschoben werden.
Es besteht auch die Möglichkeit, daß das flexible Mantelrohr 8
andere Nuten als die T-Nut 12 trägt z. B. für Schleifleitungen
zur Stromübertragung, für Zugseile oder zur Kabelablage bei
Stromzuführung mittels Kabeltrommel.
Erfindungsgemäß ist auch vorgesehen, diese flexible Führungsbahn
als statisches oder künstlerisches Element zu gestalten und zu
verwenden dort wo Stangenmaterial während der Montage an Ort und
Stelle zwei- oder dreidimensional gekrümmt erforderlich ist.
Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Querschnitt eines Beispiels einer
erfindungsgemäß ausgestalteten Führungsschiene.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sind erfindungsgemäß die
Stahldrähte 9 nach außen in den Bereich der Oberfläche verschoben
worden, so daß der mehr oder weniger weiche Kunststoffschlauch verstärkt
wird. Der Kunststoffschlauch kann auch nach Aushärten des
Vergußmittels abgenommen werden, so daß die Laufrollen unmittelbar
auf den Drähten laufen können.
Bei Fig. 5 ist erfindungsgemäß der ganze Querschnitt der Führungsschiene
mit Drähten ausgefüllt aber derart, daß die Führungsschiene
zum Verlegen noch biegsam genug ist und danach durch
Vergießen mit Vergußmitteln oder Aushärten von Oberflächenbeschichtungen
des Drahtes verfestigt wird.
Bei Fig. 4 ist der Schlauch 8 der Fig. 1 und 2 erfindungsgemäß
aufgelöst bzw. ersetzt durch eine Anzahl von profilierten Drähten
16, die miteinander formschlüssig verbunden sind. Sie sind gegeneinander
längsverschieblich und ermöglichen dadurch das Krümmen
der Schiene während der Montage. Durch anschließendes Vergießen
des Hohlraumes 17 wird die Längsverschieblichkeit der Drähte untereinander
blockiert, so daß die Führungsschiene dann steif wird.
Die Blockierung erfolgt zusätzlich dadurch, daß die Dübel 15, die
an den Drähten befestigt sind, mit vergossen werden. Da auch hier
wie beim Beispiel nach Fig. 3 die Drähte außen liegen, ist ausreichende
Überrollfestigkeit gewährleistet.
Anstelle von Stahl können die Drähte auch aus anderen Materialien
bestehen.
Claims (13)
1. Verfahren zur Herstellung von mehrdimensional gekrümmten
Führungsschienen beliebiger Querschnitte für Personen- und
Materialtransportanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß eine flexibel
aus einzelnen Drähten und/oder Schläuchen aufgebaute Führungsschiene
beliebigen Querschnitts den Erfordernissen entsprechend
gekrümmt und anschließend mit einem Vergußmittel ausgegossen
wird zur Stabilisierung der Form.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem
Einbringen des Vergußmittels Bewehrungsdrähte- oder Seile in das
schlauchartige flexible Mantelrohr eingebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die flexible Führungsschiene vor dem Einfüllen des Vergußmittels
partiell mit Halterungen versehen wird, die an der Tragkonstruktion
befestigt, der flexiblen Führungsschiene die gewünschte
Krümmung geben.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß auf oder an der flexiblen Führungsschiene
nach Aushärtung des Vergußmittels geeignete Schlitten zur Aufnahme
von Lasten oder Rollenwagen geführt und/oder getrieben werden
können.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
sich in dem Verbund der flexiblen Führungsschiene
Bewehrungsdrähte- oder Seile befinden von Form und Material
geeignet zur Erhöhung der Biegesteifigkeit.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
in der flexiblen Führungsschiene elektrische Leitungen eingegossen
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die flexible Führungsschiene T-Nuten zur Aufnahme von Ketten
und/oder Schleifschienen zur Stromübertragung besitzt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Umfang der flexiblen Führungsschiene Abflachungen oder ähnliches
zum Abrollen von Rollen oder Gleiten von Schlitten besitzt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die flexible Führungsschiene in Längsrichtung mehr als einen
Hohlraum besitzt.
10. Vorrichtung und Verfahren nach Anspruch 1-9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Querschnitt der flexiblen Führungsschiene
annähernd ausgefüllt ist mit einzelnen stark biegeelastischen
Einzeldrähten, deren Zwischenräume zur Fixierung der Form vergossen
werden.
11. Vorrichtung und Verfahren nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einzeldrähte oberflächenbeschichtet sind
und daß diese Oberflächenbeschichtungen zur Fixierung der Form
der Führungsschiene untereinander durch thermische oder chemische
Reaktionen verbunden werden.
12. Vorrichtung und Verfahren nach Anspruch 1-11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Mantel der flexiblen Führungsschiene aus
vielen einzelnen formschlüssig,
aber längsverschieblich untereinander verbundenen Profilen
besteht, die zur Fixierung vergossen werden.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1-12, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mantel und oder die einzelnen Profile der flexiblen Führungsschiene
Dübel 16 besitzen, die zur besseren Fixierung mit
vergossen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904014069 DE4014069A1 (de) | 1990-05-02 | 1990-05-02 | Fuehrungsschiene und deren herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE4014069A1 true DE4014069A1 (de) | 1992-03-05 |
Family
ID=6405570
Family Applications (1)
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| DE19904014069 Withdrawn DE4014069A1 (de) | 1990-05-02 | 1990-05-02 | Fuehrungsschiene und deren herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4014069A1 (de) |
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-
1990
- 1990-05-02 DE DE19904014069 patent/DE4014069A1/de not_active Withdrawn
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