DE4010676A1 - Vorrichtung zum foerdern im luftstrom - Google Patents
Vorrichtung zum foerdern im luftstromInfo
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Description
Es ist an sich bekannt, steife feststoffhaltige Massen wie zum Bei
spiel Klärschlamm, Beton, mit Hilfe von Druckluft in der Art zu
fördern, daß das Fördergut in einen Behälter gefüllt wird, der mit
Druckluft beaufschlagt wird, wobei ein Rührwerk das Fördergut vor
eine Austragsöffnung schiebt, durch die das Fördergut schubweise
ausgetragen wird. Dabei entstehen Pfropfen, die schubweise durch
den Luftdruck in einer Rohr- oder Schlauchleitung transportiert
werden. Diese Pfropfenförderung ist jedoch nicht geeignet, um gleich
mäßig Beton als Schicht aufzuspritzen.
Ferner muß auf diese Weise gefördertes Material eine gewisse Plasti
zität aufweisen, um Pfropfen bilden zu können, die von Luft durch
die Rohr- oder Schlauchleitung gedrückt werden können.
Eine dem Stand der Technik entsprechende Vorrichtung ist auf der
beigefügten Skizze in Fig. 1 dargestellt.
Jedoch ist beispielsweise für die Herstellung von Spritzbeton ein
Material mit sehr geringem Wassergehalt wünschenswert, das nicht
in Pfropfen sondern in einem gleichmäßigen Strom gefördert werden
muß, wobei ein hoher Gehalt an groben Kornanteilen die Neigung
zum Kompaktieren begünstigt. Damit wird aber eine Pfropfenförderung
unmöglich.
Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, die Pfropfenförderung
in einen gleichmäßigen Förderstrom umzuwandeln.
Das gelang überraschender Weise dadurch, daß die Förderluft nicht
wie bisher allein dem Druckkessel (Fig. 1; Ziff. 1 + 12) zugeführt
wird, sondern im Wesentlichen einer an die Austragsöffnung angeschlos
senen Düse. Gleichzeitig muß jedoch durch einen besonderen Kunstgriff
die Materialzuführung zur Düse von der durch das Rührwerk (Fig. 1;
Ziff. 3 + 4) bedingten schubweisen Zuführung in eine kontinuierliche
gleichmäßige umgewandelt werden.
Erfindungsgemäß wird zu diesem Zweck eine Schnecke eingebaut, die
das Fördergut gleichmäßig unmittelbar der Düse zuführt. Da nun
durch den für die Förderung erforderlichen Luftdruck in der Düse
ein Gegendruck gegen die Materialzuführung aus dem Druckkessel
entsteht, ist es erforderlich, den Druckkessel weiterhin mindestens
soweit unter Druck zu halten, daß kein Material in den Kessel zurück
gedrückt werden kann beziehungsweise der Luftdruck in der Düse und
im Kessel gleich ist.
Der erfindungsgemäße Gedanke kann nun in verschiedener Weise ausgeführt
werden. Zur Erläuterung dient die beigefügte Zeichnung. Dabei bedeutet:.
Fig. 1 Darstellung des Standes der Technik,
Fig. 2 Anordnung der Düse mit Schnecke bei durchgesteckter
Schnecke quer zur Kesselachse,
Fig. 3 Anordnung der Düse mit Schnecke unterhalb des Kessels
quer zur Kesselachse,
Fig. 4 Anordnung der Düse mit Schnecke unterhalb des Kessels
parallel zur Kesselachse.
Die einzelnen Teile sind bezeichnet mit:
1 Druckkessel
2 Einfüllöffnung mit Verschluß
3 Rührwerk
4 Rührwerksschaufel
5 Austragsöffnung
6 Förderschnecke
7 Schneckenantrieb
8 Schneckentrog oder Schneckenrohr
9 Verbindungsflansch zwischen Schneckenrohr und Düse
10 Düse
11 Luftzuführung zur Düse
12 Luftzuführung zum Druckkessel
13 Förderleitung
14 Abschottung mit Schneckentrog
2 Einfüllöffnung mit Verschluß
3 Rührwerk
4 Rührwerksschaufel
5 Austragsöffnung
6 Förderschnecke
7 Schneckenantrieb
8 Schneckentrog oder Schneckenrohr
9 Verbindungsflansch zwischen Schneckenrohr und Düse
10 Düse
11 Luftzuführung zur Düse
12 Luftzuführung zum Druckkessel
13 Förderleitung
14 Abschottung mit Schneckentrog
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Gedankens wird nun im Einzelnen
wie folgt beschrieben:
Dazu wird Bezug genommen auf die Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 4 der
beigefügten Zeichnung. In der Schemaskizze sind die Innenansichten
dargestellt: links in Längsrichtung, rechts quer zur Achse. Für
alle drei Figuren gilt Folgendes:
In dem Druckkessel (1) mit Einfüllöffnung (2) befindet sich das
Rührwerk (3) mit Rührschaufeln (4). Der Antrieb des Rührwerkes (3)
erfolgt über eine zum Stand der Technik gehörende Vorrichtung und
ist nicht mit dargestellt. Die Rührschaufeln (4) sind in einer
Winkelstellung befestigt, die eine Materialbewegung in Richtung
Austragsseite beziehungweise zur Schnecke (6) hin bewirkt.
Das Fördergut wird mit Hilfe des Rührwerks (3) in die Schnecke (6)
gedrückt, sodaß diese zwangsweise befüllt wird. Ohne diese erfindungs
gemäße Maßnahme würde die Förderschnecke bei steifem nicht rieselfä
higen Fördergut kein Material fördern können.
Die Förderschnecke (6) drückt das Material in die Düse (10) wo
dieses über die Luftzuführung (11) vom Luftstrom erfaßt, zerteilt,
mit Luft vermischt und durch die Förderleitung (13) transportiert
wird.
Gleichzeitig wird über eine weitere Luftzuführung (12) der Druckkes
sel (1) mindestens soweit mit Druckluft beaufschlagt, daß zwischen
dem Druck in der Düse (10) und dem Kessel (1) Gleichstand erreicht
ist.
In Fig. 2 ist die erste Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung
beschrieben. Hier ist die Förderschnecke (6) durch den Druckkessel (1)
hindurchgesteckt. Das ist dadurch möglich, zusätzlich zu der in Fig. 1
gezeigten Ausführung gegenüber dem Austragsrohr (5) ein koachsial
angeordneter Rohrstutzen eingeschweißt wird, der zusammen mit dem
Austragsrohr den Schneckentrog (8) bildet. Damit kann erfindungsgemäß
die Förderschnecke (6) durch den Druckkessel (1) hindurchgesteckt
werden und liegt im Bereich des Kesselquerschnittes offen.
Damit kann aber im Bereich der Schnecke (6) die Abstreiferschaufel (4)
die Anbackungen des Fördergutes an der Kesselwand nicht mehr erfassen.
Um diesen Totraum auszugleichen und ein Absetzen von Fördergut zu
verhindern, wird zweckmäßiger Weise eine Abschottung (14) eingesetzt,
die im unteren Teil eine zum Rührwerk (3) offene trogähnliche Aufnahme
für die Förderschnecke (6) aufweist. Durch diesen Kunstgriff ist
es möglich, daß das Rührwerk (3) mit den Schaufeln (4) den Kesselraum (1)
ohne tote Ecken abstreift und das Fördergut in die Schnecke (6) seit
lich hineindrückt.
In Fig. 3 ist eine zweite Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung
dargestellt. Hier wird die Schnecke (6) in einem Trog (8) unterhalb
des Kessels (1) angeordnet. Damit kann das Rührwerk (3) mit den
Schaufeln (4) den gesamten Innenraum des Kessels (1) bestreichen.
Die Schaufeln (4) im Bereich des Schneckentroges (8) werden mit
einer solchen Winkelstellung versehen, daß das Fördergut von oben
in den Schneckentrog (8) gedrückt wird, sodaß eine zwangsweise
Befüllung der Schnecke (6) erfolgt.
In Fig. 4 ist eine dritte Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung
dargestellt. Hier wird die Schnecke (6) in einem Trog (8) unterhalb
des Kessels (1) parallel zur Längsachse angeordnet. Das Rührwerk (3)
bestreicht den gesamten Innenraum des Kessels (1) und drückt bei
entsprechend eingestellten Schaufeln (4) über die ganze Troglänge (8)
das Fördergut in die Schnecke (6).
Die erfindungsgemäße Vorrichtung funktioniert nun folgendermaßen.
Das Fördergut wird über die Einfüllöffnung (2) in den Druckkessel (1)
eingefüllt. Der Deckel (2) wird verschlossen und über die Luftzufüh
rungen (11 + 12) sowohl der Düse (10) als auch dem Kessel (1) Luft zu
geführt. Das Rührwerk (3) wird zusammen mit der Schnecke (6) in Gang
gesetzt. Die Rührwerksschaufeln (4) bewegen das Fördergut in Richtung
der Förderschnecke (6). Durch die Materialbewegung wird in Fig. 2
die Schnecke von der Seite, in Fig. 3 und Fig. 4 von oben zwangsweise
mit Material gefüllt.
Die Schnecke (6) schiebt das Material gleichmäßig in die Düse (10),
wo die über die Leitung (11) aufgegebene Luft das Fördergut auflockert,
beschleunigt und über die Leitung (13) abtransportiert. Am Ende der
Leitung (13) tritt ein Material-Luft-Gemisch gleichmäßig mit hoher Ge
schwindigkeit aus.
Die Mengenregulierung erfolgt durch Änderung der Drehzahlen des Antriebs
(7) an der Schnecke (6). Daher wird zweckmäßiger Weise als Antrieb ein
elektrisch oder mechanisch regelbarer Motor (7) eingesetzt.
Die gesamte Förderluft wird durch die Leitung (11) der Düse (10) auf
gegeben, während über den Luftanschluß (12) nur soviel Luft zugeführt
wird, daß zwischen der Düse (10) und dem Druckkessel (1) eine möglichst
geringe Druckdifferenz besteht.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Fördern im Luftstrom aus einem
an sich bekannten unter Druck stehenden Kessel (1) mit eingebautem
Rührwerk (3) dadurch gekennzeichnet, daß
anstelle der bisherigen Austragsöffnung (Fig. 1; Ziff. 5) eine
Förderschnecke (Fig. 2-4; Ziff. 6) angeordnet ist, die das
Fördergut gleichmäßig einer Düse (10) zuführt, welche das Förder
gut so gleichmäßig mit Luft vermischt, daß es kontinuierlich
durch eine Rohr- oder Schlauchleitung (13) mit Hilfe der Luft
transportiert werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Förderschnecke (6) quer zur Kesselachse (1) am Ende der Förder
strecke des Rührwerks (3) in der Art angeordnet ist, daß sie
oberhalb der Druckbehälterunterseite (1) durch diesen durchgesteckt
ist (Fig. 2) und durch das Rührwerk (3) zwangsweise mit Fördergut
befüllt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Förderschnecke (6) quer zur Kesselachse (1) unterhalb der
Unterseite des Druckbehälters (1) angeordnet ist (Fig. 3), wobei
diese von dem Rührwerk (3) zwangsweise mit Fördergut befüllt
wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Förderschnecke (6) parallel zur Kesselachse (1) unterhalb
des Druckkessels (1) angeordnet ist (Fig. 4), sodaß das Rührwerk
(3) die Förderschnecke (6) zwangsweise von oben mit Fördergut
befüllen kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904010676 DE4010676A1 (de) | 1990-04-03 | 1990-04-03 | Vorrichtung zum foerdern im luftstrom |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904010676 DE4010676A1 (de) | 1990-04-03 | 1990-04-03 | Vorrichtung zum foerdern im luftstrom |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4010676A1 true DE4010676A1 (de) | 1991-10-10 |
Family
ID=6403640
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904010676 Withdrawn DE4010676A1 (de) | 1990-04-03 | 1990-04-03 | Vorrichtung zum foerdern im luftstrom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4010676A1 (de) |
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-
1990
- 1990-04-03 DE DE19904010676 patent/DE4010676A1/de not_active Withdrawn
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