DE4010569A1 - Laeufer fuer eine elektrische maschine - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Läufer für eine elektri
sche Maschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Ein solcher Läufer ist durch die US-A-35 31 670 bekannt. Bei
diesem Läufer ist zur Sicherung der Permanentmagnete gegen die
bei hohen Drehzahlen entsprechend großen Fliehkräfte eine Muffe
aus nichtmagnetischem Material über die Permanentmagnete
geschoben. Um einen ausreichend festen Sitz dieser Muffe zu
erreichen, wird diese aufgeschrumpft. Die für das Aufschrumpfen
notwendige Erwärmung der Muffe kann zu einer mehr oder weniger
starken Abmagnetisierung der Permanentmagnete führen.
Durch die US-A-24 32 436 ist es bekannt, auf den aus Permanent
magneten bestehenden Läuferkern aufgesetzte Polsegmente sowie
auf diesen angeordnete Schienenteile zur Leitung eines elektri
schen Stromes bzw. eines magnetischen Flusses mittels eines
darüber gewickelten Drahtes zu sichern.
Eine Sicherung der am Außenumfang eines Läuferkernes angeord
neten Permanentmagnete mittels einer derartigen Drahtumwick
lung ist bei entsprechend hohen Drehzahlen nicht mehr möglich,
da die Fliehkräfte die Festigkeit des Drahtes übersteigen.
Es ist ferner bekannt, daß mineralische Fasern, insbesondere
Kohlenstoffasern eine weit höhere Festigkeit als Stahldrähte
besitzen. Diese Fasern haben jedoch einen wesentlich höheren
Dehnungskoeffizienten als die zum Aufbau eines Läuferkernes
verwendeten Materialien. Bei einem bloßen Ersatz der Stahl
drähte durch derartige Fasern, würde mit steigender Drehzahl
des Läufers die Bandage zusammen mit den Magneten vom Läufer
kern abheben, was zu einer Gefährdung der Drehmomentübertragung
und einer unkontrollierten Vergrößerung der Massenunwucht
führen würde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Läufer für eine
elektrische Maschine zu schaffen, bei dem die Permanentmagnete
auch gegen die bei hohen Drehzahlen auftretenden starken Flieh
kräfte ausreichend gesichert sind.
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch die im Kenn
zeichen des Anspruches 1 angegebenen Merkmale. Infolge der
Anordnung der Permanentmagnete auf den gegenüber dem Läufer
kern radial beweglichen Tragsegmenten ist sichergestellt, daß
auch bei einer durch die hohen Fliehkräfte bedingten starken
Dehnung der Bandage kein Lösen derselben von den Permanent
magneten erfolgt und darüber hinaus eine einwandfreie Dreh
momentübertragung und eine hohe Wuchtgüte erhalten bleibt.
Durch die Fliehkräfte werden nämlich die Tragsegmente radial
nach außen gedrückt, so daß die Permanentmagnete stets an der
Bandage anliegen. Durch die Zentriervorrichtung wird ein zu
Unwuchten führendes ungleichmäßiges Abheben der Tragsegmente
verhindert.
Eine formschlüssig wirkende Zentriervorrichtung in konstruk
tiv einfacher Ausführungsform ergibt sich dadurch, daß an
beiden Stirnseiten des Läuferkerns jeweils eine auf der Läufer
welle axial verschieblich angeordnete Zentrierscheibe vorge
sehen ist, die an einem zum Läuferkern gerichteten Axialvor
sprung eine Schräge aufweist, mit der sie in Anlage an einer
stirnseitigen Anschrägung der Tragsegmente gehalten ist.
Die stetige Anlage der Schräge der Zentrierscheiben an der
Abschrägung der Tragsegmente wird vorteilhafterweise durch eine
auf die jeweilige Zentrierscheibe in axialer Richtung wirkende
Federkraft sichergestellt. Zur Erzeugung dieser Federkraft kann
eine nur wenig Raum beanspruchende aus Tellerfedern bestehende
Federanordnung vorgesehen werden.
Um ein Verklemmen zwischen der Schräge der Zentrierscheiben und
der Abschrägung der Tragsegmente zu vermeiden, werden diese
steiler als 45° ausgebildet.
Zweckmäßigerweise wird die Anzahl der Tragsegmente gleich der
Polzahl des Läufers gewählt. Damit können jeweils die zu einem
Pol gehörenden Permanentmagnete auf einem Tragsegment angeord
net werden.
In vorteilhafter Weise wird mittels einer paßfederartigen
Verbindung der Tragsegmente mit dem Läuferkern einerseits die
erforderliche radiale Beweglichkeit der Tragsegmente und
andererseits deren in Umfangsrichtung wirksame Koppelung mit
dem Läuferkern erreicht.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei
spieles wird der Anmeldungsgegenstand nachfolgend näher
beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 einen Läufer im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Läufer im Querschnitt entlang der
Linie II-II in Fig. 1.
Mit 1 ist der auf einer Läuferwelle 2 angeordnete, z. B. aus
einem Blechpaket bestehende Läuferkern des Läufers einer
elektrischen Maschine bezeichnet. Läuferkern 1 und Läufer
welle 2 können auch als massiver, einstückiger Körper ausge
bildet sein. Dies ist insbesondere zur Beherrschung von
Biegeschwingungen vorteilhaft. Am Umfang des Läuferkerns 1 sind
entsprechend der Polzahl der Maschine vier bogenförmige Trag
segmente 3 angebracht, die mittels einer Paßfeder 4, die
jeweils eine am Läuferkern 1 und am entsprechenden Tragsegment
3 vorgesehene Nut 5 bzw. 6 eingreift, in Umfangsrichtung fest
mit dem Läuferkern 1 gekoppelt und in radialer Richtung gegen
über diesem beweglich sind.
Am Außenumfang der Tragsegmente 3 sind aus einzelnen Blöcken
bestehende Permanentmagnete 7 angeordnet, die durch eine aus
mineralischen Fasern bestehende Bandage 8 gegen Fliehkraft
beanspruchung gesichert sind. Unter mineralischen Fasern werden
insbes. auch Kohlenstoffasern verstanden, die sich durch eine
sehr hohe Festigkeit auszeichnen.
Zu beiden Stirnseiten des Läuferkernes 1 ist jeweils eine
Zentrierscheibe 9 axial verschiebbar auf der Läuferwelle 2
angeordnet. Im Bereich ihres Außenumfanges weisen die Zentrier
scheibe 9 einen zum Läuferkern 1 gerichteten Axialvorsprung 10
auf, an dem eine Schräge 11 angeformt ist, die eine an jeder
Stirnseite der Tragsegmente 3 ausgebildete Anschrägung 12 über
greift und an dieser anliegt. Durch zwischen jeder Zentrier
scheibe 9 und einem in einer Ringnut 13 der Läuferwelle 2
eingesetzten Segerring 14 eingespannte Tellerfeder 15 werden
die Zentrierscheiben 9 jederzeit mit ihrer Schräge 11 in
Anlage an der Anschrägung 12 der Tragsegmente 3 gehalten.
Rotiert der Läufer mit einer hohen Drehzahl, dann erfolgt durch
die an den Tragsegmenten 3, den Permanentmagneten 7 und der
Bandage 8 auftretende hohe Fliehkraft eine entsprechende
Dehnung der Bandage 8. Da der Dehnungskoeffizient des Bandagen
materials größer als der Dehnungskoeffizient des Materials des
Läuferkernes 1 ist, heben die Tragsegmente 3 infolge ihrer
radial beweglichen Anordnung vom Außenumfang des Läuferkernes 1
ab. Bei einem solchen radialen Abheben gleitet die Abschrägung
12 der Tragsegmente 3 an der Schräge der Zentrierscheibe 9 ent
lang. Die Zentrierscheiben 9 werden dabei entsprechend dem
Maß der Abhebung der Tragsegmente 3 axial gegen die Kraft der
Tellerfedern 15 verschoben. Dadurch, daß die Abschrägung 12
der Tragsegmente 3 stets an der Schräge 11 der Zentrierscheibe
9 anliegt, wird eine Zentrierung der Tragsegmente 3 auch im
abgehobenen Zustand sichergestellt und damit das Auftreten von
Unwuchten, die besonders bei hohen Drehzahlen zu Störungen
führen können, vermieden. Bei Reduzierung der Drehzahl
vermindert sich das Maß der Abhebung, so daß die Zentrier
scheiben 9 durch die Tellerfedern 15 wieder auf den Läufer
kern 1 zu verstellt werden und die Schräge 11 in Anlage an
der Anschrägung 12 verbleibt. Somit ist eine Zentrierung der
Tragsegmente 3 in allen Bereichen der Abhebung sichergestellt.
Aufgrund der konstruktiven Gestaltung des beschriebenen Läufers
ist die von der elektrischen Seite her erwünschte Anordnung
der Permanentmagnete am Außenumfang des Läuferkernes auch bei
hochtourigen Läufern möglich.
Claims (10)
1. Läufer für eine elektrische Maschine, bei dem am Außen
umfang seines mit der Läuferwelle (1) verbundenen Läufer
kernes (2) Permanentmagnete (7) angeordnet und durch einen
aus nichtmagnetischem Material bestehenden Umschluß (8)
gehalten sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Permanentmagnete (7) auf mindestens zwei gegenüber dem
Läuferkern (1) gesonderten Tragsegmenten (3) angeordnet sind,
die ihrerseits gegenüber dem Läuferkern (1) in radialer Rich
tung verschiebbar und in tangentialer Richtung unverschiebbar
am Außenumfang des Läuferkerns angeordnet sind, daß der
Umschluß (8) aus einem Material besteht, das gegenüber dem
Material des Läuferkerns (1) einen höheren Dehnungskoeffizien
ten aufweist und daß ferner durch eine formschlüssig wirkende
Zentriervorrichtung (9) ein zumindest annähernd gleichmäßiges
radiales Abheben der Tragsegmente (3) sichergestellt ist.
2. Läufer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Zentriervorrichtung an beiden Stirnseiten des Läufer
kerns (1) jeweils eine auf der Läuferwelle (2) axial verschieb
lich angeordnete Zentrierscheibe (9) vorgesehen ist, die an
einem zum Läuferkern (1) gerichteten Axialvorsprung eine
Schräge (11) aufweist, mit der sie in Anlage an einer stirn
seitigen Anschrägung (12) der Tragsegmente (3) gehalten ist.
3. Läufer nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zentrierscheiben (9) durch eine in axialer Richtung
wirkende Federkraft in Anlage an der Anschrägung (12) der
Tragsegmente (3) gehalten sind.
4. Läufer nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zentrierscheiben (9) durch eine aus Tellerfedern (15)
bestehende Federanordnung in Anlage an der Anschrägung (12)
der Tragsegmente (3) gehalten sind.
5. Läufer nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschrägung (12) der Tragsegmente (3) und die Schräge
(11) der Zentrierscheiben (9) steiler als 45° ausgebildet sind.
6. Läufer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Umschluß durch eine aus mineralischen Fasern bestehen
den Bandage gebildet ist.
7. Läufer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der Tragsegmente (3) gleich der Polzahl des
Läufers ist.
8. Läufer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragsegmente (3) durch eine paßfederartige Verbindung
(4) mit dem Läuferkern (1) gekoppelt sind.
9. Läufer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragsegmente (3) durch zylinderförmige, mit ihrer Achse
in Abheberichtung der Tragsegmente weisende Paßstifte mit dem
Läuferkern (1) gekoppelt sind.
10. Läufer nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Läuferkern (1) und Läuferwelle (2) einstückig ausge
bildet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| EP90101914 | 1990-01-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4010569A1 (de) |
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