DE4008940A1 - Elektronische rolladensteuerung - Google Patents
Elektronische rolladensteuerungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Rolladen
steuerung für eine motorisch angetriebenen Rolladen, eine
Jalousie oder dergl., mit einer Bedienungstastatur (2,
10) zum Erzeugen von Steuersignalen zum Veranlassen
des Öffnens und des Schließens des Rolladens.
Solche Rolladensteuerungen sind allgemein bekannt.
Durch Betätigen einer Schließtaste wird der Motor in
Gang gesetzt, so daß er den Rolladen herabläßt. Das
Öffnen der Rolladens wird durch Betätigen einer Öffnungs
taste veranlaßt. Die Rolladensteuerung ist mit einem
Bedienungsteil auf einer Frontplatte versehen, die eine
Anzeige und eine Tastatur enthält. Hinter der Front
platte befinden sich die elektronische Steuerschaltung
und/oder das Leistungsteil, der mit dem Motor elek
trisch verbunden ist. Steuerteil und Leistungsteil be
finden sich in einem normgerechten Gehäuse, das sich
leicht in eine normale Installations-Unterputz- oder
Aufputzdose neben einem Fenster einsetzen läßt.
Man kann nun daran denken, zusätzlich zu den Tasten für
die Handsteuerung eine elektronische Zeitschaltuhr vor
zusehen, die ein selbsttätiges Schließen und Öffnen der
Rolladens zu einer bestimmten Zeit am Morgen bzw. zu
einer bestimmten Zeit am Abend veranlaßt. Es hat sich
jedoch gezeigt, daß die voreingestellten Tageszeiten
häufig korrigiert werden müssen, da es z. B. nach
Winteranfang immer führer hell wird und immer später
dunkel wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elek
tronische Rolladensteuerung der eingangs genannten Art
anzugeben, die eine vollautomatische Betätigung des
Rolladens ermöglicht, ohne daß die Notwendigkeit besteht,
die Steuerung von Zeit zu Zeit umzustellen.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine
elektronische Jahreskalendereinheit zum selbsttätigen
Erzeugen der Steuersignale in Abhängigkeit von der
Tageszeit von Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang.
Durch diesen "astronomischen Kalender" lassen sich die
Öffnungs- und die Schließzeiten für den Rolladen für
praktisch unendliche Zeit vorgeben. Da Sonnenaufgang
und Sonnenuntergang einer periodischen Funktion mit
dem Jahrestag als der veränderlichen Größe entsprechen,
liefert die erfindungsgemäße Kalendereinheit Jahr für
Jahr die richtigen Werte zum Erzeugen der Steuersignale
zum Öffnen und zum Schließen des Rolladens.
Bevor auf spezielle Ausgestaltungen der Erfindung ein
gegangen wird, sei angemerkt, daß die Erfindung nicht
nur für Rolläden, sondern auch für Jalousien, Markiesen,
Klappläden und dergl. einsetzbar ist.
Die elektronische Kalendereinheit kann vom Hersteller
so eingerichtet sein, daß schon direkt nach der Her
stellung im noch nicht eingebauten Zustand die
Steuersignale kalendergerecht erzeugt werden. Beim
Einbau der Steuerung brauchen dann überhaupt keine
Einstellarbeiten mehr vorgenommen zu werden.
In einer speziellen Ausgestaltung besitzt die erfin
dungsgemäße Rolladensteuerung eine als ihr dienende
Zählereinheit und einen Vergleicher, der mindestens
täglich den Inhalt der Zählereinheit mit einem von
Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang abhängigen Vorgabe
wert vergleicht und bei Übereinstimmung ein Steuersig
nal erzeugt. Zweckmäßigerweise kann die von der Zähler
einheit durchgeführte Zeitzählung auf einer Anzeige des
Gehäuses der Steuerung angezeigt werden.
Grundsätzlich gibt es zwei Varianten der speziellen
Ausgestaltung der Kalendereinheit. Zu einem sieht die
Erfindung vor, daß die Kalendereinheit ein Tabellen
speicher enthält, in dem für jeden Kalendertag oder
für jeweils eine Gruppe einiger aufeinanderfolgender
Kalendertage Öffnungszeiten und Schließzeiten ge
speichert sind. Vorzugsweise besitzt die Rolladen
steuerung einen Mikroprozessor, und mit Hilfe des
Mikroprozessors wird der Tabellenspeicher abhängig
vom Datum bzw. von dem Jahrestag adressiert, so daß
die zu diesem Jahrestag gehörige Öffnungszeit bzw.
Schließzeit ausgelesen wird. Die ausgelesene Zeit
wird in dem Vergleicher mit der laufenden Uhrzeit
verglichen. Bei Übereinstimmung wird das entsprechende
Steuersignal zum Öffnen bzw. zum Schließen der Rollade
erzeugt. Um Speicherplatz zu sparen, kann man eine
gemeinsame in der Tabelle gespeicherte Zeit für jeweils
eine Gruppe von mehreren Tagen vorsehen. Da die Zeiten
für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang von einem Tag
auf den anderen nur geringfügig variieren, wird das
erfindungsgemäße Ziel einer von Sonnenaufgang und
Sonnenuntergang abhängigen Rolladenbetätigung dennoch
erreicht.
Zum anderen sieht die Erfindung vor, daß die Kalender
einheit eine Recheneinheit enthält, die die Öffnungs
zeiten und die Schließzeiten abhängig von einer mathe
matischen Funktion berechnet, die eine Approximation
des kalendertagabhängigen Verlaufs der Sonnenaufgangs
zeit bzw. der Sonnenuntergangszeit darstellt. Zeichnet
man die Tageszeiten für Sonnenaufgang und für Sonnen
untergang in ein Koordinatensystem ein, auf dessen
Abszisse die Kalendertage eines Jahres aufgetragen
sind, so ergibt sich eine Funktion, die im Prinzip
einer Kosinusfunktion ähnelt. Diese Kosinusfunktion
ist im Prinzip Grundlage für die genannte mathematische
Funktion, mit der die Sonnenaufgangszeiten und
Sonnenuntergangszeiten approximiert werden. In diesem
Fall wird ein Tabellenspeicher nicht benötigt. Die
erfindungsgemäß bewirkte Abhängigkeit des Betätigens
des Rolladens von der Tageszeit von Sonnenaufgang bzw.
Sonnenuntergang besagt zum einen, daß die Öffnungs
zeiten und die Schließzeiten mehr oder weniger genau
mit der Tageszeit für Sonnenaufgang bzw. Sonnenunter
gang übereinstimmen. Zum anderen besagt diese Abhängig
keit aber auch, daß die Öffnungszeiten und die Schließ
zeiten gegenüber den Tageszeiten für Sonnenaufgang bzw.
Sonnenuntergang zeitlich versetzt sind.
Insbesondere ist eine solche zeitliche Versetzung in der
Mitte des Sommers und in der Mitte des Winters ange
bracht. Da zur Zeit der Sonnenwende im Sommer die Sonne
bereits um ca. 4.00 morgens aufgeht, kann man in dieser
Jahreszeit eine solche Programmierung der Steuerung vor
sehen, daß das Öffnen des Rolladens um ein oder zwei
Stunden verzögert wird. Dabei kann es sich um eine vorab
erstellte Programmierung handeln, oder man kann diese
Funktion durch freie Programmierung realisieren. Es läßt
sich z. B. dadurch realisieren, daß an ausgewählten Tagen
im Sommer stets zu einer konstanten Uhrzeit, z. B. 6.00
Uhr morgens, der Rolladen geöffnet wird. Entsprechende
Betrachtungen gelten für das Schließen des Rolladens
und/oder auch für den Betrieb der Rolladensteuerung im
Winter.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Steuer
geräts der erfindungsgemäße Rolladensteuerung,
Fig. 2 ein stark vereinfachtes Blockdiagramm einer
elektronischen Rolladensteuerung,
Fig. 3 ein funktionelles Blockdiagramm des Steuer
teils der Rolladensteuerung nach Fig. 2,
Fig. 4 eine schematische Darstellung des in Fig. 3
in Blockform dargestellten Kalenderzählers,
Fig. 5 eine teilweise Speicherübersicht des Tabellen
speichers in Fig. 3,
Fig. 6 ein Flußdiagramm, welches den Betrieb der
elektronischen Rolladensteuerung veranschau
licht, und
Fig. 7 eine graphische Darstellung des kalendertag
abhängigen Verlaufs der Tageszeit für den
Sonnenaufgang.
Fig. 1 zeigt ein Steuergerät 2 einer elektronischen
Rolladensteuerung. Das Steuergerät 2 besitzt eine
Frontplatte 4, ein auf der Rückseite der Frontplatte 4
befestigtes Gehäuse 6, eine auf der Frontplatte 4
befindliche Anzeige 8 und eine ebenfalls auf der Front
platte 4 befindliche Tastatur 10. Die Tastatur 10 ent
hält Tasten zum Erzeugen von Steuersignalen, und zum
Programmieren, um eine Motorbetätigung zu veranlassen,
damit ein nicht dargestellter Rolladen geschlossen oder
geöffnet wird.
In dem Gehäuse 6 befinden sich ein Steuerteil S und
ein Leistungsteil L der Rolladensteuerung, wie schema
tisch in Fig. 2 gezeigt ist. Der Leistungsteil L
enthält eine Stromversorgungseinrichtung, Relais und
Anschlüsse, und von dem Leistungsteil führen Strom
kabel zu dem Antriebsmotor des Rolladens, bei dem es
sich vorzugsweise um einen sogenannten Rohrmotor
handelt, der sich im hohlen Wickelkern des Rolladens
befindet. Das in Fig. 1 dargestellte Steuergerät 2
wird mit dem Gehäuse 6 in eine Öffnung der Mauer nahe
dem Fenster eingelassen, so daß die Frontplatte 4
leicht aufgesteckt wird und das Gehäuse 6 leicht
zugänglich ist.
Gemäß Fig. 2 umfaßt der Steuerteil S eine Steuerungs
elektronik 12, die Anzeige 8 und die Tastatur 10.
Fig. 3 zeigt den Aufbau des Steuerteils S im einzelnen.
An einen mehrere Übertragungsleitungen enthaltenden
Bus 30 sind angeschlossen: die Anzeige 8, die Tastatur
10, eine das Steuerteil 1 mit dem Leistungsteil L ver
bindende Schnittstelle (IF) 24, ein Festspeicher (ROM)
14, ein Schreib-/Lese-Speicher (RAM) 16, eine zentrale
Verarbeitungseinheit (CPU), z. B. einen Mikroprozessor
18, mit einem Registersatz (Reg.) 22, und einen als
Uhr bzw. Kalendertagzähler (KZ) fungierenden Zähler 20.
In dem Festspeicher 14 ist ein Steuerungsprogramm
gespeichert, welches außer der hier interessierenden
Steuerung des Öffnens und die Schließens in Abhängig
keit der Tageszeit für Sonnenuntergang und Sonnen
aufgang auch andere Steuerungsaufgaben wahrnimmt.
Der Zähler 20 ist ein mehrstelliger binärer Zähler,
jedoch ist in Fig. 4 aus Gründen der Übersichtlichkeit
eine dezimale Schreibweise verwendet worden. Gemäß
Fig. 4 umfaßt der Zähler 20 drei Abschnitte, einen
zweistelligen Abschnitt für Minuten (min), eine zwei
stelligen Abschnitt für Stunden (h), und einen drei
stelligen Abschnitt (KT) für den laufenden Kalendertag.
Der Zähler ist so ausgebildet, daß er zyklisch zählt,
d. h.: nach dem Kalendertag 365 folgt der Tag 001.
Schaltjahre werden nicht berücksichtigt, es ist jedoch
ersichtlich, daß es auch über viele Jahre hinweg
allenfalls nur zu geringfügigen Verschiebungsfehlern
kommt, die vernachlässigbar sind.
Fig. 5 zeigt den Inhalt des Schreib-/Lese-Speichers
16 bzw. einen Teil dieses Speichers. Auf der linken
Seite in Fig. 5 sind die adressierbaren Speicher
plätze nummeriert von 1 bis 730 angegeben. In den
Speicherplätzen 1 bis 365 sind die Öffnungszeiten
zum Öffnen der Rollade gespeichert, in den Speicher
plätzen 366 bis 730 sind die abendlichen Schließzeiten
für die Rollade gespeichert.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich, entspricht die im ersten
Speicherplatz gespeicherte Uhrzeit 08.30 etwa der Tages
zeit für den Sonnenaufgang am Jahresende und am Jahres
anfang (die späteste Tageszeit für den Sonnenaufgang
entspricht an sich dem Winteranfang, aus Gründen der
Vereinfachung ist hier jedoch als kürzester Tag vom
ersten Januar ausgegangen, was eine noch zulässige
Vereinfachung ist).
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, ändert sich die Tages
zeit für den Sonnenaufgang und dementsprechend die
Tageszeit zum Öffnen des Rolladens mit zunehmendem
Kalendertag. Am Schluß des Jahres entspricht die Zeit
wieder dem Wert am Jahresanfang.
Die Schließzeiten für den Rolladen sind in den Speicher
plätzen 366 bis 730 gespeichert. Der Sonnenuntergang
am Jahresanfang findet etwa um 16.30 Uhr statt, jedoch
ist hier eine zeitliche Versetzung um eine halbe Stunde
einprogrammiert, damit die Rolläden erst dann schließen,
wenn es tatsächlich dunkel ist. Eine entsprechende
zeitliche Versetzung läßt sich auch bei den morgend
lichen Öffnungszeiten für den Rolladen berücksichtigen.
Da in der Mitte des Sommer die Sonne relativ früh auf
geht, ein Öffnen der Rolläden jedoch erst beispielsweise
um 6 Uhr erwünscht ist, kann man die entsprechenden
Öffnungszeiten in der Sommerzeit so einprogrammieren, daß
das Öffnen einer Rollade auf keinen Fall vor 6 Uhr
stattfindet. Dazu kann man den in Fig. 5 dargestellten
Tabellenspeicher in der fraglichen Zeit in der Mitte des
Sommers entsprechend fest programmieren, also in der
Sommerzeit keine Öffnungszeit vor 6 Uhr morgens vorsehen.
In einer anderen Variante zum Verhindern eines allzu
frühen Öffnens des Rolladens kann man eine sogenannte
freie Programmierung vorsehen, dabei können die im
Tabellenspeicher enthaltenen Öffnungszeiten dem
tatsächlichen Sonnenaufgang entsprechen, wobei durch eine
Zusatzprogrammierung jedoch erst eine Freigabe des
Steuersignals zum Öffnen des Rolladens um 6 Uhr erfolgt.
Anhand von Fig. 6 soll nun der Ablauf der elektronischen
Rolladensteuerung für einen Kalendertag, z. B. den
23. Februar erläutert werden. Im Schritt S1 (Fig. 6)
generiert die CPU 18 (Fig. 3) einen Adresse für den
Speicher 16. Die Adresse entspricht dem Kalendertag KT
oder hängt von dem Kalendertag ab.
Im Schritt S2 erfolgt ein Zugriff auf den Speicher 16
mit der generierten Adresse ADR. Der aus dieser
Adresse ausgelesene Speicherinhalt wird in das
Register Reg. 22 eingespeichert. Nun erfolgt ein
von der CPU 18 durchgeführter Vergleich. Verglichen
wird der Inhalt des Registers Reg. 22 mit dem Inhalt
des Zählers 20 (Schritt S3).
Am 23. Februar geht die Sonne um 07.21 Uhr auf, und
dieser Wert ist am Speicherplatz 54 des Tabellen
speichers 16 eingespeichert (in Fig. 5 nicht darge
stellt). Wenn nun der Zählerstand des Zählers 20 in
dessen Abschnitten h und min der Uhrzeit 07.21 gemäß
Fig. 4 entspricht, so wird Übereinstimmung im Schritt
S3 festgestellt. Bis zu dieser Übereinstimmung befand
sich die Steuerung in einer Warteschleife. Durch das
Feststellen der Übereinstimmung wird ein Steuersignal
zum Öffnen des Rolladens erzeugt (Schritt S4).
Anschließend wird eine neue Adresse Adr. generiert.
Hierzu wird der Kalendertag, der im linken Abschnitt
KT des Zählers 20 gemäß Fig. 4 gespeichert ist, um
365 erhöht (Schritt S5). Bei dem anschließenden
Speicherzugriff (Schritt S6) wird aus der Speicher
stelle 365 + 54 = 419 die Schließzeit für die Rollade
ausgelesen. Da am 23. Februar der Sonnenuntergang
um ca. 17.51 Uhr stattfindet und den Rolladen ca. eine
halbe Stunde später geschlossen werden soll, wird in
das Register Reg. 22 der Wert 18.21 übertragen. Wenn
der die Tageszeit angebende Teil des Inhalts des
Zählers 20 mit dieser im Register Reg. 22 gespeicherten
Zeit übereinstimmt (Schritt S7), erfolgt im nächsten
Schritt S8 das Erzeugen eines Steuersignals zum
Schließen des Rolladens.
Danach geht die Steuerung in einen Wartezustand
(Schritt S9), der zumindest solange dauert, bis der
nächste Kalendertag angebrochen ist. Dann erfolgt
wiederum der obenbeschriebene Ablauf gemäß Fig. 6.
Anstatt einen Tabellenspeicher zu verwenden, wie er
in Fig. 5 dargestellt ist, lassen sich die Öffnungs
zeiten und die Schließzeiten auch rein rechnerisch
ermitteln. Wie in Fig. 7 dargestellt ist, entspricht
der Verlauf der Tageszeit für den Sonnenaufgang
(entsprechendes gilt für den Sonnenuntergang) etwa
einer Cosinus-Funktion, wobei 6.15 Uhr ein Mittelwert
ist, entsprechend der Tageszeit des Sonnenaufgangs
am Frühlingsanfang und am Herbstanfang (FA; HA).
Mit Hilfe einer solchen Cosinus-Funktion kann die
CPU 18 laufend die benötigten Schließzeiten berechnen.
Für die Öffnungszeit morgens läßt sich z. B. eine
Funktion,
UZ = Z₀ + A×cos (2 π T/365),
aufstellen, wobei UZ die Öffnungszeit, Z₀ der Mittel
wert von 6.15, A ein Faktor von 2.15 und JT den Jahres
tag deuten. Man sieht, daß am Jahresanfang und am
Jahresende eine Uhrzeit von ca. 8.30 errechnet wird
(cos 0 = cos 2 π = 1), während sich in der Jahresmitte
(Sonnenanfang = SA) eine Uhrzeit von 4.00 errechnet
(cos π = -1).
Damit der Rolladen in der Jahresmitte, wenn es besonders
früh hell wird, nicht schon zur Schlafenszeit geöffnet
wird, kann man in diesem Zeitraum die von Sonnenaufgangs
zeit und Sonnenuntergangszeit abhängige Rolladen
steuerung übersteuern durch einen festen Zeitwert, was
in Fig. 7 durch gestrichelte Linien angedeutet ist.
In einer weiteren, mit relativ geringem Aufwand zu
realisierenden Ausführungsform wird die erfindungsgemäße
elektronische Jahreskalendereinheit durch eine
programmierte Treppenfunktion realisiert. So kann man zum
Beispiel für jeweils eine Kalenderwoche eine bestimmte
Öffnungszeit und Schließzeit des Rolladens vorsehen,
wobei diese Zeiten dann von Kalenderwoche zu Kalender
woche um bestimmte Werte von einigen Minuten erhöht bzw.
erniedrigt. Bei bestimmten Kalenderwochen in der Mitte
des Jahres kann man, um ein allzu frühes Öffnen der
Rolläden zu verhindern, auf eine Verringerung der
Öffnungszeit verzichten, so daß in der Mitte des Sommers
sich während einer Zeitspanne von mehreren Kalenderwochen
jeden Morgen die gleiche Öffnungszeit von beispielsweise
6 Uhr ergibt.
Man kann bei sämtlichen oben beschriebenen Ausführungs
beispielen noch einen Zufallsgenerator vorsehen. Dieser
Zufallsgenerator kann die Steuersignale zum Veranlassen
des Öffnens und des Schließen des Rolladens auf Zufalls
basis so variieren, daß die tatsächlichen Öffnungs- und
Schließzeiten in einem Bereich von beispielsweise einer
halben Stunde etwas vorverlegt oder etwa verzögert
werden. Damit läßt sich dem Eindruck vorbeugen, das
Gebäude sei unbewohnt, was aus praktisch regelmäßigen
Öffnungs- und Schließzeiten der Rolläden geschlossen
werden könnte.
Claims (8)
1. Elektronische Rolladensteuerung für eine
motorisch angetriebenen Rolladen, eine Jalousie oder
dgl., mit einer Bedienungstastatur (2, 10) zum Erzeugen
von Steuersignalen zum Veranlassen des Öffnens und des
Schließens des Rolladens,
gekennzeichnet durch eine elektronische
Jahreskalendereinheit (16, 18, 20, 22) zum selbst
tätigen Erzeugen der Steuersignale in Abhängigkeit
von der Tageszeit von Sonnenaufgang bzw. Sonnenunter
gang.
2. Rolladensteuerung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch eine als Uhr dienende Zählerein
heit (20) und einen Vergleicher (18, 22), der täglich
den Inhalt der Zählereinheit (20) mit einem von
Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang abhängigen Vorgabe
wert vergleicht und bei Übereinstimmung ein Steuer
signal erzeugt.
3. Rolladensteuerung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kalendereinheit einen
Tabellenspeicher (16) enthält, in dem für jeden
Kalendertag oder für jeweils eine Gruppe einiger
aufeinanderfolgender Kalendertage Öffnungszeiten und
Schließzeiten gespeichert sind.
4. Rolladensteuerung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kalendereinheit (18,
20, 22) eine Recheneinheit (18, 22) enthält, die die
Öffnungszeiten und die Schließzeiten abhängig von
einer mathematischen Funktion berechnet, die eine
Approximation des kalendertagabhängigen Verlaufs der
Sonnenaufgangszeit bzw. der Sonnenuntergangszeit
darstellt.
5. Rolladensteuerung nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungs-
und/oder die Schließzeiten mit den Tageszeiten für
Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang übereinstimmen.
6. Rolladensteuerung nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungs-
und/oder die Schließzeiten gegenüber den Tageszeiten
für Sonnenaufgang bzw. für Sonnenuntergang zumindest
an ausgewählten Kalendertagen zeitlich versetzt sind.
7. Rolladensteuerung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die ausgewählten Kalender
tage Tage in der Mitte des Winters und/oder des
Sommers sind, an denen die Öffnungszeiten und/oder
die Schließzeiten gegenüber Sonnenaufgang bzw. Sonnen
untergang vorverlegt oder verzögert sind.
8. Rolladensteuerung nach Anspruch 1 und 2,
gekennzeichnet durch eine Recheneinheit, die die
Öffnungszeiten und die Schließzeiten von Kalenderwoche zu
Kalenderwoche oder in ähnlichen Zeitabständen um eine
Zeitspanne variiert, welche der Veränderung der Sonnen
aufgangszeit bzw. der Sonnenuntergangszeit innerhalb
einer Kalenderwoche entspricht.
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