DE4008350C2 - Modular aufgebautes Schaftwerkzeug für die Innen- und/oder Außenbearbeitung von Werkstückoberflächen - Google Patents
Modular aufgebautes Schaftwerkzeug für die Innen- und/oder Außenbearbeitung von WerkstückoberflächenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein modular aufgebautes Schaftwerkzeug für
die
Bearbeitung von zylindrischen
Außen- und/oder Innenoberflächen von Werkstücken.
Derartige Werkzeuge, wie z. B. in dem Buch "Zerspanungswerkzeuge für den Sondermaschinenbau
und automatische Fertigungstaktstraßen", Vladimi Roek, Technischer Verlag
Günter Grossmann GmbH, Stuttgart-Vaihingen, 1972, beschrieben, sind in Form von Reibahlen, Senk-,
Feinbohr- und Drehwerkzeugen in verschiedensten Ausfüh
rungen auf dem Markt. Sie werden häufig zur Herstellung
von Stufenbohrungen mit konischen, runden oder planen
Übergängen eingesetzt, was voraussetzt, daß das Werk
zeug mit mehreren Schneidstufen ausgestattet wird. Der
artige Werkzeuge benötigen einen Werkzeughalter bzw.
-schaft mit verhältnismäßig großer Eigendämpfung, was
den Einsatz verhältnismäßig teurer Materialien be
dingt. Um die Produktion des Werkzeugs möglichst wirt
schaftlich zu gestalten, besteht das herkömmliche Kon
zept des Aufbaus solcher Werkzeuge darin, Schneidein
sätze bzw. Führungsleisten dieser Feinbearbeitungswerk
zeuge einstellbar am Schneidenträger bzw. an einer
Schaftverlängerung festzulegen. Die Schneideneinsätze
in Form von Hartmetall-Plättchen, die radial und axial
gestuft angeordnet sind, werden unter Zuhilfenahme ei
ner Pratzenspannung am Schneidenträger festgelegt.
Diese Konstruktion ist allerdings relativ kompliziert
zu handhaben und läßt sich für kleine Durchmesserberei
che praktisch nicht mehr anwenden. Die Justierung der
Schneiden mittels der Pratzenspannung erfordert darüber
hinaus verhältnismäßig viel Geschick und behindert re
gelmäßig den Späneabfluß. Die Anzahl der Schneiden pro
Bearbeitungsstufe war deshalb bei bekannten Konzepten
und insbesondere bei kleineren Bearbeitungsdurchmessern
beschränkt.
In Bild 144 der oben genannten Fundstelle ist ein Senker
offenbart, der unter Zuhilfenahme eines Zentrierteils in
Form eines Reibahlenschaftes am eigentlichen Senker befestigt
ist. Da in diesem Fall der Schaft der Reibahle in den
Senker-Körper geschraubt ist und dementsprechend am Schaft
Maßnahmen getroffen werden müssen, um den Einschraubvorgang
bewerkstelligen zu können, ist eine beliebige, modulare
Zusammenstellung von Werkzeugen mit unterschiedlichen
Schneidstufen nicht ohne weiteres möglich. Der Einsatzbereich
ist mit diesem bekannten Verbundwerkzeug deshalb eingeschränkt.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein
Schaftwerkzeug der eingangs beschriebenen Art zu schaf
fen, das so aufgebaut ist, daß es wirtschaftlicher mit
einem vergrößerten Arbeitsspektrum einsetzbar ist, bei
dem die Schneiden bzw. Schneidstufen mit einfacheren
Handgriffen austauschbar sind und das wirtschaftlicher
herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Auf diese
Weise entsteht ein Aufbau, der es ermöglicht, die
Schneidstufen als separate Schneidstufenteile auszubil
den, die unter Zuhilfenahme des zentralen Zugankers in
radialer und axialer Richtung am Spannschaft positio
nierbar sind. Die Einleitung der Spannkraft kann dabei
in vorteilhafter Weise an der der Schneidstelle abge
wandten Seite des Zugankers erfolgen, d. h. im Bereich
einer Innenausnehmung des Spannschaftes bzw. des
Schneiden-Trägerteils und somit an einer Stelle, an der
sich die Befestigungs- bzw. Spannmittel nicht mehr ne
gativ auf den Späneabfluß auswirken können. Dabei kann
die zur Einleitung der axialen Spannkraft erforderliche
Schulter am Zuganker selbst als Zentralwerkzeug, wie z. B.
als Zentrierwerkzeug oder als Werkzeug zum Bohren
ins Volle ausgebildet sein, wodurch die Möglichkeit er
öffnet wird, die dortige Bearbeitungsstufe mit Nenn
durchmessern bis hinab zu 2 mm auszuführen. Erfin
dungsgemäß wird somit das Schaftwerkzeug in axialer
Richtung modular aufgebaut, wobei jede Schneidstufe bis
zur Endmontage separat handhabbar und unter Berücksich
tigung der individuellen Anforderungen hinsichtlich der
zu erwartenden Schnittbedingungen gestaltbar und her
stellbar ist. So kann beispielsweise eine Schneidstufe
aus Vollhartmetall bestehen, während die angrenzende
Schneidstufe aufgrund der dort möglichen geringeren Be
anspruchung aus beschichtetem Schnellstahl hergestellt
sein kann. Weil die einzelnen Schneidstufen keine Ein
richtungen mehr zur Schneidenjustierung aufweisen, ver
bleibt für die Anordnung der Schneiden mehr Raum, wo
durch sich der besondere Vorteil ergibt, daß auf einer
Bearbeitungsebene mehrere Schneiden angeordnet werden
können. Die Einzelteile des modular aufgebauten Schaft
werkzeugs sind darüber hinaus einfacher nachschleifbar
und vor allen Dingen wesentlich schneller austauschbar,
so daß bei Verschleiß einer Bearbeitungsstufe die Aus
fallzeit des Werkzeugs drastisch reduziert ist. Nach
dem Auswechseln einer Schneidstufe befinden sich die
Schneiden zwangsläufig wieder im Soll-Abstand, so daß
zeitraubende Neueinstellungen entfallen.
Die erfindungsgemäße Gestaltung des Schaftwerkzeugs er
laubt es sogar, die einzelnen Bearbeitungsstufen als
Ein-Weg-Werkzeuge zu konzipieren, weil die Herstel
lungskosten einer Bearbeitungsstufe aufgrund der modu
laren Auftrennung des Werkzeugs im Verhältnis zu den
Kosten des Gesamtwerkzeugs kleiner werden. Es hat sich
gezeigt, daß der Zuganker selbst dann, wenn eine Viel
zahl von Schneidstufen axial gespannt werden, zuverläs
sig in der Lage ist, einen exakten Rundlauf des Werk
zeugs sicherzustellen, was mit darauf zurückzuführen
ist, daß die einzelnen Schneidstufen weitgehend symme
trisch ausgebildet werden können. Denn einseitig, d. h.
asymmetrisch angeordnete Klemmechanismen für die
Schneiden, die bislang erforderlich waren, müssen nicht
mehr vorgesehen sein.
Zwar ist aus der DE-PS 25 41 123 bereits ein Werkzeugkörper
bekannt, dessen Bohrwerkzeuge mittels Zwischenstücken so angeordnet
sind, daß die einzelnen Komponenten axial hintereinander
zusammengeschraubt werden und sich jeweils an einer
Innenschulter abstützen. Dieses Verbundwerkzeug beinhaltet
aber den Nachteil, daß aufwendige, teilweise unwirtschaftliche
Maßnahmen für die Schraubverbindungen vorgesehen werden
müssen. Darüber hinaus ist ein mit oben genannter Anordnung
ausgebildeter Werkzeugkörper nicht beliebig verkleinerbar,
da wegen den Schraubverbindungen eine Mindestgröße aufrechterhalten
werden muß.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
In der Ausbildung gemäß Patentanspruch 2 kann das
Schaftwerkzeug sogar zum Bohren ins Volle eingesetzt
werden, wobei sich herausgestellt hat, daß im Bereich
des Spitzen-Schneidstufenteils selbst Nenndurchmesser
bis 2 mm realisierbar sind.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die auf dem Zu
ganker aufgefädelten Schneidstufenringe je
weils mit einer Passungsbohrung für den Durchgriff des
Zugankers ausgebildet, wobei sie sich gegenseitig anein
ander abstützen. Durch die axiale Spannkraft stabili
sieren sich auf diese Weise die Schneidstufenringe
selbsttätig, wodurch die Möglichkeit eröffnet wird,
eine Vielzahl von Schneidstufenringen aufzufädeln und
somit das Einsatzgebiet des Werkzeugs zu erweitern. Bei
der Herstellung der Schneidstufenringe ist es lediglich
erforderlich, die Passungsbohrung zentrisch und senk
recht zu den beiden Stirnflächen der Schneidstufenringe
auszubilden, was sich allerdings herstellungstechnisch
sehr einfach verwirklichen läßt. Auf diese Weise läßt
sich bereits vom Aufbau her eine hohe Präzision des
Werkzeugs auch mit einer Vielzahl von hintereinander
geschalteten Stufen verwirklichen.
Das Werkzeug kann mit wenigen Handgriffen aus einem
Mehrstufenwerkzeug in ein Einstufenwerkzeug umgerüstet
werden. Hierzu ist es lediglich erforderlich, den Zu
ganker zu entlasten, aus dem Werkzeug zu nehmen und
einen bzw. mehrere Schneidstufenringe durch ein Di
stanzteil bzw. eine Schaftverlängerung zu ersetzen.
Auf diese Weise entsteht ein modulares Werkzeugsystem
für die Innen- und/oder Außenbearbeitung von zylindri
schen Werkstückoberflächen, das aus einer Vielzahl von
wirtschaftlich herstellbaren, den individuellen
Schnittbedingungen optimal angepaßten Komponenten be
steht.
Um die einzelnen Schneidstufenteile in axialer Richtung
zu verspannen, ist es grundsätzlich möglich, den Zugan
ker in ein im Spannschaft vorgesehenes Innengewinde
einzuschrauben. Vorteilhaft ist hingegen die Weiter
bildung gemäß Patentanspruch 5, gemäß der beim Spann
vorgang die Winkel-Relativlage zwischen Zuganker und
ggf. daran befestigtem Schneidteil und Spannschaft un
beeinflußt bleibt.
Damit der Zuganker die zumindest eine Schneidstufe ra
dial positionieren kann, ist eine Führung des Zugankers
im Schaftwerkzeug vorgesehen. Um die axiale Spannkraft
querkraftfrei in den Zuganker einzuleiten, wird die
Spannmutter vorzugsweise mit einem Kontaktabschnitt
ausgebildet, der die Form einer Kugelschicht hat. Die
Gegenfläche ist in diesem Fall vorzugsweise von einer
kugelpfannenförmigen Ring-Stützfläche gebildet, so daß
sich herstellungsbedingte Maßabweichungen auf seiten
des Zugankergewindes, des Gewindes der Spannmutter und
der sich gegenüberliegenden Stützflächen nicht mehr ne
gativ auf die Zentriergenauigkeit des Werkzeugs auswir
ken.
Wenn die Ring-Stützfläche an einem im wesentlichen zy
lindrischen Einsatzteil ausgebildet ist, kann durch ge
eignetes radiales Spiel des Einsatzteils ein zusätzli
cher Freiheitsgrad bereitgestellt werden, mit dem quer
kraftbedingte, innere Verspannungen des Zugankers zu
verlässig ausgeschaltet werden können.
Die Mitnahme der einzelnen Schneidstufenteile in Um
fangsrichtung kann auf verschiedenste Art und Weise er
folgen. Besonders vorteilhaft ist allerdings die Ausge
staltung gemäß den Patentansprüchen 8 bis 11 und 16 bis
18. Der drehfest im Spannschaft aufgenommene Mitnehmer
körper kann gemäß der vorteilhaften Weiterbildung gemäß
Patentanspruch 8 zugleich als Stützkörper zur Einlei
tung der axialen Spannkraft herangezogen werden, was
den Vorzug einer leichten Austauschbarkeit bei Ver
schleiß hat.
Über die drehfeste Verbindung des Zugankers mit dem
Spannschaft wird dementsprechend die Zugankerspitze,
die selbst als Schneidstufe ausgebildet sein kann, mit
der Drehbewegung des Werkzeugs mitgenommen. Unter Zu
hilfenahme einer zwischen die angrenzenden Schneidstu
fenringe bzw. zwischen Schneidstufenring und Schneiden-
Trägerteil geschalteten Mitnehmerscheibe gemäß Pa
tentanspruch 16 wird in vorteilhafter Weise das Drehmo
ment von einer Schneidstufe auf die andere übertragen.
Dabei ergibt sich der zusätzliche Vorteil, daß diese
Mitnehmerscheiben wirkungsvoll zur Schwingungsdämpfung
des Werkzeugs herangezogen werden können, insbesondere
dann, wenn geeignete Werkstoffe für die Mitnehmerschei
ben ausgewählt werden. Die Mitnehmerscheiben haben im
wesentlichen denselben Querschnitt wie die aneinander
angrenzenden Schneidstufenteile, so daß sie dem Spanab
transport nicht im Wege stehen. Die Scheiben selbst
können eine verhältnismäßig kleine axiale Baulänge ha
ben, so daß das Werkzeug in axialer Richtung kompakt
bleibt.
Mit der Weiterbildung gemäß Patentanspruch 18 wird die
Montage des modular aufgebauten Werkzeugs erleichtert,
da die Mitnehmerscheibe auf diese Weise nur mit vorbe
stimmter Orientierung in die angrenzenden Schneidstuf
enteile gesteckt werden kann.
Der Aufbau des Schaftwerkzeugs erlaubt eine problemlose
Integrierung einer innenliegenden Kühl- bzw. Schmier
mittelversorgung. Hierzu ist es vorteilhaft, wenn sich
die Passungsbohrung in den einzelnen Schneidstufenrin
gen in eine Ringkammer erweitert, die mit einem Kühl- und
Schmiermittel-Stichkanal zu den einzelnen Schnei
den der Schneidstufen in Verbindung steht.
Es wurde eingangs bereits erwähnt, daß sich das erfin
dungsgemäße Schaftwerkzeug durch ein einfaches Handling
beim Zusammenstellen und beim Umbau auszeichnet. Ein
besonderer Vorzug ist noch darin zu sehen, daß beim
Verschleiß einzelner Bearbeitungsstufen in kürzester
Zeit und mit geringem Aufwand ein wieder einsatzfähiges
Werkzeug zusammengestellt werden kann. Auch ist die
Nachschleifbarkeit der einzelnen Bearbeitungsstufen
quasi unbegrenzt möglich. Hierbei erweist sich das Kon
zept der Drehmomentübertragung von einer Schneidstufe
auf die andere unter Zuhilfenahme der Mitnehmerscheiben
als besonders vorteilhaft. Über die Mitnehmerscheiben
läßt sich mit einfachsten Mitteln eine Längenkompensa
tion realisieren, so daß selbst geringste Längentole
ranzen nach mehrmaligem Nachschärfen der einzelnen Be
arbeitungsstufen eingehalten werden können.
Nachstehend werden anhand schematischer Zeichnungen
mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Teil-Schnittansicht einer
ersten Ausführungsform eines
mehrstufig arbeitenden Schaft
werkzeugs für die Bearbeitung
von zylindrischen Außen- und
Innenoberflächen von Werkstüc
ken, bei einer Schnittführung
gemäß I-I in Fig. 2;
Fig. 2 den Schnitt gemäß II-II in Fig. 1;
Fig. 3 den Schnitt gemäß III-III in
Fig. 1;
Fig. 4 den Schnitt gemäß IV-IV in Fig. 1;
Fig. 5 eine Schnittdarstellung eines
Schneidstufenrings der Ausfüh
rungsform gemäß Fig. 1;
Fig. 6 die Ansicht gemäß VI in Fig.
5;
Fig. 7 eine teilweise im Schnitt ge
zeigte Ansicht einer modularen,
einstufigen Standard-Reibahle;
Fig. 8 eine Teil-Schnittansicht eines
abgewandelten Schaftwerkzeugs
im Bereich zweier aneinander
grenzender Schneidstufenringe;
Fig. 9 eine Zusammenstellung verschie
dener Module eines Werkzeug
systems, mit dem sich unter
schiedliche, erfindungsgemäße
Schaftwerkzeuge zusammenstellen
lassen; und
Fig. 10 in vergrößertem Maßstab den
Schnitt X-X in Fig. 3.
In Fig. 1 ist mit dem Bezugszeichen 2 ein modulares,
mehrstufiges Feinbohr-Sonderwerkzeug bezeichnet, das in
drei Bereiche, einen Spannschaft 4, ein Schaftwerkzeugkörper
6 und einen Schneidkopf 8 gegliedert ist. Der
Schneidkopf 8 weist drei axial gestaffelte Schneidstu
fen 8 1, 8 2 und 8 3 auf, wobei die dem Schaftwerkzeugkörper
6 am nächsten liegende Schneidstufe 8 3 so gestal
tet ist, daß sie zur Außenbearbeitung von zylindrischen
Werkstückoberflächen herangezogen werden kann.
Die Schneidstufen 8 1 und 8 2 sind als Innenbearbeitungs
werkzeuge, wie z. B. als Feinbohr-, Senk- oder Reib
werkzeuge gestaltet und dienen zur Bearbeitung unter
schiedlicher Durchmesser.
Zur Erreichung eines modularen Aufbaus sind die einzel
nen Schneidstufen an separaten Schneidstufenteilen aus
gebildet. Die Schneidstufen 8 2 und 8 3 sind von Schneid
stufenringen gebildet, während die Schneidstufe 8 1
fest, vorzugsweise einstückig mit einem Schaft 10 eines
Zugankers 12 verbunden ist. Der Zuganker 12 erstreckt
sich mit Passung durch die einzelnen Schneidstufenringe
8 2 und 8 3 sowie durch eine gestufte Innenausnehmung 14
im Spannschaft 4 bzw. im Schaftwerkzeugkörper 6. Dort
wird der Zuganker 12, der zylindrisch ausgebildet ist,
mittels eines Radiallagers 16 zentriert geführt, wobei
zu diesem Zweck Lagerbuchsen 18 und 20 vorgesehen sind,
die über eine Distanzhülse 22 im Abstand gehalten sind.
Durch die zentrierte Lagepositionierung des Zugankers
12 bildet der vom Schaftwerkzeugkörper 6 vorstehende
Abschnitt des Zugankers 12, d. h. der Schaft 10 eine
Zentrierhilfe für die beiden aufgefädelten Schneidstu
fenringe 8 2 und 8 3, die zu diesem Zweck mit Passungs
bohrungen 24 bzw. 26 ausgestattet sind.
Der Zuganker 12 dient dazu, die Schneidstufen 8 1 bis 8 3
mit dem Schaftwerkzeugkörper 6 in axialer Richtung zu
verspannen. Zu diesem Zweck geht die Spitzen-Schneid
stufe 8 1 über eine Radialschulter 28 in den Schaft 10
über. Die Radialschulter steht mit einer Stirnfläche 30
des Schneidstufenrings 8 2 in Anlagekontakt. Die Einlei
tung der axialen Spannkraft erfolgt unter Zuhilfenahme
eines der Spitzen-Schneidstufe 8 1 abgewandten Gewinde
abschnitts 32, der in Funktionseingriff mit einer
Spannmutter 34 steht. Die Spannmutter 34 stützt sich
mit einem kugelschichtförmigen Kontaktabschnitt 36 an
einem Stützring 38 ab, der eine dem kugelschichtförmi
gen Kontaktabschnitt 36 angepaßte, vorzugsweise kugel
pfannenartige Ring-Stützfläche 40 hat. Der Stützring 38
ist mit radialem Spiel in der Innenausnehmung 14 aufge
nommen, so daß sich bei Einleitung der axialen Spann
kraft, was durch Anziehen der Spannmutter 34 geschieht,
der Stützring 38 in radialer Richtung weitestgehend
kraftfrei einstellen kann, um auf diese Weise eine
querkraftfreie Krafteinleitung in den Gewindeabschnitt
32 zu erreichen.
Zur Drehmomentübertragung vom Spannschaft bzw. vom
Schaftwerkzeugkörper 6 auf die einzelnen Schneidstufen
8 1 bis 8 3 ist eine nachfolgend näher zu beschreibende
Mitnehmereinrichtung vorgesehen. Diese besteht für die
vom Spannschaft 4 am weitesten entfernt liegende Spit
zen-Schneidstufe 8 1 darin, daß der Schaft 10 des Zugan
kers 12 an dem der Schneidstufe 8 1 abgewandten Ende
formschlüssig von einem Mitnehmerkörper 42 in Form ei
ner Scheibe umgriffen ist. Der Schaft 10 besitzt in
diesem Bereich zwei einander diametral gegenüberlie
gende Abflachungen 44, die sich in den Gewindeabschnitt
32 hinein erstrecken können. Diese Abflachungen 44 ste
hen in Passungseingriff mit einem Querschlitz 46 des
scheibenförmigen Mitnehmerkörpers 42. Letzterer ist re
lativ zum Schaftwerkzeugkörper 6 mittels einer Siche
rungsschraube 48 gehalten, die in eine radial verlaufende
Gewindebohrung 50 eindrehbar ist und mit einem Kegel
spitzenabschnitt 52 in den Schlitz 46 eingreift.
Die Mitnahme der beiden anderen Schneidstufen in Form
der Schneidstufenringe 8 2 und 8 3 erfolgt unter Zuhilfe
nahme von Mitnehmerscheiben 54 und 56, von denen eine
in Fig. 3 im Schnitt gezeigt ist. Die Mitnehmerschei
ben weisen eine zentrische Führungsbohrung 58 für den
Durchgriff des Schaftes 10 des Zugankers 12 auf. Senk
recht auf der Mittelachse 60 sind Plan-Stirnflächen 62
und 64 vorgesehen, die mit im wesentlichen kongruent
gestalteten Plan-Stirnflächen der angrenzenden Kompo
nenten des Schaftwerkzeugs in Anlagekontakt stehen. Da
die Plan-Stirnflächen 62 und 64 ebenso wie die Plan-
Stirnflächen 66 und 68 der anderen Schneidstufenteile
8 1, 8 2 und 8 3 mit verhältnismäßig geringem Aufwand,
dennoch mit genauer gegenseitiger Ausrichtung, d. h. mit
absoluter Planparallelität gefertigt werden können,
werden durch das Gegeneinanderspannen der Plan-Stirn
flächen 62 bis 68 keine Lageungenauigkeiten in den
Schneidkopf 8 eingebracht, zumal der Schaft 10 des Zu
gankers 12 bedingt durch die exakte Lagerung in den La
gerbuchsen 18 und 20 für eine saubere Ausrichtung der
Schneidstufen sorgt. Auf diese Weise ist es möglich,
die Spitzen-Schneidstufe 8 1 mit einem sehr kleinen
Durchmesser, beispielsweise in der Größenordnung bis zu
2 mm auszugestalten, so daß das Werkzeug dazu herange
zogen werden kann, in einem Arbeitsgang eine Zentrier
bohrung zu setzen, ins Volle zu bohren und mit nachfol
genden Feinbearbeitungswerkzeugen eine Endbearbeitung
von Innenbohrungen und/oder zylindrischen Außenflächen
vorzunehmen.
Die Mitnehmerscheiben 54 und 56 weisen diametral ver
setzte Durchgangsbohrungen 70 und 72 auf, in die je
weils ein abgesetzter Mitnehmerstift 74, 76 eingepaßt
ist. Ein Abschnitt 78 größeren Durchmessers (vgl. Fig.
10) steht von der der Spitzen-Schneidstufe 8 1 abgewand
ten Plan-Stirnfläche 62 vor, während ein Abschnitt 80
kleineren Durchmessers von der anderen Plan-Stirnfläche 64
vorragt. Die Durchmesser der Abschnitte 78 und 80
sind mit D und d bezeichnet. Die Abschnitte 78 und 80
stehen mit entsprechenden Ausnehmungen 82 bzw. 84 in
den angrenzenden Komponenten des Schaftwerkzeugs in
Passungseingriff, so daß eine formschlüssige Kopplung
zwischen dem Schaftwerkzeugkörper 6, der Mitnehmer
scheibe 54, dem Schneidstufenring 8 2, der Mitnehmer
scheibe 56 und des benachbarten Schneidstufenrings 8 3
vorliegt. Die unterschiedlichen Durchmesser D und d ha
ben den Vorteil, daß das Zusammenstellen des Werkzeugs
aus verschiedenen Schneidstufenringen dahingehend ver
einfacht wird, daß die einzelnen Schneidstufen nur in
einer vorbestimmten Orientierung zusammengesetzt werden
können. Die Zentren der vorstehenden Mitnehmerab
schnitte 78 und 80 liegen bei der beschriebenen Ausfüh
rungsform auf demselben Durchmesser 86. Grundsätzlich
wäre es allerdings auch möglich, mit Mitnehmerscheiben
zu arbeiten, bei denen die vorspringenden Abschnitte 78
und 80 von unterschiedlichen Bauteilen gebildet sind
und auf unterschiedlichen Durchmessern liegen.
Über die vorstehend beschriebenen Mitnehmerscheiben 54
und 56 erhält das mehrstufige Feinbohr-Sonderwerkzeug
eine Eigen-Schwingungsdämpfung, die durch geeignete
Auswahl des Werkstoffs für diese Mitnehmerscheiben ge
steuert werden kann. Vorzugsweise wird als Werkstoff
für diese Komponenten Stahl oder eine Schwermetallegie
rung verwendet.
Die Fig. 3 und 4 lassen erkennen, daß die Mitnehmer
scheiben 54 und 56 vorzugsweise so gestaltet sind, wie
das angrenzende im Durchmesser kleinere Schneidstufen
teil. Auf diese Weise ergibt sich von Spitze des Werk
zeugs bis zum Schaft eine stufenfreie Spannut, was dem
Abtransport der Späne förderlich ist, auch wenn das
Werkzeug zum Bohren ins Volle eingesetzt wird.
Die Fig. 3 und 4 lassen darüber hinaus erkennen, daß
die einzelnen Schneidstufenteile 8 2 und 8 3 zumindest
punktsymmetrisch ausgebildet werden können, so daß ge
sonderte Auswuchtmaßnahmen nicht mehr erforderlich
sind. Die Schneidstufenringe können bereits mit ange
formten bzw. starr befestigten Führungsfasen 88 ausge
stattet werden, die ebenfalls an den Mitnehmerscheiben
54, 56 vorgesehen sein können.
Aus der vorstehenden Beschreibung wird somit klar, daß
auf diese Weise ein modulares Werkzeugsystem für die
Innen- und Außenbearbeitung von zylindrischen Werk
stückoberflächen geschaffen wird. Durch geeignete Aus
wahl der auf den Zuganker 12 aufzufädelnden Schneid
stufenteile 8 1 bis 8 3 gelingt es, Werkstückoberflächen
mit größter Maßhaltigkeit in Folge und/oder gleichzei
tig zu bearbeiten, wobei jede Schneidstufe bzw. jedes
Schneidstufenteil 8 1 bis 8 3 den individuell vorliegen
den Beanspruchungen angepaßt werden kann. So ist es
beispielsweise möglich, das Schneidstufenteil 8 3, in
dessen Bereich höhere Schnittgeschwindigkeiten auftre
ten, aus anderen Werkstoffen herzustellen bzw. mit an
deren Beschichtungen zu versehen als die übrigen
Schneidstufen, um eine Angleichung der Standzeiten der
verschiedenen Schneidstufen zu erreichen. Ferner ist es
möglich, bei Verschleiß einer Schneidstufe lediglich
diese auszutauschen, was die Möglichkeit eröffnet, die
einzelnen Schneidstufen als Ein-Weg-Werkzeuge zu ge
stalten.
Der erfindungsgemäße Aufbau des Mehrstufenwerkzeugs er
laubt es darüber hinaus, das Werkzeug mit einer wirksa
men Kühl- und Schmiermittelversorgung auszustatten.
Diese soll anhand der Fig. 8 schematisch erläutert
werden.
In diesem Fall ist der Schaft 110 des Zugankers 112 mit
einer Zentralbohrung 190 versehen, von der im vorbe
stimmten Abstand Stichkanäle 192 abzweigen. Diese mün
den in Ringkammern 194, in die sich die Passungsbohrun
gen 124, 126 erweitern. Von den Ringkammern 194 wie
derum gehen Stichkanäle 196, 198 aus, die in unmittel
barer Nähe der Schneiden nach außen münden. Durch An
schluß der Zentralbohrung 190 an ein Schmier- bzw.
Kühlmittelsystem gelingt es somit, die Schneiden zuver
lässig zu kühlen, um die Standzeit des Werkzeugs zu
sätzlich anheben zu können.
In Fig. 7 ist eine weitere Ausführungsform der Erfin
dung gezeigt, wobei hier das erfindungsgemäße Konzept
bei einer Standard-Reibahle verwirklicht ist. Bei die
ser Ausführungsform ist ein mit 204 bezeichneter Spann
schaft, der mit einer Spannfläche 203 ausgestattet ist,
mit einer Schaftverlängerung 205 versehen, die in einer
Plan-Stirnfläche 207 endet. Ein mit 212 bezeichneter
Zuganker erstreckt sich durch den Spannschaft 204 und
die Verlängerung 205 sowie durch eine Zentrierbohrung
224 eines Schneidstufenrings 208. Letzterer liegt mit
seiner Plan-Stirnfläche 262 an einer Schulterfläche 228
des Zugankers 212 an, der wiederum mit seinem endseiti
gen Gewindeabschnitt 232 versehen ist. Mit dem Gewinde
abschnitt wirkt eine Spannmutter 234 zusammen, mit der
der Zuganker 212 axial unter Zug gesetzt werden kann.
Zwischen der Spannmutter 234 und einer Ring-Stützfläche
240 ist wiederum ein Kugelflächen-Passungskontakt vor
gesehen, um die Spannkraft querkraftfrei einzuleiten.
Im Bereich des vorderen Endes der Schaftverlängerung
205 ist eine Radiallagerstelle 216 für den Schaft 210
vorgesehen, so daß der Schneidstufenring 208 zentrisch
zur Achse 260 positioniert wird.
Zur Mitnahme des Schneidstufenrings 208 ist eine Mit
nehmerscheibe 254 vorgesehen, die mit vorstehenden Mit
nehmer-Abschnitten 278 und 280 mit Passung in entspre
chende Ausnehmungen der Verlängerung 205 einerseits und
des Schneidstufenrings 208 eingreift.
Fig. 9 gibt in einer Übersichtsskizze die verschie
denen Möglichkeiten der Zusammenstellung des modular
aufgebauten mehrstufigen Schaftwerkzeugs an. Die Figur
läßt im einzelnen erkennen, daß der Einsatz verschie
denster Spannschäfte möglich ist. Während der Spann
schaft 4 einen Kurzkegel 41 mit Planfläche 43 aufweist
und der Spannschaft 204 als Zylinderschaft mit Spann
fläche 203 ausgebildet ist, ist der mit 304 bezeichnete
Spannschaft als reiner Zylinderschaft gestaltet. Sowohl
bei Verwendung des Schaftes 204 als auch bei Verwendung
des Schaftes 304 kann die gleiche Art und Weise der
Spannmutterabstützung Anwendung finden, wie sie unter
Bezug auf die Fig. 1 erläutert worden ist. Während bei
der Ausführungsform gemäß Fig. 1 der Mitnehmerkörper
42 an einer Schulter 45 der Innenausnehmung 14 anliegt
und sich der Stützring 38 somit indirekt an der Schul
ter 45 abstützt, kann auch vorgesehen sein - was in Fig. 9
angedeutet ist -, daß sich der Stützring 338 un
mittelbar an der Schulter 345 abstützt und mittels ei
ner nicht näher dargestellten Sicherungsschraube
drehlagemäßig positioniert ist.
In Verbindung mit unterschiedlichen Spannschäften kön
nen auch verschiedene Schaftverlängerungen Anwendung
finden. Für den Fall, daß im Durchmesser kleine Zugan
ker zum Einsatz kommen, kann es von Vorteil sein, im
Bereich der der Spannstelle abgewandten Enden der
Schaftwerkzeugkörper 6, 206 und 306 mit eingesetzten
Lagerbuchsen 416 zu arbeiten.
Die verschiedenen Spannschäfte und Schaftwerkzeugkörper
können mit unterschiedlichen Schneidstufenringen
kombiniert werden, wobei jeweils zwischen aufeinander
folgenden Komponenten Mitnehmerscheiben 54 bzw. 56 zwi
schenzuschalten sind. Mit S1 bis Sx sind Senkstufen,
mit F1 bis Fx sind Feinbohr-, Reib- und/oder
Schneidringe bezeichnet, die in beliebiger Kombination
zusammengestellt, d. h. auf den Zuganker aufgefädelt
werden können.
Anstelle einer Mitnehmerscheibe 54 ist es im Bereich
der Schnittstelle zwischen Schaftwerkzeugkörper 206 und
einem angrenzenden Schneidstufenring 208 bzw. 209 auch
möglich, lediglich mit eingesetzten Stiften 92 die Ver
drehsicherung zu bewerkstelligen.
Zum axialen Verspannen können unterschiedlich gestal
tete Zuganker Anwendung finden. Während der Zuganker 12
stirnseitig mit einer Feinbearbeitungs-Schneidstufe 8 1
drehfest verbunden ist, ist der in Fig. 9 mit dem Be
zugszeichen 412 bezeichnete Zuganker mit einem Werk
zeugteil 408 1 in Form eines Spiralbohrerteils ausge
stattet.
Der Zuganker 512 schließlich weist an seinem dem Gewin
deabschnitt 532 abgewandten Ende ein weiteres Außenge
winde 533 auf, auf die eine geeignete Spitzen-Schneid
stufe schraubbar ist.
Mit dem Bezugszeichen 94 ist in Fig. 9 noch eine Werk
zeugverlängerung bezeichnet, die ebenfalls eine Pas
sungsbohrung 96 für den Durchgriff des Zugankers 12
aufweist. Mittels dieser Verlängerung 94 gelingt es,
die einzelnen Schneidstufen in axialer Richtung mit
Sollmaß zu staffeln.
Aus der vorstehenden Beschreibung wird klar, daß es mit
dem modularen Aufbau des Werkzeugs gelingt, in kürze
ster Zeit ein stabiles, standfestes Werkzeug zusammen
zustellen, das in jeder Schneidstufe den individuellen
Einsatzbedingungen optimal angepaßt ist. Durch die Zen
tralspannung können je Bearbeitungsebene viele Schnei
den angeordnet werden, ohne hierdurch den Spanfluß zu
behindern. Für jede Schneidstufe kann darüber hinaus
der Werkstoff und/oder die Beschichtungsart gesondert
gewählt werden, wobei sich der zusätzliche Vorteil ei
nes sehr exakten Rundlaufs des Gesamtsystems ergibt. Es
ist sogar möglich, in das Werkzeugsystem eine Meßein
richtung in Form eines Luftmeßdorns zu integrieren, der
dann anstelle eines Schneidstufenrings in das Werkzeug
eingegliedert wird. Auch die Ausfallzeiten bei un
gleichmäßigem Verschleiß der einzelnen Schneidstufen
können durch das erfindungsgemäße Konzept verringert
werden, da eine gesamte Schneidstufe durch eine bereits
voreingestellte neue Stufe ersetzt werden kann. Über
die Mitnehmerscheiben 54, 56 bzw. durch die Verlänge
rungen 94 gelingt es darüber hinaus, beim Mehrfach-
Nachschleifen der einzelnen Schneidstufen eine Längen
kompensation des Werkzeugs vorzunehmen, so daß selbst
geringste Längentoleranzen, d. h. vorbestimmte Axialab
stände von gleichzeitig oder in Folge arbeitenden
Schneiden mit hoher Präzision eingehalten werden kön
nen.
Selbstverständlich sind Abwandlungen der vorstehend be
schriebenen Ausführungsformen möglich, ohne dadurch den
Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. So ist es
beispielsweise möglich, im Bereich der das Drehmoment
übertragenden Mitnehmerscheiben mit mehr als zwei dia
metral versetzten Stiften zu arbeiten. Es ist auch mög
lich, die Stifte mit einem von der Kreisform abweichen
den Querschnitt auszugestalten. Auch ist das Werkzeug
nicht auf die in den Figuren dargestellten Kopplungs
stellen an die Werkzeug-Grundaufnahme beschränkt.
Schließlich sind nicht nur Feinbearbeitungs-Schneidstu
fen, sondern auch andere Senk- und/oder Bohrstufen re
alisierbar.
Die Erfindung schafft somit ein Schaftwerkzeug für die
Innen- und/oder Außenbearbeitung, insbesondere für die
Bearbeitung von zylindrischen Außen- und/oder Innen
oberflächen von Werkstücken. Im Bereich eines Spann
schafts bzw. eines sich daran anschließenden Schneiden-
Trägerteils weist das Schaftwerkzeug eine Innenschulter
auf, an der sich ein sich durch das gesamte Schaftwerk
zeug erstreckender und zumindest abschnittsweise radial
geführter, zylindrischer Zuganker abstützt. Mittels des
Zugankers ist zumindest ein Schneidstufenteil unter ra
dialer Positionierung axial gegen eine Anlagefläche
spannbar. Es entsteht somit ein aus mehreren Schneid
stufenteilen aufgebautes Modular-Werkzeug, dessen
Schneidstufen im Hinblick auf die individuellen Anfor
derungen auswählbar und mit geringstem montagetechni
schem Aufwand zu einem Gesamtwerkzeug zusammenstellbar
sind.
Claims (25)
1. Modular aufgebautes Schaftwerkzeug für die Bearbeitung
von zylindrischen Außen- und/oder Innenoberflächen von
Werkstücken, mit einer wählbaren Anzahl von axial gegen
einen Schaftwerkzeugkörper spannbaren und zentrisch
ausgerichteten Schneidstufen und einem dem Schneidkopf
abgewandten Spannschaft, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schaftwerkzeugkörper (6) eine Innenschulter (45;
345) aufweist, an dem sich ein sich durch das gesamte
Schaftwerkzeug (2) erstreckender, zumindest
abschnittsweise radial geführter, zylindrischer
Zuganker (12; 212; 412; 512) abstützt, auf dem die
jeweilige Anzahl der bausatzähnlich zusammensetzbaren
Schneidstufenteile (8 1; 8 2, 8 3; 408 1) aufgefädelt und
axial gegen eine Stirnfläche eines
Schaftwerkzeugkörpers (6; 206; 306) spannbar ist.
2. Schaftwerkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zuganker (12; 412) an
seinem vorderen Ende fest mit einem Zentralwerkzeug
(8 1; 408 1) verbunden ist.
3. Schaftwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zuganker (12; 212; 412)
an seinem dem Spannschaft (4; 204; 304) abgewandten
Ende eine Radialschulter (28; 228; 428) zur Anlage ei
nes Schneidstufenteiles (8 2) hat.
4. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidstufenteile (8₂,
8₃) jeweils mit einer Passungsbohrung (24, 26) für den
Durchgriff des Zugankers (12, 10) ausgebildet sind und
sich gegenseitig zumindest mittelbar aneinander abstüt
zen.
5. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zuganker (12) an seinem
dem Spannschaft (4) zugewandten Ende mit einem Außenge
winde (32; 532) versehen ist, auf das eine Spannmutter
(34) schraubbar ist, welche sich an einer Ring-Stütz
fläche (40) abstützt.
6. Schaftwerkzeug nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spannmutter (34) einen
balligen, vorzugsweise in Form einer Kugelschicht ausge
führten Kontaktabschnitt (36) hat, der mit einer kugel
pfannen- oder kegelförmig gestalteten Ring-Stützfläche
(40) in Anlagekontakt bringbar ist.
7. Schaftwerkzeug nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ring-Stützfläche (40)
an einem im wesentlichen zylindrischen Einsatzteil (38)
ausgebildet ist.
8. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zuganker (12) im Be
reich seines dem Spannschaft (4) zugewandten Endab
schnitts einen von der Kreisform abweichenden Quer
schnitt hat, der formschlüssig von einem Mitnehmerkör
per (42) umgeben ist, welcher drehfest im Spannschaft
(4) bzw. im Schaftwerkzeugkörper (6) aufgenommen ist.
9. Schaftwerkzeug nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmerkörper die
Form einer Scheibe (42) hat, die mittels des Zugankers
(12) gegen eine Innenschulter (45) des Schaftwerkzeugs
preßbar ist.
10. Schaftwerkzeug nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zuganker (12) im Be
reich des Mitnehmerkörpers (42) zweiseitig mit Abfla
chungen (44) versehen ist, die in Passungseingriff mit
einem Schlitz (46) des Mitnehmerkörpers (42) stehen.
11. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmerkörper (42)
mit einer im wesentlichen radial ausgerichteten Befesti
gungsschraube (48) drehfest im Schaftwerkzeug festleg
bar ist.
12. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
gekennzeichnet durch einen Radial-Lagerabschnitt (16
bis 22) für den Zuganker (12).
13. Schaftwerkzeug nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerabschnitt (16 bis
22) sich an die Innenschulter (45) anschließt.
14. Schaftwerkzeug nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerabschnitt (206;
306; 416; 216) im Bereich des vorderen Endes einer
Schaftverlängerung (205) ausgebildet ist.
15. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerabschnitt zumin
dest einen Lagerbuchsen-Einsatz (18, 20; 416) aufweist.
16. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß zur drehfesten Verbindung
der mittels des Zugankers (12) in axialer Richtung ver
spannbaren Schneidstufen bzw. Schneidstufenteile (8 1;
8 2; 8 3; 208) zumindest eine Mitnehmerscheibe (54, 56)
vorgesehen ist, die eine Zentrierbohrung (58) für den
Durchgriff des Zugankers (12) und auf jeder Planfläche
(62, 64) zumindest einen Mitnehmerstift (78, 80) auf
weist, der in Passungseingriff mit einer stirnseitigen
Ausnehmung (82, 84) einer Anlagefläche (66, 68) des an
grenzenden Werkzeugteils steht.
17. Schaftwerkzeug nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Planfläche (62, 64)
mehrere, in gleichmäßigem Umfangsabstand zueinander
stehende Mitnehmerstifte (78, 80) aufweist.
18. Schaftwerkzeug nach Anspruch 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Durchmesser (D, d) der
Mitnehmerstifte (78, 80) zu beiden Seiten der Mitneh
merscheibe (56) unterschiedlich sind.
19. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 4 bis 18,
gekennzeichnet durch ein Verlängerungsteil (94), das
eine axiale Länge hat, die im wesentlichen der axialen
Länge eines Schneidstufenteiles (8 2, 8 3) oder einem
ganzzahligen Vielfachen davon entspricht.
20. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 4 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Passungsbohrung
(124) im Schneidstufenteil (108 2; 108 3) in eine Ring
kammer (194) erweitert, von der ein Kühl- und Schmier
mittel-Stichkanal (196, 198) zur Schneide ausgeht.
21. Schaftwerkzeug nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zuganker (112) eine
vorzugsweise zentrale Innenbohrung (190) hat, von der
Radialkanäle (192) ausgehen, die in die Ringkammern
(194) münden.
22. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidstufenteile zu
mindest im Bereich der Schneiden aus Hartmetall beste
hen.
23. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidstufenteile zu
mindest im Bereich der Schneiden mit einer verschleiß
festen Beschichtung versehen sind.
24. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 16 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerscheiben (54,
56) aus schwingungsdämpfendem Material, wie z. B. aus
Stahl oder Schwermetall oder einer entsprechenden Le
gierung bestehen.
25. Schaftwerkzeug nach einem der Ansprüche 4 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, daß auf den Zuganker (12) ein
Luftmeßdorn aufgefädelt ist, dessen Luftversorgung über
den Zuganker (12) erfolgt.
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|---|---|---|---|
| DE19904008350 DE4008350C2 (de) | 1990-03-15 | 1990-03-15 | Modular aufgebautes Schaftwerkzeug für die Innen- und/oder Außenbearbeitung von Werkstückoberflächen |
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ID=6402312
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