DE4008007C2 - Induktionsheizofen zum Schmelzen von Metall - Google Patents
Induktionsheizofen zum Schmelzen von MetallInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Induktionsofen mit einem
Ofenkörper, der einen Boden und eine vom Boden aus
aufwärtsragende Ofenwand mit einer äußeren Umfangsfläche enthält, um
die herum eine Spule gelegt ist.
Derartige Öfen werden zum Schmelzen von Metall verwendet,
wobei der Ofenkörper zum Beispiel als Tiegel oder Rinne
ausgebildet sein kann, in dem bzw. der das Metall durch eine
Induktionsheizung geschmolzen und das sich ergebene,
geschmolzene Metall auf der erwünschten Temperatur gehalten
wird.
Induktionsöfen der eingangs erwähnten Art sind aus der DE-GM
87 04 101 und der DE-AS 15 58 023 bekannt. Aus der
erstgenannten Druckschrift geht ein Induktionsofen hervor,
bei dem das Tiegelmaterial aus einer Mischung von
Kieselsäurematerial und Korund besteht. Aus der zweiten
Druckschrift ist ein Induktionstiegelofen mit gestampften
Tiegel bekannt, der von einem Zylinder aus keramischen
Material umgeben ist, welcher Längslöcher aufweist, durch
die in der Tiegelstampfmasse vorhandenes Wasser beim Sintern
ohne Berühren der Induktionsspule abfließen kann, wodurch
eine schnelle Trocknung eines neu hergestellten Tiegels
möglich ist. Durch diese Möglichkeit zur schnellen Trocknung
kann ein neuer Tiegel bei veränderter Lebensdauer von Anfang
an mit voller Leistung betrieben werden.
Wenn ein solcher bekannter Induktionsofen der eingangs
erwähnten Art, in dem Metall geschmolzen wird, und der einen
Körper aus einem feuerfesten Metall aufweist, platzt, kann
das geschmolzene Metall aussickern und mit der
Induktionsspule in Berührung kommen, wodurch somit ein
großer Unglücksfall entsteht. Um dies wahrzunehmen, ist der
Induktionsofen in typischer Weise mit einer das Aussickern
von geschmolzenen Metall wahrnehmenden Einheit versehen.
Derartige, bei Induktionsöfen der eingangs erwähnten Art
verwendete Einheiten, die das Aussickern von geschmolzenem
Metall anzeigen sind in den japanischen
Gebrauchsmusteranmeldungen Nr. 101792/1988 und 159892/1984,
in der japanischen Patentanmeldung Nr. 182568/1987, in der
veröffentlichten japanischen Gebrauchsmusteranmeldung Nr.
7278/1983 und in der DE-OS 28 24 590 erläutert.
Ein typisches Beispiel der gebräuchlichen Einheiten, die das
Aussickern von geschmolzenem Metall anzeigen sei unter
Bezugnahme auf Fig. 4 beschrieben. Wenn der tiegelförmige
Körper 1 des Induktionsofens aus feuerfestem Material abnorm
beschädigt wird oder bricht, sickert aus ihm geschmolzenes
Metall aus, was, wie folgt, angezeigt wird. In dem Ofen des
Körpers 1 ist eine erste Elektrode 4 derart angeordnet, das
sie mit dem geschmolzenem Metall 3 in
Berührung steht. Eine zweite Elektrode 5 aus Alumi
nium- oder rostfreier Stahlfolie ist zwischen einer um den Körper 1 ge
wickelten Induktionsspule 2 und der Außenfläche einer wärmeisolierenden Schicht
untergebracht, die die äußere, zylindrische Wand des Körpers 1 bedeckt. Au
ßerhalb des Körpers 1 wird eine vorgegebene Spannung zwischen den beiden
Elektroden 4 und 5 angelegt. Falls das geschmolzene Metall 3 aus dem Körper
1 durch Risse oder dgl. aussickert und mit der zweiten Elektrode 5 in Berüh
rung kommt, entsteht eine Strombahn zwischen den beiden Elektroden 4 und 5
über das geschmolzene Metall 3. Dieser zwischen den beiden Elektroden fließende
Strom wird somit an einem Strommesser 6 wahrgenommen. Mit anderen Wor
ten gesagt, gibt der Ausschlag des Strommessers 6 das Vorhandensein eines
Lecks an. In Abhängigkeit von der Anzeige wird ein hörbares Warnsignal er
zeugt.
Obgleich sich diese Erfindung teilweise auf das oben erläuterte Anzei
ge-Verfahren für Lecks von geschmolzenem Metall bezieht, betrifft sie insbe
sondere eine Ofenbautechnik, durch die die obigen Leckanzeige-Maßnahmen un
nötig werden und als veraltet gelten. Der Körper des Ofens wird durch Sin
tern eines gußfähigen, feuerfesten Materials in der folgenden Weise herge
stellt. Zuerst wird eine Spulenanordnung durch einen Überzug auf Induktions
spulen auf solch eine Weise ausgebildet, daß sie gegeneinander und ge
gen Erde isoliert sind. Auf der Innenseite der so ausgebildeten Spulenan
ordnung wird ein körniges, feuerfestes Material, das zum Pressen vorgesehen
sein kann, aufgebracht und dann durch Stampfen gehärtet, um einen Ofenboden
zu bilden. Wenn eine Metallform auf den Ofenboden gesetzt ist, wird ein ähn
liches, zum Pressen vorgesehenes Material durch Stampfen gehärtet, um die
Seitenwand des Ofenkörpers zu bilden. Danach werden eine Metallform und ge
mahlenes Metall in den Ofenkörper gebracht. Nach dem Sintern mit einem Bren
ner bei einer niedrigen Temperatur wird das gemahlene Metall durch eine In
duktionsheizung mit Hilfe der erregten Spule geschmolzen, wodurch das zum
Pressen vorgesehene Material in dem Ofen sintert. In diesem Fall wird die
Metallform mit dem gemahlenen Metall zusammengeschmolzen; es kann auch eine
Metallform mit einem hohen Schmelzpunkt benutzt werden, die schließlich ent
fernt und erneut verwendet werden kann.
Ein bekanntes Verfahren zum Aufbau eines Ofens dieser Art ist in der
veröffentlichten japanischen Patentanmeldung Nr. 53190/1981 erläutert. In
dem Verfahren wird Boroxid (B2O2) als Sintermaterial für ein zum Pressen
vorgesehenes Material aus Siliciumdioxid benutzt; daher ist die nachteilige
Wirkung eines Wassergehaltes, also eine Wasserentzugs-Reaktion während des
Sinterns ausgeschaltet - verglichen mit dem bekannten Verfahren, bei dem
Borsäure (H3BO3) Anwendung findet.
Selbst wenn der Schaden am Körper eines Ofens, bei dem das bereits be
schriebene Verfahren zur Wahrnehmung des Aussickerns von geschmolzenem Me
tall angewendet wird, nicht wesentlich ist, entweicht während des Ofenbe
triebes aus den Poren des Ofenkörpers gelegentlich Wasserdampf, der in dem
feuerfesten Material des Ofenkörpers (z. B. im natürlichen Siliciumdioxid)
vorhanden ist, oder Metalldampf, wenn die zu sinternden Metallknüppel aus
einem Material von tiefem Schmelzpunkt sind, (z. B. aus Blei oder Zink, aus
mit Zink plattierten Eisenplatten oder aus einer Zink-Kupfer-Legierung).
Selbst wenn der Ofenkörper keine wesentlichen, sondern nur geringfügige
Leckverluste von Wasser- oder Metalldampf aufweist, und selbst wenn die pe
ripheren Bestandteile des Ofenkörpers, insbesondere die Induktionsspule
nicht nachteilig beeinflußt werden, kommt es vor, wie aus der obigen Be
schreibung hervorgeht, daß geschmolzenes Metall aussickert, so daß sich ei
ne unnötige Ofenreparatur ergeben kann. Wie oben erläutert, wird der Ofen
körper dadurch hergestellt, daß körniges, feuerfestes Material durch Stamp
fen gehärtet wird. Dementsprechend weist der Ofenkörper eine Anzahl Poren
auf. Daher geht manchmal der Dampf eines Metalls mit niedrigem Schmelzpunkt
(z. B. Blei oder Zink) durch die Poren hindurch, sogar wenn sich der Ofen
körper im Normalzustand befindet, wodurch die Hilfsmittel zur Wahrnehmung
von Lecks fehlerhafte Anzeigewerte liefern.
Bei dem oben erläuterten, bekannten Verfahren zur Konstruktion eines
Ofens entsteht durch die Entwässerung des Bors keine Feuchtigkeit. Bei Ver
wendung von Materialien zum Stampfen z. B. aus Siliciumdioxid, Magnesium
oxid, Mullit und Spinell wird wegen des in ihnen enthaltenen Wassers Wasser
dampf erzeugt. Wenn während des Sinterns die Menge erzeugten Dampfes und die
Menge des abgegebenen Dampfes starke Unterschiede voneinander annehmen, dann
werden in dem feuerfesten Material Hohlräume ausgebildet. Die sich ergebende
Struktur hat eine geringe Feuerfestigkeit. Folglich ist eine schnelle Tempe
raturzunahme der Metallform begrenzt.
Dementsprechend ist es ein Ziel der Erfindung einen Induktionsofen zu schaffen bei dem der
Dampf eines Metalls von niedrigem Siedepunkt nicht durch die Ofenwand hin
durchgeht und ein Aussickern geschmolzenen Metalls verhindert wird, falls in
der Ofenwand ausgebildete Risse nicht umfangreich sind.
Ein anderes Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Induktionsofens dessen Konstruk
tion eine hohe Feuerfestigkeit besitzt, während die zum Bau des Ofens erfor
derliche Sinterzeit vermindert wird.
Die vorangehenden und weiteren Ziele der Erfindung werden
von einem Induktionsofen erreicht, der dadurch
gekennzeichnet ist, daß die Ofenwand eine poröse Innenschicht
aus einem feuerfesten Material und eine gasdichte
Außenschicht aufweist, und daß innerhalb der Ofenwand auf
der der Innenschicht zugewandten Seite der Außenschicht mehrere über ein gemeinsames Rohr mit
einer Gasfördereinrichtung verbindbare Gasleiteinrichtungen
zur Druckbeaufschlagung der porösen Innenschicht ausgebildet
sind.
Durch diese erfindungsgemäße Lösung kann ein Eindringen von
Material aus der Schmelze in die Ofenwand verhindert werden,
indem über die Gasfördereinheit und die Gasleiteinrichtungen
innerhalb der porösen Innenschicht ein Druck aufgebaut wird,
der dem Eindringen von Material aus der Schmelze
entgegenwirkt.
In dem Ofens ist feine Gassperrschicht vorgesehen, um die
Gasdurchgänge zu umschließen.
In dem Ofen können die Gasdurchgänge aus mehreren Röhren bestehen; je
de Röhre die in der Ofenwand eingebettet ist, kann dabei zahlreiche kleine Löcher aufweisen.
Bei einer anderen Ausführungsform sind die Gasdurchgänge
aus zahlreichen Rinnen aufgebaut, die an der Innenfläche der feinen Gas-
Sperrschicht ausgebildet sind; in die Rinnen sind poröse Blätter eingepaßt.
Bei einer weiteren Ausführungsform ist in den Rinnen ein poröser
Festkörper eingesetzt.
Während des Betriebes des Induktionsofens gemäß der Erfindung werden
die Gasdurchgänge von der Gasfördereinheit, z. B. einem Kompressor über die
Verbindungsröhre unter Druck gesetzt, was zu einer Zunahme des Innendruckes
in der porösen Ofenwand führt. Hierdurch wird ein Entweichen von Metalldampf
oder ein Aussickern geschmolzenen Metalls verhindert. Falls der Ofen mit
einer Vorrichtung zur Anzeige des Aussickerns versehen ist, werden
falsche Leckanzeigen dieser Vorrichtung unterbunden. Wenn nötig, können sol
che Vorrichtungen entfallen. In diesem Fall wird die Ofenwand visuell auf
Schäden geprüft, wenn das geschmolzene Metall abgegeben wird, um festzu
stellen, ob eine Reparatur des Ofens notwendig ist oder nicht.
Beim Bau des Ofens wird von der Gasfördereinheit, z. B. einer Vakuum
pumpe, der Wasserdampf aus dem Ofenkörper entfernt. Hierdurch wird die Bil
dung von Hohlräumen in der Ofenwand ausgeschaltet, wodurch zu der Herabset
zung der Sinterzeit ein Beitrag geleistet wird.
Die Gassperrschicht (11, 11a), die die Gasdurchgänge umgibt, die in der Ofenwand
ausgebildet sind, blockiert den Innendruck an der Außenfläche der Ofenwand;
folglich wird die Wirkung der Gasdurchgänge gesteigert und die Menge des ge
rade in Benutzung befindlichen Gases verringert. Im Falle, daß die Gasdurch
gänge Röhren oder Rinnen sind, können diese zusätzlich in großen Intervallen
bezüglich des Abstandes zwischen der Innenfläche der Ofenwand und den Röhren
oder Rinnen angeordnet werden.
Die Art, die Grundzüge und die Gebrauchsfähigkeit der Erfindung gehen
einleuchtender aus der folgenden, ausführlichen Beschreibung hervor, wenn
sie in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen gelesen wird; dabei wer
den gleiche Teile durch dieselben Bezugsnummern oder -zeichen bezeichnet.
Fig. 1 ist eine Schnittansicht und zeigt eine erste Ausführungsform
eines Induktionsofens gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht und zeigt einen Abschnitt aus
dem in Fig. 1 veranschaulichten Induktionsofen;
Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht und zeigt einen Ausschnitt
einer zweiten Ausführungsform des Induktionsofens gemäß der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 4 ist ein Querschnitt durch einen bekannten Induktionsofen.
Eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird unter Bezug
nahme auf die Fig. 1 und 2 erläutert, in denen die Komponenten, die funk
tionsmäßig mit den bereits in Verbindung mit Fig. 4 erläuterten überein
stimmen, mit denselben Bezugsnummern oder -zeichen bezeichnet sind.
Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, ist eine Induktionsspule 2 auf
einer feinen Gassperrschicht 11 um einen porösen Ofenkörper 1 herumge
wickelt. Die Gassperrschicht 11 ist aus einem hitzebeständigen Material, z. B.
aus einer geformten Zementplatte, hergestellt. Der Ofenkörper 1 wird durch
Sintern eines körnigen, feuerfesten Materials aus Siliciumdioxid, Magnesium
oxid, Aluminiumoxid oder Spinell hergestellt. Über der Induktionsspule 2
ist ein Joch 12 vorgesehen. Die so ausgebildete Anordnung wird auf einem
Fußboden 13 aus Ziegeln aufgestellt.
Innerhalb der Wand 1a des Ofenkörpers 1 stehen mehrere Röhren 15 aus
Metall oder Keramik mit einer Anzahl kleiner Löcher 14 mit der Gassperr
schicht 11 in Kontakt. Die Röhren 15 sind durch ein gemeinsames Rohr 16 mit
einer Gasfördereinheit 17, z. B. einem Kompressor oder einer Vakuumpumpe,
die außerhalb des Ofens aufgebaut ist, verbunden.
Während der Arbeit des Ofens führt die Gasfördereinheit 17 Gas durch
das gemeinsame Rohr 16 in die Röhren 15 hinein, die in der Ofenwand 1a ein
gebettet sind, wodurch der Druck in den Röhren 15 und über die kleinen Lö
cher 14 in der Ofenwand 1a zunimmt. Durch diesen vergrößerten Druck in der
Ofenwand 1a wird ein Entweichen von Metalldampf oder ein Aussickern ge
schmolzenen Metalls aus der Ofenwand 1a verhindert. Dementsprechend ergeben
die Vorrichtungen (nicht gezeigt), die ein Aussickern
geschmolzenen Metalls wahrnehmen, keine fehlerhafte Anzeige.
In einigen Fällgen können solche Anzeigevorrichtungen
ausgeschaltet werden. Wenn das geschmolzene Metall angegeben
worden ist, kann in diesem Fall die Ofenwand 1a visuell auf
Schäden überprüft werden, um zu bestimmen, ob ein Neubau des
Ofenkörpers notwendig ist oder nicht.
Beim Bau des Ofenkörpers kann die Gasfördereinheit 17 dazu
benutzt werden, um von der Ofenwand 1a eingefangenen
Wasserdampf zu beseitigen, was eine Verminderung der
erforderlichen Sinterzeit bedingt.
Da die Gassperrschicht 11 bei dieser Arbeitsweise die in der
Ofenwand 1a eingebetteten Röhren 15 umgibt, wird der
Innendruck der Ofenwand 1a durch die Gassperrschicht 11
blockiert, wodurch die zur Verwendung kommende Gasmenge
möglichst klein gehalten werden kann. Aus demselben Grund
können die Röhren 15 zusätzlich in großen Intervallen im
Vergleich zu dem Abstand zwischen der Innenfläche der
Ofenwand und den Röhren 15 angeordnet sein.
Bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, die in
Fig. 3 gezeigt ist, ist eine Gassperrschicht 11a aus einem
feuerbeständigen Material, das hauptsächlich aus Al2O3 und
SiO2 besteht, zwischen der Induktionsspule 2 und der
Ofenwand (nicht gezeigt) vorgesehen. In der inneren
Umfangsfläche der Gassperrschicht 11a sind zahlreiche Rillen
31 ausgebildet, von denen einige vertikal und andere
horizontal verlaufen. In die Rillen werden poröse Blätter
eingeführt, die aus gewebten Graphitfasern oder dgl.
ausgebildet sind, um Gasdurchgänge vorzusehen. Wie oben
beschrieben, weist die erste Ausführungsform mehrere in den
Ofenwänden eingebettete Röhren 15 auf. Bei der zweiten
Ausführungsform, die in Fig. 3 gezeigt ist, sind mehrere
Rillen 31 in der Wand ausgebildet, in denen die porösen
Blätter eingefügt sind. Daher kann die zweite
Ausführungsform leichter und schneller hergestellt werden.
Bei einer dritten Ausführungsform der Erfindung (nicht
veranschaulicht) wird ein poröser Festkörper aus rostfreier
Stahlwolle oder dgl. über die zylindrische Außenfläche der
Ofenwand 1a zur Bildung der Gasdurchgänge gelegt. Der
Endabschnitt des gemeinsamen Rohres 16, das mit der
Gasfördereinheit verbunden ist, wird dann in den porösen
Festkörper eingeführt.
Nun sei auf Fig. 3 zurückgekommen; an der Stelle der
porösen Blätter kann der obengenannte poröse Festkörper in
die Rillen 31 eingeführt werden.
Bei den oben erläuterten Ausführungsformen kann der
Innendruck der Ofenwand so weit gesteigert werden, daß das
Entweichen von Metalldampf oder ein Aussickern von
geschmolzenem Metall blockiert wird. Andererseits kann der
Ofenkörper aus einem feuerfesten Material von größerer
Korngröße hergestellt
werden, um durch die Innenfläche der Ofenwand Gas abzugeben. Hierdurch wird
ein Hängenbleiben von Schlacke an der Innenfläche der Ofenwand verhindert.
In diesem Fall wird die Schlacke mit dem Gas schwebend gehalten. Falls hier
Sauerstoffgas benutzt wird, dann kann in diesem Fall ferner das geschmolzene
Metall von Kohlenstoff befreit oder entgast werden.
Wie bereits beschrieben wurde, werden bei dem Induktionsofen gemäß der
vorliegenden Erfindung die Gasdurchgänge in der porösen Ofenwand ausgebil
det, die durch Sintern eines gußfähigen, feuerfesten Materials entstehen;
die Rohrverbindungen mit den Gasdurchgängen sind dabei mit der Gasförderein
heit verbunden, die außerhalb der Ofenwand vorgesehen ist.
Während des Betriebs wird auf die poröse Ofenwand ein Innendruck ausge
übt, um das Entweichen von- Metalldampf oder das Aussickern geschmolzenen
Metalls zu verhindern falls der Ofenkörper mit einer Vorrichtung zur Wahr
nehmung ausgeflossenen geschmolzenen Metalls versehen ist, wird eine fehlerhafte
Anzeige verhindert. Wenn die Konzentration der Gasdurchgänge und der Innen
druck vergrößert werden, kann die Vorrichtung zur Wahrnehmung eines aus
sickernden, geschmolzenen Metalls weggelassen werden. Beim Bau des Ofenkör
pers kann ferner der Druck vermindert werden, um zwangsläufig die während
des Sinterns entstandene Feuchtigkeit zu absorbieren, wodurch eine Bildung
von Hohlräumen in der Ofenwand oder eine Bildung einer grob gekörnten Ofen
wand verhindert wird. Dies führt zu einer Verringerung der Sinterzeit und
zu einer Zunahme der Arbeitseffektivität.
Außerdem wird das Gas zwangsläufig von der Ofenwand abgegeben, um das
Hängenbleiben von Schlacke an der Ofenwand zu unterbinden und die Befreiung
des geschmolzenen Metalls von Kohlenstoff und die Entgasung des geschmolze
nen Metalls zu ermöglichen.
Während bestimmte Ausführungsformen beschrieben sind, ist die Erfindung
nicht nur auf die offenbarten Ausführungsformen beschränkt. Die technischen
Maßnahmen der Erfindung können auf einen beliebigen Induktionsofen angewen
det werden, bei dem eine gußfähige, feuerfeste poröse Materialschicht auf ei
nen fein gesinterten, regelmäßigen Tiegel ausgebildet wird. Demgemäß können
Abweichungen von den hier offenbarten Einzelheiten vorgenommen werden, ohne
daß der Rahmen der beanspruchten Erfindung verlassen wird.
Claims (11)
1. Induktionsofen mit einem Ofenkörper (1), der einen Boden
und eine vom Boden aus aufwärtsragende Ofenwand mit einer
äußeren Umfangsfläche enthält, um die herum eine Spule (2) gelegt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ofenwand eine poröse Innenschicht (1a) aus einem feuerfesten Material und eine gasdichte Außenschicht (11, 11a) aufweist, und
daß innerhalb der Ofenwand auf der der porösen Innenschicht (1a) zugewandten Seite der Außenschicht (11, 11a) mehrere Gasleiteinrichtungen (15, 31) zur Druckbeaufschlagung in der porösen Innenschicht (1a) ausgebildet sind, die über ein gemeinsames Rohr (16) mit einer Gasfördereinrichtung (17) verbindbar sind.
daß die Ofenwand eine poröse Innenschicht (1a) aus einem feuerfesten Material und eine gasdichte Außenschicht (11, 11a) aufweist, und
daß innerhalb der Ofenwand auf der der porösen Innenschicht (1a) zugewandten Seite der Außenschicht (11, 11a) mehrere Gasleiteinrichtungen (15, 31) zur Druckbeaufschlagung in der porösen Innenschicht (1a) ausgebildet sind, die über ein gemeinsames Rohr (16) mit einer Gasfördereinrichtung (17) verbindbar sind.
2. Induktionsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gasleiteinrichtungen in die poröse Innenschicht (1a)
eingebettete, Gasaustrittsöffnungen (14) aufweisende Röhren
(15) umfassen.
3. Induktionsofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Röhren (15) einen außerhalb der Ofenwand
verlaufenden Abschnitt aufweisen, über den die Röhren (15) mit
eine gemeinsamen, mit der Gasfördereinrichtung (17) verbindbaren
Leitung (16) verbunden sind.
4. Induktionsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gasleiteinrichtungen in die gasdichte Außenschicht (11a)
eingearbeitete Rillen (31) sind.
5. Induktionsofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Rillen (31) mehrere poröse Blätter eingesetzt
sind.
6. Induktionsofen nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß sich kreuzende horizontal und vertikal
verlaufende Rillen (31) vorgesehen sind.
7. Induktionsofen nach Anspruch 1 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gasleiteinrichtungen einen zwischen
der Innenschicht (1a) und der Außenschicht (11, 11a) angeordneten porösen
Festkörper umfassen.
8. Induktionsofen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der poröse Festkörper rostfreie Stahlwolle umfaßt.
9. Induktionsofen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die poröse Innenschicht (1a) ein
gesintertes, gußfähiges Material aufweist.
10. Induktionsofen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gasfördereinheit einen Kompressor
umfaßt.
11. Induktionsofen nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gasfördereinheit eine
Vakuumpumpe umfaßt.
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