DE4005782C2 - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L9/00—Treating solid fuels to improve their combustion
- C10L9/10—Treating solid fuels to improve their combustion by using additives
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L1/00—Liquid carbonaceous fuels
- C10L1/10—Liquid carbonaceous fuels containing additives
- C10L1/12—Inorganic compounds
- C10L1/1233—Inorganic compounds oxygen containing compounds, e.g. oxides, hydroxides, acids and salts thereof
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L10/00—Use of additives to fuels or fires for particular purposes
- C10L10/02—Use of additives to fuels or fires for particular purposes for reducing smoke development
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Combustion & Propulsion (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
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- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Her
stellung einer vorzugsweise in Wirbelschichtfeuerungsanlagen
zu verbrennenden umweltfreundlichen Kohle, bei dem die
Kohle mit SO₂-, HCl-, HF- und NOx-bindenden Additiven ge
mischt wird.
Aus der DE 35 30 275 A1 ist ein derartiges Verfahren zur
Herstellung einer umweltfreundlichen Kohle bekannt, bei dem
die Umweltfreundlichkeit der zu verbrennenden Kohle da
dadurch erhöht wird, daß der Kohle Additive beigegeben werden,
die diejenigen Schadstoffe, die bei der Kohleverbrennung
entstehen, einbinden, wodurch sich eine geringere Schadstoff
belastung der Rauchgase ergibt. Als Additive finden Kalk
produkte und Ammoniumsalze Verwendung. Diese werden mit
der zu verbrennenden Kohle gemischt und dann zu Formlingen
gepreßt, die dann verbrannt werden.
Durch die Beimengung der Additive ergibt sich eine nicht
unbeträchtliche Verringerung des Heizwertes des aus der
Kohle und den Additiven bestehenden Brennstoffs. Dies ist
insbesondere dann beachtlich, wenn die Kohle einen hohen
Schwefelgehalt aufweist, der zu einem entsprechend großen
Additiveinsatz führt. Der Additiveinsatz bewirkt demgemäß,
zum einen aufgrund des Preises für die Additive selbst und
zum anderen aufgrund der Erniedrigung des Wärmewerts des
zur Verbrennung anstehenden Brennstoffs, eine erhebliche
Erhöhung des insgesamt erzielten Wärmepreises.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße
Verfahren zur Herstellung einer umweltfreundlichen Kohle
derart weiterzubilden, daß insbesondere bei Verwendung
stark schwefelhaltiger Kohle und demgemäß hoher Additivzu
gabe die Reduzierung des Heizwerts des entstehenden Brenn
stoffs erheblich verringert wird, ohne daß eine stärkere
Schadstoffbefrachtung der Rauchgase eintritt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
den Additiven als Bindemittel ein heizwertreicher Brenn
stoff, nämlich Bleicherde, beigegeben wird. Für das er
findungsgemäße Verfahren kann normalerweise als Abfall
stoff vergleichsweise kostenintensiv zu entsorgende Bleich
erde als Bindemittel eingesetzt werden, wobei zum einen
durch die Entsorgung der Bleicherde und zum anderen durch
die Erhöhung des Heizwerts des entstehenden Brennmaterials
eine Erniedrigung der Wärmekosten erzielt wird. Im folgenden
werden an Hand eines Rechnungsbeispiels die wirtschaftlichen
Auswirkungen des erfindungsgemäßen Verfahrens erläutert.
Bei einer Kohle mit einem Heizwert von 7000 kcal/kg und einem
Schwefelgehalt von 2%, wird bei einem geforderten Ca/S-Ver
hältnis von 4 eine Menge von 20% CaCO₃ benötigt.
Der Heizwert einer solchen Mischung sinkt dann auf 7000/1,2=
5833 kcal/kg Mischung.
Bei einem Kalksteinpreis von 35,-DM/t müssen 7,-DM/t Kohle
für das Additiv aufgewendet werden, was eine Erhöhung des
Wärmepreises um 1,-DM/Gcal bedeutet.
Bei Verarbeitung des Additivs Kalkstein mit z. B. Bleicherde zu
einem selbstgängig brennenden Additivgemisch, steht den Kosten
für Kalkstein eine Entlastung durch die Verwendung entsorgungspflichtiger
Reststoffe gegenüber. So ergibt eine 1 : 1-Mischung
der beiden Komponenten eine Belastung durch Kalkstein in Höhe
von 7,-DM/t Kohle, während für den Bleicherdeanteil bei einem
Bleicherdepreis von 150,-DM/t noch 30,-DM/t Kohle gezahlt
werden. Unter Berücksichtigung des Bleicherdeheizwertes von
4500 kcal/kg ergibt sich die Wärmepreisänderung
Bei Verwendung von Weißfeinkalk mit einem Preis von 90,-DM/t
wird bei gleichem Ca/S-Verhältnis eine Menge von 11,2% CaO -
entsprechend 10,08 DM/t Kohle benötigt.
Die zugehörige Wärmepreiserhöhung beträgt 1,44 DM/t Kohle bei
der direkten Additivzugabe.
Im Fall der Additivmischung von CaO mit Bleicherde beläuft sich
die Wärmepreisänderung auf
Diese Rechnung wird um so günstiger, je höher der Schwefelgehalt
und je niedriger der Heizwert der zum Einsatz kommenden Kohle
ist.
Bei einem Schwefelgehalt von 5% lauten die entsprechenden
Zahlen:
Erforderliche Kalksteinzugabe 50%
Wärmepreisänderung bei direkter Additivzugabe +2,50 DM/t Kohle
Wärmepreisänderung bei Zugabe der Additivmischung -6,22 DM/t Kohle
Wärmepreisänderung bei Zugabe der Additivmischung -6,22 DM/t Kohle
oder:
erforderliche Weißfeinkalk-Zugabe 28%
Wärmepreisänderung bei direkter Additivzugabe +3,60 DM/t Kohle
Wärmepreisänderung bei Zugabe der Additivmischung -2,03 DM/t Kohle
Wärmepreisänderung bei Zugabe der Additivmischung -2,03 DM/t Kohle
Sinkt der Heizwert auf z. B. Braunkohlenheizwert
mit 3500 kcal/kg, so ist bei CaO-Zugabe im direkten Verfahren
die Wärmepreisänderung
im direkten Verfahren 7,20 DM/t Kohle
und im Gemischverfahren -3,53 DM/t Kohle
im direkten Verfahren 7,20 DM/t Kohle
und im Gemischverfahren -3,53 DM/t Kohle
Das Mischverfahren bringt eine Entlastung für die Kohle, insbesondere
auch für die deutsche Kohle, die praktisch gegen Öl
und Gas wirtschaftlich vertreten werden muß.
Da der Kohleverkäufer heute in der Lage ist, außer Brennstoffen
und Additiven auch die gleichzeitige Entsorgung der Reststoffe
anzubieten, ergeben sich aus den Reststoffen keine Wettbe
werbsnachteile.
Das Rückstandsprodukt läßt sich wiederum verarbeiten zu einem
eluatfesten Baustoff für den Untertageversatz, für den es eine
Gutschrift, ähnlich den bisher bekannten Baustoffen aus Zement
und/oder Anhydrid gibt.
Claims (1)
- Verfahren zur Herstellung einer vorzugsweise in Wirbel schichtfeuerungsanlagen zu verbrennenden umweltfreund lichen Kohle, bei dem die Kohle mit SO₂-, HCl-, HF- und NOx-bindenden Additiven gemischt wird, dadurch gekennzeichnet, daß den Additiven als Bindemittel Bleicherde beigegeben wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4005782A DE4005782A1 (de) | 1990-02-23 | 1990-02-23 | Additiv zur einbindung von sauren schadstoffen, vorzugsweise fuer wirbelschichtfeuerungsanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4005782A DE4005782A1 (de) | 1990-02-23 | 1990-02-23 | Additiv zur einbindung von sauren schadstoffen, vorzugsweise fuer wirbelschichtfeuerungsanlagen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4005782A1 DE4005782A1 (de) | 1991-09-05 |
| DE4005782C2 true DE4005782C2 (de) | 1992-06-17 |
Family
ID=6400848
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4005782A Granted DE4005782A1 (de) | 1990-02-23 | 1990-02-23 | Additiv zur einbindung von sauren schadstoffen, vorzugsweise fuer wirbelschichtfeuerungsanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4005782A1 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4133581A1 (de) * | 1991-10-10 | 1993-04-15 | Ver Kunststoffwerke Gmbh | Verfahren und vorrichtung zum reinigen von abgasen |
| DE4320912C2 (de) * | 1993-06-18 | 1998-09-17 | Ver Energiewerke Ag | Verfahren zur Verringerung der SO¶x¶-Emission bei der Verbrennung von schwefelhaltiger Kohle |
| DE4421313C2 (de) * | 1994-06-17 | 1996-08-14 | Lausitzer Braunkohle Ag | Additiv zur Reduzierung der Schadstoffbelastung der Luft bei der Verbrennung von Braunkohle |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3530276A1 (de) * | 1985-08-24 | 1987-02-26 | Hoelter Heinz | Umweltfreundlicher brennstoff |
-
1990
- 1990-02-23 DE DE4005782A patent/DE4005782A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4005782A1 (de) | 1991-09-05 |
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