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DE4001305A1 - Verfahren zur entfernung von organischen spurenstoffen aus rauchgasen - Google Patents

Verfahren zur entfernung von organischen spurenstoffen aus rauchgasen

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Publication number
DE4001305A1
DE4001305A1 DE19904001305 DE4001305A DE4001305A1 DE 4001305 A1 DE4001305 A1 DE 4001305A1 DE 19904001305 DE19904001305 DE 19904001305 DE 4001305 A DE4001305 A DE 4001305A DE 4001305 A1 DE4001305 A1 DE 4001305A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
removing organic
flue gas
less
flue gases
smoke gases
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19904001305
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Dr Ing Kuerzinger
Rainer Dr Ing Stephan
Nicolas Dipl Ing Dr Korte
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NOELL-KRC UMWELTTECHNIK GMBH, 8700 WUERZBURG, DE
Original Assignee
KRC Umwelttechnik GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KRC Umwelttechnik GmbH filed Critical KRC Umwelttechnik GmbH
Priority to DE19904001305 priority Critical patent/DE4001305A1/de
Priority to AU70601/91A priority patent/AU7060191A/en
Priority to PCT/EP1991/000061 priority patent/WO1991010499A1/de
Publication of DE4001305A1 publication Critical patent/DE4001305A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/08Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor
    • B01J19/12Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electromagnetic waves
    • B01J19/122Incoherent waves
    • B01J19/123Ultraviolet light
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46Removing components of defined structure
    • B01D53/68Halogens or halogen compounds
    • B01D53/70Organic halogen compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Entfernung von organischen Spurenstoffen aus Rauch­ gasen, insbesondere aus Müllverbrennungsanlagen.
Derartige Rauchgase enthalten je nach Betriebsbedingungen und den verbrannten Abfällen mehr oder weniger große Men­ gen an organischen Spurenstoffen, wie Dioxine und Furane. Bisher wird versucht, diese Schadstoffe durch Aktivkohle­ filter zu reduzieren. Diese Nachreinigung ist jedoch tech­ nisch schwierig durchzuführen und erfordert vor allem eine relativ häufige Abschaltung zwecks Reinigung und Regeneration der Filter. Abhilfe schaffen hierbei soge­ nannte Wanderbettreaktoren, die jedoch einen erheblichen apparativen betriebstechnischen Aufwand erforderlich ma­ chen und daher auch noch keine breite Anwendung gefunden haben. Ein weiteres Problem stellt die Beseitigung oder Regeneration der mit den Schadstoffen beladenen Kohle dar.
Es besteht somit nach wie vor ein großes Bedürfnis nach Verfahren, diese organischen Spurenstoffe aus Rauchgasen preiswert und zuverlässig zu entfernen, wobei möglichst Werte von weniger als 0,1 ng Dioxinäquivalent einzuhalten sind.
Diese Aufgabe kann überraschend einfach dadurch gelöst werden, daß die Rauchgase nach einer nassen Reinigungs­ stufe mit UV-Strahlen in der Wellenlänge < 310 nm, vor­ zugsweise < 245 nm, behandelt werden. Der spezifische Energieeintrag beträgt dabei weiniger als 10 Wattsekunden pro Gramm Rauchgas, meist sogar weniger als 5 Ws/g Rauch­ gas. Besonders gute Ergebnisse werden erzielt, wenn dem vorgereinigten Rauchgas vor der Bestrahlung H2O2 und/oder Ozon beigemischt werden.
Es ist bisher noch ungeklärt, worauf dieser Mechanismus beruht, jedoch sind die bisher beobachteten Effekte so herausragend, daß es möglich erscheint, auf dieser Basis eine preiswerte, zuverlässige und wartungsfreie Entfer­ nung der organischen Spurenstoffe durchzuführen.
Voraussetzung für die Durchführung des Verfahrens ist, daß das Gas zuvor weitgehend von SO2 befreit ist, da die­ ses unter den erfindungsgemäßen Bedingungen zu Schwefel­ säurenebeln führt, die schwer zu entfernen sind und zu­ mindest den Einsatz zusätzlicher Aerosolfilter notwendig machen.
Die Behandlung mit UV-Strahlen der Wellenlänge < 310 nm, vorzugsweise < 245 nm, kann mit Hilfe an sich bekannter UV-Strahler, Elektronenstrahler und Mikrowellenstrahler erfolgen. Die Reaktionszeit kann sehr kurz gehalten wer­ den. Reaktionszeiten von weniger als 1 Sekunde, vorzugs­ weise weniger als 0,3 Sekunden, reichen offensichtlich aus, die gewünschten niedrigen Restwerte zu erzielen.
Besonders gute Ergebnisse werden erzielt, wenn vor der Bestrahlung Wasserstoffperoxid in Mengen von weniger als 0,1 g pro m3, vorzugsweise sogar weniger als 0,05 g pro m3, Rauchgas zugesetzt wird.
Sofern Ozon beigemischt wird, reichen Konzentrationen von weniger als 30 vpm.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist in den nachfolgenden Beispielen näher erläutert:
Beispiel 1
Ein durch Naßwäsche weitgehend von Staub, HCl und SO2 befreites Rauchgas einer Müllverbrennungsanlage mit 10 ng TE/m3 Dioxine und Furane wurde im Teilstrom zu­ nächst mit UV-Strahlen < 310 nm, bei der Wiederholung mit UV-Strahlen < 245 nm bestrahlt, und zwar mit einem spe­ zifischen Energieeintrag von ca. 6 Ws/g Rauchgas. Nach den Bestrahlungen konnten nur noch Dioxin- und Furange­ halte von 1 ng TE/m3 gefunden werden.
Beispiel 2
Ein noch nicht vorbehandeltes Rauchgas einer Müllver­ brennungsanlage mit 15 ng TE/m3 Dioxine und Furane wurde im Teilstrom zunächst mit UV-Strahlen < 310 nm, bei der Wiederholung mit UV-Strahlen < 245 nm bestrahlt, und zwar mit einem spezifischen Energieeintrag von ca. 4 Ws/g Rauchgas. Nach der Bestrahlung konnten nur noch Dioxin- und Furanwerte von 5 ng TE/m3 festgestellt werden.
Beispiel 3
Zu dem wie in Beispiel 1 beschriebenen Versuch wurde dem Rauchgas vor der UV-Bestrahlung ca. 10 mg/m3 dampfförmi­ ges Wasserstoffperoxid zugemischt. Nach der Bestrahlung betrugen die Dioxin- und Furangehalte nur noch 0,05 ng TE/m3 Rauchgas.

Claims (2)

1. Verfahren zur Entfernung von organischen Spurenstoffen aus Rauchgasen, insbesondere aus Müllverbrennungsan­ lagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rauchgase nach einer nassen Reinigungsstufe mit UV-Strahlen der Wellenlänge < 310 nm, vorzugsweise < 245 nm, behandelt werden.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem vorgereinigten Rauchgas vor der Bestrahlung H2O2 und/oder Ozon beigemischt wird.
DE19904001305 1990-01-18 1990-01-18 Verfahren zur entfernung von organischen spurenstoffen aus rauchgasen Withdrawn DE4001305A1 (de)

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AU7060191A (en) 1991-08-05
WO1991010499A1 (de) 1991-07-25

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Legal Events

Date Code Title Description
8127 New person/name/address of the applicant

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