DE4000717C2 - Überspannungsableiter - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Überspannungsablei
ter für elektrische Anlagen, bestehend aus einem Gehäuse
teil und einem Einsteckelement, wobei das Einsteckelement
mit einem Stellglied, einer Defektanzeige sowie mit Kon
taktzungen ausgestattet ist, denen entsprechende Gegen
kontaktelemente zugeordnet sind, wobei zwischen diesen
Kontaktzungen Überspannungsschutzelemente, wie Varisto
ren, angeordnet sind.
Ein derartiger Überspannungsableiter ist beispielsweise
aus der DE-PS 36 39 533 bekannt. Bei dieser Anordnung be
steht der Überspannungsableiter aus einem etwa U-förmigen
Gehäuseunterteil mit Kontaktzungen an den Schenkeln des
Unterteiles, sowie einem etwa quaderförmigen Gehäuseober
teil mit in die Kontaktzungen einsetzbaren, an den
Schmalseiten austretenden Kontaktschienen bzw. -messern,
wobei zwischen Letzteren die Überspannungsschutzelemente,
wie z. B. Varistoren, angeordnet sind sowie gegebenenfalls
im Oberteil eine Defektanzeige. Dabei sind zur Aufnahme
der Kontaktschienen an den Innenseiten der Schenkel des
Unterteiles Schlitzführungen vorgesehen, so daß das Ge
häuseoberteil von oben her in das Unterteil eingeführt
werden kann. Außerdem ist eine die Schenkelstirnflächen
vollständig verdeckende Blende vorgesehen, aus der ledig
lich der das Gehäuseunterteil überragende Teil des Gehäu
seoberteiles hindurchragt, wobei im Bereich dieser Stirn
fläche des Gehäuseoberteiles die Defektanzeige angeordnet
ist. Eine derartige Anordnung eines Überspannungsablei
ters hat an sich den Vorteil einer kompakten und relativ
glattflächigen Bauweise sowie auch einer guten elektri
schen Sicherheit, da eine Berührung der stromführenden
Teile z. B. beim Auswechseln eines defekten Gehäuseober
teiles unmöglich ist. Nachteilig ist bei der vorbekannten
Ausführungsform eines Überspannungsableiters, daß der an
der Defektanzeige sichtbare Zustand des Überspannungs
schutzelementes nur an diesem Überspannungsableiter
selbst abgelesen werden kann.
Es ist aus dem Stand der Technik außerdem bekannt, wie
z. B. in der DE 37 36 053 C2 beschrieben, Überspannungsab
leiter im Bedarfsfalle mit einer zusätzlichen Defektan
zeige zu versehen, die eine Fernanzeige der Fehlermeldung
erlaubt. Es haftet derartigen Ausführungsformen aller
dings der Nachteil an, daß die für die Fernanzeige not
wendigen Bauteile einen festen Bestandteil der gesamten
Anordnung darstellen, d. h. eine flexible Anwendung derar
tiger Überspannungsableiter ist nicht möglich, im weite
ren nachteilig ist der sich hier ergebende konstruktive
Aufwand, z. B. durch die Verdrahtung von mit dem Überspan
nungsableiter in Wirkverbindung stehenden Mikroschaltern
und Schaltkreisen.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, den
bekannten, zuerst beschriebenen Überspannungsableiter unter
Beibehaltung der bisherigen Vorteile, insbesondere der
kompakten Bauweise, mit einer im Bedarfsfall einsetzba
ren, zusätzlichen Defektanzeige zu versehen.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch,
daß der Überspannungsableiter einen wahlweise ein Zusatz
modul zur Fernanzeige des Defektes oder ein Blindmodul
aufnehmenden Unterbringungsraum aufweist, der in dem Ge
häuseteil des Überspannungsableiters integriert ist, wo
bei das Einsteckelement an der seiner Oberseite gegen
überliegenden Unterseite mit Kontaktzungen ausgestattet
ist. Auf diese Weise wird es mit einfachen Mitteln erst
malig möglich, den Zustand des in dem austauschbaren Ge
häuseoberteil oder Einsteckelement befindlichen Überspan
nungsschutzelementes sowohl an dem Überspannungsableiter
selbst sowie auch an einer entfernt gelegenen Fernanzeige
sichtbar zu machen und zwar unter Beibehaltung der bisher
üblichen kompakten Bauweise. Denn sowohl für das bei Be
darf in den Unterbringungsraum einsetzbare Zusatzmodul
als auch für das Blindmodul wird kein zusätzlicher Platz
beansprucht, diese Bauteile sind vielmehr vollkommen in
den Überspannungsableiter integriert. Durch das Merkmal,
daß dieser Unterbringungsraum in dem Gehäuseteil des
Überspannungsableiters integriert ist, wird bei Einhal
tung der kompakten Bauweise eine einfache Unterbringung
des Zusatz- bzw. Blindmoduls in dem Überspannungsableiter
erreicht, die es ermöglicht, das Einsteckelement ohne
Entfernen z. B. des Zusatzmoduls auswechseln zu können.
Durch die Ausbildung der Kontaktzungen an der Unterseite
des Einsteckelementes kann außerdem beim Auswechseln
eines defekten Einsteckelementes auf ein Entfernen der
Abdeckplatte gänzlich verzichtet werden, da die untersei
tig angeordneten Kontaktzungen seitlich nicht hervorste
hen.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung emp
fiehlt es sich, das Gehäuseteil eine etwa U-förmige Ge
stalt und das mit diesem in Wirkverbindung stehende Ein
steckelement eine etwa quadratische Gestalt aufweisen zu
lassen. Dabei ist die Defektanzeige vorzugsweise an der
Oberseite des Einsteckelementes angeordnet.
Zweckmäßig ist es, daß das Einsteckelement an der der De
fektanzeige gegenüberliegenden Unterseite mit zwei Kon
taktzungen ausgestattet ist.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung weist das
Einsteckelement ein Unverwechselbarkeitsmerkmal vorzugs
weise in Form von an seinen Seitenwänden befindlichen,
unterschiedlich breiten Führungsnuten auf, wodurch es ge
gen ein falsches Einstecken gesichert ist.
Es empfiehlt sich, an der Unterseite des Gehäuseteiles
Haltevorrichtungen zwecks Zusammenwirkens mit einer Füh
rungsschiene anzuordnen.
Zweckmäßig ist es, daß die mit den unterseitigen Kontakt
zungen der Einsteckelemente zusammenwirkenden Gegenkon
taktelemente als im mittleren Bereich des Gehäuseteiles
angeordnete Endabschnitte von durch das Gehäuseteil hin
durchgeführten Kontaktelementen ausgebildet sind. Auf
diese Weise können die Kontaktzungen des auswechselbaren
Einsteckelementes einfachst möglich mit entsprechenden,
im Gehäuseteil befindlichen Gegenkontakten zusammenwirken
und über diese mit den elektrischen Stromanschlüssen ver
bunden werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist
das Zusatzmodul eine mit dem Stellglied des Einsteckele
mentes zusammenwirkende Schalteinrichtung auf. Dabei
weist zweckmäßig das Zusatzmodul eine Durchtrittsöffnung
sowie ein mit der Schalteinrichtung in Wirkverbindung
stehendes Betätigungselement auf und im benachbarten Be
reich das Einsteckelement ebenfalls eine Durchtrittsöff
nung zwecks Durchtritts des keilförmig ausgebildeten En
des des Stellgliedes. Auf diese Weise wird eine einfache
Übertragung einer eventuell auftretenden Zustandsände
rung, also eines Defektes, an dem in dem Einsteck
element befindlichen Überspannungs
schutzelement über die im Zustandmodul angeordnete
Schalteinrichtung auf eine Fernanzeige verwirklicht.
Dabei ist es außerdem zweckmäßig, daß das Stellglied
drehbar um einen Stift gelagert ist, und an seinem oberen
Ende mit der Defektanzeige über einen Zapfen ausweichbar
verbunden ist, so daß der aufgetretene Defekt gleichzei
tig mit der Fernanzeige auch an dem Überspannungsableiter
selbst über die Defektanzeige angezeigt werden kann.
Aus dem Stand der Technik sind außerdem Überspannungsab
leiter bekannt, die in Verbindung mit einem einen Defekt
anzeigenden Stellglied mit einem Sicherungsband ausge
stattet sind, wobei der in dem Einsteckelement befindli
che Varistor mit dem Sicherungsband verbunden ist. Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine
derartige Ausführungsform in der Weise zu verbessern, daß
bei einer Erhöhung der Flexibilität des Sicherungsbandes
sowohl eine Netzabtrennung bei großen Überspannungsener
gien, (wie bei Blitzen), als auch eine Netzabtrennung bei
schleichend defekt werdenden Varistoren gewährleistet
ist. Zur Lösung dieser Aufgabe ist der mit einem Siche
rungsband ausgestattete Überspannungsableiter derart aus
gebildet, daß das Sicherungsband flexibel, S-förmig ge
faltet ausgebildet ist, mit dem in dem Einsteckelement
befindlichen Varistor über eine eutektische Lötstelle
verbunden ist und außerdem eine zusätzliche Sollbruch
stelle aufweist. Durch diese flexible, S-förmig gefaltete
und nicht wie bisher ebene Gestaltung des Sicherungsban
des ist einmal gewährleistet, daß infolge der durch Form
gebung und Materialeigenschaft erreichten, erhöhten Fle
xibilität dieses Sicherungsbandes das Stellglied immer
eine den Defekt anzeigende Bewegung ausführen kann. Im
weiteren werden durch eine derartige Ausgestaltung zwei
in Reihe liegende Auslöseelemente geschaffen, so daß so
wohl bei energiereichen Überspannungen, z. B. nahen Blit
zeinschlägen, durch Zerstörung der Sollbruchstelle im Si
cherungsband, als auch bei wiederholt auftretenden klei
nen Überspannungen, da in diesem Falle durch den sich
ständig erhöhenden Leckstrom des Varistors die eutekti
sche Lötstelle bei einer vorgegebenen Maximal-Temperatur
schmilzt, eine Abtrennung vom Netz und die Meldung des
Defekt-Zustandes erfolgt.
Es empfiehlt sich, das Stellglied im Bereich seines keil
förmigen Endes einen Bolzen aufweisen zu lassen, der im
Bereich der Sollbruchstelle mit dem Sicherungsband ver
bunden ist, so daß das Stellglied ständig mit dem Siche
rungsband verbunden ist, solange die Sollbruchstelle
nicht zerstört wurde.
Zweckmäßig ist es zudem, das in den Unterbringungsraum
bedarfsweise einsetzbare Blindmodul eine Durchtrittsöff
nung aufweisen zu lassen, so daß auch bei eingesetztem
Blindmodul die Möglichkeit einer Anzeige eines defekten
Überspannungsschutzelementes im Einsteckelement über die
Defektanzeige erhalten bleibt.
Die Erfindung ist in Ausführungsbeispielen auf der Zeichnung
dargestellt und wird nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Überspannungs
ableiter in einer explosionsartigen Dar
stellung,
Fig. 2 den erfindungsgemäßen Überspannungsableiter
komplett zusammengesetzt in einer wegge
brochenen Seitenansicht,
Fig. 3 einen Schnitt durch den Überspannungs
ableiter entlang der Linie III-III
der Fig. 2,
Fig. 4 eine Oberansicht einer ersten Aus
führungsform des erfindungsgemäßen Über
spannungsableiters,
Fig. 5 eine Oberansicht einer weiteren Aus
führungsform des Überspannungsab
leiters,
Fig. 6 einen Schnitt durch das Einsteck
element gemäß der Linie VI-VI
der Fig. 2.
Der aus der Fig. 1 ersichtliche, nur eine
Ausgestaltung der Erfindung darstellende Überspannungsablei
ter für elektrische Anlagen, insbesondere Niederspannungsan
lagen, ist generell mit 10 bezeichnet und besteht im wesent
lichen aus einem etwa U-förmigen Gehäuseteil 11, einem etwa
quadratischen Einsteckelement 12 und einem an einer Seite
des Gehäuseteiles 11 vorgesehenen Unterbringungsraum 13, in
den bedarfsweise ein Zusatzmodul 14 zur Fernanzeige eines
Defektes eingebracht werden kann und der darüber hinaus auch
zur Aufnahme eines aus der Fig. 1 nicht ersichtlichen Blind
moduls ausgebildet ist. Das U-förmige Gehäuseteil 11 ist an
seiner Unterseite 15 mit verschiedenen Haltevorrichtungen
16, 17 und 18 versehen, um hierüber den Überspannungsableiter
10 mit einer in den Figuren der Zeichnungen nicht darge
stellten Führungsschiene in Wirkverbindung kommen zu lassen.
Das etwa quadratische Einsteckelement 12 weist an seiner
Oberseite 19 eine Defektanzeige 20 auf, und ist an der ge
genüberliegenden Unterseite 21 mit zwei sich in Steckrich
tung verjüngenden Kontaktzungen 22 und 23 ausgestattet. Im
weiteren ist an der dem Unterbringungsraum 13 des Gehäuse
teiles 11 zugewandten Seite des Einsteckelementes 12 dessen
Unterseite 21 benachbart ein aus diesem Einsteckelement 12
herausragendes Ende 24 eines in der Fig. 1 nicht ersichtli
chen Stellgliedes angeordnet.
Das aus der Fig. 1 ersichtliche Zusatzmodul 14 hat im wes
entlichen eine rechteckförmige Gestalt und weist an seiner
Rückseite liegend eine Abstützschulter 25 auf, die im zusam
mengefügten Zustand des Überspannungsableiters 10 mit einer
entsprechenden, im Bereich des Unterbringungsraumes 13 des
Gehäuseteiles 11 dafür vorgesehenen Gegenabstützschulter 26
zusammenwirkt. Außerdem ist an der Unterseite des Zusatzmo
duls 14 ein Führungssteg 27 zwecks Einführung in eine an dem
Gehäuseteil 11 befindliche, entsprechende Ausnehmung 43 vor
gesehen.
Die Fig. 2 der Zeichnung zeigt nun den detaillierten Aufbau
des erfindungsgemäßen, komplett zusammengesetzten Überspan
nungsableiters 10:
Das mit den verschiedenen Haltevorrichtungen 16, 17, 18 verse hene U-förmige Gehäuseteil 11 weist im Bereich seiner Sei tenflächen 28, 29 jeweils eine Durchtrittsöffnung 30, 31 zur Verbindung mit den elektrischen Stromanschlüssen auf. Im Be reich dieser Durchtrittsöffnungen 30, 31 befinden sich an je der Seite des Gehäuseteiles 11 in dafür vorgesehenen Aufnah men 31, 33 Kontaktelemente 34, 35, die in der in Fig. 2 ge zeigten Ausführung über Befestigungsmittel, wie Schrauben und damit zusammenwirkenden Kabelklemmen od. dgl. in diesen Aufnahmen 32, 33 mit den Anschlußkabeln zusammenwirken. Die Kontaktelemente 34, 35 sind in der in Fig. 2 gezeigten Weise durch verschiedene Durchtrittsöffnungen durch das Gehäuse teil 11 hindurchgeführt, in der Weise, daß ihre rechtwinklig nach oben gebogen ausgebildeten Endabschnitte 36, 37 in Auf nahmen 38, 39 festgelegt sind, die sich unmittelbar unter dem zur Aufnahme des Einsteckelementes 12 vorgesehenen, mittle ren Bereich 40 des Gehäuseteiles 11 befinden. Auf diese Wei se können dann über im mittleren Bereich 40 des Gehäusetei les 11 befindliche Durchtrittsöffnungen 41, 42, die ihrer seits seitlich versetzt zueinander angeordnet sind, die Kon taktzungen 22, 23 des Einsteckelementes 12 mit den Endab schnitten 36, 37 der Kontaktelemente 34, 35 in Wirkverbindung gebracht werden. Das Kontaktelement 35 steht dabei im Be reich der Haltevorrichtungen 16 und 17 über nicht näher be zeichnete Befestigungsmittel mit einen erdseitigen Verbin dungselement 69 in Wirkverbindung.
Das mit den verschiedenen Haltevorrichtungen 16, 17, 18 verse hene U-förmige Gehäuseteil 11 weist im Bereich seiner Sei tenflächen 28, 29 jeweils eine Durchtrittsöffnung 30, 31 zur Verbindung mit den elektrischen Stromanschlüssen auf. Im Be reich dieser Durchtrittsöffnungen 30, 31 befinden sich an je der Seite des Gehäuseteiles 11 in dafür vorgesehenen Aufnah men 31, 33 Kontaktelemente 34, 35, die in der in Fig. 2 ge zeigten Ausführung über Befestigungsmittel, wie Schrauben und damit zusammenwirkenden Kabelklemmen od. dgl. in diesen Aufnahmen 32, 33 mit den Anschlußkabeln zusammenwirken. Die Kontaktelemente 34, 35 sind in der in Fig. 2 gezeigten Weise durch verschiedene Durchtrittsöffnungen durch das Gehäuse teil 11 hindurchgeführt, in der Weise, daß ihre rechtwinklig nach oben gebogen ausgebildeten Endabschnitte 36, 37 in Auf nahmen 38, 39 festgelegt sind, die sich unmittelbar unter dem zur Aufnahme des Einsteckelementes 12 vorgesehenen, mittle ren Bereich 40 des Gehäuseteiles 11 befinden. Auf diese Wei se können dann über im mittleren Bereich 40 des Gehäusetei les 11 befindliche Durchtrittsöffnungen 41, 42, die ihrer seits seitlich versetzt zueinander angeordnet sind, die Kon taktzungen 22, 23 des Einsteckelementes 12 mit den Endab schnitten 36, 37 der Kontaktelemente 34, 35 in Wirkverbindung gebracht werden. Das Kontaktelement 35 steht dabei im Be reich der Haltevorrichtungen 16 und 17 über nicht näher be zeichnete Befestigungsmittel mit einen erdseitigen Verbin dungselement 69 in Wirkverbindung.
Der neben dem mittleren Bereich 40 aus der Fig. 1 bereits
ersichtliche, am Gehäuseteil 11 befindliche Unterbringungs
raum 13 für ein Zusatzmodul 14 weist an seinem der Seiten
fläche 29 benachbart liegenden Bereich eine Führungsnut auf,
in die ein entsprechend an dem Zusatzmodul 14 bzw. entspre
chend an einem Blindmodul angeformter Führungssteg eingrei
fen kann, d. h. also, das Zusatzmodul 14 kann von oben her in
das Gehäuseteil 11 eingeführt werden, wobei in der Endlage
der unterseitige Führungssteg 27 dieses Zusatzmodul 14 in
eine in dem Unterbringungsraum 13 des Gehäuses 11 befindli
che Ausnehmung 43 eingreift. Die an der Rückseite des Zu
satzmoduls 14 befindliche Abstützschulter 25 liegt dann auf
der entsprechenden Gegenabstützschulter 26 des Gehäuseteiles
11 auf.
Das mit dem mittleren Bereich 40 des Gehäuseteiles 11 zusam
menwirkende Einsteckelement 12, das in seinem oberen Bereich
mit einer Abdeckplatte 44 zusammenwirkt, ist in seinem Inne
ren mit einem handelsüblichen, und deshalb in den Figuren
der Zeichnung nur schematisch dargestellten Varistor 45 aus
gestattet, der eine Silizium-Karbid-Pulverscheibe 83 auf
weist und an dessen Endbereichen zwei Anschlußkontaktfahnen
46, 47 vorgesehen sind. Diese Anschlußkontaktfahnen 46, 47
wirken in der weiter unten noch zu beschreibenden, insbeson
dere aus der Fig. 6 ersichtlichen Art und Weise mit den
Kontaktelementen 22 und 23 des Einsteckelementes 12 zusam
men. Der Varistor 45 wird, wie auch aus Fig. 3 ersichtlich,
von einer Isolierplatte 48 abgedeckt, auf deren dem Varistor
45 abgewandten Seite ein Stift 49 zur Aufnahme des bereits
erwähnten Stellgliedes 50 angeordnet ist, dessen unteres En
de 24 zur Außenseite hin keilförmig ausgebildet ist und in
der in Fig. 1 gezeigten Lage durch eine Durchtrittsöffnung
51 des Einsteckelementes 12 hindurchragt. Das Stellglied 50
ist also drehbar um den Stift 49 gelagert und wirkt an sei
nem oberen Ende 52 über eine längliche Ausnehmung 53 mit ei
nem an der Defektanzeige 20 angeformten Zapfen 54 ausweich
bar zusammen, d. h. die Defektanzeige 20 kann über das obere
Ende 52 des Stellgliedes 50 verstellt werden. Die Defektan
zeige 20 ist dabei in ihrer von außen sichtbaren Seite mit
verschiedenen Farbmarkierungen versehen und wirkt außerdem
über den Zapfen 54 mit einer Zugfeder 55 zusammen, die über
einen an der Isolierplatte 48 befindlichen Steg 56 abge
stützt wird und deren der Defektanzeige 20 gegenüberliegend
des Ende mit einem an der Isolierplatte 48 angeformten wei
teren Stift 57 zusammenwirkt.
Das in den Unterbringungsraum 13 des Gehäuseteiles 11 ein
steckbare Zusatzmodul 14 weist in seinem Inneren eine
Schalteinrichtung 77 auf, mit einem Kunststoffelement 58,
das über Bolzen 59 und 60 befestigt ist. In dieses Kunst
stoffelement 58 ist an jeder Seite ein elektrischer Kontakt
61 und 62 eingebettet, zwischen denen sich hindurch, eben
falls in das Kunststoffelement 58 eingebettet, ein Federkon
taktbügel 63 erstreckt. Dieser wirkt an seinem unteren Ende
mit einer Übertotpunktfeder 64 zusammen, die im der Durch
trittsöffnung 51 des Einsteckelementes 12 benachbarten Be
reich mit einem keilförmigen Kunststoffelement 65 zusammen
wirkt. Dieses Kunststoffelement 65 wirkt über eine Durch
trittsöffnung 66 mit dem aus dem Einsteckelement 12 heraus
ragenden Ende 24 des Stellgliedes 50 zusammen, d. h. also,
daß bei Beaufschlagung dieses Kunststoffelement 65 durch das
über eine Zustandsänderung im Einsteckelement 12 in eine
Drehbewegung versetzte Stellglied 50 über die Übertotpunkt
feder 64 der Federkontaktbügel 63 von einer ersten Kontakt
stellung mit dem Kontakt 62 in eine zweite Kontaktstellung
mit dem Kontakt 61 überführt wird, so daß hierüber die in
dem Einsteckelement 12 vollzogene, und an der Defektanzeige
20 sichtbare Zustandsänderung zusätzlich an einer Fernanzei
ge sichtbar gemacht werden kann. Dabei sind außerdem die
Kontakte 61 und 62 sowie der Federkontaktbügel 63 an der der
Übertotpunktfeder 64 abgewandten Seite über im Bereich ober
halb der Abstützschulter 25 im Zusatzmodul 14 vorgesehene
Anschlußvorrichtungen 67, die auch aus der Fig. 5 der Zeich
nung zu erkennen sind, mit den stromzuführenden Zuleitungen
verbunden, die in am Zusatzmodul 14 dafür vorgesehene Auf
nahmen 68 eingeführt und mit nicht näher bezeichneten Befe
stigungsmitteln dort festgelegt werden können.
Aus den Fig. 3 und 6 der Zeichnung wird nun ersichtlich, wie
die einzelnen Anschlußkontaktfahnen 46, 47 des in dem Ein
steckelement 12 befindlichen Varistors 45 mit den Kontakt
zungen 22, 23 in Wirkverbindung stehen. Diese Anschlußkon
taktfahnen 46, 47 haben in ihren Endabschnitten 84, 85 eine im
Querschnitt gesehen etwa L-förmige Gestalt und reichen mit
diesen Endabschnitten 84, 85 bis an den Boden 86 des Ein
steckelementes 12 heran. Die Anschlußkontaktfahne 46 ist
nun, wie aus der Fig. 6 ersichtlich, über eine eutektische
Lötstelle 79 mit einem flexiblen Sicherungsband 78 verbun
den, welches eine etwa S-förmige Gestalt aufweist und im Be
reich des Bodens 86 des Einsteckelementes 12 dem Ende 24 des
Stellgliedes 50 benachbart angeordnet ist. Dieses Siche
rungsband 78 weist eine Sollbruchstelle 80 auf und wirkt im
Bereich dieser Sollbruchstelle 80 mit dem keilförmig ausge
bildeten Ende 24 des Stellgliedes 50 über einen Bolzen 81
zusammen. Außerdem steht das gegenüberliegende Ende des Si
cherungsbandes 78 mit dem innerhalb des Einsteckelementes 12
befindlichen, im Querschnitt ebenfalls etwa L-förmigen Ende
der Kontaktzunge 22 in elektrischem Kontakt. Die andere An
schlußkontaktfahne 47 wirkt demgegenüber unmittelbar mit dem
entsprechenden Ende der anderen Kontaktzunge 23 zusammen.
Die Kontaktzungen 22, 23 sind ihrerseits, siehe auch Fig. 2,
über in den Figuren der Zeichnung nicht näher bezeichnete,
an der Rückwand des Einsteckelementes 12 befindliche Stifte
in diesen befestigt und wirken in der in Fig. 3 angezeigten
Weise mit den im mittleren Bereich 40 des Gehäuseteiles 11
befindlichen, klemmbackenartig ausgebildeten Gegenkontakte
lementen 75, 76 zusammen.
In den Fig. 4 und 5 sind nun die beiden möglichen Ausfüh
rungsformen des erfindungsgemäßen Überspannungsableiters 10
dargestellt, und zwar einmal aus Fig. 4 mit in den Unter
bringungsraum 13 eingesetztem Blindmodul 70, das an der dem
Einsteckelement 12 zugewandten Seite im Bereich der Durch
trittsöffnung 51 für das keilförmige Ende 24 des Stellglie
des 50 eine Durchtrittsöffnung 82 aufweist, so daß auch bei
eingesetztem Blindmodul 70 ein Defekt des Überspannungs
schutzelementes an der Defektanzeige 20 sichtbar gemacht
werden kann, und zum anderen aus Fig. 5 mit in den Unterbre
chungsraum 13 eingesetztem Zusatzmodul 14. Aus diesen beiden
Figuren, sowie auch insbesondere aus Fig. 6 ist außerdem er
sichtlich, daß das Einsteckelement 12 ein Unverwechselbar
keitsmerkmal in Form von an seinen Seitenwänden 71, 72 be
findlichen, unterschiedlich breiten Führungsnuten 73, 74 auf
weist.
Tritt nun beim Betrieb der mit diesem Überspannungsableiter
10 zu schützenden elektrischen Anlage eine Störung auf, die
einen Defekt des Überspannungsschutzelementes verursacht, so
kann dieser Defekt bei eingesetztem Blindmodul 70 über die
Defektanzeige 20 und bei eingesetztem Zusatzmodul 14 über
die Defektanzeige 20 und eine Fernanzeige sichtbar gemacht
werden. Dabei wird durch die besondere Ausgestaltung des mit
dem Varistoren 45 und dem Stellglied 50 in Wirkverbindung
stehenden Sicherungsbandes 78 bzw. durch die Art der Verbin
dung dieser Elemente untereinander erreicht, daß sowohl bei
energiereichen Überspannungen, wie z. B. nahen Blitzeinschlä
gen, als auch bei wiederholt auftretenden, kleineren Über
spannungen ein Schutz gewährleistet ist, da in dem einen
Fall die Sollbruchstelle zerstört wird und in dem anderen
Fall die eutektische Lötstelle schmilzt, wodurch danach je
weils über die beschriebenen Mittel die Anzeige eines Defek
tes ausgelöst wird. Das jeweils defekte Überspannungsschutz
element kann dann durch einen Austausch des Einsteckelemen
tes 12 ersetzt werden, ohne dazu die mehrere Überspannungs
ableiter überdeckende Abdeckplatte 44 entfernen zu müssen.
Wie bereits erwähnt, sind die dargestellten Ausführungsfor
men nur beispielsweise Verwirklichungen der Erfindung, diese
ist nicht darauf beschränkt. Es sind vielmehr noch mancher
lei Abänderungen und Ausbildungen möglich. So könnte z. B.
das Zusatzmodul auf eine andere Weise in dem Überspannungs
ableiter festgelegt sein, als in den Figuren der Zeichnung
dargestellt, ebenso ist eine andere Ausgestaltung des das
Einsteckelement aufnehmenden Gehäuseteiles denkbar.
Claims (13)
1. Überspannungsableiter für elektrische Anlagen, bestehend aus einem
Gehäuseteil und einem Einsteckelement, wobei das Einsteckelement
mit einem Stellglied, einer Defektanzeige sowie mit Kontaktzungen
ausgestattet ist, denen entsprechende Gegenkontaktelemente
zugeordnet sind, wobei zwischen diesen Kontaktzungen
Überspannungsschutzelemente, wie Varistoren, angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Überspannungsableiter (10) einen wahlweise ein Zusatzmodul
(14) zur Fernanzeige des Defektes oder ein Blindmodul (70)
aufnehmenden Unterbringungsraum (13) aufweist, der in dem
Gehäuseteil (11) des Überspannungsableiters (10) integriert ist, wobei
das Einsteckelement (12) an der seiner Oberseite (19)
gegenüberliegenden Unterseite (21) mit Kontaktzungen (22, 23)
ausgestattet ist.
2. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuseteil (11) eine etwa U-förmige Gestalt aufweist, und daß
das mit diesem in Wirkverbindung stehende Einsteckelement (12) eine
etwa quadratische Gestalt aufweist.
3. Überspannungsableiter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Defektanzeige (20) an der Oberseite (19) des Einsteckelementes
(12) angeordnet ist.
4. Überspannungsableiter nach Anspruch 2 und 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Einsteckelement (12) an der der
Defektanzeige (20) gegenüberliegenden Unterseite (21) mit zwei
Kontaktzungen (22, 23) ausgestattet ist.
5. Überspannungsableiter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Einsteckelement (12) ein Unverwechselbarkeitsmerkmal
vorzugsweise in Form von an seinen Seitenwänden (71, 72)
befindlichen, unterschiedlich breiten Führungsnuten (73, 74) aufweist.
6. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Unterseite (15) des Gehäuseteiles (11) Haltevorrichtungen
(16, 17, 18) zwecks Zusammenwirkens mit einer Führungsschiene
angeordnet sind.
7. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die mit den Kontaktzungen (22, 23) zusammenwirkenden
Gegenkontaktelemente (75, 76) als im mittleren Bereich (40) des
Gehäuseteiles (11) angeordnete Endabschnitte (36, 37) von durch das
Gehäuseteil (11) hindurchgeführten Kontaktelementen (34, 35)
ausgebildet sind.
8. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Zusatzmodul (14) eine mit dem Stellglied (50) des
Einsteckelementes (12) zusammenwirkende Schalteinrichtung (77)
aufweist.
9. Überspannungsableiter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
Zusatzmodul (14) eine Durchtrittsöffnung (66) sowie ein mit der
Schalteinrichtung (77) in Wirkverbindung stehendes
Betätigungselement (65) aufweist und daß im benachbarten Bereich
das Einsteckelement (12) ebenfalls eine Durchtrittsöffnung (51)
zwecks Durchtritts des keilförmig ausgebildeten Endes (24) des
Stellgliedes (50) aufweist.
10. Überspannungsableiter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
das Stellglied (50) drehbar um einen Stift (49) gelagert ist und an
seinem oberen Ende (52) mit der Defektanzeige (20) über einen
Zapfen (54) ausweichbar verbunden ist.
11. Überspannungsableiter nach Anspruch 1 mit einem mit dem in dem
Einsteckelement (12) befindlichen Varistor (45) verbundenen
Sicherungsband (78), dadurch gekennzeichnet, daß das
Sicherungsband (78) flexibel, S-förmig gefaltet ausgebildet ist, mit
dem Varistor (45) über eine eutektische Lötstelle verbunden ist und
außerdem eine zusätzliche Sollbruchstelle (80) aufweist.
12. Überspannungsableiter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellglied (50) im Bereich seines keilförmigen Endes (24)
einen Bolzen (81) aufweist, der im Bereich der Sollbruchstelle (80)
mit dem Sicherungsband (78) verbunden ist.
13. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das in den Unterbringungsraum (13) bedarfsweise einsetzbare
Blindmodul (70) eine Durchtrittsöffnung (82) aufweist.
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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