DE3928619A1 - Vorrichtung zum richtungsgesteuerten bohren - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum richtungs
gesteuerten Bohren mit einem am Ende eines Bohrstrangs
gelagerten, drehend antreibbaren Bohrmeißel.
Bohrvorrichtungen dieser Art werden zur Herstellung
mehr oder weniger stark abgelenkter und von der verti
kalen bis zur horizontalen beliebig geneigter Bohrungen
benötigt. Solche Bohrungen sind beispielsweise erforder
lich, um Hindernisse zu unterfahren oder um Bodenre
gionen zu erkunden, die durch einen gradlinigen oder
nur geringfügig gekrümmten Bohrungsverlauf nicht erreicht
werden können.
Aus der DE-PS 31 07 973 ist ein Bohrwerkzeug zur Her
stellung gekrümmt verlaufender Abschnitte von Tiefboh
rungen bekannt, bei dem ein durch einen Vorortantrieb
beaufschlagter Bohrmeißel am Ende eines drehfest gehalte
nen Gestänges angeordnet ist, durch welches eine Abwink
lung des Bohrmeißels gegen die Bohrlochachse festlegbar
ist. Hierbei besteht das Gestänge aus Einzelgliedern,
die über untereinander parallele Gelenkachse miteinander
verbunden sind, von denen das vor dem Bohrmeißel vorletzte
Glied wenigstens in der Krümmungsebene eine Weite hat,
die dem Durchmesser des Bohrmeißels entspricht. Die Ab
winklung des Bohrmeißels gegen die Bohrlochachse ist
durch Festlegung der Schwenklage des unmittelbar vor
dem Bohrlochmeißel angeordneten, für diesen ein Dreh
lager bildenden Gestängegliedes in Bezug zu dem vorletz
ten Glied einstellbar. Dieses bekannte Bohrwerkzeug hat
sich in der Praxis bewährt und ermöglicht Ablenkungen
von 90° und mehr mit einem kleinen Krümmungsradius.
Für eine Reihe von Anwendungen ist dieses bekannte Bohr
werkzeug jedoch zu aufwendig.
Durch den Aufsatz "Improved directional drilling will
expand use" von McDonald et al in der Zeitschrift "The
oil and gas journal" vom 26.02.1979 und durch die dort
angegebene Veröffentlichung "Dyna-Drill-Handbook", 2.
Auflage, der Firma Smith International Inc., USA ist es
bekannt, einen sog. "bent-sub" zu verwenden, um eine
Krümmung eines Bohrlochs zu erzeugen. Dieser "bent-sub"
bewirkt eine geringfügige, starre Abknickung des unteren
Endes eines Bohrgestänges, wobei sich in dem abgeknickten
Bereich des Bohrgestänges ein Vorortantrieb für den am
Ende des Bohrgestänges angeordneten Bohrmeißel befindet.
Durch die Abknickung wird eine seitliche Vorspannung des
Bohrmeißels bewirkt, wodurch im Fortschreiten des Bohr
vorgangs eine fortwährende Ablenkung des Bohrwerkzeugs
hervorgerufen wird. Da der abgeknickte Teil des Bohrge
stänges mit dem Vorortantrieb durch den "bent-sub" starr
mit dem darüberliegenden Bohrgestänge verbunden ist und
eine verhältnismäßig große Länge hat, ergibt sich bei
dieser bekannten Anordnung nur eine geringfügige Ablen
kung, so daß größere Ablenkwinkel erst über größere Strecken
erreichbar sind. Soll nach dem Ablenken die Bohrung grad
linig fortgesetzt werden, so muß der "bent-sub" ausgebaut
werden, was sehr aufwendig ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Bohrwerkzeug der eingangs
genannten Art zum richtungsgesteuerten Bohren zu schaffen,
das einfach in seinem Aufbau ist und von übertage derart
gesteuert werden kann, daß sich der Bohrmeißel entweder
entlang einer gekrümmten oder entlang einer geraden Bahn
bewegt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
die Drehachse des Bohrmeißels mit der Längsachse des Bohr
strangs einen Winkel bildet und daß der Bohrstrang unab
hängig vom Bohrmeißel drehend antreibbar oder in einer
beliebigen Winkelstellung festsetzbar ist.
Das erfindungsgemäße Bohrwerkzeug läßt sich durch zwei
unterschiedliche Betriebsweisen in jede beliebige Richtung
lenken. Werden Bohrmeißel und Bohrstrang gleichermaßen
angetrieben, wobei die Drehgeschwindigkeit des Bohrmeißels
ein Vielfaches der Drehgeschwindigkeit des Bohrstranges
betragen kann, so führt der Bohrmeißel zusätzlich zu seiner
Drehbewegung um die eigene Drehachse eine Taumelbewegung
aus, die durch die Winkelstellung seiner Drehachse zur
Längsachse des Bohrstrangs hervorgerufen wird. Diese
überlagerten Bewegungen beeinträchtigen den Bohrvorgang
nicht und ergeben einen gradlinigen Verlauf des Bohr
lochs in Richtung der Längsachse des Bohrstrangendes.
Wird der Bohrstrang gegen Drehung festgesetzt und der
Bohrmeißel alleindrehend angetrieben, so ergibt sich ein
gekrümmter Bohrlochverlauf, da der Bohrmeißel nun bestrebt
ist, in Richtung seiner zur Längsachse des Bohrstrang
endes geneigten Drehachse in den Bohrgrund vorzudringen.
Der Bohrlochverlauf wird somit ständig in die durch die
jeweilige Winkelstellung des Rohrstrangs vorgegebene Richtung
abgelenkt, so daß ein bogenförmiger Bohrlochabschnitt
entsteht. Durch Aneinanderreihen von geraden und gekrümm
ten Bohrlochabschnitten unterschiedlicher Winkellage
lassen sich beliebige Bohrlochkonfigurationen erzeugen,
wobei Ablenkungen von der Vertikalen bis zur Horizontalen
und umgekehrt ohne weiteres möglich sind. Der Krümmungs
radius der bogenförmigen Bohrlochabschnitte läßt sich
über den Neigungswinkel der Rotationsachse des Bohr
meißels und die Elastizität des Bohrstrangs in der er
forderlichen Weise festlegen.
Der Antrieb des Bohrmeißels kann bei dem erfindungsge
mäßen Bohrwerkzeug durch ein im Inneren des aus Rohren
bestehenden Bohrstrangs angeordnetes Bohrgestänge erfolgen.
Dies ist vor allem günstig, wenn Bohrungen mit kleinem
Durchmesser hergestellt werden sollen. Ebenso ist es
möglich, den Bohrmeißel vor Ort durch einen Bohrloch
motor anzutreiben, der im Bohrstrang angeordnet und an
diesem oder einem Bohrgestänge abgestützt ist.
Das erfindungsgemäße Bohrwerkzeug eignet sich auch zum
Kernbohren. Hierbei kann im Bohrgestänge ein Kernrohr
ziehbar angeordnet sein. In einer anderen Ausgestaltung
kann auch vorgesehen sein, daß das Kernrohr zwischen
dem Bohrgestänge und dem Bohrmeißel angeordnet ist. Bei
dieser Variante ist jedoch zur Kernentnahme erforderlich,
das Bohrgestänge zu ziehen.
Erfindungsgemäß kann weiterhin vorgesehen sein, daß das
Bohrgestänge durch eine untertägig lösbare Verbindung
formschlüsssig mit dem Bohrmeißel verbunden ist. Hier
durch ist ein Ziehen des Bohrgestänges ohne Ausbau des
Bohrstrangs möglich. Dies kann zweckmäßig sein, wenn der
Bohrstrang nach der Fertigstellung einer Bohrung im Bohr
loch verbleiben soll, um dieses gegen Zusammenbrechen
zu sichern.
Der Drehantrieb für den Rohrstrang und ggf. für das Bohr
gestänge sowie eine Vorschubeinrichtung können nach einem
weiteren Vorschlag der Erfindung auf einem Lafettenbohr
gerät angeordnet sein, dessen Lafette in einem beliebigen
Winkel zwischen vertikaler und horizontaler Lage angesetzt
werden kann.
Der Bohrdurchmesser des Bohrmeißels ist erfindungsgemäß
vorzugsweise größer als der Durchmesser des Bohrstrangs.
Hierdurch wird eine leichte Drehbarkeit des Bohrstrangs
gewährleistet und der Ringraum zwischen dem Bohrstrang
und der Bohrlochwand kann zum Austrag des Bohrkleins ge
nutzt werden. Die Zuführung der Bohrspülung erfolgt er
findungsgemäß durch das Innere des Bohrgestänges oder
durch den Ringraum zwischen Bohrgestänge und Bohrstrang.
Eine bevorzugte Ausgestaltung des Bohrwerkzeugs besteht
erfindungsgemäß darin, daß der Bohrmeißel in einem Lager
stuhl am Ende des Bohrstrangs konzentrisch und axial ge
lagert ist und daß das mit dem Bohrmeißel formschlüssig
verbundene Gestängerohr des Bohrgestänges in einem Ab
stand vom Lagerstuhl in einer Lagerung exzentrisch im
Rohrstrang stabilisiert ist, wobei auf der dem Bohr
meißel abgekehrten Seite der Lagerung wenigstens eine
zweite Lagerung für das Bohrgestänge im Rohrstrang vorge
sehen ist. Diese Ausgestaltung ist einfach in ihrem Auf
bau und läßt sich mit einfachen und robusten Bauteilen
verwirklichen. Der erforderliche Bohrdruck wird dabei
über den Bohrstrang und den robust ausführbaren Lagerstuhl
auf den Bohrmeißel übertragen. Der Anstellwinkel des
Bohrmeißels wird über das mit dem Bohrmeißel formflüssig
verbundene Gestängerohr des Bohrgestänges erzeugt, wobei
hierzu die Lagerung zur Stabilisierung des Bohrgestän
ges ausgenutzt wird, so daß es keiner zusätzlichen bau
lichen Einrichtungen bedarf.
Zur ständigen Überwachung der Richtung des Bohrlochs ist
im Bohrstrangende erfindungsgemäß ein Bohrlochnavigations
gerät angeordnet, dessen Daten nach übertage übertragen
werden. Abweichungen von der gewünschten Bohrrichtung
können so kontinuierlich festgestellt und durch entspre
chende Änderung der Betriebsweise des Bohrwerkzeugs bzw.
der Winkellage des Rohrstrangs kompensiert werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungs
beispiels näher erläutert, welches in der Zeichnung dar
gestellt ist. Die Zeichnung zeigt schematisch den Einsatz
eines erfindungsgemäßen Bohrwerkzeugs beim Herstellen
einer Bohrung unterhalb eines Geländehindernisses in Form
eines Deponiekörpers.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist zum Antrieb
des Bohrwerkzeugs 1 ein Lafettenbohrgerät 2 vorgesehen,
das zwischen vertikaler und horizontaler Lage in jedem
beliebigen Winkel angesetzt werden kann. Das Lafetten
bohrgerät 2 weist zwei voneinander unabhängige Kraftdreh
köpfe 3, 4 auf. Der Kraftdrehkopf 3 ist mit einem Bohr
strang 5 verbunden und in der Lage, diesen kontinuierlich
in Drehung zu versetzen oder ihn in einer bestimmten
Drehwinkelstellung festzuhalten. Weiterhin weist der
Kraftdrehkopf 3 eine Vorschubeinrichtung auf, mit der
die zum Bohren erforderliche Last an dem Bohrstrang 5
aufgebracht werden kann. An den Kraftdrehkopf 4 ist ein
Bohrgestänge 6 angeschlossen, welches zum Antrieb eines
Bohrmeißels 7 dient, der mit einem Lagerstuhl 8 im Ende 9
des Bohrstrangs 5 gelagert ist. Der Kraftdrehkopf 4 weist
ebenfalls eine Vorschubeinrichtung auf, um das Bohrge
stänge 6 entsprechend dem Bohrfortschritt weiter zu
schieben. Bohrspülung wird durch das aus Rohren gebildete
Bohrgestänge 6 zum Meißel 7 geleitet.
Der Meißel 7, dessen Durchmesser größer ist als der Durch
messer des Bohrstrangs 5, ist mit dem letzten Gestänge
rohr 10 des Bohrgestänges 6 formschlüssig lösbar verbun
den. Das Gestängerohr 10 und der Meißel 7 bilden somit
eine bauliche Einheit mit gemeinsamer Drehachse. Die
Lage dieser Drehachse wird einerseits durch den Lager
stuhl 8 bestimmt, der den Meißel 7 und das mit ihm ver
bundene Ende des Gestängerohrs 10 konzentrisch im Bohr
strangende 9 lagert. Andererseits bestimmt eine exzen
trische Lagerung 11, die sich im Abstand vom Lagerstuhl 8
am anderen Ende des Gestängerohrs 10 befindet die Lage
der Drehachse des Meißels 7 und zwar derart, daß sie einen
Winkel zur Längsachse des Rohrstrangendes 9 bildet. Im
Abstand von der exzentrischen Lagerung 11 ist eine zweite
Lagerung 12 vorgesehen, die zentrisch oder exzentrisch
ausgebildet sein kann und zur Stabilisierung des Bohr
gestänges 6 dient. Die exzentrische Lagerung 11 ist orts
fest innerhalb des Rohrstrangendes 9 angeordnet. Die Lage
ihrer Exzentrizität kann daher durch Drehung des Bohr
strangs 5 beliebig eingestellt werden.
Bei dem beschriebenen Bohrwerkzeug hat der Bohrstrang 5
die Aufgabe, das Bohrloch offenzuhalten, den Bohr
meißel 7 und das Bohrgestänge 6 zu lagern, die Lage der
exzentrischen Lagerung 11 festzulegen und den erforder
lichen Bohrdruck auf den Bohrmeißel 7 zu übertragen. Der
Bohrstrang 5 weist innen und außen einen konstanten Durch
messer auf. Um elektromagnetische Messungen zu ermöglichen,
ist das Bohrstrangende 9 aus nichtmagnetischem Stahl her
gestellt. Die Aufgaben des Bohrgestänges 6 sind Trans
port der Spülung zum Meißel 7, Führung eines Meßgerätes,
Übertragung des Drehmoments auf den Meißel 7 und beim
Kernbohren Tragen eines Kernrohres. Auch das Bohrgestänge 6
ist im Bereich des Bohrstrangendes 9 aus nichtmagneti
schem Stahl hergestellt.
Wird beim Bohren von dem Kraftdrehkopf 4 über das Bohrge
stänge 6 nur der Meißel 7 angetrieben, während der Bohr
strang 5 steht, so ändert sich die Bohrrichtung entspre
chend dem Neigungswinkel, den die Drehachse des Meißels 7
aufgrund der Exzentrizität der Lagerung 11 zur Längsachse
des Bohrstrangs einnimmt. Durch Einstellung der Lage des
Exzenterpunktes der Lagerung 11 kann somit die Bohrung
in eine beliebige Richtung abgelenkt werden. Wird über
eine längere Strecke mit stehendem Bohrstrang 5 gebohrt,
so ergibt sich ein gekrümmter bogenförmiger Bohrloch
verlauf. Wird der Bohrstrang 5 über den Kraftdrehkopf 3
zusätzlich zum Meißel 7 in Drehung versetzt, so führt
der Meißel 7 neben seiner Drehbewegung eine Taumelbewe
gung aus, so daß eine Richtungsänderung in eine bestimmte
Richtung nicht mehr möglich ist. Ein gradliniger Bohr
lochverlauf ist die Folge. Durch geeignete Kombination
beider Betriebsweisen läßt sich jeder beliebige Bohrloch
verlauf erbohren.
Das beschriebene Bohrgerät eignet sich auch zum Gewinnen
von Bohrkernen. Hierzu hat der Meißelanschluß am Gestänge
rohr 10 einen der maximalen Kerngröße entsprechenden
Durchgang und als Meißel wird eine Kernbohrkrone verwen
det. Soll keine Kernbohroperation vorgenommen werden,
so kann ein zusätzlicher Meißel durch das Bohrgestänge
in die Kernbohrkrone eingebaut werden, so daß mit vollem
Bohrlochquerschnitt gebohrt werden kann. Zum Gewinnen
der Bohrkerne kann ein Kernrohr eingesetzt werden, wo
bei zur Kernentnahme entweder das Bohrgestänge 6 gezogen
wird oder ein im Bohrgestänge 6 bewegliches Kernrohr einge
setzt wird, das über Wire-line oder hydraulisch nach über
tage gebracht werden kann.
Das beschriebene Bohrwerkzeug eignet sich für die unter
schiedlichsten Anwendungen. So können Bohrungen sowohl
im festen Untergrund als auch in lockeren Böden, Kies
oder Sandschüttungen ausgeführt werden. Da die Bohrrich
tung beliebig variiert werden kann, lassen sich vor
allem auch Hindernisse wie Flußläufe, Fundamente oder
auch Deponiekörper unterfahren, wobei erforderlichen
falls der Rohrstrang im Bohrloch verbleiben kann, um dieses
offenzuhalten.
Claims (12)
1. Vorrichtung zum richtungsgesteuerten Bohren mit einem
am Ende eines Bohrstrangs gelagerten, drehend antreib
baren Bohrmeißel, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Drehachse des Bohrmeißels (7)
mit der Längsachse des Bohrstrangs (5) einen Winkel
bildet und daß der Bohrstrang (5) unabhängig vom Bohr
meißel (7) drehend antreibbar oder in einer beliebigen
Winkelstellung festsetzbar ist.
2. Bohrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb des Bohrmeißels (7) durch ein im Inneren
des aus Rohren bestehenden Bohrstrangs (5) angeordnetes
Bohrgestänge (6) erfolgt.
3. Bohrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb des Bohrmeißels (7) vor Ort durch einen
im Bohrstrang (5) angeordneten und an diesem oder an
einem Bohrgestänge abgestützten Bohrlochmotor erfolgt.
4. Bohrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bohrgestänge (6) ein
Kernrohr ziehbar angeordnet ist.
5. Bohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Bohrgestänge (6) und dem
Bohrmeißel (7) ein Kernrohr angeordnet ist.
6. Bohrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Bohrgestänge (6) durch
eine untertägig lösbare Verbindung formschlüssig mit dem
Bohrmeißel (7) verbunden ist.
7. Bohrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorschubeinrichtung und
der Drehantrieb (3) für den Bohrstrang (5) auf einem
Lafettenbohrgerät (2) angeordnet sind, dessen Lafette in
einem beliebigen Winkel zwischen vertikaler und
horizontaler Lage ansetzbar ist.
8. Bohrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrdurchmesser des Bohr
meißels (7) größer ist als der Durchmessers des Bohr
strangs (5).
9. Bohrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrspülung durch das
Innere des Bohrgestänges oder durch den Ringraum zwischen
Bohrgestänge und Bohrstrang zugeführt wird.
10. Bohrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrmeißel (7) in einem
Lagerstuhl (8) am Ende (9) des Bohrstrangs (5)
konzentrisch und axial gelagert ist und daß das mit dem
Bohrmeißel (7) formschlüssig verbundene Gestängerohr (10)
des Bohrgestänges (6) in einem Abstand vom Lagerstuhl (8)
in einer Lagerung (11) exzentrisch im Bohrstrang
stabilisiert ist.
11. Bohrvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der dem Bohrmeißel (7) abgekehrten Seite der
exzentrischen Lagerung (11) wenigstens eine zweite
Lagerung (12) für das Bohrgestänge (6) im Bohrstrang (5)
vorgesehen ist.
12. Bohrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bohrstrangende (9) ein
Bohrlochnavigationsgerät angeordnet ist, dessen Daten
nach übertage übertragen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893928619 DE3928619A1 (de) | 1989-08-30 | 1989-08-30 | Vorrichtung zum richtungsgesteuerten bohren |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE3928619A1 true DE3928619A1 (de) | 1991-03-07 |
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| DE19893928619 Withdrawn DE3928619A1 (de) | 1989-08-30 | 1989-08-30 | Vorrichtung zum richtungsgesteuerten bohren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3928619A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1992014905A3 (de) * | 1991-02-19 | 1992-11-26 | Bergwerksverband Gmbh | Vorrichtung zur zielgenauen steuerung von überlagerungsbohrungen |
| US6543551B1 (en) | 1995-02-22 | 2003-04-08 | The Charles Machine Works, Inc. | Pipe handling device |
| DE19725996C2 (de) * | 1996-06-19 | 2003-08-28 | Robert R Talley | Verfahren und Bohrlochsystem zur Förderung von Wasser aus einem im wesentlichen vertikalen Bohrloch |
| US9127510B2 (en) | 2012-10-12 | 2015-09-08 | Vermeer Manufacturing Company | Dual drive directional drilling system |
-
1989
- 1989-08-30 DE DE19893928619 patent/DE3928619A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1992014905A3 (de) * | 1991-02-19 | 1992-11-26 | Bergwerksverband Gmbh | Vorrichtung zur zielgenauen steuerung von überlagerungsbohrungen |
| US6543551B1 (en) | 1995-02-22 | 2003-04-08 | The Charles Machine Works, Inc. | Pipe handling device |
| DE19725996C2 (de) * | 1996-06-19 | 2003-08-28 | Robert R Talley | Verfahren und Bohrlochsystem zur Förderung von Wasser aus einem im wesentlichen vertikalen Bohrloch |
| US9127510B2 (en) | 2012-10-12 | 2015-09-08 | Vermeer Manufacturing Company | Dual drive directional drilling system |
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|---|---|---|---|
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