DE3916840A1 - Ampulle - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine vorzugsweise aus Kunststoff bestehende
Ampulle für eine Flüssigkeit, welche der Ampulle mittels eines
Spritzenkörpers entnommen wird, der an seinem in den Ampullenhals
einzuführenden Ende einen Kegel aufweist.
Bei einer bekannten Ampulle dieser Art (EP 00 08 856 A1) bildet
der Hals einen an den genormten Kegel der Spritzen angepaßten
Innenkonus. Hierdurch wird vermieden, daß mit dem Kegel der
Spritze zunächst eine in die Ampulle einzuführende erste In
jektionsnadel verbunden werden muß, ehe für die Injektion an
die Spritze eine zweite Injektionsnadel angesetzt werden kann.
Da jedoch der Kegel mit dem Innenkonus eine dichte Verbindung
herstellt, muß die Ampulle kollabieren können, um die in ihr
enthaltene Flüssigkeit vollständig entnehmen zu können.
Es ist zwar erwünscht, daß die Verbindung zwischen der Ampulle
und der Spritze während der Entnahme der Flüssigkeit aus der
Ampulle dicht ist, damit die Ampulle während des Entnahmevor
ganges auch auf den Kopf gestellt werden kann, ohne daß Flüssigkeit
verlorengeht. Andererseits ist aber bis zur Entnahme der Flüssig
keit eine fehlende Formstabilität der Ampulle störend.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Ampulle
zu schaffen, deren Inhalt mittels einer Spritze ohne zu Hilfenahme
einer Kanüle entnommen werden kann, und zwar auch dann, wenn
der Hals der Kanüle nach unten weist, die aber dennoch formstabil
ausgebildet sein kann. Diese Aufgabe löst eine Ampulle mit den
Merkmalen des Anspruches 1.
Dadurch, daß die Anlage des Kegels an der Innenwand des Ampullen
hals auf einen kreisförmigen Linienzug beschränkt ist, kann
zuverlässig verhindert werden, daß Flüssigkeit entlang der Kegel
mantelfläche und/oder der Innenwand des Ampullenhalses ausfließt,
wenn der Ampullenhals nach unten weist. Dennoch behindert die
erzielte Abdichtung nicht, daß Luft in die Ampulle in dem Maße
eintritt, wie aus dieser die Flüssigkeit entnommen wird, und
deshalb die Ampulle formstabtil sein kann. Sofern erwünscht sein
sollte, daß der Eintritt der Luft in die Ampulle weniger be
hindert wird, kann man an der Innenwand des Ampullenhalses eine
oder mehrere Längsnuten vorsehen.
Um den Anpreßdruck zwischen dem Kegel und der Innenwand des
Ampullenhalses in einfacher Weise auf den erforderlichen Wert
festlegen zu können, ist bei einer bevorzugten Ausführungsform
das freie Ende des Ampullenhalses als Anlagefläche für die den
Kegel tragende Stirnfläche des Spritzenkörpers ausgebildet.
Besonders vorteilhaft ist ferner eine Ausgestaltung des Ampullen
halses gemäß Anspruch 3, da ein derartiger Ampullenhals sicher
stellt, daß die Anlage zwischen Kegel und Ampullenhals nur in
dem dafür bestimmten Bereich des Ampullenhalses erfolgen kann.
Im einzelnen kann die Ausbildung des Ampullenhalses so getroffen
sein, daß die Innenwand des Ampullenhalses zumindest in dem für
die Aufnahme des Kelges bestimmten Bereich eine kreiszylind
rische Form hat. Ein derartiger zylindrischer Abschnitt läßt
sich relativ einfach bei der Ampullenherstellung auf den ge
wünschten Wert und mit der gewünschten Toleranz kalibrieren.
Vorteilhaft ist aber auch eine Ausbildung der Innenwand in dem
für die Anlage des Kegels bestimmten Bereich gemäß Anspruch
5, da ein derartiger Ringwulst ebenfalls einfach zu kalibrieren
ist und eine sehr gut definierte Anlagezone für den Kegel bildet.
Im folgenden ist die Erfindung anhand von zwei in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen im einzelnen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ampulle gemäß dem ersten Ausfüh
rungsbeispiel,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Ampulle gemäß Fig. 1 in einer
um 90° um ihre Längsachse gedrehten Position,
Fig. 3 einen vergrößert und unvollständig dargestellten Längs
schnitt der Ampulle gemäß den Fig. 1 und 2 mit in den
Ampullenhals eingeführtem Kegel,
Fig. 4 einen Schnitt gemäß Fig. 3 eines zweiten Ausführungsbei
spiels,
Fig. 5 einen vergrößert dargestellten Schnitt nach der Linie
V-V der Fig. 4.
Eine aus Kunststoff im Blasverfahren hergestellte, formstabile
Ampulle 1 enthält eine mittels einer Spritze zu injizierende,
pharmazeutische Flüsigkeit. An den als Ganzes mit 2 bezeichneten
Hals der Ampulle 1 schließt sich ein einstückig mit ihm ausge
bildeter Kopf 3 an, der seinerseits einstückig mit einem ange
formten Knebel 4 ausgebildet ist. Der Hals 2, der Kopf 3 und
der Knebel 4 werden in bekannter Weise im Anschluß an das Füllen
des Ampullenkörpers geformt, wobei gleichzeitig die Ampulle
1 verschlossen wird.
An das dem Boden gegenüberliegende Ende des Ampullenkörpers
schließt sich ein erster Abschnitt 5 des Halses 2 an, dessen
Durchmesser kleiner ist als derjenige des Ampullenkörpers. Auf
diesen Abschnitt folgt ein im Durchmesser kleinerer, zylindrischer
Abschnitt 6, dessen Innendurchmesser etwas größer ist als der
größte Durchmesser eines genormten Kegels 7 für medizinische
Geräte, der an der einen Stirnfläche eines Spritzenkörpers 8
vorgesehen ist. Wie Fig. 3 zeigt, schließt sich an das dem ersten
Abschnitt 5 abgekehrte Ende des zylindrischen Abschnittes 6
ein dritter Abschnitt 9 an, der einen nach innen über die Innen
wand des zylindrischen Abschnittes 6 überstehenden Ringwulst
bildet. Der Innendurchmesser des Halses 2 an der durch den Ring
wulst gebildeten engsten Stelle ist etwas kleiner als der größte
Durchmesser des Kegels 7. Der dritte Abschnitt 9 geht in einen
vierten Abschnitt 10 über, welcher einen nach außen über den
zylindrischen Abschnitt 6 und den dritten Abschnitt 9 überstehen
den Wulst bildet und einen größeren Innendurchmesser als der
dritte Abschnitt 9.
Über eine Sollbruchstelle mit reduzierter Wandstärke ist der
vierte Abschnitt 10 mit dem Kopf 3 verbunden. Durch ein Verdrehen
oder Kippen des Knebels 4 läßt sich der Kopf 3 vom Hals 2 trennen.
Da die nach dem Trennen des Kopfes 3 vom Hals 2 freiliegende
Stirnfläche 10′ des vierten Abschnittes 10 die Anlagefläche
für die den Kegel 7 tragende Stirnseite des Spritzenkörpers
8 bildet, ist der in Längsrichtung des Halses 2 gemessene Abstand
der Stirnfläche 10′ von der engsten Stelle des Halses 2 im Bereich
des dritten Abschnittes 9 so gewählt, daß der in den Hals 2
eingeführte Kegel mit einem definierten, relativ geringen Druck
am dritten Abschnitt 9 des Halses 2 liegt, wenn die den Kegel
7 tragende Stirnfläche des Spritzenkörpers B an der Stirnfläche
10′ anliegt. Der Anpreßdruck zwischen dem Kegel 7 und der Innenflä
che des dritten Abschnittes 9 ist dabei so gewählt, daß zwar
Luft in dem Maße in die Ampulle 1 eintreten kann, in dem deren
Inhalt durch den Kegel 7 hindurch mittels eines im Spritzen
körper B enthaltenen Kolbens abgesaugt wird, daß aber die in
der Ampulle 1 enthaltene Flüssigkeit nicht längs des Mantels
des Kegels 7 oder der Innenmantelfläche des Halses 2 austreten
kann, selbst wenn die Ampulle 1, wie üblich, während der Ent
nahme der Flüssigkeit auf dem Kopf steht, ihr Hals 2 also nach
unten weist.
Das in Fig. 4 unvollständig dargestellte zweite Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel zum einen
dadurch, daß der Hals 102 der Ampulle 101 nur drei Abschnitte
aufweist, weil der den nach innen überstehende Ringwulst bildende
dritte Abschnitt fehlt. Damit dennoch zwischen dem in den Hals
102 eingeführten Kegel 7 und der Innenwandung des Halses 102
eine in sich geschlossene, linienförmige Anlage erreicht wird,
welche den Durchtritt von Flüssigkeit verhindert, jedoch den
Durchtritt von Luft zuläßt, ist der Innendurchmesser des zy
lindrischen Abschnittes 106 etwas kleiner als der größte Durch
messer des Kegels 7, aber etwas größer als dessen kleinster
Durchmesser gewählt. Außerdem ist die axiale Länge des an den
zylindrischen Abschnitt 106 sich anschließenden, einen nach
außen überstehenden Ringwulst bildenden Abschnitt 110 so gewählt,
daß der Kegel 7 mit dem erforderlichen, relativ geringen An
preßdruck, welcher notwendig ist, um einen Durchtritt von Flüs
sigkeit zu verhindern, an der Innenwand des zylindrischen Ab
schnittes 106 anliegt, wenn die den Kegel 7 tragende Stirnfläche
des Spritzenkörpers 8 an der freien Stirnfläche 110′ des Halses
102 anliegt.
Um den Durchtritt von Luft zwischen dem Kegel 7 und dem Hals
102 zu verbessern, ist der Hals 102 an zwei diametral angeord
neten Stellen mit je einer nach innen offenen Längsnut 111 ver
sehen, dessen Querschnitt so gewählt ist, daß die einströmende
Luft einen Flüssigkeitsaustritt verhindert. Selbstverständlich
könnte auch nur eine einzige Längsnut vorgesehen oder die Nut
anordnung anders gewählt sein.
Eine oder mehrere Längsnuten dieser Art könnten auf der Innen
seite des dritten Abschnittes 9 des Halses 2 des ersten Aus
führungsbeispiels vorgesehen sein.
Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten sowie auch die
nur allein aus der Zeichnung entnehmbaren Merkmale sind als
weitere Ausgestaltungen Bestandteile der Erfindung, auch wenn
sie nicht besonders hervorgehoben und insbesondere nicht in
den Ansprüchen erwähnt sind.
Claims (6)
1. Ampulle, insbesondere aus Kunststoff, für eine Flüs
sigkeit, welche der Ampulle mittels eines Spritzenkörpers ent
nommen wird, der an seinem in den Ampullenhals einzuführenden
Ende einen Kegel aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Innen
wand des Ampullenhalses in dem für die Anlage des Kegels (7)
bestimmten Bereich (9; 106) eine Form hat, welche eine den Durch
tritt von Luft, nicht aber den Durchtritt von Flüssigkeit zwischen
der Kegelwandung und der Innenwand des Ampullenhalses gestattende
Anlage längs einer in sich geschlossenen, kreisförmigen Linie
ergibt.
2. Ampulle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das freie Ende (10′; 110′) des Halses (2; 102) der Ampulle (1;
101) als Anlagefläche für die den Kegel (7) tragende Stirnfläche
des Spritzenkörpers (8) ausgebildet ist.
3. Ampulle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß sich an den für die linienförmige Anlage des Kegels
(7) bestimmten Abschnitt (9; 106) des Ampullenhalses gegen dessen
freies Ende hin ein Abschnitt (10; 110) mit einem größeren Innen
durchmesser anschließt.
4. Ampulle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Innenwand des Ampullenhalses zumindest
in dem für die Anlage des Kegels (7) bestimmten Bereich (106)
eine kreiszylindrische Form hat.
5. Ampulle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Innenwand des Ampullenhalses in dem für
die Anlage des Kegels (7) bestimmten Bereich (9) einen radial
nach innen über die benachbarten Innenwandbereiche vorstehenden
Ringwulst bildet.
6. Ampulle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der für die Anlage des Kegels (7) bestimmte
Abschnitt (9; 106) auf seiner Innenseite mit wenigstens einer
nach innen offenen Längsnut (111) versehen ist.
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