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DE3902000C2 - Schleuderstreuer - Google Patents

Schleuderstreuer

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DE3902000C2
DE3902000C2 DE3902000A DE3902000A DE3902000C2 DE 3902000 C2 DE3902000 C2 DE 3902000C2 DE 3902000 A DE3902000 A DE 3902000A DE 3902000 A DE3902000 A DE 3902000A DE 3902000 C2 DE3902000 C2 DE 3902000C2
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Germany
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centrifugal
cap
disc
spreader
upper leg
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Norbert Dipl Ing Rauch
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RAUCH Landmaschinenfabrik GmbH
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RAUCH Landmaschinenfabrik GmbH
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C17/00Fertilisers or seeders with centrifugal wheels
    • A01C17/001Centrifugal throwing devices with a vertical axis

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Fertilizing (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Schleuderstreuer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Wie bei Streugeräten aller Art ist man auch bei Schleuder­ streuern darauf bedacht, eine über die Streubreite mög­ lichst gleichmäßige Verteilung des Streugutes, das heißt eine über die Streubreite gleichbleibende Streudichte zu erzielen. Dieses Ziel wird am ehesten bei relativ kleinen Streumengen und/oder kleinen Streubreiten erreicht. Das Streubild zeigt dann einen flach-dreiecksförmigen Verlauf, dessen Maximum (Spitze) in der Mitte hinter dem Streuer liegt und das nach beiden Seiten flach abfällt. Die eigentliche Arbeitsbreite des Streuers ist diejenige Breite, bei der 50% der gewünschten Streumenge ausgebracht worden sind. Durch entsprechendes Anschlußfahren kann dann eine Überlappung der Streubilder derart erzielt werden, daß sich die Streumengen jeder Fahrt so addieren, daß über die gesamte bestreute Fläche eine annähernd gleichmäßige Streudichte erhalten wird. Je größer die Streumenge ist, die im übrigen auch mit der Streubreite zunimmt, um so steiler fällt das Streubild zur Seite hin ab und um so schwieriger ist es, im Wege des Anschlußfahrens eine solche Überlappung der Streubilder zu erreichen, die zu einer gleichmäßigen Streudichte führt. Auch kommt es zu einer Vergrößerung der effektiven Arbeitsbreite. Ferner werden im mittleren Bereich Überdüngungen festgestellt, was in erster Linie auf die sogenannten Prallverluste zurück­ zuführen ist. Hierbei handelt es sich um diejenigen Streu­ gutpartikel, die nicht kontrolliert von den Wurfflügeln erfaßt werden, sondern beim Eintreten des Wurfflügels in den Düngerstrahl durch Prallvorgänge in beliebige Richtun­ gen beschleunigt bzw. abgelenkt werden.
Bei noch größeren Streumengen/Streubreiten zeigt das Streu­ bild neben einer starken Überhöhung im mittleren Bereich hinter dem Schleuderstreuer, die vornehmlich auf die vor­ genannten Prallverluste zurückzuführen ist, auf jeder Seite nochmals eine Überhöhung. Insgesamt ergibt sich also ein wellenförmiger Verlauf des Streubildes mit nach außen hin relativ steil abfallenden Flanken. Da bei größerer Ar­ beitsbreite auch die zulaufende Streugutmenge größer ist, spricht man hier vom sogenannten "Mengeneffekt" zur Ab­ grenzung gegenüber dem vorgenannten "Pralleffekt". Die durch den "Mengeneffekt" entstehende Unregelmäßigkeit im Streubild läßt sich beim Anschlußfahren nicht beseitigen.
Um die negativen Auswirkungen, insbesondere des "Mengen­ effektes", zu reduzieren, werden beispielsweise statt zwei Wurfflügeln vier Wurfflügel auf der Schleuderscheibe sym­ metrisch angeordnet. Die - im übrigen nur geringe - Ver­ besserung hinsichtlich des "Mengeneffektes" führt dabei in der Regel zu einer Verschlechterung in den Auswirkungen des "Pralleffektes". Auch hat man versucht, dem Problem durch verstellbare Wurfflügel zu begegnen, um dem Streugut je nach Streubreite unterschiedliche Abgangswinkel zu verschaffen. Bei allen bekannten Maßnahmen kommt es allen­ falls zu einer geringfügigen Verbesserung, nicht aber zu einer auch nur annähernden Beseitigung der nachteiligen Folgen des "Mengeneffektes" und des "Pralleffektes".
In der Praxis haben sich Wurfflügel mit U-förmigem Quer­ schnitt als besonders günstig erwiesen, da sie beim Ein­ treten in den Fallstrom des Streugutes eine Art Scheibe aus dem Streugutstrahl herausschneiden. Die Mehrzahl der Streugutpartikel wird vom Wurfflügel aufgenommen und zen­ trifugal beschleunigt, gleichwohl wird ein nicht unbedeu­ tender Teil der Partikel im Bereich des oberen Schenkels des U-Profils und von dessen vorlaufender Kante in alle Richtungen reflektiert. Diese Prallverluste sind um so größer, je größer der Abstand zwischen Auslaufschacht und Wurfflügel ist.
Bei einem bekannten Streuer (DE 78 35 966 U1) mit gekrümm­ ten Wurfschaufeln wird das Streugut durch einen schräg gestellten Abgabeschacht im Bereich der Innenkante der Wurfschaufel aufgegeben. Um die nach oben reflektierten Partikel einzufangen, ist an der Oberkante des Abgabe­ schachtes ein bis über die Wurfflügel reichendes Leit­ blech vorgesehen. Damit werden aber allenfalls diejeni­ gen Prallverluste reduziert, die sich aus Reflexionen nach oben ergeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Schleuderstreuer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 die Prallverluste zu verringern und damit ein gleichmäßi­ geres Streubild zu erzielen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der obere Schenkel des U-Profils jedes Wurfflügels zumindest mit seiner vorlaufenden Kante und in dem am Auslaufschacht vorbeilaufenden Abschnitt in einer Ebene parallel zur Unterkante des Auslaufschachtes mit geringem Abstand unter dieser angeordnet ist und daß im Zentrum der Schleuder­ scheibe eine zylindrische Kappe angeordnet ist, welche die ihr naheliegende Unterkante des Auslaufschachtes nach oben überragt.
Während bei den bekannten Schleuderstreuern mit zwei oder vier Wurfflügeln die durch unkontrollierte Reflexionen beim Eintauchen des Wurfflügels in den Streugutstrahl abprallenden Partikel sich vornehmlich im mittleren Bereich hinter dem Schleuderstreuer sammeln und dort zu einer überproportional großen Streudichte führen, werden diese Partikel durch die erfindungsgemäße Zuordnung von Aus­ laufschacht und oberem Schenkel des Wurfflügels von dem Wurfflügel eingefangen werden, so daß diese Partikel durch den Wurfflügel nach außen beschleunigt werden und in kon­ trollierter Weise den Wurfflügel verlassen. Durch die Kappe im Zentrum der Schleuderscheibe, die über die Unter­ kante des Auslaufschachtes nach oben ragt und nahe dem Auslaufschacht angeordnet ist, werden die nach innen re­ flektierten Partikel in Richtung zum Wurfflügel zurück­ geworfen.
Eine bevorzugte Ausführung zeichnet sich dadurch aus, daß der obere Schenkel jedes Wurfflügels von seiner vorlaufen­ den Kante entgegen der Drehrichtung unter Bildung eines Freiwinkels nach unten geneigt ist.
Unabhängig von der Neigungslage der Wurfflügel gegenüber der Horizontalen, insbesondere auch bei einer für große Streubreiten vorgesehenen tellerartigen Ausbildung der Schleuderscheibe, bei der die Wurfflügel nach außen an­ steigen, ist sichergestellt, daß der obere Schenkel immer unmittelbar unterhalb der Unterkante des Auslaufschachtes vorbeistreicht. Dadurch wird die Anzahl derjenigen Partikel, die in den Spalt zwischen dem oberen Schenkel und der Unterkante des Auslaufschachtes geraten und nicht ausrei­ chend beschleunigt werden, minimiert. Durch den weiterhin vorgesehenen Freiwinkel, unter dem der obere Schenkel angestellt ist, ergibt sich, daß der Wurfflügel nur mit der vorlaufenden Kante auf den Düngerstrahl auftrifft, während die hinter der vorlaufenden Kante austretenden Düngerpartikel auf die geneigte Freifläche fallen und vorwiegend nach hinten und in Richtung auf die Schleuder­ scheibe reflektiert werden, so daß sie vom nächsten Wurf­ flügel erfaßt werden können. Ferner wird durch den Frei­ winkel der Rückstau des Düngerstrahls im Auslaufschacht, der zu einer unkontrollierten Änderung des Mengendurchsat­ zes führt, reduziert bzw. vermieden.
Eine andere vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, daß die vorlaufende Kante des oberen Schenkels jedes Wurfflügels an dessen innerem Ende am Steg ansetzt und in einer Krümmung nach vorne in einen geradlinigen, zum Steg gegebenenfalls parallelen Abschnitt übergeht, wobei ferner von Vorteil ist, wenn jeder Wurfflügel mit seinem inneren Ende über das Zentrum der Schleuderscheibe hinaus auf deren andere Seite reicht.
Mit dieser Ausführungsform ist sichergestellt, daß die vor­ laufende Kante des Wurfflügels beim Eintreten in den Dünger­ strahl stets so auf die Düngerpartikel auftrifft, daß diese nach außen beschleunigt werden. Dabei kann die genaue Aus­ bildung der Krümmung und die Verlängerung des Wurfflügels an seinem inneren Ende an die jeweilige Lage und Form der Auslauföffnung bzw. des Auslaufschachtes angepaßt werden.
In weiterhin bevorzugter Ausführung ist vorgesehen, daß der obere Schenkel jedes Wurfflügels in dessen äußerem Ab­ schnitt, der - vom Zentrum der Schleuderscheibe gesehen - jenseits des Auslaufschachtes liegt, höher angeordnet ist als die Unterkante des Auslaufschachtes.
Während der obere Schenkel im Bereich des Auslaufschachtes unmittelbar unterhalb dessen Unterkante vorbeiläuft, liegt der Schenkel im äußeren Abschnitt des Wurfflügels oberhalb der Unterkante des Auslaufschachtes mit der Folge, daß die - vom Zentrum der Schleuderscheibe aus gesehen - vornehm­ lich nach außen abprallenden Partikel von dem höher lie­ genden Schenkel eingefangen und in den Wurfflügel abgelenkt werden, um von diesem in kontrollierter Weise nach außen beschleunigt zu werden.
Dem gleichen Zweck dient die Maßnahme, daß der Steg des U- Profils jedes Wurfflügels in dessen äußerem Abschnitt mit seiner am Übergang zu dem höher liegenden Schenkel befind­ lichen Innenkante auf einem Radius der Schleuderscheibe liegt, der wenig größer ist als derjenige der radial am weitesten außen liegenden Begrenzung des Auslaufschachtes.
Die Innenkante des Stegs am Übergang zu dem höher liegenden Schenkelabschnitt läuft also außenseitig unmittelbar am Auslaufschacht vorbei, so daß auch an dieser Stelle die Möglichkeit der Reflexion von Partikeln nach hinten be­ seitigt ist.
Bei der vorgenannten Ausführungsform ist es zweckmäßig, wenn der höher liegende Schenkel im äußeren Abschnitt des Wurfflügels parallel zum Boden des Vorratsbehälters ange­ ordnet ist. Der Schenkel im äußeren Abschnitt des Wurf­ flügels liegt also so hoch, daß auch noch solche Partikel erfaßt werden, die unter einem flachen Winkel nach außen unkontrolliert reflektiert werden.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung, zeichnet sich dadurch aus, daß der Steg und der obere Schenkel jedes Wurfflügels an ihrem inneren Ende an der Kappe anliegen, wobei ferner von Vorteil ist, wenn der obere Schenkel am inneren Ende über die gesamte Länge seiner Kante an der Kappe anliegt.
Mit der vorgenannten Ausführungsform wird der Wurfflügel an seinem inneren Ende gleichsam abgeschlossen. Dadurch wird weitgehend vermieden, daß beim Eintreten des Wurfflügels in den Streugutstrahl Partikel nach innen reflektiert werden bzw. eventuell doch reflektierte Partikel eingefan­ gen und dem Zentrifugalfeld des Wurfflügels ausgesetzt werden.
Vorzugsweise ist die Ausbildung so getroffen, daß die vor­ laufende Kante des oberen Schenkels an einer der Anlage­ stelle des Stegs an der Kappe in der Verlängerung des Stegs etwa gegenüberliegenden Stelle der Kappe ansetzt, in einer ersten Krümmung mit zunehmendem radialen Abstand von der Achse der Schleuderscheibe nach vorne gezogen ist und mit einer daran anschließenden entgegengesetzten Krümmung in eine zum Steg etwa parallele Gerade übergeht, wobei vor­ teilhafterweise die erste Krümmung der vorlaufenden Kante etwa spiralförmig ist.
Auf diese Weise wird einerseits die Breite des oberen Schenkels im Bereich nahe dem Zentrum der Schleuderscheibe verbreitert, der Wurfflügel also insgesamt tiefer, so daß mehr Partikel eingefangen werden können. Andererseits ergibt sich durch die Krümmung der vorlaufenden Kante bei deren Eintritt in den Streugutstrahl eine Impulskraft auf die Partikel, die weitestgehend nach außen gerichtet ist. Dieses gilt in jeder Drehlage des Wurfflügels, so daß auch hierdurch die Möglichkeit einer Reflexion der Partikel an der vorlaufenden Kante, die diese nach innen abprallen läßt, weitestgehend ausgeschlossen ist.
Die Kappe, die die ihr naheliegende Unterkante des Aus­ laufschachtes nach oben überragt und dafür sorgt, daß zwischen der Unterkante des Auslaufschachtes und dem oberen Schenkel Partikel nicht nach innen verspritzt werden, ist dann besonders effektiv, wenn der Radius der Kappe wenig kleiner ist als der Radius, der bezüglich der Achse der Schleuderscheibe am weitesten innen liegenden Begren­ zung des Auslaufschachtes.
Üblicherweise werden die Schleuderscheiben von unten her mittels einer Antriebswelle angetrieben, die beispielsweise über ein Kegelradgetriebe an die Zapfwelle angeschlossen ist. Die Antriebswelle weist zu diesem Zweck eine Nabe auf, an der die Schleuderscheibe befestigt ist. Erfindungsgemäß kann nun die Kappe zum Befestigen der Schleuderscheibe auf der Nabe dienen.
Eine weiterhin bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, daß der Wurfflügel an seinem äußeren Ende, vom oberen Schenkel ausgehend, nach unten abgeschrägt ist.
Während sich bei kleinen Streumengen die Partikel vornehmlich im unteren Teil des Wurfflügels nach außen bewegen, steigen sie bei größeren Streumengen nach oben an, bis der Wurfflügel über seine gesamte Höhe belegt ist. Bei noch größeren Streu­ mengen schließlich baut sich innerhalb des Wurfflügels eine gewisse Schichtdicke auf, die aufgrund der unterschiedlichen Beschleunigung der Partikel in den verschiedenen Schichten zu Unregelmäßigkeiten im Streubild führen. Aufgrund der Ab­ schrägung verlassen die weiter oben im Wurfflügel bewegten Partikel den Wurfflügel früher als die unten bewegten Parti­ kel. Dadurch ergibt sich, wie praktische Versuche gezeigt haben, eine Vergleichmäßigung des Streubildes auch bei großen Streubreiten. Die Abschrägung kann sich nur über einen Teil der Höhe oder auch über die gesamte Höhe erstrecken, so daß die Partikel auf unterschiedlichen Radien abgegeben werden und somit unterschiedliche Wurfweiten erreichen.
Schließlich kann gemäß einer zweckmäßigen Ausführungsform der Auslaufschacht einen von der Auslauföffnung nach unten zu­ nehmenden Querschnitt aufweisen. Dieses Merkmal dient - ähnlich wie der unter einem Freiwinkel angestellte obere Schenkel des Wurfflügels - in erster Linie dazu, den Rückstau des Streugutes im Auslaufschacht beim Vorbeilauf des Wurfflügels zu vermeiden, wodurch vor allem Mengenfehler vermieden werden.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung wiedergegebene Ausführungsbeispiels beschrieben. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Teilansicht eines Zwei­ scheiben-Schleuderstreuers;
Fig. 2 ein Streubild-Diagramm;
Fig. 3 eine der Fig. 1 ähnliche Ansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Schleuderscheiben gemäß Fig. 3;
Fig. 5 das Querschnittsprofil eines Wurfflügels;
Fig. 6 eine Draufsicht auf eine Schleuderscheibe in einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 7 eine der Fig. 1 ähnliche Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels;
Fig. 8 eine vergrößerte Teilansicht der in Fig. 7 im rechten Teil gezeigten Schleuderscheibe und
Fig. 9 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht einer weiteren Ausführungsform.
Der in Fig. 1 schematisch und ausschnittsweise wiedergegebene Düngerstreuer weist einen trichterförmigen Vorratsbehälter 1 mit einem Boden 2, darin angeordneten Auslauföffnungen 3 und daran anschließende, die Auslauföffnungen nach unten ver­ längernde Auslaufschächte 4 auf. Innerhalb des Vorratsbehälters 1 ist ein den Dünger lockernder und rieselfähig haltender Rührer 5 angeordnet. Unterhalb des Bodens 2 des Vorratsbehäl­ ters 1 ist unter jedem Auslaufschacht 4 eine Schleuderscheibe 6 angeordnet, deren Drehachse gegenüber dem Auslaufschacht 4 jeweils nach außen versetzt ist. Jede Schleuderscheibe weist wenigstens einen, beim gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Wurf­ flügel 8 auf, die sich vom Zentrum der Schleuderscheibe nach außen erstrecken. Die Schleuderscheiben 6 und der Rührer 5 werden beispielsweise von der Zapfwelle eines Schleppers über Kegelradgetriebe angetrieben, die in dem schematisch wieder­ gegebenen Getriebegehäuse 9 untergebracht sind.
Die Schleuderscheiben 6 sind bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel tellerförmig mit nach oben ansteigender Wandung ausgebildet, so daß auch die Wurfflügel 8 entspre­ chend geneigt nach oben verlaufen. Diese Ausbildung ist ins­ besondere für große Streubreiten geeignet, um eine günstige Ballistik für die die Schleuderscheibe 6 verlassenden Dünger­ partikel zu erzielen.
Ein von einem Schleuderstreuer gemäß Fig. 1 erzeugtes typisches Streubild für eine bestimmte Arbeitsbreite ist in dem Diagramm gemäß Fig. 2 wiedergegeben, in welchem die Streudichte (Gewicht pro Fläche) über der Streubreite aufgetragen ist. Es sind vier charakteristische Streubilder für vier verschiedene Streu­ mengen a, b, c und d gezeigt, wobei a < b < c < d ist. Die Ordinate fällt mit der Längsachse des Schleppers bzw. der Fahrtrichtung zusammen. Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß bei kleineren Streumengen die Streudichte von einem Maximum hinter dem Schlepper stetig nach außen abfällt. Je größer die Streumenge wird, um so ausgeprägter wird die Überhöhung in der Schlepperachse. Ab einer gewissen Streumenge bildet sich ein Streubild aus, wie es in Fig. 2 an Hand der Kurve d die größte Streumenge gezeigt ist. Es handelt sich hier nicht mehr um eine stetige Kurve, vielmehr weist sie neben der mitti­ gen Überhöhung nach außen hin je eine Senke und daran an­ schließend wiederum Überhöhungen auf, von denen aus die Streu­ dichte dann wesentlich steiler abfällt. Die Kurve d gilt beispielsweise für eine Schleuderscheibe mit zwei Wurfflügeln. Weist diese hingegen vier Wurfflügel auf, so sind die beiden seitlichen Überhöhungen nicht oder weniger ausgeprägt vorhanden, dafür jedoch ist die mittlere Überhöhung wesentlich stärker ausgeprägt.
Bei kleinen und mittleren Streumengen lassen sich die Aus­ dünnungen im äußeren Bereich dadurch kompensieren, daß beim Anschlußfahren für eine Überlappung der Streubilder gesorgt wird, so daß sich über die gesamte bestreute Fläche ein nur schwach welliges Streubild ergibt. Bei größeren Streumengen ist ein Kompensieren allenfalls noch in den Randbereichen mög­ lich, jedoch lassen sich weder die mittlere Überhöhung, noch die daran anschließenden Senken und auch nur äußerst mangelhaft die beiden seitlichen Überhöhungen kompensieren.
Während die mittlere Überhöhung fast ausschließlich durch den sogenannten Pralleffekt bzw. durch die Prallverluste entsteht, das heißt durch jene Düngerpartikel, die von den Wurf­ flügeln 8 nicht in kontrollierter Weise erfaßt werden, son­ dern auf der Scheibe selbst und an den am Auslaufschacht 4 vobeilaufenden Wurfflügeln 8 reflektiert werden und sich vor­ nehmlich in der Mitte ablagern, entstehen die beiden seit­ lichen Überhöhungen durch den sogenannten Mengeneffekt und sind vornehmlich auf nicht beeinflußbare strömungstechnische Vorgänge im Wurfflügel zurückzuführen. Auch mit zunehmender Arbeitsbreite nehmen die Prallverluste aufgrund des notwendi­ gerweise größeren Mengendurchsatzes zu, wie auch der Mengeneffekt stärker wird.
Fig. 3 zeigt eine erste Ausführungsform der Erfindung, bei der außenseitig am Auslaufschacht 4 flexible Materialstrei­ fen 10, beispielsweise in Form von Kunststoff-Borstenbündel angeordnet sind. Sie verlaufen im wesentlichen senkrecht und ragen bis in die Bewegungsbahn der Wurfflügel 8 hinein. Sie sind, wie Fig. 4 zeigt, an allen Begrenzungen des Auslauf­ schachtes 4 angeordnet, an denen sie bei Eintauchen des Wurf­ flügels in den Streugutstrahl so ausweichen können, daß sie den Streugutstrahl nicht beeinflussen können. Der Streugutstrahl wird also an diesen Begrenzungen durch die flexiblen Material­ streifen 10 eingefaßt und geführt, insbesondere können die Partikel nicht nach vorne und innen reflektiert werden. Anderer­ seits geben die flexiblen Materialstreifen 10 in Drehrichtung nach, sobald sie vom Wurfflügel 8 erfaßt werden.
Die Wurfflügel 8 sind vorzugsweise aus einem U-Profil gebil­ det, bestehen also, wie Fig. 5 erkennen läßt, aus einem etwa senkrecht stehenden Steg 11, einem unteren Schenkel 12, mittels dessen der Wurfflügel 8 auf der Schleuderscheibe 6 befestigt ist, und einem oberen Schenkel 13. Der obere Schen­ kel 13 ist mit Vorteil von der vorlaufenden Kante 14, die zuerst in den Streugutstrahl eintritt, nach hinten abfallend geneigt, so daß ein Freiwinkel entsteht.
Fig. 6 zeigt zunächst bei dem links wiedergegebenen Flügel mit strichpunktierten Linien 13' einen Wurfflügel, der an seinem inneren Ende über das Zentrum der Schleuderscheibe hinaus auf die andere Seite gezogen ist. Die vorlaufende Kante 14' ist am inneren Ende am Steg angesetzt und verläuft mit einer Krümmung 14" in den geradlinigen Abschnitt ein, der etwa parallel zum Steg verläuft.
Fig. 6 zeigt ferner mit durchgezogenen Linien ein optimiertes Ausführungsbeispiel, bei dem im Zentrum der Schleuderscheibe 6 eine zylindrische Kappe 15 angeordnet ist. Die Wurfflügel 8 liegen mit ihrem inneren Ende an der zylindrischen Mantelfläche der Kappe 15 an. Beispielsweise endet der Steg 11 des Wurf­ flügels 8 mit seiner senkrechten Innenkante 16 am Mantel der Kappe 15, während der obere Schenkel 13 über diese Innenkante 16 hinaus nach innen gezogen ist. Die vorlaufende Kante des Schenkels 13 setzt etwa an einer Stelle 17 an der Kappe 15 an, die in Verlängerung des Stegs 11 liegt. Von dort verläuft die vorlaufende Kante in einer spiralförmigen Krümmung 18 nach außen. Hieran schließt sich eine entgegengesetzt gerichtete Krümmung an und schließlich geht die vorlaufende Kante 14 in einen außen auslaufenden linearen Abschnitt über.
Der radiale Abstand der inneren Begrenzung des Auslaufschach­ tes 4 ist, wie Fig. 7 erkennen läßt, etwas größer als der Radius der Kappe 15. Ferner überragt die Kappe 15 die Unter­ kante des Auslaufschachtes 4 nach oben, so daß im Zentrum ein vollständiger Abschluß gegeben ist. Bei dem Ausführungsbei­ spiel gemäß Fig. 7 ist ferner erkennbar, daß der obere Schen­ kel 13 im äußeren Abschnitt des Wurfflügels 8 abgesetzt ist. Einzelheiten hierzu sind in Fig. 8 zu erkennen. Der Schenkel 13 weist im Bereich außerhalb des Auslaufschachtes 4 einen erhöhten Abschnitt 20 auf, der insbesondere höher liegt als die Unterkante des Auslaufschachtes und beim gezeigten Aus­ führungsbeispiel in einer zum Boden 2 parallelen Ebene ange­ ordnet ist. Die am Übergang gebildete Innenkante 21 des Stegs 11 liegt auf einem Radius, der wenig größer ist als derjenige der äußeren Begrenzung des Auslaufschachtes 4. Eine gleiche Ausbildung ist selbstverständlich auch bei solchen Schleuder­ scheiben möglich, die nicht tellerartig nach innen gewölbt sind, sondern als einfache horizontale Platten ausgebildet sind, wobei dann der obere Schenkel 13 und dessen äußerer Abschnitt 20 in parallelen Ebenen liegen, die wiederum paral­ lel zum unteren Schenkel 12 liegen können.
Fig. 8 zeigt ferner, daß der Wurfflügel 78 an seinem äußeren Ende von oben her nach außen abgeschrägt ist, so daß die im oberen Bereich des Wurfflügels 8 nach außen beschleunigten Partikel den Wurfflügel früher bzw. auf kleineren Radien ver­ lassen als die sich unten bewegenden Partikel.
Die Schleuderscheibe 6 wird von einer Antriebswelle 23 ange­ trieben, die mit einer Nabe 24 versehen ist. Diese kann ein Außengewinde aufweisen, auf das die Kappe 15 aufschraubbar ist. Auf diese Weise läßt sich mittels der Kappe 15 die Schleu­ derscheibe 6 auf einem Bund 25 der Nabe 24 verspannen. Zur Mitnahme ist ferner am Bund 25 ein Mitnehmerstift 26 angeord­ net, der die Schleuderscheibe 6 durchsetzt und in eine Nut an der Kappe 15 eingreift.
Schließlich zeigt das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 einen Ablaufschacht 4, dessen freier Querschnitt sich von der Aus­ lauföffnung 3 nach unten erweitert, so daß der Mengendurchsatz durch Rückstaueffekte nicht negativ beeinflußt wird.

Claims (15)

1. Schleuderstreuer für rieselfähiges Streugut, insbe­ sondere Dünger, bestehend aus einem Vorratsbehälter mit wenigstens einer einstellbaren Auslauföffnung und einem daran anschließenden senkrechten Auslauf­ schacht, aus dem das Streugut im Fallstrom strahlar­ tig austritt, und einer darunter um eine versetzt zum Auslauf angeordnete Achse umlaufenden Schleuder­ scheibe mit wenigstens einem Wurfflügel, der sich über die gesamte radiale Ausdehnung des Streugut­ strahls zum Umfang der Schleuderscheibe erstreckt und im Querschnitt ein U-Profil bildet, das mit seinem unteren Schenkel an der Schleuderscheibe befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Schenkel (13) des U-Profils jedes Wurfflügels (8) zumindest mit seiner vorlaufenden Kante (14) und in dem am Auslaufschacht (4) vorbeilaufenden Abschnitt in einer Ebene parallel zur Unterkante des Auslauf­ schachtes mit geringem Abstand unter dieser angeord­ net ist und daß im Zentrum der Schleuderscheibe (6) eine zylindrische Kappe (15) angeordnet ist, welche die ihr naheliegende Unterkante des Auslaufschachtes (4) nach oben überragt.
2. Schleuderstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der obere Schenkel (13) jedes Wurfflü­ gels (8) von seiner vorlaufenden Kante (14) entgegen der Drehrichtung unter Bildung eines Freiwinkels nach unten geneigt ist.
3. Schleuderstreuer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vorlaufende Kante des oberen Schenkels (13) jedes Wurfflügels (8) an dessen innerem Ende am Steg (11) ansetzt und in einer Krümmung nach vorne in einen geradlinigen, zum Steg gegebenenfalls parallelen Abschnitt übergeht.
4. Schleuderstreuer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Wurfflügel (8) mit seinem inneren Ende über das Zentrum der Schleuder­ scheibe (6) hinaus auf deren andere Seite reicht.
5. Schleuderstreuer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Schenkel (13) jedes Wurfflügels (8) in dessen äußerem Abschnitt (20), der - vom Zentrum der Schleuderscheibe (6) gesehen - jenseits des Auslaufschachtes (4) liegt, höher angeordnet ist als die Unterkante des Auslauf­ schachtes.
6. Schleuderstreuer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (11) des U-Pro­ fils jedes Wurfflügels (8) in dessen äußerem Ab­ schnitt mit seiner am Übergang zu dem höher liegen­ den Schenkel (20) befindlichen Innenkante (21) auf einem Radius der Schleuderscheibe (6) liegt, der wenig größer ist als derjenige der radial am wei­ testen außen liegenden Begrenzung des Auslaufschach­ tes (4).
7. Schleuderstreuer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der höher liegende Schenkel (20) im äußeren Abschnitt des Wurfflügels (8) parallel zum Boden (2) des Vorratsbehälters (1) angeordnet ist.
8. Schleuderstreuer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (11) und der obere Schenkel (13) jedes Wurfflügels (8) an ihrem inneren Ende (16, 17) an der Kappe (15) anliegen.
9. Schleuderstreuer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Schenkel (13) am inneren Ende über die gesamte Länge seiner Kante an der Kappe (15) anliegt.
10. Schleuderstreuer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die vorlaufende Kante (14) des oberen Schenkels (13) an einer der Anlage­ stelle (16) des Stegs (11) an der Kappe (15) in der Verlängerung des Stegs etwa gegenüberliegenden Stelle der Kappe (15) ansetzt, in einer ersten Krümmung (18) mit zunehmendem radialen Abstand von der Achse (7) der Schleuderscheibe (6) nach vorne gezogen ist und mit einer daran anschließenden entgegengesetzten Krümmung (19) in eine zum Steg (11) etwa parallele Gerade übergeht.
11. Schleuderstreuer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Krümmung der vorlaufenden Kante etwa spiralförmig ist.
12. Schleuderstreuer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Radius der Kappe (15) wenig kleiner ist als der Radius der bezüglich der Achse (7) der Schleuderscheibe (6) am weitesten innen liegenden Begrenzung des Auslaufschachtes (4).
13. Schleuderstreuer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, mit einer unterhalb der Schleuderscheibe angeordne­ ten Antriebswelle, auf deren Nabe die Schleuder­ scheibe befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (15) zum Befestigen der Schleuderscheibe (6) auf der Nabe (24) dient.
14. Schleuderscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Wurfflügel (8) an seinem äußeren Ende vom oberen Schenkel (13, 20) ausgehend nach unten abgeschrägt ist.
15. Schleuderscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaufschacht (4) einen von der Auslauföffnung (3) nach unten zuneh­ menden Querschnitt aufweist.
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