DE3820537A1 - Spruehvorrichtung - Google Patents
SpruehvorrichtungInfo
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Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft den Bereich der Sprühdüsen und der
Sprühvorrichtungen, die zu ihrer Anwendung an Flugsystemen
angebracht werden.
Der wichtigste Teil eines jeden Sprühsystems ist die Sprüh
vorrichtung oder -düse, die das Sprühmuster erzeugt. Viele
Unzulänglichkeiten von Sprühsystemdüsen verhindern, daß
die Verwendung von Flüssigkeiten ganz effektiv ist. Z. B.
versprühen Sprühdüsen oft Wolken von Aerosolteilchen, die
mit größeren Flüssigkeitströpfchen vermischt sind, von
denen jedes auf einer durch die Tröpfchengröße oder das
Tröpfchengewicht bestimmten Bahnkurve fällt oder abtreibt.
Solche Sprühmuster sind z. B. während der Behandlung von
landwirtschaftlichen Flächen unerwünscht. Die Bildung von
ungleichmäßigen Tröpfchen ist eine ineffektive Verwendungs
methode und kann für die Umwelt schädlich sein. Weiterhin
ist der zuverlässig effektive Betrieb von Düsen von höchster
Wichtigkeit für Bauern und Anwender, deren Arbeitspläne
von günstigen Wetterbedingungen abhängen. Gegenwärtig be
nutzte Düsen zum Besprühen von landwirtschaftlichen Flächen
bestehen oft aus schweren Materialien wie etwa Metallen.
Wenn solche Düsen an Helikopterauslegern befestigt werden,
so tragen sie erheblich zum Gesamtgewicht des Helikopters
bei und erhöhen daher die Anzahl der erforderlichen Auftank
vorgänge.
Der MicrofoilR (Union Carbide)-Sprühausleger ist ein gut
bekanntes Kontrollsystem für die Flugsprühausleger-Drift.
Dieses System erfordert jedoch einen erheblichen Aufwand
an Wartungs- und an verlorener Betriebszeit.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Sprüh
vorrichtung zu schaffen, die gleichmäßige Tröpfchen ver
sprüht, die wirksam die Tröpfchendrift kontrolliert, die
einen über lange Zeiten hinweg störungsfreien Betrieb er
möglicht und die hergestellt werden kann aus leichten und
für landwirtschaftliche Chemikalien undurchdringlichen
Materialien.
Die erfindungsgemäße Sprühvorrichtung umfaßt einen im we
sentlichen zylindrischen Körper mit einer im wesentlichen
zylindrischen Aussparung, einem vorderen und einem hinteren
Endteil, einen am hinteren Endteil des Körpers integriert
ausgebildeten Ringbund, in dem ein System von Öffnungen
etwa axial angeordnet sind, einen mit dem Körper integrier
ten Ansatz, der sich vom Ringbund aus erstreckt und dessen
Basis radial innerhalb der Öffnungen angeordnet ist, wobei
der Ringbund eine radial innerhalb der Öffnungen angeordnete
Ausnehmung definiert, die an einem Rückteil endet und einen
inneren Aufnahmeraum bildet, die Öffnungen durchragende
Röhrchen, die über den Ringbund und den Ansatz hinausragen,
einen am Körper lösbar befestigten Verbinder mit Strömungs
bahnen, einem Fluideinlaß, einem Fluidauslaß und einem
Speicherkanal, eine am Auslaßende des Verbinders befestigte
Ventilanordnung, die sich in der Mittelachse des Speicherka
nals sowohl aus ihm heraus als auch in ihn hinein erstreckt,
und einen dem Fluiddruck ausgesetzten Stößel, der mit dem
Auslaß kommuniziert, der vom Fluiddruck gegen den hinteren
Endteil des Körpers in die Ausnehmung bewegbar ist und der
ohne wirksamen Flüssigkeitsdruck den Speicherkanal im Ver
binder vom inneren Speicherraum trennt. Die Erfindung be
steht aus einer im wesentlichen zylindrischen Düse für eine
Sprühvorrichtung, die so ausgebildet ist, daß sie das
flüssige Sprühmittel mit gleich großen Tröpfchen exakt
ausbringt. Die zu versprühende Flüssigkeit wird unter Druck
in einen innengebohrten zylindrischen Behälterkanal ge
drückt, wo sie mit einem flüssigkeitsdruckabhängigen Über
druck-Ventilstößel kommuniziert. Durch die Ausbildung des
Ventilstößels als Überdruck-Ventilstößel kann die Flüssig
keit unter dem Einfluß des Flüssigkeitsdruckes durch die
Öffnungen in einem ablösbar befestigten Verbindungsstück
strömen und die Düse durch im wesentlichen axial angeord
nete, ausgeweitete Auslaßröhren verlassen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden, schematischen
Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht und den Querschnitt eines
Ausführungsbeispiels der Vorrichtung, wenn
die Ventilvorrichtung in geschlossener Posi
tion ist;
Fig. 2 die Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels
der Vorrichtung;
Fig. 3 die Rückansicht eines Ausführungsbeispiels
des Verbindungsstückes der Vorrichtung;
Fig. 3A die Draufsicht eines Ausführungsbeispiels
des Verbindungsstücks der Vorrichtung;
Fig. 4A die Seitenansicht und den Querschnitt eines
Ausführungsbeispiels des Grundkörpers der
Vorrichtung;
Fig. 4B die Seitenansicht und den Querschnitt eines
weiteren Ausführungsbeispiels des Grundkör
pers der Vorrichtung;
Fig. 5 die Vorderansicht eines Ausführungsbeispiels
des Grundkörpers der Vorrichtung;
Fig. 6 die Seitenansicht und den Querschnitt eines
Ausführungsbeispiels der Vorrichtung, wenn
die Ventilvorrichtung in der geöffneten
Position ist;
Fig. 7A die Rückansicht eines Ausführungsbeispiels
des Grundkörpers der Vorrichtung; und
Fig. 7B die Rückansicht eines anderen Ausführungs
beispiels des Grundkörpers der Vorrichtung.
Die Erfindung umfaßt in einer einzigen kompakten, leichten
und zuverlässigen Anordnung die Kombination einer Strömungs
kontrolle und einer genauen Tröpfchenverteilung. Die Anord
nung eines Überdruck-Ventilstößels in der Nähe der Auslaß
röhren trennt den inneren Flüssigkeitsspeicherkanal von
den Röhren, wodurch eine wirksame Unterbrechung des Flüssig
keitsstromes erreicht wird. Auch der stromlinienförmige
Grundkörper und die in Radialrichtung im wesentlichen axial
und in einem gegenseitigen Abstand angebrachten und aufge
weiteten Auslaßröhren der Vorrichtung tragen zu dieser
erwünschten Wirkung bei.
Die Konstruktionsmaterialien der verschiedenen Bestandteile
der Vorrichtung, die mit der zu versprühenden Flüssigkeit
in Berührung kommen, sind im wesentlichen nicht reaktions
fähig mit der Flüssigkeit.
Fig. 1 erläutert ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung
der Erfindung. Die Vorrichtung ist so ausgebildet, daß
sie eine Flüssigkeit genau in im wesentlichen gleich groß
geformten Tröpfchen auf eine Zielfläche sprüht. Der vor
zugsweise aus einem Plastikmaterial hergestellte Grundkörper
1 ist von im wesentlichen zylindrischer Gestalt, definiert
eine zylindrische Aussparung und hat eine Vorderseite und
eine Rückseite. In einem mit dem Grundkörper 1 ist ein
ringförmiger Bund 11, der ein System von im wesentlichen
axial auf diesem ringförmigen Bund 11 angeordneten Grund
körperöffnungen 12 aufweist, ausgebildet. Ebenfalls in
einem mit dem Grundkörper 1 ist ein vorstehender Teil 2
ausgebildet, der sich vom ringförmigen Bund 11 aus er
streckt. Der ringförmige Bund 11 definiert eine mittige
Aussparung 13, die innerhalb der Öffnungen 12 angeordnet
ist. Die mittige Aussparung 13 begrenzt den vorstehenden
Teil und bildet so einen inneren Speicher 17. Die Röhren
3 ragen durch die Öffnungen 12 und erstrecken sich über
den ringförmigen Bund 11 und den vorstehenden Teil 2 hinaus.
Das vorzugsweise aus einem Plastikmaterial hergestellte
Verbindungsstück 16 ist ablösbar mit dem Grundkörper 1
verbunden, weist Verbindungsstück-Durchflußwege 20 auf,
von denen der Verbindungsstück-Durchflußwegeinlaß 20 A und
der Verbindungsstück-Durchflußwegauslaß 20 B durch die Füh
rung 19 gebildet werden, und definiert den Speicherkanal
15. Die zu versprühende Flüssigkeit strömt durch den Spei
cherkanal 15. Eine Ventilvorrichtung 14 ist am Auslaßende
des Verbindungsstückes 16 befestigt und erstreckt sich
entlang der Mittelachse des Speicherkanals 15 sowohl über
den Speicherkanal 15 hinaus als auch in ihn hinein. Der
flüssigkeitsdruckabhängige Stößel 4 ist ein mit dem Auslaß
ende des Verbindungsstückes 16 kommunizierender Überdruck-
Ventilstößel, der so angepaßt ist, daß er unter dem Einfluß
des Flüssigkeitsdruckes gegen die Rückseite des Grundkörpers
und die mittige Aussparung 13 gedrückt wird, so daß,
wenn der Stößel 4 unter dem Einfluß des Flüssigkeitsdruckes
steht, die Flüssigkeit durch die Verbindungsstück-Durchfluß
wege 20, die Öffnungen 12 und die Röhren 3 strömt und daß,
wenn der Stößel 4 nicht unter dem Einfluß des Flüssigkeits
druckes steht, dieser Stößel 4 den Speicherkanal 15 von
dem inneren Speicher 17 trennt. Der Durchflußweg 20 hat
eine Einlaßöffnung 20 A und eine Auslaßöffnung 20 B. Die
Feder 5 kommuniziert mit dem Stößel 4 so, daß sie einen
Widerstand gegen den Einfluß des Flüssigkeitsdruckes, der
den Stößel 4 gegen die Rückseite des Grundkörpers 1 und
die mittige Aussparung 13 drückt, darstellt. Der Stößel
4 erstreckt sich in den Speicherkanal 15 und kommuniziert
mit der in einem mit dem Verbindungsstück 16 ausgebildeten
Führung 19. Der Stößel 4 weist einen mit einem Gewinde
versehenen Hohlraum auf, in den der Gewindeteil einer
Schraube 8 geschraubt ist und durch den die Schraube 8
ablösbar befestigt ist. Die Feder 5 liegt an dem Ende der
Führung 19 an, welches dem Flüssigkeitseinlaß des Verbin
dungsstückes 16 am nächsten ist.
Die im wesentlichen kreisförmige Dichtung 6 liegt sowohl
an der in einem mit dem Verbindungsstück 16 ausgebildeten,
im wesentlichen zylindrisch erhöhten Kante 18 an als auch
an der im wesentlichen kreisförmigen Dichtungsscheibe 7.
Die Dichtungsscheibe 7 grenzt an die Dichtung 6, den Schrau
benkopf der Schraube 8 und an den inneren Speicher 17 an.
Der Gewindeteil der Schraube 8 ragt durch das Loch der Dichtung
6 und das Loch der Dichtungsscheibe 7, um Dichtung 6 und
Dichtungsscheibe 7 zwischen dem Schraubenkopf und der erhöhten
Kante des Verbindungsstücks fest zu verbinden. Die Schraube
8 grenzt an den inneren Speicher 17 an. Am Flüssigkeitsein
laß des Verbindungsstückes 16 sind Drosseln 10 eingebaut,
die sich in den Speicherkanal 15 erstrecken.
Der Stößel 4 ist vorzugsweise aus rostfreiem Stahl herge
stellt, um die Reibung gegen die Führung 19 des Verbin
dungsstückes 16 zu vermindern. Die Führung 19 ist vorzugs
weise aus einem Material wie etwa Plastik, das die Reibungs
kräfte zwischen dem Stößel 4 und der Führung 19 minimiert.
Die Feder 5 ist vorzugsweise aus rostfreiem Stahl und wirkt
so, daß sie den Stößel 4 befestigt. Der Flüssigkeitsdruck
zwingt den Stößel 4 gegen das Auslaßende des Verbindungs
stückes 16 und drückt die Feder 5 zusammen.
Die kreisförmige Dichtung 6 ist vorzugsweise elastischer
als Plastik. Ein Gummimaterial oder ein Fluorkarbonmaterial
wie etwa VitonR (DuPont) wird vorgezogen. Der O-Ring 9
ist hergestellt aus einem Material, das elastisch genug
ist, um einen undichtigkeitsfreien Eingriff zwischen dem
Grundkörper 1 und dem Verbindungsstück 16 zu ermöglichen.
Die Fig. 3 zeigt eine Rückansicht des Verbindungsstückes
16. Die Fig. 3A zeigt eine Draufsicht des Verbindungsstückes
16 ohne Dichtungsscheibe 7, Dichtung 6 und O-Ring 9.
Die Auslaßröhren 3 ragen von den im wesentlichen axial
angeordneten Öffnungen 12 in dem ringförmigen Bund 11 durch
den konischen vorstehenden Teil 2. Die Fig. 7A veranschau
licht eine Ausführungsform, die ein System von im wesent
lichen axial und in radialer Richtung mit einem Zwischen
raum angeordneten Öffnungen aufweist, Fig. 7B veranschau
licht eine andere Ausführungsform, die ein System von im
wesentlichen axial und mit einem Zwischenraum angeordneten
Öffnungen aufweist. Wenn mehrere Vorrichtungen der Erfindung
an einem Ausleger befestigt werden, um einen Zielabschnitt
von einem Helikopter aus zu besprühen, und wenn jede Vor
richtung in einem Abstand zwischen ungefähr 10 cm und unge
fähr 30 cm von der benachbarten Vorrichtung befestigt wird,
so werden die Röhren 3 vorzugsweise mit einem Winkel zwi
schen ungefähr 5° und ungefähr 10° aufgeweitet, vorzugsweise
zwischen ungefähr 7° und ungefähr 8° in bezug auf die Mit
telachse des Speicherkanals 15. Wenn der Aufweitungswinkel
zu klein ist (weniger als ungefähr 5°), dann ist der vom
Sprühmuster erfaßte Bereich zu eng, woraus sich ein unge
nügender, "streifiger" Erfassungsbereich ergibt. Ein strei
figer Erfassungsbereich ergibt abwechselnd Reihen von behan
delten und unbehandelten Flächen. Wenn der Aufweitungswinkel
zu groß ist (größer als ungefähr 10°), dann ist der erfaßte
Bereich des Sprühmusters zu groß, wodurch überlappende
Sprühmuster entstehen, welche unterschiedlich große Tröpf
chen ergeben. Überlappende Sprühmuster verursachen einen
ineffektiven, ungleichmäßigen Erfassungsbereich. Aufwei
tungswinkel größer als ungefähr 10° und kleiner als unge
fähr 5° wären nur dann geeignet, wenn andere Parameter
wie etwa die Länge des Auslegers und der Abstand zwischen
den Vorrichtungen angepaßt würden.
Die Auslaßröhren 3 weisen vorzugsweise eine Länge auf,
die die Turbulenzen minimiert,und einen ausreichenden Durch
messer, so daß die strömende Flüssigkeit Tröpfchen bildet.
Die erwünschte Länge und der erwünschte Durchmesser weisen
eine Größe auf, daß die Bildung von Folgetröpfchen oder
feinen Tröpfchen, d. h. die Bildung jener Tröpfchen, die
im wesentlichen kleiner sind als die Mehrzahl der durch
die Röhre gebildeten Tröpfchen, minimiert wird. Eine wesent
liche Eigenschaft ist daß die Röhren abgegratete Enden
aufweisen, so daß die Bildung von Folgetröpfchen minimiert
wird.
Die Röhren 3 sind vorzugsweise aus einem hypodermischen,
aus rostfreiem Stahl bestehenden Material. Die Röhren 3
können auch aus einem Plastikmaterial oder aus einem Plas
tikmaterial, das einen aus rostfreiem Stahl bestehenden
Strömungskanal aufweist, hergestellt sein.
Der Innendurchmesser der Röhren 3 ist ein wichtiger Faktor
bei der Bestimmung der Tröpfchengröße und der Sprühbe
deckung. Eine hohe Röhrenzahl mit kleinen Öffnungen erhöht
die Gleichmäßigkeit der Bedeckung. Eine solche Bedeckung
ist wichtig in der forstwirtschaftlichen Arbeit wie etwa
der Platzvorbereitung eines wiederaufzuforstenden Gebietes.
Eine niedrige Röhrenzahl mit großen Öffnungen vermindert
die Gleichmäßigkeit der Bedeckung, was aber erwünscht ist,
wenn die Bildung von großen Tropfen gefordert ist, z. B.
bei schlechten Windbedingungen. Eine solche Bedeckung ist
wirksam bei der Verwendung von systemischen Materialien,
welche nur den Kontakt zwischen dem systemischen Material
und einem Teil der Zielpflanze erfordern.
Der vorstehende Teil 2 muß so geformt sein, daß er die
Luftturbulenz, z. B. ein Abreißen, vermindert, da andern
falls die Gleichmäßigkeit der Tröpfchen zerstört würde.
Die Gestalt ist vorzugsweise so geformt, daß ein unmittel
bares Abreißen der an den Röhren haftenden Tröpfchen gewähr
leistet ist, wenn der Flüssigkeitsstrom endet. Eine bevor
zugte Gestalt des vorstehenden Teils ist eine im wesentli
chen konische Gestalt, die die Turbulenz reduziert, welche
sich ergibt aus der Wechselwirkung der an der Außenseite
des Verbindungsstückes 16 und des Grundkörpers 1 entlang
strömenden Luft. Die Fig. 4A und 4B zeigen bevorzugte,
im wesentlichen konische Formen des vorstehenden Teils.
Die Anordnung ist vorzugsweise so aufgebaut, daß sie bequem
in zwei Untereinheiten getrennt werden kann, falls die
Ersetzung einer der beiden Untereinheiten notwendig sein
sollte.
Bei der Anordnung sind die Auslaßröhren vorzugsweise in
der Nähe des Auslegers angebracht, um den turbulenzfreien
Niederdruckbereich hinter der Rückseite des Auslegers aus
zunützen. Die in den turbulenzfreien Niederdruckbereich
entlassenen gleichmäßigen Tröpfchen bleiben erhalten. Die
Röhrengröße ist vorzugsweise so, daß sie stabile Tröpfchen
einer ausreichenden Anzahl ermöglicht, um eine wirksame
Sprühkontrolle bei praktikablen Raten zu liefern.
44 erfindungsgemäße Sprühvorrichtungen wurden an einem
6.70 m-Ausleger befestigt und dazu benutzt, von einem Heli
kopter aus Flüssigkeit zu versprühen. Die Flüssigkeit wurde
zuerst versprüht mit einer Rate von ungefähr 17 Litern
pro m2 bei einem Druck von 1 bar und danach mit einer Rate
von ungefähr 28 Litern pro m2 bei einem Druck von ungefähr
2,5 bar. Es wurde eine Schwadenbreite von 10,1 m erzeugt.
Dieses Sprühsystem erbrachte eine wirkungsvolle, gleich
mäßige Tröpfchengröße und eine gleichmäßige Bedeckung des
Zielfeldes, ohne daß die Bedeckung in benachbarte, nicht
angezielte Felder streute.
Erfindungsgemäße Vorrichtungen wurden leicht angebracht
an einem standardmäßigen 7.9 m-MicrofoilR-Ausleger, der
an einem Hiller 12-E-Helikopter mit Turbolader befestigt
war. Es wurde außerdem eine veränderte Auslegerabschluß
kappe angebracht, die eine zusätzliche Schwadenbreite er
möglichte. Während des Anfangstests wurden zwei Ladungen
Wasser versprüht. Diese Tests zeigten eine ausgezeichnete
Ventilfunktion, eine Flüssigkeitsstromabsperrfähigkeit
und ein minimales Tropfen nach dem Absperren des Flüssig
keitsstroms. Es wurde eine tatsächliche Schwadenbreite
von 16,5 m gemessen.
Die folgenden Flüge wurden durchgeführt für die Anwendung
von aktiven Chemikalien auf Pinienpflanzen. Die ersten
zwei 450 l-Ladungen enthielten einen Purpurfarbstoff als
Hilfe für die Bewertung der Gleichmäßigkeit und der Ver
teilung der Tröpfchen. Die Tröpfchengleichmäßigkeit und
die Tröpfchenverteilung erwiesen sich als ausgezeichnet.
Weiterhin war die Musterverschiebung aufgrund eines
6,4 km/h-Seitenwindes minimal, eine Drift wurde nicht be
obachtet.
Alle Anwendungen wurden durchgeführt mit einer 1,1 mm-Düsen
abdeckung bei einer Fluggeschwindigkeit von 56-64 km/h.
Der Systemdruck von 2 bar ergab eine Aufbringungsrate von
22 l/m2. Verschiedene andere Aufbringungsraten wurden eben
falls erzielt.
Der Gebrauch der erfindungsgemäßen Vorrichtung ermöglicht
höchste Plazierungsgenauigkeit der Flüssigkeiten und ein
niedriges Gewicht für treibstoffeffiziente Flüge. Die Vor
richtung ist außerdem leicht zu warten und kann im Spritz
gußverfahren hergestellt werden.
Claims (9)
1. Sprühvorrichtung
gekennzeichnet durch
einen an einem Ende geschlossenen, im wesentlichen axial ausgerichteten Hohlkörer (1), in dessen Endteil (2) Sprühröhrchen (3) auf einem Kreis angeordnet sind,
einen im Hohlkörper (1) abgedichtet befestigten Verbinder (16), der eine Fluidkammer (15), einen Fluideinlaß (10) und axiale Fluidkanäle (20) enthält,
eine im Verbinder (16) zentral angeordnete Ventilanord nung (4), deren in einer Kammer (17) zwischen der inneren Endfläche des Verbinders (16) und der inneren Stirnfläche (13) des Hohlkörpers (1) verschiebbar angeordnetes, in Schließrichtung vorgespanntes Ventilglied (6, 7) unter der Wirkung des Fluiddruckes die axialen Fluid kanäle (20) öffnet.
einen an einem Ende geschlossenen, im wesentlichen axial ausgerichteten Hohlkörer (1), in dessen Endteil (2) Sprühröhrchen (3) auf einem Kreis angeordnet sind,
einen im Hohlkörper (1) abgedichtet befestigten Verbinder (16), der eine Fluidkammer (15), einen Fluideinlaß (10) und axiale Fluidkanäle (20) enthält,
eine im Verbinder (16) zentral angeordnete Ventilanord nung (4), deren in einer Kammer (17) zwischen der inneren Endfläche des Verbinders (16) und der inneren Stirnfläche (13) des Hohlkörpers (1) verschiebbar angeordnetes, in Schließrichtung vorgespanntes Ventilglied (6, 7) unter der Wirkung des Fluiddruckes die axialen Fluid kanäle (20) öffnet.
2. Sprühvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der inneren Stirnseite (13) des Endteils (2)
ein Ringbund (11) ausgebildet ist, der eine zentrale
Aussparung (13) begrenzt und in dem die Sprühröhrchen
(3) mit ihren inneren Enden ausmünden.
3. Sprühvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventilglied (4) einen in einer zentralen Bohrung
(19) des Verbinders (16) verschiebbaren Stößel (14)
aufweist, an dessen innerem Ende Ventilscheiben (6, 7)
lösbar befestigt sind und an dessen anderem Ende eine in
Schließrichtung wirksame Druckfeder (5) vorgesehen ist.
4. Sprühvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilscheiben (6, 7) durch eine in eine Blind
bohrung im Stößel (4) eingreifende Schraube (8) am Stößel
(4) befestigt sind.
5. Sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der inneren Stirnseite des Verbinders (16) radial
außerhalb der Fluidkanäle (20) eine ringförmige Rippe
(18) als Ventilsitz ausgebildet ist.
6. Sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Flüssigkeitseinlaß eine Drossel (10) eingebaut
ist.
7. Sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der vorstehende Endteil (2) des Hohlkörpers (1)
konisch ist.
8. Sprühvorrichtung nach einam der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlkörper (1) einen zylindrischen Innenraum definiert und einen an der inneren Stirnwand angeformten Ringbund (11) aufweist, in welchem ein System von im wesentlichen axial verlaufenden Bohrungen (12) ausge bildet ist,
daß die Stirnwand als vorstehender Ansatz (2) mit einem massiven Basisteil radial innerhalb der Bohrungen (12) ausgeführt ist,
daß der Ringbund (11) eine innerhalb der Grundkörper öffnungen angeordnete mittige Aussparung (13) definiert und
daß die in den Bohrungen (11) angeordneten Röhrchen (3) über den Ansatz hinausragen und in einem spitzen Öffnungswinkel zur Mittelachse des Hohlkörpers ausge richtet sind.
daß der Hohlkörper (1) einen zylindrischen Innenraum definiert und einen an der inneren Stirnwand angeformten Ringbund (11) aufweist, in welchem ein System von im wesentlichen axial verlaufenden Bohrungen (12) ausge bildet ist,
daß die Stirnwand als vorstehender Ansatz (2) mit einem massiven Basisteil radial innerhalb der Bohrungen (12) ausgeführt ist,
daß der Ringbund (11) eine innerhalb der Grundkörper öffnungen angeordnete mittige Aussparung (13) definiert und
daß die in den Bohrungen (11) angeordneten Röhrchen (3) über den Ansatz hinausragen und in einem spitzen Öffnungswinkel zur Mittelachse des Hohlkörpers ausge richtet sind.
9. Sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlkörper (1) und der Verbinder (16) miteinander
verschraubt sind.
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