DE3818139C2 - Verwendung von 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol oder eines der Salze davon als Kuppler und Haarfärbemittel, enthaltend diesen Kuppler - Google Patents
Verwendung von 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol oder eines der Salze davon als Kuppler und Haarfärbemittel, enthaltend diesen KupplerInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung sind die Verwendung von 2,4-Di
amino-1,3-dimethoxybenzol oder eines der Salze davon als
Kuppler in Verbindung mit Prekursoren von Oxidationsfarb
stoffen zum Färben von Keratinfasern und insbesondere von
menschlichen Haaren, und ein Haarfärbemittel, welches den ge
nannten Kuppler enthält.
Es ist bekanntlich üblich, zum Färben von Keratinfasern,
wie z. B. menschlicher Haare oder Felle, Färbemittel zu
benützen, welche Prekursoren von Oxidationsfarbstoffen
und vor allem p-Phenylendiamine, o- oder p-Aminophenole
enthalten, die im allgemeinen als Oxidationsbasen bezeich
net werden.
Es ist auch bekannt, daß man, um die mit diesen Oxidations
basen erhaltenen Nuancen zu variieren, Farbstoff
modifikatoren oder Kuppler und vor allem aromatische
m-Phenylendiamine, m-Aminophenole und m-Diphenole verwendet.
Im alkalischen oxidierenden Milieu, welches gewöhnlich bei
der Oxidationsfärbung vorherrscht, bilden die
p-Phenylendiamine und p-Aminophenole in Anwesenheit der
Kuppler, wie m-Phenylendiamine, farbige Indamine oder
Indoaniline.
Die mittels m-Phenylendiaminen und p-Phenylendiaminen im
alkalischen Oxidationsmilieu und vor allem in Anwesenheit
von Wasserstoffperoxid gebildeten Indamine verleihen
Keratinfasern sehr kräftig blaue Farbtönungen. Die mittels
m-Phenylendiaminen und p-Aminophenolen im alkalischen
Oxidationsmilieu gebildeten Indoaniline verleihen Keratin
fasern mehr oder weniger purpurrote Farbtönungen. Je nach
den Oxidationsbasen, mit denen sie zusammen verwendet
werden, können die m-Phenylendiamine also rote oder blaue
Farbtönungen ergeben, die zwei für das Haarefärben
unbedingt notwendige Grundfarben darstellen, um nicht nur
schwarze und graue, sondern auch kupfer- oder aschfarbene
Brauntöne zu erhalten. Hieraus wird die sehr wichtige Rolle
der m-Phenylendiamine bei der Oxidationsfärbung der Haare
ersichtlich.
Es ist übrigens wichtig, daß die Prekursoren von Oxi
dationsfarbstoffen und die Kuppler im alkalischen Oxi
dationsmilieu dem Haar licht- und waschechte, wetter- und
transpirationsbeständige Färbungen verleihen. Es ist wün
schenswert, daß die Färbungen wenig oder nicht selektiv
sind, d. h., daß die mit natürlichem Haar und mit einem
durch eine Dauerwelle oder eine Entfärbung sensibili
siertem Haar erhaltenen Farben im wesentlichen identisch
sind. Ferner ist es notwendig, daß diese Verbindungen
unschädlich sind.
Zahlreiche Kuppler des Typs der im aromatischen Kern sub
stituierten m-Phenylendiamine sind bereits bekannt. Eine
große Anzahl unter ihnen erfüllt jedoch nicht die gewünsch
ten Anforderungen.
Die Anmelderin hat festgestellt, daß die bekannte
Verbindung 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol sowie Säure
additionssalze davon diese Anforderungen erfüllen und vor
teilhafterweise als Kuppler in Verbindung mit anderen Pre
kursoren von Oxidationsfarbstoffen, vor allem Prekursoren
des Para-Typs, verwendet werden können. Ein anderer Vor
teil dieses Kupplers liegt darin, daß er nicht mutagen ist.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung
von 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol oder eines der Säure
additionssalze davon als Kuppler in Verbindung mit Pre
kursoren von Oxidationsfarbstoffen zum Färben von Keratin
fasern und vor allem von menschlichen Haaren.
Das 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol oder eines der Salze
davon, verleiht in Verbindung mit p-Phenylendiaminen
im alkalischen Oxidationsmilieu dem Haar kräftig blaue
Farbtöne, die mehr oder weniger Grün oder Purpurrot
enthalten.
In Verbindung mit p-Aminophenolen verleiht dieser Kuppler
im alkalischen Oxidationsmilieu dem Haar rote Farbtöne von
guter Stabilität.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Haarfärbemittel,
welches in einem wäßrigen, kosinetisch verträglichen Trä
ger 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol oder eines der Säure
additionssalze davon als Kuppler in Verbindung mit min
destens einem Prekursor von Oxidationsfarbstoffen des
Para-Typs enthält.
Das Hydrochlorid von 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol kann
nach bekannten Verfahren hergestellt werden, wie z. B.
durch Reduktion von 2,4-Dinitro-1,3-dimethoxybenzol mit
einer Mischung aus konzentrierter Chlorwasserstoffsäure
und Zinn. Das 2,4-Dinitro-1,3-dimethoxybenzol wird durch
Alkylierung von 2-Nitroresorcin gewonnen, welches zum
2-Nitro-1,3-dimethoxybenzol führt, das dann nitriert wird.
Man erhält auf diese Weise 2,4-Dinitro-1,3-dimethoxyben
zol. Dieses Verfahren ist detaillierter in Baker, J.C.S.,
2876-78 (1932) beschrieben.
Durch dieses lange und teure Verfahren kann man das
Hydrochlorid von 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol erhalten,
welches von nur mittlerer Reinheit ist.
Ein weiteres Verfahren zur Herstellung von 2,4-Diamino-1,3-dimethoxy
benzol, welches leicht auszuführen ist, wird nachfolgend beschrieben.
Bei diesem Verfahren wird 2,4-Dimethoxy-3,5-dinitro
chlorbenzol reduziert und anschließend oder gleichzeitig
dehalogeniert.
Das 2,4-Dimethoxy-3,5-dinitrochlorbenzol wird durch Eisen
in Anwesenheit von Essigsäure und bei einer Temperatur
zwischen 50 und 100°C reduziert. Man erhält auf diese Wei
se 2,4-Dimethoxy-3,5-diaminochlorbenzol, welches dann einer
Dehalogenierung unterzogen wird. Diese Reaktion wird in
Wasser, in einem niederen Alkohol oder einer Wasseralkohol
mischung in Anwesenheit von Palladium auf Kohle, Ammonium
acetat und Triethylaminformiat und bei einer Temperatur
zwischen ca. 50°C und der Rückflußtemperatur des
Lösungsmittels durchgeführt.
Das 2,4-Dimethoxy-3,5-dinitrochlorbenzol wird gemäß der
Publikation "Catalytic hydrogenation", Organic Synthesis
von Rylander, Academic Press Inc. gleichzeitig
reduziert und dehalogeniert unter Wasserstoffdruck und
in Anwesenheit von Palladium auf Kohle.
Zur Förderung der Reaktion gibt man vorzugsweise Ammonium
acetat oder Triethylamin zu.
Diese Reaktion wird in einem Lösungsmittel, welches Wasser,
ein niederer Alkohol oder eine Wasseralkoholmischung sein
kann, und bei einer Temperatur zwischen 50 und 200°C
durchgeführt.
Die Verbindung der Formel (II), das 2,4-Dimethoxy-3,5-
dinitrochlorbenzol, kann man gemäß einem der drei folgenden
Verfahren erhalten:
Dieses Verfahren ist in "Recueil T. Chimiques Pays-Bas",
R 40, 451-471, beschrieben.
Es besteht darin, das 1,2,4-Trichlorbenzol mit
rauchender Salpetersäure, gegebenenfalls in Anwesenheit
von H₂SO₄, zu nitrieren, wobei man das 1,2,4-Trichlor-
3,5-dinitrobenzol erhält. Die Chloratome in 2- und 4-Stel
lung werden dann in einer Reaktion mit einem Alkalimethylat
durch eine Methoxygruppe substituiert. Das Verfahren wird
durch folgende Gleichung beschrieben:
A bedeutet ein Alkalimetall
Es besteht darin, das 2,4-Dimethoxychlorbenzol mit rauchen
der Salpetersäure, gegebenenfalls in Anwesenheit von
H₂SO₄, zu nitrieren. Man erhält in einem Schritt das
2,4-Dimethoxy-3,5-dinitrochlorbenzol. Das Verfahren wird
durch folgende Gleichung beschrieben:
Das 3,6-Dichlorphenol oder 3,4-Dichlorphenol wird einer
Methylierung, dann einer Nitrierung und einer Substitution
der Chloratome durch eine Methoxygruppe mit Hilfe eines
Alkalimethylates unterzogen. Diese Reaktionen lassen sich
folgendermaßen darstellen:
Die erfindungsgemäßen Oxidationsfärbemittel für
Haare enthalten in einem wäßrigen, kosmetisch verträg
lichen Träger das 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol oder
eines der Säureadditionssalze davon als Kuppler und
mindestens einen Prekursor von Oxidationsfarbstoffen
des Para-Typs.
Der Prekursor von Oxidationsfarbstoffen des Para-Typs
ist ausgewählt unter Benzolderivaten oder heterocyc
lischen Derivaten, wie z. B. Pyridin, an die zwei
Aminogruppen oder eine Amino- und eine Hydroxygruppe in
Parastellung gebunden sind. Diese Oxidationsfarb
stoff-Prekursoren können in den Färbemitteln
in Form der freien Basen oder der Säureadditionssalze
vorliegen.
Die besonders bevorzugt verwendeten, erfindungsgemäßen
Prekursoren von Oxidationsfarbstoffen sind ausgewählt un
ter p-Phenylendiaminen, die der nachfolgenden Formel
(III) entsprechen:
oder den entsprechenden Säureadditionssalzen davon,
worin
R₁, R₂ und R₃ gleich oder verschieden sind und für ein Wasserstoff- oder Halogenatom, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoff atomen oder einen Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen stehen,
R₄ und R₅ gleich oder verschieden sind und für ein Wasserstoffatom, einen Alkyl-, Hydroxy alkyl-, Alkoxyalkyl-, Carbamylalkyl-, Mesyl aminoalkyl-, Acetylaminoalkyl-, Ureidoalkyl-, Carbethoxyaminoalkyl-, Piperidinoalkyl- und Morpholinoalkylrest stehen, wobei die durch R₄ und R₅ dargestellten Alkyl- und Alkoxygruppen 1 bis 4 Kohlenstoffatome ha ben oder R₄ und R₅ zusammen mit dem Stick stoffatom, an das sie gebunden sind, einen Piperidin- oder Morpholinheterozyklus unter dem Vorbehalt bilden, daß R₁ oder R₃ ein Wasserstoffatom darstellen, wenn R₄ und R₅ nicht für ein Wasserstoffatom stehen.
R₁, R₂ und R₃ gleich oder verschieden sind und für ein Wasserstoff- oder Halogenatom, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoff atomen oder einen Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen stehen,
R₄ und R₅ gleich oder verschieden sind und für ein Wasserstoffatom, einen Alkyl-, Hydroxy alkyl-, Alkoxyalkyl-, Carbamylalkyl-, Mesyl aminoalkyl-, Acetylaminoalkyl-, Ureidoalkyl-, Carbethoxyaminoalkyl-, Piperidinoalkyl- und Morpholinoalkylrest stehen, wobei die durch R₄ und R₅ dargestellten Alkyl- und Alkoxygruppen 1 bis 4 Kohlenstoffatome ha ben oder R₄ und R₅ zusammen mit dem Stick stoffatom, an das sie gebunden sind, einen Piperidin- oder Morpholinheterozyklus unter dem Vorbehalt bilden, daß R₁ oder R₃ ein Wasserstoffatom darstellen, wenn R₄ und R₅ nicht für ein Wasserstoffatom stehen.
Zu den Verbindungen der Formel (III) zählen p-Phenylen
diamin, p-Toluylendiamin, Methoxy-p-phenylendiamin,
Chlor-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin,
2,5-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,3-Dimethyl-p-phenylen
diamin, i-Propyl-p-phenylendiamin, 2-Methyl-5-methoxy-p-
phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-5-methoxy-p-phenylendiamin,
N,N-Dimethyl-p-phenylendiamin, 3-Methyl-4-Amino-N,N-
diethylanilin, N,N-Di(β-Hydroxyethyl)-p-phenylendiamin,
3-Methyl-4-amino-N,N-di(β-hydroxyethyl)anilin, 3-Chlor-4-
amino-N,N-di-(β-hydroxyethyl)anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl,
carbamylmethyl)anilin, 3-Methyl-4-amino-N,N-(ethyl,
carbamylmethyl)anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl,β-piperidino
ethyl)anilin, 3-Methyl-4-amino-N,N-(ethyl,β-piperidino
ethyl)anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl,β-morpholinoethyl)
anilin, 3-Methyl-4-amino-N,N-(ethyl,β-morpholinoethyl)
anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl,β-acetylaminoethyl)anilin,
4-Amino-N,β-methoxyethylanilin, 3-Methyl-4-amino-N,N-
(ethyl,β-acetylaminoethyl)anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl,
β-mesylaminoethyl)anilin, 3-Methyl-4-amino-N,N-(ethyl,β-
mesylaminoethyl)anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl,β-sulfoethyl)
anilin, 3-Methyl-4-amino-N,N-(ethyl,β-sulfoethyl)anilin,
N-[(4′-Amino)phenyl]morpholin, N-[(4′-Amino)phenyl]
piperidin. Diese Prekursoren von Oxidationsfarbstoffen
des Para-Typs können in dem Färbemittel in Form der
freien Basen oder der Salze, wie Hydrochlorid, Hydro
bromid oder Sulfat enthalten sein.
Das 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol oder die Salze davon
können auch mit p-Aminophenolen verwendet werden,
um besonders lichtechte, wetterbeständige und wasch
feste Nuancen nach dem Entwickeln in Anwesenheit des
Oxidationsmittels zu ergeben. Als p-Aminophenole kann
man nennen p-Aminophenol, 2-Methyl-4-aminophenol,
3-Methyl-4-aminophenol, 2-Chlor-4-aminophenol, 3-Chlor-
4-aminophenol, 2,6-Dimethyl-4-aminophenol, 3,5-Dimethyl-
4-aminophenol, 2,3-Dimethyl-4-aminophenol, 2,5-Dimethyl-
4-aminophenol, 2-Hydroxymethyl-4-aminophenol, 2-(β-Hy
droxyethyl)-4-aminophenol, 2-Methoxy-4-aminophenol,
3-Methoxy-4-aminophenol.
Das 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol oder die Salze davon
können auch mit den Prekursoren von paraheterocyclischen
Oxidationsfarbstoffen verwendet werden, von denen man
2,5-Diaminopyridin, 2-Hydroxy-5-aminopyridin und Tetra
aminopyrimidin nennen kann.
Die erfindungsgemäßen Färbemittel können auch Prekurso
ren von Oxidationsfarbstoffen des Ortho-Typs enthalten,
wie o-Aminophenole, o-Phenylendiamine, o-Diphenole. Zu
diesen zählen beispielsweise 1-Amino-2-hydroxybenzol,
6-Methyl-1-hydroxy-2-aminobenzol, 4-Methyl-1-amino-2-
hydroxybenzol.
Die erfindungsgemäßen 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol
oder Salze davon enthaltenden Färbemittel können gegebenen
falls andere an sich bekannte Kuppler enthalten, wie
m-Diphenole, m-Aminophenole, m-Phenylendiamine, m-Acyl
aminophenole, m-Ureidophenole, in-Carbalkoxyaminophenole,
α-Naphthol oder Kuppler mit einer aktiven Methylengruppe,
wie β-Ketoverbindungen und Pyrazolone.
Als Beispiel lassen sich nennen 2,4-Dihydroxyphenoxy
ethanol, 2,4-Dihydroxyanisol, m-Aminophenol, Resorcin,
der Monomethylether von Resorcin, 2-Methyl-5-amino
phenol, 2-Methyl-5-N-(β-hydroxyethyl)aminophenol, 2-Me
thyl-5-N-(β-mesylaminoethyl)aminophenol, 2,6-Dimethyl-3-
aminophenol, 6-Hydroxybenzomorpholin, 2,4-Diaminophenoxy
ethanol, 6-Aminobenzomorpholin, 2-[N-(β-Hydroxyethyl)amino-
4-amino]phenoxyethanol, 2-Amino-4-N-(β-hydroxyethyl)amino
anisol, (2,4-Diamino)phenyl-β,γ-dihydroxypropylether,
2,4-Diaminophenoxyethylamin, 3,4-Methylendioxyphenol,
3,4-Methylendioxyanilin und die Salze davon.
Um die durch die Prekursoren von Oxidationsfarbstoffen
entstandenen Farbtöne zu nuancieren oder mit Reflexen
anzureichern, kann man den Mitteln bekanntlich Direkt
farbstoffe zusetzen, wie Azo- und Anthrachinonfarbstoffe
oder die nitrierten Derivate der Benzolreihe.
Die p-Verbindungen und die verwendeten Kuppler machen in
den erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise 0,1 bis 7%
des Gesamtgewichtes des Mittels aus. Die Konzentration an
2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol kann zwischen 0,05 und
3,5% des Gesamtgewichtes des Mittels variieren.
Der wäßrige, kosmetisch verträgliche Träger hat einen
pH zwischen 8 und 11, vorzugsweise zwischen 9 und 11.
Er wird auf den gewünschten Wert mit Hilfe eines alkali
schen Agens, wie Ammoniak, Alkalicarbonate oder
Alkanolaminen, wie Mono-, Di- oder Triethanolamin, ein
gestellt.
Die erfindungsgemäßen Färbemittel enthalten in
ihrer bevorzugten Ausführungsform auch anionische,
kationische, nichtionische, amphotere grenzflächenaktive
Mittel oder Mischungen davon. Zu diesen grenzflächenaktiven
Mitteln zählen vor allem Alkylbenzolsulfonate, Alkylnaph
thalinsulfonate, Sulfate, Äthersulfate und Sulfonate
von Fettalkoholen, quaternäre Ammoniumsalze, wie Tri
methylcetylammoniumbromid, Cetylpyridiniumbromid,
Ethanolamide von gegebenenfalls oxyethylenierten Fett
säuren, polyoxyethylenierte Säuren, Alkohole und Amine,
polyglycerinierte Alkohole, polyoxyethylenierte oder poly
glycerinierte Alkylphenole sowie polyoxyethylenierte Al
kylsulfate. Die grenzflächenaktiven Mittel sind in den
erfindungsgemäßen Mitteln in einer Menge von 0,5 bis
40 Gew.-%, vorzugsweise von 4 bis 30 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Mittels, vorhanden.
Diese Mittel können auch organische Lösungsmittel enthal
ten, um die Verbindungen zu solubilisieren, welche nicht
ausreichend wasserlöslich sind. Zu diesen Lösungsmitteln
zählen beispielsweise C₁-C₄-Niedrigalkanole, wie
Ethanol und i-Propanol; Glycerin, Glycole oder Glycol
ether, wie 2-Butoxyethanol, Ethylenglycol, Propylen
glycol, Monoethyl- und Diethylenglycolmonomethylether
sowie die analogen Produkte und Mischungen davon.
Die Lösungsmittel sind vorzugsweise in einer Menge von
1 bis 40 Gew.-%, vor allem von 5 bis 30 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Mittels, vorhanden.
Die Verdickungsmittel, die man den erfindungsgemäßen
Mitteln zusetzen kann, sind vor allem Natriumalginat,
Gummi arabicum, Cellulosederivate, wie Methylcellulose,
Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose,
Hydroxymethylcellulose, Carboxymethylcellulose,
Acrylsäurepolymere oder Xanthangummi. Man kann auch
mineralische Verdickungsmittel, wie Bentonit, verwenden.
Diese Verdickungsmittel sind vorzugsweise in einer Menge
von 0,1 bis 5 Gew.-%, vor allem von 0,5 bis 3 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels, enthalten.
Die Mittel können Antioxidantien enthalten, die vor allem
ausgewählt sind unter Natriumsulfit, Thioglycolsäure,
Natriumbisulfit, Ascorbinsäure und Hydrochinon. Diese
Antioxidantien sind im Mittel in einer Menge von 0,05 bis
1,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels,
enthalten.
Andere Adjuvanzien, die verwendet werden
können, sind beispielsweise Penetriermittel, Sequestrier
mittel, Puffer und Parfums.
Die erfindungsgemäßen Färbemittel können in verschiedener
Form vorliegen, wie z. B. als Flüssigkeit, Creme, Gel
oder in anderer, zum Färben von Keratinfasern und vor
allem menschlicher Haare geeigneter Form. Sie können auch
als Aerosol mit einem Treibmittel konditioniert sein.
Die erfindungsgemäßen Färbemittel, die einen Prekursor
von Oxidationsfarbstoffen des Para-Typs und 2,4-Diamino-
1,3-dimethoxybenzol oder eines der Salze davon enthalten,
werden in einem Haarfärbeverfahren verwendet, welches
zum Entwickeln ein Oxidationsmittel benützt.
Gemäß diesem Verfahren mischt man bei der Anwendung das
oben beschriebene Färbemittel mit einer Oxidationslösung
in ausreichender Menge und gibt dann die erhaltene Mischung
auf die Haare.
Die Oxidationslösung enthält Oxidationsmittel, wie Wasser
stoffperoxid, Harnstoffperoxid, oder Persalze, wie
Ammoniumpersulfat. Man verwendet vorzugsweise 20 Volumina
(6%) einer Wasserstoffperoxidlösung.
Die erhaltene Mischung wird auf die Haare gegeben; man
läßt sie während 10 bis 40 Minuten, vorzugsweise 15 bis
30 Minuten, einwirken, dann spült man die Haare, wäscht
sie mit einem Shampoo, spült sie wieder und läßt sie
trocknen.
Ein anderes Verfahren, welches erfindungsgemäß 2,4-Diamino-
1,3-dimethoxybenzol verwendet, besteht darin, die Haare
nach einem Verfahren in mehreren Schritten zu färben,
wobei man in einem ersten Schritt den Prekursor des Oxi
dationsfarbstoffes des Para-Typs in einem wie oben defi
nierten Mittel auf die Haare gibt und man in einem
zweiten Schritt das 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol auf
trägt. Das Oxidationsmittel ist in dem Mittel, welches
im zweiten Schritt aufgetragen wird, enthalten, oder es
wird in einem dritten Schritt selbst auf die Haare gegeben,
wobei die gleichen Bedingungen bezüglich des Einwirkens,
Trocknens und Waschens wie im obigen Verfahren gelten.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Zu 270 ml Wasser, welches zu 27 ml vorher auf
80°C erwärmter Essigsäure gegeben wird, gibt man 100 g mit
Wasserstoff reduziertes Eisenpulver und fügt nach
und nach unter Rühren 0,25 Mol (66 g) 2,4-Dimethoxy-3,5-di
nitrochlorbenzol zu. Ist die Zugabe beendet, läßt man das
Reaktionsgemisch weitere 30 Minuten im siedenden Wasserbad.
Nach dem Abkühlen wird es zentrifugiert. Der Eisenschlamm,
welcher das gewünschte Produkt enthält, wird mit Hilfe von
Aceton unter Rühren aufgenommen. Nach dem Filtrieren
wird er mit Aceton gewaschen und das gewünschte Produkt
fällt im Acetonfiltrat durch Zugabe einer Lösung von
Chlorwasserstoffsäure in Ethanol aus. Das gewünschte Pro
dukt wird erneut zentrifugiert und gewaschen und aus einer
Mischung aus Salzsäure und Wasser heiß umkristallisiert.
Elementaranalyse für C₈H₁₃N₂Cl₃O₂ (in %):
ber. C 34,85, H 4,72, N 10,16, O 11,62, Cl 38,65;
gef. C 34,85, H 4,82, N 10,03, O 11,80, Cl 38,46.
ber. C 34,85, H 4,72, N 10,16, O 11,62, Cl 38,65;
gef. C 34,85, H 4,82, N 10,03, O 11,80, Cl 38,46.
Eine Mischung aus 77 g Ammoniumacetat, 42 g 10% Palladium
auf Kohle und 0,25 Mol (69 g) von 2,4-Dimethoxy-3,5-
diaminochlorbenzol-dihydrochlorid in 420 ml zu 50 ml Wasser
gegebenem Ethanol wird unter Rühren auf 75°C erwärmt. Man
gibt 75 g Triethylamin zu und tropft dann 31 g Ameisen
säure zu. Das Reaktionsgemisch wird weitere 30 Minuten er
hitzt und heiß filtriert. Das Filtrat wird bis zur Trockene
eingedampft. Nach Zugabe von Ethylacetat fallen die mine
ralischen Salze aus, welche abgesaugt werden. Zu
dem über Natriumsulfat getrockneten Filtrat gibt man 100 ml
einer alkoholischen 7 N Salzsäurelösung. Das gewünschte
Produkt fällt aus, es wird aus einer Mischung von Wasser
und einer Salzsäurelösung in Ethanol umkristallisiert.
Elementaranalyse für C₈H₁₄N₂O₂Cl₂ (in %):
ber. C 39,83, H 5,81, N 11,62, O 13,28, Cl 29,46;
gef. C 39,75, H 5,79, N 11,60, O 13,54, Cl 29,29.
ber. C 39,83, H 5,81, N 11,62, O 13,28, Cl 29,46;
gef. C 39,75, H 5,79, N 11,60, O 13,54, Cl 29,29.
Eine Mischung aus 0,1 Mol (26,2 g) 2,4-Dimethoxy-3,5-di
nitrochlorbenzol, 15,4 g Ammoniumacetat und 5,2 g 10%
Palladium auf Kohle in 100 ml Ethanol, zu dem 15 ml Wasser
gegeben werden, wird eine Stunde unter einem Druck von
20 kg Wasserstoff auf 80°C erhitzt. Das Reaktionsgemisch
wird heiß filtriert, um den Katalysator zu entfernen. Es
wird unter reduziertem Druck zur Trockene eingedampft.
Dann gibt man Ethylacetat zum Filtrat, wobei die mi
neralischen Salze ausfallen, welche abfiltriert wer
den. Man trocknet das Filtrat über Natriumsulfat. Durch
Zugabe von 43 ml einer 7 N Salzsäurelösung in absolutem
Alkohol fällt das gewünschte Produkt aus. Es ist mit dem
im Herstellungsbeispiel Nr. 1 erhaltenen Produkt identisch.
Man stellt folgende Färbemischung her:
| - 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzoldihydrochlorid|0,602 g | ||
| - p-Phenylendiamin | 0,27 g | |
| - Oleinalkohol, polyglyceriniert mit 2 Mol Glycerin | 4,5 g | |
| - Oleinalkohol, polyglyceriniert mit 4 Mol Glycerin | 4,5 g | |
| - ETHOMEEN 0 12, von der Fa. Armoon Hess Chemical Ltd., (Oleylamin, oxyethyleniert mit 12 Mol Ethylenoxid | 4,5 g | |
| - COMPERLAN KD, von der Fa. Henkel (Kopradiethanolamid) 9 g @ | - Propylenglycol | 4 g |
| - 2-Butoxyethanol | 8 g | |
| - 96% Ethanol | 6 g | |
| - MASQUOL DTPA, von der Fa. Protex (Pentanatriumsalz von Diethylentriaminpentaessigsäure) | 2 g | |
| - Hydrochinon | 0,15 g | |
| - Natriumbisulfitlösung 35° Be | 1,3 g | |
| - Ammoniak 22° Be | 10 g | |
| - Wasser auf | 100 g | |
| - pH: | 10 |
Man gibt bei Gebrauch 100 g 6-%iges Wasserstoffperoxid
(20 Volumina) zu. Die Mischung, die 20 Minuten bei 30°C
auf dauergewelltes Haar gegeben wird, verleiht diesem nach
dem Shamponieren und Ausspülen eine dunkelblaugraue
Farbe.
Man stellt folgende Färbemischung her:
| - 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzoldihydrochlorid|0,602 g | |
| - p-Aminophenol | 0,275 g |
| - Oleinalkohol, polyglyceriniert mit 2 Mol Glycerin | 4,5 g |
| - Oleinalkohol, polyglyceriniert mit 4 Mol Glycerin | 4,5 g |
| - ETHOMEEN 0 12, von der Firma Armoon Hess Chemical Ltd. (Oleylamin, oxyethyleniert mit 12 Mol Ethylenoxid) | 4,5 g |
| - COMPERLAN KD, von der Firma Henkel (Kopradiethanolamid) | 9 g |
| - Propylenglycol | 4 g |
| - 2-Butoxyethanol | 8 g |
| - 96% Alkohol | 6 g |
| - MASQUOL DTPA, von der Firma Protex (Pentanatriumsalz von Diethylentriaminpentaessigsäure) | 2 g |
| - Hydrochinon | 0,15 g |
| - Natriumbisulfitlösung 35° Be | 1,3 g |
| - Ammoniak 22° Be | 10 g |
| - Wasser auf | 100 g |
| - pH: | 10 |
Bei Gebrauch gibt man 100 g 6-%iges Wasserstoffperoxid
(20 Volumina) zu. Die Mischung, die 20 Minuten bei 30°C
auf entfärbtes Haar gegeben wird, verleiht diesem
nach dem Shamponieren und Ausspülen eine purpurrot
gräuliche Farbe.
Man stellt folgende Färbemischung her:
| - 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzoldihydrochlorid|0,602 g | |
| - 4-Amino-N,β-methoxyethylanilindihydrochlorid | 0,598 g |
| - CEMULSOL NP 4, von Rhone Poulenc (Nonylphenol, oxyethyleniert mit 4 Mol Ethylenoxid) | 12 g |
| - CEMULSOL NP 9, von Rhone Poulenc (Nonylphenol, oxyethyleniert mit 9 Mol Ethylenoxid) | 15 g |
| - Oleinalkohol, polyglyceriniert mit 2 Mol Glycerin | 1,5 g |
| - Oleinalkohol, polyglyceriniert mit 4 Mol Glycerin | 1,5 g |
| - Propylenglycol | 6 g |
| - TRILON B (Ethylendiamintetraessigsäure) | 0,12 g |
| - Ammoniak 22° Be | 11 g |
| - Thioglycolsäure | 0,6 g |
| - Wasser auf | 100 g |
| - pH: | 10,5 |
Bei Gebrauch gibt man 100 g 6-%iges Wasserstoffperoxid
(20 Volumina) zu. Die Mischung, die 20 Minuten bei 35°C
auf entfärbtes Haar gegeben wird, verleiht diesem
nach dem Shamponieren und Ausspülen eine dunkelblaue
Farbe.
Man stellt folgende Färbemischung her:
| - 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzoldihydrochlorid|0,602 g | |
| - 2-Methyl-4-aminophenol | 0,31 g |
| - CEMULSOL NP 4, von Rhone Poulenc (Nonylphenol, oxyethyleniert mit 4 Mol Ethylenoxid) | 12 g |
| - CEMULSOL NP 9, von Rhone Poulenc (Nonylphenol, oxyethyleniert mit 9 Mol Ethylenoxid) | 15 g |
| - Oleinalkohol, polyglyceriniert mit 2 Mol Glycerin | 1,5 g |
| - Oleinalkohol, polyglyceriniert mit 4 Mol Glycerin | 1,5 g |
| - Propylenglycol | 6 g |
| - TRILON B (Ethylendiamintetraessigsäure) | 0,12 g |
| - Ammoniak 22° Be | 11 g |
| - Wasser auf | 100 g |
| - pH: | 10,0 |
Bei Gebrauch gibt man 100 g 6-%iges Wasserstoffperoxid
(20 Volumina) zu. Die Mischung, die 25 Minuten bei 35°C
auf entfärbtes Haar gegeben wird, verleiht diesem
nach dem Shamponieren und Ausspülen eine purpurrot
gräuliche Farbe.
Man stellt folgende Färbemischung her:
| 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzoldihydrochlorid|0,602 g | |
| - p-Toluylendiamin-dihydrochlorid | 0,49 g |
| - ALFOL C 16/18, von der Fa. Condea (Cetylstearylalkohol) | 8 g |
| - CIRE DE LANETTE E, von der Fa. Henkel (Natriumcetylstearylsulfat) | 0,5 g |
| - CEMULSOL B, von Rhone Poulenc (ethoxyliertes Ricinusöl) | 1 g |
| - Oleindiethanolamid | 1,5 g |
| - MASQUOL DTPA, von der Fa. Protex (Pentanatriumsalz von Diethylentriaminpentaessigsäure) | 2,5 g |
| - Ammoniak 22° Be | 11 g |
| - Wasser auf | 100 g |
| - pH: | 10 |
Bei Gebrauch gibt man 100 g 6-%iges Wasserstoffperoxid
(20 Volumina) zu. Die Mischung, die 25 Minuten bei
35°C auf die natürlichen Haare gegeben wird,
verleiht diesen nach dem Shamponieren und Ausspülen
eine dunkle blaupurpurrote Farbe.
Man stellt folgende Färbemischung her:
| - 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzoldihydrochlorid|0,089 g | |
| - p-Phenylendiamin | 0,134 g |
| - p-Aminophenol | 0,16 g |
| - Resorcin | 0,13 g |
| - m-Aminophenol | 0,09 g |
| - 2-Methyl-5-N-(β-hydroxyethyl)aminophenol | 0,1 |
| - CEMULSOL NP 4, von Rhone Poulenc (Nonylphenol, oxyethyleniert mit 4 Mol Ethylenoxid) | 12 g |
| - CEMULSOL NP 9, von Rhone Poulenc (Nonylphenol, oxyethyleniert mit 9 Mol Ethylenoxid) | 15 g |
| - Oleinalkohol, polyglyceriniert mit 2 Mol Glycerin | 1,5 g |
| - Oleinalkohol, polyglyceriniert mit 4 Mol Glycerin | 115 g |
| - Propylenglycol | 6 g |
| - TRILON B (Ethylendiamintetraessigsäure) | 0,12 g |
| - Ammoniak 22° Be | 11 g |
| - Wasser auf | 100 g |
| - pH: | 8,6 |
Bei Gebrauch gibt man 100 g 6-%iges Wasserstoffperoxid
(20 Volumina) zu. Die Mischung, die 25 Minuten bei 35°C
auf dauergewellte Haare gegeben wird, verleiht diesen nach
dem Shamponieren und Ausspülen eine dunkelgraue-purpur
rote Farbe.
Man stellt folgende Färbemischung her:
| - 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzoldihydrochlorid|1,2 g | |
| - N,N-Di-(β-hydroxy-ethyl)p-phenylendiamindihydrochlorid | 1,34 g |
| - ALFOL C16/18, von der Fa. Condea (Cetylstearylalkohol) | 8 g |
| - CIRE DE LANETTE E, von der Fa. Henkel (Natriumcetylstearylsulfat) | 0,5 g |
| - CEMULSOL B, von Rhone Poulenc (ethoxyliertes Ricinusöl) | 1 g |
| - Oleindiethanolamid | 1,5 g |
| - MASQUOL DTPA, von der Fa. Protex (Pentanatriumsalz von Diethylentriaminpentaessigsäure) | 2,5 g |
| - Ammoniak 22° Be | 11 g |
| - Wasser auf | 100 g |
| - pH: | 9,9 |
Bei Gebrauch gibt man 100 g 6-%iges Wasserstoffperoxid
(20 Volumina) zu. Die Mischung, die 15 Minuten bei 35°C
auf natürliches Haar gegeben wird, verleiht diesem nach
dem Shamponieren und Ausspülen eine mattblaue
Farbe.
Man stellt folgende Färbemischung her:
| - 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzoldihydrochlorid|1,2 g | |
| - i-Propyl-p-phenylendiamindihydrochlorid | 1,1 g |
| - CARBOPOL 934, von der Fa. Goodrich Chemicals | 3 g |
| - 96% Alkohol | 11 g |
| - 2-Butoxyethanol | 5 g |
| - Trimethylcetylammoniumbromid | 2 g |
| - TRILON B (Ethylendiamintetraessigsäure) | 0,2 g |
| - Ammoniak 22° Be | 10 g |
| - Natriumbisulfit 35° Be | 1 g |
| - Wasser auf | 100 g |
| - pH: | 9 |
Bei Gebrauch gibt man 100 g 6-%iges Wasserstoffperoxid
(20 Volumina) zu. Die Mischung, die 25 Minuten bei 35°C
auf zu 90% natürlich weißes Haar gegeben wird, ver
leiht diesem nach dem Shamponieren und Ausspülen
eine marineblaue Farbe.
Claims (16)
1. Verwendung von 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol oder
eines der Säureaddditionssalze davon als Kuppler
in Verbindung mit Oxidationsfarbstoff-Prekursoren zum
Färben von Keratinfasern, insbesondere von menschlichen
Haaren.
2. Haarfärbemittel, dadurch gekenn
zeichnet, daß es in einem wäßrigen, kosmetisch
verträglichen Träger 2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol
oder eines der Säureadditionssalze davon als
Kuppler in Verbindung mit mindestens einem Prekursor
von Oxidationsfarbstoffen des Para-Typs enthält.
3. Färbemittel nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß es 0,05 bis 3,5 Gew.-%
2,4-Diamino-1,3-dimethoxybenzol oder eines der
Säureadditionssalze davon, bezogen auf das Gesamt
gewicht des Mittels, enthält.
4. Färbemittel nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Prekursor von Oxi
dationsfarbstoffen des para-Typs ausgewählt ist unter
p-Phenylendiaminen, p-Aminophenolen, p-heterocyc
lischen Verbindungen und Mischungen davon.
5. Färbemittel nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die p-Phenylendiamine
der Formel
entsprechen, in der
R₁, R₂ und R₃ gleich oder verschieden sind und für ein Wasserstoff- oder Halogenatom, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlen stoffatomen oder einen Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen stehen;
R₄ und R₅ gleich oder verschieden sind und für ein Wasserstoffatom, einen Alkyl-, Hydroxyalkyl-, Alcoxyalkyl-, Carbamyl alkyl-, Mesylaminoalkyl-, Acetylamino alkyl, Ureidoalkyl-, Carbethoxyamino alkyl-, Piperidinoalkyl- oder Morpholino alkylrest stehen, wobei die Alkyl- und Alkoxygruppen von R₄ und R₅ 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen, oder R₄ und R₅ zusammen mit dem Stickstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen Piperidin- oder Morpholinheterocyclus un ter dem Vorbehalt bilden, daß R₁ oder R₃ ein Wasserstoffatom bedeuten, wenn R₄ und R₅ nicht für ein Wasserstoffatom stehen, oder Salze der Verbindungen der Formel (III) sind.
R₁, R₂ und R₃ gleich oder verschieden sind und für ein Wasserstoff- oder Halogenatom, einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlen stoffatomen oder einen Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen stehen;
R₄ und R₅ gleich oder verschieden sind und für ein Wasserstoffatom, einen Alkyl-, Hydroxyalkyl-, Alcoxyalkyl-, Carbamyl alkyl-, Mesylaminoalkyl-, Acetylamino alkyl, Ureidoalkyl-, Carbethoxyamino alkyl-, Piperidinoalkyl- oder Morpholino alkylrest stehen, wobei die Alkyl- und Alkoxygruppen von R₄ und R₅ 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen, oder R₄ und R₅ zusammen mit dem Stickstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen Piperidin- oder Morpholinheterocyclus un ter dem Vorbehalt bilden, daß R₁ oder R₃ ein Wasserstoffatom bedeuten, wenn R₄ und R₅ nicht für ein Wasserstoffatom stehen, oder Salze der Verbindungen der Formel (III) sind.
6. Färbemittel nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß es mindestens ein
p-Phenylendiamin enthält, ausgewählt unter p-Phenylen
diamin, p-Toluylendiamin, Methoxy-p-phenylendiamin,
Chlor-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylend-amin,
2,5-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,3-Dimethyl-p-phenylen
diamin, Isopropyl-p-phenylendiamin, 2-Methyl-5-methoxy-
p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-5-methoxy-p-phenylendiamin,
N,N-Dimethyl-p-phenylendiamin, 3-Methyl-4-amino-N,N-di
ethylanilin, N,N-Di(β-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin,
3-Methyl-4-amino-N,N-di-(β-hydroxyethyl)anilin, 3-Chlor-
4-amino-N,N-di-(β-hydroxyethyl)anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl
carbamylmethyl)anilin, 3-Methyl-4-amino-N,N-(ethyl
carbamylmethyl)anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl-β-piperidino
ethyl)-anilin, 3-Methyl-4-amino-N,N-(ethyl-β-piperidino
ethyl)-anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl-β-morpholinoethyl)
anilin, 3-Methyl-4-amino-N,N-(ethyl-β-morpholinoethyl)
anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl-β-acetylaminoethyl)anilin,
4-Amino-N-β-methoxyethylanilin, 3-Methyl-4-amino-N,N-
(ethyl-β-acetylaminoethyl)anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl
β-mesylaminoethyl)anilin, 3-Methyl-4-amino-N,N-(ethyl
β-mesylaminoethyl)anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl-β-sulfo
ethyl)anilin, 3-Methyl-4-amino-N,N-(ethyl-β-sulfoethyl)
anilin, N-[(4′-Amino)phenyl]morpholin, N-[(4′-Amino)
phenyl]piperidin in Form freier Basen oder in Form
kosmetisch verträglicher Salze.
7. Färbemittel nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß es mindestens ein
p-Aminophenol enthält, ausgewählt unter p-Aminophenol,
2-Methyl-4-aminophenol, 3-Methyl-4-aminophenol, 2-Chlor-
4-aminophenol, 3-Chlor-4-aminophenol, 2,6-Dimethyl-4-
aminophenol, 3,5-Dimethyl-4-aminophenol, 2,3 Dimethyl-
4-aminophenol, 2,5-Dimethyl-4-aminophenol, 2-Hydroxy
methyl-4-aminophenol, 2-(β-Hydroxyethyl)-4-aminophenol,
2-Methoxy-4-aminophenol, 3-Methoxy-4-aminophenol.
8. Färbemittel nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Prekursor von Oxi
dationsfarbstoffen des para-Typs eine p-heterocyclische
Verbindung ist, ausgewählt unter 2,5-Diaminopyridin,
2-Hydroxy-5-aminopyridin und Tetraaminopyrimidin.
9. Färbemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß es
andere Kuppler enthält, ausgewählt unter m-Diphenolen,
m-Dinophenolen, m-Phenylendiaminen, m-Acylaminophenolen,
m-Ureidophenolen, m-Carbalkoxyaminophenolen, α-Naphthol,
β-Ketoverbindungen und Pyrazolonen.
10. Färbemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß die Ge
samtkonzentration der Kuppler und Prekursoren von Oxi
dationsfarbstoffen des Para-Typs zwischen 0,1 und 7 Gew.-%
ausmacht.
11. Färbemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß es außer
dem Prekursoren von Farbstoffen des Ortho-Typs enthält,
ausgewählt unter o-Aminophenolen, o-Phenylendiaminen
und o-Diphenolen.
12. Färbemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß es außer
dem Direktfarbstoffe enthält, ausgewählt unter Azo- und
Anthrachinonfarbstoffen und nitrierten Derivaten der
Benzolreihe.
13. Färbemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 12, da
durch gekennzeichnet, daß es einen
pH zwischen 8 und 11, vorzugsweise zwischen 9 und 11,
hat.
14. Färbemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß es 1 bis
40 Gew.-% eines organischen Lösungsmittels enthält, aus
gewählt unter niederen Alkanolen, Glycerin, Glycolen oder
Glycoläthern und Mischungen davon.
15. Färbemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 14, da
durch gekennzeichnet, daß es außer
dem 0,5 bis 40 Gew.-% mindestens eines anionischen,
kationischen, nicht ionischen, amphoteren grenzflächen
aktiven Mittels oder Mischungen davon enthält.
16. Färbemittel nach einem der Ansprüche 2 bis 15, da
durch gekennzeichnet, daß es außer
dem kosmetische Adjuvanzien enthält, ausgewählt unter
Verdickungsmitteln, Antioxidantien, Penetrationsmitteln,
Sequestriermitteln, Puffern, Parfums, Alkalisierungs
mitteln und Treibmitteln.
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| LU86903A LU86903A1 (fr) | 1987-05-29 | 1987-05-29 | Utilisation comme coupleur du 2,4-diamino-1,3-dimethoxybenzene ou l'un de ses sels,en association avec des precurseurs de colorants d'oxydation,pour la teinture des cheveux humains,composition de teinture capillaire contenant ledit coupleur et procede de preparation dudit coupleur |
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