DE3811833A1 - Vakuumschaltroehre - Google Patents
VakuumschaltroehreInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vakuumschaltröhre mit zwei
innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses koaxial angeordneten
Hauptkontaktsystemen, die in separaten Schaltkammern liegen und
jeweils aus einem inneren und einem damit zur Anlage
gelangenden äußeren Kontaktstück bestehen, wobei die jeweils
äußeren Kontaktstücke über bewegliche Kontaktträger und
Federbälge stirnseitig aus dem Gehäuse geführt sind und
zueinander eine entgegengesetzt gerichtete Schaltbewegung
ausführen und die inneren Kontaktstücke zwischen den äußeren
Kontaktstücken liegen und miteinander über eine Spule zur
Erzeugung eines axialen Magnetfeldes in Reihe geschaltet sind
und bei der jeweils ein mit dem inneren, Kontaktstück leitend
verbundener Schirmkörper die Hauptkontaktsysteme umgibt und die
Schirmkörper mit den inneren Kontaktstücken im Gehäuse
befestigt sind.
Eine derartige Vakuumschaltröhre ist aus der DE-OS 33 18 226
bekannt. Bei dieser bekannten Vakuumschaltröhre sind zwei
Hauptkontaktsysteme aus jeweils einem inneren, feststehenden
Kontaktstück und einem, jeweils einer der Stirnseiten
zugewandten, beweglichen, äußeren Kontaktstück gebildet. Die
beiden feststehenden, inneren Kontaktstücke der beiden
Hauptkontaktsysteme sind auf einer metallischen,
feststehenden Trägerplatte elektrisch leitend befestigt, über
welche die beiden Hauptkontaktsysteme in Reihe geschaltet sind.
Auf dieser Trägerplatte, die elektrisch leitend in der
Gehäusewand eingesetzt ist, sind jeweils zu den Stirnseiten der
Vakuumschaltröhre hin offene, röhrenförmige Schirmkörper
angebracht, welche die Hauptkontaktsysteme umgeben, so daß
diese in separaten Schaltkammern liegen. Bei dieser bekannten
Vakuumschaltröhre wird die Evakuierung der gesamten
Vakuumschaltröhre über nur einen, an einer der Stirnseiten der
Vakuumschaltröhre angebrachten Pumpstengel durchgeführt, zu
welchem Zweck die Trägerplatte und ggf. die feststehenden,
inneren Kontaktstücke mit einer relativ großen Öffnung versehen
sind.
Beim Ausschaltvorgang werden die beweglichen Kontaktträger mit
den beweglichen, äußeren Kontaktstücken in Richtung der
Stirnseiten der Vakuumschaltröhre auseinandergezogen und damit
von den feststehenden, inneren Kontaktstücken abgehoben. Dabei
entstehen während dieser Kontaktöffnung zwei Lichtbögen, die
leitfähigen Metalldampf erzeugen, welcher sich auf den
Kontakten selbst und den die Hauptkontaktsysteme umgebenden
Wänden niederschlägt. Durch das Vorhandensein der in der Platte
vorgesehenen Öffnungen kann es jedoch auch nach dem Löschen der
Lichtbögen zu einer hohen Metalldampfkonzentration im Bereich
der Kontakte kommen, weil die Öffnungen innerhalb der
feststehenden, inneren Kontaktstücke bzw. in deren
unmittelbarer Nähe liegen und die Flächen, auf denen sich der
entstandene Metalldampf niederschlagen kann, klein sind. Somit
ist durch den nicht kondensierten Metalldampf noch relativ
lange eine hohe Leitfähigkeit zwischen den Kontaktstücken
aufrechterhalten. Mithin besteht zumindest nach dem
Ausschalten von hohen Kurzschlußströmen die Möglichkeit, daß
die dielektrische Festigkeit der Schaltstrecken zeitlich nur
verzögert ansteigt.
Zusätzlich ist durch die Öffnungen in der Platte bzw. den
inneren Kontaktstücken auch die Wanderung von leitfähigem
Metalldampf von einem Hauptkontaktsystem zum anderen möglich,
so daß die Spannungsfestigkeit eines einzelnen Hauptkontakt
systems durch den im jeweils anderen Hauptkontaktsystem
erzeugten Metalldampf zusätzlich vermindert sein kann. Damit
ist die dielektrische Festigkeit der beiden in Reihe
geschalteten Schaltstrecken beim Ausschalten großer Ströme
insgesamt nur gering.
Bei der bekannten Vakuumschaltröhre ist auch vorgesehen,
anstelle der durchbrochenen Trägerplatte für die feststehenden
Kontaktstücke einen in Form einer Flachspule ausgebildeten,
spiralförmigen Verbindungsleiter zu verwenden. Über diesen
Verbindungsleiter sind die beiden feststehenden, inneren
Kontaktstücke direkt miteinander verbunden. Mit dieser Spule
ist ein axiales Magnetfeld erzeugt, aber ebenfalls der
Durchtritt von Metalldampf möglich. Die mit dieser Anordnung
erzielbaren Feldstärken sind jedoch gering, und der Verlauf des
Magnetfeldes weist nur in unmittelbarer Umgebung des
Verbindungsleiters und damit lediglich im Bereich der
feststehenden, inneren Kontaktstücke eine wirksame axiale
Komponente auf. Damit ist die Wirkung des axialen Magnetfeldes
zur Verhinderung der Ausbildung von kontrahierten Lichtbögen
eingeschränkt, was sich nachteilig auf die Beherrschung hoher
Ausschaltströme auswirken kann.
Da die Spule in Reihe zu den Hauptkontaktsystemen geschaltet
ist, wird sie außerdem auch permanent vom gleichen Strom wie
die Hauptkontaktsysteme durchflossen. Sie muß deshalb für die
volle Nennstrombelastung dimensioniert sein, weshalb sie einen
großen Querschnitt aufweisen muß. Ferner stellt die Spule eine
zusätzliche Wärmequelle innerhalb der Vakuumschaltröhre dar,
deren Wärmeleistung bei der bekannten Vakuumschaltröhre
zusätzlich über in das Gehäuse integrierte Kühlkörper abgeführt
ist. Dadurch ist die Eignung der Vakuumschaltröhre insbesondere
für den Einbau in druckgasgekapselten Schaltanlagen erschwert,
weil bei diesen die Abfuhr der in ihnen erzeugten Verlustwärme
ohnehin schon einen erheblichen Aufwand verursacht.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Vakuumschaltröhre anzugeben, bei der eine hohe dielektrische
Festigkeit in allen Betriebszuständen vor allem auch nach der
Ausschaltung hoher Kurzschlußströme gewährleistet ist und die
Erwärmung im Nennstrombetrieb auch mit einer innerhalb der
Vakuumschaltröhre angeordneten Spule zur Erzeugung eines
axialen Magnetfeldes nur gering ist.
Bei einer elektrischen Vakuumschaltröhre der eingangs beschriebenen
Art wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß
die beiden inneren Kontaktstücke mit dem jeweiligen
Schirmkörper zu axial beweglichen, einander zugewandten
Baueinheiten zusammengefaßt sind, die einander berühren und ein
Hilfskontaktsystem bilden,
daß die Spule jeweils an den Schirmkörpern angeschlossen und
parallel zum Hilfskontaktsystem geschaltet ist
und die Baueinheiten, das Hilfskontaktsystem und die
Hauptkontaktsysteme gemeinsam koaxial umgibt,
und daß die Schaltkammern gegeneinander verschlossen sind.
Bei einer derartigen Vakuumschaltröhre sind im eingeschalteten
Zustand die beweglichen, äußeren Kontaktstücke mit den inneren
Kontaktstücken, die mit den Schirmkörpern fest verbunden sind
und mit diesen jeweils eine Baueinheit bilden, zur Anlage
gebracht. Diese aus Schirmkörpern und inneren Kontaktstücken
gebildeten, in axialer Richtung beweglichen Baueinheiten
berühren sich dabei ebenfalls. Die koaxial um die Baueinheiten
und die Kontaktsysteme innerhalb des Gehäuses angeordnete Spule
zur Erzeugung eines axialen Magnetfeldes ist mit jeweils einem
Ende an einem Schirmkörper angeschlossen. Sie liegt damit
parallel zu den sich berührenden Baueinheiten, die wegen ihrer
axialen Beweglichkeit ein Hilfskontaktsystem bilden, zu dem die
Spule parallel geschaltet ist und in dessen eingeschaltetem
Zustand die Spule kurzgeschlossen ist.
Sind also sowohl die Hauptkontaktsysteme als auch das Hilfs
kontaktsystem geschlossen, befindet sich die Vakuumschaltröhre
im eingeschalteten Zustand. Der Strom fließt über die äußeren
und inneren Kontaktstücke eines Hauptkontaktsystems und das
Hilfskontaktsystem direkt zum anderen Hauptkontaktsystem und
nicht über die Spule. Die Spule wird beim Schließen des
Hilfskontaktsystems etwas zusammengedrückt, wobei eine geringe,
über die beweglichen Kontaktträger und die Hauptkontaktsysteme
übertragene, zusätzliche Kontaktdruckkraft vom Antrieb
aufgebracht werden muß.
Bei der Ausschaltung werden die beweglichen Kontaktträger mit
den äußeren Kontaktstücken auseinandergezogen. Durch die
Federkraft der Spule werden die beiden aus inneren Kontakt
stücken und Schirmkörpern gebildeten Baueinheiten jedoch
weiterhin gegen die äußeren Kontaktstücke gedrückt und bewegen
sich deshalb synchron mit diesen auseinander. Die Haupt
kontaktsysteme bleiben somit geschlossen, während sich jedoch
das Hilfskontaktsystem öffnet. Dazu genügt es wegen des in der
Vakuumschaltröhre herrschenden Vakuums, daß der Kontakthub des
Hilfskontaktsystems nur Bruchteile eines Millimeters beträgt.
Nach dieser Öffnung des Hilfskontaktsystems ist die Spule nicht
mehr kurzgeschlossen, sondern der Strom fließt nunmehr von dem
einen inneren Kontaktstück über die Wände des zugehörigen
Schirmkörpers zum einen Anschluß der Spule und über diese,
ihren anderen Anschluß und den anderen Schirmkörper zum zweiten
Hauptkontaktsystem. Damit erfolgt die Reihenschaltung der
beiden Hauptkontaktsysteme jetzt vollständig über die Spule,
die nun zugleich auch im Hauptstrompfad liegt. Dadurch wird ein
vom auszuschaltetenden Strom erregtes axiales Magnetfeld
erzeugt, das auf beide Kontaktsysteme wirkt, weil die Spule die
Hauptkontaktsysteme koaxial umgibt.
Nach Überwindung der Vorspannung der Spule, durch welche
die inneren Kontaktstücke gegen die jeweiligen äußeren
Kontaktstücke gedrückt werden, bleiben die aus Schirmkörpern
und inneren Kontaktstücken gebildeten Baueinheiten praktisch
gleichzeitig stehen, so daß sich die angetriebenen äußeren
Kontaktstücke von den inneren Kontaktstücken abheben. Dadurch
öffnen sich die Hauptkontaktsysteme und die eigentliche
Ausschaltung des durch die Vakuumschaltröhre fließenden Stromes
beginnt mit dem Entstehen von zwei Lichtbögen in den jeweiligen
durch die Schirmkörper gebildeten, separaten Schaltkammern.
Dabei brennen diese Lichtbögen wegen des durch die Spule
erzeugten axialen Magnetfeldes diffus und haben deshalb nur
eine kleine Lichtbogenbrennspannung, so daß die umgesetzte
Verlustleistung und damit die Kontaktaufschmelzung gering ist.
Da die für jedes Kontaktsystem vorgesehenen, separaten Schalt
kammern gegeneinander verschlossen sind, ist eine vollständige
Trennung der beiden Kontaktsysteme durch einzeln zugeordnete,
getrennte Dampfschirme erzielt. Eine gegenseitige Kommunikation
der beiden Schaltkammern ist bezüglich der Ausbreitung von
Metalldampf verhindert. Die dielektrische Festigkeit jedes
einzelnen Kontaktsystems ist deshalb in allen Betriebszuständen
ebenso groß, wie für den Fall, daß jedes Kontaktsystem in einer
eigenen Vakuumschaltröhre angeordnet wäre. Die Spannungs
festigkeit ist damit bei der gemäß der Erfindung ausgebildeten
Vakuumschaltröhre mit zwei in Reihe geschalteten Kontakt
systemen ohne Einschränkung verdoppelt. Dadurch kann diese
Vakuumschaltröhre gegenüber Vakuumschaltröhren mit nur einem
Kontaktsystem auch für die doppelte Nennspannung eingesetzt
werden, hat aber gegenüber zwei in Reihe geschalteten einzelnen
Vakuumschaltröhren den Vorteil einer viel geringeren Baulänge,
so daß auch Hochspannungsschaltgeräte mit relativ kleinem
Aufwand im Spannungsbereich oberhalb einer Nennspannung von 36 kV mit
Vakuumschaltröhren ausgerüstet sein können.
Da die zur Erzeugung eines axialen Magnetfeldes vorgesehene
Spule beide Hauptkontaktsysteme und deren Schirmkörper koaxial
umgibt, sind nur wenige Windungen erforderlich, um eine hohe
axiale Komponente des Magnetfeldes im gesamten Bereich der
beiden in Reihe geschalteten Hauptkontaktsysteme zu erzielen.
Dadurch können auch hohe Ströme ohne Auftreten einer
Lichtbogenkontraktion geschaltet werden, so daß die
Schaltleistung insgesamt hoch und zugleich der Abbrand der
Kontakte gering ist. Somit können auch hohe Ströme mit großer
Häufigkeit geschaltet werden.
Der Strom durchfließt die Spule immer nur dann, wenn das
Hilfskontaktsystem offen ist und dabei auch nur für die
Zeitdauer einer Schalthandlung. Demzufolge ist die Spule nur
entsprechend dieser kurzzeitigen Belastung zu dimensionieren.
Sie kann deshalb vornehmlich entsprechend der mechanischen
Beanspruchung ausgelegt sein. Eine dauernde Stromführung
braucht nicht berücksichtigt zu werden, so daß der Querschnitt
des Spulenleiters nur sehr klein zu sein braucht, wodurch die
Baugröße der Vakuumschaltröhre ebenfalls klein gehalten ist.
Dadurch können kompakte und ausreichend kleine Vakuumschalter
mit derartigen Vakuumschaltröhren bestückt werden.
Wegen des zeitlich begrenzten Stromdurchflusses ist die
Abführung einer von der Spule erzeugten Dauerverlustwärme nicht
erforderlich, wodurch der Gesamtaufwand für die Vakuumschalt
röhre nur klein ist. Damit ist sie besonders zum Einbau in
druckgasgekapselten Mittel- oder Hochspannungsschaltanlagen
geeignet, da dort die Abfuhr von Verlustwärme besonders
schwierig ist.
Da das Gehäuse der Vakuumschaltröhre keine vakuumdicht unter
teilten Teilräume aufweist, sondern im Bereich der Spule ein
freier Gasdurchtritt möglich ist, kann die Vakuumschaltröhre
vollständig von einer Stelle aus, z. B. über einen Pumpstengel,
evakuiert werden.
Es kann vorteilhaft sein, daß die Spule aus federelastischem
Material besteht.
Dadurch vergrößert sich die Wirkung der Spule als Druckfeder,
so daß für das Hilfskontaktsystem eine zusätzliche kontakt
abhebende Kraft entsteht, welche die Baueinheiten zuverlässig
voneinander abhebt und das Hilfskontaktsystem öffnet, sobald
sich die äußeren Kontaktstücke aus ihrer zur Einschaltstellung
gehörenden Endposition nach außen bewegen. Es ist dabei jedoch
kein zusätzlicher konstruktiver Aufwand notwendig. Außerdem ist
der erforderliche Raumbedarf im Innenraum der Vakuumschaltröhre
unverändert. Die Kontaktkraft, die auf die äußeren
Kontaktstücke wirken muß, um die Hauptkontaktsysteme zu
schließen und auch bei hohen Einschaltstoßströmen am Abheben zu
hindern, um damit ein Verschweißen der Kontakte zu vermeiden,
ist erheblich größer als die zur Überwindung der zusätzlichen,
durch die federelastische Spule ausgeübten Gegenkraft notwendig
ist. Somit entsteht für den Antrieb der äußeren Kontaktstücke
auch mit einer federelastischen Spule kein zusätzlicher
Aufwand.
Es kann zweckmäßig sein, daß als Material für die Spule mit
Zinn (Sn), Beryllium (Be), Bor (B) und/oder Zircon (Zr)
legiertes Kupfer (Cu) verwendet ist.
Mit derartigen Werkstoffen, insbesondere einer homogenen
Legierung, ist für die Spule eine ausreichende Federelastizität
bei nur geringfügig abgesenkter Leitfähigkeit des Spulenleiters
erzielt.
Es kann ferner von Vorteil sein, daß die Schirmkörper mittels
isolierter oder schlecht leitender Federelemente gegeneinander
abgestützt sind.
Hiermit kann eine praktisch verzögerungslose Öffnung des
Hilfkontaktsystems bei der Öffnung des Hauptkontaktsystems
erzielt sein, durch die sich exakt reproduzierbare
Kontaktöffnungszeiten für die gesamte Vakuumschaltröhre
ergeben. Mithin ist der Ungleichlauf von mehreren derartigen,
z. B. in einem dreipoligen Vakuumschalter angeordneten
Vakuumschaltröhren nur noch von den äußeren Antrieben bestimmt,
mit denen sich jedoch relativ leicht ein ausreichender
Gleichlauf aller Vakuumschaltröhren erzielen läßt, so daß die
Erzeugung von Überspannungen, insbesondere beim dreipoligen
Schalten von induktiven Lastströmen nur gering ist.
Es kann empfehlenswert sein, daß die Schirmkörper topfförmig
ausgebildet sind und deren Böden die Kontaktflächen für das
Haupt- und/oder Hilfskontaktsystem bilden.
Dies reduziert die Baueinheiten aus Schirmkörpern und inneren
Kontaktstücken auf jeweils ein einziges Teil, wodurch der
Fertigungsaufwand für die Einzelteile aller Kontaktsysteme nur
gering ist, weil nur noch zwei einfach herzustellende Drehteile
für die Schirmkörper benötigt werden, welche zugleich die
inneren Kontaktstücke der Vakuumschaltröhre und die Kontakt
stücke des Hilfkontaktsystems bilden.
Es kann in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung zweckmäßig
sein, daß die den äußeren Kontaktstücken zugewandten Böden der
Schirmkörper jeweils das innenliegende Kontaktstück des
Hauptkontaktsystems tragen.
Damit können die Schirmkörper und die inneren Kontaktstücke aus
verschiedenen Materialien gefertigt sein, wobei besonders die
inneren Kontaktstücke aus abbrandfestem Kontaktwerkstoff
hergestellt und dennoch einfach auf den Böden der Schirmkörper
angelötet sein können. Damit kann die Standzeit der
Hauptkontaktsysteme auch bei häufigen Ausschaltungen von
hohen Strömen erheblich verlängert werden, wenn auch das
bewegliche Kontaktstück aus abbrandfestem Kontaktwerkstoff
hergestellt ist.
Es kann ferner von Vorteil sein, daß das Hilfskontaktsystem mit
den Schirmkörpern verbundene, separate Kontaktstücke aufweist.
Hiermit kann die mechanische Lebensdauer des Hilfkontaktsystems
verlängert und die Böden der Schirmkörper mechanisch verstärkt
werden. Zusätzlich kann der Stromübergang zwischen den ge
schlossenen Kontakten des Hilfkontaktsystems für die Führung
hoher Dauerströme verbessert sein, wodurch die Nennstromer
wärmung im Bereich des Hilfkontaktsystems praktisch keinen
Beitrag zur gesamten Nennstromerwärmung liefert.
Darüber hinaus kann in vorteilhafter Weise die Erfindung
dadurch weitergebildet sein, daß am Gehäuse und/oder den
Schirmkörpern isolierte Anschlagmittel vorgesehen sind, welche
die axiale Bewegung der Baueinheiten begrenzen.
Dadurch kann die Kontaktöffnung und Kontaktberührung der
Hauptkontaktsysteme räumlich exakt definiert sein, so daß
derartige Vakuumschaltröhren eine praktisch vernachlässigbare
Streuung des Kontakthubes der Hauptkontaktsysteme aufweisen.
Zusätzlich ist auch der Hub des Hilfkontaktsystems eindeutig
festgelegt, so daß für den äußeren Antrieb keine aufwendigen
Einstellarbeiten erforderlich sind, um einen ausreichenden
Gleichlauf von mehreren z. B. in einem dreipoligen Schalter
angeordneten, derartigen Vakuumschaltröhren zu erzielen.
Es kann zusätzlich empfehlenswert sein, daß die Spule mit den
Baueinheiten im Gehäuse axial elastisch befestigt und durch
isolierende Teile seitlich geführt ist.
Durch die elastische Befestigung der Spule mit den Baueinheiten
im Gehäuse sind ungleiche Veränderungen der Maße der inneren
und der äußeren Kontaktstücke der Hauptkontatsysteme und der
Kontakte des Hilfkontaktsystems durch den Abbrand während des
Betriebes ohne weiteren Aufwand ausgeglichen, weil die inneren
Kontaktstücke axial verschiebbar sind und damit die
Kontaktsysteme auch geringfügig unsymmetrisch innerhalb der
Vakuumschaltröhre liegen können. Außerdem kann der Antrieb der
einzelnen beweglichen Kontaktträger einfach aufgebaut sein,
weil die Toleranzen im Gleichlauf für die beiden beweglichen,
äußeren Kontaktstücke, die vom äußeren Antrieb bestimmt sind,
relativ groß gehalten sein können, da bei einseitigem
Kontaktdruck die Belastung der Befestigung der einzelnen
Baueinheiten im Gehäuse durch deren Elastizität nur gering ist.
Zusätzlich ist durch die seitliche Führung der Spule mit den
Baueinheiten im Gehäuse eine parallele Lage aller Kontaktstücke
zueinander gewährleistet, weil die Baueinheiten nicht seitlich
kippen können.
Ferner kann in vorteilhafter Weise das Gehäuse im Bereich der
Spule metallisch und mit dieser an einer Stelle, insbesondere
an der mittleren Windung, leitend verbunden sein. Dadurch kann
an diesem Teil des Gehäuses eine stabile Befestigung der
Vakuumschaltröhre erfolgen und zugleich das Gehäuse im Bereich
der Kontaktsysteme und Spule als ein zusätzlicher Dampfschirm
gestaltet sein. Mit einem derartigen Dampfschirm kann die
Kondensationsfläche für den Metalldampf erhöht und das Risiko
für eine die Isolationsfähigkeit des Innenraums der
Vakuumschaltröhre vermindernde Bedampfung verringert sein.
Bei einer mittleren Verbindung ist das elektrische Potential
des Dampfschirmes symmetriert, so daß auch die kapazitive
Spannungsaufteilung zwischen den beiden Hauptkontaktsystemen
vergleichmäßigt ist und damit keine durch die Erdkapazitäten
verursachte Verringerung der Spannungsfestigkeit einer der
beiden Schaltstrecken berücksichtigt werden muß.
Im folgenden sei die Erfindung noch anhand des in der Zeichnung
schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
In der dargestellten Figur ist eine Vakuumschaltröhre im
Längsschnitt mit geöffneten Kontakten der Hauptkontaktsysteme
und des Hilfskontaktsystems gezeigt, wobei zwei Schnittebenen
gebildet sind, die entlang der Längsachse der Vakuumschaltröhre
verlaufen, jedoch jeweils nur von den Seiten her bis zur
Längsachse reichen und senkrecht zueinander stehen.
Die Vakuumschaltröhre enthält innerhalb des Gehäuses 1 zwei
koaxial angeordnete Hauptkontaktsysteme 2, 3 die aus jeweils
inneren Kontaktstücken 4, 5 und äußeren Kontaktstücken 6, 7
bestehen. Während die inneren Kontaktstücke 4, 5 vollständig aus
abbrandfestem Material bestehen, sind für die äußeren Kontakt
stücke 6, 7 lediglich aus diesem Material bestehende Auflagen 8
vorgesehen.
Das Gehäuse 1 der Vakuumschaltröhre besteht aus einem im
Bereich der Hauptkontaktsysteme 2, 3 liegenden, röhrenförmigen
metallischen Mittelteil, der als Dampfschirm 9 wirkt, zwei in
axialer Richtung über Flansche 10 am Dampfschirm 9 angelöteten
keramischen Isolatoren 11 und ist mit flanschartigen Deckeln 12
jeweils an den äußeren Stirnseiten 13 der Isolatoren 11
vakuumdicht verschlossen. Am Dampfschirm 9 des Gehäuses 1 ist
die Vakuumschaltröhre in nicht dargestellter Weise im
Vakuumschalter befestigt.
Die beweglichen, äußeren Kontaktstücke 6, 7 sind auf
bolzenförmigen Kontaktträgern 14, 15, auf die ein externer,
nicht dargestellter, isolierter Antrieb wirkt, befestigt. Die
Kontaktträger 14, 15 sind jeweils an den äußeren Stirnseiten 13
der Vakuumschaltröhre über Federbälge 16 beweglich und
vakuumdicht durch die flanschartigen Deckel 12 aus dem Gehäuse 1
geführt.
Die inneren Kontaktstücke 4, 5 sind jeweils auf den Böden 20, 21
von separaten, topfförmigen Schirmkörpern 23, 24 aus Kupfer
angelötet, die nur zu den Stirnseiten der Vakuumschaltröhre hin
Öffnungen 25 aufweisen, durch welche die beweglichen Kontakt
träger hindurchtreten. Die Schirmkörper 23, 24 sind im Bereich
der Öffnungen 25 mit trichterförmigen Einschnürungen 26 ver
sehen. Damit sind aus den Schirmkörpern 23, 24 und den inneren
Kontaktstücken 4, 5 jeweils Baueinheiten 30, 31 gebildet. Die
einander zugewandten Seiten der Böden 20, 21 der Schirmkörper 23, 24
tragen Kontaktstücke 27, 28, über die sich im eingeschalteten
Zustand der Vakuumschaltröhre die Baueinheiten 30, 31 berühren
und ein Hilfskontaktsystem 32 bilden.
Koaxial um die Schirmkörper 23, 24 und die Hauptkontaktsysteme 2, 3
sowie das Hilfskontaktsystem 32 ist eine zur Erzeugung eines
axialen Magnetfeldes vorgesehene Spule 35 aus Kupfer mit
mehreren konzentrischen Windungen angeordnet, deren oberste
Windung 36 am oberen Schirmkörper 23 und deren unterste Windung 37 am
unteren Schirmkörper 24 angeschlossen ist. Zwischen den
Baueinheiten 30, 31 sind jeweils in radialer Richtung paarweise
gegenüberliegend isolierte Druckfedern 40 und in Umfangs
richtung um 90° versetzt zu diesen isolierte Anschlagwinkel 41
vorgesehen, die an den einander zugewandten Seiten der Böden
20, 21 der Schirmkörper 23, 24 befestigt sind.
Die mittlere Windung 42 der Spule 35 ist über einen leitfähigen,
elastischen Steg 43 mit dem Dampfschirm 9 verbunden. Damit ist
die Spule 35 mit den die inneren Kontaktstücke 4, 5
enthaltenden, an ihr befestigten Baueinheiten 30, 31 elastisch
und axial beweglich im Gehäuse 1 befestigt. An der Innenwand
des metallischen Dampfschirmes 9 sind nach innen gerichtete,
keramische Stützkörper 44 befestigt, die bis zu den Rändern der
Spulenwindungen reichen und die Spule 35 gegen das Gehäuse 1
seitlich abstützen, ohne deren axiale Beweglichkeit
einzuschränken. Da keine getrennten Gasräume gebildet sind,
kann die Evakuierung der Vakuumschaltröhre vollständig über den
am Dampfschirm 9 angebrachten Pumpstengel 45 erfolgen.
Im eingeschalteten Zustand der Vakuumschaltröhre berühren sich
die Kontaktstücke 4, 6 des oberen 2 bzw. die Kontaktstücke 5, 7
des unteren Hauptkontaktsystems 3 jeweils miteinander. Damit
sind die Hauptkontaktsystme 2, 3 geschlossen. Durch die vom
äußeren, nicht dargestellten Antrieb über die beweglichen
Kontaktträger 14, 15 auf die Hauptkontaktsysteme 2, 3 ausgeübte
Kontaktkraft werden die Baueinheiten 30, 31 mit den inneren
Kontaktstücken 4, 5 und den Hilfskontaktstücken 27, 28
hauptsächlich entgegen der Federkraft der Druckfedern 40
gegeneinander gedrückt, so daß sich die Hilfskontaktstücke 27, 28
berühren und das Hilfskontaktsystem 32 geschlossen ist. Da die
Spule 35 mit den Schirmkörpern 23, 24 mechanisch fest verbunden
ist, wird auch diese um das Maß des Kontakthubes des Hilfs-
Kontaktsystems 32 geringfügig unter Überwindung einer
Vorspannung federnd zusammengedrückt, wobei dafür wegen der
Starrheit der Spule 35 eine kleine zusätzliche Kraft
aufgewendet werden muß. Damit ist die Vakuumschaltröhre
vollständig eingeschaltet.
Der über die Vakuumschaltröhre führende Strompfad verläuft in
diesem vollständigen Einschaltzustand über den oberen
beweglichen Kontaktträger 14, das obere äußere Kontaktstück 6
sowie das obere innere Kontaktstück 4, den Boden 20 des oberen
Schirmkörpers 23 und das obere Hilfskontaktstück 27. Von dort
verläuft der Strompfad weiter zum unteren Hilfskontaktstück 28,
über den Boden 21 des unteren Schirmkörpers 24, das untere
innere Kontaktstück 5 und das untere, äußere Kontaktstück 7
sowie den unteren beweglichen Kontaktträger 15 des unteren
Kontaktsystems 3. Die beiden Kontaktsysteme 2, 3 sind damit
über das Hilfskontaktsystem 32 direkt in Reihe geschaltet.
Dadurch ist die jeweils mit den Baueinheiten 30, 31 leitend
verbundene Spule 35, die zum Hilfskontaktsystem 32 parallel
geschaltet ist, durch dieses kurzgeschlossen. Mithin fließt,
während sich die Vakuumschaltröhre in diesem eingeschalteten
Zustand befindet, kein Strom über die Spule 35. Sie braucht
deshalb auch nicht für die Führung des Nennstromes
dimensioniert zu sein und trägt außerdem nicht zur Dauer
erwärmung des Innenraums der Vakuumschaltröhre bei. Da die
Druckfedern 40 und die Anschlagwinkel 41 isoliert von den
Schirmkörpern 23, 24 angeordnet sind, können über sie auch
keine Ströme fließen.
Bei der Ausschaltung werden die beweglichen Kontaktträger 14, 15
mit den äußeren Kontaktstücken 6, 7 in entgegengesetzter
Richtung axial auseinandergezogen. Dabei sorgen die mechanischen
Vorspannungen der Spule 35 und der isolierten Druckfedern 40
dafür, daß die äußeren Kontaktstücke 6, 7 sich zunächst nicht
von den inneren Kontaktstücken 4, 5 abheben können, sondern
sich die kompletten Baueinheiten 30, 31 synchron mit den
beweglichen, äußeren Kontaktstücken 6, 7 in gleicher Richtung
mitbewegen. Dadurch heben sich aber die Hilfskontaktstücke 27,
28 voneinander ab, so daß sich das Hilfskontaktsystem 32
öffnet.
Sobald der bei der Öffung des Hilfkontaktsystems zwischen den
Hilfskontaktstücken 27, 28 entstandene Lichtbogen löscht, was
beim nächsten Nulldurchgang des Stromes der Fall ist, ist der
Kurzschluß für die Spule 35 aufgehoben. Der Strompfad verläuft
nunmehr vom oberen Kontaktsystem 2 über den Boden 20 des oberen
Schirmkörpers 23 sowie dessen Seitenwände zum oberen Anschluß
der obersten Windung 36 der Spule 35 und über die Spule zu
deren unterster Windung 37 und von dort über den unteren
Schirmkörper 24 sowie das untere Hauptkontaktsystem 3. Damit
ist die Spule 35 in den Hauptstrompfad geschaltet. Der somit
über die Vakuumschaltröhre geführte Strom fließt damit auch
vollständig über die Spule 35 und erregt ein axiales Magnetfeld
im Bereich der Hauptkontaktsysteme 2, 3.
Gelangen die isolierten Anschlagwinkel 41 im Verlauf der
Bewegung der Baueinheiten 30, 31 gegenseitig zur Anlage,
bleiben die Baueinheiten 30, 31 stehen, wobei das
Hilfskontaktsystem 32 weiterhin geöffnet ist. Die äußeren
Kontaktstücke 6, 7 heben sich nun von den inneren Kontakt
stücken 4, 5 ab, da sich die beweglichen Kontaktträger 14, 15
mit den äußeren Kontaktstücken 6, 7 bis in ihre Ausschalt
stellung weiterbewegen. Dadurch entstehen nach der Kontakt
trennung der Hauptkontaktsysteme 2, 3 zwei Lichtbögen, die sich
aufgrund des vom auszuschaltenden Stromes von der Spule 35
erregten, axialen Magnetfeldes auch bei hohen Kurzschlußströmen
nicht kontrahieren können, sondern mit geringer
Lichtbogenspannung diffus brennen. Dementsprechend ist die
Verlustleistung und die Erosion der Kontaktstücke 4, 5, 6, 7
gering.
Durch die separaten Schirmkörper 23, 24 der Baueinheiten 30, 31
sind für jedes Kontaktsystem 2, 3 gegeneinander verschlossene
Schaltkammern 46 gebildet, die nur zu den äußeren Stirnseiten
13 der Vakuumschaltröhre hin offen sind. Innerhalb jeder
Schaltkammer 46 schlägt sich der durch die Lichtbogeneinwirkung
eines jeden Kontaktsystems 2, 3 erzeugte Metalldampf getrennt
nieder. Durch die an den Öffnungen 25 der Schirmkörper 23, 24
vorgesehenen Einschnürungen 26 ist der Austritt von Metalldampf
in den außerhalb der Schaltkammern 46 liegenden Innenraum des
Gehäuses zusätzlich erschwert, so daß eine Bedampfung der
Innenseite der Isolatoren mit dem leitfähigem Metalldampf und
damit eine Schwächung ihrer Isolationsfestigkeit verhindert
ist.
Die für jede Schaltkammer 46 durch die Kontaktflächen und
Schirmkörperinnenseiten gebildeten Kondensationsflächen für den
Metalldampf sind für jedes Kontaktsystem 2, 3 groß. Außerdem
besteht für den Metalldampf keine direkte Verbindung zwischen
den beiden Kontaktsystemen 2, 3, so daß insgesamt die
dielektrische Festigkeit auch bei der Ausschaltung von hohen
Strömen für jedes einzelne Kontaktsystem 2, 3 hoch und keine
gegenseitige Beeinflussung möglich ist. Außerdem ist die Spule 35 vor
Bedampfung weitgehend geschützt.
Der im Bereich der Spule 35 liegende, zur Befestigung der
Vakuumschaltröhre dienende, metallische Mittelteil des Gehäuses 1
wirkt gleichzeitig als zusätzlicher Dampfschirm 9 und trägt zur
Erhöhung der Kondensationsfläche bei. Er fängt außerhalb der
Schirmkörper 23, 24 in axialer Richtung sich ausbreitenden
Metalldampf ab, so daß die Bedampfung der Isolatoren 11
vollständig verhindert und die Spannungsfestigkeit der inneren
Isolation der Vakuumschaltröhre weiter erhöht ist.
Bei der Einschaltung bewegen sich die beweglichen Kontakt
träger 14, 15 mit den äußeren Kontaktstücken 6, 7 aufeinander
zu und gelangen zunächst mit den dazwischenliegenden inneren
Kontaktstücken 4, 5 zu Anlage. Danach erfolgt, wie bereits
beschrieben, das Schließen des Hilfskontaktsystems 32 entgegen
der Federkraft der isolierten Druckfedern 40 und der Spule 35,
wobei die Spule 35 ebenfalls geringfügig zusammengedrückt ist.
Da die Befestigung der Spule 35 mit den Baueinheiten 30, 31
über den leitfähigen, elastischen Steg 43 sowie die keramischen
Stützkörper 44 insgesamt elastisch ist, sind auch durch
unterschiedlichen Kontaktabbrand während des Betriebes
verursachte unterschiedliche Stärken der Kontakt
stücke 3, 4, 5, 6, 27, 28 ausgeglichen, da sich die Bauein
heiten 30, 31 und damit auch das Hilfskontaktsystem 32
innerhalb der Vakuumschaltröhre in axialer Richtung verschieben
können. Diese elastische Befestigung der Baueinheiten 30, 31
mit der Spule 35 läßt auch einen bestimmten Ungleichlauf der
beweglichen Kontaktträger 14, 15 zu, da die Beanspruchung der
Befestigung geringer als bei starrer Verbindung ist, was den
Aufwand für den Antrieb der beweglichen Kontaktträger 14, 15
vermindert.
Claims (10)
1. Vakuumschaltröhre mit zwei innerhalb eines gemeinsamen
Gehäuses koaxial angeordneten Hauptkontaktsystemen, die in
separaten Schaltkammern liegen und jeweils aus einem inneren
und einem damit zur Anlage gelangenden äußeren Kontaktstück
bestehen, wobei die jeweils äußeren Kontaktstücke über
bewegliche Kontaktträger und Federbälge stirnseitig aus dem
Gehäuse geführt sind und zueinander eine entgegengesetzt
gerichtete Schaltbewegung ausführen und die inneren
Kontaktstücke zwischen den äußeren Kontaktstücken liegen und
miteinander über eine Spule zur Erzeugung eines axialen
Magnetfeldes in Reihe geschaltet sind und bei der jeweils ein
mit dem inneren Kontaktstück leitend verbundener Schirmkörper
die Hauptkontaktsysteme umgibt und die Schirmkörper mit den
inneren Kontaktstücken im Gehäuse befestigt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden inneren Kontaktstücken mit dem jeweiligen
Schirmkörper zu axial beweglichen, einander zugewandten
Baueinheiten zusammengefaßt sind, die einander berühren und ein
Hilfskontaktsystem bilden,
daß die Spule jeweils an den Schirmkörpern angeschlossen und
parallel zum Hilfskontaktsystem geschaltet ist
und die Baueinheiten, das Hilfskontaktsystem und die
Hauptkontaktsysteme gemeinsam koaxial umgibt,
und daß die Schaltkammern gegeneinander verschlossen sind.
2. Vakuumschaltröhre nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Spule aus federelastischem Material besteht.
3. Vakuumschaltröhre nach Patentanspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Material für die Spule mit Zinn (Sn), Beryllium (Be), Bor (B)
und/oder Zircon (Zr) legiertes Kupfer (Cu) verwendet ist.
4. Vakuumschaltröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schirmkörper mittels isolierter oder schlecht leitender
Federelemente gegeneinander abgestützt sind.
5. Vakuumschaltröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schirmkörper topfförmig ausgebildet sind und deren
Böden die Kontaktflächen für das Haupt- und/oder
Hilfskontaktsystem bilden.
6. Vakuumschaltröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die den äußeren Kontaktstücken zugewandten Böden der
topfförmigen Schirmkörper jeweils das innenliegende
Kontaktstück des Hauptkontaktsystems tragen.
7. Vakuumschaltröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Hilfskontaktsystem mit den Schirmkörpern verbundene,
separate Kontaktstücke aufweist.
8. Vakuumschaltröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
am Gehäuse und/oder den Schirmkörpern isolierte Anschlagmittel
vorgesehen sind, welche die axiale Bewegung der Baueinheiten
begrenzen.
9. Vakuumschaltröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Spule mit den Baueinheiten im Gehäuse axial elastisch
befestigt und durch isolierende Teile seitlich geführt ist.
10. Vakuumschaltröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse im Bereich der Spule metallisch und mit
dieser an einer Stelle leitend verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883811833 DE3811833A1 (de) | 1988-04-07 | 1988-04-07 | Vakuumschaltroehre |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883811833 DE3811833A1 (de) | 1988-04-07 | 1988-04-07 | Vakuumschaltroehre |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3811833A1 true DE3811833A1 (de) | 1989-10-19 |
Family
ID=6351638
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883811833 Withdrawn DE3811833A1 (de) | 1988-04-07 | 1988-04-07 | Vakuumschaltroehre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3811833A1 (de) |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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